{"id":2038,"date":"2020-03-01T16:51:37","date_gmt":"2020-03-01T15:51:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2038"},"modified":"2020-03-12T11:01:38","modified_gmt":"2020-03-12T10:01:38","slug":"der-mensch-im-zwiespalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/der-mensch-im-zwiespalt\/","title":{"rendered":"Der Mensch im Zwiespalt"},"content":{"rendered":"<h3>Predigt zu Genesis (1. Buch Mose) 3,1\u201319.(20\u201324), verfasst von Thomas Bautz |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Es gilt als unpopul\u00e4r und langweilig, wenn man bei einer Vorstands- oder Presbyteriumssitzung bei \u201eAdam und Eva\u201c anf\u00e4ngt. Die Zuh\u00f6rer f\u00fcrchten mit Recht einen langen Exkurs in die Vergangenheit, etwa in die Geschichte und fr\u00fcheren Erfolge des Unternehmens. Man m\u00f6chte, dass der Redner die heutigen Probleme anspricht, nach M\u00f6glichkeit L\u00f6sungen anbietet und dabei auf den Punkt kommt. Doch nun ist es wieder einmal an der Zeit, mit \u201eAdam und Eva\u201c zu beginnen, handelt es sich doch um den m\u00e4chtigsten Mythos der Menschheit.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Bevor wir versuchen zu kl\u00e4ren, was alles unter \u201eMythos\u201c verstanden werden kann \u2013 immerhin ist diese religionsgeschichtliche und literarische Kategorie keine Selbstbezeichnung des Textes \u2013, und bevor wir uns an Interpretationen von Gen 3 heranwagen, sollten wir zun\u00e4chst die wesentlichsten Entsprechungen und Beziehungen zur zweiten Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in Gen 2 betrachten:<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Der Mensch wird aus Staub (Lehm) geschaffen. \u2013 Der Mensch ist (seinem Wesen nach) Staub (Lehm). Die Erde bringt Fr\u00fcchte hervor. \u2013 Die Erde bringt Gestr\u00fcpp und Dornen hervor. Der Mensch soll den Garten in Eden bebauen. \u2013 Er soll den Ackerboden in M\u00fchsal bebauen. In beiden Erz\u00e4hlungen sind Mann und Frau eine Einheit. Adam und Eva sind nackt, doch sch\u00e4men sie sich nicht. \u2013 Sie erkennen ihre Nacktheit und sch\u00e4men sich.<\/p>\n<p>Von allen B\u00e4umen im Garten d\u00fcrfen sie essen, nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se. \u2013&nbsp; Von keinen B\u00e4umen im Garten d\u00fcrfen sie essen, vom Baum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se (nur) nicht, weil Adam und Eva sonst Anteil h\u00e4tten an der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se.<\/p>\n<p>Die gesamte Erz\u00e4hlung wird von Dialogen und kurzen Kommentaren durchzogen. Dabei bestimmen Gegenspieler (Antagonisten) den Spannungsbogen der erz\u00e4hlerischen (narrativen) Handlung. Und es sind Verf\u00fchrungskunst, Einwilligung, Schuldzuweisungen und ihre Konsequenzen vorherrschend. Der harmonische Zustand und die Vielfalt der B\u00e4ume und Fr\u00fcchte, die der Garten in Eden (Wonne) bietet, werden in gewisser Hinsicht dadurch eingeschr\u00e4nkt, dass der Mensch keinen Anspruch auf den Baum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se erheben darf. Die Platzierung dieses Baumens neben den Baum des Lebens (Gen 2,9) in die Mitte des Gartens ist bedeutsam, das \u201eErkennen von Gut und B\u00f6se\u201c fungiert als ein Leitwort der Paradiesgeschichte.