{"id":18793,"date":"2023-09-05T22:02:05","date_gmt":"2023-09-05T20:02:05","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18793"},"modified":"2023-09-05T22:02:05","modified_gmt":"2023-09-05T20:02:05","slug":"lukas-1711-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1711-19\/","title":{"rendered":"Lukas 17,11\u201319"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Aussatz als Krankheit und als soziale Ausgrenzung | 14.So. nach Trinitatis | 10.09.23 | Lk 17,11\u201319 | Thomas Bautz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Buch Leviticus widmet ein Kapitel dem Aussatz (der Lepra), (Kap. 13). Es enth\u00e4lt Beschreibungen der schrecklichen Krankheit sowie ihre Behandlung durch Priester. \u201eDie Kranken halten sich an die gesundheitspolitischen Vorschriften\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Die soziale Isolation der Betroffenen ist allerdings die Folge (Lev 13,45\u201346):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWer nun auss\u00e4tzig ist, soll zerrissene Kleider tragen und das Haar lose und den Bart verh\u00fcllt und soll rufen: Unrein, unrein! Und solange die Stelle an ihm ist, soll er unrein sein, allein wohnen, und seine Wohnung soll au\u00dferhalb des Lagers sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die dreiteilige h\u00f6lzerne Lepra-Klapper ist im Mittelalter und der Fr\u00fchen Neuzeit ein vorgeschriebenes Kennzeichen in vielen Regionen und Warn-Instrument der Lepra-Kranken, das die \u00fcbrige Bev\u00f6lkerung auf Distanz halten sollte.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Ph\u00e4nomen der Ausgrenzung mussten bei uns zuerst \u00e4ltere Menschen in Seniorenheimen erleben, die sich mit Covid 19 angesteckt hatten und nur in \u00e4u\u00dferster Distanz Besuch empfangen durften. Bei ansteckenden Krankheiten mit schwerem Verlauf ist nicht nur die Krankheit selbst das Schlimmste, viel gravierender ist die Stigmatisierung durch ihre Benennung, bezogen auf eine Person. Zu Recht hat Susan Sontag genau darauf hingewiesen. In ihrem Essay <em>Krankheit als Metapher<\/em> (1978) geht es um den psychosozialen Umgang mit Krebs, in einem sp\u00e4teren Buch um den Umgang mit Aids. Der Krebs sei zum Spiegel einer Pathologie des sp\u00e4tmodernen, restlos entfremdeten Menschen geworden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lukas erz\u00e4hlt in seinem Evangelium (Lk 17,11\u201319)<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> von zehn M\u00e4nnern, die von Aussatz befallen sind und greift auf Bekanntes zur\u00fcck: Die M\u00e4nner sind isoliert, sie \u201estehen von ferne\u201c; sie bitten um Hilfe und werden von Rabbi Jesus zu den Priestern geschickt, die zust\u00e4ndig sind (17,11\u201314a). Verk\u00fcrzt, aber korrekt, h\u00e4lt man sich an die Reinheitsvorschriften (aus Leviticus 13). Ungew\u00f6hnlich d\u00fcrfte es allerdings sein, dass Lukas hinzuf\u00fcgt: \u201eUnd es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein\u201c (V. 14b).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So weit, so gut. Nun lenkt der Erz\u00e4hler unseren Blick auf etwas Neues: \u201eEiner aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu F\u00fc\u00dfen und dankte ihm; das war ein Samariter (Samaritaner)\u201c (Lk 17,15\u201316).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Keinesfalls beil\u00e4ufig, geschweige denn zuf\u00e4llig beginnt die Erz\u00e4hlung mit der Angabe: \u201eEs begab sich, als er (Jesus) nach Jerusalem wanderte, dass er durch Samarien und Galil\u00e4a hin zog\u201c (Lk 17,11). Das ist keine geographische Angabe, denn die Reihenfolge ist umgekehrt: Man muss zuerst durch Galil\u00e4a und dann durch Samarien, um nach Jerusalem zu gelangen.