{"id":20405,"date":"2024-11-28T10:44:51","date_gmt":"2024-11-28T09:44:51","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20405"},"modified":"2024-11-28T10:53:46","modified_gmt":"2024-11-28T09:53:46","slug":"matthaeus-211-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-211-11\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 21,1-11"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Sanftm\u00fctig und gerecht |1. Advent | 01.12.2024 | Predigt zu Mt 21,1-11 | von Sabine Handrick |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Menschen, die die Wahl haben, wenden sich zunehmend wieder dem sogenannten \u00abstarken Mann\u00bb zu \u2013 vgl. die j\u00fcngsten amerikanischen Wahlergebnisse. Da wird ein Mann zum Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt, der wirtschaftlichen Aufschwung verspricht. Seine Menschenverachtung und Frauenfeindlichkeit, sein L\u00fcgen und Betr\u00fcgen hindern die Leute nicht. Sie hoffen auf ihn wie auf einen Heilsbringer: \u00abMake America great again\u00bb \u2026 und sie jubeln und jubeln.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man mag sich verwundert die Augen reiben \u2013 aber so sieht die Gegenwart aus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht nur im Westen setzt sich eine aggressive Form von M\u00e4nnlichkeit durch: Die Pose der St\u00e4rke beherrscht der Autokrat im Osten seit langem mit diktatorischer H\u00e4rte nach innen und unfassbarer Brutalit\u00e4t nach aussen, nun auch noch offen unterst\u00fctzt durch den Diktator aus dem fernen Osten. Bei ihnen sehen wir eine brandgef\u00e4hrliche Haltung, die auch bei Politikern, Wirtschaftsf\u00fchrern, Tech-Milliard\u00e4ren und superreichen Oligarchen vorkommt \u2026 Aus der Position der St\u00e4rke, vom sprichw\u00f6rtlich \u00abhohen Ross\u00bb schauen sie auf alle anderen herab.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Einzug nach Jerusalem, wie uns das Matth\u00e4us-Evangelium (21,1-11) beschreibt, stellt uns das Gegenbild dazu vor Augen. Jesus setzt sich bewusst ganz anders in Szene. Er kommt als K\u00f6nig, aber nicht hoch zu Ross daher, sondern auf einem Esel, einem geliehenen noch dazu!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir wissen, dass in Israel Esel durchaus als k\u00f6nigliche Reittiere genutzt wurden, selbst K\u00f6nig Salomo ritt auf einem Esel. Und wer \u00abEsel\u00bb nur als Schimpfwort kennt, mi\u00dfversteht diese Tiere sehr. Sie sind treu, klug und gutm\u00fctig \u2013 gerade diese Eigenschaften machen sie zu einem zuverl\u00e4ssigen Begleiter des Menschen. In Gefahrensituationen, bleibt ein Esel lieber stehen, w\u00e4gt ab und geht nicht durch wie ein Pferd, das seinem Fluchtinstinkt folgt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn Jesus nun eine Eselin und ihr Fohlen w\u00e4hlt, dann mit Absicht. Und dass er beide braucht \u2013 Eselin und F\u00fcllen \u2013 ist durchaus tiergerecht. Esel oder Eselin sollten niemals allein gehalten werden. Es braucht immer einen Artgenossen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde! Ich m\u00f6chte uns heute f\u00fcr unser Nachdenken ein Gem\u00e4lde vor Augen stellen. (Bild einblenden!) Es stammt von einem jungen, expressionistischen Maler, der leider nicht so ber\u00fchmt ist wie z.B. Franz Marc von der K\u00fcnstlergruppe \u00abBlauer Reiter\u00bb. Als Anfang des 20. Jahrhunderts der Expressionismus die Kunstgeschichte revolutionierte, erzielten diese Maler mit ungew\u00f6hnlicher Farbgebung grosse Wirkung. Mit intensiven, leuchtenden, grossfl\u00e4chigen, \u00abunrealistischen\u00bb Farben malte Franz Marc eben blaue Pferde oder violette Esel. \u00c4hnlich ausdrucksstark waren die Bilder von Wilhelm Morgner. Er w\u00fcrde in einer Reihe mit den bekannten Protagonisten genannt werden, w\u00e4re er nicht als 26j\u00e4hriger auf dem Schlachtfeld des 1. Weltkriegs gestorben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">1912 entstand dieses Bild. Es ber\u00fchrt mich sehr. \u00a0\u00abEinzug in Jerusalem\u00bb von Wilhelm Morgner \u2013 schauen wir es an. Tauchen wir ein in die Welt dieses Bildes und lassen wir uns Zeit, es auf uns wirken zu lassen. Vielleicht entwickelt es sogar einen Sog, dass Ihr Euch selbst hineinversetzt und die erwartungsvolle Stimmung sp\u00fcrt und die Hoffnung und die Energie dieses Augenblicks\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Rot, gr\u00fcn, gelb und blau leuchten uns die starken Farben entgegen. Im Reittier vereinen sich alle. Der Reiter bewegt sich sicher durch die Menge. Die fliessenden Farben schaffen Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren. Besonders das Rot f\u00e4llt auf, das beim reitenden Jesus und im bittenden Menschen am Boden vorkommt. Das Gr\u00fcn der Palmwedel formt eine Kuppel \u00fcber den K\u00f6pfen der Personen: Eine bewegte Kathedrale aus Zweigen bildet sich, als Jesus durch das Spalier der Menschen reitet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e<em>Dein Zion streut dir Palmen und gr\u00fcne Zweige hin,<br \/>\nund ich will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn.