{"id":19787,"date":"2024-04-16T06:58:56","date_gmt":"2024-04-16T04:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19787"},"modified":"2024-04-15T21:05:50","modified_gmt":"2024-04-15T19:05:50","slug":"2-korinther-4-14-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-korinther-4-14-18\/","title":{"rendered":"2. Korinther 4, 14-18"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Predigt als Gespr\u00e4ch zwischen Paulus von Tarsus und Immanuel Kant zum 300. Geburtstag von Letzterem | Jubilate | 21. April 2024 | 2Kor 4, 14-18 | D\u00f6rte Gebhard |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Immanuel, zu deinem 300. Geburtstag gratuliere ich dir! Dein Name Immanuel, \u00abGott sei mit uns\u00bb, geleite dich, uns beide, alle hier \u2013 die n\u00e4chsten 300 Jahre und in Ewigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Danke, danke, ehrw\u00fcrdiger Apostel. Spielen wir zusammen zur Feier des Tages eine Runde Billard?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Billard? Was soll das sein? Das kenne ich nicht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Mit Billard habe ich mein Studium finanziert, \u00fcbrigens auch die theologischen Vorlesungen. In den Kaffeeh\u00e4usern K\u00f6nigsbergs winkten dem Sieger im 18. Jahrhundert recht ansehnliche Preise. Ich war ziemlich geschickt mit den Kugeln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Dir w\u00e4re langweilig! Es st\u00e4nde doch jetzt schon fest, wer gew\u00f6nne. Als ich 300 wurde, waren schlimme Zeiten. Der r\u00f6mische Kaiser Diokletian betrieb seine antichristliche Politik und liess die Christen verfolgen. Ausrotten konnte er die Gemeinden nicht, aber die Liste der M\u00e4rtyrerinnen und M\u00e4rtyrer ist lang.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Erst morgen, am 22. April, werde ich 300, aber Frieden ist bei den aktuellen Kriegen in der Welt nach wie vor nicht in Sicht. Dabei habe ich als alter Mann, 1795, \u00abVom ewigen Frieden\u00bb geschrieben \u2013 jedenfalls, wie er anzustreben w\u00e4re, wie die ersten Schritte auss\u00e4hen. Man kann das d\u00fcnne Reclamheft f\u00fcr ein paar Franken haben, aber es lesen viel zu wenige &#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Apropos unsere Schriften: Hast du eigentlich <em>meine<\/em> Briefe gelesen oder von ihnen geh\u00f6rt? Du bist nicht so ein Kirchg\u00e4nger gewesen, erz\u00e4hlt man sich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Ich habe nicht nur deine Briefe gelesen, sondern kenne die ganze Bibel sehr, sehr gut. Meine Mutter war eine herzensgute, fromme Frau. Sie hat mich zu Pfarrer Schultz geschickt. Er war damals der beste Prediger von K\u00f6nigsberg. Meine liebe Mutter starb, als ich 13 war, aber sie hat \u00abeinen immerw\u00e4hrenden heilsamen Einfluss auf mein Leben gehabt\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. Aber ich ging auf eine christliche Schule, auf das Collegium Fridericianum, wo sie es so dermassen \u00fcbertrieben haben mit t\u00e4glichen Belehrungen und Bekehrungen und Gebeten und Andachten &#8230; ich merkte schon als Kind, dass da viel zu viel Heuchelei dabei war. Und Zwang in religi\u00f6sen Dingen ist niemals gut!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Da hast du Recht, man kann den Glauben nicht befehlen. Aber Gott findet seine Wege \u2013 mich hat er vom Pferd gerissen und drei Tage mit Blindheit geschlagen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Das weiss ich: vor Damaskus. Bei Gelegenheit musst du mir vom damaligen Pferdegeschirr erz\u00e4hlen, mein Vater war n\u00e4mlich Sattler.