{"id":19957,"date":"2024-05-28T10:30:48","date_gmt":"2024-05-28T08:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=19957"},"modified":"2024-05-28T10:51:26","modified_gmt":"2024-05-28T08:51:26","slug":"lukas-1212-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-1212-21\/","title":{"rendered":"Lukas 12,12-21"},"content":{"rendered":"<h3>1.Sonntag nach Trinitatis | 02.06.24 | Lk 12,12-21 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | Anne-Marie Nybo Mehlsen |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geiz, Geldgier und \u00dcberfluss sind nicht gut f\u00fcr den Menschen. Das t\u00e4gliche Bad von Dagobert Duck in seinem Geld ist geistlos, und Dagobert macht sich l\u00e4cherlich, wenn von seinem Reichtum nur Sorgen und \u00c4rger hat. Er ist geizig und gierig bis hin zum Grotesken, und deshalb lachen wir \u00fcber ihn. Er ist ja aber auch nur eine Comic-Figur \u2013 und das macht es uns leicht, zugleich \u00fcber uns selbst zu lachen und \u00fcber unsere kleinen Tr\u00e4ume von unendlichem Reichtum und gro\u00dfem Gewinn. Im Traum vom gro\u00dfen Gewinn verwechseln wir einen Augenblick \u00dcberfluss mit Freiheit. Wenn wir gefragt werden, wof\u00fcr wir den gro\u00dfen Gewinn verwenden werden, so werden viele erst von ihm austeilen und sich dann in Sorglosigkeit oder vielleicht auf eine Reise begeben, damit wir uns nicht in all dem Luxus langweilen werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0 Der reiche Bauer, von dem Jesus erz\u00e4hlt, will seine Lebensversicherung in gro\u00dfe neue Scheunen investieren und dann seine Fr\u00fchpension genie\u00dfen. Wer tr\u00e4umt nicht in einem unbeobachteten Augenblick davon?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sammeln uns gerne Sch\u00e4tze, nicht nur materielle Sch\u00e4tze in G\u00fctern und Gold, sondern auch in weicheren Werten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0 Oft verwechseln wir das, was wir angesammelt haben, mit Freiheit, so als sei das eine Art Verm\u00f6gen, das in Leben eingetauscht werden kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0 Soll denn das Leben gekauft werden? Kann das Leben gekauft werden? Soll man mit Gott handeln oder verhandeln?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn das so ist, dann w\u00e4ren wir nichts anderes als kleine Schachfiguren, die nicht wissen, wann wir vom Brett genommen werden! Das zeugt von einem furchtbaren Gottesbild und einer deprimierenden Lebensanschauung in dem, was viele von uns t\u00e4glich mit Wohlstand und gutem Leben verwechseln \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir denken besser von Gott und dem Leben, das Gott uns schenkt, h\u00f6rt also, was Jesus gesagt hat:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eDas Leben eines Menschen h\u00e4ngt nicht von dem ab, was er besitzt, selbst wenn er im \u00dcberfluss lebt\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0 Der reiche Bauer mit dem Plan, gro\u00dfe Scheunen zu bauen, ist mit seiner materiellen Sicherheit nicht reich bei Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber was bedeutet es, reich bei Gott zu sein? Wie soll man sich einen Schatz, einen Reichtum bei ihm sammeln, der nicht eine Handelsware ist, eine zusammengepresste Kiste aus Verdienst und Wohlwollen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott l\u00e4sst sich nicht kaufen oder bestechen \u2013 nicht mit Geld und materiellem Wohlstand und auch nicht mit Tugenden und guten Werken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch wenn Menschen das hin und wieder versuchen. Weil sie glauben, dass Gott doch die Frommen am liebsten hat. Oder glauben wir vielleicht, dass wir nur geliebt werden k\u00f6nnen, wenn wir es verdienen.?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber Liebe und Leben soll und kann man nicht kaufen. Das Leben eines Menschen h\u00e4ngt nicht von dem ab, was er besitzt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Leben eines Menschen h\u00e4ngt von Gott ab. Wir <em>sind<\/em> schon reich bei Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0 Unser Schatz hei\u00dft Christus. Er \u00fcbersch\u00fcttet uns mit der Liebe Gottes \u2013 v\u00f6llig umsonst!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott gibt uns in Jesus sich selbst ohne Vorbehalt, geht bis an die \u00e4u\u00dfersten Grenzen, h\u00e4lt nicht ein, schreckt kein Risiko und kalkuliert nicht mit Verlusten. Jesus ertr\u00e4gt den Schmerz, treu, geduldig. Er stellt uns mitten in die Herrlichkeit des Reiches Gottes und sagt, wir sind die betrauten Erben, die geliebten Kinder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn du von gro\u00dfen Scheunen und pr\u00e4chtigen Wohnungen tr\u00e4umst, dann schau dich um in den hellen S\u00e4len im Margengrauen und im Sonnenuntergang: Siehe! Die Sonnenstrahlen, Gold, Edelsteine und Diamanten. Siehe! Der Engel des Lichts, der t\u00e4glich sowohl Herr und Bettler k\u00fcsst, den Greis und das Kind, so dass der Blick strahlt und die Liebe strahlt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0\u00a0\u00a0 Mitten in all der Sch\u00f6nheit und dem Reichtum stehen wir und haben unendlich viel von uns zu geben. Deine Lieben und Angeh\u00f6rigen brauchen deinen Blick, das Werk deiner H\u00e4nde heute wieder. Der noch Fremde braucht, das Ihr einander als N\u00e4chste begegnet, in menschlicher Gemeinschaft.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe und die Forderung, sie anderen zu geben, das ist dein und mein Erbe. Unsere Aufgabe in Bezug auf das Erbe ist, dass wir der Furcht trotzen, zu verlieren, und angeben, dass wir statt dessen darauf vertrauen, dass Lebenskraft, die in Liebe verschenkt ist, nie verspielt ist und nie verloren ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00a0 Ob das Leben dann arm oder reich ist, beschwerlich oder leicht, kurz oder lang, es ist unsch\u00e4tzbar und ewig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jede kleine Tat der Liebe gibt Frucht und Ernte in der Ewigkeit Gottes, und jede Tr\u00e4ne, jeden Schmerz nimmt er auf. Gott sammelt das auf, was verloren und zerbrochen war \u2013 das ist alles vereint mit dem vollkommen Ewigen. Das ist dein und mein Reichtum bei Gott. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pastorin Anne-Marie Nybo Mehlsen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">DK 4930 Maribo<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Email: amnm(at)km.dk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.Sonntag nach Trinitatis | 02.06.24 | Lk 12,12-21 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | Anne-Marie Nybo Mehlsen | Geiz, Geldgier und \u00dcberfluss sind nicht gut f\u00fcr den Menschen. Das t\u00e4gliche Bad von Dagobert Duck in seinem Geld ist geistlos, und Dagobert macht sich l\u00e4cherlich, wenn von seinem Reichtum nur Sorgen und \u00c4rger hat. 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