{"id":20252,"date":"2024-09-03T06:05:22","date_gmt":"2024-09-03T04:05:22","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20252"},"modified":"2024-10-23T11:19:10","modified_gmt":"2024-10-23T09:19:10","slug":"matthaeus-625-34-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-625-34-3\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 6,25\u201334"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Sorget nicht \u2013 oder doch? | 15. Sonntag n. Trinitatis | 08.09.2024 | Mt 6,25\u201334 | Thomas Bautz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Deutschen unterscheiden wir ziemlich genau zwischen verschiedenen Dimensionen des Sorgens:<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> Man sorgt sich um das Wohl der Kinder, um ihre Zukunft; man sorgt sich um die betagt gewordenen Eltern; sind diese inzwischen pflegebed\u00fcrftig, wird die Sorge sehr konkret, mitunter belastend und man st\u00f6\u00dft an seine eigenen Grenzen, nicht nur finanziell. Ob Pflegeheim oder h\u00e4usliche Pflege ist in Einzelf\u00e4llen schwer entscheidbar. Viele Familien haben aus Platzgr\u00fcnden gar keine M\u00f6glichkeit, ihre Eltern daheim, meist ohnehin mit Hilfe einer Pflegekraft, zu versorgen. Die Unterbringung in einem Pflegeheim birgt aber f\u00fcr viele ein gro\u00dfes finanzielles Risiko.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wichtig ist, dass sich die Gro\u00dffamilie rechtzeitig \u2013 auch mit einer guten Pflegeversicherung \u2013 auf die eine oder andere M\u00f6glichkeit vorbereitet. Dazu geh\u00f6rt unbedingt Kontaktpflege seitens der Eltern, denn es ist ein Trugschluss, dass die Atmosph\u00e4re in einem Pflegeheim automatisch wirksam einl\u00e4dt, dort neue Kontakte zu schlie\u00dfen. Auch wenn der dortige Sozialdienst sehr kreative Angebote f\u00fcr die Bewohner bietet \u2013 die Realit\u00e4t zeigt: Wer vorher eher kontaktarm lebte, wird sich im Seniorenheim auch eher zur\u00fcckziehen, sich einigeln, keine Initiative f\u00fcr neue Kontakte aufbringen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Vorbedingung oder Konstellation macht es f\u00fcr das Pflegepersonal und f\u00fcr die Angeh\u00f6rigen nicht leichter: Sie wollen ihrer Pflicht zur F\u00fcrsorge nachkommen, m\u00f6chten sich professionell um die ihnen anvertrauten Senioren k\u00fcmmern; auch die Familie f\u00fchlt sich zur F\u00fcrsorge verpflichtet. Erfolgt die Pflege daheim, kann sich die F\u00fcrsorge, verbunden mit Zuneigung, durchaus zur Sorge entwickeln: Wie werden wir das alles schaffen?! Zumal es freilich an Professionalit\u00e4t mangelt, w\u00e4hrend ein Heim auch Entlastungsfunktion hat, besonders wenn beide Kinder berufst\u00e4tig sind. Manchmal arbeiten die Kinder in einer anderen Stadt, mitunter weit entfernt; dann kann es zur Entfremdung kommen. Diese Beispiele zeigen, dass es eine Dimension der Sorge, n\u00e4mlich f\u00fcr und um jemanden gibt, die mehr als berechtigt ist und uns in die Pflicht nimmt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Leider wird das Wort \u201eSorge\u201c bei uns auch missbraucht, wenn es etwa floskelhaft verwendet wird: \u201eNun mach dir mal keine Sorgen, es wird schon!\u201c \u2013 \u201eKeine Sorge, du schaffst das schon!