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Und ich gelernter Zeltmacher. Wir kommen also beide aus einem Haushalt, in dem es nach Leder roch und derber Stoff sich stapelte. Dein Vater hatte wahrscheinlich dicke Hornhaut an den Fingern wie ich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Wir haben noch viel mehr Gemeinsamkeiten. Du hast nie geheiratet &#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: &#8230; und du auch nicht! Warum eigentlich nicht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Ich war immer schw\u00e4chlich und \u00fcberhaupt nur 1.57 m gross! Meine Lunge war eingedr\u00fcckt, ich musste immer um Atem ringen. Es war ihnen fast immer zu leise, wenn ich sprach. Sie wollten daher lieber die Mitschriften meiner Vorlesungen haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Genau wie bei mir! Mir haben sie in Korinth auch vorgehalten, dass ich schwach und kl\u00e4glich klinge (vgl. 2. Kor 10, 10). Deshalb habe ich ihnen lange Briefe geschrieben. So konnte ich ihnen nachhaltiger Mut machen. Im 2. Korintherbrief schrieb ich seinerzeit im 4. Kapitel:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>14 <\/sup><\/em><em>Denn wir wissen, dass er, der Jesus, den Herrn, auferweckt hat, mit Jesus auch uns auferwecken und mit euch vor sich hinstellen wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>15 <\/sup><\/em><em>Denn alles geschieht um euretwillen, damit die Gnade sich mehre durch die wachsende Zahl der Glaubenden und so der Dank reichlich str\u00f6me zur Verherrlichung Gottes.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>16 <\/sup><\/em><em>Darum verzagen wir nicht: Wenn auch unser \u00e4usserer Mensch verbraucht wird, so wird doch unser innerer Mensch Tag f\u00fcr Tag erneuert.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em><sup>17 <\/sup><\/em><em>Denn die Last unserer jetzigen Bedr\u00e4ngnis wiegt leicht und bringt uns eine weit \u00fcber jedes Mass hinausgehende, unendliche F\u00fclle an Herrlichkeit,\u00a0<sup>18 <\/sup>wenn wir nicht auf das Sichtbare schauen, sondern auf das Unsichtbare. Denn das Sichtbare geh\u00f6rt dem Augenblick, das Unsichtbare aber ist ewig. (Z\u00fcrcher Bibel)<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Ich habe versucht, meine Zeitgenossen genau dar\u00fcber aufzukl\u00e4ren \u2013 dass das alles hier eben nicht alles ist! Aber, mit Verlaub, ich habe es etwas besser, logischer gegliedert als du. Drei Fragen m\u00fcssen gekl\u00e4rt werden:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00ab1. Was kann ich wissen? 2. Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen?\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wobei ich die Frage nach der Hoffnung immer die wichtigste fand!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Irdischen geht der Mensch nicht auf. Ich schrieb:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abUnter diesen Betrachtungen richtet der Weise (aber wie selten findet sich ein solcher!) die Aufmerksamkeit vornehmlich auf seine gro\u00dfe Bestimmung jenseits des Grabes. Er verliert die Verbindlichkeit nicht aus den Augen, die ihm der Posten auferlegt, auf welchen ihn hier die Vorsehung gesetzt hat. Vern\u00fcnftig in seinen Entw\u00fcrfen, aber ohne Eigensinn, zuversichtlich auf die Erf\u00fcllung seiner Hoffnung, aber ohne Ungeduld, bescheiden in den W\u00fcnschen, ohne vorzuschreiben, vertrauend, ohne zu pochen, ist er eifrig in der Leistung seiner Pflichten, aber bereit, mit einer christlichen Resignation sich in den Befehl des H\u00f6chsten zu ergeben, wenn es ihm gef\u00e4llt, mitten unter allen diesen Bestrebungen ihn von der B\u00fchne abzurufen, worauf er gestellt war. Wir finden die Wege der Vorsehung allemal weise und anbetungsw\u00fcrdig in denen St\u00fccken, wo wir sie einigerma\u00dfen einsehen k\u00f6nnen; sollten sie es da nicht noch weit mehr sein, wo wir es nicht k\u00f6nnen?