{"id":20174,"date":"2024-08-07T09:39:38","date_gmt":"2024-08-07T07:39:38","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20174"},"modified":"2024-08-07T10:16:08","modified_gmt":"2024-08-07T08:16:08","slug":"galater-216-21-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/galater-216-21-2\/","title":{"rendered":"Galater 2,16-21"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Pers\u00f6nliche Bereicherung: Folgt keiner Regel?! | 11. Sonntag nach Trinitatis | 11.08.24 | Gal 2,16-21 | Markus Kreis |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>16 Doch weil wir wissen, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, sind auch wir zum Glauben an Christus Jesus gekommen, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Christus und nicht durch Werke des Gesetzes; denn durch des Gesetzes Werke wird kein Mensch gerecht.\u200217 Sollten wir aber, die wir durch Christus gerecht zu werden suchen, sogar selbst als S\u00fcnder befunden werden \u2013 ist dann Christus ein Diener der S\u00fcnde? Das sei ferne!\u200218 Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, dann mache ich mich selbst zu einem \u00dcbertreter.\u200219 Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.\u200220 Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst f\u00fcr mich dahingegeben.\u200221 Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn, wenn durch das Gesetz die Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folgt keiner Regel! So lautete mal ein Text im Internet zu diesem Werbebild eines Autoherstellers.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-20180\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto-300x194.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto-300x194.png 300w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto-768x496.png 768w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto-18x12.png 18w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto-540x350.png 540w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/auto.png 908w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Darauf ist folgendes zu sehen: Ein PKW, fotografiert mit Fokus auf die Fahrerseite von links schr\u00e4g oben \u2013 aber statt waagrecht auf dem Erdboden in die Senkrechte gedreht \u2013 der Fahrer fliegt von einem Parkhausdach rechts im Bild aus dem Himmel Richtung Erde in eine luftige, bodenlose L\u00fccke, an deren linkem Rand sich ein Betonklotz findet, der von der Bildmitte bis zum Bildboden reicht, das Ganze ereignet sich auf dem Leitstrahl eines roten Lichts, das den Leuchten der PKW R\u00fcckseite entspringt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folgt keiner Regel! Nat\u00fcrlich folgt die Bewegung eines Autos den Regeln der Mechanik und Energie \u2013 und denen der Verkehrsordnung hoffentlich auch. Der Satz ist wahr, aber anders als gedacht. Folgt keiner Regel, obwohl die Welt voller Gesetze und Regeln steckt? Solchen n\u00e4mlich, die Natur und Technik uns Menschen vorgeben, Rechenregeln, Bedienungsanleitungen, Kochrezepte, usw. Und solchen, die wir Menschen uns eigens f\u00fcreinander ausgedacht haben wie Schulregeln, Sportregeln, Strafgesetz, auch die f\u00fcr Zeremonie und Ritual in einer Religion.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Du sollst! Sonst wird es eher unangenehm. Und du bekommst etwas zur\u00fcck, das Dir zuwider ist. Als Rechenpapst Denkwege und Ergebnisse voller Fehler, als Forscher viele falsche Annahmen und Schl\u00fcsse, als Techniker in den St\u00f6rfall gefahrene Anlagen. Als Au\u00dfenseiter Missachtung oder gar Mobbing. Und Strafe, wenn Du das Recht brichst. Du sollst! Aber wenn du dem Sollen nachkommst, gibt es etwas, das dir eher reinl\u00e4uft. In Wissenschaft und Technik Ehre zuhauf und meistens auch Geld, vielleicht sogar viel Geld. In der Gesellschaft und unter Mitmenschen mehr Respekt und W\u00fcrdigung und Zuspruch. Ahndung oder Belohnung, eine Vergeltung steckt als die eine Regel in allen Regeln mit drin. Das ist die Nachsicht, mit