{"id":19697,"date":"2024-03-25T12:00:11","date_gmt":"2024-03-25T11:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19697"},"modified":"2024-03-26T11:13:08","modified_gmt":"2024-03-26T10:13:08","slug":"johannes-519-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-519-21\/","title":{"rendered":"Johannes 5,19-21"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Lebenschenkend: Vater und Sohn | Osternacht |30.03.2024 | Joh 5,19-21| Rainer Kopisch |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gewalt und Macht geh\u00f6ren in dieser Welt zu den m\u00f6glichen Verf\u00fchrungen des B\u00f6sen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sich gegen den Missbrauch von Gewalt und Macht aufzulehnen, geh\u00f6rt zu den Herausforderungen in unserer menschlichen Gesellschaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beispiele zur Best\u00e4tigung dieser S\u00e4tze sind st\u00fcndlich in den Nachrichten aus aller Welt zu finden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist kein Geheimnis, dass Jesus im Vaterunser nur von Kraft spricht, nicht von Macht und Gewalt. Gottes Kraft ist die Kraft der barmherzigen Liebe. Wenn also Jesus in der Verbindung mit seinem himmlischen Vater handelt, ist die Kraft Gottes gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Taten Jesu sind die Reden seiner Verk\u00fcndigung und seine Heilungen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wo Jesus erscheint, wird das Reich Gottes f\u00fcr Menschen, die sich ihm \u00f6ffnen, erlebbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dein Reich komme, beten wir regelm\u00e4\u00dfig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch h\u00f6ren wir, was Johannes Jesus im f\u00fcnften Kapitel seines Evangeliums in Vers 19 bis 21 sagen l\u00e4sst:<\/p>\n<ol start=\"19\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen:<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wahrlich, wahrlich, ich sage euch:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Sohn kann nichts von sich aus tun, sondern nur, was er den Vater tun sieht;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">denn was dieser tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn.<\/p>\n<ol start=\"20\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er tut, und wird ihm noch gr\u00f6\u00dfere Werke zeigen, so dass ihr euch verwundern werdet.<\/li>\n<li style=\"font-weight: 400;\">Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Worte sind eine Offenbarung und zugleich im Zusammenhang der berichteten Ereignisse des f\u00fcnften Kapitels der Grund seiner Verfolgung und sp\u00e4teren Verurteilung wegen der \u00dcbertretung des Sabbatgebotes und Gottesl\u00e4sterung. Seiner Bestrafung durch den Tod am Kreuz gedachten wir am Karfreitag.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ostern feiern wir die Jesu Auferstehung von den Toten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Allein diese Auferweckung Jesu Christi ist der Grund daf\u00fcr, dass wir uns Christinnen und Christen nennen d\u00fcrfen. Sie macht es m\u00f6glich, dass wir als Kinder Gottes lebendig werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus schildert seine enge Beziehung zu Gott, dem Vater, zu dem auch wir uns immer bekennen k\u00f6nnen. Das Bekennen ist eine wichtige Sache; wie steht es bei uns aber mit dem Tun? In der Nachfolge des Gottessohnes Jesus, in die wir als Christinnen und Christen stehen, k\u00f6nnen wir uns von Gott zeigen lassen, was wir gemeinsam mit ihm tun k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Halten wir uns aber auch bereit, f\u00fcr unsere pers\u00f6nlichen Gelegenheiten, Gottes barmherzige Liebe weiterzugeben und anderen Menschen das Reich Gottes erfahrbar werden zu lassen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Oder f\u00e4llt es uns zu schwer, die Kraft der barmherzigen Liebe in unserem Reden und Tun erlebbar werden zu lassen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es w\u00e4re unser pers\u00f6nliches Bekenntnis zu Gott und eine Wertsch\u00e4tzung seiner Liebe zu uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was hat das von Jesus in seiner Rede beschriebene spezielle Vater-Sohn-Verh\u00e4ltnis mit uns zu tun? F\u00fcr Jesus von Nazareth war es w\u00e4hrend seines irdischen Lebens der Grund seines Todes am Kreuz und der Durchgang in ein anderes, ewiges Leben mit Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir Christinnen und Christen sind in der Nachfolge Jesu als Gottes Kinder auf dem Weg in das ewige Leben. Kein wie auch immer gearteter Tod kann uns von diesem Ziel abhalten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im letzten und dritten Vers unseres Predigttextes sagt Jesus, dass er wie der Vater Tote lebendig machen kann. Die f\u00fcr die Ordnung der Predigtexte in der EKD zust\u00e4ndige Kommission hat meiner Vermutung nach wegen des anstehenden Osterfestes den Predigttext mit dem Vers 21 begrenzt, weil hier von Gott die Rede ist, der Tote auferweckt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der f\u00fcr die Botschaft Jesu ganz wichtiger Satz steht erst in Vers 24:<\/p>\n<ol start=\"24\">\n<li style=\"font-weight: 400;\">Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort h\u00f6rt und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser Vers verk\u00fcndet uns durch Jesu Rede eine ganz besondere Osterbotschaft:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du bist schon vor Deinem irdischen, leiblichen Tod, mit dem ewigen Leben beschenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Niemand und nichts kann Dich mehr von Gott trennen, weil Du der frohen Botschaft Jesu glaubst , dass Du bis in alle Ewigkeit mit der barmherzigen Liebe Gottes beschenkt bist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebenschenkend: Vater und Sohn | Osternacht |30.03.2024 | Joh 5,19-21| Rainer Kopisch | Liebe Gemeinde, liebe Schwestern und Br\u00fcder, Gewalt und Macht geh\u00f6ren in dieser Welt zu den m\u00f6glichen Verf\u00fchrungen des B\u00f6sen. 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