{"id":20541,"date":"2024-12-19T06:05:14","date_gmt":"2024-12-19T05:05:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20541"},"modified":"2024-12-16T15:13:14","modified_gmt":"2024-12-16T14:13:14","slug":"1-timotheus-316-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-timotheus-316-5\/","title":{"rendered":"1. Timotheus 3,16"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Mit allen Sinnen staunen | Christnacht | 24.12.2024 | 1Tim 3,16 | Sabine Handrick |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde zur Heiligen Nacht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ihr habt euch zu sp\u00e4ter Stunde aufgemacht, damit wir miteinander hier in der Kirche die Christnacht feiern. Die gem\u00fctlichen Weihnachtsstuben und die fr\u00f6hlichen Familienrunden habt ihr getauscht gegen einen Spaziergang durch die Nacht. Manche haben sogar einen l\u00e4ngeren Anfahrtsweg auf sich genommen. Es ist etwas Besonderes, Geheimnisvolles an dieser Heiligen Nacht, die sich heraushebt aus allen anderen N\u00e4chten des Jahres.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, was hat euch getrieben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">War es der Wunsch, die Worte der Erz\u00e4hlung aus dem Lukas-Evangelium zu h\u00f6ren, damit nach Festschmaus und Bescherung nun auch das Herz gen\u00e4hrt werde? Sind es die vertrauten Lieder \u2013 denn ohne das gemeinsame Singen von \u00abStille Nacht\u00bb und \u00abEs ist ein Ros entsprungen\u00bb \u2026 w\u00fcrde dir etwas fehlen? Oder bist du dem stillen Plan gefolgt, der in eurer Familie einfach da ist \u2013 einer guten, alten Tradition?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vielleicht hast du\u2019s zuhause nicht mehr ausgehalten, die Stille und Einsamkeit und die Traurigkeit \u2013 heute noch einmal unter Menschen sein \u2026 und nicht allein?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auf der Suche nach Zuspruch, nach Worten, die du dir nicht selber sagen kannst, m\u00f6chtest du etwas sp\u00fcren, das deine Seele ins Schwingen versetzt \u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie es auch sei \u2026 und ein wenig von alledem k\u00f6nnte dabei sein. \u2013 Ich hoffe, dass du findest wonach du dich sehnst. Schliesslich ist doch heute die Nacht, an der sich W\u00fcnsche erf\u00fcllen sollen, oder?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, ich m\u00f6chte mit euch versuchen, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, das sich mit der Heiligen Nacht verbindet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt einen uralten Hymnus \u2013 heute ist es der Vers f\u00fcr die Predigt. Er besteht aus einem einzigen Satz, der in seiner griechischen Struktur kunstvoll verschr\u00e4nkt und verdichtet ist und dessen Rhythmus sich kaum ins Deutsche \u00fcbertragen l\u00e4sst. Im 1. Timotheus-Brief wurde uns diese Liedstrophe \u00fcberliefert. Von den fr\u00fchen Christen wurde sie gesungen. Sie klang in ihnen nach, die konnten sie in- und auswendig. Knowing by heart.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und immer wieder m\u00f6gen sie sich daran festgehalten haben, wenn diese Worte aus der Seele aufstiegen und ins Bewusstsein kamen in Momenten, wo das Leben schwer und trostlos schien. Der Glauben war ihnen Kraftquelle und Halt. Sie brauchten nicht viele Worte, um das Geheimnis des Glaubens zu beschreiben. Sie sangen von dem Mysterion, dass Gott Mensch geworden war. So lebte dieses Lied in ihnen, viele Generationen trugen es weiter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">K\u00f6nnen auch wir darin etwas f\u00fcr uns entdecken?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist ein wahres Weihnachtswunderjubellied:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Und wie gro\u00df ist diese Wahrheit! Wie einzigartig ist das Geheimnis, auf das sich unser Glaube gr\u00fcndet! Er, der zu uns kam als Mensch von Fleisch und Blut, der als Sohn Gottes beglaubigt wurde durch Gottes Geist und der den Engeln erschien in seiner Macht \u2013 er wurde verk\u00fcndet unter den V\u00f6lkern, im Glauben angenommen in aller Welt und im Himmel mit Herrlichkeit gekr\u00f6nt.<\/em> (NG\u00dc)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von unseren Liedern kommt dem RG: 395 am n\u00e4chsten, lasst uns singen:<\/p>\n<ol>\n<li><em>Lobt Gott, ihr Christen, alle gleich,<\/em><em> in seinem h\u00f6chsten Thron,<br \/>\n<\/em><em>der heut schlie\u00dft auf sein Himmelreich,<\/em><em> und schenkt uns seinen Sohn, <\/em><em>und schenkt uns seinen Sohn.<\/em><\/li>\n<li><em>Er kommt aus seines Vaters Schoss und wird ein Kindlein klein.<br \/>\n<\/em><em>Er liegt dort elend, nackt und blo\u00df in einem Krippelein, in einem Krippelein.