{"id":19589,"date":"2024-03-12T13:13:12","date_gmt":"2024-03-12T12:13:12","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19589"},"modified":"2024-03-12T13:13:12","modified_gmt":"2024-03-12T12:13:12","slug":"genesis-221-14-15-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/genesis-221-14-15-19\/","title":{"rendered":"Genesis 22,1-14 (15-19)"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Gef\u00e4hrdungen und Infragestellungen k\u00f6nnen wir vom Glauben her durchstehen | Judika | 17.03.2024 | Gen 22,1-14 (15-19) | Rainer Stahl |<\/h3>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Eine eigene \u00dcbersetzung:<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1a\u00a0 \u00a0\u201eUnd es geschah nach diesen Dingen, dass Gott den Abraham pr\u00fcfte.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn1\" name=\"_ednref1\">[i]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1b\u00a0 \u00a0Und er sagte zu ihm: \u00bbAbraham! Abraham!<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn2\" name=\"_ednref2\">[ii]<\/a>\u00ab Und er antwortete: \u00bbHier bin ich!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2a\u00a0 \u00a0Und er sagte: \u00bbNimm doch deinen Sohn, den einzigen, den du liebst, den Isaak \/ Nimm deinen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0geliebten Sohn, den du liebst, den Isaak<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn3\" name=\"_ednref3\">[iii]<\/a>, und gehe du zum Land Morijjah<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2b\u00a0 \u00a0und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde.\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3a\u00a0 \u00a0Und Abraham stand am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knaben \u01c0 seine<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0beiden Knechte<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn4\" name=\"_ednref4\">[iv]<\/a> mit sich und Isaak, seinen Sohn.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3b\u00a0 \u00a0Und er spaltete Holz f\u00fcr das Brandopfer, brach auf und ging zu dem Ort, den ihm Gott gesagt<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0hatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">4\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0Am dritten Tag \u2013 da erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">5a\u00a0 \u00a0Und Abraham sagte zu seinen Knaben \u01c0 seinen Knechten: \u00bbBleibt ihr hier mit dem Esel. Ich aber<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0und der Knabe \u01c0 mein Sohn wollen bis dorthin gehen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">5b\u00a0 \u00a0und wollen dann anbeten und zu Euch zur\u00fcckkehren \/ und nachdem wir angebetet haben,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0werden wir zu Euch zur\u00fcckkehren<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn5\" name=\"_ednref5\">[v]<\/a>.\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">6a\u00a0 \u00a0\u00a0Und Abraham nahm das Holz f\u00fcr das Brandopfer und legte es seinem Sohn Isaak auf,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0und in seine Hand \/ mit den H\u00e4nden<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn6\" name=\"_ednref6\">[vi]<\/a> nahm er das Feuer und das Messer.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">6b\u00a0 \u00a0\u00a0Und sie gingen zusammen miteinander.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">7a\u00a0 \u00a0\u00a0Und Isaak sagte zu Abraham, seinem Vater, und sprach: \u00bbMein Vater!\u00ab Und dieser sagte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00bbHier bin ich, mein Sohn \/ Was ist Kind?<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn7\" name=\"_ednref7\">[vii]<\/a>\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">7b\u00a0\u00a0 \u00a0Und er sagte: \u00bbHier sind das Feuer und das Holz. Wo aber ist das Schaf zum Brandopfer?\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">8a\u00a0\u00a0 \u00a0Da antwortete Abraham: \u00bbGott wird sich ein Schaf f\u00fcr das Brandopfer ersehen, mein Sohn!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">8b\u00a0\u00a0 \u00a0Und sie gingen zusammen miteinander.