{"id":19543,"date":"2024-02-28T15:37:20","date_gmt":"2024-02-28T14:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19543"},"modified":"2024-02-28T15:37:20","modified_gmt":"2024-02-28T14:37:20","slug":"1-petrus-113-21-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-113-21-2\/","title":{"rendered":"1. Petrus 1,13-21"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">| Heil \u2013 Heiligung \u2013 Heilung | Okuli | 03.03.24 | 1. Petr 1,13-21| Paul Wellauer |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>| <\/strong><strong>Lesung Predigttext <\/strong><strong>1. Petrus 1,13-21| Die <\/strong><strong>Z\u00fcrcher Bibel, 2007* |<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>| Leben in der Heiligung | <\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">13\u00a0Darum umg\u00fcrtet die H\u00fcften eurer Vernunft, seid n\u00fcchtern und hofft ganz und gar auf die Gnade, die auf euch zukommt bei der Offenbarung Jesu Christi! 14\u00a0Als Kinder des Gehorsams lasst euch nicht von den Begierden leiten, die euch fr\u00fcher, als ihr noch unwissend wart, beherrscht haben, 15\u00a0sondern entsprecht dem Heiligen, der euch berufen hat, und werdet selbst Heilige in eurem ganzen Lebenswandel; 16\u00a0denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig. 17\u00a0Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person einen jeden richtet aufgrund seines Tuns, dann f\u00fchrt, solange ihr in der Fremde weilt, ein Leben in Gottesfurcht. 18\u00a0Ihr wisst doch, dass ihr nicht mit Verg\u00e4nglichem, mit Gold oder Silber, freigekauft wurdet aus einem Leben ohne Inhalt, wie es euch von den V\u00e4tern vorgelebt wurde, 19\u00a0sondern mit dem teuren Blut eines makellosen, unbefleckten Lammes, mit dem Blut Christi. 20\u00a0Ausersehen dazu war er vor Grundlegung der Welt, erschienen aber ist er am Ende der Zeiten, um euretwillen, 21\u00a0die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit verliehen hat. So k\u00f6nnen sich euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott richten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">22\u00a0Im Gehorsam gegen\u00fcber der Wahrheit habt ihr eure Seelen rein gemacht, frei f\u00fcr die Liebe unter Br\u00fcdern und Schwestern, die keine Verstellung kennt; so liebt denn einander aus reinem Herzen, ohne nachzulassen! 23\u00a0Denn ihr seid neu geboren, nicht aus verg\u00e4nglichem, sondern aus unverg\u00e4nglichem Samen, durch das Wort des lebendigen, ewigen Gottes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Selig ist jeder Mensch, der Gottes Wort h\u00f6rt, in seinem Herzen bewahrt und danach lebt. Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigt <\/strong><strong>| Heil \u2013 Heiligung \u2013 Heilung<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, liebe Br\u00fcder und Schwestern durch die Liebe und Gnade Gottes,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Heil, Heiligung und Heilung: <\/strong>Mit diesen drei \u00abgrossen Worten\u00bb habe ich meine Predigtgedanken zum heutigen Text aus dem Petrusbrief \u00fcberschrieben. Die drei Begriffe klingen nicht nur \u00e4hnlich, sie haben auch viel miteinander zu tun, h\u00e4ngen inhaltlich zusammen. Dem Verfasser des Petrusbriefes war es sehr wichtig, die Leser\/-innen seines Briefs zu vergewissern, dass sie <strong>Gottes Heil<\/strong> erfahren haben. Und dieses g\u00f6ttliche Heil hat eine Wirkung bei allen, die es in ihrem Glauben und Leben erfassen: Sie m\u00f6chten, dass ihr Leben etwas von Gottes G\u00fcte und Gnade widerspiegelt, dass etwas von seiner g\u00f6ttlichen Heiligkeit auch in ihrem Denken und Verhalten sp\u00fcrbar wird. Daf\u00fcr wird der Begriff <strong>Heiligung<\/strong> verwendet. Und im Verlauf dieses Prozesses geschehen immer wieder wunderbare Ver\u00e4nderungen: Innerliche und \u00e4ussere <strong>Heilung<\/strong>, so dass ein Mensch denkt: \u00abIch f\u00fchle mich wie neu geboren.