\u201c Solche Worte sollen angeblich ermutigen oder tr\u00f6sten. In Wahrheit vermitteln sie dem Betroffenen seine Schw\u00e4che: Warum kann dieser Mensch die Probleme nicht einfach in die Hand nehmen?! Au\u00dferdem entlasten solche Spr\u00fcche von der eigenen Verantwortung, denn man k\u00f6nnte doch Hilfe anbieten und auf diese Weise wirkliche Sorgen gar nicht erst aufkommen lassen oder sie minimieren. Ein anderes Problem besteht darin, dass Menschen verlernt haben, \u00fcber ihre Sorgen und Probleme zu sprechen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Blo\u00df nicht \u00fcber Sorgen und Probleme reden. Die Leute k\u00f6nnten denken, man sei ein Jammerlappen, ein Hypochonder, wenn es um medizinische Probleme geht, oder man sei st\u00e4ndig unzufrieden, was nat\u00fcrlich auch der Fall sein kann. Wer vermag das zu unterscheiden? Dauernde Unzufriedenheit kann mitunter ein Indikator f\u00fcr tiefer liegende Probleme sein. Das Gef\u00fchl der Unzul\u00e4nglichkeit: Schwach und gebrechlich: das Alter fordert seinen Tribut; entwurzelt: der eigenen Wohnung, dem vertrauten Heim entrissen. Die bange Frage: Ist mein Leben noch lebenswert? Spukt im Kopf herum, beherrscht Denken und Wahrnehmung als Sorge schlechthin. Diese Sorge l\u00e4hmt, schn\u00fcrt den Betroffenen peu \u00e0 peu die Kehle zu; Altersdepression ist sehr verbreitet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese bedrohliche, weil das Leben hemmende Sorge bef\u00e4llt heutzutage alle Altersgruppen, au\u00dfer den Senioren, in Variation auch Kinder und Jugendliche: Sie f\u00fchlen sich unzul\u00e4nglich, haben Angst, in der Schule zu versagen, werden depressiv. Das ist kein neurotisches \u201eSich-Sorgen-Machen\u201c, wie wenn sich jemand st\u00e4ndig Sorgen macht, wom\u00f6glich \u00fcber ein- und dieselbe Sache, Person oder \u00fcber ein Ereignis, dessen eventuelles Eintreffen (noch) gar nicht im Bereich des M\u00f6glichen liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nach allgemeinem Verst\u00e4ndnis ist \u201eSorge\u201c elementar verbunden mit Besorgen und Versorgen; man besorgt sich Lebensmittel f\u00fcr den t\u00e4glichen Bedarf oder auf Vorrat \u2013 im Wohlstandsland Deutschland meist im \u00dcberma\u00df. Davon wird sp\u00e4ter viel weggeworfen. Etwas sorgsamer (!) k\u00fcmmert man sich um Einrichtungsgegenst\u00e4nde f\u00fcr das Wohnen und selbstverst\u00e4ndlich um ein Auto. Es gibt nur einen Ort, wo man zur\u00fcckgezogen, in Freiheit wohnen und sein Leben individuell einrichten kann. Und das Auto ist nach wie vor des Deutschen liebstes Kind!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch der Staat hat eine gewisse F\u00fcrsorgepflicht,<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> oder? In manchen Bereichen vermisst man diese \u00a0F\u00fcrsorge des Staates bzw. der von ihm beauftragten Ministerien und Gremien: die Wohnungsnot allen voran. Man kann nicht wirksam etwas \u00e4ndern, solange Rechtsgrundlagen zugunsten der Immobilienhaie bestehen und so weiterhin der Mammon, das unrechtm\u00e4\u00dfig erworbene Kapital, diesen lebensnotwendigen Bereich beherrscht. Wie ignorant muss man sein, um solche N\u00f6te der meisten B\u00fcrger zu verdr\u00e4ngen oder nur sporadisch anzugehen?!