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">9a\u00a0\u00a0 \u00a0Und sie kamen zu dem Ort, \u00fcber den Gott zu ihm geredet hatte. Und Abraham baute dort<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0den Altar und ordnete das Holz auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">9b\u00a0\u00a0 \u00a0Und er fesselte Isaak, seinen Sohn, und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">10a \u00a0Und Abraham streckte seine Hand aus, und er nahm das Messer,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">10b \u00a0um seinen Sohn zu schlachten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">11a \u00a0Und es rief ihn der Bote Jahwes vom Himmel her und sagte: \u00bbAbraham! Abraham!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">11b \u00a0Und er antwortete: \u00bbHier bin ich.\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">12a \u00a0Und der sagte: \u00bbStrecke deine Hand ja nicht gegen<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn8\" name=\"_ednref8\">[viii]<\/a> den Knaben \u01c0 deinen Sohn aus und<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0tue ihm ja nicht irgendetwas an.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">12b \u00a0Denn jetzt wei\u00df ich, dass du Gott f\u00fcrchtest:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Nicht n\u00e4mlich hattest du deinen Sohn, deinen einzigen \/ deinen geliebten<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn9\" name=\"_ednref9\">[ix]<\/a>, vor mir<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0zur\u00fcckgehalten!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">13a \u00a0Da hob Abraham seine Augen auf und entdeckte wirklich einen<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn10\" name=\"_ednref10\">[x]<\/a> Widder, der sich mit<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0seinen H\u00f6rnern in einem Gestr\u00fcpp verfangen hatte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">13b \u00a0Und Abraham eilte hin<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn11\" name=\"_ednref11\">[xi]<\/a>, nahm den Widder und opferte ihn als Brandopfer an Stelle seines<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Sohnes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">14a \u00a0Und Abraham nannte den Namen dieses Ortes: \u00bbJahwe sieht!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">14b \u00a0Davon gilt, dass man noch heute sagt: \u00bbAuf diesem Berg wird sich Jahwe sehen lassen<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn12\" name=\"_ednref12\">[xii]<\/a> \/<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0sieht Jahwe<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn13\" name=\"_ednref13\">[xiii]<\/a>!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">15a \u00a0Und der Bote Jahwes rief den Abraham<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">15b \u00a0zum zweiten Mal vom Himmel her.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">16a \u00a0Und er sagte: \u00bbBei mir schw\u00f6re ich \u2013 Raunung Jahwes!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">16b \u00a0Denn, weil du diese Sache gemacht und deinen Sohn, deinen einzigen \/ deinen geliebten wegen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0mir<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn14\" name=\"_ednref14\">[xiv]<\/a> nicht zur\u00fcckgehalten hast,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">17a \u00a0werde ich dich wirklich segnen und deine Nachkommenschaft so zahlreich machen wie die<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0Sterne des Himmels und wie den Sand, der am Ufer des Meeres ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">17b \u00a0Und deine Nachkommenschaft soll das Tor seiner Feinde in Besitz nehmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">18a \u00a0Und es sollen sich alle V\u00f6lker der Erde durch das Gedenken deiner Nachkommenschaft segnen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">18b \u00a0weil du auf meine Stimme geh\u00f6rt hast!