{"id":19682,"date":"2024-03-25T12:00:28","date_gmt":"2024-03-25T11:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19682"},"modified":"2024-03-26T11:14:19","modified_gmt":"2024-03-26T10:14:19","slug":"johannes-5-1-9-19-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-5-1-9-19-23\/","title":{"rendered":"Johannes 5, (1-9) 19-23"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Die Nacht vor dem Sonntag aller Sonntage | Joh 5, (1-9) 19-23 | Osternacht | 31. M\u00e4rz 2024 \u00a0| Jochen Riepe |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0I<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201a<em>Denn wie der Vater die Toten erweckt und macht sie<\/em> <em>lebendig<\/em>, <em>so macht auch der Sohn lebendig, welche er will<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was f\u00fcr ein Satz f\u00fcr diese n\u00e4chtliche Stunde! \u201a<em>Soll der Christus etwa aus Galil\u00e4a kommen<\/em>\u2018 (7,41 )? Er, der Mann aus Nazareth, sollte das tun, was doch Gott allein kann? Er k\u00f6nnte Anf\u00e4nge erm\u00f6glichen, wo wir nur Sackgassen sehen, er k\u00f6nnte hinweg nehmen, was uns belastet. Er k\u00f6nnte mit dem liebenden Sch\u00f6pfer liebend zusammen arbeiten, den \u201aMaschinengang\u2018 \u00a0unserer Welt \u00fcberholen und ihr neuen Glanz geben\u2026 \u201a<em>Steh auf, nimm dein Bett und<\/em> <em>geh<\/em> <em>hin<\/em>.\u2018<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0II<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Osternacht. Gang in den Morgen. Es hei\u00dft, da\u00df kurz vor Sonnenaufgang, wenn die D\u00e4mmerung \u00a0den ersten Strahlen weicht und die Sonne im rosigen Schein sich majest\u00e4tisch erhebt, die Kreatur verstumme und ihr Pfeifen und Zwitschern stockte &#8230; Als hielte sie den Atem an &#8211; aus Furcht, der Sch\u00f6pfer h\u00e4tte es sich anders \u00fcberlegt und die Dunkelheit bliebe st\u00e4rker. Stille. Staunend, erschreckt, dankbar, ergriffen ergreifen wir die Hand des anderen und empfangen das Licht des \u00f6stlichen Himmels. Am Ende einer Nachtwanderung, nach schlaflosen, weinenden Stunden, aus langem, ruhelosem Warten erwacht das Staunen: \u201a<em>Jeden Morgen die Sonne neu<\/em>\u2018 \u2013 Gott hat \u201a<em>alles wohl geordnet<\/em>\u2018 (Ps 104,27), da\u00df du aufstehen, handeln und diesen Tag erleben darfst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201aEs werde Licht\u2018<\/em>, sprach Gott im Anfang. Es werde Licht, so ruft er an jedem Morgen. Und wir verlassen uns darauf, da\u00df die \u201a<em>Feuerflammen<\/em>\u2018 des Gestirns ihm \u201a<em>dienen<\/em>\u2018 (Ps 104, 4). Die Sonne wird ihre \u201avorgeschriebne Reise\u2018 vollenden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0III<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir Christen in dieser Nacht der Auferstehung Jesu und dem Sonntag aller Sonntage entgegengehen, so stellen wir sein Leben, sein Sterben, sein Handeln in das Licht des ersten Tages. Sch\u00f6pfungslicht. Mit Johannes, dem Evangelisten, d\u00fcrfen wir es h\u00f6ren: Er, der Jesus aus Nazareth, der zum energielosen Kranken eben noch sprach: \u201a<em>Steh auf, nimm dein Bett und<\/em> <em>wandle<\/em>\u2018(5,7), gerade ihm, dem Gekreuzigten und Gestorbenen, ruft der Vater in dieser Nacht zu: \u201a<em>Ich<\/em> <em>lebe und du sollst auch leben<\/em>\u2018(14,18). Und der Sohn antwortet voller Kooperationsfreude: \u201aJa, Vater. Ich will leben\u2018. <em>\u201aIch<\/em> <em>habe Macht, mein Leben zu lassen, und habe Macht, es wieder zu empfangen<\/em>\u2018 (10, 18).