{"id":20598,"date":"2024-12-18T12:40:27","date_gmt":"2024-12-18T11:40:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20598"},"modified":"2024-12-21T12:43:16","modified_gmt":"2024-12-21T11:43:16","slug":"jesaja-91-6-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-91-6-7\/","title":{"rendered":"Jesaja 9,1-6"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Christvesper | 24.12.2024 | Jes 9,1-6 | H\u00f6chste Zeit, um zu staunen | Thomas Schlag |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">seit dem letzten Heiligen Abend ist wieder ein ganzes Jahr vergangen, in dem wir den dunklen Realit\u00e4ten ins Auge schauen mussten. Viel war die Rede von \u00abFaktenlage\u00bb, von Zahlen und Daten und Befunden und Aussichten, die belegen, wie es angeblich um uns steht: wirtschaftlich, klimatechnisch, milit\u00e4risch, aber auch privat, gesundheitlich, ganz pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und ja, sie haben einen nicht selten fast gefangen genommen, diese Befunde und Realit\u00e4ten \u2013 von Krieg und Gewalt und Krise war, jedenfalls meiner Erinnerung nach, kaum je so intensiv die Rede wie im vergangenen Jahr. Der furchtbare Anschlag auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt kurz vor dem 4. Advent ist die aktuellste, dramatische Best\u00e4tigung dieses gewaltvollen Jahres.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Immer wieder neue Hiobsbotschaften \u2013 von \u00abalternativen Fakten\u00bb ganz zu schweigen. Und so ist es mehr durchaus verst\u00e4ndlich, wenn sich manche sp\u00e4testens \u00fcbers letzte Jahr hinweg mehr oder weniger abgewendet haben von den Entwicklungen. Wenn nicht wenige Menschen ganz und gar auf Nachrichten verzichten und aktuelle Informationen zur Lage der Nation nicht einmal mehr h\u00f6ren wollen oder k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Stattdessen packt man sich dann in die eigene Gem\u00fctlichkeit ein: \u00abHygge\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> heisst der Trend: Ein Wohlf\u00fchlprogramm aus dem k\u00fchleren Norden Europas, genauer aus D\u00e4nemark. Am liebsten hat man es kerzenwarm und wohlig kuschelig und freut sich am lichtvollen Kaminzauber. Und Teil dieses Programms ist es durchaus auch, sich mithilfe passender kalorienhaltiger und hochprozentischer \u00abGenuss-Botschaften\u00bb wenigstens f\u00fcr eine bestimmte Zeit in eine bessere Welt hineinzuimaginieren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und nun also der diesj\u00e4hrige Heilige Abend. Ist das sozusagen das ultimative kirchliche \u00abHygge\u00bb-Ereignis, in das man sich nun ebenfalls einkuscheln soll und kann, weil eben die umgebende Welt nur noch Schrecken bereith\u00e4lt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, so k\u00f6nnte man es verstehen. Und die Bilder und die ganze Geschichte legen es irgendwie auch nahe: Das s\u00fcsse Kind, das helle, warme Licht, an der Krippe eine Atmosph\u00e4re der Geborgenheit, Glanz in den Augen, helle Engelsbotschaft \u2013 all dies inmitten der Nacht und gegen die Nacht und erst recht gegen die tiefschwarzen Realit\u00e4ten der Faktenlage.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Scheint also jetzt endlich oder wenigstens f\u00fcr einen Moment die andere Welt auf, die uns leben und hoffen l\u00e4sst? Ist das nun die echte \u00abAlternative f\u00fcr das Durchstehen\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> der realen und laut ausgerufenen Krisen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neu ist dieser Wunsch nach einer hellen, ganz anderen Zukunft ja nicht. Die alttestamentlichen Worte, die dem heutigen Heiligen Abend Glanz und Hoffnung verleihen wollen, haben dies schon vor Urzeiten zur Sprache gebracht:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Prophet Jesaja schreibt hoffnungsvoll und staunend zugleich:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein gro\u00dfes Licht, und \u00fcber denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. Du weckst lauten Jubel, du machst gro\u00df die Freude. <\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Vor dir freut man sich, wie man sich freut in der Ernte, wie man fr\u00f6hlich ist, wenn man Beute austeilt. Denn du hast ihr dr\u00fcckendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians. Denn jeder Stiefel, der mit Gedr\u00f6hn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.