\u00ab<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">19a \u00a0Und Abraham kehrte zu seinen Knaben \u01c0 seinen Knechten um. Und sie brachen auf. Und sie<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0gingen miteinander nach B<sup>e<\/sup>\u2019ersch\u0101ba<sup>c<\/sup>.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn15\" name=\"_ednref15\">[xv]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">19b \u00a0Und Abraham siedelte in B<sup>e<\/sup>\u2019ersch\u0101ba<sup>c<\/sup>.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn16\" name=\"_ednref16\">[xvi]<\/a><\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Eine Vorbemerkung:<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn17\" name=\"_ednref17\">[xvii]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese theologisch eindeutig konstruierte Geschichte beginnt mit folgendem Satz: \u00abWajhi \u2019achar hadd<sup>e<\/sup>barim ha\u2019ell\u00e4h w<sup>e<\/sup>ha\u2019\u00e4lohim nissah \u2019\u00e4th \u2019Abraham\u00bb. Was ist hier gesagt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend meiner Genesis-Vorlesung \u00fcber die \u00dcberlieferungen zu den Erzeltern im Wintersemester 1990\/91 an der Kirchlichen Hochschule in Leipzig hatte ich nicht einmal in die Luther-Bibel hineingesehen. Denn f\u00fcr mich war es aus theologischen Gr\u00fcnden klar, dass hier gesagt wurde: \u201eNach diesen Ereignissen pr\u00fcfte Gott den Abraham\u201c. Genau dasselbe steht in der Englischen Bibel, der Revised Standard Version: \u201cAfter these things God tested Abraham.\u201d Denn Gott f\u00fchrt nicht in Versuchung, aber Gott pr\u00fcft durchaus, Gott testet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine wichtige Quelle f\u00fcr die M\u00f6glichkeiten in der deutschen Sprache stellt die Verdeutschung der Hebr\u00e4ischen Bibel durch die beiden wichtigen j\u00fcdischen Theologen Martin Buber und Franz Rosenzweig aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts dar.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn18\" name=\"_ednref18\">[xviii]<\/a> Ich habe alle Stellen gepr\u00fcft, an denen wir \u00abnissah\u00bb mit Gott als Subjekt haben \u2013 also eine Aktivit\u00e4t Gottes an uns benannt wird<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn19\" name=\"_ednref19\">[xix]<\/a> \u2013. Und ich habe alle Stellen gepr\u00fcft, an denen wir \u00abnissah\u00bb mit einem Menschen als Subjekt haben \u2013 also eine Aktivit\u00e4t der Menschen in Richtung auf Gott benannt wird<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn20\" name=\"_ednref20\">[xx]<\/a> \u2013. In unserer modernen Fassung der Lutherbibel \u2013 \u201eLutherbibel, Revidiert 2017\u201c \u2013 finden wir generell \u201eversuchen\u201c. Nur in drei F\u00e4llen wird \u201epr\u00fcfen\u201c geboten.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn21\" name=\"_ednref21\">[xxi]<\/a> Aber Martin Buber und Franz Rosenzweig bieten immer \u201epr\u00fcfen\u201c oder \u201eproben\u201c, niemals aber \u201eversuchen\u201c!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An dieser Stelle muss ich eine Beobachtung f\u00fcr unsere deutsche Sprache hinzuf\u00fcgen: Meines Erachtens hat in ihr der Begriff \u201eversuchen\u201c immer einen schlechten Klang \u2013 er stellt ein schlechtes Geschehen dar, das einen b\u00f6sen Autor hat. Deshalb finde ich, dass wir in Deutsch niemals den Begriff \u201eversuchen\u201c mit Gott als Subjekt verwenden sollten. Und f\u00fcr eine Handlung unsererseits in Richtung auf Gott k\u00f6nnen wir diesen Begriff doch auch nicht verwenden: Meinen wir, wir k\u00f6nnten Gott auf einen f\u00fcr ihn gef\u00e4hrlichen und schlechten Weg f\u00fchren? Das w\u00e4re doch Unsinn! Deshalb bin ich Martin Buber und Franz Rosenzweig dankbar, dass sie niemals den Begriff \u00abnissah\u00bb mit dem Begriff \u201eversuchen\u201c wiedergegeben haben. Dadurch erkennen wir wieder, wie wichtig es f\u00fcr uns ist, auf unsere j\u00fcdischen Freunde zu h\u00f6ren!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu erinnere ich die wichtige Erkenntnis des Briefschreibers Jakobus: \u201eNiemand sage, wenn er versucht wird, dass er von Gott versucht werde. Denn Gott kann nicht versucht werden zum B\u00f6sen, und er selbst versucht niemand. Sondern ein jeder, der versucht wird, wird von seiner eigenen Begierde gereizt und gelockt\u201c (Jakobus 1,13-14).