{"id":18871,"date":"2023-09-26T16:53:10","date_gmt":"2023-09-26T14:53:10","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=18871"},"modified":"2023-09-26T16:53:10","modified_gmt":"2023-09-26T14:53:10","slug":"lukas-1216-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1216-21\/","title":{"rendered":"Lukas 12,16-21"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">\u201eReich werden bei Gott\u201c | Erntedankfest | 01.10.23 | Lk 12,16-21 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Hinweis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In vielen evangelischen Kirchen (z. B. Nordkirche, Mitteldeutschland, Hessen, Westfalen), aber nicht in allen, wird die Kollekte an Erntedank f\u00fcr Brot f\u00fcr die Welt erbeten. Deshalb finden sich in eckigen Klammern gelegentliche Bezugnahmen auf aktuelle Werbespr\u00fcche.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Erntedankfest ist ein schwieriges Fest geworden. Wir alle wissen, dass es Dankbarkeit auf Kommando nicht gibt, und mindestens mir als Stadtkind ist der Anblick und das Erleben der Ernte fremd. Ich erlebe keine Abh\u00e4ngigkeit von der Natur und keine Spuren des Klimawandels auf dem Acker oder im Obstgarten. Ich gehe ja in den Supermarkt und bin damit nicht allein. In einer Zeit, wo ein deutscher Bauer mehr als 100 Menschen ern\u00e4hrt, gibt es nicht mehr viele, die eine Ernte im Schwei\u00dfe ihres Angesichts betrachten. Der heutige Predigttext atmet noch den Geruch der Stoppelfelder und den Staub der Erntezeit. \u201eDer reiche Kornbauer\u201c hat eine reiche Ernte eingefahren, was nicht nur zu seiner Zeit eine gute Nachricht ist. Die Speicher quellen \u00fcber, und so plant er die Erweiterung seines Hofes. Doch in der Nacht wird er abberufen. Was wir daraus lernen k\u00f6nnen? Dazu sp\u00e4ter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Gegliedertes Kyrie<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir alle wissen, dass es Dankbarkeit auf Kommando nicht gibt. Manchmal steht unser Leben geradezu dagegen, dankbar zu sein. Alles, was uns das Danken schwer macht, bringen wir im Kyrie vor Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Anregungen)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal f\u00e4llt das Gott danken schwer,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">weil wir Dinge ernten, die wir so nicht wollten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stellvertretend nenne ich jene Jugendliche,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die sich viele Male beworben hat und nur Absagen bekam.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kyrie-Ruf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal f\u00e4llt das Gott danken schwer,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">weil wir mit schwerem Herzen ernten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stellvertretend nenne ich jenen Bauern,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der mit M\u00fche den Hof erh\u00e4lt, aber keinen Nachfolger hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kyrie-Ruf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal f\u00e4llt das Gott danken schwer,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">weil wir das Gesp\u00fcr f\u00fcrs Danken verloren haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stellvertretend nenne ich jenen Knaben, der so cool ist,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dass er weder Bitte noch Danke noch sonst etwas H\u00f6fliches sagen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kyrie-Ruf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manchmal f\u00e4llt das Gott danken schwer,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">weil es im Herbst des Lebens keine Fr\u00fcchte mehr gibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stellvertretend nenne ich jene Mutter,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die den Kontakt zu ihren Kindern verloren hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kyrie-Ruf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und auch