{"id":19417,"date":"2024-01-17T11:50:25","date_gmt":"2024-01-17T10:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19417"},"modified":"2024-01-17T11:52:44","modified_gmt":"2024-01-17T10:52:44","slug":"2-koenige-51-19a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-koenige-51-19a\/","title":{"rendered":"2. K\u00f6nige 5,1\u201319a"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Krankheit \u2013 Heilung \u2013 Dankbarkeit \u2013 Gott | 3. Sonntag nach Epiphanias | 21.01.2024 | 2. K\u00f6nige 5,1\u201319a | Thomas Bautz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Naaman, ein syrischer Feldherr unter dem K\u00f6nig von Aram, Ben-<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ben-Hadad_II.\">H<\/a>adad,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> vermutlich w\u00e4hrend der Regierungszeit des israelischen K\u00f6nigs Joram,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> galt vor seinem Herrn als bedeutender Mann; er war angesehen, denn durch ihn hatte JHWH den Aram\u00e4ern (f\u00fcr kurze Zeit gegen Israel) Sieg verliehen.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Naaman war ein t\u00fcchtiger Krieger.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der biblischen Erz\u00e4hlung zufolge litt Naaman aber unter Aussatz.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Auf einem Feldzug nahm er eine junge Israelin gefangen und brachte sie seiner Frau als Hausm\u00e4dchen. Diese Dienerin berichtete ihrer Herrin von einem Propheten in Samarien, der im Stande sei, ihren Mann zu heilen.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> Daraufhin sandte Ben-Hadad den Naaman mit einem Schreiben zum K\u00f6nig von Israel und bat ihn, Naaman vom Aussatz zu befreien. Aber Joram sah sich au\u00dfer Stande zu helfen, argw\u00f6hnte einen Vorwand f\u00fcr Streitigkeiten und geriet au\u00dfer sich: \u201eBin ich denn (ein) Gott, der t\u00f6ten und lebendig machen kann, dass dieser zu mir sendet, damit ich einen Menschen von seinem Aussatz befreie? Begreift doch und seht, dass er nur einen Anlass zum Streit mit mir sucht\u201c (cf. 2 K\u00f6n 5,7).<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als der Prophet Elischa<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> (Elisa) dies erfuhr, lie\u00df er Naaman zu sich rufen. Dieser kam bis an seine T\u00fcr. Elischa schickte einen Boten heraus mit der Nachricht, er solle sich siebenmal im Jordan waschen.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> \u00a0Naaman war zun\u00e4chst erz\u00fcrnt, da er erwartet hatte, der Prophet selbst w\u00fcrde an ihm aufw\u00e4ndige Prozeduren durchf\u00fchren, und traf Anstalten zur Heimreise. Auf Zureden seiner Diener tauchte er dann doch siebenmal im Jordan unter, wurde geheilt und bekehrte sich zum Gott des Elischa. Der wies alle Dankgeschenke zur\u00fcck und entlie\u00df Naaman mit dem Segen: Geh in Frieden!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Erz\u00e4hlung<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> fokussiert schon zu Beginn einen Siegeszug des Monotheismus: JHWH hatte den Aram\u00e4ern einen Sieg gegen Israel erm\u00f6glicht. Es wird nicht erz\u00e4hlt, ob es dem K\u00f6nig von Aram bewusst ist, dass es der Gott Israels ist, der dem Feldherrn Naaman diese Macht verlieh. Es kommt aber in der hebr\u00e4ischen Bibel durchaus \u00f6fter vor, dass sich JHWH gegen Sein eigenes Volk stellt. Es geh\u00f6rt daher zum Plot, zur Handlung der Geschichte, dass sich der syrische Heerf\u00fchrer zu dem Gott Israels bekehrt,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> da er nun sogar die Macht JHWHs am eigenen Leibe erfahren kann. Allerdings ist der Weg dorthin ziemlich holprig und entbehrt nicht einer gewissen Dramatik.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Erz\u00e4hlung hat Elemente eines M\u00e4rchens.