{"id":20469,"date":"2024-10-26T17:10:19","date_gmt":"2024-10-26T15:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/theologie.whp.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20469"},"modified":"2024-11-28T17:12:54","modified_gmt":"2024-11-28T16:12:54","slug":"roemer-321-28-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-321-28-2\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 3,21-28"},"content":{"rendered":"<h3>Gottes Liebe schenkt dir Leben! | Reformationsfest | 31.10.2024 | R\u00f6m 3,21-28 | Peter Schuchardt |<\/h3>\n<p>Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen<\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p>Lisa steht vor dem Spiegel. Immer wieder dreht sie sich hin und her. Sie hat die neue Bluse an, die sie bei der Influencerin gesehen hatte. So wollte sie auch aussehen! So h\u00fcbsch, so strahlend, so sch\u00f6n. Die Bluse hatte viel Geld gekostet, heute war sie endlich angekommen. Und sie hatte gehofft, das mit der neuen Bluse auch das andere, die Sch\u00f6nheit und das Strahlen, zu ihr kommen w\u00fcrde. Aber so sehr sie sich auch bem\u00fcht, sie ist nicht die Influencerin, sie ist und bleibt Lisa. Lisa mit den Pickeln, mit den Haaren, die immer strubbelig aussahen, auch wenn sie sie stundenlang mit dem Gl\u00e4tteisen bearbeitet hatte. Wenn sie die Videos der Influencerin auf Instagram ansieht, dann wirkt alles so harmonisch, so toll, alles passte zusammen. Aber sie hockt weiter in ihrem Zimmer mit den M\u00f6beln ihrer gro\u00dfen Schwester. \u201eDie sind doch noch gut!\u201c, sagte ihre Mutter immer, aber Lisa findet sie nicht gut. Manchmal aber, so wie jetzt, dann tr\u00e4umt sie. Sie tr\u00e4umt davon, dass sie gl\u00fccklich und zufrieden ist, sich wohl f\u00fchlt. Und eigentlich steht mir die Bluse doch, findet sie. Und sie will sich sagen: \u201eLisa, du siehst toll aus!\u201c Aber dann h\u00f6rt sie wieder die Stimmen der anderen aus ihrer Klasse. \u201ePickellisa\u201c, so rufen sie sie, und \u201efette Kuh\u201c. Und sie schafft es wieder nicht, diese anderen Stimmen aus ihrem Kopf zu kriegen. Du wirst nie so sein, so toll, so sch\u00f6n, so gut.<\/p>\n<p>Lisa k\u00f6nnte auch Phillip hei\u00dfen und versuchen, sich Muskeln im Gym anzutrainieren. Und auch Phillip wird scheitern. Unsere Zeit ist sehr stark von diesen Influencern gepr\u00e4gt. Sie sind Vorbilder, die sich und ihre tolle Welt zeigen. Eine Welt, in der alles gut ist. Und so viele Kinder und Jugendliche m\u00f6chten auch so sein, m\u00f6chten Teil dieser tollen Welt sein. Aber es ist ein Weg, der in die Irre f\u00fchrt, der oft frustriert. Und es ist ein Weg, bei dem sich unsere Kinder und Jugendlichen, all die Lisas und Phillips und wie sie hei\u00dfen m\u00f6gen, enorm unter Druck setzen. Denn oft sind sie eben nicht so. Damit k\u00e4mpfen sie einen Kampf gegen sich selbst, und oft verlieren sie den. Bleiben unscheinbar, dick, ausgeschlossen. Und ich denke, irgendwie wissen das die Jugendlichen auch. Doch all unsere guten Erwachsenenratschl\u00e4ge wie \u201eAch, du bist doch gut so, wie du bist!