<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn22\" name=\"_ednref22\">[xxii]<\/a>Nat\u00fcrlich zeigen die verschiedenen \u00dcbersetzungen neben der Lutherbibel, dass hier viele Facetten entdeckt werden k\u00f6nnen. Festzuhalten ist auf alle F\u00e4lle, dass hier gesagt werden soll: Gott ist zu entlasten, und die Verantwortung der Menschen ist zu erkennen.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn23\" name=\"_ednref23\">[xxiii]<\/a> Die folgende \u00dcbersetzung dieser biblischen S\u00e4tze halte ich f\u00fcr sehr gelungen: \u201eWer eine Bew\u00e4hrungsprobe durchstehen mu\u00df, soll nicht sagen, Gott wolle das so. Denn genausowenig wie ein Mensch Gott auf die Probe stellen kann, will Gott das mit Menschen tun. Wenn man sich zu bew\u00e4hren hat, dann immer und ausschlie\u00dflich gegen\u00fcber der eigenen Triebhaftigkeit, die an jedem einzelnen zerrt oder ihn k\u00f6dert\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn24\" name=\"_ednref24\">[xxiv]<\/a><\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Meine Predigt:<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDie Gnade unseres Herrn Jesus Christus,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die Liebe Gottes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">sei mit Euch allen!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Leserin, lieber Leser!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, muss ich sagen: Es gibt doch Auslegungen dieser Geschichte um Abraham und Isaak, die auch uns als Christinnen und Christen zumuten, ganz Wichtiges unseres Lebens auf Gottes Anweisung hin f\u00fcr Gott zu opfern. Wer unser Bibelwort so predigt, l\u00e4sst meistens die Verse ab \u201eUnd der Bote Jahwes rief den Abraham zum zweiten Mal vom Himmel her\u201c weg. Denn diese Aussage hat ja vor allem einen Sinn: Durch sie wird diese Geschichte um Abraham und Isaak zur Grundlage f\u00fcr die Sinnfindung unserer j\u00fcdischen Freunde. Erst, wenn wir das wahrnehmen, erkennen wir, dass diese Geschichte auch uns als christliche Leserinnen und Leser eine grundlegende Herausforderung vorlegt! Deshalb will ich einen eigenst\u00e4ndigen Zugang zu ihr versuchen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht k\u00f6nnen wir uns dieser gro\u00dfen Infragestellung nur so ann\u00e4hern, dass wir sagen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1)\u00a0 Gott \u201eversucht\u201c uns nicht zu etwas B\u00f6sem! Wenn er das t\u00e4te, k\u00f6nnte ich ihn nicht mehr als Gott glauben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">2)\u00a0 Zum etwas B\u00f6sem \u201eversuchen\u201c k\u00f6nnen auch wir Gott nicht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">3)\u00a0 Auch mit \u201epr\u00fcfen\u201c oder \u201eauf die Probe stellen\u201c \u2013 ein anderes Verstehen des hebr\u00e4ischen Wortes in Vers 1 \u2013 k\u00f6nnen wir nie eine Beeinflussung Gottes von unserer Seite aus zum Ausdruck bringen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">4)\u00a0 Aber eigenes Erleben, uns auferlegte Schicksalsschl\u00e4ge k\u00f6nnen wir von uns aus als ein \u201ePr\u00fcfen\u201c oder ein \u201eProben\u201c durch Gott bew\u00e4ltigen und k\u00f6nnten deshalb sagen: \u201eMeine problematische Lebenswendung nehme ich als eine \u00bbPr\u00fcfung\u00ab, als ein \u00bbAuf-die-Probe-Stellen\u00ab durch Gott wahr!\u201c Damit halten wir doch unseren Glauben fest, dass Gott uns begleitet und uns bewahrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Als ich mich im Herbst 2008 mit der m\u00f6glichen Entdeckung einer gef\u00e4hrlichen Erkrankung auseinandersetzen musste, hatte ich nach einem Bibelwort gesucht, das mir Halt geben k\u00f6nnte. Und ganz schnell hatte ich nach dem folgenden Satz im Hiob-Buch gegriffen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHaben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das B\u00f6se nicht auch annehmen?\u201c (Hiob 2,10).