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Zu den Dramatis personae geh\u00f6ren die Hauptfiguren, (Hauptakteure, Protagonisten), die beiden K\u00f6nige, wobei der israelische K\u00f6nig auch als Antagonist, als Gegenspieler auftritt, indem er den Weg zur Heilung Naamans nahezu vereitelt. Der aram\u00e4ische K\u00f6nig Benhadad erschwert indirekt die Vorbedingungen, darf aber nicht anders handeln als seinem Feldherrn besagtes Begleitschreiben an Joram mitzugeben. W\u00fcrde er diesen umgehen, w\u00e4re das mehr als eine grobe Unh\u00f6flichkeit. Dass Joram den Inhalt des Briefes derart missverst\u00fcnde, war nicht absehbar. Denn erstens d\u00fcrfte es \u00fcblich gewesen sein, eine recht ungew\u00f6hnliche Bitte an einen K\u00f6nig zu richten, nicht direkt an dessen Propheten; zweitens sind Respekt und Ehrerbietung Joram gegen\u00fcber durch die ungew\u00f6hnlich kostenbaren, wertvollen Geschenke an ihn selbstredend. Wen wundert es, dass Naaman die Geschenke schon aus Dankbarkeit f\u00fcr seine Heilung lieber Elischa \u00fcberreichen will, der diese allerdings nicht annimmt, weil er sich von JHWH bevollm\u00e4chtigt sieht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber so rasch ist die Klimax der Geschichte nicht erreicht. Es bedarf verschiedener Helfer, Adjuvanten, welche die Spannung in der Erz\u00e4hlung aufbauen.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Da ist zuallererst das j\u00fcdische Hausm\u00e4dchen,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> das der Ehefrau Naamans zur Hand geht. Sie gibt den wichtigen, wertvollen Hinweis auf den Propheten Elischa in Samarien. Erstaunlich genug, dass diese Information quasi aus israelischer Richtung kommt, angesichts der wiederholten kriegerischen Konflikte zwischen Aram und Israel. Die Entt\u00e4uschung der Erwartung Naamans, nicht sogleich vom Propheten empfangen und auf geb\u00fchrende, eindrucksvolle Weise behandelt zu werden, l\u00e4dt die Handlung weiterhin mit Spannung auf, zumal er schnurstracks die R\u00fcckreise mit Gefolge und Sack und Pack antreten will. Allein seine Diener halten ihn davon ab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch sie leisten damit wichtige Hilfe und geben ihrem Herrn Gelegenheit, seinen falschen Stolz zu \u00fcberwinden (2 K\u00f6n 5,13): \u201eUnser Vater, h\u00e4tte der Prophet Schweres von dir verlangt, w\u00fcrdest du es nicht tun? Nun erst recht, denn er hat dir gesagt: Wasche dich und werde rein!\u201c Naaman befolgt die Anweisung des Gottesmannes, taucht sieben Mal im Jordan unter und wird geheilt. Seiner Meinung nach stehen dem Propheten Elischa nunmehr die \u00fcberreichen Geschenke zu; doch seine Dankbarkeit geht noch weit dar\u00fcber hinaus, indem er sich zum Gott Israels bekennt: \u201eSieh doch, ich habe erkannt, dass es nirgendwo sonst auf der Erde einen Gott gibt als allein in Israel.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Worte sind kein Lippenbekenntnis, entspringen auch nicht nur spontan seiner besten Laune, weil er von der schlimmen Hautkrankheit<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> befreit ist. Sonst s\u00e4he er keinen Anlass, im Vorhinein den Propheten (damit indirekt JHWH) um Verzeihung daf\u00fcr zu bitten, dass er unweigerlich seinem K\u00f6nig noch in einen heidnischen Tempel zur rituellen Verehrung wird folgen m\u00fcssen. Naaman bittet ihn, weiterhin vor <em>Rimmon<\/em>, dem Gotte seines K\u00f6nigs,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> zum Schein knien zu d\u00fcrfen, da sich Ben-Hadad beim Tempelbesuch auf Naaman, auf dessen Schulter, abst\u00fctzt. Dies erlaubt ihm JHWH. Der Prophet\u00a0 Elischa entl\u00e4sst ihn verst\u00e4ndnisvoll mit dem Segen: \u201eGeh in Frieden!\u201c (cf. 2 K\u00f6n 5,18\u201319).