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In vielen Liedern, Bildern und S\u00e4tzen haben die Christen versucht, dieses gleichsam innerg\u00f6ttliche Wunder, diese \u00dcberbietung der Sch\u00f6pfungsordnung, dieses Au\u00dferordentliche zu umschreiben. Im Morgengrauen aus \u201a<em>Zittern und Entsetzen<\/em>\u2018( Mk 16,8)) kommend, erschreckt angesichts des leeren Grabes, suchten sie Worte f\u00fcr das \u00a0Geheimnis, f\u00fcr das, was zwischen Gott und Jesus in der Nacht des Todes, in jenem atemberaubenden Augenblick, \u00a0geschah: \u201aIch liebe und will, da\u00df du bist\u2018. Der Vater wiederholt seine Sch\u00f6pfungsfreude, er gibt gro\u00dfz\u00fcgig und\u00a0 \u201asteigert\u2018 seine Lebendigkeit im Sohn, und der Sohn bekr\u00e4ftigt es seinerseits und \u00a0wird uns, seine Schwestern und Br\u00fcder, lebendig machen. Ja, um es mit einem ermunternden popul\u00e4ren Liedtitel\u00a0 zu sagen: \u201aFreunde, das Leben ist lebenswert\u2018\u2026 wer hier \u00a0mitsingt, wird es lebenswert machen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0IV<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">H\u00f6ren sollen wir allerdings auch: Wer Leben bejahen und es weitergeben, wer andere gleichsam auf die F\u00fc\u00dfe stellen und in ihren Lebenslauf entlassen will, mu\u00df dies auch lernen. Er darf kein St\u00fcmper oder T\u00e4uscher sein. \u00a0Er mu\u00df gesehen, geh\u00f6rt und dabei sich zur\u00fcckgenommen und geschwiegen haben. Wir begrenzten, kleinen, nach Beachtung und Aufmerksamkeit schnappenden Menschen, wir sollten es dem Sch\u00f6pfer gleichtun? Der Evangelist bem\u00fcht ein Bild: \u201a<em>Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht. Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielen von uns mag solch ein v\u00e4terlicher Lehrer, der Vorbild und Ermutigung war, schmerzlich gefehlt haben. Jesus stammt bekanntlich aus einem Handwerkerhaushalt. Robuste und sensible Leute in einem, Hausbauer, Zimmerer, Bauleute. Die Hand sei ein Fenster zum Geist, sagt man. Der Sohn sah dem Vater bei der Arbeit zu und der Vater machte es ihm geduldig \u00a0und liebevoll vor, vielleicht gar als ein pfeifender, \u201aflammender Handwerker\u2018 (J. Ruskin), der einen gewissen \u201aswing\u2018 in seinem Tun hat: \u00a0Welche Werkzeuge wann zum Einsatz kommen, wie die schweren, widerst\u00e4ndigen Materialien \u00a0zu bearbeiten sind, welche Griffe und Kniffe es gibt. Wir wissen, \u00a0da\u00df dieser Lernproze\u00df nur gelingt, wenn der Lehrling dem Meister \u201agehorsam\u2018 und ebenso geduldig und lernwillig ist. Er l\u00e4\u00dft sich etwas zeigen und ahmt es nach. \u201aSelber machen\u2018, fordert das Kind\u2026 \u201aJa\u2018, sagt der Meister, \u201aaber zuerst schau genau hin, du darfst Lehrling sein, Azubine oder Azubi, und dann eines Tages dein Gesellen- und Meisterst\u00fcck fertigen \u2026\u2018<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0V<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>\u201aLebendig machen<\/em>\u2018, das klingt in dieser Nacht etwas karg und allgemein. Darum stelle mit dem matten Mann vom Teich Bethesda auch dein Leben unter den k\u00fchnen Ruf des kommenden Morgens. \u201a<em>Willst du denn gesund werden?<\/em>\u2018 fragt Jesus provokativ. Du empf\u00e4ngst seinen befl\u00fcgelnden \u201a<em>Hauch<\/em>\u2018 (Joh 20,22) und bist in der Lage, deine kleine Welt zu beseelen und ihr Glanz zu verleihen. Ja, die Wirklichkeit umzingelt, begrenzt, zwingt uns in ihre Gesetze- \u00a0auch \u201adie Sonne t\u00f6nt nach alter Weise\u2026\u2018 und mancher klagt: \u201a<em>Nichts Neues unter der Sonne<\/em>\u2018.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber, wenn Gott, der Sch\u00f6pfer sich wiederholt, liegt darin immer ein \u201aMehr\u2018, ein Plus. \u201aMorgen sieht die Welt schon anders aus\u2018, tr\u00f6stet die Mutter das sorgenvolle Kind.