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verst\u00e4rkte F\u00fcrsorge w\u00e4re auch dringend notwendig in den Lebensbereichen, wo extremer Mangel herrscht: Lehrermangel; Mangel an Auszubildenden im Handwerk; Mangel an Pflegekr\u00e4ften; Mangel an Personal f\u00fcr den \u00d6ffentlichen Nahverkehr (Bahn und Bus). Woran es dagegen offenbar nicht fehlt, ist die nicht unbetr\u00e4chtliche Anzahl der Berufe und Personen, die auf Kosten vieler B\u00fcrger, besonders der Kleinverdiener und des Mittelstandes leben, sich an ihnen bereichern. Eine Demokratie sollte die B\u00fcrger noch konsequenter vor Cyber-Kriminalit\u00e4t, vor Betrugsmaschen im Internet und vor anderen Betr\u00fcgereien im Bereich von Vertragsabschl\u00fcssen, die absichtlich nicht transparent sind, sch\u00fctzen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es hei\u00dft: \u201eDer Staat greift danach ein, wenn sich Menschen in Not befinden und bed\u00fcrftig sind. Insbesondere die Zahlung von Sozialhilfe oder Wohngeldzahlungen an einkommensschw\u00e4chere Mieter beruhen auf dem F\u00fcrsorgeprinzip.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Dennoch bleiben viele Menschen nicht ausreichend versorgt, auch wenn man an Grundversorgung im Gesundheitswesen oder an Vermittlung von Arbeitsstellen denkt. F\u00fcrsorge und Versorgung haben aber eine Kehrseite; sie sind ambivalent.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit F\u00fcrsorge des Staates durch Beh\u00f6rden und Einrichtungen sind \u00fcber die Jahrzehnte auch die Anspr\u00fcche in der Gesellschaft enorm gestiegen. Nicht jeder ist bereit, f\u00fcr geringen Lohn oder \u00fcberhaupt zu arbeiten, wenn die staatliche Unterst\u00fctzung (Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe) ausreicht. Es wird dann vergessen, dass Arbeit oder eine Besch\u00e4ftigung Sinn vermittelt und das Selbstbewusstsein st\u00e4rkt. Hier m\u00fcsste bereits die Schulausbildung einer grassierenden Tendenz Abhilfe schaffen, wonach das Leben vorwiegend an materiellen Bed\u00fcrfnissen orientiert ist: Eine vertiefte Sinn- und Wertevermittlung sollte gegen\u00fcber reinem Wissenstransfer Priorit\u00e4t haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Heidegger geht so weit, das <em>Dasein als Sorge<\/em> zu bestimmen, weil es nicht aus abstrakten Prinzipien erfolgt, sondern in der Selbsterfahrung des Menschen begr\u00fcndet ist. Die Sorge ist dabei f\u00fcr ihn vor allem <em>Sorge um das Selbst<\/em> und in Form der <em>F\u00fcrsorge f\u00fcr den Anderen<\/em>. Die F\u00fcrsorge kann dabei in zwei Varianten auftreten, n\u00e4mlich als <em>einspringende<\/em> F\u00fcrsorge, welche dem Anderen die Sorge abnimmt, was f\u00fcr diesen jedoch zur Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchren kann, oder aber sie kann f\u00fcr den Anderen <em>vorspringen<\/em>, so dass sie n\u00e4mlich dem Anderen hilft f\u00fcr seine eigene Sorge frei zu werden.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Wie zum allt\u00e4glichen Besorgen die Umsicht geh\u00f6rt, so eignet der F\u00fcrsorge die <em>R\u00fccksicht<\/em> und <em>Nachsicht<\/em>. Mitsein ist also um willen Anderer, Besorgen um willen seiner selbst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">L\u00e9vinas sieht die \u201eNahrungssorge\u201c nicht als Selbstsorge; sie ist \u201enicht gebunden an eine Sorge um die Existenz\u201c. \u201eDas Nahrungsbed\u00fcrfnis hat nicht die Existenz zum Ziel, sondern die Nahrung.