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Interessant ist, dass im Falle des Naaman die Hautkrankheit nicht als Folge f\u00fcr ein Fehlverhalten oder als Strafe interpretiert wird, als h\u00e4tte er sich wom\u00f6glich gegen (s)einen Gott vers\u00fcndigt. Und auff\u00e4llig ist, dass er als syrischer Feldherr seine Heilung durch den charismatischen<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> Propheten Elischa mit dem Gott Israels, mit JHWH, in Verbindung bringt, den er sogleich als einzigen Gott apostrophiert,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> wie es bis heute im Schma Jisrael als \u00e4ltester Ausdruck j\u00fcdischen Selbstverst\u00e4ndnisses geschieht:<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eH\u00f6re Israel, JHWH, unser Gott, JHWH ist einzig!\u201c \u05e9\u05b0\u05c1\u05de\u05b7\u0596\u05e2 \u05d9\u05b4\u05e9\u05b0\u05c2\u05e8\u05b8\u05d0\u05b5\u0591\u05dc \u05d9\u05b0\u05d4\u05d5\u05b8\u05a5\u05d4 \u05d0\u05b1\u05dc\u05b9\u05d4\u05b5\u0596\u05d9\u05e0\u05d5\u05bc \u05d9\u05b0\u05d4\u05d5\u05b8\u05a5\u05d4 \u05c0 \u05d0\u05b6\u05d7\u05b8\u05bd\u05d3\u05c3<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(sch\u0259ma jisrael adonai elohenu adonai echad).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der Rezeptionsgeschichte zur Naaman-Erz\u00e4hlung gibt es im NT bei Lukas den beachtlichen Hinweis: \u201eViele Auss\u00e4tzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elischa. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Naaman\u201c (Lk 4,27). Die Worte entstammen dem Munde des Nazareners, der in seiner Heimatstadt Nazareth nicht gelitten war. Provozierend verwies er auch darauf, dass der Prophet Elija einer fremden, ph\u00f6nizischen Frau durch JHWH zwei Wunder erwies (cf. Lk 4,26; 1 K\u00f6n 17,8\u201324). Die Witwe aus Sarepta (bei Sidon) bekennt \u00e4hnlich wie der Syrer Naaman (1 K\u00f6n 17,24): \u201eJetzt wei\u00df ich, dass du (Elija) ein Mann Gottes bist und dass das Wort JHWHs wirklich in deinem Mund ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Provokation besteht darin, dass nach Jesu Anschauung Gottes Barmherzigkeit allen Menschen gilt, unabh\u00e4ngig von ihrer Nationalit\u00e4t, und dass insbesondere Dankbarkeit und Gotteserkenntnis nicht an die jeweilige Herkunft eines Notleidenden gebunden sind. Das wird auch deutlich mit der Erz\u00e4hlung von den zehn Auss\u00e4tzigen, die alle geheilt wurden, nachdem sie sich auf Jesu Gehei\u00df den Priestern zeigten, aber nur einer von ihnen umkehrte und sich bei Rabbi Jesus bedankte (Lk 17, 15\u201319):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eEiner aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu F\u00fc\u00dfen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: Sind nicht die zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte, um Gott die Ehre zu geben, als nur dieser Fremde? Und er sprach zu ihm: Steh auf, geh hin; dein Glaube hat dir geholfen.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bei diesen Wundern stehen weder die Propheten Elija und Elischa noch Rabbi Jesus im Vordergrund; vielmehr bildet das Bekenntnis zum einzigen Gott, zu JHWH, zum Ewigen den Fokus der Erz\u00e4hlungen. JHWH wird letztlich als Ursprung eines Heilungsprozesses gesehen.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Wie verh\u00e4lt es sich bei uns? Ich wage den Riesensprung in unsere Zeit: Gibt es in unserer Vorstellung noch einen \u201eg\u00f6ttlichen Arzt\u201c?