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Bevor wir dieser Maxime nachgehen, markieren wir ein paar Besonderheiten, die der hebr\u00e4ische Text aufweist. Dem aus (rotem) Lehm (adamah) geschaffenen Menschen (adam) wird eine Hilfe, Gehilfin aus seiner Rippe geschaffen; so entstehen aus dem Menschen (adam) Mann (isch) und Frau (ischah). Von der Wortbildung her scheint \u201eFrau\u201c dem \u201eMann\u201c gegen\u00fcber etwas Sekund\u00e4res zu sein; auch ihre Funktion einer Gehilfin spricht daf\u00fcr. Aber man sollte diese Faktoren nicht \u00fcberstrapazieren; ohne die Erschaffung der Frau aus dem Menschen g\u00e4be es auch keinen Mann. Au\u00dferdem ist der Mensch zun\u00e4chst allein im Garten und findet unter den Tieren nicht seinesgleichen. Wie gro\u00df ist die Freude, als der Sch\u00f6pfer ihm sein gleichwertiges Gegen\u00fcber pr\u00e4sentiert!<\/p>\n<p>Im Laufe der Erz\u00e4hlung ist fast durchweg vom \u201eMenschen\u201c (adam) die Rede, mitunter auch in der Bedeutung von \u201eMann\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Da \u201eMensch\u201c Gattungsbegriff ist und der Mensch (adam) seine Frau auch mit einem allgemeinen Begriff belegt: \u201eLeben, Lebenspenderin\u201c, (volksetymologisch) \u201eMutter aller Lebendigen\u201c, &nbsp;darf man meinen, dass es nicht nur um Mitmenschliches oder Partnerschaftliches geht, sondern um die grundlegenderen Themen wie das Gottesverh\u00e4ltnis und den Drang nach Erkenntnis von Gut und B\u00f6se. Sprachlich auff\u00e4llig ist schlie\u00dflich die verbl\u00fcffende \u00c4hnlichkeit von \u201enackt\u201c (<sup>c<\/sup>ar\u00f3m, <sup>c<\/sup>er\u00f3m) und \u201elistig\u201c (<sup>c<\/sup>ar\u00fam).<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> \u201eList\u201c bezieht sich auf die Vorgehensweise der Schlange, um die Frau zu verf\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Schlange bringt aber nichts B\u00f6ses oder gar das B\u00f6se; \u201edas Wesen, von dem das Unheil ausgeht, ist und bleibt ein Gesch\u00f6pf Gottes; alles, was sich jetzt ereignet, so furchtbar es auch sein mag, wird in den H\u00e4nden Gottes bleiben. Es gibt kein B\u00f6ses, das sich Gottes Machtbereich entz\u00f6ge.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> So lautet der Tenor der Erz\u00e4hlung: Das Handeln der Schlange und vor allem das Verhalten von Eva und Adam ziehen Konsequenzen in Gestalt von Bestrafungen durch Gott nach sich. Bei Licht besehen, sind die Ma\u00dfnahmen zum Teil keine wirklichen Strafen und schon gar nicht Ursachen f\u00fcr Gegebenheiten, die doch nur nat\u00fcrlich und menschlich sind:<\/p>\n<p>Die Frau wird mit Schmerzen Kinder geb\u00e4ren. W\u00e4hrend ihre Erschaffung beim Menschen, als Mann, eine Riesenfreude ausgel\u00f6st hat, so dass er sein Elternhaus verl\u00e4sst, um sich mit ihr zu vereinen, wird die Frau k\u00fcnftig nach dem Mann verlangen, um sich von ihm beherrschen zu lassen. Das entspricht doch ganz realistisch einer patriarchalischen Gesellschaftsstruktur.<\/p>\n<p>Der Mann wird zwar nicht mehr den Garten in Eden bebauen, was sicher nicht ganz ohne k\u00f6rperliche Anstrengung m\u00f6glich war; das Paradies war mit keinem M\u00fc\u00dfiggang verbunden.