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Die Reihenfolge bei Lukas ist bedeutsam, weil sie auf zwei verschiedene Gemeinschaften anspielt: Samaritaner<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> und Juden,<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> mit gemeinsamen Wurzeln und eng verwandter Religionsgeschichte, aber dennoch markanten Unterschieden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch die Samaritaner verehren die Thora und befolgen ihre Gebote, beschr\u00e4nken sich allerdings auf die ersten f\u00fcnf B\u00fccher der Thora (den sog. Pentateuch). Zudem errichten sie sich in der Perserzeit auf dem heiligen Berg Garizim<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a>einen Tempel, der zeitweise in Konkurrenz tritt zum Tempel in Jerusalem, dem Zentralheiligtum.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Bei Juden wie bei Samaritanern hat man aber nur Anteil am Gottesdienst, ist nur Teil der Kultgemeinschaft, wer als \u201ekultisch rein\u201c gilt. Es gibt viele M\u00f6glichkeiten, als \u201eunrein\u201c zu gelten. Aber der Aussatz wird \u201eals eines der schlimmsten \u00dcbel\u201c betrachtet \u2013 als Krankheit wie auch als Grund des Ausschlusses von der Gemeinschaft. Wer vom Aussatz geschlagen wird, ist f\u00fcr andere lebendig tot. Seine Heilung \u00e4hnelt der Auferweckung eines Toten.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte von den zehn auss\u00e4tzigen M\u00e4nnern, die Jesus begegnen, hat mehrere Auff\u00e4lligkeiten: Sie reden ihn mit Namen an und nennen ihn Meister (oder Gebieter), \u201eeine Anrede, die sonst nur im Munde der J\u00fcnger begegnet.\u201c Statt des Warnrufes \u201eUnrein, unrein\u201c, bitten sie laut um Erbarmen.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Der Schwere der Krankheit korrespondiert die umfassende Bitte: \u201eErbarme dich unser!\u201c Es scheint, als sei die Bitte um Heilung zweitrangig, oder sie kommt den M\u00e4nnern nicht sehr realistisch vor. Jedenfalls ist die pure Verzweiflung der Motor ihres Begehrens.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie auch immer, Jesus schickt die zehn M\u00e4nner traditionshalber zu den Priestern, und auf dem Wege dorthin werden sie rein, doch nur einer von ihnen, ein Samaritaner, kehrt um, preist und dankt Gott und huldigt Ihm. Der Nazarener ist sehr verwundert: \u201eHaben sich keine weiteren gefunden, um Gott die Ehre zu geben, au\u00dfer diesem Fremden?\u201c Und er f\u00fcgt hinzu: \u201eDein Glaube hat dich gerettet.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Da Lukas den dankbaren und gottesf\u00fcrchtigen Samaritaner als Fremdling apostrophiert, unterstreicht er die Tatsache, dass Juden und Samaritaner in der Regel keine Gemeinschaft pflegen (cf. Joh 4: V. 9).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00e4ufig benennen biblische Erz\u00e4hlungen Vertrauen und Glauben als Grundvoraussetzung f\u00fcr Heilung. Es w\u00e4re nicht ganz verfehlt, zu konstatieren, dass Rabbi Jesus es verstanden hat, Selbstheilungskr\u00e4fte im Menschen zu wecken. Damit wird das Wunder(bare) einer Heilung nicht in Abrede gestellt, aber das Verhalten des Nazareners wird meist so dargestellt, dass er sich zur\u00fcckzieht, an einsame Ort wie an den Rand der W\u00fcste, um eben nicht als Wunderheiler gefeiert zu werden. Glaube an Gott als den Geber und Erhalter des Lebens und ein wieder erwachtes Selbstvertrauen bilden den Mittelpunkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach Lukas entl\u00e4sst Jesus den Samaritaner in die Eigenverantwortung, ins selbstbestimmte Leben: \u201eSteh auf und geh! Dein Glaube, dein Vertrauen hat dich gerettet.