\u00a0 Der neue Tag er\u00f6ffnet M\u00f6glichkeiten, die ich noch nicht gesehen habe. Bist du schon aufgestanden? Man kann den \u201aWiderstand der Realit\u00e4t\u2018 durch Illusionen, Ideologien und Rechthabereien leugnen, man kann ihn aber auch annehmen und das Unm\u00f6gliche erproben. \u00d6sterlich-swingend, dem Handwerker folgend, meine \u201aLebens-Materialien\u2018 gestalten. Die Hand ist ein Fenster zum Geist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir erinnern uns: Der Kranke weicht aus und winkt ab. Ja, <em>\u201a\u2026 die anderen<\/em>\u2018. \u00a0Die anderen sind schneller, \u201aich bin immer zu sp\u00e4t\u2026\u2018, aber es kommt der Augenblick, da wir dieser Ausrede entsagen und einen eigenen Willen und eigene F\u00e4higkeiten zeigen d\u00fcrfen. Streitbar. Derzeit f\u00fcrchten sich viele, ihre Meinung <em>\u201afrei und offen<\/em>\u2018(7, 26) zu sagen. Wer in der Tradition der Osterm\u00e4rsche f\u00fcr Friedensverhandlungen eintritt, \u00a0wer wie der Papst vom Mut zum Hissen der \u201awei\u00dfen Fahne\u2018, wer vom \u201aAusloten von Kompromi\u00dflinien\u2018 \u00a0im Ukrainekrieg spricht, wird schnell in die naive oder gar b\u00f6se Ecke gestellt. Das sog. \u201aMoralin- Virus\u2018 (M. Andrick) wirkt. Das plakative Wort des Propheten \u00a0\u201a<em>Wehe denen, die aus Licht Finsternis machen und aus Finsternis Licht\u2018 <\/em>\u00a0(Jes 5,20) ist leicht eingesetzt, um andere einzusch\u00fcchtern oder gar zu denunzieren. Aber es erspart mir nicht, Gr\u00fcnde und Argumente auszutauschen, Grauzonen zu durchschreiten und mich selbst zu pr\u00fcfen, ob ich dem anderen wirklich zuh\u00f6ren will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0VI<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In jeder Lebensgabe, da, wo wir neue M\u00f6glichkeiten, Chancen, Ver\u00e4nderungen sp\u00fcren, liegt eine Provokation und schon bald stehen die Provozierten oder sich provoziert F\u00fchlenden auf ihre Weise auf. Wo die gro\u00dfherzige Liebe des Vaters in der schenkenden Menschenliebe des Sohns sich wiederholt, kommt es zu Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen, Verkennung und schlie\u00dflich t\u00f6dlicher Feindschaft. \u201aDas ist doch anma\u00dfend\u2018, sagen die Gegner Jesu. \u201aDas ist Gottesl\u00e4sterung\u2018.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Evangelium wird ihm vorgeworfen, er spalte das Volk und s\u00e4e Zwietracht. Die einen halten ihn f\u00fcr einen Genossen der D\u00e4monen, andere setzen dagegen: <em>\u201a\u2026 kann denn ein D\u00e4mon die Augen der Blinden auftun<\/em>\u2018 (10, 21b)? Jesu Legitimation wird infrage gestellt und die, die ihm folgen, sp\u00fcren es als erste. Der Geheilte vom Teich Bethesda wird verh\u00f6rt und mu\u00df soz. die Tiefe seiner Heilung, seinen Sonnenaufgang, sein \u201a<em>Aufstehen<\/em>\u2018, bew\u00e4hren. Der Schatten des Kreuzes ist immer dabei.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Zweifel kann qu\u00e4len: \u00a0Sollte gerade ich dem Mann aus Galil\u00e4a folgen, mit ihm kooperieren und mein Sein im Sch\u00f6pfungslicht \u201aauf-kl\u00e4ren\u2018 lassen? Wir m\u00f6chten doch \u201adazu geh\u00f6ren\u2018. \u00a0Diplomatie ist immer gut, aber eine gespaltene Zunge, \u201adouble speak\u2018, vergiftet unser Leben. Gottes Sonne geht \u201a<em>\u00fcber Gut und B\u00f6se<\/em>\u2018 (Mt 5,45) auf. Leiste dir deinen \u201aswing\u2018 und halte so die Welt zusammen. Es gibt mehr als zwei Meinungen. Einen federnden, soll ich sagen: pfeifenden Gang \u00a0zu \u00fcben und \u201a<em>alles<\/em> zu <em>pr\u00fcfen<\/em>\u2018 (1. Thess. 5,21), r\u00e4t der Apostel. Nimm auch das wahr, was dir nicht pa\u00dft. La\u00df dir Zeit, aber schenke \u00a0\u201akeine Sekunde den Energier\u00e4ubern\u2018 (M. Meyen), denen es gef\u00e4llt, wenn wir uns mit ihnen besch\u00e4ftigen und unser Eigenes verlieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0VII<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Osternacht. Kurz vor Sonnenaufgang, sagt man, hielte die Kreatur den Atem an. Wird es einen neuen Tag geben? Wird es <em>den<\/em> neuen Morgen, den Ostermorgen, geben? Licht aus der Nacht, Leben aus dem Tod. Stille. Dank und Erschrecken in einem. \u201a<em>Herr, deine<\/em> <em>Werke sind wohlgeordnet<\/em>\u2018, am Ostertag aber tritt aus der Ordnung der Au\u00dferordentliche in unser Leben, \u00fcberbietet das Bekannte und belebt uns mit dem Geist seines unendlich vielf\u00e4ltigen Lebens: \u201a<em>Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden\u2018.