{"id":20086,"date":"2024-07-10T09:54:22","date_gmt":"2024-07-10T07:54:22","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20086"},"modified":"2024-07-10T10:11:04","modified_gmt":"2024-07-10T08:11:04","slug":"matthaeus-1024-31-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-1024-31-2\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 10,24-31"},"content":{"rendered":"<h3>7.s\u00f8ndag efter trinitatis | 14.07.24 | Mt 10,24-31 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | Lasse R\u00f8dsgaard Lauesen |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was ist das wert?<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer Stube, in der ich oft als Kind war, war eine feine Standuhr. Kein Kind durfte sich ihr n\u00e4hern, denn man denke nur, wenn etwas passierte. Sie wurde immer sorgsam von Staub abgewischt und aufgezogen, und jede Stunde konnte ihre Glocke die G\u00e4ste veranlassen, das Gespr\u00e4ch zu unterbrechen und and\u00e4chtig zuzuh\u00f6ren. Oft wurde dar\u00fcber gesprochen, wer die feine Uhr einmal erben und f\u00fcr die n\u00e4chste Generation erhalten d\u00fcrfte. Als die Uhr vererbt werden sollte, bestellte man einen Fachmann, der ihren Wert feststellen sollte. Und zur \u00dcberraschung aller sagte er: <em>So etwas ist nichts mehr wert, <\/em>und er f\u00fcgte hinzu: <em>Es ist eine Frage, ob ihr jemanden dazu \u00fcberreden k\u00f6nnt, sie freiwillig zu holen, ihr k\u00f6nnt auch die M\u00fcllabfuhr fragen. <\/em>So reden wir vom Wert, der kann steigen und fallen, je nach dem, was andere darin sehen. <em>Was ist das wert?<\/em> Diese Frage beziehen wir in der Tat auf alle Aspekte des Lebens und k\u00f6nnen sie so einordnen. Die Frage ist \u00f6konomischem Denken entnommen und kann alles betreffen von denen, die wir lieben, bis zum Sonderangebot in einem Gesch\u00e4ft. Also: <em>Was ist das wert? <\/em>Arbeit, Familie, Freundschaften und Erbst\u00fccke.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus predigt gegen diese Auffassung und predigt von dem, was festen Wert hat. Das tut er auch heute, wo wir ihn sagen h\u00f6ren: <em>Verkauft man nicht zwei Sperlinge f\u00fcr einen Groschen? Dennoch f\u00e4llt keiner von ihnen auf die Erde ohne euren Vater. Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Haupt alle gez\u00e4hlt. <\/em>Man beachte, dass der Wert von V\u00f6geln und uns nicht von dem kommt, was du oder andere dem beimessen, sondern von Gott selbst. Jesus predigt gegen den Marktwert und sagt, dass der Mensch einen Wert an sich hat. Der Mensch ist n\u00e4mlich im Bilde Gottes geschaffen und hat deshalb einen unendlich hohen Wert. Denn Jesus h\u00e4lt daran fest, dass sowohl du als auch dein N\u00e4chster einen unendlich gro\u00dfen Wert haben, der nicht etwas zu verdanken ist, das ihr verdient habt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das bedeutet, ganz gleich wie wertlos oder destruktiv sich dein N\u00e4chster verh\u00e4lt oder wie du den Wert deines N\u00e4chsten einsch\u00e4tzt, so h\u00e4lt das Evangelium daran fest, dass eben dieser Mensch einen Wert hat. Und deshalb sollen sie im Hinblick auf diesen Wert behandelt werden. Hier muss ich fast zwangsl\u00e4ufig denken, dass dieses Projekt ja scheitern muss. Und die Antwort muss sein: Ja, das ging schief und geht schief, an den Wert eines jeden Menschen zu glauben, aber es geht auch gut. Jesus redete den Menschen an im Z\u00f6llner, in S\u00fcndern und gew\u00f6hnlichen Kaufleuten. Der Mensch, der sich im Dasein nach dem Ma\u00dfstab bew\u00e4hren will, was der Markt vorschreibt, hat einen Wert. Unser Wert begegnet in Jesus etwas, was bleibenden Wert hat. Denn Jesus lehrt uns, dass man nicht mit Gott verhandeln kann, er h\u00e4lt fest an dem Wert, dem er dir zumisst. Auch daran, dass das, was wir tun, nicht unseren Wert erh\u00f6ht, sondern dem N\u00e4chsten Wert beimisst.\u00a0 Jesus war ein Meister der N\u00e4chstenliebe, wir anderen fallen nat\u00fcrlich immer wieder durch. Deshalb ist das auch keine Siegespredigt, die wir heute h\u00f6ren, sondern eine Verhei\u00dfung, dass Gott mit dir ist, wenn du f\u00e4llst. Denn es wird uns zwar nicht so ergehen wie dem Meister, aber es wird schon gehen. Denn Gott sorgt f\u00fcr all das, was wir nicht k\u00f6nnen. Gott sorgt selbst f\u00fcr all das, was wir nicht wissen, auch wieviel Haare wir auf dem Kopf haben. Eine Zahl, die f\u00fcr den, der uns liebt, mehr wert ist als der Wert, den wir uns selbst zuschreiben. Und darauf k\u00f6nnen wir nur antworten: Was ist das doch wert, glauben dass man geliebt ist und sein Leben in diesem Lichte leben statt nach einer Skala von eins bis zehn, das verdient es, ans Licht zu kommen und von den D\u00e4chern gepredigt zu werden. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pastor Lasse R\u00f8dsgaard Lauesen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paarup kirke<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Email: LRL(at)km.dk<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>7.s\u00f8ndag efter trinitatis | 14.07.24 | Mt 10,24-31 (d\u00e4nische Perikopenordnung) | Lasse R\u00f8dsgaard Lauesen | Was ist das wert?\u00a0 In einer Stube, in der ich oft als Kind war, war eine feine Standuhr. Kein Kind durfte sich ihr n\u00e4hern, denn man denke nur, wenn etwas passierte. Sie wurde immer sorgsam von Staub abgewischt und aufgezogen, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20094,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[36,454,1,185,114,412,442,3],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-20086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-matthaeus","category-7-so-n-trinitatis","category-aktuelle","category-aus-dem-daenischen","category-deut","category-kapitel-10-chapter-10-matthaeus","category-lasse-rodsgaard-lauesen","category-nt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20086"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20086\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20087,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20086\/revisions\/20087"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20086"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=20086"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=20086"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=20086"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=20086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}