\u201c Es w\u00e4re verharmlosend zu sagen, sein Glaube habe ihm geholfen. Vielmehr hat der Nazarener das Leben des ehemals Auss\u00e4tzigen von Grund auf neu und mit Kraft auf die Beine gestellt. Als der Samariter mit den anderen M\u00e4nnern auf dem Weg zu den Priestern ist, muss er innehalten; ihm wird bewusst, dass mehr an ihm geschieht als die Heilung vom Aussatz: Ihm wird ein komplett neues Leben geschenkt.<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Daher kehrt er um, dankt Gott und dem, an dessen Vollmacht er fest geglaubt hat. Das bedeutet, \u201eda\u00df die heilende Macht Jesu und die rettende Kraft des Glaubens \u00fcber das leibliche Leben hinausgehen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die hebr\u00e4ische Bibel pr\u00e4sentiert eine inhaltlich wie literarisch wunderbare Geschichte (2. K\u00f6nige 5)<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> \u00fcber einen vom Aussatz befallenen Feldherrn der Aram\u00e4er namens Naaman. Dieser hat sich im Krieg bewehrt und \u2013 wie beil\u00e4ufig erz\u00e4hlt \u2013 einmal ein junges M\u00e4dchen aus dem Land Israel verschleppen lassen; sie dient nun der Frau Naamans und empfiehlt ihr einen Propheten in Samaria, der Naaman von dem Aussatz befreien k\u00f6nne. Daraufhin tritt der Feldherr vor seinen K\u00f6nig Aram und berichtet, woraufhin dieser Naaman mit vielen Geschenken und einen Brief an den K\u00f6nig von Israel entsendet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch f\u00fchrt der Brief zum gro\u00dfen Missverst\u00e4ndnis: der K\u00f6nig von Israel meint, er solle das Wunder selbst vollbringen, reagiert mit J\u00e4hzorn und unterstellt, Aram wolle doch nur einen Streit vom Zaun brechen. Zum Gl\u00fcck erf\u00e4hrt der Prophet namens Elischa (Elisa)<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> davon; er interveniert, bestellt den aram\u00e4ischen Feldherrn samt Gefolge zu sich und l\u00e4sst ihm durch einen Boten ausrichten: \u201eGeh und wasch dich sieben Mal im Jordan, dann wird dein Leib wieder rein sein.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun reagiert Naaman erbost, hat er doch mit einem pers\u00f6nlichen Empfang gerechnet. Au\u00dferdem erscheint ihm die Anweisung des Propheten allzu primitiv: Baden kann er genauso in den Fl\u00fcssen seiner Heimat Damaskus. Zornig will er sogleich zur\u00fcckkehren, doch reden ihm seine Diener gut zu: \u201eH\u00e4tte der Prophet Schweres von dir verlangt, w\u00fcrdest du es nicht tun? Und nun erst recht, denn er hat dir gesagt: Wasche dich und werde rein!\u201c Daraufhin fasst Naaman Vertrauen, geht hin, taucht sieben Mal in den Jordan, und sein Leib wird wieder wie der eines jungen Knaben und ist rein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Anschlie\u00dfend bedankt er sich bei dem Gottesmann (Propheten) auf ungew\u00f6hnliche Weise mit einem Bekenntnis: \u201eSieh doch, ich habe erkannt, dass es nirgendwo sonst auf der Erde einen Gott gibt als allein in Israel.\u201c \u2013 Geschenke will der Prophet als Diener JHWHs nicht annehmen. Hingegen \u00e4u\u00dfert der Feldherr den Wunsch, als Symbol jede Menge Erde aus Israel mitzunehmen. Ein gl\u00fcckliches Ende dieser imposanten Erz\u00e4hlung, nicht zuletzt vor dem historischen Hintergrund der Aram\u00e4erkriege!