uns selbst bringen wir in diesem Gottesdienst vor Gott<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8211; Dankbarkeit ebenso wie<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8211; Unzufriedenheit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kyrie-Ruf<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist ungesund, bitter zu sein. Deshalb ist es gut, wenn wir Entt\u00e4uschungen, Undankbarkeit, Bitterkeit, Wut und Zorn bei Gott aussprechen und bei Gott lassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und es ist gut, wenn wir uns erinnern, wof\u00fcr wir dankbar sein k\u00f6nnen. Erhoffte Erfolge, gl\u00fcckliche Zuf\u00e4lle, Selbstverst\u00e4ndlichkeiten, die uns bewusst werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott nimmt sich unserer an. Durch alle H\u00f6hen und Tiefen soll ein Leben, das mit Gott gelebt wurde, reich werden. Diese Verhei\u00dfung ist Dank und Gotteslob wert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Glorialied<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigttext<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der reiche Kornbauer<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es war ein reicher Mensch, dessen Land hatte gut getragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe nichts, wohin ich meine Fr\u00fcchte sammle.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">18 Und sprach: Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und gr\u00f6\u00dfere bauen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und will darin sammeln all mein Korn und meine G\u00fcter<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">19 und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat f\u00fcr viele Jahre;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">habe nun Ruhe, iss, trink und habe guten Mut!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wem wird dann geh\u00f6ren, was du bereitet hast?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">21 So geht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott. (Lukas 12,16-21)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Geschichte hat einen doppelten Schluss:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) Die Ank\u00fcndigung des Todes mit der Frage Gottes, was nun bleibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(2) Und den Merksatz ganz am Schluss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wir sollten die Geschichte nicht allein vom Ende her lesen. Deshalb will ich zun\u00e4chst noch einmal betrachten, was vom reichen Kornbauern erz\u00e4hlt wird, und das mit heutigen Erfahrungen verbinden. Danach sind dann die beiden Fragen zu stellen, die sich aus dem Schluss des Predigttextes ergeben:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) Was hat der reiche Kornbauer falsch gemacht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(2) Wie k\u00f6nnte man reich werden bei Gott?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u201eEs war einmal ein reicher Mensch.\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eEs war ein reicher Mensch\u201c,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">offenbar der Besitzer eines Landguts und damit nach Ma\u00dfst\u00e4ben der Jesus-Zeit reich. Er hat es damit besser getroffen als die Mehrheit seiner Zeitgenossen. Die schlagen sich als Kleinbauern, Handwerker, Tagel\u00f6hner durchs Leben. Andererseits kann ich mir nicht einmal im Ansatz vorstellen, was ein reicher Kornbauer der Jesus-Zeit zu den Selbstverst\u00e4ndlichkeiten unseres Lebens sagen w\u00fcrde. Flie\u00dfend warmes und kaltes Wasser, Heizung, WC &#8211; und Superm\u00e4rkte, die auch am sp\u00e4ten Nachmittag noch mehr im Angebot haben als die Vorratskammern der Antike.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der reiche Kornbauer war besser dran als viele seiner Zeitgenossen, doch es kommt noch besser:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDessen Land hatte gut getragen.