{"id":19479,"date":"2024-02-05T20:56:12","date_gmt":"2024-02-05T19:56:12","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19479"},"modified":"2024-02-08T22:20:03","modified_gmt":"2024-02-08T21:20:03","slug":"amos-521-24-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/amos-521-24-4\/","title":{"rendered":"Amos 5,21-24"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Unser Leben und unser Glaubensleben sollen auf Recht und Gerechtigkeit ausgerichtet sein | Estomihi | 11.2.2024 | Amos 5,21-24 | Rainer Stahl |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am 11. Februar begehen wir in diesem Jahr den \u201eSonntag vor der Passionszeit\u201c. Wir verwenden auch den Namen \u201eEstomihi\u201c. Was hei\u00dft das? Die Schreibweise unserer Tradition l\u00e4sst uns zuerst ratlos zur\u00fcck. Denn wir m\u00fcssen uns erinnern, dass dieses Wort \u2013 \u201eEstomihi\u201c \u2013 eigentlich die Kombination zweier Worte ist: \u201eEsto mihi!\u201c Jetzt erinnern wir uns vielleicht an unsere Lateinstunden: Ich hatte Latein nur in den ersten beiden Semestern, also im Studienjahr 1969\/70, gelernt. In der Erweiterten Oberschule, was in Westdeutschland das Gymnasium gewesen w\u00e4re, hatten wir damals in Meiningen vier Parallelklassen. Auf die Klassen waren wir entsprechend dem Beruf, den wir parallel gelernt hatten, verteilt. Ich war in eine Klasse gekommen mit Englisch als zweiter Fremdsprache \u2013 neben dem Russischen als erster Fremdsprache. Es gab aber auch eine Parallelklasse mit Latein \u2013 f\u00fcr diejenigen, die eine Pflegerinnen- und Pfleger-Ausbildung absolviert hatten. Im vierten Semester, also im Fr\u00fchjahr des zweiten Studienjahres, 1971, hatte ich noch eine kursorische Lekt\u00fcre lateinischer Texte unserer Tradition. Vielleicht hatte ich damals auch schon die Bedeutung solcher lateinischer Sonntagsnamen gelernt: \u201eEsto mihi!\u201c \u2013 \u201eSei mir!\u201c Das ist der Anfang der zweiten H\u00e4lfte des dritten Verses des 31. Psalms: \u201eSei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!\u201c Also eine Bitte von uns, gerichtet an Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer Woche, in diesem Jahr am 18. Februar, beginnt die Passionszeit. Der Name jenes Sonntags ist auch auf der Basis einer Aussage im Psalm jener Woche entstanden: \u201eInvocavit!\u201c \u2013 \u201eInvocabit me!\u201c \u2013 \u201eEr ruft mich an!\u201c Hier geht es um die erste H\u00e4lfte des 15. Verses des 91. Psalms: \u201eEr ruft mich an, darum will ich ihn erh\u00f6ren!\u201c Damit handelt es sich um eine Selbstverpflichtung Gottes mit Blick auf uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Unser gesamtes Leben ist in der Weise organisiert, dass der Montag der erste Tag der Woche ist und der Sonntag ihr letzter Tag. Wenn ich recht wei\u00df, geht das auf die Einf\u00fchrung durch die deutsche Reichsbahn in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts zur\u00fcck. Als Christinnen und Christen d\u00fcrfen wir aber die alte Ordnung in Erinnerung behalten: Da beginnt f\u00fcr uns die Woche mit dem Sonntag \u2013 also mit heute. Die so entstehende Arbeitswoche ist also gerahmt: Vom heutigen Sonntag her: \u201eSei mir ein starker Fels und eine Burg, dass du mir helfest!\u201c Und vom kommenden Sonntag her mit der Antwort des angerufenen Gottes: \u201eEr ruft mich an, darum will ich ihn erh\u00f6ren!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese besondere Woche soll nun von den Einsichten des Bibelwortes gepr\u00e4gt werden, das in Amos 5 steht. Ich gebe Ihnen eine eigene \u00dcbersetzung:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">21a\u00a0\u00a0 \u201eIch hasse, ich verabscheue Eure Feste.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">21b\u00a0\u00a0 Und nicht kann ich riechen Eure Festversammlungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">22a<sub>1<\/sub>\u00a0 Au\u00dfer, wenn Ihr mir Brandopfer darbr\u00e4chtet! \/ Selbst, wenn Ihr mir Ganzbrandopfer und Eure Opfer darbringt, werde ich sie nicht annehmen.<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">22a<sub>2<\/sub>\u00a0 Und an Euren Speisopfern habe ich kein Gefallen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">22b\u00a0\u00a0 Und das Friedeopfer eurer Mastk\u00e4lber kann ich nicht mit Wohlgefallen<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a> anschauen. \/ Und den Anblick Eures Rettungsopfers werde ich nicht ansehen.