<\/em><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er hei\u00dft Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-F\u00fcrst; auf dass seine Herrschaft gro\u00df werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem K\u00f6nigreich, dass er\u2019s st\u00e4rke und st\u00fctze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In dieser Vision des Propheten scheint eine ganze Gegenwelt auf: Aus dem Dunkel soll Licht werden. Das dr\u00fcckende Joch, also das Zuggeschirr auf dem R\u00fccken des Arbeitstieres, das schwer auf dessen Schultern liegt, wird zerbrochen. Und alles Kriegsget\u00fcmmel kommt an sein Ende.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Etwas Neues wird kommen \u2013 noch konkreter verk\u00fcndet: Ein neuer Herrscher kommt schon jetzt: Ein Herrscher von ganz eigener Art: ein wunderbarer Ratgeber, ein Heldengott, ein Starker, ein Friedensf\u00fcrst.<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> Kurz gesagt: ein Kind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Diese Ank\u00fcndigung, diese Gegenwart des Kindes, d\u00fcrfen wir uns ganz plastisch vorstellen: Ein Kollege formuliert es so \u2013 in einer Auslegung des bekannten Weihnachtsliedes von Paul Gerhardt \u00abIch steh\u2019 an Deiner Krippen hier\u00bb:<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a>\u00abDas ganze Lied ist erf\u00fcllt vom Staunen \u00fcber das, was zuerst die Hirten und die Weisen in der kleinen Stadt Bethlehem erlebt haben.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einer der Verse des Liedes lautet: \u00abIch sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen; und weil ich nun nichts weiter kann, bleib ich anbetend stehen\u00bb. Dazu schreibt der Kollege das Folgende:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00abDer Blick verweilt hier auf dem Kind in der Krippe, auf dem einzigartigen Ereignis, das in diesem kleinen Menschlein sichtbar wird \u2013 geboren vor aller Zeit und doch auch geboren in dieser Nacht, die Kraft des Sch\u00f6pfers selbst, und nun doch ganz da in diesem einen irdischen Leben. Wie k\u00f6nnte man sich daran satt sehen?! Und so l\u00e4dt uns Paul Gerhardt ein, stehen zu bleiben, anzubeten, still vor diesem Bild zu verweilen.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und so bilanziert er in seiner Auslegung: \u00abJeder und jede von uns soll direkt mit dabei sein. Alles, was sich zwischen uns und das Kind in der Krippe stellen k\u00f6nnte, f\u00e4llt fort. Der zeitliche Abstand von vielen hundert Jahren, der r\u00e4umliche Abstand zu dem Geschehen im fernen, gegenw\u00e4rtig wieder so spannungsgeladenen Bethlehem \u2013 sie werden einfach \u00fcbersprungen. Und es beginnt ein and\u00e4chtiges Nachdenken, eine Zwiesprache mit dem Kind, ein Meditieren dar\u00fcber, was sich hier ereignet und was Jesu Geburt \u00fcber die Zeiten hinweg sagen will \u2013 und zwar nicht nur allgemein f\u00fcr die Menschheit, sondern f\u00fcr mich pers\u00f6nlich, f\u00fcr mich in meinem ganz eigenen Leben.\u00bb So weit also die Auslegung dieses Krippenliedes.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist das nun die neue Realit\u00e4t, er\u00f6ffnet dies an diesem Heiligen Abend den Blick auf eine Anders-Welt. Eine Welt, die nach ganz anderen, n\u00e4mlich friedlichen Spielregeln abl\u00e4uft? In denen das erste Prinzip nicht Angst, sondern Hoffnung ist, in der es nicht um vergeltende Massnahmen, sondern um eine Eskalation des Guten geht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ja, der Heilige Abend und diese Geburtsszene ist der erste Moment einer Anders-Welt: einer Welt, die sich hell in die Dunkelheit hinein ausbreitet, die zeigt, was anders und besser und richtiger und realistischer sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So funktioniert die Weihnachtsgeschichte \u2013 \u00fcbrigens wie viele biblischen Geschichten \u2013 \u00abseit Menschengedenken\u00bb. Es ist ja ganz wahr: \u00abSchilderungen, die uns in Staunen versetzen und Elemente enthalten, auf die wir auch heute Bezug nehmen k\u00f6nnen, \u00fcberdauern im kollektiven Ged\u00e4chtnis am besten.