der wir zu Werke gehen und rechnen. Wenn ich die Regeln hier einhalte oder breche, was f\u00fcr Folgen hat es jeweils f\u00fcr mich, gute oder schlechte? Die Welt steckt voller Gesetze und Regeln samt den jeweils entsprechenden Folgen. Und jeder ist als B\u00fcrger verpflichtet, sich dabei stets zu informieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu kommt, dass wir wissen: Au\u00dfer den geschriebenen gibt es auch ungeschriebene Regeln und Gesetze. Dank der sozialen Medien im Internet haben sich solche schwebenden Regeln vervielfacht. Schauen wir nur mal auf die sogenannten Life Hacks. Da geht es um allerlei n\u00fctzliche Regeln f\u00fcrs Leben, \u00fcbrigens oft weniger neu als beansprucht. Aber auch um die informellen Regeln, mit welchen die Life Hacks designt und produziert werden. Und darum, nach welchen Regeln sie kritisiert werden sollen. Da hei\u00dft es aufpassen, sonst tritt man gleich mehrmals ins Fettn\u00e4pfchen \u2013 eine eher harmlose Form der R\u00fcckzahlung, verglichen mit dem, was da sonst noch aufschlagen kann. F\u00fcr manche Verk\u00e4ufer h\u00e4ngt da ihre Existenz dran. Da ist zu sehen: Wir Menschen lieben es offenbar nicht nur, zwecks Belohnung Gesetzen und Regeln zu entsprechen, wir lieben es mindestens genauso, neue Regeln und Gesetze zu entdecken und zu entwickeln. Mitsamt neuen Wegen, wie deren Verletzung zu ahnden und deren Befolgung zu belohnen ist. Jede Generation entwickelt da ihr Ding: Wer gilt als Frau, wer gilt als Mann? Wer ist keines von beiden oder bildet was eigenes Neues? Und was hei\u00dft es, wenn die eine Beziehung eingehen? Genug.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Warum \u00e4ndern Menschen gerne mal Regeln und Gesetze? Da gibt es gute Gr\u00fcnde f\u00fcr. Zum einen lernen sie einfach dazu. Unter Umst\u00e4nden hei\u00dft es da sogar, die Gesetze der Natur um- und anders zu schreiben oder fortschreiben zu m\u00fcssen. Dann n\u00e4mlich, wenn Forscher neue Ideen haben, deren Wahrheit sie beweisen wie Einstein. Zum anderen wird man so alte Regeln und Gesetze los, mit denen man \u00f6fter in Konflikt ger\u00e4t, weil sie einem im Grunde zuwider sind. Anderes ist Ma\u00dfstab geworden. Sei es, weil Mensch sich in seiner sch\u00f6pferischen Freiheit eingeschr\u00e4nkt f\u00fchlte wie Galilei zum Beispiel. Sei es, weil Mensch unterdr\u00fcckt wurde wie Leibeigene fr\u00fcher in Europa, Leute aus Afrika in fast allen Gebieten der Welt, oder weil Frauen das Wahlrecht und \u00c4mter vorenthalten wurden, auch in der Kirche. Oder weil Mensch wichtige pers\u00f6nliche Bed\u00fcrfnisse laufend unterdr\u00fccken musste. Da, wo das mehr zu schaden als zu nutzen scheint, wird das neuerdings behoben. Zum Beispiel werden Schwangere und Eltern besser geschont als fr\u00fcher. Oder Kassen decken als Leistung inzwischen auch Heilung f\u00fcr die Seele ab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Regel kann statt zum Guten auch zum Argen ge\u00e4ndert werden: Dann, wenn man Vorschriften nutzt, um einen anderen auszutricksen. Man spielt diesen erfolgreich entgegen, indem man deren L\u00fccken entdeckt und die dann nur f\u00fcr sich neu ausf\u00fcllt. Folgt keiner Regel! Der Anspruch bekommt da einen unguten Sinn.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir leben in einer Welt, die der Regelung bedarf und in der deshalb stets neue Gesetze und Regeln aufpoppen. Dabei schielen oder lauern wir immer wieder auf Ahndung oder Belohnung. Und zwar egal, ob wir Sender oder Empf\u00e4nger sind, also den Regeln nur gehorchen und entsprechen oder ob wir die Vorschriften aufstellen und anderen diktieren. Und auch egal, ob wir die Regeln und Gesetze besser oder schlechter verstehen und besser oder schlechter mit ihnen auskommen. Und so packen Menschen schlie\u00dflich auch gerne Gott mitsamt seiner Zuwendung und Liebe in Regeln. Um sich abschlie\u00dfend seiner Hilfe versichern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was f\u00fcr ein Wunder, dass Gott dem Gesichtsfeld der