\u00bb Zur \u00e4usseren Heilung geh\u00f6rt auch, dass Beziehungen gekl\u00e4rt und von Liebe und Vergebung gepr\u00e4gt werden.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>HEIL<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In unserer Gemeinde f\u00fchren wir seit vielen Jahren im ersten Quartal einen Glaubenskurs zu den Grundfragen des christlichen Glaubens durch. Neben den Gruppengespr\u00e4chen gibt es auch Gespr\u00e4che unter vier oder sechs Augen, in denen ganz pers\u00f6nliche, auch seelsorgerliche Fragen besprochen werden. Die Frage nach der \u00abGlaubens- und Heilsgewissheit\u00bb taucht dabei immer wieder auf: \u00abDarf ich wirklich darauf vertrauen, dass Gottes Gnade auch mir gilt: Ich hatte auch viele \u00abdunkle\u00bb, Gott ferne Lebensphasen?\u00bb Oder: \u00abWie kann ich Gewissheit erlangen, dass ich von Gott in Zeit und Ewigkeit angenommen bin?\u00bb Im vertraulichen Gespr\u00e4ch k\u00f6nnen auch die dunklen Lebensmomente ausgesprochen und vor Gott ausgebreitet werden. Manchmal wird aus einem solchen Gespr\u00e4ch eine eigentliche Lebensbeichte. Und wie bei der Beichte ist auch in diesen Gespr\u00e4chen das Wesentliche die Vergebung Gottes, die zugesprochen und angenommen werden darf. \u00abVergib uns, wie auch wir vergeben\u00bb, beten wir im Unser Vater kurz und pr\u00e4gnant. Manchmal fliessen Tr\u00e4nen, ein andermal wird ganz n\u00fcchtern festgestellt: \u00abNun machen diese Worte aus dem Unser Vater f\u00fcr mich endlich Sinn.\u00bb Und hin und wieder wird zum Ende des Gespr\u00e4chs von der einen oder anderen Seite gefragt: \u00abDarf ich dich umarmen?\u00bb Die sicht- und sp\u00fcrbare Umarmung wird zum Zeichen f\u00fcr Gottes gn\u00e4dige Annahme. So sicher mich diese \u00abirdischen\u00bb Arme halten und mir Geborgenheit schenken, darf ich glauben: \u00abGott im Himmel h\u00e4lt mich. Er vergibt gern. Seine Gnade und sein Heil gelten mir ganz pers\u00f6nlich. Ich will ihm vertrauen, mich von seinen Armen halten und leiten lassen in Zeit und Ewigkeit.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Petrusbrief lautet die Einladung zur Glaubens- und Heilsgewissheit weit prosaischer: \u00abDarum umg\u00fcrtet die H\u00fcften eurer Vernunft, seid n\u00fcchtern und hofft ganz und gar auf die Gnade, die auf euch zukommt bei der Offenbarung Jesu Christi!\u00bb (Vers 13) \u00abSeid n\u00fcchtern und hofft\u00bb: Keine grossen Gef\u00fchle, sondern eine sachliche Entscheidung und ein bewusstes Hoffen bilden den Zugang zur Gnade aus Gottes Offenbarung. R\u00e4tselhaft wirkt die Formulierung \u00abUmg\u00fcrtet die H\u00fcften eurer Vernunft\u00bb. \u00dcber r\u00f6mische Soldaten habe ich gelernt, dass sie ein Hemd trugen, dass bis zu den Waden reichte, die Tunika. F\u00fcr den Kampf oder schnelle M\u00e4rsche zogen sie den G\u00fcrtel enger an und die Tunika nach oben, damit sie wendiger und sicherer auf den Beinen waren. Wenn wir \u00abdie H\u00fcften unserer Vernunft umg\u00fcrten\u00bb, stehen wir demnach vern\u00fcnftig und sicher auf unseren Beinen und sind nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Gottes Heil schenkt unserem Leben einen sicheren Boden, auf dem wir stehen und gehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch die wesentlichen Inhalte von Gottes Heilswerk werden schn\u00f6rkellos in Erinnerung gerufen: \u00abIhr wisst doch, dass ihr nicht mit Verg\u00e4nglichem, mit Gold oder Silber, freigekauft wurdet aus einem Leben ohne Inhalt, wie es euch von den V\u00e4tern vorgelebt wurde, sondern mit dem teuren Blut eines makellosen, unbefleckten Lammes, mit dem Blut Christi.