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das war damals eine gute Nachricht. So wie es in jedem Land eine gute Nachricht ist, wenn man Korn als Lohn der M\u00fchen erntet &#8211; und nicht nur \u00f6de Halme. [Vor einiger Zeit hat sich mir dazu ein Spruch von Brot f\u00fcr die Welt in den Kopf gekrallt: \u201eW\u00e4chst bei Kleinbauern in Burkina Faso stets zuverl\u00e4ssig: der Hunger.\u201c Erst recht ist es dann schlimm, wenn Kornkammern der Welt ausfallen, wie jetzt durch den Russland-Ukraine-Krieg.]<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der reiche Kornbauer k\u00f6nnte zufrieden sein, &#8211; wenn nicht sogar dankbar. Aber auch in der Jesus-Zeit kann eine gute Ernte zum Problem gemacht werden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe nichts, wohin ich meine Fr\u00fcchte sammele.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist nicht ganz richtig. Ein paar Scheunen hat er schon. Nur sie reichen halt nicht. So tut jener Mann das, was man auch heute tun m\u00fcsste. Er vergr\u00f6\u00dfert seinen Hof:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd er sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und gr\u00f6\u00dfere bauen, und will darin sammeln all mein Korn und meine Vorr\u00e4te.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schaffen, schaffen, Scheunen bauen. Das w\u00e4re auch heute lobenswert. Bei den aktuellen Debatten \u00fcber die Zukunftsf\u00e4higkeit Deutschlands klagt man nicht nur \u00fcber \u201eFachkr\u00e4ftemangel\u201c. Es wird auch ein Mangel an Unternehmergeist beklagt. Ich finde hier einen Unternehmer, der in seinen Standort investiert und nicht den Bestand abwirtschaftet. Das gab es damals n\u00e4mlich auch. Gutsbesitzer, die lieber in der gro\u00dfen Stadt lebten und erwarteten, dass ein Verwalter schon f\u00fcr ihren Unterhalt sorgte. So ist der reiche Kornbauer nicht. Er ist nahe dran an seinem Hof. Ein paar 3&#215;3 m-Bauten oder -Silos w\u00e4ren f\u00fcr den Kornbauern sicher zu stemmen gewesen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den Kornbauern treibt nicht nur Lust am Schaffen. Es geht auch um Vorsorge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDann will ich sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat f\u00fcr viele Jahre.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer k\u00f6nnte das nicht nachempfinden: So viel haben, dass man unbesorgt in die Zukunft blicken kann. Das ist ein Gedanke, der auch uns bewegt, sp\u00e4testens beim Thema Rente. Die Rente mag sicher sein, &#8211; ihre H\u00f6he ist es bekanntlich nicht. Immer wieder hei\u00dft es, dass die Rentenversicherung allein nicht reichen wird. Vielmehr brauche es drei S\u00e4ulen: die staatliche Rente, eigenes Kapital und eigenen Wohnraum. Diese Vorsorge f\u00fcr den Ruhestand ist vielen nicht m\u00f6glich. Aber es w\u00e4re doch \u00e4rgerlich, wenn jemand vorsorgen k\u00f6nnte, es aber nicht tut. Wir w\u00fcrden sagen, dass er kein Recht har, sich auf die Gesellschaft zu verlassen. Nun stellen Sie sich aber die Jesus-Zeit vor, wo es keine Alterssicherung nach unserer Art gab&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie sch\u00f6n w\u00e4re es, wenn man sich nach vielen anstrengenden Arbeitsjahren im Ruhestand sagen k\u00f6nnte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHabe nun Ruhe, i\u00df, trink und habe guten Mut!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch wir wissen, dass das Leben nicht immer h\u00e4lt, was man sich verspricht. Und so ist es auch in der Geschichte vom reichen Kornbauern. Gott bricht in die Gedanken des Kornbauern ein:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDu Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird dann geh\u00f6ren, was du bereitet hast?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00dcberraschend steht der Tod vor der T\u00fcr. An den Tod hat der reiche Kornbauer nicht gedacht, &#8211; und das ist erst einmal auch gut so. Wer stets den Tod vor Augen hat, f\u00e4ngt nichts Neues mehr an. \u201eEs lohnt sich ja doch nicht mehr.