{"id":18800,"date":"2023-09-05T22:17:12","date_gmt":"2023-09-05T20:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18800"},"modified":"2023-09-05T22:20:28","modified_gmt":"2023-09-05T20:20:28","slug":"lukas-1711-19-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1711-19-3\/","title":{"rendered":"Lukas 17,11-19"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Dankbarkeit heilt! | 14. Sonntag nach Trinitatis | 10.09.23 | Lk 17,11-19 | Andreas Pawlas |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und es begab sich, als Jesus nach Jerusalem wanderte, dass er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galil\u00e4a zog. Und als er in ein Dorf kam, begegneten ihm zehn auss\u00e4tzige M\u00e4nner; die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Geht hin und zeigt euch den Priestern! Und es geschah, als sie hingingen, da wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu F\u00fc\u00dfen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das k\u00f6nnen wir uns doch heute gar nicht mehr vorstellen, dass man <strong><em>derart<\/em><\/strong> mit aussatzkranken Menschen umgeht. Oder &#8211; machen wir uns da etwas vor, und haben uns etwa in Corona-Zeiten letzten Endes <strong><em>\u00e4hnlich<\/em><\/strong>verhalten? Jedenfalls wusste man damals einfach bei solchen ansteckenden und vielfach t\u00f6dlichen Krankheiten nichts Anderes, als alle Infizierten einfach aus der Gemeinschaft auszuschlie\u00dfen. Denn sonst w\u00fcrden ja alle mit ihnen <strong><em>zusammen <\/em><\/strong>an diesem schrecklichen Aussatz, also an der Lepra, zugrunde zu gehen. Ja, auf <strong><em>diese Weise<\/em><\/strong> war damals das Zusammenleben organisiert. Das war <strong><em>damals<\/em><\/strong> Menschengemeinschaft. Es durften nur die <strong><em>Gesunden<\/em><\/strong> sein, die richtig dazu geh\u00f6rten. Allerdings, wenn es tats\u00e4chlich so sein sollte, dass Auss\u00e4tzige ihre Krankheit lebendig \u00fcberstanden hatten, dann durften sie auch wieder unter die Leute. Und die Priester, die damals auch die Aufgaben von \u00c4rzten hatten, <strong><em>die<\/em><\/strong> mussten dem Auss\u00e4tzigen dann bescheinigen, dass er geheilt war, und deshalb sagte Jesus dann ja auch zu ihnen: \u201eGeht hin und zeigt euch den Priestern!\u201c Und das Spannende ist erstens, dass sie Jesus tats\u00e4chlich <strong><em>glaubten <\/em><\/strong>und zweitens, dass sie tats\u00e4chlich dann <strong><em>rein<\/em><\/strong> wurden. Sensationell! Aber auch unglaublich!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wieso unglaublich? In der Menschheitsgeschichte gab es das doch immer wieder, dass Menschen pl\u00f6tzlich geheilt wurden. Warum denn unglaublich?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber vielleicht hat das mit unserer so guten und erfolgreichen Medizin zu tun, die uns heutzutage, Gott sei Dank, ziemlich gute Medikamente gegen viele schlimme Krankheiten bereit h\u00e4lt, so dass eigentlich niemand mehr derartig ausgegrenzt werden muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jedoch, hat uns deshalb etwa dieses Gleichnis nun nichts mehr zu sagen? Lassen Sie uns hier ersteinmal den direkten Umkreis der Medizin verlassen und in andere Lebensgebiete schauen: Gibt es das heute etwa nicht mehr, dass Menschen \u00e4hnlich wie <strong><em>Auss\u00e4tzige <\/em><\/strong>angesehen und ausgegrenzt werden? Jetzt allerdings nicht mehr wegen <strong><em>Lepra<\/em><\/strong>, sondern aus vielen anderen Gr\u00fcnden: Wie ist das z.B. bei Euch Jugendlichen etwa in den <strong><em>Schulklassen<\/em><\/strong>? Wie werden denn Klassenkameraden angesehen und ausgegrenzt, wenn sie etwa <strong><em>nicht<\/em><\/strong> die richtige Musik m\u00f6gen, oder <strong><em>nicht<\/em><\/strong> den richtigen Pulli tragen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oder wie ist das im Berufsalltag oder in der Nachbarschaft? Ist das nicht schon so manches Mal passiert, dass jemand schief angesehen und dann ausgegrenzt wurde, nachdem alle erfahren haben, dass er seine Arbeit oder sein bedeutendes Amt verloren hat? Solche Ausgrenzung muss ja nicht immer richtig ausgesprochen werden, aber sie wird so manches Mal um so deutlicher und schmerzhafter gef\u00fchlt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oder wie oft f\u00fchlt sich da eine wie <strong><em>auss\u00e4tzig<\/em><\/strong>, nachdem alle erfahren haben, dass sie <strong><em>Krebs<\/em><\/strong> hat? Oder wie oft f\u00fchlt sich da einer wie <strong><em>auss\u00e4tzig<\/em><\/strong>, der etwa den Ehepartner durch Trennung oder Tod verloren hat? Wo bleiben denn da die Freunde, die einen sonst immer so gern besucht hatten?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wie gut, dass es da in manchen D\u00f6rfern und Stadtteilen noch <strong><em>so viel<\/em><\/strong> Gemeinsinn gibt, dass man doch recht viel mit einander spricht oder einander in der Nachbarschaft hilft. Und dazu geh\u00f6rt ja auch der Dienst in der <strong><em>freiwilligen Feuerwehr, im Technischen Hilfswerk, bei den Johanniter oder Maltesern, bei den Tafeln usw. <\/em><\/strong>So viel gute Dienste f\u00fcr Nachbarn in Not. So viel gute Dienste f\u00fcr die N\u00e4chsten in Not, damit sie nicht ausgegrenzt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und trotz aller dieser Hilfen wissen wir, wie viel Not und Leiden es dennoch unter uns gibt. Und wenn man dann <strong><em>gut versorgt<\/em><\/strong> ist, etwa im Krankenhaus oder im Alten- und Pflegeheim, dann f\u00fchlen sich dennoch so manche trotzdem v\u00f6llig<strong><em> abgeschirmt<\/em><\/strong> und <strong><em>abgeschottet, <\/em><\/strong>eben<strong><em> einsam<\/em><\/strong>, <strong><em>hilflos<\/em><\/strong>, <strong><em>gottverlassen<\/em><\/strong>. Und wenn ich dann am Krankenbett stehe, dann ist so viel st\u00f6hnen und Seufzen zu h\u00f6ren, Und im Grunde h\u00f6rt sich das genauso an, wie das \u201cJesus, lieber Meister, <strong><em>erbarme<\/em><\/strong> dich unser!\u201d Wie oft habe ich dann mit Kranken zusammen Gott im <strong><em>Vaterunser<\/em><\/strong> angerufen mit der Bitte um Heilung und Heil.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber <strong><em>gibt<\/em><\/strong> es denn auch heute genauso Heilung, wie damals als Jesus die Auss\u00e4tzigen traf? Nein? Oder schauen wir da vielleicht nicht aufmerksam genug hin? Denn eigentlich ist es doch ein unbegreifliches Wunder, was unser Gott da allein im <strong><em>Krankenhaus <\/em><\/strong>immer wieder geschehen l\u00e4sst. Denken wir doch einmal allein an die bei einem Unfall zerbrochenen und zersplitterten Knochen. Ist es da nicht