{"id":19132,"date":"2023-11-30T18:07:46","date_gmt":"2023-11-30T17:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19132"},"modified":"2023-11-30T18:07:46","modified_gmt":"2023-11-30T17:07:46","slug":"psalm-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/psalm-24\/","title":{"rendered":"Psalm 24"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Tempelsehnsucht | 1. Advent | 03.12.2023 | Ps 24 | Christoph Kock |<\/h3>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Die Reise in den Tempel<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Fu\u00dfballspiel zu besuchen, verlangt Vorbereitung. F\u00fcr mich beginnt sie im Internet. Ich gehe auf die Seite von Borussia Dortmund, klicke auf die Seite \u201eHeimspiel Signal Iduna Park\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/8DFEE48A-DC64-4635-8180-C74414CCFD03#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> und lese:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHerzlich willkommen im sch\u00f6nsten Stadion der Welt. Wenn Stadionsprecher Nobby Dickel seine ber\u00fchmten Worte sagt, bist Du schon mittendrin. Bevor es so weit ist\u2026 k\u00f6nnen viele Fragen auftauchen, die wir hier beantworten m\u00f6chten.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mein Blick f\u00e4llt auf sieben, in schwarz-gelb gehaltene Piktogramme unter der \u00dcberschrift \u201eDie Reise in den Tempel\u201c. Die Reise beginnt mit der Tempelsehnsucht. Das Piktogramm zeigt den Umriss des Stadions mit einem gelb leuchtenden Herz. Sehnsucht nach dem sch\u00f6nsten Ort der Welt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Fu\u00dfball erscheint hier als Religion. Das Stadion als der Ort, an dem sie ausge\u00fcbt wird. Wer in Dortmund fragt, \u201eGehse innen Tempel?\u201c will wissen, so erkl\u00e4rt mir ein BVB-Fan, ob du ins Stadion gehst und beim n\u00e4chsten Heimspiel dabei bist. Ich werde neugierig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eTempelsehnsucht\u201c. Das Wort gef\u00e4llt mir. Sehnsucht nach einem Ort, der Himmel und Erde verbindet. Sehnsucht nach Momenten der Ewigkeit mitten in der Zeit. Nach Gemeinschaft, weil die Begegnung mit Gott Menschen verbindet. Emotionen, Gl\u00fcck, Freude \u2013 all das geh\u00f6rt dazu. Ebenso Drama und Entt\u00e4uschung, wie am letzten Spieltag der vergangenen Saison.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tempelsehnsucht kenne ich aus der Bibel. In Psalm 24 w\u00e4re auf dem ersten Piktogramm kein Geb\u00e4ude zu sehen, sondern die Erde. Weder die Stadt Jerusalem noch der Zionsberg stehen am Anfang, sondern die ganze Welt. Mehr geht nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ein Psalm Davids.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>der Erdkreis und die darauf wohnen.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn er hat ihn \u00fcber den Meeren gegr\u00fcndet<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und \u00fcber den Wassern bereitet.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott hat sich mit einem Ort verbunden und ist doch \u00fcberall zuhause. Egal wohin du auf dem Globus zeigst. Alles von Gott geschaffen.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Einlasskontrolle<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAm Tempel angekommen steigen die Vorfreude und der Trubel\u201c. Die f\u00fcnfte von sieben Phasen der Reise in den schwarz-gelben Tempel. Bis hierhin habe ich es leider nicht geschafft, da ich schon beim Ticketkauf gescheitert bin. Wer kein Vereinsmitglied ist, hat schlechte Karten, an solche zu kommen. Aber selbst, wenn ich eine Karte ergattert h\u00e4tte, d\u00fcrfte ich nicht einfach ins Stadion spazieren. Ich werde \u00fcber Einlasskontrollen und Einlassorte informiert, scrolle durch eine lange Liste verbotener Gegenst\u00e4nde, die ich nicht ins Stadion mitnehmen darf. Wer kommt, muss sich darauf einstellen, von Ordnern kontrolliert und abgetastet zu werden. Es gibt eine Kleiderordnung. Schon im Umkreis des Stadions sind Glasflaschen und Gl\u00e4ser verboten. Wer angetrunken ist, muss drau\u00dfen bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Jerusalem wird der Zugang vor der T\u00fcr des Tempels gekl\u00e4rt. Nach einer alten Choreografie. Alle wissen, was gespielt wird. Eine Stimme fragt von au\u00dfen, eine Stimme antwortet von innen und gibt Weisung:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer darf auf des HERRN Berg gehen,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und wer darf stehen an seiner heiligen St\u00e4tte?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer unschuldige H\u00e4nde hat<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und reinen Herzens ist,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>wer nicht bedacht ist auf L\u00fcge<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und nicht schw\u00f6rt zum Trug:<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>der wird den Segen vom HERRN empfangen<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. SELA.