\u201c Trotzdem ist es bitter f\u00fcr den reichen Kornbauern: Das ersehnte gute Leben kommt nicht mehr, und das Erbe wird jemand anders antreten. Wie ein Nachruf lautet der d\u00fcrre Kommentar am Schluss des Predigttextes:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eSo geht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kommen wir nun zur ersten Frage:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was hat der reiche Kornbauer falsch gemacht? <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe den reichen Kornbauern als sehr normalen Menschen beschrieben. Ich finde es wichtig, darauf zu achten, was erz\u00e4hlt wird und was nicht. Wir h\u00f6ren zum Beispiel nichts von guten Taten, nichts von b\u00f6sen Taten. Wir h\u00f6ren nichts von Ausbeutung oder schlechten Arbeitsbedingungen f\u00fcr seine Arbeiter, allerdings auch nichts von einem Bonus f\u00fcr sie aus der guten Ernte. Wer den reichen Kornbauern jetzt als reichen Raffke sieht, der sich nicht um Rechts und Links k\u00fcmmert, tr\u00e4gt das in den Bibeltext hinein. Es mag richtig oder falsch sein, auf jeden Fall ist es \u201eunsere\u201c Vorstellung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die einzige Information, die wir im Bibeltext haben, ist das Selbstgespr\u00e4ch:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDann will ich sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen gro\u00dfen Vorrat f\u00fcr viele Jahre; habe nun Ruhe, i\u00df, trink und habe guten Mut!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist nachvollziehbar; es ist nicht einmal unbiblisch. Im Alten Testament meint Kohelet, \u201edass der Mensch nichts Besseres hat unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fr\u00f6hlich zu sein. Das bleibt ihm bei seinem M\u00fchen sein Leben lang, das Gott ihm gibt unter der Sonne.\u201c (Prediger 8,15) Allerdings gibt es einen Unterschied zwischen dem Selbstgespr\u00e4ch des reichen Kornbauern und dem Bibelvers aus dem Alten Testament. Gott kommt beim reichen Kornbauern nicht vor. Und hier liegt offenbar auch die Pointe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAber Gott sprach zu ihm: Du Narr! Diese Nacht wird man deine Seele von dir fordern; und wem wird dann geh\u00f6ren, was du angeh\u00e4uft hast?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es geht nicht einfach darum, dass man von heute auf morgen sterben k\u00f6nnte, und schon gar nicht um \u201eHimmel und H\u00f6lle\u201c. Diese Vorstellungen waren in der Jesus-Zeit kein Allgemeingut. Es geht um gelingendes Leben vor dem Tod, und das entscheidende Wort ist hier \u201eNarr\u201c. Das griechische Wort \u03b1\u03d5\u03c1\u03c9\u03bd bedeutet zun\u00e4chst einmal nur: \u201eunverst\u00e4ndig, dumm\u201c. Im biblischen Griechisch wurden damit aber viele verschiedene Begriffe aus dem Alten Testament \u00fcbersetzt. Einige gingen da auch in die Richtung \u201egottlos\u201c. \u201eDu Narr\u201c, das hei\u00dft f\u00fcr bibelgepr\u00e4gte Ohren der Jesus-Zeit auch \u201eDu gottloser, dummer Mensch\u201c. Gottlos und dumm, weil du in all deinem Lebenserwerb \u00fcbersehen hast, dass du immer auf Gott angewiesen bleibst. Wir k\u00f6nnen wie gesagt nicht st\u00e4ndig an den Tod denken, weil der alles relativiert und uns die Energie f\u00fcr den Alltag abzieht. Aber wir k\u00f6nnten an Gott denken, weil der die Quelle unseres Lebens ist. Und wom\u00f6glich h\u00e4tte das auch Auswirkungen auf unsere Lebensf\u00fchrung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass diese Auslegung im Sinn des Evangelisten ist, ergibt sich aus den Versen, die unserem Predigttext folgen. Das Lukas-Evangelium schlie\u00dft an diese Erz\u00e4hlung Worte \u201eVom falschen und rechten Sorgen\u201c an, die wir bei Matth\u00e4us in der Bergpredigt finden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e22 Er sprach aber zu seinen J\u00fcngern: [&#8230;] Sorgt euch nicht um das Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um den Leib, was ihr anziehen sollt. [&#8230;] 25 Wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seiner Lebensl\u00e4nge eine Elle zusetzen k\u00f6nnte?