<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber nicht nur die Heilung des Aram\u00e4ers und der dankbare Nebeneffekt in Gestalt des Bekenntnisses zum lebendigen Gott Israels zeugen von der Erz\u00e4hlkunst der Geschichte dieses Kriegsmannes. Es sind vielmehr die sog. Nebenfiguren (Adjuvanten, Helfer, wie sie die Narratologie bezeichnet): Ohne die israelische Magd g\u00e4be es keinen Hinweis auf den heilenden Propheten in Samaria; ohne die Diener des Feldherrn w\u00e4re dieser wutentbrannt umgekehrt und h\u00e4tte keine Heilung erfahren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von Aussatz oder Lepra befallene Menschen leben abgeschieden, isolieren sich und werden isoliert. Diese Absonderung wird als zus\u00e4tzliche B\u00fcrde erlebt: Krankheit als Metapher. Im Sprachgebrauch wuchern nicht nur diese oder jene Krankheiten, sondern auch andere auff\u00e4llige Makel, auf die man unbarmherzig (!) mit dem Finger zeigt. Dieses Sprachverhalten beginnt schon in der Kindheit: Man ist zu dick oder zu d\u00fcnn, zu gro\u00df oder zu klein, die Nase zu lang oder zu kurz: \u201eIch hei\u00dfe \u00fcbrigens August. Ich werde nicht beschreiben, wie ich aussehe. Was immer ihr euch vorstellt \u2013 es ist schlimmer.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Die\/ der Betroffene erf\u00e4hrt sich als Auss\u00e4tzige(r), wird wie eine auss\u00e4tzige Person behandelt \u2013 und zwar ohne Erbarmen, erbarmungslos und auf seine Kosten!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Menschen werden auf unterschiedliche Weise ausgegrenzt: Man meidet ihre Gegenwart; man redet hinter ihrem R\u00fccken \u00fcber sie (Luther spricht vom Afterreden),<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> verbreitet heuchlerisch L\u00fcgen; \u00fcble Nachrede<a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> ist der juristische Begriff daf\u00fcr. H\u00e4ufig ist das vergiftete, unredliche Gerede ambivalent und rhetorisch so geschickt verpackt, dass Au\u00dfenstehende enthaltene Halbwahrheiten oder L\u00fcgen kaum erkennen. Verbreitet sind gesellschaftlich sanktionierte Ausgrenzungen: Nichtse\u00dfhafte, sog. gescheiterte Existenzen, Gestrandete. Diakonie, Caritas und das Etikett Sozialstaat, haben offenbar noch immer zu wenig Kompetenzen und Angestellte, um verst\u00e4rkt, vertiefend nach Ursachen des Elends der Ausgegrenzten zu fragen und effektive Hilfen anzubieten. Eine warme Mahlzeit und ein wenig Taschengeld reichen nicht an die Wurzeln des \u00dcbels.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die soziale Not der Ausgrenzung geschieht aber keineswegs nur \u201ein den Niederungen\u201c des Lebens; sie betrifft auch \u201eh\u00f6here\u201c Schichten der Gesellschaft, in Gestalt der Rufsch\u00e4digung oder des Rufmords bzw. durch \u00fcble Nachrede und Verleumdung. Opfer sind meist Menschen in beruflich exponierten Positionen: Politiker, Schauspieler, K\u00fcnstler \u00fcberhaupt, \u00c4rzte. Gesch\u00fcrt werden L\u00fcgengeschichten durch die Presse: Hetzkampagnen mit Treibjagdszenarien! Nat\u00fcrlich gibt es \u201e\u00fcberall schwarze Schafe\u201c, aber die \u201eF\u00e4lle\u201c von Missbrauch oder \u00dcbergriffen h\u00e4ufen sich bar jeder Glaubw\u00fcrdigkeit. Freilich gibt es auch seri\u00f6sen Journalismus, der korrekt recherchiert und zu sondieren wei\u00df und, wenn es darauf ankommt, zur Rehabilitation der Denunzierten beitr\u00e4gt. Mitunter sorgen Gerichtsurteile daf\u00fcr, dass Vorw\u00fcrfe ins Leere laufen, aber der Schaden, den Denunzianten angerichtet haben, bleibt oftmals.