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das kann kein Ordner kontrollieren. Es geht nicht um Waffen oder Pyrotechnik, sondern um eine Bilanz. Nur du selbst kannst dich pr\u00fcfen: Ob die eigenen H\u00e4nde unschuldig sind, dein Herz rein ist, das eigene Leben nicht auf Lug und Trug basiert. Jesus wird diesen Gedanken aufnehmen und sagen: \u201eSelig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen\u201c (Mt 5,8). Weil sich f\u00fcr sie eine T\u00fcr \u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dieser Schwelle ist der ganze Mensch gefordert. Umkehr ist n\u00f6tig. Vorher, bevor du kommst und vor der Tempelt\u00fcr stehst. Denn wo Gottes Herrlichkeit erstrahlt, hat b\u00f6ses Handeln, Denken und Wollen einfach keinen Platz. Lass es hinter dir. Hass hat keinen Platz. Weg damit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6re auf, Menschen zu verachten. Wenn du deinen Mitmenschen liebst wie dich selbst (Lev. 19,18) bist du auf dem richtigen Weg. Wenn du Gott mit ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft (Dtn 6,5) liebst, kommst du an die richtige Adresse.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Umkehr \u00fcben<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solche Umkehr will ge\u00fcbt sein. Die Aktion \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c hilft dabei. Heute, am 1. Advent 2023, wird die 65. Aktion er\u00f6ffnet. Der Pr\u00e4ses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, schreibt uns dazu:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Liebe Gemeinde, knapp 800 Millionen Menschen auf der Welt leiden Hunger. Jeder zehnte Mensch. Eine unfassbare Zahl. Denn eigentlich w\u00e4ren wir in der Lage, alle Menschen satt zu machen. Doch unser globales Ern\u00e4hrungssystem ist weder nachhaltig noch fair.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201eWandel s\u00e4en\u201c lautet das Motto der 65. Aktion von Brot f\u00fcr die Welt. Denn Umkehr ist dringend n\u00f6tig. Es braucht ein Ern\u00e4hrungssystem, das den Armen zugutekommt, nat\u00fcrliche Ressourcen schont und die Klimakrise nicht weiter verst\u00e4rkt.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Die Partnerorganisationen von Brot f\u00fcr die Welt in aller Welt zeigen im Kleinen, wie das aussehen kann \u2013 zum Beispiel in Kenia, wo Kleinbauernfamilien trotz immer unregelm\u00e4\u00dfigerer Niederschl\u00e4ge mit kreativen Anbaumethoden gute Ertr\u00e4ge erzielen. Oder in Bangladesch, wo ausgegrenzte indigene Gruppen traditionelle Reisspeicher wiederbeleben und so ihr \u00dcberleben sichern.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Jesus kam selbst arm zur Welt und hat Armut immer pers\u00f6nlich genommen, sich mit den Hungrigen solidarisiert: \u201eIch bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben.\u201c Gerade jetzt im Advent ist Zeit, um umzukehren. Hinsehen, mitf\u00fchlen, teilen. Gott gebe uns die Kraft, Hoffnung zu stiften, Wandel zu s\u00e4en. Denn: Eine Welt ohne Hunger ist m\u00f6glich.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Setzen Sie mit uns ein Zeichen der Solidarit\u00e4t. Lassen Sie uns zusammen so leben, dass unsere Welt sich wandelt. Ich danke Ihnen herzlich f\u00fcr Ihre Unterst\u00fctzung. Gott segne Sie und Ihre Gaben!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Umkehr \u00fcben, Tempelsehnsucht wachhalten, weil Gott in der ganzen Welt zuhause ist.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Mit Gott ins Stadion<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wieder sind Stimmen zuh\u00f6ren. Die Choreografie geht weiter. T\u00fcren auf, rufen Stimmen von au\u00dfen. F\u00fcr wen, fragen Stimmen von innen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt hoch,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>dass der K\u00f6nig der Ehre einziehe!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer ist der K\u00f6nig der Ehre?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Es ist der HERR, stark und m\u00e4chtig, der HERR, m\u00e4chtig im Streit.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Machet die Tore weit und die T\u00fcren in der Welt hoch,<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>dass der K\u00f6nig der Ehre einziehe!<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wer ist der K\u00f6nig der Ehre?<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Es ist der HERR Zebaoth; er ist der K\u00f6nig der Ehre. SELA.