\u201c (Lukas 12,22+25)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das kann, so muss man hier mith\u00f6ren, nur Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e29 Darum auch ihr, fragt nicht danach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und macht euch keine Unruhe. 30 Nach dem allen trachten die Heiden in der Welt; aber euer Vater wei\u00df, dass ihr dessen bed\u00fcrft. 31 Trachtet vielmehr nach seinem Reich, so wird euch dies zufallen.\u201c (Lukas 12,29-31)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Falsches Sorgen: wie \u201edie Heiden\u201c Essen, Kleidung und anderes in den Mittelpunkt der Sorgen stellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Richtiges Sorgen: wie \u201eJ\u00fcnger Jesu\u201c Gott ins Leben hineinnehmen und Gottvertrauen \u00fcben. Lukas w\u00fcrde sagen: in der Nachfolge Jesu nach Gottes Reich trachten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gl\u00fccklicherweise sind wir, die wir hier im Gottesdienst sind, keine Narren wie der reiche Kornbauer. Meistens jedenfalls&#8230; Hoffentlich&#8230; Gewiss sind unsere Anl\u00e4sse zur Dankbarkeit, unsere Sorgen um den Lebensunterhalt, unser Planen f\u00fcr die Zukunft stets eingebettet in den Glauben an Gott, der unserem Leben Ziel und Richtung gibt. Wenn ich so spreche, ist Ihnen klar. Ich jedenfalls bin dem reichen Kornbauer verwandter, als der Evangelist Lukas es will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eReich, aber tot. So ergeht es dem, der sich Sch\u00e4tze sammelt und ist nicht reich bei Gott.\u201c So kommentiert Lukas am Ende diese Erz\u00e4hlung. Diese \u201eMoral von der Geschicht\u201c f\u00fchrt uns zur zweiten Frage, die sich aus dem Predigttext ergibt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Wie k\u00f6nnte man \u201ereich werden bei Gott\u201c?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und ja! Es geht so weiter, wie man jetzt erwartet: Mit Geld und guten Werken. Lukas denkt durchaus ans Spenden &#8211; und sogar mehr. Immer noch im 12. Kapitel in der N\u00e4he des Predigtextes finden wir die Aufforderung:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eVerkauft, was ihr habt, und gebt Almosen. Macht euch Geldbeutel, die nicht altern, einen Schatz, der niemals abnimmt, im Himmel, wo sich kein Dieb naht, und den keine Motten fressen.\u201c (Lukas 12, 33)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist eine radikale Forderung, die im Lauf der Kirchengeschichte auch immer wieder radikal umgesetzt wurde. Arm sein, um in Gott reich zu werden &#8211; das war in immer neuen Wellen das Ziel des M\u00f6nchtums. Ungl\u00fccklicherweise haben eine problematische Praxis und die Polemik der Reformationszeit die Armutsfr\u00f6mmigkeit gr\u00fcndlich in Verruf gebracht. M\u00f6nch-sein, Nonne-sein, das war in den Augen vieler Reformatoren das Gegenbild zum gottgef\u00e4lligen Leben. Arbeit, Ehe und Familie &#8211; das waren nach Auffassung der Reformatoren die Orte, wo sich Christlichkeit bew\u00e4hrt. Und die Forderung der Reformatoren war es nicht, Bettler und Arme zu versorgen, sondern sie in Arbeit und Brot zu bringen. [Das Anliegen ist bis heute sichtbar, wenn ein Plakat von Brot f\u00fcr die Welt ein Brot als \u201eErste Hilfe\u201c zeigt und eine \u00c4hre als \u201eSelbsthilfe\u201c: \u201eWer sich selbst ern\u00e4hren kann, f\u00fchrt ein Leben in W\u00fcrde.\u201c] M\u00f6nchische Ideale wie Armut, Keuschheit, Gehorsam, gar Heimatlosigkeit um der Mission willen, werden kaum noch von jemandem geteilt. Nicht einmal mehr in der katholischen Kirche. Und auch dort, wo kaum von Gott gesprochen wird, wei\u00df man: \u201eSpenden und Gutestun? Da muss was anderes dahinter stecken.\u201c Es gibt einen Generalverdacht, als wollten die Menschen sich freikaufen von Schuld oder Schuldgef\u00fchlen oder einen Freischein f\u00fcrs S\u00fcndigen in anderen Bereichen. [Trotzdem ist es gut, dass die deutsche Christenheit bisher immer gro\u00dfz\u00fcgig war. Wer es kann, soll \u201eHeute die Welt ver\u00e4ndern.\u201c. So ein weiterer Spruch von Brot f\u00fcr die Welt, aus der Plakataktion dieses Jahres.]