<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> Zweifellos gibt es auch unter uns viele gl\u00e4ubige Menschen, die f\u00fcr eine Heilung am eigenen Leibe und im Familien- oder Freundeskreise so dankbar sind, dass sie beteiligten \u00c4rzten <em>und<\/em> eben ihrem Gott im stillen Gebet von ganzem Herzen Dank erweisen. Dies betrifft sicher Krankheiten oder Gebrechen, bei denen wenig Chancen auf Heilung besteht, etwa bei Krebs oder bei Folgesch\u00e4den bei Unf\u00e4llen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass dieser aufrichtige Dank Gott gegen\u00fcber nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, zeigt uns die Geschichte von dem vom Aussatz geheilten Samaritaner, der als einziger von zehn Betroffenen umkehrt, um sich bei Jesus zu bedanken und Gott die Ehre zu geben. Man muss ber\u00fccksichtigen, dass alle zehn M\u00e4nner den Nazarener lauthals angefleht hatten, er m\u00f6ge sich ihrer erbarmen. Ihr Geschrei war gro\u00df, ihr Dank aber gering oder allenfalls stillschweigend.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man sollte aber nicht vorschnell urteilen, denn unserer Zeit ist die Dankbarkeit auch nicht mehr auf den Leib geschrieben. Danken und Denken geh\u00f6ren im Deutschen zusammen. Wir sollten Kindern nicht (mehr) das Danken aus reiner H\u00f6flichkeit, pro forma, anerziehen und selbst nicht oberfl\u00e4chlich danken, sondern mit Bedacht, mitunter wom\u00f6glich sogar von Herzen. Schon gar nicht sollte ich f\u00fcr etwas danken (m\u00fcssen), was mir eigentlich missf\u00e4llt. Wobei Menschen durchaus f\u00fcr Widrigkeiten, leidvolle Erfahrungen und gesundheitliche Einschr\u00e4nkungen dankbar zu sein verm\u00f6gen. Menschen, die dazu\u00a0 imstande sind, zolle ich aufrichtig Respekt; das bewundere ich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Werden wir nicht manchmal erst wirklich, in der Tiefe dankbar, dass wir gesund sind, wenn wir mit Leid und Krankheit anderer Menschen konfrontiert sind? Dann wird es uns erst richtig bewusst, dass es nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, wenn wir k\u00f6rperlich und seelisch gesund sind. Und wenn es uns selbst getroffen hat und wir durften <em>heil<\/em> davonkommen, wie gro\u00df ist dann unsere Dankbarkeit!?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Dankbarkeit nach einem erfolgreichen Heilungsprozess ist aber nur ein Aspekt; einer m\u00f6glichen Heilung geht meist eine Erwartung voraus. Vermutlich wenden sich selbst fromme Menschen heute zun\u00e4chst an einen Arzt, vertrauen Erkenntnissen und Errungenschaften der modernen Medizin als Wissenschaft. Im Stillen m\u00f6gen sie zus\u00e4tzlich von ihrem Gott Heilung erhoffen, und das wird man ihnen kaum \u00fcbelnehmen (scherzhaft gesagt). Manche befragen (noch) Heilpraktiker oder Vertreter der Hom\u00f6opathie, wobei letztere wissenschaftlich nicht anerkannt ist,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn21\" name=\"_ftnref21\">[21]<\/a>aus gutem Grund. Das bedeutet keineswegs, dass die Schulmedizin (wie man sagt) frei von Fehlern, Irrt\u00fcmern w\u00e4re; aber die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden, Anwendungen und kaum nachweisbarer Substanzen gelten als bedenklich. Bestenfalls sind Placeboeffekte beobachtbar. Die absolute Ausklammerung medizinischer, bew\u00e4hrter Therapien kann gef\u00e4hrliche Folgen f\u00fcr betroffene Patienten haben.<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn22\" name=\"_ftnref22\">[22]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kehren wir noch einmal zur\u00fcck zur Erz\u00e4hlung von der Heilung des syrischen Feldmanns Naaman und ziehen noch einen Teil der Rezeptionsgeschichte aus dem NT heran. Dann wird doch deutlich, dass der Akzent nicht nur auf der Heilung einer Krankheit und anschlie\u00dfende Dankbarkeit liegt; es wird augenscheinlich die Hinwendung zu JHWH, zum einzigen Gott (zum Ewigen, zu Adonai) fokussiert. Die Geschichte des alten Israel bezeugt zwar eine gewisse Toleranz des j\u00fcdischen Monotheismus gegen\u00fcber den polytheistischen Religionen seiner altorientalischen Nachbarn: friedliche Koexistenz und sogar Vermischung mit heidnischen Kulten und G\u00f6tterverehrung. Aber eine Konversion und ein freim\u00fctiges Bekenntnis zum Monotheismus seitens eines Fremden, eines