Menschen entschwindet! Denn Gott folgt nur einer Regel in seiner Liebe und Zuwendung, nur einem einzigen Gesetz. N\u00e4mlich dem, wozu er sich selbst verschrieben hat in Jesu Kreuz.So glauben das wir Christen. Gott hat sich und seine Liebe am Kreuz zum Opfer der Verh\u00e4ltnisse gemacht. Ist unter die R\u00e4der der Gesetze von Politik, Religion und Biologie gekommen, unter die Getriebe, die die G\u00e4nge des Lebens ordnen und bestimmen. Ist im Mahlen und Knirschen von Geb\u00e4ren und Sterben, von Entstehen und Vergehen, von Ahndung und Belohnung wahrhaft untergegangen. Nichts ist so vorhersehbar endg\u00fcltig und abgeschlossen wie das Leben mit Grab und Tod.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und in Jesu Auferstehung taucht Gott auf und zeigt: Auch das Leben mit Grab und Tod ist offen, obwohl abgeschlossen! Gott hat sich eingemischt: Der Kreislauf und die Regeln der Welt stehen unter seiner Macht, er beherrscht sie, stellt sie unter den Kreislauf seines Wollens und Regelns. Statt der Menschen gemachten Regeln und Gesetze \u2013 in Wahrheit und Wirklichkeit z\u00e4hlt nur sein Wille und Gesetz der Lebensliebe. Und der aus seiner Liebe geschaffene Spielraum kommt stets dem Leben in der Welt zu Gute. Dieser Spielraum und die sich daraus dr\u00e4ngenden neuen Regeln \u00fcberformen die Wirklichkeit, ohne dass es viele direkt mitkriegen. Und das hei\u00dft: \u00dcber kurz oder lang m\u00fcssen Menschen einige ihrer gemachten Regeln anpassen und den neuen folgen und entsprechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was bedeutet das f\u00fcr uns, die wir in einer Welt voller Regeln und Regelung leben? Folgt keiner Regel! Wenn das f\u00fcr Gott und sein Wirken stimmt, gilt das dann auch f\u00fcr seine Leute? Nun, auch Christen am Steuer eines PKW m\u00fcssen den Gesetzen von Energie und Mechanik gehorchen \u2013 sowie hoffentlich den Regeln des Verkehrs auf den Stra\u00dfen. Wer behauptet: \u201eIch folge keiner Regel!\u201c, der gibt sich oft einer Illusion hin. Allein den Gesetzen der Biologie gehorchen, das muss jeder. Aber es gibt da einige Menschen, denen mehr geglaubt wird, wenn sie sagen: Ich folge keiner Regel. Diese \u00fcben dann sehr viel Macht \u00fcber sehr viele andere Menschen aus. Und zwar, indem sie es schaffen, dass diese freiwillig ihren neuen Ma\u00dfst\u00e4ben und Regeln folgen, die sie aufstellen und vorschreiben. Ber\u00fchmte Chefs fallen einem da ein, Stichwort Digital, denen ist das gelungen. Und die gerne in Richtung Gott gesehen werden, egal ob sie aus dem Bereich Wirtschaft oder Politik kommen. Folgt keiner Regel! Dieser Satz gilt streng genommen nur aus unserer menschlichen Regelsicht f\u00fcr Gottes Liebe und Zuwendung. Gott bringt neue Ma\u00dfst\u00e4be sozusagen antizyklisch in der Welt. Gott hilft auf im normalen Kreislauf des Sterbens und Geb\u00e4rens und kommt darin dem Leben zu Gute. Gottes Liebe wirkt mit ihrem Kreislauf in dem mahlenden und knirschenden Getriebe der Welt, um es zu voran zu bringen. Geheimnis des Glaubens!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Folgt keiner Regel! Das gilt zuerst f\u00fcr den menschlichen Ma\u00dfstab und Regelblick auf Gott. F\u00fcr unseren eigenes Befolgen von Regeln gilt das nur eingeschr\u00e4nkt. Normalerweise gilt f\u00fcr Gl\u00e4ubige wie f\u00fcr jeden Menschen der Satz: Folgt den Regeln! Wie man wei\u00df: Jede Regel kennt eine Ausnahme. Und deren Ausdruck muss n\u00e4her bestimmt werden und der lautet dann: Folgt keinem Ma\u00dfstab, keiner Regel, die aus Sicht von Gottes Liebe und Zuwendung \u00fcberkommen sind. R\u00fcckst\u00e4ndig und veraltet im Verh\u00e4ltnis zu den erreichten Zeiten. Weil Gottes Liebe zum Leben einen Spielraum erschafft oder eingrenzt, dessen neue Ma\u00dfst\u00e4be und Regeln der alten Wirklichkeit zu Gute kommen und sie \u00fcberformen. Ohne dass die Welt das unbedingt mitkriegt, manche Menschen aber schon. F\u00fcr die hei\u00dft es: Folgt keinen Ma\u00dfst\u00e4ben oder Regeln, die aus Sicht