<br \/>\nMein Herze soll dir gr\u00fcnen in stetem Lob und Preis<br \/>\nund deinem Namen dienen, so gut es kann und wei\u00df<\/em>.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die zweite Strophe aus Paul Gerhards Lied: \u201eWie soll ich dich empfangen?\u201c, geht mir beim Betrachten durch den Sinn.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, wirklich, das ist die Frage: Wie empfangen wir Jesus? Wie lassen wir ihn zu uns kommen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Advent als Zeit der Vorbereitung wird oft dazu genutzt, um mit vielen gr\u00fcnen Zweigen die Wohnungen und H\u00e4user zu dekorieren. Wir schm\u00fccken unsere Stuben mit Tannengr\u00fcn, immergr\u00fcnem Ilex und Mistelzweigen \u2013 sieht sch\u00f6n aus, keine Frage. Aber ist das gemeint?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mein Herze soll Dir gr\u00fcnen \u2026? Wie machen wir das?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich denke, dass wir uns angesichts der Krisen unserer Gegenwart, nicht die Hoffnung rauben lassen d\u00fcrfen, sondern dass wir uns Zeit nehmen sollten f\u00fcr das Echte, Lebendige, die gr\u00fcnende Kraft in unserem Alltag. Ja, ich wei\u00df, besonders im Advent ist es schwer, nicht in Stress und Hektik zu geraten. \u00a0Aber wer sagt denn, dass Weihnachten perfekt sein muss?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gottes Sohn kommt &gt; zu uns. Da ger\u00e4t mitunter alles durcheinander, sogar die Farben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein weiteres Lied schwingt hier mit &#8211; Tochter Zion: <em>\u201eSieh, dein K\u00f6nig kommt zu dir ja, er kommt, der Friede-F\u00fcrst, Tochter Zion freue dich, jauchze laut, Jerusalem!\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Frieden \u2013 was w\u00e4re das auch heute f\u00fcr ein Jubel, wenn wirklich Frieden w\u00fcrde! Frieden im Heiligen Land, Frieden im ganzen Nahen Osten, Frieden in Europas Osten, Frieden im Herzen Afrikas \u2026 &#8211; Ist das nur ein unerf\u00fcllbarer Traum angesichts der Muskelspiele jener \u201estarken M\u00e4nner\u201c, die drohen, eskalieren und das gef\u00e4hrliche Spiel mit dem Feuer immer weiter treiben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, dein K\u00f6nig kommt zu Dir &#8211; Jesus kommt uns entgegen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Inmitten unserer widerspr\u00fcchlichen Welt taucht er auf. Schauen wir, wie die Menschen auf den reagieren, der auf einem Esel reitend zu ihnen kommt. Der auf dem relativ niedrigen Esel \u00fcberragt die anderen Menschen kaum \u2013 Wilhelm Morgner malt dies sehr genau. Jesus und die Menschen &#8211; sie begegnen einander auf Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Doch der Staub der Stra\u00dfe, dem seine F\u00fc\u00dfe ausgesetzt sind, soll ihn nun nicht mehr plagen. Einem \u201eroten Teppich\u201c gleich bereiten sie ihm mit gr\u00fcnen Zweigen und Kleidungsst\u00fccken einen w\u00fcrdigen, ehrenvollen Empfang.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was f\u00fcr eine liebevoll Geste \u2013 das eigene Gewand auszuziehen und es auf den Boden zu legen! St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck entsteht auf dem staubigen Weg ein Teppich, der eines K\u00f6nigs w\u00fcrdig ist. Auf Morgners Bild schreitet der Esel \u00fcber gr\u00fcne, gelbe, rote Fl\u00e4chen \u2013 es wird ein bunter Flickenteppich. Die dominierende Farbe am Boden des Bildes allerdings ist das Blau.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Blau &#8211; die Farbe des Himmels.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, es ist ein einzigartiger Moment, als die Menschen vor den Toren Jerusalems begreifen, dass hier der Sohn des H\u00f6chsten zu ihnen kommt. In dem, was sich vor ihren Augen abspielt, erkennen sie, dass sich endlich, endlich erf\u00fcllt, was sie schon so lange ersehnen. Wie hatte der Prophet Sacharja den Friedensk\u00f6nig angek\u00fcndigt: \u201e<em>Juble laut, Tochter Zion, jauchze, Tochter Jerusalem, sieh, dein K\u00f6nig kommt zu dir, gerecht und siegreich ist er, dem\u00fctig und auf einem Esel reitend.<\/em>\u201c (Sach.9,9) Genau dies beabsichtigt Jesus, als er bei Betphage die Eselin mit ihren Fohlen ausleihen l\u00e4sst. \u00a0\u201eHosanna, dem Sohn Davids!