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde, zum Gl\u00fcck gibt es K\u00fcnstler\/innen, die mit Worten, Bildern und Musik etwas von dem Geheimnis h\u00f6rbar, sichtbar und f\u00fchlbar machen. Ich will es heute Abend nicht zerreden oder theologisch analysieren. Viel lieber m\u00f6chte ich, dass wir das Staunen \u00fcben, dass wir neu h\u00f6ren und sehen und entdecken, was wir schon seit Kindertagen kennen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So lade ich euch ein, mit mir virtuell nach Italien zu reisen. In den Uffizien von Florenz ist ein Bild von Gerrit van Honthorst ausgestellt, vor dem wir jetzt stehen bleiben.<sup> 1<\/sup> (Bild einblenden!)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott wird ein Kind! Wenn das nicht zum Staunen ist!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer kann das fassen? Eigentlich niemand.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber doch \u2013 das Unfassbare geschieht und wird sozusagen greifbar \u2013 begreifbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der ferne, unsichtbare, unerkannte Gott, der Sch\u00f6pfer des Himmels und der Erde, den wir so oft nicht verstehen und der uns oft ungerecht und grausam d\u00fcnkt, dieser Gott \u00fcberbr\u00fcckt die himmelweite Entfernung zwischen uns. Gott kommt uns nahe, hautnah, ein Mensch aus Fleisch und Blut! Z\u00e4rtlicher, liebevoller, sanfter, vertrauensvoller, wehrloser und entwaffnender k\u00f6nnen wir uns Gott kaum denken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe dieses Gem\u00e4lde des niederl\u00e4ndischen Caravaggio-Sch\u00fclers aus dem 17. Jahrhundert ausgew\u00e4hlt, weil uns aus ihm das Geheimnis der Menschwerdung Gottes entgegen leuchtet. Alles Licht geht von dem Neugeborenen aus, das nackt und rosig auf seinem Strohbettchen liegt. Es wirkt selbst wie eine Lichtquelle, in deren Widerschein die anderen Personen auch strahlen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria beugt sich von oben her leicht \u00fcber das Neugeborene, ihre Z\u00fcge sind entspannt und glatt. Im Lichte des Kindes verschwindet jede Anstrengung der Geburt. Hinter ihr erkennt man den \u00e4lteren Josef, ebenso l\u00e4chelnd das Kind betrachtend. Ihn beleuchtet der helle Schein weniger, er bleibt im Dunklen, im Hintergrund.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Offensichtlich ist der Maler viel mehr an den beiden Hirtenbuben interessiert, die genau in der Blickrichtung des Kindes stehen. Auf ihren Gesichtern spiegelt sich das Licht des Kindes wieder.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die ganze Szene wirkt schlicht, keine Spur von himmlischen Heerscharen oder Heiligenscheinen. Mit ihren eifrig-roten Wangen und ihre weichen Locken strahlen die kindlichen Gesichter v\u00f6llig nat\u00fcrlich. Ihr spontanes L\u00e4cheln gen\u00fcgt. Mehr braucht es nicht. Die Umst\u00e4nde der Geburt waren schmucklos und armselig: Eine Handvoll Menschen, etwas Stroh, eine Windel und Licht erz\u00e4hlen vom Geheimnis der Heiligen Nacht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schaut: Welche Freude! Die von den Engeln angek\u00fcndigte Freude ist wirklich auf den Gesichtern der Knaben zu sehen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vorbei \u2013 die Schrecken der endlosen N\u00e4chte, vorbei das Sorgen und die M\u00fche um die anvertrauten Tiere, vorbei \u2013 die Schlaflosigkeit und die K\u00e4lte, vorbei \u2013 die schlotternden Knie als ihnen der Engel erschien. Kostbar der Augenblick, das Neugeborenen zu sehen \u2013 Freude herrscht!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die jungen Hirtenbuben bilden mit dem Kind in der Krippe das Zentrum dieses Bildes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ihr ansteckendes L\u00e4cheln l\u00e4sst uns mitstrahlen: \u201e<em>Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht sattsehen\u2026<\/em>\u201c <sup>2<\/sup> Sie bestaunen das Kind, ihre Augen leuchten, ihre ganze K\u00f6rperhaltung, ihre betenden H\u00e4nde zeugen vom Geheimnis des Glaubens.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Teilen wir ihre Freude und stimmen wir ein in den Jubel des Liedes RG: 401,1-2<\/p>\n<ol>\n<li><em>Fr\u00f6hlich soll mein Herze springen<\/em><em> dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen.<br \/>\nH\u00f6rt, h\u00f6rt, wie mit vollen Ch\u00f6ren alle Luft laute ruft: Christus ist geboren!<\/em><\/li>\n<li><em>Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt rei\u00dft aus allem Jammer.<br \/>\nGott wird Mensch, dir, Mensch, zugute, Gottes Kind, das verbindt, sich mit unserm Blute. <\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Beim Betrachten dieses Weihnachtsbildes gehen mir auch Worte des erwachsenen Jesus durch den Sinn: \u201e<em>Ich bin das Licht der Welt. Wer mir folgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern das Licht des Lebens haben<\/em>.\u201c (Joh. 8,12).