&nbsp; Nun wird Adam in M\u00fchsal immerhin den Ackerboden bearbeiten, also (pars pro toto) Arbeit und Besch\u00e4ftigung finden. Dass der Boden unfruchtbar erscheint, unterstreicht nur die Notwendigkeit, ihn beackern zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Offenbar sehnt sich aber der Mensch r\u00fcckblickend nach der Leichtigkeit des Daseins im Gottesgarten, wo seine Pflichten durch allerlei frische, belebende Fr\u00fcchte vers\u00fc\u00dft wurden. F\u00fcr die Frau wird dort keinerlei Erleichterung bei Schwangerschaft und Geburt sp\u00fcrbar gewesen sein, aber die Sehnsucht nach weniger Beschwernis w\u00e4re mehr als verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>So gesehen ist Gen 2\u20133 ein realistischer Text, der weder die Auffassung vertritt, dass es zu Beginn der&nbsp; Menschheit besser war, noch Hoffnungen in eine wesentliche Ver\u00e4nderung der bestehenden Welt investiert.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Auch das Wissen um Gut und B\u00f6se k\u00f6nnte dazu geh\u00f6ren, so als w\u00fcnschte der Erz\u00e4hler, es g\u00e4be den Urzustand v\u00f6lliger Naivit\u00e4t, worin Menschen einem gesunden Infantilismus fr\u00f6nen d\u00fcrften, Kleinkindern \u00e4hnlich (Dt 1,39), sofern sie noch von Misstrauen, Widerspr\u00fcchlichkeit, Verlogenheit der Erwachsenenwelt verschont geblieben sind \u201eund heute noch nicht wissen, was gut und b\u00f6se\u201c ist.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist die Erkenntnis von Gut und B\u00f6se f\u00fcr den Menschen nicht nur segensreich. Verbunden mit der F\u00e4higkeit, das eine vom anderen zu unterscheiden, bewahrt er sich offenkundig leider nicht davor, auch doppelb\u00f6dig zu denken, zu planen und zu handeln. Aber war er nicht schon immer so zwiesp\u00e4ltig, widerspr\u00fcchlich?! Selbst wenn er Gutes, Konstruktives tun will, bringt er Destruktives, B\u00f6ses hervor.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a> Auch ein Apostel wie Paulus war nicht frei davon, wobei er in sich zwei Instanzen (d.h. Gesetze) erkennt: das Gesetz seiner Vernunft und das Gesetz der S\u00fcnde (R\u00f6m 7,18\u201320):<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>\u201eEs wohnt in mir \u2013 in meinem Fleisch \u2013 nicht Gutes. Denn das Wollen steht mir zur Verf\u00fcgung, das Gute zu bewirken aber nicht. Denn ich tue ja nicht, was ich will, das Gute, sondern was ich nicht will, das B\u00f6se, \u2013 eben das tue ich. Wenn aber ich eben das, was ich nicht will, tue, dann bin nicht ich es, der es bewirkt, sondern die in mir einwohnende S\u00fcnde.\u201c<\/p>\n<p>Was meist v\u00f6llig verkannt wird, ist die Tatsache, dass Gen 3 \u00fcberhaupt nicht von \u201eS\u00fcnde\u201c redet, obschon man inhaltlich davon sprechen kann, dass Adam und Eva das Ziel verfehlen, das ihnen von Gott gesetzt ist, n\u00e4mlich der Verzicht auf Teilhabe an der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se. Offenkundig eine Schutzma\u00dfnahme, denn als ihnen die Augen aufgehen, erkennen sie, dass sie \u201enackt\u201c sind, ihre Unschuld verloren haben. Sie sind wissend, wie Jugendliche die Welt der Erwachsenen entdecken, die ihnen keine heile Welt, keine paradiesischen Zust\u00e4nde bietet. Niemand wird dem Schwanken zwischen Gut und B\u00f6se entgehen; deshalb ist auch niemand aus der Verantwortung entlassen, sich immer wieder f\u00fcr das Gute zu entscheiden.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Was aber will uns diese mythologische Geschichte (Gen 2\u20133) dann erz\u00e4hlen, welche Weisheit wird sie uns vermitteln, wenn wir uns ganz f\u00fcr sie \u00f6ffnen? Was sagt sie uns \u00fcber den Menschen als Gattung? Dazu haben wir schon einiges angemerkt. Aber was sagt sie \u00fcber eine bestimmte Gottesvorstellung? Was l\u00e4sst sich \u00fcber Ursprung und Charakter des B\u00f6sen erfahren? Welch geheimnisvolle Rolle spielt die Schlange als Symbol?