\u201c, rufen die Leute ohne Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Um das Ganze noch tiefer zu verstehen, muss ich jetzt einen kleinen Einschub machen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Matth\u00e4us-Evangelium erz\u00e4hlt eine interessante Vorgeschichte, wie es zu diesem nicht enden wollenden Sprechchor kam.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beachten wir daf\u00fcr auch die sitzende Person, die dem Reiter die Arme entgegenstreckt. Das ist einer, der den Ankommenden von ganzem Herzen empf\u00e4ngt. Dies l\u00e4sst mich an die Begegnung denken, die Jesus kurz zuvor in Jericho (Mt. 20,30-34) hatte. Bereits dort wird Jesus von einer gro\u00dfen Volksmenge umringt. Der Tross trifft auf zwei Blinde, die sie aufhalten. \u201eHab Erbarmen mit uns, Herr, Sohn Davids!\u201c, rufen sie und h\u00f6ren nicht auf. Ihr Ruf zitiert die flehentliche Bitte aus\u00a0Ps. 118,25 \u201ehilf doch!\u201c Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei der Kommende im Namen des Herrn!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u1f61\u03c3\u03b1\u03bd\u03bd\u03ac \u2013 wir sehen die Geste hier wieder. (Bild!)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erstaunlich! Die Blinden, die ihn nicht sehen k\u00f6nnen, erkennen in ihm den lang erwarteten Nachkommen Davids, den, der im Namen Gottes kommt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie ein Lauffeuer vervielfacht sich dieser Ruf. H\u00f6ren wir das vielstimmige Hosanna vor den Toren Jerusalems nicht einfach nur als begeisterten Jubel, sondern als dr\u00e4ngend-dringende Hilferufe: Herr hilf! &#8211; Himmel hilf!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie wird die Hilfe aussehen? All diejenigen, die auf eine machtvolle Theokratie hoffen, in der mit Gottes Hilfe alle Feinde besiegt werden, wird der Mann auf dem Esel entt\u00e4uschen. Macht und Gewalt sind nicht seine Ziele.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die J\u00fcnger, die er um sich schart, m\u00fcssen es m\u00fchsam lernen: Bei einer hei\u00dfen Diskussion um die Frage \u201aHerrschen oder Dienen\u2018 wird Jesus deutlich (Mt. 20,25-27) \u00bb<em>Ihr wisst, dass die Herrscher \u00fcber die V\u00f6lker sich als ihre Herren auff\u00fchren und dass die V\u00f6lker die Macht der Gro\u00dfen zu sp\u00fcren bekommen. Bei euch soll es nicht so sein. Im Gegenteil: Wer unter euch gro\u00df werden will, soll den anderen dienen. Wer unter euch der Erste sein will, soll zum Dienst an den anderen bereit sein.\u201c <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesu ganzes Leben, seine Gleichnisse, seine zeichenhaften Handlungen wollen uns motivieren, es ihm gleich zu tun. Seid barmherzig wie der Samariter, der dem Verletzten hilft, ihn auf seinen Esel legt und zum n\u00e4chsten Gasthaus bringt. Dient einander, habt das Wohl des Anderen im Blick, liebt eure Feinde \u2013 so wird Frieden unter die Menschen kommen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einfach, auf einem Esel reitet dieser so andersartige K\u00f6nig ins Zentrum der Macht. Sein sanfter Mut zeigt den Weg zum Frieden. Er wei\u00df durchaus, dass ihm diese Haltung Verfolgung und Tod einbringen wird und trotzdem bleibt er aufrecht und hat sein Ziel unbeirrt vor Augen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den M\u00e4chtigen aber wird dieser dem\u00fctige K\u00f6nig, dem die Menschenmassen folgen, zu gef\u00e4hrlich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Blick auf Wilhelm Morgners Bild f\u00e4llt der flammende Kreis in der Eselin auf. W\u00e4hrend sie mit blauem, k\u00fchlem Kopf den Weg durch die Menge bahnt, pulsiert ihr Zentrum, ihr Herz rot-orange gl\u00fchend \u2013 die Liebe flie\u00dft \u00fcber auf die Menschen, die sich nach Hilfe sehnen. So wird ihre St\u00e4rke in diesem Bild wunderbar eingefangen. Die Eselin schafft eine besondere Verbindung zwischen dem Reiter und den Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus sucht nicht das Bad in der jubelnden Menge. Dem\u00fctig \u2013 mit dem Mut, dem Willen Gottes zu folgen, den Weg Gottes zu gehen, reitet er auf der Eselin. Was er sucht, sind nicht Bewunderer sondern Nachfolgerinnen und Nachfolger, die sich seine Worte und Taten zu Herzen nehmen. Unbeirrt richtet er sich auf das, was vor ihm liegt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Gem\u00e4lde deutet das dunkle Geschehen, das auf ihn wartet, nur an. Auf den schwarzen Kreis am rechten Bildrand l\u00e4uft die Bewegung des Bildes zu. Man sieht so etwas eine Pupille inmitten einer r\u00f6tlichen Iris&#8230; Die rufenden Menschen ahnen noch nicht, dass Jesu Weg ans Kreuz f\u00fchrt.