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u201a<em>Es werde Licht<\/em>\u2018, da\u00df wir im \u201aMorgenglanz der Ewigkeit\u2018 unser Leben \u00f6sterlich fr\u00f6hlich und \u00f6sterlich k\u00fchn f\u00fchren k\u00f6nnen&#8230; und die anderen auch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Gebet nach der Predigt:)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Wenn ich des Nachts oft lieg in Not \/ verschlossen gleich als w\u00e4r ich tot \/ l\u00e4\u00dft du mir fr\u00fch die Gnadensonn \/ aufgeh\u2018n: nach Trauern Freud und Wonn\u2018. \/ Halleluja<\/em>.\u00a0 (eg 111.2)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">_________________________________________________<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge: eg 114 Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin \/eg 450 Morgenglanz der Ewigkeit <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=gsDpC8wU1Eo\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?app=desktop&amp;v=gsDpC8wU1Eo<\/a>\u00a0 \/ \u00a0eg 111 Fr\u00fchmorgens da die Sonn aufgeht\u00a0\u00a0 \/ Dich r\u00fchmt der Morgen ( J. Zink, Mel.: eg 398)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0____________________________________________________<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lit.: J.W. v. Goethe, Faust I, Gesang der Erzengel \/ J. van der Watt, Der Meistersch\u00fcler Gottes, in: R. Zimmermann et al. (Hgg.), Kompendium der Gleichnisse Jesu, 2007, S. 745ff \/ R. Sennett, Handwerk, 2008 \u00a0\/ M. Andrick, Im Moralgef\u00e4ngnis, 2024 \/ <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2024-03\/papst-franziskus-ukraine-verhandlungen-pressesprecher-erklaerung.html\/\">https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2024-03\/papst-franziskus-ukraine-verhandlungen-pressesprecher-erklaerung.html\/<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0<a href=\"https:\/\/www.johannes-varwick.de\/rauf\/vonKrause_Varwick_Krieg_18032024.pdf\">https:\/\/www.johannes-varwick.de\/rauf\/vonKrause_Varwick_Krieg_18032024.pdf<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Nacht vor dem Sonntag aller Sonntage | Joh 5, (1-9) 19-23 | Osternacht | 31. M\u00e4rz 2024 \u00a0| Jochen Riepe | \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0I \u201aDenn wie der Vater die Toten erweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will\u2018. Was f\u00fcr ein Satz f\u00fcr diese n\u00e4chtliche Stunde! \u201aSoll der Christus [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":19683,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[39,1,157,853,114,170,526,349,3,703,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-19682","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-johannes","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-jochen-riepe","category-kapitel-05-chapter-05-johannes","category-kasus","category-nt","category-osternacht","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19682","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19682"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19682\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19691,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/19682\/revisions\/19691"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/19683"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19682"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=19682"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=19682"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=19682"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=19682"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=19682"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=19682"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}