<\/p>\n<p>Gott wird \u201eanthropomorphisch\u201c vorgestellt<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> als jemand, der Freiheit und Wonne gew\u00e4hrt; der den Menschen mit dem freien Willen bedacht hat; der ihn als Mann und Frau in harmonischem Verh\u00e4ltnis geschaffen hat. Einzige Einschr\u00e4nkung der Idylle besteht im Verbot zu essen von den Fr\u00fcchten des Baumes der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se, also umfassendes Wissen zu erlangen.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Dieses Verbot und befohlene Entsagen nutzt die Schlange: Sie spielt mit der M\u00f6glichkeit, dass Gott \u201eam Ende gar nicht so ein treusorgender Erhalter und Ern\u00e4hrer seiner Menschenkinder sei\u201c, sondern ihnen kostbares Wissen missg\u00f6nnt und vorenth\u00e4lt. Indem die Schlange solch ein Bild malt, bewirkt sie, dass \u201edieses eine Gebot unertr\u00e4glich und fragw\u00fcrdig werden mu\u00df, wie Gott selbst, der es erlassen hat.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Wenn Gott den Menschen warnt, dass die Erkenntnis von Gut und B\u00f6se die Sterblichkeit zur Folge hat, dann widerspricht die Schlange: \u201eGewiss werdet ihr nicht sterben. Sondern: Gott wei\u00df, dass (\u2026) euch die Augen aufgehen, und ihr werdet sein wie Gott, wissend um Gut und B\u00f6se!\u201c (Gen 3,4\u20135)<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> \u201eSein wie Gott\u201c \u2013 eine menschlich-allzumenschliche Maxime. Hat nicht die Menschheitsgeschichte bis heute viel zu viele Despoten, Diktatoren, Gewaltherrscher und Tyrannen hervorgebracht, die sich wie G\u00f6tter aufspielen? Vielleicht erkennen sie Gut und B\u00f6se; vielleicht wissen sie insgeheim, was gut und richtig ist; vielleicht begreifen sie l\u00e4ngst, was das Volk braucht. Doch sie haben sich f\u00fcr das B\u00f6se entschieden, bringen Mord und Totschlag \u00fcber Menschen, f\u00fcr die sie Verantwortung tragen sollen. Nachbarl\u00e4nder f\u00fchren gegeneinander Krieg: Soldaten und Zivilisten; M\u00e4nner, Frauen und Kinder sind gleicherma\u00dfen Opfer von sinnloser Gewalt. Folter, Vergewaltigung, Missbrauch \u2013 legitime Mittel der Kriegsf\u00fchrung? Ganze St\u00e4dte \u2013 auch historisch wertvolle Kultst\u00e4tten \u2013 sind vollkommen zerst\u00f6rt, so dass man sich fragen muss, wer dort jemals wieder wird leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Warum sind Menschen so b\u00f6se und grausam? Weder Religion noch Wissenschaften haben darauf bislang eine plausible Antwort. Der Mythos Gen 2\u20133 handelt genau genommen nicht vom B\u00f6sen direkt; es scheint schon immer (ewig) dagewesen zu sein, so wie man sich Gott als ewig vorstellt. Probleme bereitet dann aber die Erkenntnis von Gut und B\u00f6se. Vielleicht fungiert die Teilhabe an dieser Erkenntnis \u00e4hnlich wie die B\u00fcchse der Pandora:<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Menschen hatten noch ohne Krankheit und Schmerzen gelebt, doch kaum hatte Pandora den Deckel von einem gro\u00dfen Vorratsgef\u00e4\u00df abgenommen, da flogen alle \u00dcbel heraus und st\u00fcrzten sich auf die Menschen\u201c (aus Hesiod: Werke und Tage, 56\u2013105).