\u201c Daf\u00fcr sorgt (!) die Biologie. Man hat Hunger und isst. Das Bed\u00fcrfnis kann sich ausweiten: In einem reichen Land, wo man aus dem Vollen sch\u00f6pft, werde ich egoistisch, \u201eohne Bezug auf Andere\u201c, \u201evollst\u00e4ndig taub f\u00fcr Andere\u201c, f\u00fcr verhungernde Kinder in Afrika, Asien, Nord- und S\u00fcdamerika. Man \u201everweigert die Kommunikation\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> den Diktatoren gegen\u00fcber, die jegliche Verantwortung ablehnen. Und die Politik und Gesellschaft der reichen L\u00e4nder tolerieren gr\u00f6\u00dftenteils diese Zust\u00e4nde, weil sie wichtige G\u00fcter aus diesen desolaten L\u00e4ndern beziehen. Es bedarf einer gr\u00fcndlichen Ver\u00e4nderung der Weltordnung.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man muss dieses Dilemma, diesen inhumanen Widerspruch immer wieder ansprechen und sich vor Augen f\u00fchren, dass dieses Faktum, das L\u00e9vinas stellvertretend f\u00fcr viele ausspricht, im Grunde nur f\u00fcr die ohnehin Satten, \u00fcberreichlich Satten zutrifft: Das Nahrungsbed\u00fcrfnis sei nicht die Sorge um die eigene Existenz. F\u00fcr einen riesigen Anteil der Weltbev\u00f6lkerung f\u00e4llt die Sorge um die Nahrung aber mit der Sorge um die Existenz zusammen. Menschen, die um etwas Brot, Reis und Wasser k\u00e4mpfen m\u00fcssen, haben faktisch schon in den Augen der Machthaber und Milit\u00e4rs ihr Existenzrecht verloren. Die Vereinten Nationen sprechen von Verletzung der Menschenrechte: Man redet und handelt nicht. Solange das fatale Vetorecht im UNO-Sicherheitsrat bestehen bleibt, werden weiterhin als hilfreich gedachte Resolutionen unwirksam bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Welche Dimension der Sorge spricht Rabbi Jesus an? Sind die ersten Worte schon eine Provokation? Wohl kaum, wenn wir Sorge als Selbstsorge zur Deckung der Grundbed\u00fcrfnisse betrachten. Doch ist Vorsicht geboten, denn der Hintergrund f\u00fcr diese Worte der Bergpredigt: <em>Sorget nicht<\/em> \u2026 ist die reale Situation der Landarbeiter (und Kleinbauern) im Pal\u00e4stina des 1. Jh.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Hilfsarbeiter und Tagel\u00f6hner empfangen ihre Arbeitsauftr\u00e4ge bereits am fr\u00fchen Morgen; wer sp\u00e4ter kommt, geht leer aus. Dann wird die Sorge um Nahrung existentiell: Nur wenig Vorrat an Getreide, Brot in Jerusalem noch teurer als vor Ort; sogar das Wasser kostet seit Monaten Geld, seitdem die Quelle versiegte. Was sollen wir anziehen? Man m\u00f6chte wenigstens zum Sabbat sauber erscheinen, und Kleidung ist ohnehin teuer geworden. \u201eDie Bedeutung der Sorge um das t\u00e4gliche Leben kann f\u00fcr diese Zeit nicht \u00fcbersch\u00e4tzt werden.\u201c \u201eDenn die Tagel\u00f6hner m\u00fcssen sich um das Existenzminimum sorgen.\u201c Ihre Sorgen und die \u201eSorgen der Reichen sind nicht dieselben.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber dann spricht der Nazarener das Surplus an: \u201eSorget nicht um euer Leben, was ihr esst (oder was ihr trinkt), auch nicht um euren Leib, was ihr anzieht! Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung\u201c (Mt 6,25).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das eigentliche, qualitative (andernorts: ewige) Leben ist ein \u00dcberschussangebot; es bietet weit mehr als Menschen erwerben k\u00f6nnen. Das Angebot, das Jesus anbietet, vermag jede Nachfrage zu toppen. Das wirkliche Leben, das sich nicht an Erf\u00fcllung der Grundbed\u00fcrfnisse, schon gar nicht am Wohlstand orientiert, l\u00e4sst sich nicht \u2013 vielleicht zum \u00c4rgernis des Big Business \u2013 mit Geld erwerben. Es bedarf aber einer Entscheidung: Will ich nach den Gesetzen der Wall Street oder der Frankfurter B\u00f6rse oder nach Kriterien einer vollkommen anderen Dimension leben? Eins der provokantesten Jesusworte findet sich kurz zuvor (Mt 6,24):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eNiemand kann zwei Herren dienen. [\u2026] Ihr k\u00f6nnt nicht Gott dienen <em>und<\/em> dem Mammon.