Angeh\u00f6rigen einer anderen Religion \u2013 im Falle Naamans sogar eines hochrangigen Soldaten aus einem fremden Land, mit dem ein schwelender Konflikt besteht \u2013, das d\u00fcrfte eher selten sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Kontext der Erz\u00e4hlung von den zehn Auss\u00e4tzigen zeigt, dass Rabbi Jesus die Tatsache nutzt, dass die Juden zu seiner Zeit offenbar keinen Umgang mit den Menschen aus Samaria pflegen,<a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftn23\" name=\"_ftnref23\">[23]<\/a> obwohl sie lediglich ihr Heiligtum auf dem Garizim haben und von der hebr\u00e4ischen Bibel nur die sog. \u201ef\u00fcnf B\u00fccher Mose\u201c, den Pentateuch, als g\u00fcltige Thora anerkennen. Und ausgerechnet ein Samaritaner kehrt um, bedankt sich bei Jesus f\u00fcr seine Heilung und gibt Gott die Ehre!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lukas erz\u00e4hlt in einer anderen Episode, wie Jesus in einer Synagoge wie gewohnt einen Abschnitt aus dem Jesajabuch liest und Verse zitiert, die gro\u00dfe, ermutigende Verhei\u00dfungen verk\u00fcnden, wie Jesus anschlie\u00dfend aber seinen Zuh\u00f6rern unterstellt, sie w\u00fcrden von ihm nun gro\u00dfartige Taten erwarten, sich aber dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschten, dass ein Prophet nicht willkommen ist im Vaterland (Lk 4,24):\u00a0 \u201eEin Prophet gilt nirgends weniger als in seinem Vaterland und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. Und er konnte dort nicht eine einzige Tat tun, au\u00dfer dass er wenigen Kranken die H\u00e4nde auflegte und sie heilte. Und er wunderte sich \u00fcber ihren Unglauben\u201c (Mk 6,4\u20136a).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welch eine Provokation, wenn sozusagen Fremde, Ausl\u00e4nder, Angeh\u00f6rige anderer Religionen (die Witwe von Sarepta; der Syrer Naaman; der Samaritaner) im biblischen Kontext quasi als Vorbilder f\u00fcr aufrichtige Dankbarkeit, Gotteserkenntnis und Hingabe an den einzigen Gott genannt werden. Ich gehe davon aus, dass sich der Monotheismus in verschiedenen Gestalten, Formen und Vorstellungen zum Ausdruck bringt. Er ist \u2013 wie jede Religion \u2013 eher eine Herzenssache (Blaise Pascal: <em>logique du c\u0153ur<\/em>) und zeitigt historisch und kulturell bedingte Unterschiede. Da geht es nicht um Wahrheit im logisch-mathematischen, philosophischen oder theologischen (dogmatischen) Sinne; was z\u00e4hlt, sind die Fr\u00fcchte des Glaubens (Mt 7,20).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mich hat k\u00fcrzlich ein 16j\u00e4hriger Araber beeindruckt, mit dem ich auf dem Heimweg ins Gespr\u00e4ch kam. Als ich mich selbst im Sinne meiner Vorstellung vom Islam als \u201eUngl\u00e4ubigen\u201c bezeichnete, meinte er, es k\u00e4me auf die Einstellung des Herzens an \u2013 nicht auf die Zugeh\u00f6rigkeit zur Religion. Ich bedankte mich bei ihm und sagte, er m\u00f6ge bei dieser Haltung bleiben: ein sympathischer Bursche!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir leben in einer Zeit, wo die Chancen eines friedlichen, toleranten Miteinanders der Religionen sehr viel gr\u00f6\u00dfer sind als fr\u00fcher; Religionsfriede muss allerdings \u00e4hnlich m\u00fchevoll erarbeitet werden wie politischer Frieden zwischen den V\u00f6lkern. Die Religionen sollten ihr Potential erkennen, was sie substantiell zu Friedensbem\u00fchungen beizutragen haben. Leider gie\u00dfen pseudoreligi\u00f6se Str\u00f6mungen bis heute immer\u00a0 wieder buchst\u00e4blich \u00d6l ins Feuer brodelnder oder schwelender Konflikte. Helfen k\u00f6nnen hier nur mutiges, striktes und konsequentes Auftreten der religi\u00f6sen und politischen F\u00fchrer, sofern sie selbst der UN-Charta und der Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(\u201eim Unruhestand\u201c)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bonn<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> S. Merrill F. Unger: Israel and the Aramaeans of Damascus, A Study in Archaeological Illuminations of Bible History (1957): (V.) Damascus as a Rival of Israel (56 \u2013 61): (2.) Benhadad I, 57\u201361; auch Ben-Hadad geschr.