<\/p>\n<p>Wo auch immer das B\u00f6se urs\u00e4chlich herkommen mag: Man muss gar nicht danach fragen, suchen oder dar\u00fcber gr\u00fcbeln. Wer b\u00f6se ist, dr\u00e4ngt sich irgendwann auf, verlangt gierig nach Aufmerksamkeit, verlangt \u00d6ffentlichkeit. Lasst uns nun nicht mehr an das abstrakte B\u00f6se denken, sprechen wir besser von Menschen, die B\u00f6ses tun; bezeichnen wir sie auch ungesch\u00f6nt als die B\u00f6sen! Wenn ihre Gr\u00e4uel mit Feigheit gepaart sind, verstecken sie sich auch eine Zeit lang, aber sie brauchen Anerkennung. Man hat einen Serienm\u00f6rder gefragt, warum er seine sadistischen, grausamen Taten begangen hat; ohne jedes Zeichen von Emotion entgegnete er: \u201eWeil ich es kann!\u201c<\/p>\n<p>Wie gelangte die \u201eEndl\u00f6sung der Judenfrage\u201c von den Hirnen der Nazielite zur planvollen, mehr als gr\u00fcndlichen Ausf\u00fchrung? Weil die Nazis es konnten! Und weil sie niemand daran hinderte. Dennoch gilt es, r\u00fcckblickend Ursachen und Zusammenh\u00e4nge dieser Personifikation des B\u00f6sen zu erforschen. Dabei haben wir in Hannah Arendt, in \u00dcberlebenden der Shoa (Holocaust), in Regierungskreisen und in manchen geschichtsbewussten und sensiblen B\u00fcrgern treibende, \u00fcberzeugende Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Hannah Arendt kann Adolf Eichmann w\u00e4hrend des Prozesses gegen ihn 1961 in Jerusalem sehr genau studieren und pr\u00e4gt den Begriff \u201eBanalit\u00e4t des B\u00f6sen\u201c; als B\u00fcrokrat und Massenm\u00f6rder ist Eichmann banal und dumm, aber nicht weniger gef\u00e4hrlich als die Leiter der Konzentrationslager, nicht weniger perfide als die gro\u00dfen Drahtzieher. Es gibt nicht das B\u00f6se schlechthin, genau so wenig wie es das Gute als solche gibt. Aber Menschen verk\u00f6rpern durch ihre Untaten oder durch gute Taten entweder B\u00f6ses oder Gutes.<\/p>\n<p>Allerdings ist es so einfach leider nicht. Menschen haben oft zwei oder gar mehrere Seiten. Jemand kann menschenverachtende Ideen verfolgen und verwirklichen, aber seine eigene Familie aufrichtig lieben. Die Nazis betrachten Juden als Ungeziefer, was folgerichtig zu ihrer Vernichtung f\u00fchren muss. Sie f\u00fchren aber privat ein anst\u00e4ndiges Leben und lieben Frau und Kinder abg\u00f6ttisch.<\/p>\n<p>Bei aller Betrachtung und Reflexion des B\u00f6sen und b\u00f6ser Menschen, bei aller Diskussion \u00fcber das Problem des B\u00f6sen sollte man wenigstens auch \u201evom Problem oder Mysterium des Guten reden. Wie ein Wunder mutet es doch an, da\u00df auf dieser \u2013 kosmisch betrachtet winzigen \u2013 Stoffansammlung im Weltraum eine solche F\u00fclle von Leben, Sch\u00f6nheit, Geist, Erkenntnis, sch\u00f6pferischer Phantasie, schaffenden Kr\u00e4ften, G\u00fcte und Liebe entstanden ist und sich entfaltet. Gerade die Erfahrung des Guten macht aber das B\u00f6se zu einem erdr\u00fcckenden Problem.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a><\/p>\n<p>Wie verm\u00f6gen wir uns wirksamer gegen das personifizierte B\u00f6se zu wappnen? Das Erkennen ist ein Anfang, aber es f\u00fchrt allzu oft zur Resignation und Passivit\u00e4t. Als Einzelk\u00e4mpfer geraten wir schnell an unsere Grenzen; da hilft eine gute, offene Gemeinschaft, und mit Bereitschaft zum Engagement kann ein geeignetes Team durch Arbeitsteilungen schon recht effektiv sein durch PR-Arbeit und sachgerechte Angebote wie informative Veranstaltungen und Seminare zur Vertiefung.