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Problematisch ist die Korruptionsanf\u00e4lligkeit in Politik, Wirtschaft und Sport. Leider haben negative Beispiele entsprechende Vorurteile hervorgebracht. Hier sind N\u00fcchternheit, Sachlichkeit und Fairness unter Politikern und ebenso seitens des Journalismus gefordert. Statt rei\u00dferischer Schlagzeilen sind sachdienliche Informationen gefragt, damit niemand zu Unrecht ausgegrenzt wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer meint, der Alltag in diversen Kirchengemeinden sei von Ausgrenzungen ganz unber\u00fchrt, hat keine Ahnung: Presbyterien machen mitunter \u201eJagd\u201c auf Pfarrer, besonders wenn diese noch kein eigenes Amt verk\u00f6rpern, sondern \u201elediglich\u201c verantwortungsvoll im Auftrag ihren Dienst tun. Es kommt sogar vor, dass Geistliche einander \u201ein den R\u00fccken fallen\u201c. Solche Vorf\u00e4lle sind nicht selten, und sie sind \u2013 vor dem geistlichen Hintergrund der Gemeinden \u2013 mehr als peinlich. Sprachgebrauch (fromme Sprache; Kirchenlatein) und Sozialverhalten divergieren betr\u00e4chtlich. Das Arbeitsverh\u00e4ltnis gilt schnell als zerr\u00fcttet \u2013 Losl\u00f6sung, Abl\u00f6sung, statt L\u00f6sung der Probleme!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie finden Ausgegrenzte ihren inneren Halt, wie vermeiden sie eine Krise gr\u00f6\u00dferen Ausma\u00dfes? Ganz wichtig ist es, dass sie Menschen kennen, die unverbr\u00fcchlich zu ihnen stehen, denen sie vertrauen k\u00f6nnen. Wie leicht rutscht jemand ab, verf\u00e4llt in Depression, weil sie\/ er keine plausiblen Erkl\u00e4rungen f\u00fcr das Geschehene findet. Stattdessen nagen Selbstzweifel an ihr\/ ihm. Man f\u00fchlt sich auss\u00e4tzig; es ist, als w\u00fcrde sich die Lepra \u00fcber den ganzen Leib verbreiten und sich sogar nach innen fressen. Ist dieser Zustand nicht wie eine ernstzunehmende Krankheit, gewisserma\u00dfen schlimmer als Krebs? Das Selbstwertgef\u00fchl nimmt stetig ab, man l\u00e4uft Gefahr, zu Surrogaten zu greifen: Alkohol, Medikamente.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man w\u00fcnsche jedem (aus diesen oder jenen Gr\u00fcnden) Ausgegrenzten, dass dieser geplagte Mensch wenigstens einen Mitmenschen hat oder findet, der in dieser prek\u00e4ren Lage pr\u00e4sent bleibt, ihm zeigt, dass er wertvoll ist, dass er schon Beachtliches, Hilfreiches, Kreatives vollbracht hat, dass er gewisse Probleme bereits einmal durchgestanden hat. Der Ausgegrenzte bedarf der Ermutigung aufzustehen und allen Widrigkeiten zum Trotz neue Schritte zu gehen. Hier sind konkrete Hinweise hilfreich. Wer es wagt, einem Menschen \u201ein Isolierhaft\u201c beizustehen, der habe keine Scheu, auch eigene Probleme oder Schw\u00e4chen ins Spiel zu bringen. Mitmensch sein bedeutet mehr als professionelle Seelsorge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es geht schlie\u00dflich grundlegend um ein Vertrauensverh\u00e4ltnis. Dabei darf der Abstand zwischen den Gespr\u00e4chspartnern nicht zu gro\u00df sein; man begegnet einander auf Augenh\u00f6he! Nat\u00fcrlich will man nicht miteinander die Situation bejammern oder beweinen und wom\u00f6glich gemeinsam im Tr\u00fcben fischen. Wenn aber der Mitmensch von Schwierigkeiten erz\u00e4hlt, die ihn selbst belasten, daraus aber schon einen m\u00f6glichen Ausweg sieht, \u00f6ffnet das vielleicht eine T\u00fcr. Zeitgenossen des Nazareners war es nicht entgangen \u2013 wie die Evangelien berichten: Jesus selbst wurde ausgegrenzt von den Frommen,\u00a0 von der theologischen Elite und von den Moralaposteln. Er h\u00e4tte Gemeinschaft mit Z\u00f6llnern, S\u00fcndern, Huren, und er w\u00fcrde gegen Teile der Thora versto\u00dfen. Ihre Vorw\u00fcrfe liefen ins Leere, weil f\u00fcr Jesus die Liebe zu Gott und den Menschen als Basis f\u00fcr seine Verk\u00fcndigung und f\u00fcr sein Leben stand.