\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: So hast du geschrieben? Da muss man einen Ausleger anstellen, um das zu verstehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Ha, sagtest du gerade: <em>einen<\/em> Ausleger?! Du bist besser still, an deinen Briefen m\u00fchen sich tausende Ausleger schon 1700 Jahre l\u00e4nger ab als bei mir! Weil wir nur deine Antworten an die Korinther haben und nicht, was \u00fcberhaupt ihre Fragen und Probleme waren &#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Aber verstehe ich dich richtig: Erst kommt hier die Arbeit, dann dort einmal das Vergn\u00fcgen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Genau. Vor allem und zuerst haben wir <em>Pflichten<\/em> in der Welt, die es zu erf\u00fcllen gilt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Dabei leiden wir unter dem, was uns Menschen antun. Daher schrieb ich von den <em>Bedr\u00e4ngnissen<\/em>, die wir zu erdulden haben. Wir sollen also hier unsere Pflichten erf\u00fcllen und auf Gott, den H\u00f6chsten vertrauen, dass seine Vorsehung richtig ist, auch wenn wir es vorl\u00e4ufig nicht einsehen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Nicht einsehen <em>k\u00f6nnen<\/em>, darauf kommt es an. Unser Verstand hat Grenzen. Gott ist gr\u00f6sser als wir denken &#8230; gr\u00f6sser als wir denken <em>k\u00f6nnen<\/em>! Kurz vor meinem Tod, als ich immer gebrechlicher wurde, mit deinen Worten: <em>als mein \u00e4usserer Mensch verbraucht war<\/em>, schrieb ich noch: \u00abEs ist unm\u00f6glich, dass ein Mensch ohne Religion seines Lebens froh werde.\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Aber du bist doch <em>der<\/em> Aufkl\u00e4rer. Du hast doch unentwegt dazu aufgerufen, sich mutig des eigenen Verstandes zu bedienen! Du hast doch dein ganzes Leben mit Denken verbracht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Das habe ich \u2013 und es gibt viel zu denken angesichts der Dummheit in der Welt. Es geht darum, auch heute wieder angesichts von Verschw\u00f6rungslegenden und absurden Meinungen, Vertrauen in die Klarheit der menschlichen Vernunft zu fassen. Das war meine Lebensaufgabe.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber ich habe dabei auch die Grenzen des menschlichen Verstandes sch\u00e4rfer als alle Denker vor mir bestimmt. Wir k\u00f6nnen Gott mit unserem Verstand nicht fassen, \u00fcbrigens auch nicht mit unserem Gef\u00fchl, weil manche manchmal jetzt auch auf diese abwegige Idee kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Du hast keine Ahnung, sie kommen heutzutage noch auf viel abwegigere Ideen! Wenn es um das Leben nach dem Tod geht, denken einige an Reinkarnation und andere an ihren Nachruhm.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Darauf wollen wir uns besser nicht verlassen. Man gedenkt zwar meines 300. Geburtstages, aber es sind nicht viele, die meine Texte wirklich gr\u00fcndlich studieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Von mir spricht die Welt fast siebenmal so lange wie von Dir, aber wenn ich daran denke, wie viel Unrecht mit meinen Worten begr\u00fcndet wurde, dann verzichte ich gern auf Nachruhm. Schon zu meinen Lebzeiten habe ich mit aller Kraft versucht, von mir abzulenken und auf Christus hinzuweisen, dass <em>so der Dank reichlich str\u00f6me zur Verherrlichung Gottes, <\/em>wie ich schrieb, nicht zur Anbetung meiner Wenigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Das geh\u00f6rt zu unseren Pflichten! Einmal werden wir zur Verantwortung gerufen, ob wir uns \u2013 im Rahmen unserer M\u00f6glichkeiten \u2013 auch unseres Verstandes bedient haben, bei allem, was wir in die Welt gesetzt haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: <em>Denn wir wissen, dass er, der Jesus, den Herrn, auferweckt hat, mit Jesus auch uns auferwecken und mit euch vor sich hinstellen wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Du wirst mir immer sympathischer. Die praktische Vernunft erfordert es, dass wir einst Rechenschaft ablegen \u00fcber unser Reden und Tun. Denn der Verstand ist eine sehr gute Gabe Gottes. Die Welt s\u00e4he besser und friedlicher aus, wenn mehr Leute wirklich klar denken und handeln w\u00fcrden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Und \u00fcber dich staune ich immer mehr! Dass du heute nach Sch\u00f6ftland gekommen bist! Du warst doch immer, immer zu Hause, du hast die Bannmeile von K\u00f6nigsberg zeitlebens nie verlassen. Ich h\u00e4tte das nicht ausgehalten! Mich hat es nie lange an einem Ort gehalten, selbst dann nicht, wenn ich ausnahmsweise nicht fliehen musste vor denen, die mir nachstellten. Ich konnte dann immer noch einen Brief schreiben, dem gut ausgebauten, r\u00f6mischen Strassennetz sei Dank!