<\/p>\n<p>Dank eines machtvollen seri\u00f6sen Journalismus m\u00fcssen wir heute nicht mehr nur auf unsere innere Stimme h\u00f6ren, die uns vielleicht sagt, was wir zu tun oder zu lassen haben. Der Mythos von Adam und Eva erz\u00e4hlt von \u201einneren\u201c Stimmen, die einander widerstreiten: Da spricht \u201eGott\u201c, da spricht die \u201eSchlange\u201c. Befehl oder Gebot einerseits, Infragestellung andererseits. Verstehen wir dies Gespr\u00e4ch, mythologisch, narrativ gestaltet, als inneren Dialog, als ein Selbstgespr\u00e4ch des Menschen, wobei es relativ gleichg\u00fcltig ist, ob Mann oder Frau gemeint sind, denn im Endeffekt nehmen beide die Frucht.<\/p>\n<p>Warum der Mythos ausgerechnet die \u201eSchlange\u201c als wichtigen Baustein in die Erz\u00e4hlung einbaut, ist angesichts der enorm vielf\u00e4ltigen Verwendung des Schlangensymbols im Alten Orient verwunderlich. Zusammengefasst sei nur betont: dieses Symbol steht f\u00fcr Leben, Gesundheit, Langlebigkeit, ewiges Leben, Fruchtbarkeit, was sich aber weniger in schriftlicher \u00dcberlieferung als in ikonographischer Tradition zeigt.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Vielleicht hat der Erz\u00e4hler das Symbol gew\u00e4hlt, um durch die \u201eSchlange\u201c zu zeigen, dass (ewiges) Leben, zumindest Langlebigkeit, Fruchtbarkeit, Gesundheit auch mit Erkenntnis von Gut und B\u00f6se \u2013 mithin in Konkurrenz zu einer Existenz in Abh\u00e4ngigkeit von Gott, wenn auch in dem sch\u00f6nen, fruchtbaren Wonne-Garten \u2013 m\u00f6glich und durchaus erstrebenswert ist.<\/p>\n<p>Bei dieser Lesart ist der Mythos Gen 2\u20133 provokativ, \u201eentwicklungspsychologisch\u201c, zum autonomen Denken anregend, also emanzipatorisch<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> gedacht. Die \u201eStimmen\u201c sind nicht antagonistisch oder als Gegens\u00e4tze, sondern als verschiedene Aspekte zu sehen, was Mythen \u00f6fter kennzeichnet.<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a> Gen 2\u20133 konfrontiert uns mit der M\u00f6glichkeit zu reifen und der Angst vor der m\u00f6glichen Begegnung mit dem B\u00f6sen, auch vor dem B\u00f6sen in uns. Wir brauchen den Mythos, weil er Entscheidendes \u00fcber uns zu erz\u00e4hlen hat. Wir sollten ihm zuh\u00f6ren und dabei in uns hineinhorchen, damit es mit uns stimmt.<\/p>\n<p>\u201eWas auch der Mensch erhoffen mag und planen, \/ Kein Augenblick an ihm vor\u00fcberschwingt, \/ In dem nicht qu\u00e4lend an sein Denken dringt \/ Der giftigen Schlange unertr\u00e4glich Mahnen.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a><\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>____________<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Stephen Greenblatt: Die Geschichte von Adam und Eva. Der m\u00e4chtigste Mythos der Menschheit (2018); Or.: The Rise and Fall of Adam and Eve (2017). Greenblatt ist Literaturwissenschaftler (geb. 1943).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Cf. Eugen Drewermann: Strukturen des B\u00f6sen. Teil 1: Die jahwistische Urgeschichte in exegetischer Sicht (1988): (B.) Schuld und Verbannung (Gn 3) (III.) Redaktionsgeschichtliche \u00dcberlegungen, 45\u201353: 47.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Cf. Drewermann: Strukturen des B\u00f6sen 1 (1988), 48ff.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Die Doppeldeutigkeit \u201eMensch \u2013 Mann\u201c findet sich auch in vielen europ\u00e4ischen Sprachen, im Russischen, im T\u00fcrkischen, aber nicht im Griechischen.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Roland Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 1 (1986): Leitworte des hebr\u00e4ischen Textes, 42.