{"id":19527,"date":"2024-02-19T07:07:44","date_gmt":"2024-02-19T06:07:44","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19527"},"modified":"2024-02-17T17:10:50","modified_gmt":"2024-02-17T16:10:50","slug":"4-mose-214-9-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/4-mose-214-9-2\/","title":{"rendered":"4. Mose 21,4-9"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Die Urszene einer Glaubensheilung | Reminiscere | 25.02.2024 | 4. Mose 21,4-9 | Manfred Mielke |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum sind Durststrecken so lang? Werden wir jemals im Gelobten Land ankommen? Wir irren durch W\u00fcsten. Haben wir uns auch in Gott geirrt? Liebe Gemeinde, solche Fragen murrte das Volk der Israeliten auf den letzten Kilometern vor dem Gelobten Land. Dann radikalisierte sich ihre Wut gegen Gott und dennoch rettete er sie in einer spektakul\u00e4ren Aktion. Davon berichtet das 4. Mosebuch im Einzelnen so: Da brach das Volk Israel auf von dem Berge Hor in Richtung auf das Schilfmeer, um das Land der Edomiter zu umgehen. Und das Volk wurde verdrossen auf dem Wege und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus \u00c4gypten gef\u00fchrt, dass wir sterben in der W\u00fcste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier und uns ekelt vor dieser mageren Speise. Da sandte Jahwe feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das Volk, dass viele aus Israel starben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben ges\u00fcndigt, dass wir wider Jahwe und wider dich geredet haben. Bitte unseren Gott, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat f\u00fcr das Volk. Da sprach Jahwe zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben. (4Mo 21,4-9)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sehen eine Schlange auf einer Stange, vermutlich aus Kupfer; aufgerichtet in den letzten Kilometern der Flucht durch die W\u00fcste. F\u00fcr die Navigation w\u00e4re ein Verkehrsschild praktischer, aber f\u00fcrs \u00dcberleben ist die eherne Schlange die einzige Rettung. Sie steht erh\u00f6ht und gl\u00e4nzt und ist doch kalt und leblos. Insgesamt strahlt sie eine Stille und Bergung aus, ganz im Kontrast zur lebensfeindlichen Sonne und zum Gift ihrer blitzschnellen Verwandten. Sie mutet an wie eine Installation aus einer anderen Welt, fremd und angstl\u00f6send zugleich, faszinierend und ebenso irritierend. Sie ist mehr als ein Relikt aus der Vorzeit, sie verweist auch auf unsere K\u00e4mpfe gegen heimt\u00fcckische Konflikte. Wie k\u00f6nnen wir angesichts dieser surrealen Skulptur eine reale Zuversicht gewinnen inmitten unserer verschlungenen Bedrohungen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Daf\u00fcr lohnt sich ein Blick in die Vorgeschichte. Die Israeliten waren als Hebr\u00e4er ausgebeutete Sklaven der \u00c4gypter. Deren Pharao l\u00e4sst sie nur ziehen, weil 10 gewaltige Naturplagen ihn einsch\u00fcchtern. Jahwe, der Gott der Hebr\u00e4er, hat sie ihm auf den Hals geschickt. Er ist es auch, der seine Leute durch das Rote Meer und durch die Sinai-W\u00fcste hindurchrettet. Als sie gegen ihren Jahwe-Gott meutern, erneuert er ihnen ihre Hoffnungen. Er orientiert sie durch Wolken- und Feuers\u00e4ulen und durch die 10 Gebote. Er spendet ihnen Trinkwasser, Manna und Wachteln in guter Dosierung und zuverl\u00e4ssiger Lieferkette.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das verhei\u00dfene Land Kanaan ist schon in Reichweite, da stellen sich die Edomiter quer. Sie leiten sich vom Erzvater Esau ab, die Hebr\u00e4er von dessen Zwillingsbruder Jakob. Sie sind also ein Brudervolk, dennoch verweigern sie den Hebr\u00e4ern die Durchreise. Also m\u00fcssen sie einen langen Umweg antreten durch ultratrockene W\u00fcstengegenden. Dort geht ihnen die Luft aus, die Seelenkraft und die Gottesbindung. Sie sind niedergeschlagen, nur ihr \u201eMurren\u201c gegen Gott und Mose lodert auf. Bisher war das t\u00e4gliche Manna s\u00fc\u00df und fluffig, doch jetzt klebt die schwabbelige Masse unangenehm am Gaumen. Bisher hatten sie k\u00f6stliche Wachteln im \u00dcberfluss, doch jetzt kauen die sich wie Gummi-Adler. Ein Gott, der in der W\u00fcste nicht mehr weiterwei\u00df, ist ein Gott zuviel.