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist kein sorgloses, verantwortungsloses Leben, sondern ein freies, selbstbestimmtes, <em>sorgenfreies<\/em> Leben, das sich nicht um das Morgen sorgt, \u201edenn das Morgen wird auch seine eigene Sorge haben. Es reicht, da\u00df jeder Tag seine eigene Plage hat\u201c (Mt 6,34).<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Schaffe ich es, nach diesen Worten zu leben? Damit ich mich in der Gegenwart nicht um die Absicherung des Morgen k\u00fcmmern muss? Bin ich frei f\u00fcr die Sorgen meiner Familie? Was bedeutet es, angstfrei zu sorgen, n\u00fcchtern zu planen und Finanzielles mit Notwendigem abzuw\u00e4gen? Das Wort \u201eGottvertrauen\u201c ist mir zu wenig aussagekr\u00e4ftig, aber einige Menschen w\u00fcrden es so nennen, wenn man das \u201eSorget nicht\u201c zu leben versucht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich betrachte es als ein \u201eunversch\u00e4mtes\u201c Privileg, sorgenfrei leben zu d\u00fcrfen; die Grundbed\u00fcrfnisse werden befriedigt. Gleicherma\u00dfen bin ich ersch\u00fcttert dar\u00fcber, wie riesig die \u00dcberangebote bei uns an Lebensmitteln, Kleidung, M\u00f6bel und Autos sind, meist auf Kosten der ausgebeuteten Arbeiter \u2013 darunter erschreckend vielen Kindern \u2013, die in armen L\u00e4ndern f\u00fcr ein Hungerlohn daf\u00fcr schuften m\u00fcssen. Warum begehren die Regierenden der demokratischen Staaten nicht dagegen auf? Werden hier nicht Menschenrechte verletzt? Oder geht es unausgesprochen nicht doch nur um Erhaltung unseres Wohlstands?! Die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten der Weltwirtschaft sind alles andere als gerecht und schon l\u00e4ngst zeitigen sie paradoxe Fehlentwicklungen wie die \u00dcberfluss- und Wegwerfgesellschaft. Es gibt Menschen, die leben von ihrem M\u00fcll, tauchen in die M\u00fclltonnen, finden oft noch Essbares.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es beschleicht vermutlich viele von uns das Problem, die Forderungen des Nazareners in unsere Verh\u00e4ltnisse zu \u00fcbersetzen oder zu \u00fcbertragen. Das betrifft vor allem einen weiteren Kernsatz des Evangeliums in der Bergpredigt (Mt 6,33):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eTrachtet (strebt) zuerst nach der Herrschaft Gottes und seiner (Gottes) Gerechtigkeit, dann wird euch alles andere dazugegeben.\u201c (\u201eEuch aber muss es zuerst um sein Reich [\u2026] gehen [\u2026].\u201c)<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir gerecht handeln, schlie\u00dft es Gottes Handeln ein: Gott wird seine Herrschaft aufrichten und gegenw\u00e4rtig, \u201egleichsam als Zugabe\u201c, \u201eSpeise und Kleidung schenken\u201c. Die irdischen Gaben sind (allerdings) gegen\u00fcber dem K\u00f6nigreich Gottes \u201esekund\u00e4r\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Dazu sei nochmals das anst\u00f6\u00dfigste Wort Jesu aus der Bergpredigt genannt (Mt 6,24):\u00a0 \u201eNiemand kann zwei Herren dienen. [\u2026] <em>Ihr k\u00f6nnt nicht Gott dienen und dem Mammon<\/em>.