<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn denn nun Spenden immer ein Beigeschmack zu haben scheint, und wir weit hinter der Forderung zur\u00fcckbleiben, unser Hab und Gut zu verspenden &#8211; kann man dann noch reich werden bei Gott? Ja, man kann. Dazu sollte man sich erinnern, was \u201edie guten Werke\u201c immer waren und was nicht. Alle Religionen sind sich einig, dass es nicht egal ist, wie jemand lebt. Die \u00f6stlichen Religionen regeln das \u00fcber den Karma-Gedanken: Wer Gutes tut, bekommt Gutes zur\u00fcck. Wer B\u00f6ses tut, bekommt B\u00f6ses zur\u00fcck. Wenn nicht in diesem Leben, dann in einer n\u00e4chsten Reinkarnation. Die westlichen Religionen dagegen haben kein Weltgesetz als Mittelpunkt, sondern Gott. Vor ihm bleiben wir auch im Guten immer hinter dem zur\u00fcck, was wir sein k\u00f6nnten. Und wir bleiben angewiesen auf seine Zuwendung, klassisch \u201eGnade\u201c. Andererseits h\u00e4tte auch ich mir in Luthers Zeit den von Tetzel gepredigten Ablass gekauft. F\u00fcr drei Prozent meines Verm\u00f6gens all mein Zur\u00fcckbleiben hinter Gottes Anspr\u00fcchen abgelten. Diese Versicherungs-Police h\u00e4tte ich gerne gekauft. Der Deal w\u00e4re definitiv \u201epreiswert\u201c gewesen. Dumm nur, wenn es den Kirchenschatz guter Werke der Heiligen als Quelle f\u00fcr den Ausgleich meines Kontos nicht gibt.. Da haben die Reformatoren dann zu recht eingehakt. In den Himmel kommt man, wenn es ihn denn \u201egibt\u201c, nicht durch gute Werke, sondern nur durch Gott. Das Gericht ist da gerade nicht eine finale Abrechnung, die nur mit [m]einem Bankrott enden kann. Vielmehr soll, unabh\u00e4ngig von der Frage nach deinem Glauben, auch gew\u00fcrdigt werden, wie du dein Leben gelebt hast. Und weil das nicht nur aus Spenden besteht, will ich das Reichwerden bei Gott mit Beispielen illustrieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht egal, dass Du als Chef\/Chefin Menschen in Arbeit und Brot gebracht hast und vielleicht noch mehr einem beeintr\u00e4chtigten Menschen einen speziellen Arbeitsplatz eingerichtet hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht egal, dass Du in ehrenamtlicher Arbeit Kinder und Jugendliche ins Leben begleitet hast und vielleicht noch mehr mit einem Fl\u00fcchtlingskind Deutsch reden, lesen und schreiben gelernt hast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht egal, dass Du im Park mit einer traurigen Frau gesprochen hast und vielleicht noch mehr sie dabei begleitet hast, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht egal, dass Du einen offenen Geldbeutel f\u00fcr \u00fcberzeugende Projekte hattest und vielleicht noch mehr in Deinem Testament ein diakonisches Projekt bedacht hast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist nicht egal, dass Du Menschen mit Deiner F\u00fcrbitte umgeben hast und vielleicht noch mehr auch Entscheidungstr\u00e4ger vor Gott getragen hast.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es dagegen egal, wenn Du Dich an vieles nicht mehr erinnerst. Gott wei\u00df um solche Beitr\u00e4ge zu einer guten Welt und die Dankbarkeit anderer, die Dir in den Himmel vorausgehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6ge man \u00fcber die Essenz unseres Lebens nicht den Nachruf schreiben m\u00fcssen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eTot.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oder: \u201eM\u00fch und Arbeit war sein Leben.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oder auch \u201eals die Kraft zu Ende ging&#8230;.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6ge uns Gott einmal best\u00e4tigen k\u00f6nnen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eEin Leben, das reich war bei Gott.