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der K\u00fcnstler malt die Hirtenbuben so, dass wir ihnen abnehmen: Diese halbw\u00fcchsigen Kinder haben in jener Nacht das Licht ihres Lebens gesehen. Sie werden dieses Licht in ihren Herzen bewahren. Und selbst wenn ihnen in ihrem ganzen Leben keine Gottesbegegnung mehr g\u00e4be, dieser Moment w\u00fcrde gen\u00fcgen. Mehr braucht es nicht als ihr Staunen voller Freude. Das wird sie durch ihr Leben tragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">K\u00f6nnen wir das auch, meine Lieben? Wagen wir den naiven, unverstellten Blick auf das Wunder, das da geschehen ist in Bethlehem? Leuchtet das Licht der Gottgeburt in unseren Herzen? Finden wir das Geheimnis des Glaubens, das sich so schwer beschreiben, eher besingen l\u00e4sst? Tr\u00e4gt uns das \u201eLicht der Welt\u201c durch die Dunkelheiten unserer Tage, durch die wir eher orientierungslos stolpern, als dass wir die Richtung w\u00fcssten\u2026?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Meine Lieben, dieser Jesus hier wird als Erwachsener seinen J\u00fcngern versichern: \u201e<em>Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, k\u00f6nnt ihr nicht ins Himmelreich kommen<\/em>.\u201c (Mt.18,3) \u2013 Gerrit van Honthorst malte die kindlichen Hirten ganz in dem Sinne, wie Jesus selbst den J\u00fcngern die Kinder vor Augen stellt. Schaut, seht ihre Freude, wie offen sie sind und dem Herzen Gottes nahe. Nehmt sie euch als Beispiel. Achtet und beachtet die Kinder. Sie zeigen euch den Weg, den ihr als Erwachsene auch gehen k\u00f6nnt. Kehrt um, werdet wie die Kinder!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im 21. Jahrhundert nun scheint der Zugang zum Glauben immer mehr Menschen versperrt. Sie lassen \u201eden lieben Gott einen guten Mann sein\u201c, kehren in Scharen der Kirche den R\u00fccken. Entt\u00e4uscht von Machtmissbrauch und das Evangelium verdunkelnden Strukturen in den Kirchen, wenden sie sich ab. Das bedauere ich zutiefst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Heil aber in den Versprechungen einer postmaterialistischen Leistungsgesellschaft zu suchen, die den Einzeln zunehmend \u00fcberfordert und ratlos zur\u00fcckl\u00e4sst, mir w\u00e4re das zu wenig f\u00fcr mein Leben. Ich bin \u201agottefroh\u2018, dass ich nicht alles aus mir selbst schaffen muss, dass ich vertrauen darf auf die g\u00f6ttliche Kraft, die in dieser Welt ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich zitiere Kurt Marti, den wunderbaren Gottespoeten, der treffend sagt: (Gitarrenakkord erklingt) \u201e<em>An Weihnachten wurde die \u201aWeltsaite\u2018 gespannt, die Gott und Mensch verbindet, die den Prozess unserer Menschwerdung h\u00e4lt und steuert. Und wenn es zuweilen scheint, dass alle Stricke rei\u00dfen \u2013 diese Saite rei\u00dft nicht. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Zu tief, zu endg\u00fcltig hat Gott sich an Weihnachten mit uns Menschen eingelassen. Zu sehr ist er nun am Prozess unserer Menschwerdung beteiligt. Die St\u00fcrme der Unmenschlichkeit, die durch uns selber, durch unser Leben, durch unsere Welt fegen und gef\u00e4hrlich an allen Hoffnungen r\u00fctteln, sie k\u00f6nnen die an Weihnachten ein f\u00fcr allemal gespannte Saite nicht mehr entzweirei\u00dfen, sie bringen sie immer nur mehr zum Singen: Sie singt vom kommenden Menschen, wie Gott ihn vollenden wird nach dem Bilde des Menschen Christus. Das ist die Zukunftsmusik, die erstmals \u00fcber dem n\u00e4chtlichen Bethlehem aufklang<\/em>.\u201c <sup>3<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">M\u00f6ge Gottes Liebeslied und hoffnungsvolle Zukunftsmusik \u00fcberall, nicht nur in unseren Kirchen erklingen \u2013 das ist mein Weihnachtswunsch, auf dass in unseren Herzen frohes Gott-Vertrauen wachse!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es war Gottes \u00fcberfliessende Liebe zu uns, die ihn in unsere Arme getrieben hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt<br \/>\nals das geliebte Lieben, damit du alle Welt<br \/>\nin ihren tausend Plagen und gro\u00dfen Jammerlast,<br \/>\ndie kein Mund kann aussagen, so fest umfangen hast.<\/em> <sup>4<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So antwortet Paul Gerhardt in einem Adventslied auf die Frage, die ihn umtreibt: \u201eWie soll ich dich empfangen?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Lauschen wir \u2013 staunen wir \u2013 freuen wir uns!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium nimmt im Schluss-Choral<sup>5<\/sup> die musikalischen Motive und somit die eingangs gestellte Frage dieses Adventslieds wieder auf.