\u201c Und <em>dann<\/em> hei\u00dft es: <em>Sorget nicht<\/em> \u2026 (Mt 6,25)!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es geht doch nicht darum, dass ich weder Selbst- noch F\u00fcrsorge walten lassen soll; wir haben das schon hinreichend ausgef\u00fchrt. Es geht auch nicht darum, gr\u00f6\u00dftenteils auf Geld zu verzichten oder sich dem Wanderradikalismus der J\u00fcnger Jesu oder sp\u00e4ter dem M\u00f6nchtum zu verschreiben. Es geht wie so oft im Leben nur sekund\u00e4r um das Was, aber prim\u00e4r und verbindlich um das Wie: Nicht das Geld ist per se betr\u00fcgerisch erworbener Mammon, sondern unsere Art, damit umzugehen und vor allem die Tatsache, wie wir uns von den Gesetzen des Geldes, des Marktes, des Kapitals abh\u00e4ngig gemacht haben; ja, wie wir \u2013 die einen weniger, die anderen mehr \u2013 egoistisch, verw\u00f6hnt, immer anspruchsvoller geworden sind. Paradoxerweise sind Menschen in der <em>freien<\/em> Marktwirtschaft, im Kapitalismus von <em>Sorgen<\/em> durchdrungen, erstaunlicherweise auch von denen, die Jesus ansprach.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt Menschen, die besorgt sind und schlecht schlafen, wenn sie nicht mindestens f\u00fcnftausend Euro auf dem Girokonto ihrer Bank haben. Von mir aus kann jemand eine halbe Million oder noch viel mehr auf seinem Konto haben. Ich m\u00f6chte ihn oder sie aber gern fragen, ob ein Teil, im Idealfall sogar ein gr\u00f6\u00dferer Teil dem Allgemeinwohl dient, etwa durch F\u00f6rderung wichtiger Projekte, die sich inzwischen weltweit zugunsten der Armen, Hungernden und zugunsten der Umwelt organisieren. In einem kapitalistisch regierten Land wie etwa den USA habe ich freilich kein Recht \u2013 weder moralisch noch politisch \u2013 eine solch \u201eunanst\u00e4ndige\u201c Frage zu stellen, auch nicht in Europa! Ich w\u00e4re dann ein \u201eOutlaw\u201c, ein Gesetzloser, Verbrecher, Ausgesto\u00dfener \u2013 den Gesetzen des Geldes nicht gehorchend!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich m\u00f6chte aber auch nicht dastehen als jemand, der fromm oder gl\u00e4ubig in der Nachfolge Jesu steht, nach Gottes Herrschaft und seiner Gerechtigkeit trachtet und der f\u00fcr sich beansprucht, dass <em>daher<\/em> alle Grundbed\u00fcrfnisse f\u00fcr ihn (und seine Familie) gedeckt w\u00e4ren. Vielleicht bin auch ich anf\u00e4llig f\u00fcr die Verf\u00fchrungen des Big Capitalism, denn \u201eGeld verdirbt den Charakter\u201c, wei\u00df der Volksmund. Aber ich vergesse nie, wie ich als Student einmal f\u00fcr ca. zwei Semester mein Studium unterbrach, um mir m\u00fchsam meinen Lebensunterhalt zu verdienen, denn das Geld vom BAf\u00f6G reichte nicht aus. Jeweils zum Monatsende hatte ich keine Lebensmittel mehr, da ich die Miete f\u00fcr die Unterkunft bezahlte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich geriet deshalb nicht in Panik, suchte vielleicht nach einem weiteren Job, aber dann geschah etwas Erstaunliches, Unerwartetes: Just, als meine Lebensmittel aufgebraucht waren, wurde mir ein Paket mit einer passablen Auswahl an Lebensmitteln geschickt \u2013 anonym. Das geschah ein paar Mal, und ich f\u00fchlte und f\u00fchle mich bis heute an die Worte der Bergpredigt: <em>Sorget nicht<\/em> \u2026 erinnert. Ich hatte eine leise Ahnung, wer hinter dieser Notversorgung stecken k\u00f6nnte: Ein gl\u00e4ubiges Mitglied einer sog. Hochschulbibelgruppe, die bereits ihr Psychologiestudium