in Wahrheit ein unbegreifliches <strong><em>Wunder<\/em><\/strong>, dass unser Gott diese Knochen \u2013 von den \u00c4rzten durch N\u00e4gel und Dr\u00e4hte dann wieder zusammengefasst \u2013 wieder <strong><em>zusammenwachsen <\/em><\/strong>und<strong><em> heilen<\/em><\/strong> l\u00e4sst? Und welcher Mensch oder t\u00fcchtige Arzt wollte da von sich behaupten, <strong><em>er selbst<\/em><\/strong> h\u00e4tte diese wunderbare Heilungskraft erfunden? Nein, hier bewirkt unser Gott Heilung und Heilsames durch das Wunder des Lebens, das er uns anvertraut hat. Oder wenn z.B. \u00c4rzte \u00fcble Eiterherde mit chemischen Stoffen umgeben, damit sie von den gesunden K\u00f6rperzellen bek\u00e4mpft und abgebaut werden k\u00f6nne, und damit der Mensch wieder Kraft finden kann, ist das nicht wiederum nichts anderes als ein wunderbares <strong><em>Werk unseres Gottes? <\/em><\/strong>Also insofern geschieht unter uns durch Gott am laufenden Band <strong><em>wunderbare Heilung<\/em><\/strong>. Und dar\u00fcber kann man eigentlich nur <strong><em>staunen <\/em><\/strong>und von Herzen <strong><em>dankbar<\/em><\/strong> sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und jetzt bricht mit einem Male <strong><em>gewaltig<\/em><\/strong> unser Bibelwort <strong><em>ein<\/em><\/strong> in dieses heutige Geschehen! Denn folgt etwa heutzutage dem Staunen \u00fcber alle diese Wunderwerke unseres Gottes dann auch ein lautes oder auch leises Gott-danken? Ich bitte Sie, h\u00f6ren Sie sich um: wo <strong><em>bleibt denn <\/em><\/strong>diese Danken heute eigentlich? Wie viele aller wieder geheilt entlassenen Patienten <strong><em>treffen<\/em><\/strong> wir denn dann im Gottesdienst wieder, wo sie dann Gott von Herzen f\u00fcr die neu geschenkte Gesundheit danken k\u00f6nnten? Seien Sie sich <strong><em>sicher<\/em><\/strong>, es sind bei weitem <strong><em>nicht<\/em><\/strong>von Zehnen <strong><em>einer<\/em><\/strong>, wie in dem Bericht des Evangelisten Lukas. K\u00f6nnte es darum also nicht wirklich so sein, dass in unserem Bibelwort eigentlich nur unsere <strong><em>heutige Realit\u00e4t<\/em><\/strong> beschrieben ist? Und k\u00f6nnte es darum nicht auch wirklich so sein, dass man dadurch, dass Jesus schonungslos unsere Undankbarkeit aufdeckt und ausspricht, mit einem Male einen <strong><em>Schrecken<\/em><\/strong> bekommt? Nein, nein, nicht <strong><em>Jesus <\/em><\/strong>macht uns Angst. F\u00fcr mich klingt es ehe so, ob es vielmehr unsere eigene <strong><em>Undankbarkeit <\/em><\/strong>ist, die uns dann mit einem Male zu w\u00fcrgen beginnt, weil sie pl\u00f6tzlich so brutal offen zu Tage liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wenn wir einmal genauer auf das schauen, was offen zu Tage liegt, dann finde ich es richtig spannend, wie die erste Reaktion aller Auss\u00e4tzigen war, als Jesus zu ihnen sagte: \u201eGeht hin und zeigt euch den Priestern!\u201c Hat da auch nur einer gefragt: \u201eKann man dir auch glauben, Jesus, Gottes Sohn?\u201c Oder: \u201eGibt es Gott \u00fcberhaupt?\u201c Nein, sie <strong><em>alle<\/em><\/strong> glaubten ihm doch sofort und <strong><em>wurden<\/em><\/strong> dann auch alle rein. Ja, in der Not ist da h\u00e4ufig <strong><em>so viel Glauben <\/em><\/strong>und der Glaube <strong><em>hilft<\/em><\/strong>. Denn wer im Elend nicht glaubt, <strong><em>geht unter<\/em><\/strong>.