\u201c, scheitern. Denn die Sehnsucht ist so gro\u00df. Die Sehnsucht, anerkannt zu werden, dem Ideal zu entsprechen, sportlich, attraktiv, beliebt zu sein. Im Fernsehen, in der Werbung, im Internet: \u00dcberall begegnen sie mir, diese tollen, schlanken, sportlichen jungen Menschen. Doch was ist mit denen, die nicht diesem Sch\u00f6nheitsideal, nicht dem Sportlichkeitsideal entsprechen? Viele versuchen dann doch, irgendwie ein bisschen davon zu erhaschen und kaufen sich eine Influencer-Bluse wie Lisa oder gehen wie Phillip ins Fitnessstudio. Doch das <em>irgendwie<\/em> <em>ein bisschen<\/em> ist eben nicht alles. Unsere Welt ist unbarmherzig geworden. Mobbing unter Sch\u00fclern hat enorm zugenommen<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>. \u201eSch\u00f6n, dass du da bist!\u201c, das h\u00f6ren ganz viele Jugendliche nicht. Sondern: \u201eDu nicht! Du geh\u00f6rst nicht dazu!\u201c<\/p>\n<p>Doch nicht nur Jugendliche stehen unter diesem Druck. Es ist etwa f\u00fcr Menschen in der Politik ganz schwer, einen Fehler zu machen. Dabei wissen wir doch: Jeder Mensch macht Fehler. Aber in der Politik umgeben sich die M\u00e4nner und Frauen mit einem L\u00e4cheln und einer Arbeitsdevise, die ausstrahlt: \u201eIch schaffe alles!\u201c Doch wenn sie einmal eine Sache nicht schaffen, dann verschwinden sie. Sie treten zur\u00fcck und ein neuer tritt an ihre Stelle. Dabei w\u00e4re es f\u00fcr mich viel wichtiger zu sehen: Wie geht dieser Mensch mit dem Fehler um? Schafft er es, gelingt es ihr, aus dem Scheitern heraus etwas zu lernen, einen neuen Weg einzuschlagen? Doch weil diese Menschen nach dem Scheitern oft ausgetauscht werden, erfahre ich das nie. Ich sehe nur einen neuen Politiker, der so lange weitermacht, bis auch er scheitert. So aber kann oft nichts Gutes, nichts Neues entstehen, und vor allem: Dann entfernen sich die Menschen in der Politik von den anderen. Zu denen geh\u00f6re ich auch, und ich mache nun einmal Fehler, ich scheitere auf meinem Weg. Dann aber entfernen die sich vermeintlich fehlerlosen Menschen in der Politik immer mehr von denen, die so fehlerbehaftet sind wie ich <a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a>. Es mag sein, manche Probleme im Gespr\u00e4ch zwischen Politikern, Politikerinnen und den B\u00fcrgern r\u00fchren daher.<\/p>\n<p>Die Jugendlichen, viele M\u00e4nner und Frauen in der Politik: Sie stehen unter einem enormen Druck. Sie m\u00fcssen immer dem Ideal entsprechen, fehlerlos, makellos zu sein. Sie d\u00fcrfen keine Fehler machen. Das aber ist unmenschlich und unbarmherzig. \u201eWie finde ich gn\u00e4dige Menschen, Menschen, die es gut mit mir meinen?\u201c, diese Frage stellen sich viele.<\/p>\n<p>Martin Luther kennt den Druck, dem die Jugendlichen und manche Politiker ausgesetzt sind. Er selbst steht unter geh\u00f6rigem Druck. Doch er sucht nicht nur Menschen, die es gut mit ihm meinen, die gn\u00e4dig zu ihm sind, er sucht vor allem einen gn\u00e4digen Gott. Denn Gott, so erlebt er ihn in seiner Jugend, in seinem Studium, Gott ist ein grausamer, harter Gott. Gott verlangt, so denkt Luther, dass wir sein Wort und seine Gebote halten. Doch Luther sp\u00fcrt und erlebt es: Das schaffe ich nicht. Und er h\u00f6rt es als Seelsorger in vielen Gespr\u00e4chen in seiner Gemeinde, von Menschen, die unter diesem harten Gott leiden. \u201eIch schaffe es nicht\u201c, so ist Luthers Gef\u00fchl. \u201eIch schaffe es nicht, vor Gott zu bestehen.\u201c In der Sprache der Bibel hei\u00dft das: Luther schafft es nicht, vor Gott gerecht zu sein. Luther versucht es, sich gerecht vor Gott zu machen. Er betet, er fastet, er arbeitet mehr als alle anderen. Doch es will und will ihm nicht gelingen. Im R\u00fcckblick sagt er: \u201eIrgendwann habe ich diese Gerechtigkeit Gottes gehasst!