absolviert, aber noch keine Stelle hatte. Dieses Erlebnis blieb f\u00fcr mich eine grundlegende Erfahrung, und ich wage es nicht, sie auf die eine oder andere Weise zu deuten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bin sehr vorsichtig, aus pers\u00f6nlichen Erfahrungen etwas Allgemeines oder Empfehlungen und Ratschl\u00e4ge f\u00fcr andere Menschen in N\u00f6ten abzuleiten. Ich scheue mich sogar, die Worte des Rabbi Jesus in der Bergpredigt pauschal auf unsere Zeit und Lebensweise zu \u00fcbertragen, weil sie doch vor einem bestimmten historischen und sozialen Hintergrund erfolgt sind. Dennoch bleibe ich dabei, dass sie ein kritisches Potential bis heute darstellen, ein Gegengewicht zu einem Leben vor lauter Sorge \u2013 in unserem Fall: unn\u00f6tiger, in Abh\u00e4ngigkeiten treibender Sorge um die Grundversorgung und dar\u00fcber hinaus: um den hochgepriesenen Wohlstand, der in Einzelf\u00e4llen keine Grenzen mehr kennt. Daraus kann sich eine Existenzangst entwickeln, die weder die Landarbeiter im 1. Jh. noch die Armen in den Slums heutiger Metropolen kennen. \u201eSorget nicht \u2026\u201c verf\u00e4ngt zu einem ambivalenten Zynismus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einen \u201eMehrwert\u201c kann der Nazarener bieten, wenn man sich ihm anvertraut: Das Leben ist de facto mehr wert als Lebensmittel, Kleidung, Wohnen; man denke an Gl\u00fcck, Sinnerf\u00fcllung, Freundschaft, Liebe, Zusammenhalt, Wertsch\u00e4tzung, Respekt, Traumberuf u.v.m. Die Bergpredigt als Ganzes sollte Pflichtlekt\u00fcre sein, auch an den Schulen! Es gibt darin vieles zu entdecken, was unserem Alltag und Denken widerspricht, aber auch einiges, was ermutigt. \u201eDer Mensch lebt, bildet sich, entfaltet sich nur mit Hilfe anderer Menschen.\u201c \u201eDeshalb ist eine soziale Ordnung, die nicht auf wechselseitigen Beziehungen gr\u00fcndet, dass die Menschen sich erg\u00e4nzen, sondern auf Konkurrenz, Beherrschung und Ausbeutung, zum Scheitern verurteilt.\u201c Lasst uns das Joch des materiellen Lebensstils absch\u00fctteln, um in Freiheit und Liebe unerwartete Begegnungen anzunehmen und \u201eendlich unserem Leben einen kollektiven Sinn zu verleihen\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a>Das wird unser Leben mit Freude erf\u00fcllen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(\u201eim Unruhestand\u201c)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Bonn<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a>Hilfreich zur Orientierung: Anna Henkel\/ Isolde Kahle et al.: Sorget nicht \u2013 Kritik der Sorge, Dimensionen der Sorge 2 (2019): \u201eSorget nicht\u201c in der Sorgegesellschaft (Isolde Karle), 19ff; \u201eSorget nicht\u201c &#8211; historische und dogmatische \u00dcberlegungen zur Entwicklung einer christlichen Lebensform (Reiner Anselm), 31ff; Zeit der Nichtsorge (Gesa Lindemann), 57ff; Sich sorgen \u2013 Eine Skizze zur Theorie der Rationalit\u00e4t von Sorge (Annette Schnabel), 99ff; \u201eSorget nicht\u201c in helfenden Berufen? &#8211; \u00dcber die emotionale Beteiligung beruflich Sorgender (Stefanie Schniering), 155ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Aber nur implizit, wenn er sich als demokratischen und sozialen Bundesstaat bezeichnet: Artikel 20 (I) GG.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen f\u00fcr Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale f\u00fcr politische Bildung 2016.