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In der Konsultation am Bu\u00df- und Bettag, dem 19. November 2008, bei der die Mitteilung der endg\u00fcltigen Diagnose eines gef\u00e4hrlichen Lymphoms erfolgte, hatte ich diesen Satz meiner behandelnden \u00c4rztin und meinem behandelnden Arzt im hebr\u00e4ischen Original gesagt, weil ich zeigen musste, dass auch ich etwas kann: \u00abGam \u00e4t hattow n<sup>e<\/sup>qabbel me\u2019et Ha\u2019\u00e4lohim. We\u2019\u00e4t hara<sup>c<\/sup> lo\u2019 n<sup>e<\/sup>qabbel?\u00bb. F\u00fcr mich war wichtig, mit diesem Zitat deutlich zu machen, dass ich glaubte, dass Gott hinter diesem Geschehen stand, dieses Geschehen also in Gottes H\u00e4nden aufgehoben war. Bis heute versuche ich, negative Wendungen unter dieser Voraussetzung zu verarbeiten: Gott wei\u00df von ihnen. Gott handelt durch sie. Sie sind in Gottes Hand aufgehoben. F\u00fcr mich war wichtig, mit diesem Zitat deutlich zu machen, dass ich glaubte \u2013 und glaube (!) \u2013, dass Gott hinter diesem Geschehen stand, dieses Geschehen also in Gottes H\u00e4nden aufgehoben war. \u00a0Aber ich war \u00fcberhaupt nicht auf die Idee gekommen, dieses Geschehen mit Hilfe der Deutungen \u201epr\u00fcfen\u201c, \u201eauf die Probe stellen\u201c oder gar \u201eversuchen\u201c zu erkl\u00e4ren! Je l\u00e4nger ich dar\u00fcber nachdenke \u2013 auch jetzt bei der Vorbereitung dieser Predigt \u2013, wird mir immer deutlicher: So k\u00f6nnte ich meine Lebensumst\u00e4nde nie deuten. Immer aber will ich die Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass Gott meine Lebensumst\u00e4nde in seinen H\u00e4nden h\u00e4lt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das sind Situationen und Herausforderungen f\u00fcr die wir auch als Christinnen und Christen die Geschichte von Abraham und Isaak lesen k\u00f6nnen, angesichts derer sie uns Hoffnung und Zuversicht geben will: \u201eDa antwortete Abraham: \u00bbGott wird sich ein Schaf f\u00fcr das Brandopfer ersehen, mein Sohn!\u00ab\u201c (Vers 8). \u201eEin Schaf f\u00fcr das Brandopfer\u201c \u2013 also eine Alternative, eine L\u00f6sung, eine Hilfe: z.B. die angebotene Chemotherapie und die empfohlene Bestrahlungstherapie.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die folgenden beiden Erlebnisse liegen schon lange zur\u00fcck, sie waren mir aber jetzt, angesichts der Herausforderung, diese biblische Erz\u00e4hlung zu predigen, spontan wieder eingefallen: Im Januar 1995 hatte ich mir einen lang gehegten Wunsch erf\u00fcllen k\u00f6nnen: die Teilnahme an einer Nilkreuzfahrt in \u00c4gypten. Zu dieser Reise geh\u00f6rten auch einige Tage am Strand des Roten Meeres in Hurghada. Zwei \u201emerkw\u00fcrdige\u201c Erlebnisse wurden mir wieder lebendig:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach Hurghada wurden wir Reisenden mit einem von Polizei bewachten Konvoi durch die W\u00fcste gefahren. Ich kam mit zweien der Aufpasser ins Gespr\u00e4ch und erfuhr ihre Namen: Mohammad und Shenouda. Da sagte ich zu ihnen: \u201cShenouda \u2013 you are a Christian; Mohammad \u2013 you are a Muslim\u201d \/ \u201eShenouda \u2013 Sie sind ein Christ! Mohammad \u2013 Sie sind ein Moslem\u201c. Beide waren verwundert, dass ich das richtig erkannt hatte. Da waren wir f\u00fcr den Rest dieser Fahrt nicht einfach mehr Fremde gewesen, sondern wir waren Menschen, die sich gegenseitig angenommen f\u00fchlten.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn25\" name=\"_ednref25\">[xxv]<\/a> F\u00fcr mich war beeindruckend gewesen, dass beide gemeinsam bei der Polizei Dienst tun konnten.<a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_edn26\" name=\"_ednref26\">[xxvi]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und eine weitere Begegnung in Hurghada war beeindruckend: An der Lagune sprach mich eine Dame an und fragte mich, ob ich Priester sei \u2013 das habe sie bemerkt. Sie war aus Italien und von der r\u00f6misch-katholischen Kirche zum Islam \u00fcbergetreten. Diese Muslima und ich waren uns einig, dass der Glaube an den einzigen Gott, wenn er denn echt ist, Fanatismus nicht braucht. Es kam ein Mann hinzu, wohl ihr Partner \u2013 ein koptischer Christ: Johannes, Autor selbstgeschriebener Gospels. Er sprach mich als \u201eVater\u201c an. Beide luden mich f\u00fcr den Abend in die Amadeus-Bar ein, wo er auftreten w\u00fcrde. Ab 21.00 Uhr war ich noch dort. Es wurde f\u00fcr mich gespielt. Sie gaben mir sogar einen Orangensaft aus. Ich wurde nur mit \u201eVater\u201c angeredet und damit die Priesterlichkeit anerkannt, die ich f\u00fcr sie ausstrahlte!