<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">23a\u00a0\u00a0 Entferne \/ Entfernt<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a> vor mir den L\u00e4rm Deiner Lieder \/ Eurer Lieder.<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">23b\u00a0\u00a0 Und den Klang Deiner Harfen \/ Eurer Harfen<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> kann ich nicht h\u00f6ren!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">24a\u00a0\u00a0 Es str\u00f6me doch wie Wasser das Recht! \/ Es wird aber das Urteil wie Wasser str\u00f6men<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">24b\u00a0 \u00a0und die Gerechtigkeit wie ein immer flie\u00dfender \/ rei\u00dfender<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> Bach!<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a>\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geht es Ihnen wie mir? Dieses Bibelwort unterwirft mich einem Wechselbad. Zuerst werden wirkliche Tieropfer abgelehnt \u2013 1. Konkretion \u2013, die wir alle Gott gar nicht darbringen. Dann werden \u2013 2. Konkretion \u2013 meine \/ unsere Lieder, meine \/ unsere Chor\u00e4le, mein \/ unser Orgelspiel und mein \/ unser Posaunenblasen \u2013 wenn wir ein Instrument spielen k\u00f6nnten \u2013 abgelehnt. Was soll das Gutes bringen? Und schlie\u00dflich \u2013 3. Konkretion \u2013 werde ich \/ werden wir herausgefordert, Recht und Gerechtigkeit zu verwirklichen. Gerade dazu \u2013 so merken wir \u2013 brauchen wir Gottes Unterst\u00fctzung, dass \u201eer mir ein starker Fels\u201c wird! Und, dass wir uns darauf verlassen k\u00f6nnen, dass er uns \u201eerh\u00f6ren\u201c wird: Dass zum Beispiel endlich Frieden wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kann also nur bei zwei Konkretionen bleiben: bei unseren Liedern und unserer Musik und bei unseren Versuchen von Recht und Gerechtigkeit. Die gesamte Auseinandersetzung um Opferfeste betrifft uns heute nicht! Betrifft uns seit \u00fcber 2.000 Jahren nicht! Betrifft uns nicht, weil der Kreuzestod von Jesus aus Nazareth, des Christus, das ein f\u00fcr alle Mal gebrachte Opfer ist: \u201esind wir geheiligt ein f\u00fcr alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi\u201c (Hebr\u00e4er 10,10)! Und: Die Abwehr von Opfern betrifft auch unsere j\u00fcdischen Freunde nicht, die seit \u00fcber 2.000 Jahren einen Tempel nicht mehr haben und bewusst nicht wieder aufgebaut haben!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Also wende ich mich zuerst der 2. Konkretion zu:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eEntferne \/ Entfernt vor mir den L\u00e4rm Deiner Lieder \/ Eurer Lieder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und den Klang Deiner Harfen \/ Eurer Harfen kann ich nicht h\u00f6ren!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sollte diese Aufforderung uns gelten? Ich finde auch hierf\u00fcr: Nein!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn diese Aussagen im Amos-Buch genutzt w\u00fcrden, um die Kirchenmusik in Frage zu stellen, sie zu desavouieren, sie blo\u00dfzustellen, dann w\u00fcrde man ein grundlegendes Missverst\u00e4ndnis dieser Musik zum Ausdruck bringen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hatte doch Johann Sebastian Bach viele seiner Kompositionen mit \u201es-d-g\u201c \u2013 \u201esoli Deo gloria\u201c \u2013 \u201eallein Gott die Ehre\u201c unterschrieben! Damit hatte er zum Ausdruck gebracht, dass die Musik und ihre Reichweite \u2013 dass sie n\u00e4mlich von Gott positiv rezipiert wird (!) \u2013 doch die innere Quelle f\u00fcr unser Leben ist, auch f\u00fcr unsere Versuche, Recht und Gerechtigkeit zu verwirklichen! Nie vergesse ich, dass ich einmal in der DDR-Zeit eine F\u00fchrung im Bach-Haus in Eisenach besucht hatte und erleben musste, dass w\u00e4hrend dieser F\u00fchrung viel dargestellt und demonstriert wurde, aber die geistliche Musik von Johann Sebastian Bach mit keinem Wort erw\u00e4hnt worden war. Also: \u201esoli Deo gloria\u201c verheimlicht worden war. Dagegen halte ich fest: Diese Ehre zu geben, das war doch Bachs Anliegen! Mit einem solchen Anliegen k\u00f6nnen auch wir gut durch unser Leben gehen. Dazu werden wir eingeladen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und damit haben wir zugleich die Grundlage daf\u00fcr gelegt, die 3. Konkretion zu verwirklichen: Wie wir n\u00e4mlich beispielhaft die Herausforderung, Recht und Gerechtigkeit zu verwirklichen, meistern k\u00f6nnten. In meinem Nachdenken habe ich mich auf <u>eine<\/u> Dimension bezogen \u2013 es gibt noch vielmehr \u2013: auf die Dimension des Umgangs mit dem Geld.