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Helmuth Vetter: Grundriss Heidegger. Ein Handbuch zu Leben und Werk (2014): (C.) Dasein und Sein (\u00a7 10) Die Konstitution des Daseins (e) Das Mitsein (ii) Einspringende und vorausspringende F\u00fcrsorge, 84\u201385. Zum \u201eSein des Daseins als Sorge\u201c, s. Martin Heidegger: Sein und Zeit, GA 2 (\u00a7 41); cf. Vetter: Heidegger (\u00a7 10) (g) Die Angst und die Sorge (ii) Die Sorge als Ganzheit des Daseins, 89\u201390.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> L\u00e9vinas: Totalit\u00e4t und Unendlichkeit. Versuch \u00fcber die Exteriorit\u00e4t (<sup>5<\/sup>2014): (II.) Innerlichkeit und \u00d6konomie (B.) Genu\u00df und Vorstellung (3.) Das Element und die Dinge; das Zeug, 184\u2013191: 189\u2013190. L\u00e9vinas vermisst offenbar bei Heideggers Bestimmung der Sorge als Dasein (Sein und Zeit) eine Konkretisierung: \u201eBei Heidegger hat das <em>Dasein<\/em> niemals Hunger\u201c (L\u00e9vinas: op. cit., 191).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Jean Ziegler: \u00c4ndere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung st\u00fcrzen m\u00fcssen (<sup>4<\/sup>2015); der Autor ist em. Soziologe u. war bis 1999 Abgeordneter im Eidgen\u00f6ssischen Parlament, Genf. Von 2000 bis 2008 war er Sonderberichterstatter der UNO f\u00fcr das Recht auf Nahrung; von 2008 bis 2012 geh\u00f6rte Ziegler dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der UNO an; September 2013 wurde er erneut in dieses Gremium gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Cf. Mt 20,1\u201316; Luise Schottroff\/ Wolfgang Stegemann: Jesus von Nazareth \u2013 Hoffnung der Armen (<sup>3<\/sup>1990): Kap. 2: Schafe unter W\u00f6lfen. Die Wanderpropheten der Logienquelle (I.) Gottvertrauen als Lebensweise (1.) Die Sorgen der kleinen Leute und die Logienquelle, 55\u201359; (2.) Die Mahnung zu Sorglosigkeit und Furchtlosigkeit, 59\u201362.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Schottroff\/ Stegemann: Jesus von Nazareth \u2013 Hoffnung der Armen (<sup>3<\/sup>1990), 58.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Hans Weder: Die \u201eRede der Reden\u201c. Eine Auslegung der Bergpredigt heute (<sup>2<\/sup>1987): Vom Sorgen, 205ff: 206.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Cf. Eugen Drewermann: Das Matth\u00e4usevangelium. Erster Teil: Mt 1,1\u20137,29. Bilder der Erf\u00fcllung (1992): Mt 6,25\u201334: Sorgt euch allein, da\u00df Gott in euch herrscht, 571\u2013578: 572\u2013573.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Die Bibel, Einheits\u00fcbersetzung, z.St.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/1 (1985): K\u00fcmmert euch um das Reich Gottes (6,25\u201334), 363\u2013375: 370 (A. 54).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Cf. Drewermann: Das Matth\u00e4usevangelium. Bilder der Erf\u00fcllung (1992), 572.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/1FDBD185-73CE-45BD-A0B0-6337892DADD0#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Ziegler: \u00c4ndere die Welt! Warum wir die kannibalische Weltordnung st\u00fcrzen m\u00fcssen (<sup>4<\/sup>2015): Vorwort, 14.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorget nicht \u2013 oder doch? | 15. Sonntag n. Trinitatis | 08.09.2024 | Mt 6,25\u201334 | Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! 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