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich wirke ich vor mir selber nicht immer sicher. Da erfassen mich doch h\u00e4ufig Sorge und Unsicherheit. Aber f\u00fcr andere ein St\u00fcck weit Segen auszustrahlen, das w\u00e4re doch eine besondere Gnade! Dies kann niemand einfach machen. Aber: Jede und jeder kann es von Gott her wirken lassen, kann es von Gott her ausstrahlen lassen \u2013 nat\u00fcrlich in der je eigenen Weise, abh\u00e4ngig von der eigenen Lebenssituation: \u201eUnd es sollen sich alle V\u00f6lker der Erde durch das Gedenken deiner Nachkommenschaft segnen\u201c (Vers 18a). Nat\u00fcrlich werden wir diese Ahnung nicht so global zur Sprache bringen. Aber als Wirksamkeit Gottes durch uns hindurch \u2013 gelegentlich, f\u00fcr einzelne: das d\u00fcrfen wir erhoffen, das d\u00fcrfen wir f\u00fcr m\u00f6glich halten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dass diese Verhei\u00dfung \u00fcber Ihrem Leben steht, dazu m\u00f6ge dieses Wort Sie ermutigen. Das sei <u>die<\/u> Botschaft dieser Woche f\u00fcr Sie!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eUnd der Friede Gottes,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn!\u201c<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eBefiehl du deine Wege\u2026\u201c \u2013 EG 361<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eVon Gott will ich nicht lassen\u2026\u201c \u2013 EG 365<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eSo nimm denn meine H\u00e4nde\u2026\u201c \u2013 EG 376<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eJa, ich will euch tragen\u2026\u201c \u2013 EG 380<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHerr, du hast mich anger\u00fchrt\u2026\u201c \u2013 EG 383<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref1\" name=\"_edn1\">[i]<\/a> \u00a0\u00a0Hier sei noch einmal als Anmerkung vermerkt, dass meiner Meinung nach nie mit \u201eversuchte\u201c \u00fcbersetzt werden sollte \u2013 gegen die \u00dcbersetzung nach Martin Luther, aber mit der Verdeutschung von Martin Buber und Franz Rosenzweig.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref2\" name=\"_edn2\">[ii]<\/a>\u00a0\u00a0 Das zweite \u201eAbraham\u201c kann mit hebr\u00e4ischen Handschriften, mit der Septuaginta und mit Handschriften der Vulgata eingef\u00fcgt werden. Dazu ist schon auf V. 11 voraus zu verweisen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref3\" name=\"_edn3\">[iii]<\/a>\u00a0\u00a0 Das ist die Fassung der Septuaginta. Sie l\u00e4sst den Gedanken der Einzigkeit des Sohnes weg. Bei alten Varianten werden beide M\u00f6glichkeiten mit \/ unterschieden.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref4\" name=\"_edn4\">[iv]<\/a>\u00a0 Wenn ich zwei Verstehensm\u00f6glichkeiten bennen will, gebe ich zwischen ihnen das Zeichen \u01c0.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref5\" name=\"_edn5\">[v]<\/a>\u00a0 \u00a0Das ist die L\u00f6sung seitens der Septuaginta.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref6\" name=\"_edn6\">[vi]<\/a>\u00a0\u00a0 Die Pluralfassung ist eine M\u00f6glichkeit, die die Septuaginta auch bietet.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref7\" name=\"_edn7\">[vii]<\/a>\u00a0 \u00a0So gestaltet die Septuaginta die Antwort Gottes in diesem Dialog.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref8\" name=\"_edn8\">[viii]<\/a>\u00a0 \u00a0Entsprechend der Fassung im Samaritanus, in der Septuaginta und in der Vulgata!<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref9\" name=\"_edn9\">[ix]<\/a> \u00a0\u00a0So fasst die Septuaginta diese Passage. Vgl. dazu oben V. 2a.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref10\" name=\"_edn10\">[x]<\/a>\u00a0 \u00a0Diesmal entsprechend zahlreicher hebr\u00e4ischer Handschriften, des Samaritanus, der Septuaginta,<\/p>\n<p>der syrischen \u00dcbersetzung und des Targum.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref11\" name=\"_edn11\">[xi]<\/a>\u00a0\u00a0 Das ist eine Interpretation meinerseits.