\u00bb (Verse 18-19) \u00abJesus hat den Preis f\u00fcr dein Heil bezahlt\u00bb, k\u00f6nnte man noch knapper zusammenfassen. Der Petrusbrief setzt dieses Wissen bei seinen Leser\/-innen voraus, stellt es aber in einen umfassenden Zusammenhang: \u00abAusersehen dazu war er [Jesus Christus] vor Grundlegung der Welt, erschienen aber ist er am Ende der Zeiten, um euretwillen, die ihr durch ihn an Gott glaubt, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit verliehen hat. So k\u00f6nnen sich euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott richten.\u00bb (Verse 20-21) Diese Ausrichtung auf Gott im Glauben und Hoffen darf und soll bei den Gl\u00e4ubigen Auswirkungen haben, womit wir beim zweiten Schwerpunkt sind:<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong>HEILIGUNG<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Schreiber des Petrusbriefs w\u00e4hlt eine einfache alttestamentliche Formel, welche die Leser\/-innen \u00fcberzeugen soll: \u00abIhr sollt heilig sein, denn ich bin heilig.\u00bb (Vgl. 3.Mose 11,44-45 &amp; 19,2) Gottes Heil bewirkt einen qualitativen Wandel im Geist, in der Seele der Glaubenden, dies soll sich auch im allt\u00e4glichen Leben auswirken. F\u00fcr das \u00abalte Leben\u00bb galt: \u00abIhr habt euch von euren Begierden leiten lassen und wart unwissend\u00bb (Vers 14), das \u00abneue Leben\u00bb soll von Reinheit und Liebe gepr\u00e4gt sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie kann das gelingen? Zweimal erw\u00e4hnt unser Text das Schl\u00fcsselwort: Gehorsam. \u00abAls Kinder des Gehorsams\u2026\u00bb (Vers 14) und \u00abIm Gehorsam gegen\u00fcber der Wahrheit\u2026\u00bb (Vers 22).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun ist \u00abGehorsam\u00bb nicht gerade ein Trendwort in der heutigen Zeit. Es gibt aber Bereiche des Lebens, in denen sich auch heute Menschen freiwillig und gerne gehorsam ein- und unterordnen, u.a. im Mannschaftssport. Der Trainer hat den \u00dcberblick, bestimmt die Strategie und weiss, wie man die gesetzten sportlichen Ziele am besten erreicht, die Trainerin gibt klare Anweisungen f\u00fcr Einzelne und die ganze Mannschaft, welche das Team zusammenbinden und vorw\u00e4rtsbringen. Bei meinen S\u00f6hnen dr\u00f6hnt aus dem Mannschaftslautsprecher jeweils ein Song des Rappers Kontra K (aus dem Album \u00abAus dem Schatten ins Licht\u00bb): <em>\u00abErfolg ist kein Gl\u00fcck! Sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiss und Tr\u00e4nen &#8211; das Leben zahlt alles mal zur\u00fcck!\u00bb<\/em> Der Liedtext macht deutlich: \u00abVon nichts kommt nichts\u00bb \u2013 oder \u00abOhne Schweiss (Fleiss) kein Preis!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Petrusbrief lesen wir an verschiedenen Orten, dass Christsein auch K\u00e4mpfe, Leiden und Auseinandersetzungen bedeuten kann. In unserem Abschnitt ist dies nur angedeutet: \u00ab\u2026f\u00fchrt, solange ihr in der Fremde weilt, ein Leben in Gottesfurcht.\u00bb (Vers 17) Das Leben in dieser Welt ist ein Leben in der Fremde, eine Zeit der Bew\u00e4hrung, der Herausforderungen und des inneren Wachstums. Wer die K\u00e4mpfe bestehen und an St\u00e4rke und Vertrauen zunehmen will, dem empfiehlt der Text Gehorsam: Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wahrheit als Kinder Gottes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir erleben, dass unsere Eltern und unsere Trainer\/-innen im Sport es gut mit uns meinen, h\u00f6ren wir gerne auf ihre Anweisungen und ihren Rat. Diese Art von Gehorsam bringt uns voran, l\u00e4sst uns einem h\u00f6heren Ziel entgegenfiebern, f\u00fcr das zu k\u00e4mpfen es sich lohnt. Es geht in diesem Training der Heiligung nicht darum, einen Pokal oder eine Medaille zu gewinnen, sondern unsere Leidenschaft soll es sein, uns in dieser Welt mit Kopf, Herz und H\u00e4nden f\u00fcr die Liebe einzusetzen. Dar\u00fcber hinaus sind wir \u00abberufen zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er wird euch nach einer kurzen Zeit des Leidens zurechtbringen, st\u00e4rken, kr\u00e4ftigen und auf festen Grund stellen.