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum aber sagt dann Jesus nur zu diesem <strong><em>Einen<\/em><\/strong>, der dann in Jesus Gott die Ehre gibt: \u201cDein Glaube hat dir geholfen\u201d? Da stimmt doch etwas nicht, denn den anderen Neun hat er doch <strong><em>auch<\/em><\/strong> geholfen? Oder ist diesem einen Fremden etwa in ganz <strong><em>anderer<\/em><\/strong> Hinsicht geholfen worden? Ist <strong><em>ihm<\/em><\/strong> vielleicht &#8211; indem der Dank seine Seele \u00fcberw\u00e4ltigte &#8211; von einer ganz <strong><em>anderen<\/em><\/strong> Krankheit geholfen worden, von der <strong><em>eigentlichen<\/em><\/strong> Krankheit des Menschen, von der Krankheit des Menschen, mit Gott schlicht <strong><em>nicht zu rechnen <\/em><\/strong>und Gott <strong><em>nichts zuzutrauen<\/em><\/strong>?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wegen dieser <strong><em>Grundkrankheit<\/em><\/strong> des Menschen, die in der Undankbarkeit nur in ihrer H\u00e4sslichkeit ans Tageslicht tritt, wird man nicht in ein Krankenhaus eingeliefert und sie wird nicht medizinisch behandelt. Dabei ist sie ja keinesfalls harmlos, sondern mindestens genauso t\u00fcckisch, wie ein <strong><em>Eisberg <\/em><\/strong>am Polarkreis: dessen gr\u00f6\u00dfter Teil im Wasser <strong><em>verborgen<\/em><\/strong> ist und nur ein kleiner Teil sichtbar \u00fcber das Wasser <strong><em>hinaus<\/em><\/strong> ragt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So ist der gr\u00f6\u00dfte Teil unserer Missachtung Gottes, dessen eben nur <strong><em>\u00e4u\u00dferer<\/em><\/strong> Teil das Laster der Undankbarkeit ist, in unserem <strong><em>Inneren <\/em><\/strong>verborgen. Und so wird unser <strong><em>Inneres<\/em><\/strong> vergiftet und zerst\u00f6rt, wenn auch vielfach der \u00e4u\u00dfere Schein gewahrt bleibt. Aber ab und zu bricht dann eben dieses Gift aus uns<strong><em> hervor<\/em><\/strong>etwa in schlimmen Taten, oder auch in selbsterzeugtem Elend. Und wenn wir auch sonst in unserem Leben nichts mit Gott und seinem Wirken am Hut hatten, und wenn wir auch sonst in unserem Leben weder staunen konnten noch Gott dankbar sein, im Elend, da ist er ganz von selbst <strong><em>Ziel<\/em><\/strong> unserer Frage nach dem \u201e<strong><em>Warum<\/em><\/strong>?\u201c. Manchem wird dann pl\u00f6tzlich peinlich deutlich wie selbstverst\u00e4ndlich er bisher alles Gute, Sch\u00f6ne und Gesunde hingenommen hatte, ohne es als gute Gabe Gottes zu w\u00fcrdigen und Gott daf\u00fcr zu danken. Manchem f\u00e4llt dann tats\u00e4chlich auch wieder ein, wie er schon einmal unter Tr\u00e4nen und unter Schmerzen gejammert und geschrien hat: \u201cJesus, lieber Meister, <strong><em>erbarme<\/em><\/strong> dich unser!\u201d Und wie ihm dabei gleichzeitig aufging, wie <strong><em>verfehlt<\/em><\/strong> das eigene Leben bisher war und dass darum k\u00fcnftig alles <strong><em>anders<\/em><\/strong> werden m\u00fcsse: n\u00e4mlich k\u00fcnftig ein Leben <strong><em>mit<\/em><\/strong> <strong><em>Gott <\/em><\/strong>zu f\u00fchren, in <strong><em>Dankbarkeit <\/em><\/strong>\u00fcber jeden neu geschenkten Tag, in Dankbarkeit f\u00fcr ein sch\u00f6nes Wohnquartier, in dem\u00fctigem <strong><em>Gebet<\/em><\/strong>, wo Gott jede wichtige