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Antwort ist jubelndes Strahlen! H\u00f6ren wir die au\u00dfergew\u00f6hnliche Aufnahme von \u201eGerman Brass\u201c, einem zehnk\u00f6pfigen Bl\u00e4serensemble. <sup>6<\/sup><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u2026<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Frieden Gottes, der h\u00f6her ist als unsere Vernunft,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zum Segen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wenn ihr nun in die Stille Nacht geht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wie die Hirten, die umkehrten und wieder zu ihren Herden gingen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wenn ihr nun in die wilde, w\u00fcste Dunkelheit eures Lebens zur\u00fcckgeht,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dann nehmt das Licht und den Zuspruch der Engel mit!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe von Jan Richardson<sup>7<\/sup>, einer britischen K\u00fcnstlerin und Pastorin folgenden Segen gefunden,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">den ich mit euch teilen m\u00f6chte:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn du in die Wildnis gehst, beginne nicht ohne einen Segen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geh nicht, ohne zu h\u00f6ren, wer du bist:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geliebt, benannt von dem Einen, der diesen Weg vor dir gegangen ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geh nicht, ohne sein Echo widerhallen zu lassen in deinen Ohren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und wenn du findest, dass es schwer ist,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">ihn in dein Herz zu lassen, verzweifle nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dazu ist diese Reise da.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kann nicht versprechen, dass dieser Segen dich vor Gefahr bewahrt,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">vor Angst, vor Hunger oder Durst, vor Versengung durch die Sonne<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">oder dem Einbruch der Nacht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber ich kann dir sagen, dass es auf diesem Weg Hilfe geben wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kann dir sagen, dass auf diesem Weg Ruhe sein wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kann dir sagen, dass du die seltsame Gnade erfahren wirst,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">durch die, die uns zu Hilfe kommen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">nur auf einem Weg wie diesem,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die uns entgegenfliegen mit Trost und Kraft,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">die uns zur Seite stehen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">aus keinem anderen Grund,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">als sich an unser Ohr zu lehnen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">und mit ihrer neugierigen Beharrlichkeit<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">unseren Namen fl\u00fcstern:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geliebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geliebt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Geliebt.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Sabine Handrick<\/p>\n<p>Quellen:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>1<\/sup><a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Adoration_of_the_Christ_Child_(Honthorst)#\/media\/File:Gherardo_delle_Notti_o_Gheritt_van_Hontorst_-_Adorazione_del_Bambino_-_Google_Art_Project.jpg\">https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Adoration_of_the_Christ_Child_(Honthorst)#\/media\/File:Gherardo_delle_Notti_o_Gheritt_van_Hontorst_-_Adorazione_del_Bambino_-_Google_Art_Project.jpg<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>2<\/sup> RG 402, \u201eIch steh an deiner Krippen hier\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>3 <\/sup>zitiert aus: <a href=\"https:\/\/zeitzeichen.net\/node\/9483\">https:\/\/zeitzeichen.net\/node\/9483<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>4<\/sup> RG 367,5 \u201eWie soll ich dich empfangen?\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>5 <\/sup>\u201eNun seid ihr wohlgerochen\u201c (BWV 248)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>6<\/sup> <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qehVv3kASy4\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qehVv3kASy4<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><sup>7<\/sup> <a href=\"https:\/\/www.tennesonwoolf.com\/beloved-is-where-we-begin-jan-richardson\/\">https:\/\/www.tennesonwoolf.com\/beloved-is-where-we-begin-jan-richardson\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit allen Sinnen staunen | Christnacht | 24.12.2024 | 1Tim 3,16 | Sabine Handrick | Liebe Gemeinde zur Heiligen Nacht, ihr habt euch zu sp\u00e4ter Stunde aufgemacht, damit wir miteinander hier in der Kirche die Christnacht feiern. 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