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein bekannter Slogan aus der Seelsorgeausbildung lautet: \u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c. Diese Hilfe hat der Nazarener den Menschen zu seiner Zeit geboten: \u201eSteh auf und geh, dein Glaube hat dich gerettet!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bonn<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Eduard Schweizer: NTD 3: Das Evangelium nach Lukas (<sup>2<\/sup>1986), 177. Vorschriften oder <b>Reinigungsriten f\u00fcr die vom Aussatz Geheilten<\/b>, s. Lev 14; cf. Luk 5,12\u201314; Jesus heilt einen Leprakranken (voller Aussatz), befiehlt ihm: \u201e(\u2026) zeige dich dem Priester und bring f\u00fcr deine Reinigung dar, wie Mose angeordnet (\u2026).\u201c Schweizer: Lukas, 70; cf. Mt 8,1\u20134; Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/2 (1990), S. 8\u201311.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lepra\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lepra<\/a> (s. Mittelalter und Fr\u00fche Neuzeit).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> S. Fran\u00e7ois Bovon: Das Evangelium nach Lukas, EKK III\/3 (2001).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Cf. <a href=\"https:\/\/www.stilkunst.de\/c22_bibelatlas\/karte_palaestina_20vChr-4vChr.php\">https:\/\/www.stilkunst.de\/c22_bibelatlas\/karte_palaestina_20vChr-4vChr.php<\/a>; aus einer anderen Quelle: <a href=\"https:\/\/diercke.de\/content\/pal%C3%A4stina-zur-zeit-jesu-978-3-14-100770-1-162-1-0\">https:\/\/diercke.de\/content\/pal%C3%A4stina-zur-zeit-jesu-978-3-14-100770-1-162-1-0<\/a>. Eine geographische Erkl\u00e4rung erscheint zu konstruiert; s. Schweizer: Lukas, 177; cf. Wolfgang Wiefel: Das Evangelium nach Lukas, ThHK 3 (1988), 305.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> S. Steven Fine: The Samaritans. A Biblical People (2022). Vieles haben Juden und Samaritaner gemeinsam, daher sind letztere nicht einfach als ein Zweig des Judentums oder gar als Sekte anzusehen; s. TRE 29 (1998), Art. <em>Samaritaner<\/em> (Ferdinand Dexinger), 750\u2013756: (3.) Religion der Samaritaner, 752.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Cf. Schweizer: Lukas, 177: \u201eLukas liegt nur daran, die Anwesenheit eines Samaritaners (\u2026) unter den Juden zu erkl\u00e4ren.\u201c S. Martina B\u00f6hm: Samarien und die Samaritai bei Lukas. Eine Studie zum religionshistorischen und traditionsgeschichtlichen Hintergrund der lukanischen Samarientexte und zu deren topographischer Verhaftung, WUNT 2\/111 (1999).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> S. Hans Gerhard Kippenberg: Garizim und Synagoge. Traditionsgeschichtliche Untersuchungen zur samaritani-schen Religion der aram\u00e4ischen Periode, RVV 30 (1971); cf. TRE 29 (1998), Art. <em>Samaritaner<\/em> (Dexinger), 752.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> S. Martina B\u00f6hm: Samaritaner (2010): (3.2.2.) Differenzkriterien gegen\u00fcber Judentum; (4.) Geschichte seit persischer Zeit, wibilex; cf. Gary Knoppers: Jews and Samaritans. The origins and history of their early relations (2013).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Joachim Gnilka: Das Evangelium nach Markus, EKK II\/1 (1978), Exkurs: Der Aussatz, S. 92\u201394 (ad Mk 1, 40\u201345).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Wiefel: Lukas, 306.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Wiefel: Lukas, 304 u. 306.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Cf. TRE 14 (1985), Art. Heil und Erl\u00f6sung (III.) NT (Edvin Larsson), 616\u2013622: (2.) Synoptiker und Apg, 617\u2013619: Heil und Heilungswunder, 618\u2013619: 619; Schweizer: Lukas, 178.