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim ersten Mal hatte Gott ihr Murren positiv erh\u00f6rt und ihnen Navigationshilfen gegeben. Beim zweiten Mal l\u00e4stern sie jedoch \u00fcber seine Unzuverl\u00e4ssigkeit, und dagegen entscheidet er: Her mit den Schlangen! (1) Derselbe Gott, der sie navigiert und versorgt hatte, entfesselt nach den 10 Plagen gegen Pharao nun die 11. Plage gegen sein eigenes Volk. Vipern, Brandnattern, Spei-Kobras, alles, was zwei spitze Z\u00e4hne hat f\u00fcr eine t\u00f6dliche Injektion. Sie kriechen aus ihren Tunnelsystemen hervor; in kurzer Zeit steigt die Zahl ihrer Opfer sprunghaft an. Da geschieht das Wunder des ersten Anfangs. Einige Mutige rennen los, im Slalom durch die am Boden Liegenden. Unterwegs reift in ihnen das Wunder der Ehrlichkeit. Sie gestehen dem Mose: \u201eWir haben ges\u00fcndigt, dass wir wider Jahwe und wider dich geredet haben. Bitte unseren Gott, dass er die Schlangen von uns nehme.\u201c &#8211; Und Mose bat f\u00fcr das Volk. Da sprach Jahwe zu Mose: \u201eMache dir eine eherne Schlange und richte sie an einer Stange hoch auf. Wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben.\u201c Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben. Moment, nicht so schnell, sagen wir, es geht ja nicht um einen verhuschten Zaubertrick, sondern um ein Heilungswunder als gemeinsames Umlernen. Weg vom Massensterben hin zu einem \u00dcberleben. Zudem ist die Anfertigung einer Metallfigur zeitraubend und aufw\u00e4ndig \u2013 und Gottes \u00c4nderungen seiner Vorgehensweise sind erheblich. Warum also nicht beide Prozesse parallel bedenken?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Hebr\u00e4er schrieben auf ihre To-Do-Liste: Die Steinmetze m\u00fcssen aus Sandsteinen eine hohle Gussform lebensecht ausmei\u00dfeln. Die Kundschafter m\u00fcssen Kupfer einkaufen, zB bei den Edomitern, die bei Timna Erzgruben betreiben. Die Ofenbauer m\u00fcssen Gruben auskleiden, in denen sie das Feuer auf 1000 \u00b0C entfachen k\u00f6nnen. Bis dann das Kupfer oder die Bronze geschmolzen, eingegossen und abgek\u00fchlt sein wird, vergehen Stunden und Tage. Die giftigen Schlangen werden dabei nicht and\u00e4chtig zugeschaut haben wie wir beim Besuch in einer Glockengie\u00dferei. Das alles gelang den Israeliten also unter h\u00f6chster Lebensgefahr, jedoch mit der k\u00fchnen Zuversicht, dass Gott schon wei\u00df, worauf er abzielt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber welche innere To-Do-Liste hatte Gott? Zuerst verurteilt er sein Volk zu einem noch schnelleren Tod als das langsame Verdursten und Verhungern. (2) Dann nimmt er das Schuldwort seines Volkes an und rettet m\u00f6glichst Viele. Dazu zertritt er aber nicht jeder einzelnen Schlange den Kopf entzwei. Vielmehr st\u00e4rkt er Moses Position und verpflichtet alle zur Arbeit mit Lehm und Sand, Erz und Feuer. Es ist wie bei der Vertreibung aus dem Paradies. Wir Menschen murren gegen Gott, wenn uns der fragliche Wohlstand nicht mehr schmeckt. Doch da er auf einer gedeihlichen Zusammenarbeit besteht, wendet er sich von seinem Zorn ab hin zur Kreativit\u00e4t. Er l\u00e4sst eine eherne Schlange anfertigen. Damit ver\u00e4ndert er alle Schlangen wesenhaft. Er l\u00e4sst sie zu einer einzigen erstarren, verriegelt ihr Gebiss und stoppt so ihre T\u00f6tungsf\u00e4higkeit. Er l\u00e4sst die angefertigte Schlange weithin sichtbar errichten, wie ein Pfeil nach oben. (3) So lenkt er die Blicke derjenigen, die um ihre letzten Atemz\u00fcge k\u00e4mpfen. Gott entzaubert die banalen Wunder, die wir von ihm erwarten. Er l\u00e4sst uns an unserer Rettung mitarbeiten und errichtet dazu au\u00dferhalb seiner selbst ein Symbol, das seine Hilfe vermittelt. Ein nachhaltiges Standbild, das \u201edas Versagen des Volkes nicht vergessen l\u00e4sst\u201c. (4) Ein Monument, das \u00fcber sich hinausweist. Ein Hingucker, der unsre Augen \u00f6ffnet &#8211; f\u00fcr mehr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier m\u00f6chte ich ein Erlebnis