\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Staunen weitet den Blick, macht uns an diesem heiligen Abend offen f\u00fcr das Unerwartbare. Das Staunen l\u00e4sst uns vielleicht barmherziger auf die Dinge schauen. Wer an diesem geheimnisvollen Abend wie ein Kind staunen kann, der traut sich etwas, was \u00fcber die sichtbare Realit\u00e4t hinausgeht. Der kann sich auch nicht sattsehen an dem, was hier so \u00fcberraschend heute und zu allen Zeiten des Lebens wieder neu auf uns zukommt \u2013 was Himmel und Erde geheimnisvoll verbindet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dieses Staunen ist eben nicht einfach nur ein weltferner Traum, sondern es kommt daher mit einer versch\u00e4rften Wahrnehmung der Verh\u00e4ltnisse, auch und gerade dort, wo diese ungerecht und menschenunw\u00fcrdig sind. Mit offenem Mund hei\u00dft eben auch, dass man nicht schweigt angesichts dieser Verh\u00e4ltnisse. dass man dort seine Stimme erhebt, wo das Dunkel eben wieder gr\u00f6sser zu werden droht als das Licht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn also nun die gewaltvollen und schrecklichen Seiten dieses Jahres wieder so m\u00e4chtig in den Blick und ins Bewusstsein kommen, dann heisst Staunen auch, der weiteren Gewalt und ja, auch dem B\u00f6sen, zu widerstehen, sich aktiv einzusetzen, gerade nicht zu einer Eskalation der Gewalt beizutragen. Frieden muss m\u00f6glich werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und das beginnt bei uns selbst: Staunen ist eine Haltung, die uns mindestens f\u00fcr einen wichtigen Moment weg weist von unserem andauernden Blick auf uns selbst. Weg vom Spiegel der eigenen Eitelkeit, in den hinein wir am Ende nur noch \u00fcber uns selbst staunen bzw. besser gesagt: uns nur noch selbst anstarren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht an uns selbst sollen wir uns sattsehen, sondern den Blick darauf richten, wo sich Gott uns in mitmenschlicher Gestalt zuwendet. Fast schon weisheitlich ist es, wenn der tschechische katholische Theologe Tom\u00e1\u0161 Hal\u00edk zum Geheimnis von Weihnachten schreibt: Hier und heute ereignet sich die \u00abVerbindung des Menschlichen und des G\u00f6ttlichen.\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a> Und weil wir als Menschen selbst ganz offene Wesen sind, k\u00f6nnen wir uns in diesem Moment in aller Offenheit diesem g\u00f6ttlichen Ereignis zuwenden \u2013 uns selbst in das Staunen hineinfinden.<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ob sich dieses Geheimnisvolle wirklich ereignet? Nat\u00fcrlich bleibt es unverf\u00fcgbar \u2013 nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir Menschen schon gar nicht ganz alleine die Verh\u00e4ltnisse \u00e4ndern. Und zu denken gibt der Satz: \u00abManche kommen aus dem Staunen nie hinaus, manche nie hinein.\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gerade deshalb ist das Staunen \u00fcber diesen geheimnisvollen Moment eine h\u00f6chst aktive M\u00f6glichkeit, selbst etwas mehr Licht in die dunklen Verh\u00e4ltnisse zu bringen, nicht im Sinn des s\u00fcsslichen, satten nordischen Wohlf\u00fchl-Hygges, sondern als realit\u00e4tsnahe, lichtvolle Sch\u00e4rfung aller unserer Sinne und Gedanken, die sich nicht sattsehen k\u00f6nnen am neuen Moment.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist jetzt im wahrsten Sinn des Wortes h\u00f6chste Zeit, um zu staunen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und dann wird uns hoffentlich etwas Wesentliches geschenkt: Die Einsicht, dass wir heute nicht zornig auf das zur\u00fcckblicken m\u00fcssen, was alles wieder nicht gelungen und nicht erledigt ist. Die Weisheit, dass es auch nicht darauf ankommt, gehetzt auf die Zukunft zu blicken, auf all das, was ansteht, was geplant und organisiert werden muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sondern das Staunen nimmt sich Zeit f\u00fcr diesen Moment, diesen Abend, diese Begegnungen und Augenblicke \u2013 f\u00fcr das, was jetzt verk\u00fcndigt wird und in Bilder der Anders-Welt gekleidet ist: Bilder des wunderbaren Ratgebers, des Friedensf\u00fcrsten, des Kindes.