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Die Namen beider K\u00f6nige werden in der Erz\u00e4hlung nicht erw\u00e4hnt; beide Mitte des 9. Jh. v.d.Z.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Cf. Unger: Israel and the Aramaeans of Damascus (1957): (VI.) Damascus in Conflict With Israel (62\u201374): (3.) Benhadad and Joram, 69\u201374.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Keine Lepra, sonst w\u00e4re er in Quarant\u00e4ne; aber eine schlimme Hauterkrankung; Aaron Torner: Naaman (2018): Naaman, der auss\u00e4tzige Feldherr aus Aram, wibilex, pdf, S. 1\u20133: 1.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> S. Roland Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987): Es gibt einen Gott in Israel, 94\u2013108: 98.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Cf. J. Robinson: The Second Book of Kings, CNEB (1976), 49\u201356: 49 (z. St.); \u201eBin ich (ein) Gott?!\u201c (hebr. \u05d0\u05dc\u05d5\u05d4\u05d9\u05dd); R. Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987): Es gibt einen Gott in Israel, 94. Wir wissen aus assyrischen Quellen von den Aram\u00e4er-Kriegen und den stets neu aufflammenden Konflikten zwischen Israel und Aram.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> S. Ruth Sauerwein: Elischa. Eine redaktions- und religionsgeschichtliche Studie, BZAW (2014). Der hebr\u00e4ische Name \u201eElischa\u201c ist vorzuziehen, weil \u201eElisa\u201c mitunter mit seinem Vorg\u00e4nger \u201eElia\u201c verwechselt wird.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Die Septuaginta, die griechische \u00dcbersetzung der hebr\u00e4ischen Bibel, verwendet hier f\u00fcr <em>waschen<\/em> das Wort <em>baptizein<\/em>, das sp\u00e4ter im griechisch geschriebenen Neuen Testament die Taufe bezeichnet, die ebenfalls mit dem Fluss Jordan assoziiert wird.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Heinz-Werner Neudorfer: Das zweite Buch der K\u00f6nige (1998).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> S. Volker Haarmann: JHWH-Verehrer der V\u00f6lker. Die Hinwendung von Nichtisraeliten zum Gott Israels in alttestamentlichen \u00dcberlieferungen, AThANT 91 (2008): 2 K\u00f6n 5: Die Hinwendung Naamans zum Gott Israels, 132\u2013169.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Norbert Clemens Baumgart: Gott, Prophet und Israel. Eine synchrone und diachrone Auslegung der Naaman-erz\u00e4hlung und ihrer Gehasiepisode (2 K\u00f6n 5), EThSt 68 (1994).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u201eDie literarische Gestaltung ist \u00e4u\u00dferst kunstvoll: Eine Vielzahl von Haupt- und Nebendarstellern tritt auf und ab, der Plot vom Problem bis zur L\u00f6sung ist ungew\u00f6hnlich verschlungen.\u201c Torner: Naaman (2018): Naaman, S. 3.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> S. Ulrike Bechmann: Die Sklavin des Naaman. Kriegsgefangene, Prophetin, Friedensfrau (2004).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Hauterkrankungen sind in der hebr\u00e4ischen Bibel \u00f6fter erw\u00e4hnt; Erkrankte galten als \u201ekultisch unrein\u201c und wurden isoliert; erst nach Verschwinden der Symptome wurden sie wieder in die Gemeinschaft aufgenommen; Gerhard von Rad: Weisheit in Israel (<sup>2<\/sup>1982): (III. 2.) Ursachen und Wirkungen. Der Tun-Ergehen-Zusammenhang, 165\u2013181: 180.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Hadad, Beiname Rammon: Donnerer (hebr., verharmlosend, Rimmon: Granatapfel), war die oberste Gottheit des syrischen Pantheons und Hauptgott von Damaskus. Als Gott der Fruchtbarkeit und des Windes kann er Regen wie D\u00fcrre und Verderben bringen; cf. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hadad_(Gott)\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hadad_(Gott)<\/a>. Der Sturmgott Hadad war ein \u00c4quivalent zum kanaanitischen Gott Baal. Nach Hadad wurden viele K\u00f6nige von Damaskus benannt als Ben-Hadad (Sohn Hadads); Robinson: The Second Book of Kings (1976), 55.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Hans Walter Wolff: Anthropologie des Alten Testaments (<sup>4<\/sup>1984): (\u00a7 16) Krankheit und Heilung, 211\u2013220: 214.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Cf. Wolff: Anthropologie des Alten Testaments (<sup>4<\/sup>1984): (\u00a7 16) Krankheit und Heilung, 218.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Es gibt verschiedene \u00dcbertragungen bzw. Versionen; s. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schma_Jisrael\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schma_Jisrael<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Gerhard von Rad: Weisheit in Israel (<sup>2<\/sup>1982), 180.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Cf. Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 2 (1987), 108.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref21\" name=\"_ftn21\">[21]<\/a> Zuletzt best\u00e4tigt von Prof. Dr. Karl Lauterbach, Bundesminister f\u00fcr Gesundheit in Deutschland. Uniklinik K\u00f6ln bietet chinesische Medizin an: <a href=\"https:\/\/innere1.uk-koeln.de\/erkrankungen-therapien\/traditionelle-chinesische-medizin-tcm-naturheilkunde\/\">https:\/\/innere1.uk-koeln.de\/erkrankungen-therapien\/traditionelle-chinesische-medizin-tcm-naturheilkunde\/<\/a> erg\u00e4nzend zur westlichen wissenschaftlichen Medizin.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref22\" name=\"_ftn22\">[22]<\/a> Bei uns weniger verbreitet als z.B. in den USA sind regelrechte Heilungsexzesse oder Heilungsorgien, wie man sie z.T. innerhalb der Pentecostal Movement (Pfingstbewegung) in manchen Gemeinden antreffen kann. Dort passiert es mitunter, dass sog. Geheilte nach diesen Zeremonien bald wieder \u201er\u00fcckf\u00e4llig\u201c werden.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B64C6AB6-C884-456D-A79C-BCF0045EF668#_ftnref23\" name=\"_ftn23\">[23]<\/a> Joh 4,9c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krankheit \u2013 Heilung \u2013 Dankbarkeit \u2013 Gott | 3. Sonntag nach Epiphanias | 21.01.2024 | 2. K\u00f6nige 5,1\u201319a | Thomas Bautz | Naaman, ein syrischer Feldherr unter dem K\u00f6nig von Aram, Ben-Hadad,[1] vermutlich w\u00e4hrend der Regierungszeit des israelischen K\u00f6nigs Joram,[2] galt vor seinem Herrn als bedeutender Mann; er war angesehen, denn durch ihn hatte JHWH [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":19419,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[15,665,1,2,157,853,114,906,349,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-19417","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2-koenige","category-3-so-n-epiphanias","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-05-chapter-05-2-koenige","category-kasus","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19417"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19417\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19418,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19417\/revisions\/19418"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19419"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19417"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=19417"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=19417"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=19417"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=19417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}