\u00a0 Wilhelm Morgner will das Dunkle inmitten all der Farbigkeit nicht verschweigen. Ich denke, es ist kein Zufall, dass die ausstrahlende Sanftm\u00fctigkeit der Eselin und jenes Ziel mit der vollkommenen Kreisform gezeichnet sind. Morgner verleiht der Eselin eine Weitsicht, die \u00fcber das hinaus reicht, was die Menschen zu diesem Zeitpunkt wissen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Uns ist klar, was Jesus bevorsteht. Aber Gott \u00fcberl\u00e4sst seinen Sohn nicht der dunklen Nacht des Todes, sondern l\u00e4sst ihn auferstehen und kr\u00f6nt ihn mit dem Namen, der \u00fcber alle Namen ist. Gott setzt die Liebe ins Recht. Jesu Haltung der unbedingten Barmherzigkeit, des angstfreien, sanften Mutes, ist das, was Gott uns zeigen will.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, sind wir Menschen, die diesen Gottessohn in ihr Leben lassen? Sind wir bereit, ihn zu empfangen? Strecken wir unsere Arme nach ihm aus? Sehnen wir uns nach seiner Kraft und seiner Liebe? Lassen wir unser Herz gr\u00fcnen und wachsen in der Lebenskraft, die vom H\u00f6chsten kommt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Adventszeit gibt uns die Gelegenheit dazu. Allein, in der Stille, mit einer Kerze oder in froher Gemeinschaft mit anderen k\u00f6nnen wir es versuchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eHosanna! Hilf doch!\u201c, ruft die Menge. Hosanna &#8211; Erbarme dich Herr!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieser Ruf wird mir in der kommenden Adventszeit im Herzen bleiben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kraftvoll und hoffnungsvoll m\u00f6chte ich schlie\u00dfen. H\u00f6ren wir nun das Lied \u201eSanftmut den M\u00e4nnern\u201c von Gerhard Sch\u00f6ne. Er hat dazu ein s\u00fcdafrikanisches Lied nachgedichtet, urspr\u00fcnglich in Zulu lautet die deutsche \u00dcbersetzung: \u201eSchenke uns Kraft, o Herr! Damit wir uns nicht mehr f\u00fcrchten m\u00fcssen! Schenke uns Kraft, o Herr!\u201c Amen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-20415\" src=\"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug-300x211.jpg 300w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug-1024x720.jpg 1024w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug-768x540.jpg 768w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug-624x438.jpg 624w, https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/Wilhelm_Morgner-Einzug.jpg 1500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrerin Sabine Handrick<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Reformierte Kirchgemeinde D\u00fcdingen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"mailto:pfarramt@refdue.ch\">pfarramt@refdue.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kontexte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wilhelm Morgner: \u00abEinzug in Jerusalem\u00bb, 1912<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Wilhelm_Morgner_001.jpg\">https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Wilhelm_Morgner_001.jpg<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iuFwmKbI0VA\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iuFwmKbI0VA<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">0:05-1:47<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Sanftmut den M\u00e4nnern<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">S&#8217;phamandla Nkosi &#8211; Wokungesabi<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">S&#8217;phamandla Nkosi &#8211; Siawadinga (2x)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sanftmut den M\u00e4nnern! Gro\u00dfmut den Frauen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe uns allen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weil wir sie brauchen (2x)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mut den Gejagten! Ehrfurcht den Starken!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Friede uns allen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weil wir ihn brauchen (2x)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Fl\u00fcgel den Lahmen! Lieder den Stummen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Tr\u00e4ume uns allen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weil wir sie brauchen (2x)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">S&#8217;phamandla Nkosi &#8211; Wokungesabi<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">S&#8217;phamandla Nkosi &#8211; Siawadinga (2x)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sanftm\u00fctig und gerecht |1. 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