\u201c Ja, er hasste sogar Gott<a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a>. Doch die Sehnsucht war so gro\u00df und blieb in Luthers Herzen, dass er nicht aufgab. Er las in der Bibel, immer wieder. Und eines Tages verstand er: Gottes Gerechtigkeit ist nicht das, was er von uns Menschen fordert, es ist das, was er uns schenkt. Nicht wir sollen gerecht sein und dann zu Gott kommen. Nein, er macht uns gerecht, er macht uns richtig und gut, und dann k\u00f6nnen wir frei leben. F\u00fcr Luther war das eine innere Revolution, eine v\u00f6llige Umw\u00e4lzung.<\/p>\n<p>Das liest Luther auch im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom. Dieser Brief ist wichtig, weil Paulus in ihm seine ganze Erkenntnis von der frohen Botschaft Gottes den Christen in Rom erkl\u00e4rt. Im R\u00f6merbrief im 3. Kapitel steht auch der Predigttext f\u00fcr heute. Paulus beschreibt in den Versen vorher den Weg, durch das Gesetz, durch das eigene Tun und Handeln vor Gott gerecht zu werden, sich selbst gerecht zu machen. Er kommt zu dem Schluss: so geht es nicht. Doch dann schreibt er:<\/p>\n<p><em>Aber jetzt ist Gottes Gerechtigkeit offenbar geworden, und zwar unabh\u00e4ngig vom Gesetz.<\/em><\/p>\n<p><em>Das bezeugen das Gesetz und die Propheten. Es ist der Glaube an Jesus Christus, der uns die Gerechtigkeit Gottes zug\u00e4nglich macht. Der Weg zu ihr steht allen Glaubenden offen. Denn in dieser Hinsicht gibt es keinen Unterschied: Alle sind schuldig geworden und haben keinen Anteil mehr an der Herrlichkeit Gottes. Sie verdanken es also allein seiner Gnade, dass sie von Gott als gerecht angenommen werden. Er schenkt es ihnen aufgrund der Erl\u00f6sung, die durch Christus Jesus geschehen ist. Durch dessen Blut hat Gott ihn als Zeichen der endg\u00fcltigen Vers\u00f6hnung eingesetzt. Und durch den Glauben erhalten wir Anteil daran. So hat Gott seine Gerechtigkeit unter Beweis gestellt. Lange hat er die Verfehlungen ungestraft gelassen, die fr\u00fcher begangen wurden. Gott hat sie in Geduld ertragen. Doch jetzt, zu diesem besonderen Zeitpunkt, will er beweisen, dass er wirklich gerecht ist. Ja, er ist gerecht. Und er nimmt diejenigen als gerecht an, die aus dem Glauben an Jesus leben. Gibt es irgendeinen Grund, auf etwas stolz zu sein? Nein, das ist ausgeschlossen! Welches Gesetz schlie\u00dft das aus? Etwa das Gesetz der Werke? Nein, sondern das Gesetz des Glaubens! Denn wir sind der \u00dcberzeugung, dass der Mensch allein aufgrund des Glaubens gerecht ist \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob er das Gesetz befolgt. (R\u00f6m 3,21\u201328 Basisbibel)<\/em><\/p>\n<p>Paulus beschreibt hier den Weg des Vertrauens. Er l\u00e4dt alle Menschen ein, an Jesus Christus zu glauben. Vertrau dich und dein Leben Gott an. Denn Gott liebt dich. Er liebt dich, obwohl du Fehler machst und oft nicht so handelst, wie du es tun solltest. Er liebt dich auch, wenn du scheiterst. Der Weg des Vertrauens hei\u00dft: Gib dich ganz in Gottes H\u00e4nde. Denn Gott ist dir doch schon ganz nah. Vergiss alles, was du an b\u00f6sen und auch an guten Taten getan hast. Nichts davon wird dich von Gott abbringen, aber auch nichts n\u00e4her an Gott heranbringen. Nur dein Vertrauen z\u00e4hlt. Du kannst Gott vertrauen, weil er dich liebt. Das kennen wir doch aus unserem Leben, liebe Schwestern und Br\u00fcder: Die Liebe ist der Weg, der uns anderen Menschen vertrauen l\u00e4sst. Die Liebe Gottes ist der Weg, der uns leben l\u00e4sst, trotz aller unserer Fehler, unserem Scheitern, obwohl wir nicht so sind, wie wir gerne sein wollen.