Frage zur Entscheidung vorgelegt wird, in aufrichtiger <strong><em>Liebe <\/em><\/strong>zum anderen, zum N\u00e4chsten, ja, auch zu den anderen neun in unserem Gleichnis, die doch <strong><em>genauso <\/em><\/strong>die uns von Gott gewiesenen Wege <strong><em>nicht verfehlen<\/em><\/strong> sollen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Allerdings, wer dann <strong><em>tats\u00e4chlich <\/em><\/strong>sein neu geschenktes Leben nach Gottes Willen in Dankbarkeit f\u00fchrt, dem gilt eine <strong><em>Verhei\u00dfung<\/em><\/strong>! Und darum fiel mir als \u00dcberschrift \u00fcber dieses Bibelwort und diese Predigt ein: \u201e<strong><em>Dankbarkeit heilt<\/em><\/strong>!\u201c Wer also nach Krankheit, Lebenskrise und \u00fcberstandener Einsamkeit tats\u00e4chlich <strong><em>umkehrt<\/em><\/strong>, um Gott zu loben und im Namen Jesu Christi zu leben, wer <strong><em>so<\/em><\/strong> tats\u00e4chlich nach Trauer und \u00fcberstandener Sorge Gott f\u00fcr Trost und St\u00e4rkung <strong><em>dankt <\/em><\/strong>und mit seinem ganzen Leben zu unserem Herrn und Erl\u00f6ser Jesus Christus umkehrt, dem gilt die Verhei\u00dfung, dass in ihm eben die <strong><em>eigentliche<\/em><\/strong> Krankheit des Menschen geheilt ist, und dass Jesus Christus ihn darum g\u00fctig anschaut und ganz bestimmt am Ende aller Zeiten freundlich zu ihm spricht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201cSteh auf, geh hin; deine Dankbarkeit in deinem Glaube hat dir geholfen, geh freudig hinein in das Reich Gottes. <strong><em>Komm<\/em><\/strong>, Deine Seele ist geheilt und erl\u00f6st, Deine Wunden und Schmerzen sind vorbei. Jetzt in Gottes ewigem Reich sind Deine Tr\u00e4nen abgewischt. <strong><em>Komm<\/em><\/strong>, Du mein geliebtes Kind, alles ist dir vergeben, Deine Schuld ist getilgt, Nun wirst du alles finden, wonach du dich so sehr gesehnt hast. <strong><em>Komm<\/em><\/strong>, meine geliebte Tochter, <strong><em>Komm<\/em><\/strong>, mein geliebter Sohn, nun sollst Du getr\u00f6stet und erf\u00fcllt von Gutem und Sch\u00f6nen \u00fcberw\u00e4ltigt werden.\u201d<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer kann es nicht sehen und f\u00fchlen, dass solche Worte, dass solche wunderbare Vollendung des Lebens, <strong><em>mehr<\/em><\/strong> ist als Heilung des Leibes und <strong><em>mehr<\/em><\/strong> ist als irdisches Leben, und dass sie auch ermuntern und kr\u00e4ftigen zu jeden guten Dienst am N\u00e4chsten zur Ehre Gottes?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solche wunderbaren Worte von Christus h\u00f6ren zu d\u00fcrfen und von ihnen auf ewig umschlossen zu bleiben, das schenke darum Gott uns allen. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pastor i. R. Prof. Dr. Andreas Pawlas<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eichenweg 24<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u202825365 Kl. Offenseth-Sparrieshoop<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Andreas.Pawlas@web.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dankbarkeit heilt! | 14. Sonntag nach Trinitatis | 10.09.23 | Lk 17,11-19 | Andreas Pawlas | Und es begab sich, als Jesus nach Jerusalem wanderte, dass er durch das Gebiet zwischen Samarien und Galil\u00e4a zog. 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