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Hansj\u00f6rg Biener (*1961) ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als Religionslehrer an N\u00fcrnberger Gymnasien t\u00e4tig. Au\u00dferdem ist er au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik und Didaktik des evangelischen Religionsunterrichts an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg. (Hansjoerg.Biener (at) fau.de)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Literatur<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eckey, Wilfried: Das Lukas-Evangelium unter Ber\u00fccksichtigung seiner Parallelen. Teilband II: 11,1-24,53, Neukirchen-Vluyn: Neukirchener Verlag, 2004. Essenz dieser Auslegung, S. 582 \u201eDie Beispielerz\u00e4hlung soll demnach nicht \u00f6konomisches Planen und Handeln als solches verurteilen, sondern den \u00fcppig ins Kraut geschossenen und selbstsicheren Egoismus, seine durch die starke Bindung an sich selbst verursachte Teilnahmslosigkeit am Leben seiner Mitmenschen, insbesondere der Bed\u00fcrftigen, die Unf\u00e4higkeit des Selbsts\u00fcchtigen, anderen von seinem \u00dcberflu\u00df abzugeben. Der reiche Tor hat sein wahres Leben damit verfehlt, da\u00df er nicht erkannte: Gottes Gro\u00dfz\u00fcgigkeit im Geben, die der Mann zeichenhaft mit der reichen Ernte erfahren hatte, galt es, bed\u00fcrftigen Mitmenschen durch Weitergeben mitzuteilen. Geld und Gut sollen \u201aauf Gott hin\u2018 verwaltet werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kloft, Hans: Antike Getreidespeicher \u2013 ein Werkstattbericht, in: Ulrich Fellmeth u. a. (Hg.): Wirtschaftsbauten in der antiken Stadt (Kolloquium Karlsruhe 2012), Karlsruhe: KIT, 2016, S. 33-43. (https:\/\/books.openedition.org\/ksp\/5266)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schmithals, Walter: Das Evangelium nach Lukas, Z\u00fcrich: Theologischer Verlag Z\u00fcrich, 1980 (Z\u00fcrcher Bibelkommentare, Neues Testament, 3,1). Essenz dieser Auslegung, S. 144 \u201eDie Beispielgeschichte macht den Reichtum als solchen nicht zu ihrem Thema, geht aber davon aus, da\u00df der irdische Besitz den Reichtum in Gott in besonderer Weise gef\u00e4hrdet (vgl. 1. Tim. 6,3ff). Die ungl\u00e4ubige Sicherung des irdischen Lebens durch eigene Leistung bewirkt den Verlust, des ewigen Lebens, das auf der Gnade Gottes beruht. [&#8230;] H\u00e4tte der Reiche seinen Besitz mit den Besitzlosen geteilt, anstatt ihn f\u00fcr sich aufzuh\u00e4ufen, dann w\u00e4re er reich gewesen in Gott (12,33f.; 16,9).\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schneider, Gerhard: Das Evangelium nach Lukas. Kapitel 11-24, G\u00fctersloh: G\u00fctersloher Verlagshaus\/W\u00fcrzburg: Echter-Verlag, 2., durchgesehene und erg\u00e4nzte Auflage, 1984 (\u00d6kumenischer Taschenbuch-Kommentar zum Neuen Testament, Band 3\/2). Essenz dieser Auslegung, S. 283 \u201eEr hat \u201af\u00fcr sich selbst\u2018 [&#8230;] Sch\u00e4tze gesammelt, die ihm doch nicht zugute kommen. Er h\u00e4tte \u201avor Gott reich\u2018 werden sollen, indem er sein Verm\u00f6gen anderen zur Verf\u00fcgung stellt. Er h\u00e4tte einen \u201aunverg\u00e4nglichen Schatz im Himmel\u2018 zusammengetragen, wenn er seine Habe \u201averkauft und als Almosen verteilt\u2018 h\u00e4tte (12,33).\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schweizer, Eduard: Das Evangelium nach Lukas, G\u00f6ttingen: Vandenhoeck &amp; Ruprecht, 1982 (Das Neue Testament Deutsch; Band 3). Essenz dieser Auslegung, S. 136 \u201eAnders als Jer 17,11; \u00e4th Hen. 97,8-10; Sir. 11,18f (hebr. Text) ist nichts von unrechtem Erwerb gesagt, erst recht nicht wie Spr 11,26, da\u00df der Mann die Preise in die H\u00f6he treiben will. Seine \u00dcberlegung ist an sich normal. Er ist nicht einmal im Leistungsdenken gefangen, sondern plant eine sinnvolle Ruhezeit. Vielleicht kennt er \u201akein Gl\u00fcck au\u00dfer Essen und Trinken und Fr\u00f6hlichsein\u2018 (Pred 8,15). Er ist aber nicht verbrecherisch, sondern nur dumm. Dumm, weil er f\u00fcr seine \u00dcberlegungen keinen Partner hat, weder Gott noch Menschen, und darum nur um sich selbst kreist, als ob er \u00fcber sich selbst verf\u00fcgen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wikipedia: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Horreum<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zeller, Dieter: Art. \u03b1\u03d5\u03c1\u03bf\u03c3\u03cd\u03bd\u03b7\/\u03b1\u03d5\u03c1\u03c9\u03bd, in: Exegetisches W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament, Band 1, Stuttgart u. a.: Kohlhammer, 1980, Sp. 444-446, hier Sp. 445 \u201eDer Typ des \u201aToren\u2018 (Lk 12,20) ist in der Weisheitsliteratur des AT vorgepr\u00e4gt. [&#8230;] als einen Menschen, der sich weigert, die von den Weisen artikulierte Ordnung der Welt, d. h. auch seine Abh\u00e4ngigkeit von Gott, zur Kenntnis zu nehmen.