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Bild hat sich gewendet. Gott steht drau\u00dfen vor der T\u00fcr. Gleich zieht Gott in den Tempel ein. Der K\u00f6nig der Ehre kommt ins Haus. Nach Hause. Und wir sind dabei. Ein starker und m\u00e4chtiger Gott steht vor der T\u00fcr. Der HERR der Heerscharen. Die Machtfrage ist gestellt und entschieden. Hier ist Gott selbst K\u00f6nig. Im Buch des Propheten Sacharja schickt er einen armen K\u00f6nig auf einem Esel, aber Gott selbst wird Waffen und Kriegsger\u00e4t zerst\u00f6ren, dann wird jener K\u00f6nig Frieden stiftet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer zum Fu\u00dfball geht, will Tore sehen. Wer in den Tempel kommt, will Gottes St\u00e4rke sp\u00fcren. Keinen entsetzlich harmlosen, lieben, weichgesp\u00fclten Gott, der einem die Niederlage sch\u00f6nredet. Hier hat Gott ein Heimspiel. Und die Menschen stehen hinter Gott wie ein Mann und eine Frau. Mindestens S\u00fcdtrib\u00fcne. Gott gewinnt: M\u00e4chtig, K\u00f6nig, herrlich. Das ist Gott. Die Ohnmacht muss drau\u00dfen bleiben. Jubellieder werden angestimmt. Alle singen mit und jeder kennt den Text auswendig.<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li style=\"font-weight: 400;\"><strong> Heimsieg<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich reibe mir die Augen. Heute, am ersten 1. Advent, geht es zu wie in einem Stadion. Und Weihnachten geht es um ein Kind, das hilflos und herzerw\u00e4rmend in einer Krippe liegt. Was f\u00fcr ein Kontrastprogramm. Wer an Weihnachten kommt, wird vom Zauber des Anfangs h\u00f6ren. Von Gott singen, der sich seiner Gewalt ent\u00e4u\u00dfert, sich erniedrigt und klein macht, damit die Liebe zur Welt gro\u00df herauskommt. Ein Gott der leisen T\u00f6ne.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, ich gebe es zu: Mir gef\u00e4llt Gott im Stadion. Mir gef\u00e4llt der lautstarke Jubel. Und der Gesang der Fans. Nicht besonders sch\u00f6n, aber lautstark. Gott, stark und m\u00e4chtig. Das Spiel verl\u00e4uft in unvorstellbaren Bahnen. Kriegsger\u00e4t geht kaputt. Sobald du es anfasst, wird es unbrauchbar. Maschinenpistolen, Panzer, Kampfflugzeuge, Drohnen. Alles, was t\u00f6tet, ist tot. Wie Gott das nur macht. Da bleibt einem nur der Frieden. Selbst in Israel und Gaza. Unvorstellbar. Niemand verliert. Nur der Tod. Und der Hass ist Geschichte. Weil Gott haushoch gewinnt. Zu sch\u00f6n, um wahr zu sein? Der Ort des Tempels, Jerusalem, tr\u00e4gt diesen Frieden im Namen. Allen Konflikten zum Trotz, die sich in und an dieser Stadt entz\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Anfang steht die Tempelsehnsucht. Nach einem Ort, an dem sich das Schicksal der ganzen Welt entscheidet. Weil Gott dorthin kommt, wo Gott schon l\u00e4ngst zuhause ist. Und f\u00fcr Frieden sorgt, dort ebenso wie anderenorts. Weil Menschen dort willkommen sein werden, egal woher sie kommen. Das B\u00f6se haben sie hinter sich gelassen. Weil es zu Gott einfach nicht passt. Bei diesem Sieg will ich dabei sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Lieder: <\/strong>EG 1, EG.RWL 671<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Impuls f\u00fcr die Begr\u00fc\u00dfung<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herzlich willkommen zum Gottesdienst am 1. Advent.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warten im Dezember.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Worauf?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass der Terror aufh\u00f6rt und der Krieg, der im folgt,\u00a0in Israel und an seinen Grenzen, in Gaza und im Libanon.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass der Krieg in der Ukraine endlich aufh\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass die Gr\u00fcnde abnehmen,\u00a0die Menschen zur Flucht zwingen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Liste ist lang.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Warten im Advent kommt dazu:\u00a0Auf ein Fest mit so viel Sehnsucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott kommt in einem Kind zur Welt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Engel geben Gott die Ehre\u00a0und singen vom Frieden auf Erden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein neues Kirchenjahr beginnt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stimmen wir uns darauf ein und singen\u00a0\u201eMacht hoch, die T\u00fcr.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>S\u00fcndenbekenntnis<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, wir haben das Warten verlernt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alles muss sofort geschehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am besten auf Knopfdruck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wann immer ich will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWer wartet, hat schon verloren.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer so denkt, ist einsam.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du l\u00e4sst dich ank\u00fcndigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verlangst, dass wir dich erwarten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Toren und T\u00fcren \u00f6ffnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Uns auf deine Ankunft einstellen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, wir haben das Warten verlernt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns dabei.