\u00bb (1.Petrus 5,10) So lohnt sich Heiligung und setzt uns frei: \u00abIm Gehorsam gegen\u00fcber der Wahrheit habt ihr eure Seelen rein gemacht, frei f\u00fcr die Liebe unter Br\u00fcdern und Schwestern, die keine Verstellung kennt; so liebt denn einander aus reinem Herzen, ohne nachzulassen!\u00bb (Vers 22) Freiheit wird ja heute oft ausschliesslich als <em>\u00abFreiheit von\u00bb<\/em> verstanden: Freiheit von Grenzen und Einschr\u00e4nkungen, Freiheit von Verantwortung und Verbindlichkeiten. Der Petrusbrief spricht hier von der <em>\u00abFreiheit f\u00fcr\u00bb<\/em>: \u00abfrei f\u00fcr die Liebe unter Br\u00fcdern und Schwestern, \u2026\u00bb Und damit beginnt meines Erachtens der dritte Punkt:<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>HEILUNG<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo wir nicht zuerst fragen: \u00abWas bringt mir das? Was habe ich davon? Erlebe ich dabei, dass ich geliebt werde?\u00bb Sondern wo die erste Frage ist: \u00abF\u00fcr wen will Gott mir heute seine Liebe schenken? Welche Schwester, welcher Bruder hat meine Zuwendung und Wertsch\u00e4tzung wohl heute besonders n\u00f6tig?\u00bb, da ist bereits ein St\u00fcck Heilung geschehen. Beim Stichwort Heilung denken wir als Menschen unserer Zeit zun\u00e4chst an unsere je eigenen Gebrechen und Unzul\u00e4nglichkeiten: F\u00fcr diese w\u00fcnschen wir uns Linderung, Genesung, Heilung. Der Schreiber des Petrusbriefs hat da einen gr\u00f6sseren Blick: Er w\u00fcnscht sich Heilung f\u00fcr den Leib Christi, f\u00fcr die Gemeinde, er betet um Heilung f\u00fcr Gottes Volk und alle, die Gottes frohmachende Botschaft noch nicht kennen.\u00a0 (Vgl. 1.Petrus 2,11; 3,15)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">G\u00f6ttliche Heilung ist jedoch weit umfassender und vielschichtiger als Linderung von Symptomen. Jesus hat leidende Menschen jeweils auf ihre seelische Last, ihre Schuld und deren Vergebung angesprochen. Er hat ihnen Heilung und Erneuerung an Geist, Seele und Leib erm\u00f6glicht. Und auch ihre Beziehungsf\u00e4higkeit wurde geheilt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In den Heilungsgeschichten von Jesus ging es oft auch um Unreinheit und Reinheit: Wer als unrein galt, war aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, nur Reine durften an Feiern, Gottesdiensten und am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen. Jesus schenkt mit seiner Heilung und Reinigung auch die M\u00f6glichkeit, wieder am Leben der Gemeinde teilzuhaben. Wenn wir f\u00fcr Menschen beten, die an einer Krankheit leiden oder sich auf einen medizinischen Eingriff vorbereiten, sollten wir daher nicht allein f\u00fcr ihre Genesung beten, sondern auch f\u00fcr die Kl\u00e4rung und Heilung ihrer Beziehungen: Die Beziehung zu Gott, zu Mitmenschen und zur Gemeinde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass Beziehungen innerhalb der Gemeinde und zur Aussenwelt voller Herausforderungen sind, ist auch dem Schreiber des Petrusbriefes klar: Einige dieser Problemfelder spricht er in den weiteren Kapiteln seines Briefes an. Er ist aber bei allen K\u00e4mpfen und Anspr\u00fcchen guter Dinge und vertraut darauf, dass Gott die wesentliche Voraussetzung bereits geschenkt hat: \u00abDenn ihr seid neu geboren, nicht aus verg\u00e4nglichem, sondern aus unverg\u00e4nglichem Samen, durch das Wort des lebendigen, ewigen Gottes.