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Drewermann: Strukturen des B\u00f6sen 1 (1988): (IV.) Exegese von Gn 3,1\u201324: (a) Im Getriebe der Angst (Gn 3,1\u20137), S. 53\u201374: 55.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Cf. Bernd Willmes: &nbsp;Art. S\u00fcndenfall, in: Das Wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (wibilex.de), 2008, S. 6.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Cf. Willmes: &nbsp;Art. S\u00fcndenfall (2008), S. 13.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Ulrich Wilckens: Der Brief an die R\u00f6mer, EKK VI\/2 (1980), S. 73\u201374.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Cf. Gradwohl: Bibelauslegungen aus j\u00fcdischen Quellen 1 (1986): Wegweisung f\u00fcr unsere Zeit, 52.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Dies ist die Konsequenz der Vorstellung, dass der Mensch \u201eim Bilde Gottes\u201c (imago Dei) geschaffen wurde; cf. J. Alberto Soggin: Das Buch Genesis. Kommentar (1997), 50.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> Cf. Johannes Loh: Paradies im Widerspiel der M\u00e4chte. Mythenlogik \u2013 eine Herausforderung f\u00fcr die Theologie. Mit e. Geleitwort v. Werner H. Schmidt, BEAT 43 (1998): Die Paradieserz\u00e4hlung: Der \u201eS\u00fcndenfall\u201c, 164\u2013209: 190\u2013191.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Drewermann: Strukturen des B\u00f6sen 1 (1988), 57.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Soggin \u00fcbersetzt \u201e\u2026 ihr werdet wie g\u00f6ttliche Wesen \u2026\u201c, was zwar theoretisch m\u00f6glich ist, aber der Intention des Verfassers und dem Duktus der Erz\u00e4hlung nicht entspricht: Das Buch Genesis (1997), 82.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Gerhard Fink: Who\u2019s who in der antiken Mythologie (<sup>17<\/sup>2011), s.v. Pandora, 239\u2013241: 240.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> TRE VII (1980); Art. Das B\u00f6se, 8\u201317 (Johan B. Hygen): (2.) Gott und das B\u00f6se, 11.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> Soggin: Das Buch Genesis (1997), 80\u201381. Zur Bedeutungsvielfalt des Schlangensymols geh\u00f6rt auch seine Widerspr\u00fcchlichkeit; es meint auch Macht; Tod, Unheil; s. Henrike Frey-Antes: Schlange, <a href=\"http:\/\/www.wibilex\/\">wibilex<\/a> (2008), S. 2\u20133.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> Cf. Willmes: &nbsp;Art. S\u00fcndenfall (2008), S. 11\u2013 13.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Cf. Loh: Paradies im Widerspiel der M\u00e4chte (1998): Einleitung, 11\u201321: 11.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/D25BF54D-DAE8-4AD0-9AF3-40EDF27E9337#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Charles Baudelaire: Die Blumen des B\u00f6sen: Der Mahner, S. 147 (o.J.); zit.n. Drewermann: Strukturen des B\u00f6sen 3: Die jahwistische Urgeschichte in philosophischer Sicht (1988), V.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"fuss\">\nPfarrer Thomas Bautz<br \/>\nBonn, Deutschland<br \/>\nE-Mail: <a href=\"mailto:thomas.bautz@ekir.de\">thomas.bautz@ekir.de<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Genesis (1. Buch Mose) 3,1\u201319.(20\u201324), verfasst von Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Es gilt als unpopul\u00e4r und langweilig, wenn man bei einer Vorstands- oder Presbyteriumssitzung bei \u201eAdam und Eva\u201c anf\u00e4ngt. 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