von Gottes Liebe und Zuwendung \u00fcberkommen sind, deren Zeit also abgelaufen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welche neuen Regeln z\u00e4hlen dazu, wenn sie eingebracht und aufgestellt werden? Eine Antwort ergibt sich aus der Hoffnung: Gottes Liebe und Zuwendung er\u00f6ffnet einen neuen Spielraum, der der Welt zu Gute kommt. Und das schlie\u00dft manch altes als Ma\u00dfstab und Regelung in der Wirklichkeit aus. Spannend und umstritten, das Thema! Auch bei den Kirchen. Und das hei\u00dft: zwischen verschiedenen Kirchen, und innerhalb einzelner Kirchen. Die Kirchen und die gro\u00dfen und kleinen Bl\u00f6cke der Welt streiten sowieso darum.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Betrachten wir mal das T\u00f6tungsverbot: in biblischer Fr\u00fchzeit diente es dazu, das Ausufern wie bei der Rache zu unterbinden. Man wollte erreichen, dass Gleiches nur mit Gleichem vergolten wird. Was sich schlie\u00dflich in Recht und Gesetz jedes Landes mehr oder weniger durchgesetzt hat. Angesichts eines Atomkriegs mit der Vernichtung von Massen wurde das T\u00f6tungsverbot vor ca. vierzig Jahren mehr und mehr als absolutes Verbot verstanden. Inzwischen ist zus\u00e4tzlich das alte Recht auf Notwehr und Verteidigung in den Blick ger\u00fcckt. Angenommen, wir n\u00e4hmen zur Bannung eines Atomkriegs den russischen Angriff hin. Oder unterw\u00fcrfen uns sogar. Z\u00e4hlten wir dann darauf, dass sich wegen der vielen neuen Menschen im russischen Vasallen- oder Gro\u00dfstaat in absehbarer Zeit mehr Freiheit und mehr Rechte f\u00fcr mehr Leute entstehen w\u00fcrden? Oder: Wenn Putin in Europa atomar Amok liefe, w\u00fcrde er dann noch von sich denken k\u00f6nnen, dass alle Welt ihm als Staatsmann Achtung zollt und nacheifert? Sie k\u00f6nnen auch die Stellung der Frau in der Kirche durch den Wandel der Zeit betrachten und von da aus \u00fcber deren Zukunft vermuten. Und vieles andere mehr.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Leben in einer Welt voller Regelung setzt Menschen, die auf die hilfreiche Einmischung Gottes z\u00e4hlen, sehr zu. So arg, dass es einigen sehr schwerf\u00e4llt, das Warten mitsamt der Spannung auszuhalten. Dann verlassen sie sich lieber wieder auf alte, herrschende Regeln, oft ohne es zu merken. Lassen sich ganz von Gesetzen bestimmen, so dass sie ihrem Glauben widersprechen. Das passiert auch Gottes Leuten und ihren Kirchen. Aber Mensch und Kirche darf trotzdem auf Gottes Nachsicht hoffen, auf Vergebung f\u00fcr sich und die Seinen. F\u00fcr die Menschen \u00fcberhaupt. Darauf, dass Gott davon absieht zu ahnden. Oder wenn er es tut, dann so ahndet, dass er neues Leben damit verteilt. Obwohl dem Menschen klar sein oder es ihm wenigstens schwanen muss, dass so etwas rundum unverdient ist. Auch bei den besten Durchblickern, Gestaltern und Nutznie\u00dfern von Regelung und Regeln! Denn jeder Mensch l\u00e4sst mal ein paar Gesetze, die die Wirklichkeit ausmachen, au\u00dfer Acht oder bricht sie. Manchmal, sogar bei bester Vorarbeit, ohne Absicht, ohne es zu wollen. Die Welt \u00e4ndert sich einfach zu schnell. Unmerklich und viel schneller, als dass wir Menschen die neuen Ma\u00dfst\u00e4be und Regeln dazu erfassen k\u00f6nnen. Geschweige denn beachten und bei unserem Tun und Machen in Rechnung stellen. Folgt keiner Regel! Bereichert anhand vom g\u00f6ttlichen Spielraum die Ma\u00dfst\u00e4be eures Denkens und F\u00fchlens, H\u00f6rens und Redens, Tuns und Lassens, statt sie zu entsorgen oder vor lauter Sorgen das Leben dem Gesetz zum Fra\u00df vorzuwerfen. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Markus Kreis OStR<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neckarpromenade 17<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">D-68167 Mannheim<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: markus_kreis@web.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pers\u00f6nliche Bereicherung: Folgt keiner Regel?! | 11. 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