\u00bb (Vers 23) Gott legt uns nicht auf unser \u00abaltes Ich\u00bb fest, sondern sieht in uns die \u00abneue Kreatur\u00bb, (vgl. 2. Korinther 5,17) die seine Heilsbotschaft in uns geschaffen hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Heil<\/strong>: Der Schreiber des Petrusbriefes m\u00f6chte, dass wir zutiefst ruhig und vertrauensvoll glauben und vertrauen, dass Jesus Christus f\u00fcr unser Heil sorgt. Dies darf uns so sicher sein, wie die liebevolle Umarmung, die der gute Vater dem \u00abverlorenen\u00bb Sohn schenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Heiligung:<\/strong> Unsere Antwort auf Gottes Heil, Gehorsam ist der Schl\u00fcssel und unser \u00abTraining\u00bb kann auch \u00abBlut, Schweiss und Tr\u00e4nen\u00bb bedeuten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Heilung:<\/strong> Ist immer auch Heilung unserer Beziehung \u2013 zu Gott, zum Mitmenschen und zur Gemeinde.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u00abSp\u00fcrt und seht, wie g\u00fctig ER ist. Wohl dem, der bei ihm Zuflucht sucht.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Meide das B\u00f6se und tue das Gute, suche Frieden und jage ihm nach.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>ER ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens, hilft denen, die zerschlagenen Geistes sind.\u00bb<br \/>\nPsalm 34,6.15.19<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">AMEN<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>\u00a0&#8212;<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Alternativer Psalm: <\/strong>Psalm 25 Leite mich in deiner Wahrheit (\u00abNamensgebender\u00bb Psalm f\u00fcr Okuli)<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Liedvorschl\u00e4ge <\/strong>**)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 239 Gelobet sei der Herr<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 408 Dies ist der Tag, den Gott gemacht<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 450 Liebe, du ans Kreuz f\u00fcr uns erh\u00f6hte<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 451 Holz auf Jesu Schulter<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 478 Jesus, meine Zuversicht<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 482 Jesus lebt, mit ihm auch ich<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ERG 798 So jemand spricht: \u00abIch liebe Gott\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RW 72 In Christus ist mein ganzer Halt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RW 93 Lass die Worte, die ich sag<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RW 97 Sein wie du<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">*) Die Z\u00fcrcher Bibel, Ausgabe 2007, \u00a9 Friedrich Reinhard Verlag Basel, &amp; Theologischer Verlag, Z\u00fcrich<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">**) ERG = Gesangbuch der Evangelisch-reformierten Kirchen der deutschsprachigen Schweiz, \u00a9 Friedrich Reinhard Verlag Basel, &amp; Theologischer Verlag, Z\u00fcrich 1998<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">RW = R\u00fcckenwind, Lieder f\u00fcr den Gottesdienst, Hrsg. Evang Landeskirche des Kantons Thurgau, Theologischer Verlag, Z\u00fcrich 2017<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>&#8212;\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfr. Paul Wellauer, Bischofszell, Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: paul.wellauer@internetkirche.ch<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Web: <a href=\"http:\/\/www.internetkirche.ch\/\">www.internetkirche.ch<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.internetkirche.ch\/livestream\">www.internetkirche.ch\/livestream<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paul Wellauer, geb. 1967, Pfarrer und Mitglied im Kirchenrat der evangelischen Landeskirche des Kantons Thurgau, Schweiz. Seit 2009 in Bischofszell-Hauptwil, 1996-2009 in Z\u00fcrich-Altstetten, davor 1993-1996 Seelsorger und Projektleiter in der Stiftung Sozialwerke Pfr. Ernst Sieber, Z\u00fcrich<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>| Heil \u2013 Heiligung \u2013 Heilung | Okuli | 03.03.24 | 1. 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