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine erste Herausforderung: Sofern wir Pfarrerinnen und Pfarrer in Deutschland sind, leben wir ja im Moment in der Sondersituation beamten\u00e4hnlich angestellter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weshalb wir ja auch nie streiken k\u00f6nnen. Erst in der Situation des vereinigten Deutschlands hatte ich mich mit einem Kirchenjuristen \u00fcber die Frage austauschen k\u00f6nnen, warum wir nun unser Gehalt ganz am Anfang des Monats erhielten, oder unsere Pension \u2013 so jetzt bei mir \u2013 sogar schon am Ende des vorhergehenden Monats erhalten. Die Antwort war ganz klar: \u201eSie werden nicht f\u00fcr Ihre Arbeit bezahlt, sondern Sie erhalten eine Finanzierung, die Sie bef\u00e4higt, ein f\u00fcr Ihren Dienst angemessenes Leben zu f\u00fchren.\u201c Alle, die sich das bewusst machen, kommen doch damit in die N\u00e4he zum biblischen Grundsatz des \u201eZehnten\u201c: \u201eIch [\u2026] gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme\u201c (Lukas 18,12). Als ich Referent von Landesbischof Roland Hoffmann in Eisenach war, hatte dieser mich einmal ganz \u00fcberrascht, weil er gemeint hatte: \u201eNa, Sie geben doch den Zehnten, Bruder Stahl.\u201c Ich gebe manche Spende, aber ob die Gesamtsumme in die N\u00e4he des Zehnten k\u00e4me, das wei\u00df ich gar nicht, das will ich auch nicht ausrechnen. Aber im Vergleich zur Situation in der DDR-Zeit stehen wir doch sehr gut da. Als ich Pfarrer in Altenburg geworden war, das war 1985 gewesen, hatte mich meine Mutter, die damals schon in der Bundesrepublik lebte, bei einem Telefonat gefragt, ob ich denn mit dem Geld hinkommen w\u00fcrde. Obwohl ich damals deutlich weniger verdiente als heute, konnte ich sie beruhigen. Aber ich habe immer allein gelebt. Familienm\u00fctter und Familienv\u00e4ter h\u00e4tten da gewiss eigene Geschichten zu erz\u00e4hlen. Diesen Gedanken darf ich ein wenig ausf\u00fchren und dabei wieder die Fragen von Recht und Gerechtigkeit ber\u00fchren: Eine Strategie bei uns jungen Leuten in der DDR bestand damals darin, dass die Ehefrau des Vikars, der Ehemann der Vikarin m\u00f6glichst einen Beruf aus\u00fcben sollte, bei dem sie oder er besser verdiente. \u00dcberhaupt erinnere ich mich, dass damals die Abl\u00f6sung von der Tradition begann, dass die Ehefrau unbezahlt zu Hause blieb, aber in der Gemeinde Hilfsdienste machte. Landesbischof Dr. Leich, mein Ordinator, setzte sich sehr daf\u00fcr ein, dass sie in den Gemeinden ordentlich angestellt und bezahlt wurden!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine zweite Herausforderung: Welches Verh\u00e4ltnis haben wir zu den Steuern, die wir zu zahlen haben? Auch als Ruhest\u00e4ndler zahle ich ja monatlich Steuern. Deshalb kann ich, bzw. muss ich auch j\u00e4hrlich eine Steuererkl\u00e4rung erarbeiten und beim Finanzamt einreichen. Nur durch Gespr\u00e4che habe ich gelernt, dass es Menschen gibt, die gern ihren Steuerbetrag reduzieren w\u00fcrden, um keinen Anteil f\u00fcr die Finanzierung unserer Verteidigungsausgaben zu leisten. Da hatte ich von dem schon genannten Kirchenjuristen in Eisenach gelernt, dass das in Deutschland aus gutem Grund nicht vorgesehen ist: Jede und jeder muss den notwendigen Steuerbetrag zahlen und unterst\u00fctzt damit ohne jede Spezifizierung alle Aufgaben der Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eRecht und Gerechtigkeit\u201c hei\u00dft also f\u00fcr mich: Die eigenen finanziellen Mittel auch dazu zu nutzen, andere zu unterst\u00fctzen, die Hilfe brauchen. Wie wir dabei t\u00e4tig werden, muss jede und jeder selber und eigenst\u00e4ndig entscheiden. Eine M\u00f6glichkeit m\u00f6chte ich hier aber doch nennen: Ist Ihnen der Begriff \u201eAmcha\u201c bekannt, der Name der Organisation \u201eAmcha\u201c \u2013 \u201eDein Volk\u201c? Sie setzt sich f\u00fcr die \u00dcberlebenden der \u201eScho\u2019ah\u201c, des \u201eHolocaust\u201c, der Verbrechen an den j\u00fcdischen Nachbarn ein. Denn auch in sp\u00e4teren Generationen sind die Nachkommen von Vorfahren, die die \u201eScho\u2019ah\u201c \u00fcberlebt hatten, oft traumatisiert und brauchen Hilfe. Eine Traumatisierung, die nach dem Angriff der Hamas auf Israel bei vielen v\u00f6llig neu aufgebrochen war. Jetzt hatte der Vorstandsvorsitzende von \u201eAmcha Deutschland e.V.