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dich zu erwarten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00d6ffne unsere Herzen f\u00fcr das,\u00a0was du mitbringst\u00a0und was uns verbindet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr, erbarme dich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wochenspruch (Sach 9,9) als Gnadenzusage<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Kollektengebet<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt beginnt sie, Gott,\u00a0die Wartezeit auf deine Ankunft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist schwer:\u00a0Sich darauf einstellen,\u00a0was du sagst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darauf warten,\u00a0was du ank\u00fcndigst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn doch etwas geschehen m\u00fcsste,\u00a0dass so unwahrscheinlich erscheint.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, du k\u00fcndigst dich an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit dem im Gep\u00e4ck,\u00a0was Menschen verbindet,\u00a0aller Entt\u00e4uschung zum Trotz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir brauchen das.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es wird Zeit,\u00a0dass du ankommst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>F\u00fcrbitten mit EG 1,1<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Macht hoch, die T\u00fcr, die Tor macht weit,\u00a0<\/em><em>es kommt der Herr der Herrlichkeit.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, wir m\u00f6chten gerne die Tore \u00f6ffnen f\u00fcr dich,\u00a0unseren Gott,\u00a0dass du in unser Leben trittst,\u00a0in unsere Welt kommst\u00a0und sie verwandelst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir brauchen\u00a0deinen Glanz in der Finsternis,\u00a0deinen Frieden in den Kriegen,\u00a0deine Liebe in dem Hass,\u00a0der immer st\u00e4rker pr\u00e4gt,\u00a0wie Menschen einander begegnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, wir brauchen deine N\u00e4he.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber wir bekommen die T\u00fcr nicht auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns, dich einzulassen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was wir brauchen,\u00a0hast du im Gep\u00e4ck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heil und Leben f\u00fcr die Welt:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr die,\u00a0denen verwehrt wird,\u00a0was sie zum Leben brauchen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr die,\u00a0die au\u00dfen vor sind;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">f\u00fcr die,\u00a0denen egal ist, wie es anderen geht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hilf uns, dir entgegenzugehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was wir brauchen,\u00a0hast du im Gep\u00e4ck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heil und Leben f\u00fcr die Welt,\u00a0auch jenseits der Grenzen,\u00a0die uns gesetzt sind:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir bitten dich f\u00fcr unsere verstorbenen Gemeindemitglieder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Berge sie in dem Leben,\u00a0das Ostern begonnen hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tr\u00f6ste diejenigen, die Abschied nehmen mussten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir warten auf dich, Gott,\u00a0und du kommst an in einem Kind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es hat einen weiten Weg vor sich\u00a0und nimmt andere mit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">R\u00fchrt Menschen an, geht an Grenzen,\u00a0\u00f6ffnet, was sie verschlossen halten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bringt unsere Not zum Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit seinen Worten beten wir: \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Dr. Christoph Kock<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wesel<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: <a href=\"mailto:christoph.kock@ekir.de\">christoph.kock@ekir.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Christoph Kock, geb. 1967, Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seit 2007 Pfarrer an der Friedenskirche in der Evangelischen Kirchengemeinde Wesel.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/8DFEE48A-DC64-4635-8180-C74414CCFD03#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 https:\/\/service.bvb.de\/docs\/heimspiel-signal-iduna-park<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tempelsehnsucht | 1. Advent | 03.12.2023 | Ps 24 | Christoph Kock | Die Reise in den Tempel Ein Fu\u00dfballspiel zu besuchen, verlangt Vorbereitung. F\u00fcr mich beginnt sie im Internet. Ich gehe auf die Seite von Borussia Dortmund, klicke auf die Seite \u201eHeimspiel Signal Iduna Park\u201c[1] und lese: \u201eHerzlich willkommen im sch\u00f6nsten Stadion der Welt. 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