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Und ich konnte es mir immer sehr gut vorstellen, wie es anderswo ist. Dazu hat Gott mich mit gen\u00fcgend Fantasie begabt. Ich habe alles aus der grossen weiten Welt gelesen und mich lieber k\u00f6rperlich geschont, drum bin ich so alt geworden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Alt bin ich auch geworden \u2013 aber nicht, weil ich mich geschont h\u00e4tte. <em>Ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle, aber nicht ich, sondern Gottes Gnade, die in mir ist<\/em> (vgl. 1. Kor 15, 10).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Jetzt hast du wieder von der Arbeit angefangen! Jetzt h\u00f6ren wir auf mit aller M\u00fchsal, denn, wie ich einmal sagte: \u00abDer Himmel hat uns Menschen gegen die M\u00fchseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: Die Hoffnung, den Schlaf, das Lachen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Da muss ich jetzt doch noch meinen Senf dazugeben!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Grosses Glas Senf kommt hervor &#8230; <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weil ich weiss, wie gern du Senf hast \u2013 und dass du ihn zu wirklich <em>jeder<\/em> Speise gegessen hast. Denn jetzt sollten wir bald einmal etwas essen! Es gibt heute Abendmahl im Gottesdienst und, wie jeden Sonntag in Sch\u00f6ftland, Kirchenkaffee mit feinem Zopf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Auf meinen Senf bin ich stolz. Ich habe ihn stets selbst anger\u00fchrt, f\u00fcr meine G\u00e4ste bei Tisch und f\u00fcr mich. Diese Arbeit tat ich immer gern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Jetzt hast <em>du<\/em> wieder von der Arbeit angefangen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kant: Aber &#8230; <em>die Last unserer jetzigen Bedr\u00e4ngnis wiegt leicht und bringt uns eine weit \u00fcber jedes Mass hinausgehende, unendliche F\u00fclle an Herrlichkeit,\u00a0<sup>18 <\/sup>wenn wir nicht auf das Sichtbare schauen, sondern auf das Unsichtbare. Denn das Sichtbare geh\u00f6rt dem Augenblick, das Unsichtbare aber ist ewig.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das hast <em>du<\/em> gesagt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus: Aber <em>jetzt<\/em> hast <em>du<\/em> es gesagt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beide zugleich: Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>D\u00f6rte Gebhard, Pfarrerin<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reformierte Kirche Sch\u00f6ftland\/Schweiz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Schultz, Uwe: Kant, Reinbek 1965, S. 9.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a>\u00a0 Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft, 1781: A 805 \u2013 1787: B 833.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a>\u00a0 Zitiert nach Huber, Wolfgang: Unsterblichkeit und W\u00fcrde, Kant zu Ehren. Vortrag am 200. Todestag Immanuel Kants, dem 12. Februar 2004, in St. Michaelis zu Hamburg auf Einladung der Patriotischen Gesellschaft von 1765 und der ZEIT-Stiftung \u2013 Quelle: <a href=\"https:\/\/www.ekd.de\/030216_huber_kant.html\">https:\/\/www.ekd.de\/030216_huber_kant.html<\/a>,\u00a0 abgerufen am 3. 4. 2024 und orthographisch angepasst von DG.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/088B5D14-8D81-4EBB-82C5-F267563D6B13#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Ebd., abgerufen am 3. 4. 2024.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt als Gespr\u00e4ch zwischen Paulus von Tarsus und Immanuel Kant zum 300. Geburtstag von Letzterem | Jubilate | 21. April 2024 | 2Kor 4, 14-18 | D\u00f6rte Gebhard | Paulus: Immanuel, zu deinem 300. Geburtstag gratuliere ich dir! 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