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir bereit sind, \u00fcber diese Botschaft des Kindes in der Krippe zu staunen, \u00e4ndert sich auch unsere eigene Zeitwahrnehmung. Wir k\u00f6nnen den neuen, ganz anderen Moment unmittelbar in unserem gegenw\u00e4rtigen Leben entdecken. Eine Kollegin hat es gerade in diesen Tagen auf facebook mit wunderbar sommerlich-sonnigen Bildern aus S\u00fcdafrika pr\u00e4gnant so formuliert: \u00abThe best present is being present in the moment\u00bb (\u00abDas sch\u00f6nste Pr\u00e4sent ist es, im Moment selbst pr\u00e4sent zu sein.\u00bb<a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nicht mehr, aber auch nicht weniger ist heute am Heiligen Abend wahr. Denn nicht mehr, aber auch nicht weniger ist an diesem Abend f\u00fcr uns heute verk\u00fcndigt: Dass wir in diesem Moment offen und staunend pr\u00e4sent sind \u2013 und unseren Blick dorthin richten, wo sich Neues ereignet und pr\u00e4sent wird. Dorthin, wo diese Hoffnung auf das neue, Frieden stiftende Kind gegen die dunklen Realit\u00e4ten wirklich und ganz real wird. Heute an diesem Abend und weit \u00fcber diesen Abend hinaus.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">&#8212;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Hygge wird wie folgt verstanden: es ist \u00abein Kernbestandteil der d\u00e4nischen Tradition und Lebensweise. Im Wesentlichen bedeutet es eine gem\u00fctliche, herzliche Atmosph\u00e4re, in der man das Gute des Lebens zusammen mit lieben\u00a0Leuten genie\u00dft. Das warme Licht der Kerzen ist Hygge. Freunde und Familie geh\u00f6ren auch zur Hygge. Und nicht zu vergessen,\u00a0Essen und Trinken: das hei\u00dft f\u00fcr uns\u00a0am liebsten mehrere Stunden am Tisch zu sitzen und uns\u00a0gemeinsam mit den gr\u00f6\u00dferen und kleineren Dingen des Lebens auseinanderzusetzen. \u2026 Die Hochsaison der Hygge\u00a0liegt in der dunkleren Jahreszeit, ganz besonders um\u00a0Weihnachten. Die\u00a0d\u00e4nischen Winter\u00a0sind bekannterma\u00dfen lang und dunkel &#8211;\u00a0also wehren wir uns gegen die Dunkelheit mit unserer besten Waffe: Hygge!\u00a0Inklusive vieler\u00a0Kerzen nat\u00fcrlich.\u00bb (https:\/\/www.visitdenmark.de\/daenemark\/erlebnisse\/lifestyle-kultur\/hygge)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Am 20.12.2024, an dem ich diese Predigt schreibe, fliegt schon wieder eine krude Nachricht durch die mediale Welt: Elon Musk teilt angesichts der bevorstehenden Bundestagswahl auf \u00abX\u00bb mit: \u00abOnly the AfD can save Germany\u00bb.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> So die \u00dcbersetzung der Z\u00fcrcher Bibel 2007.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Dieses und die folgenden Zitate Johannes L\u00e4hnemann, Liedpredigt Liedpredigt \u201eIch steh an deiner Krippen hier\u201c (EG 37) zum Christfest II. 26.12.2024 (https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/liedpredigt-ich-steh-an-deiner-krippen-hier-eg-37\/)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Moises Mayordomo, Storytelling mit Stern: Was die Weihnachtsgeschichte zeitlos macht (19.12.2024), in: https:\/\/www.unibas.ch\/de\/Aktuell\/News\/Uni-Research\/Was-die-Weihnachtsgeschichte-zeitlos-macht-.html<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Tom\u00e1\u0161 Hal\u00edk, Der Nachmittag des Christentums. Eine Zeitansage, Freiburg\/Basel\/Wien 2022, 32.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Vgl. a.a.O., 31f.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Raimund Sch\u00f6ll (*1963), Soziologe, Coach, Autor und Aphoristiker.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/05B768F5-913B-47AA-B80F-0A4222191236#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> Anita Cloete, facebook-Eintrag am 19.12.2024.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christvesper | 24.12.2024 | Jes 9,1-6 | H\u00f6chste Zeit, um zu staunen | Thomas Schlag | Liebe Gemeinde, seit dem letzten Heiligen Abend ist wieder ein ganzes Jahr vergangen, in dem wir den dunklen Realit\u00e4ten ins Auge schauen mussten. 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