\u201c, Lukas Welz, in einem Brief an die Freunde und Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzer betont:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAMCHA unterst\u00fctzt seit nunmehr 35 Jahren in Israel jedes Jahr tausende \u00dcberlebende der Shoah und ihre Familien in der Bearbeitung ihrer schweren Traumata in Folge von Verfolgung, Folter und Genozid. In Form von Kriseninterventionen stellt AMCHA diese breite Expertise jetzt allen Betroffenen zur Verf\u00fcgung, denn die psychosoziale Notlage in Israel ist so gro\u00df wie selten zuvor.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In Israel leben rund 125.000 \u00dcberlebende. Das Gef\u00fchl, ein sicheres Zuhause f\u00fcr sich und die Familie gefunden zu haben, ist f\u00fcr sie von zentraler Bedeutung. Angesichts solcher Erfahrungen von Gewalt\u00a0 und Sorge um nahe Angeh\u00f6rigen [\u00bbangesichts der exzessiven Gewalt und des Terrors, die die Menschen in Israel seit den Morgenstunden des 7. Oktober 2023 durch die Terrororganisationen Hamas erfahren\u00ab \u2013 so weiter oben im Brief] schwindet dieses Gef\u00fchl von Sicherheit. [\u2026] Bei \u00dcberlebenden der Shoah wie auch bei Familienangeh\u00f6rigen, die durch transgenerationale Folgen gepr\u00e4gt sind, werden durch diese anhaltende Gewalt Traumata reaktiviert.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4re das Engagement f\u00fcr \u201eAmcha\u201c nicht eine besondere Verwirklichung von \u201eRecht und Gerechtigkeit\u201c?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd der Friede Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDies sind die heilgen zehn Gebot\u201c \u2013 EG 231<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWohl denen, die da wandeln\u201c \u2013 EG 295<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eSo jemand spricht: \u00bbIch liebe Gott\u00ab\u201c \u2013 EG 412<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Rainer Stahl, Erlangen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a>\u00a0 \u00a0So die \u00dcbersetzung und Umdeutung der Septuaginta, vgl. Septuaginta Deutsch, hrg. von Wolfgang Kraus und Martin Karrer, Stuttgart 2004, S. 1182. Der masoretische V. 22a<sub>2<\/sub> fehlt dort, ist dort nicht n\u00f6tig.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a>\u00a0\u00a0 Dieser Zusatz soll die Verst\u00e4ndlichkeit erh\u00f6hen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a>\u00a0 Dies ist die Variante der Septuaginta, vgl. Anm. 1.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a>\u00a0 Die Pluralfassung ist eine Empfehlung von K. Elliger, dem Herausgeber des Zw\u00f6lfprophetenbuches in der BHS.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a>\u00a0\u00a0 Die Pluralfassung \u2013 \u201eEurer Lieder\u201c \u2013 ist wieder Empfehlung von K. Elliger.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a>\u00a0 Auch diese Pluralfassung ist Empfehlung von K. Elliger.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a> Hier handelt es sich um die Variante der Septuaginta, vgl. Anm. 1.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a> Auch dies ist eine Variante der Septuaginta, vgl. Anm. 1.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a>\u00a0 Die Aufteilung der Verse in \u201ea\u201c und \u201eb\u201c habe ich wieder entsprechend der masoretischen Gliederung vorgenommen \u2013 bis zum Atnach und nach dem Atnach.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/5CD37ACF-DF3A-412A-9FA4-4A8BFE2C2B0E#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a>\u00a0 Lukas Welz an die Freunde und Unterst\u00fctzer*innen von Amcha Deutschland in einem Schreiben vom 11. Dezember 2023.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Leben und unser Glaubensleben sollen auf Recht und Gerechtigkeit ausgerichtet sein | Estomihi | 11.2.2024 | Amos 5,21-24 | Rainer Stahl | \u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit Euch allen!\u201c Liebe Leserin, lieber Leser! Liebe Schwestern und Br\u00fcder! Am 11. 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