<\/p>\n<p>Das erkennt Luther, und er schreibt: \u201eAls mir das klar wurde, da gingen mir die Tore des Paradieses auf.\u201c Nun erst versteht er, wie gut Gott es mit uns meint. Nun erst kann er die Geborgenheit sp\u00fcren und in ihr leben, nach der er sich so lange gesehnt hat. Das ist die gute Nachricht, um die sich alles dreht. Das ist das Evangelium, das die Grundlage, der Kern unserer evangelischen Kirche und aller Kirchen: Gottes Liebe. Um sie dreht es sich immer, in jedem Gottesdienst, bei jeder Taufe, jeder Beerdigung, in jeder Konfirmandenstunde. Das feiern wir heute mit dem Reformationsfest.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist dieses Fest weit mehr als eine Erinnerung an Martin Luther und den Thesenanschlag vor 500 Jahren. Es zeigt uns den Weg zum Leben. Es zeigt uns, wie wir auch heute mit dem Druck, mit allem, was die Welt von uns will und fordert, auch mit all unseren Unzul\u00e4nglichkeiten zu leben. Gott liebt uns mit allem, was wir sind und haben, und eben auch mit allem, was wir <u>nicht<\/u> sind und haben. Denn Internet, Instagram, Tiktok und alle Errungenschaften unserer Zeit haben zwar unsere Kommunikation und unsere technischen M\u00f6glichkeiten ver\u00e4ndert. Doch wir Menschen sind die gleichen geblieben, ob wir jetzt in Rom zur Zeit des Paulus, in der Reformationszeit oder heute leben. Tief in uns ist die Sehnsucht danach, anerkannt und gesehen zu werden, und zwar so wie wir sind. Gottes Liebe l\u00e4sst uns leben.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, f\u00fcr manche Jugendlichen und Erwachsenen ist Gott zu einem Fremdwort aus einer Sprache geworden, die sie nicht oder nicht mehr sprechen. Ich wei\u00df auch, wie grausam und unbarmherzig die Welt der Politik ist oder geworden ist. Doch gerade darum ist doch dieses Wort so wichtig: Gottes Liebe schenkt dir Leben! Wir sind die Kirche Jesu Christi. Wir sind die Gemeinschaft der Menschen, die auf Christus vertrauen. In ihm hat Gott sich mit uns vers\u00f6hnt. Er selber ist in seinem Sohn ans Kreuz gegangen und hat sein Leben gegeben, damit wir frei leben k\u00f6nnen, getragen von seiner Liebe, geborgen und getr\u00f6stet. Ich w\u00fcnsche allen, die unter den Lasten des Lebens leiden, diesen Trost. Ich w\u00fcnsche es allen Jugendlichen wie Lisa und Phillip, allen Erwachsenen, die sich mit den Anforderungen qu\u00e4len, allen, die an ihrem Scheitern leiden, allen, die nach einem mutmachenden Wort f\u00fcr ihr Leben suchen. Nicht euer vermeintliches Ungen\u00fcgen, nicht euer Scheitern, eure Niederlagen entscheiden \u00fcber euch, sondern allein Gottes Liebe. Und das feiern wir heute.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>Liedvorschl\u00e4ge:<\/p>\n<p>EG 440 \u201eAll Morgen ist ganz frisch und neu\u201c<\/p>\n<p>EG 341 \u201eNun freut euch liebe Christen g`mein\u201c (Wochenlied) oder mit sehr sch\u00f6nem modernem Text \u201eMein Herz ist voll\u201c <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FN9YjHr1ieU\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FN9YjHr1ieU<\/a><\/p>\n<p>EG 346 \u201eSuch, wer da will, ein ander Ziel\u201c<\/p>\n<p>EG 355 \u201eMir ist Erbarmung widerfahren<\/p>\n<p>EG 362 \u201eEin feste Burg ist unser Gott\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcrbittgebet<\/p>\n<p>Lieber himmlischer Vater,<\/p>\n<p>du wei\u00dft ja, wie oft wir uns in unserem Leben verrennen.