einf\u00fcgen. Wir waren als Studenten in einem Campingbus in Israel unterwegs und badeten an einem abgelegenen Strand des Sees Genezareth. Als wir im Buschland umherstreiften, sp\u00fcrte ich pl\u00f6tzlich einen Stich an meiner rechten Ferse. Ich sah keinerlei Ursache, aber eine rote Linie an meiner Wade, die hoch und h\u00f6her wuchs. Das klassische Bild einer Blutvergiftung! Angst kroch in mir hoch. Ich b\u00fcndelte alle meine Kr\u00e4fte auf die Entz\u00fcndung, ich sah und sp\u00fcrte nichts anderes mehr. Letztlich stoppte aber nicht mein magischer Blick das Gift, es war wohl meine robuste Resilienz. Die R\u00f6tung ging zur\u00fcck und verblasste, Gott hatte mir offensichtlich geholfen. Ich konnte das Starren auf mein Bein beenden und wurde wieder fit zum Badengehen und f\u00fcr die Weiterreise. (5) &#8211; Dieses Wegschauen vom Gift, dieses Aufschauen auf ihn will Gott seinem Volk erm\u00f6glichen, damit es die Rettung von ihm annehmen kann. \u201eDenn wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.\u201c Es ist vordergr\u00fcndig das fast abergl\u00e4ubige Anstarren eines Metall-Reptils, aber innerlich ist es das Hinausschauen dar\u00fcber hinaus. Auf Gottes Handeln hin, der auch im Chaos, im Kampf und im Surrealismus uns sein Heil vermittelt. Den feurigen Schlangen hatte Gott eine Metamorphose verpasst hin zu einer ehernen Schlange. Er hatte sie gebannt und dingfest machen lassen. Dabei hatte er sich gegen sein Todesurteil entschieden, sich wieder Respekt verschafft und seinem halsstarrigen Volk das \u00dcberleben in einem geheilten Glauben geschenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie aber ging es weiter mit der Schlange auf der Stange? Vom Goldenen Kalb h\u00f6ren wir, dass Mose es w\u00fctend einschmolz, zu Staub zerrieb und ins Wasser streute; es \u00fcberlebte die W\u00fcste nicht. \u00c4hnlich erging es sp\u00e4ter der ehernen Schlange. Sie wurde zwar ins Gelobte Land mitgenommen und an einer Pilgerst\u00e4tte aufgestellt. Jahrhundertelang wurde ihr kultisch \u201eger\u00e4uchert\u201c, bis der junge K\u00f6nig Hiskia sie dann schredderte, weil er die \u00dcbertragung der Majest\u00e4t Gottes auf eine Statuette als G\u00f6tzendienst verstand. (Vielleicht auch, weil eine \u00e4gyptische Reliquie angesichts der heranst\u00fcrmenden Babylonier nicht mehr opportun war.) Auch wir m\u00fcssen pr\u00fcfen, welche falschen Idole wir ausmustern und wie wir unsern Glauben der neuen Gro\u00dfwetterlage anpassen. Denn ein Kult um G\u00f6tzen herum behindert guten Pragmatismus, l\u00e4hmt das spirituelle Empfinden und vergiftet unser Zusammenleben. Auch daf\u00fcr wird unsere Genesung mit einem Eingest\u00e4ndnis beginnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Tanz um das Goldene Kalb war die \u201eUrszene des G\u00f6tzendienstes\u201c, das Aufschauen \u00fcber die eherne Schlange hinweg wird f\u00fcr uns zur \u201eUrszene einer Glaubensheilung\u201c. Der Evangelist Johannes hat diese Heilung meditativ zusammengeschaut mit Jesu Kreuzigung und Auferweckung. Zum fragenden Nikodemus sagte Jesus: \u201eSo wie Mose in der W\u00fcste die Schlange erh\u00f6hte, so muss der Menschensohn erh\u00f6ht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.\u201c Als Kind h\u00f6rte ich ein Lied, das unsre Glaubensheilung so beschreibt: \u201eWer Jesus am Kreuze im Glauben erblickt, wird heil zu derselbigen Stund.\u201c (6) Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) \u201eEs komme die Schlange, die wegen Nahrung nicht gemurrt hat, und herrsche \u00fcber das Volk, das wegen seiner Nahrung gemurrt hat.\u201c nach: Targum Codex Neophyti (2) \u201eGott ist t\u00f6dlicher als mein eigener Tod!\u201c in: Bibelwissenschaft, zur Stelle; (3) Auf dem Misereor-Hungertuch aus Haiti (2007) beginnt die Schlange als Messer eines M\u00f6rders, windet sich hinter dem Gekreuzigten hoch und wird zu einem gefiederten Serafen, einem Paradiesvogel. (4) H. Seebass Kommentar S. 327 (5) Das Adventslied \u201eGott sei Dank durch alle Welt\u201c (EG 12) hatte die Verse: \u201eTr\u00f6ste, tr\u00f6ste meinem Sinn, weil ich schwach und\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bl%C3%B6dheit\">bl\u00f6de<\/a>\u00a0bin und des Satans schlaue List sich zu hoch an mir vermisst. Tritt der Schlange Kopf entzwei, da\u00df ich, aller \u00c4ngste frei, dir im Glauben um und an selig bleibe zugetan.