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref12\" name=\"_edn12\">[xii]<\/a>\u00a0 \u00a0So die masoretische Fassung.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref13\" name=\"_edn13\">[xiii]<\/a>\u00a0 \u00a0Nahegelegt durch die syrische \u00dcbersetzung und die Vulgata.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref14\" name=\"_edn14\">[xiv]<\/a>\u00a0 \u00a0Das ist die Fassung seitens des Samaritanus, der Septuaginta, der syrischen \u00dcbersetzung und der Vulgata (vgl. VV. 2a und 12b).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref15\" name=\"_edn15\">[xv]<\/a>\u00a0 \u00a0\u201eBeerscheba\u201c \u2013 so der Name in der Lutherbibel \u2013, habe ich in der Umschrift des Hebr\u00e4ischen geboten. Die Septuaginta hat bei beiden Stellen dieses Namens: \u201eSchwurbrunnen\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref16\" name=\"_edn16\">[xvi]<\/a>\u00a0 \u00a0Au\u00dferdem weise ich darauf hin, dass die Verse wieder entsprechend der masoretischen Gliederung in die Teile \u201ea\u201c und \u201eb\u201c aufgeteilt worden sind, also Teil \u201ea\u201c bis zum Atnach und Teil \u201eb\u201c nach dem Atnach.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref17\" name=\"_edn17\">[xvii]<\/a>\u00a0 \u00a0Vgl. hierzu: Rainer Stahl: The sixth supplication of the Lord\u2019s Prayer: God, the Father, does for us the good \/ Die sechste Bitte des Vaterunsers: Gott, der Vater, will uns Gutes, in: ders.: Christian Belief for Today. Attempts from different points of view, Generis Publishing 2022, p. 66-76, besonders: p. 70-71.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref18\" name=\"_edn18\">[xviii]<\/a>\u00a0 \u00a0Die Schrift. Verdeutscht von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig, 10. verbesserte Auflage 1954, Das Buch Im Anfang, S. 57.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref19\" name=\"_edn19\">[xix]<\/a>\u00a0 \u00a0Genesis 22,1; Exodus 15,25; 16,4; 20:20; Deuteronomium 8,2.16; 13,4; Richter 2,22; Psalm 26,2; 2. Chronik 32,31.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref20\" name=\"_edn20\">[xx]<\/a>\u00a0\u00a0 Exodus 17,2.7; Numeri 14,22; Deuteronomium 6,16; 33,8; Jesaja 7,12; Psalm 78,18.41.56; 95,9; 106,14.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref21\" name=\"_edn21\">[xxi]<\/a>\u00a0 \u00a0Exodus 16,4; Richter 2,22; Ps 26,2.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref22\" name=\"_edn22\">[xxii]<\/a>\u00a0 \u00a0Lutherbibel, revidiert 2017, Stuttgart 2016, S. 275.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref23\" name=\"_edn23\">[xxiii]<\/a>\u00a0 \u00a0W. Popkes: Artikel \u03c0\u03b5\u03b9\u03c1\u03b1\u03b6\u03c9, \u03b5\u03ba\u03c0\u03b5\u03b9\u03c1\u03b1\u03b6\u03c9, \u03c0\u03b5\u03b9\u03c1\u03c3\u03b1\u03bc\u03bf\u03c2, in: Exegetisches W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament, Band III, Stuttgart, Berlin, K\u00f6ln, Mainz 1983, Sp. 151-158, besonders: Sp. 158.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref24\" name=\"_edn24\">[xxiv]<\/a>\u00a0 \u00a0Klaus Berger und Christiane Nord: Das Neue Testament und fr\u00fchchristliche Schriften, Frankfurt\/Main und Leipzig, <sup>5<\/sup>2001, S. 75-76.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref25\" name=\"_edn25\">[xxv]<\/a>\u00a0 \u00a0Damals wusste ich, dass der damalige Papst der Koptischen Kirche Shenouda III. war, weshalb ich bei dem Namen Shenouda auf einen Christen geschlossen hatte. Und dass der Name Mohammad auf einen Moslem schlie\u00dfen l\u00e4sst, ist ja eindeutig.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/4813C813-3EF3-4354-A802-EDB2281827FA#_ednref26\" name=\"_edn26\">[xxvi]<\/a>\u00a0 \u00a0Ob das heute nach der Herrschaft der Muslimbr\u00fcder auch oder wieder (?) m\u00f6glich ist?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gef\u00e4hrdungen und Infragestellungen k\u00f6nnen wir vom Glauben her durchstehen | Judika | 17.03.2024 | Gen 22,1-14 (15-19) | Rainer Stahl | Eine eigene \u00dcbersetzung: 1a\u00a0 \u00a0\u201eUnd es geschah nach diesen Dingen, dass Gott den Abraham pr\u00fcfte.[i] 1b\u00a0 \u00a0Und er sagte zu ihm: \u00bbAbraham! 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