<\/p>\n<p>Wir wollen so toll, so grandios, so strahlend sein.<\/p>\n<p>Wir wollen die anderen und sogar dich beeindrucken.<\/p>\n<p>Du aber siehst in unser Herz und wei\u00dft,<\/p>\n<p>wie sehr wir uns nach einem guten Wort, nach Liebe und Trost sehnen.<\/p>\n<p>Sprich du zu uns.<\/p>\n<p>Tr\u00f6ste uns, wenn wir an unserer eigenen Unzul\u00e4nglichkeit verzweifeln,<\/p>\n<p>wenn unsere Niederlagen, unser Schwachsein, das Dunkel uns erdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Lass uns sp\u00fcren:<\/p>\n<p>Deine Liebe tr\u00e4gt uns in allem,<\/p>\n<p>durch unsere Erfolge und durch unser Scheitern hindurch zu dir.<\/p>\n<p>Wir bitten dich besonders f\u00fcr unsere Kinder und Jugendlichen.<\/p>\n<p>Mancher von ihnen steht unter so gro\u00dfem Druck, dass er zu zerbrechen droht.<\/p>\n<p>Lass gute Menschen um sie sein.<\/p>\n<p>\u00d6ffne ihr Herz f\u00fcr dich und deine Liebe.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle, die unter den Lasten des Lebens leiden.<\/p>\n<p>Schenke ihnen Zeiten der Ruhe, f\u00fcr sich selber und f\u00fcr dich.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr alle, die dein Wort verk\u00fcnden:<\/p>\n<p>Gib ihnen Mut und Zuversicht und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p>Wir bitten dich f\u00fcr deine Kirche bei uns und auf der ganzen Welt:<\/p>\n<p>Lass sie sich immer an deiner Liebe ausrichten.<\/p>\n<p>Schenke ihr Vertrauen zu dir.<\/p>\n<p>Wir bitten f\u00fcr die Christen und Christinen,<\/p>\n<p>die ihren Glauben nicht frei leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Besch\u00fctze sie.<\/p>\n<p>Lass sie sp\u00fcren, dass du bei ihnen bist.<\/p>\n<p>Wir denken an alle, die krank sind, die unter Schmerzen leiden, die im Sterben liegen:<\/p>\n<p>Sei du mit all deinen guten Engeln bei ihnen.<\/p>\n<p>Lass sie, wenn es geht, genesen,<\/p>\n<p>und wenn die Zeit ihres Sterbens kommt,<\/p>\n<p>dann schenke ihnen einen sanften und ruhigen Tod.<\/p>\n<p>Wir sehen uns an und sagen dir in der Stille, was unser Herz bewegt:<\/p>\n<p>STILLE<\/p>\n<p>Danke, lieber himmlischer Vater, dass du uns h\u00f6rst.<\/p>\n<p>Lass uns in allem, was kommt, auf dich und deine grenzenlose Liebe vertrauen.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Pastor Peter Schuchardt<\/p>\n<p>Bredstedt<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:peter.schuchardt@kirche-nf.de\">peter.schuchardt@kirche-nf.de<\/a><\/p>\n<p>Peter Schuchardt, geb. 1966, Pastor der Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), seit 1998 Pastor an der St. Nikolai Kirche in Bredstedt\/Nordfriesland (75%), seit 2001 zus\u00e4tzlich Klinikseelsorger an der DIAKO NF\/Riddorf (25%).<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/cybermobbing-an-schulen-angst-alkohol-suizidgedanken-a-3ff326dd-7ae7-4e42-a9ed-682e410fcb4a<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/psychologie-scheitern-misserfolg-aldenhoff-interview-afd-lux.5VjrCamP3arSP5WPwdQgPM?reduced=true<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> https:\/\/www.unifr.ch\/orthodoxia\/de\/assets\/public\/Lehre\/FS2024%20-%20%C3%96kumene\/Rechtfertigung_Quellen.pdf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gottes Liebe schenkt dir Leben! | Reformationsfest | 31.10.2024 | R\u00f6m 3,21-28 | Peter Schuchardt | Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! 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