\u201c Text: Heinrich Held 1658 (6) Text: <a href=\"https:\/\/www.evangeliums.net\/lieder\/theodor_kuebler.html\">Theodor K\u00fcbler<\/a>\u00a01875\u00a0<strong>Melodie:<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.evangeliums.net\/lieder\/edward_g_taylor.html\">Edward G. Taylor<\/a>\u00a01860<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott sei Dank durch alle Welt EG 12<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir haben Gottes Spuren festgestellt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Herr, du hast mich anger\u00fchrt EG 383<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erschienen ist der herrlich Tag EG 106<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">When Israel was in Egypts land<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, brich unsre Verstocktheit auf (cantate 121)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als Meditation vor den F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch liebe betende Menschen. Ich brauche ihren Anblick. Ich brauche ihn gegen das t\u00fcckische Gift des Oberfl\u00e4chlichen und Gedankenlosen. Ich will die m\u00e4chtigen Worte der Bibel lesen. Ich brauche die unwirkliche Kraft ihrer Poesie. Ich brauche sie gegen die Verwahrlosung der Sprache und die Diktatur der Parolen. Eine Welt ohne diese Dinge w\u00e4re eine Welt, in der ich nicht leben m\u00f6chte.\u201c aus: Pascal Mercier, Nachtzug nach Lissabon, btb Verlag, S. 198; zitiert aus: F\u00fcrbitten des Bistums Mainz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcrbitten:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, \u00fcber alle Zweifel hinweg bist Du unsre Hoffnung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir gestehen Dir unsre Niedergeschlagenheit<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und hoffen auf deine Barmherzigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle Verletzten.<br \/>\nDie, deren K\u00f6rper Wunden tragen, und die, deren Seelen verletzt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle Kraftlosen.<br \/>\nDie, die sich alleine f\u00fchlen, und die, deren Wege versperrt sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle Migranten.<br \/>\nDie, die entwurzelt sind und die, die neue Wurzeln wagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle M\u00fcrrischen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die, die dich besch\u00e4men, und die, die alles schlechtreden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle \u00dcberm\u00fctigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die, die den Absprung \u00fcben, und die, die uns Horizonte \u00f6ffnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In deine H\u00e4nde legen wir sanft alle Draufg\u00e4nger.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die, die alles riskieren, und die, die uns mitrei\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><strong>Herr, erbarme dich<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nimm auch uns und deine Menschheit, jetzt und hier<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">in deine sanften und starken H\u00e4nde. <em><strong>Amen<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manfred Mielke, Pfarrer der EKiR im Ruhestand, geboren 1953, verheiratet, 2 S\u00f6hne. Sozialisation im Ruhrgebiet und in Freikirchen. Studium in Wuppertal und Bonn (auch Soziologie). Mitarbeit bei Christival und DEKT. Partnerschaftsprojekte in Ungarn (1988- 2011) und Ruanda (2001-2019). Musiker und Arrangeur.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Urszene einer Glaubensheilung | Reminiscere | 25.02.2024 | 4. Mose 21,4-9 | Manfred Mielke | Warum sind Durststrecken so lang? Werden wir jemals im Gelobten Land ankommen? Wir irren durch W\u00fcsten. Haben wir uns auch in Gott geirrt? 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