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Beispiele f\u00fcr Internetquellen zum Thema \u201eSpenden als moderner Ablass\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aufderhorst, Matt: Spenden als moderner Ablasshandel. Gewissenspolitur vor Weihnachten (13. Dezember 2021): Kurz vor Weihnachten ist die Spendenbereitschaft traditionell sehr gro\u00df. Diese finanzielle Gro\u00dfz\u00fcgigkeit hilft aber nicht nur anderen, sie hilft uns vor allem selbst, meint der Autor Matt Aufderhorst. https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/spendenbereitschaft-gewissenspolitur-vor-weihnachten-100.html.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Blees, Christian: Schlechtes Gewissen. Kann man sich von Verantwortung freikaufen? (12. September 2022): Fr\u00fcher gingen die Menschen zur Kirche und kauften sich von ihren S\u00fcnden frei. Bekannt als Ablasshandel. Wer heute sein Gewissen reinwaschen m\u00f6chte, spendet f\u00fcr Arme oder leistet CO2-Kompensation. Aber was bringt das \u00fcberhaupt? https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/schlechtes-gewissen-kann-man-sich-von-verantwortung-100.html.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reinhardt, Volker: Moderner Ablasshandel: Flieg so viel Du willst, aber spende wenigstens Geld. Und entsorge Deinen M\u00fcll korrekt. (17. Januar 2019): Nur nicht weg vom Gaspedal! Kaufen Sie sich lieber ein CO2-Zertifikat. S\u00fcndigen ist am sch\u00f6nsten, wenn die Vergebung gleich mitgeliefert wird. Das ist heute nicht anders als im Mittelalter. https:\/\/www.nzz.ch\/feuilleton\/moderner-ablasshandel-fahr-auto-aber-spende-wenigstens-geld-ld.1451488.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Steinberger, Petra: Umweltschutz. Moderner Ablasshandel (19. Mai 2010): Kaufe B\u00e4ume, fliege weit: Wie man mit einer kleinen Spende sein Gewissen und das Weltklima rettet https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/umweltschutz-moderner-ablasshandel-1.912302.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eReich werden bei Gott\u201c | Erntedankfest | 01.10.23 | Lk 12,16-21 | Hansj\u00f6rg Biener | Hinweis In vielen evangelischen Kirchen (z. B. Nordkirche, Mitteldeutschland, Hessen, Westfalen), aber nicht in allen, wird die Kollekte an Erntedank f\u00fcr Brot f\u00fcr die Welt erbeten. Deshalb finden sich in eckigen Klammern gelegentliche Bezugnahmen auf aktuelle Werbespr\u00fcche. F\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":18872,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38,1,157,853,114,560,271,400,349,3,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-18871","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-lukas","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-erntedank","category-hansjoerg-biener","category-kapitel-12-chapter-12-lukas","category-kasus","category-nt","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18871","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=18871"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18871\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":18873,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/18871\/revisions\/18873"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/18872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=18871"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=18871"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=18871"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=18871"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=18871"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=18871"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=18871"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}