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> ThWNT VII (Studienausgabe, 1990), s.v. \u03b6\u1f7d\u03b6\u03c9 und \u03c3\u03c9\u03c4\u03b7\u03c1\u1f77\u03b1, theologische Bedeutung (1.) Synoptiker, 990; im profanen Griechisch bedeutet das Lexem Retten (auch aus Lebensgefahr), Bewahren, Wohltun, Wohlbefinden, Erhaltung des inneren Wesens; op. cit. (1990), Griechentum, 967\u2013969. Die religi\u00f6se Bedeutung \u201eHeil\u201c kann mit der Bedeutung \u201eHeilung\u201c gleichsam verschmelzen. Das Deutsche spiegelt das Bedeutungsspektrum: Deutsches W\u00f6rterbuch der Gebr\u00fcder Grimm: <a href=\"http:\/\/dwb.uni-trier.de\/\">http:\/\/dwb.uni-trier.de\/<\/a>, Bd. 10, s.v. <em>Heil<\/em>, Sp. 817.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> S. Aaron Torner: <em>Naaman<\/em> (2018), wibilex.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> S. Bernhard Lehnart: <em>Elisa<\/em> (2013): (2.2.) Die Elisa-\u00dcberlieferungen, wibilex.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> S. Herbert Niehr: <em>Aram \/ Aram\u00e4er<\/em> (2016): (5) Israel und die Aram\u00e4er, wibilex.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Raquel J. Palacio: Wunder (4. Aufl. 2015), ausgezeichnet mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis: R\u00fcckseite.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Cf. Grimm: <a href=\"http:\/\/dwb.uni-trier.de\/\">http:\/\/dwb.uni-trier.de\/<\/a>, Bd. 1, s.v. <em>Afterreden<\/em>, Sp. 187.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/16811707-3431-47C1-99BE-773CFF687A26#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> \u00dcble Nachrede und Verleumdung sind laut StGB strafbar (\u00a7\u00a7 186, 187); Rufsch\u00e4digung oder Rufmord erf\u00fcllen keinen eigenen Tatbestand nach StGB; s. <a href=\"https:\/\/www.anwalt.org\/rufmord\/\">https:\/\/www.anwalt.org\/rufmord\/<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aussatz als Krankheit und als soziale Ausgrenzung | 14.So. nach Trinitatis | 10.09.23 | Lk 17,11\u201319 | Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Das Buch Leviticus widmet ein Kapitel dem Aussatz (der Lepra), (Kap. 13). Es enth\u00e4lt Beschreibungen der schrecklichen Krankheit sowie ihre Behandlung durch Priester. \u201eDie Kranken halten sich an die gesundheitspolitischen Vorschriften\u201c.[1] Die soziale [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":18794,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,512,1,157,853,114,603,349,3,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-18793","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-14-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-17-chapter-17-lukas","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18793","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18793"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18793\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18796,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18793\/revisions\/18796"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18794"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18793"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18793"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18793"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=18793"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=18793"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=18793"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=18793"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}