{"id":20614,"date":"2024-12-25T12:02:24","date_gmt":"2024-12-25T11:02:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20614"},"modified":"2024-12-22T20:14:26","modified_gmt":"2024-12-22T19:14:26","slug":"jesaja-514-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jesaja-514-6\/","title":{"rendered":"Jesaja 51,4\u20136"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Heilvolle Zukunft trotz dunkler Zeit, denn Gott redet und rettet | Altjahresabend | 31.12.2024 | Jes 51,4\u20136 | Winfried Klotz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">4 Der HERR sagt: \u00bbH\u00f6re auf mich, mein Volk, achte auf das, was ich sage! Ich lasse meine Weisung ergehen, meine Rechtsordnung richte ich auf als Licht f\u00fcr die V\u00f6lker. (51,4\u20135) 42,1\u20134.6; 49,6; 2,4S<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">5 Ich bringe die Rettung, sie ist ganz nahe; meine Hilfe ist schon unterwegs. Mein starker Arm wird den Streit der V\u00f6lker schlichten. Die fernsten L\u00e4nder setzen ihre Hoffnung auf mich und warten, dass ich eingreife. 60,9<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">6 Blickt zum Himmel empor: Er wird sich aufl\u00f6sen wie Rauch. Blickt auf die Erde unter euren F\u00fc\u00dfen: Sie wird zerfallen wie ein altes Kleid und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Fliegen. Aber die Rettung, die ich bringe, schafft immer w\u00e4hrenden Frieden; nichts wird ihn ersch\u00fcttern. 24,4S; Ps 102,26\u201328; Jes 40,7\u20138<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(Gute Nachricht Bibel)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Altjahrsabend \u2013 Silvester \u2013 der Name \u201eSilvester\u201d bezieht sich auf den Gedenktag des r\u00f6mischen Bischofs Silvester I. (314 r\u00f6mischer Bischof geworden, gestorben am 31.12.335), der am 31.12. begangen wird. Wir begehen heute Abend den Jahreswechsel; der Termin ist eine menschliche Festlegung, andere V\u00f6lker begehen ihn an anderen Tagen. Im Judentum hei\u00dft das Neujahrsfest \u201eRosch Haschana\u201c \u2013 Kopf des Jahres \u2013 und wurde 2024 am 3. Oktober begangen. Unser volkst\u00fcmlicher Neujahrswunsch \u201eeinen guten Rutsch!\u201c kommt vom Wort Rosch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jahreswechsel, wir schauen zur\u00fcck, aber auch nach vorne, bilanzieren das vergangene Jahr und planen den Weg durchs kommende. Vielleicht ist das etwas hochgegriffen, vielleicht haben wir gar keine Lust zur\u00fcck- und nach vorne zu schauen, vielleicht war unser Jahr 2024 eher bescheiden und f\u00fcr 2025 erwarten wir nicht mehr; es wird nicht besser!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie dem auch sei, ob wir nun frohgemut zur\u00fcckschauen und freudig nach vorne, oder erwartungslos Vergangenes und Kommendes grau in grau sehen, ob die Vergangenheit uns eine Belastung ist und die Zukunft uns Angst macht; wir leben im Vergehen der Zeit und im Wissen darum, dass unsere Erdentage gez\u00e4hlt sind; aber wir leben nicht nur auf unsere kleine Welt fixiert, denn Gott redet uns an, jedenfalls uns, die wir heute Abend Gottesdienst feiern. \u00dcber all die Alltagsdinge hinaus, gr\u00f6\u00dfer auch als die gro\u00dfe Politik mit ihren machtvollen Figuren, gibt es einen neudeutsch gesagt \u201ebig player\u201c einen lebendigen Herrn und Gott, der zu uns reden m\u00f6chte und f\u00fcr den die Herren der Welt Figuren auf dem Schachbrett seiner Weltregierung sind, \u00fcber deren stolzes, hochtrabendes Drohen er lacht und spottet (Psalm 2). Gott sitzt im Regiment, Gott regiert, so hat er es uns durch Jesus zugesagt; durch den Jesus, der ans Kreuz geh\u00e4ngt wurde zum Zeichen seiner Ohnmacht und Unf\u00e4higkeit. Was ist die Zusage \u201aGott regiert\u2018 unter dieser Voraussetzung wert? In den Augen eines Kim Jong-un und eines Xi Jinping nichts, aber nicht nur in deren Augen. Wie viele gute Westeurop\u00e4er, manche Mitglied einer Kirche, sehen das auch so! Und ein Donald Trump im Verbund mit einem Elon Musk h\u00e4lt auch mehr auf die eigenen gro\u00dfen Spr\u00fcche als auf die Zusagen unseres Herrn Jesus \u2013 jedenfalls schlie\u00dfe ich das aus den Taten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kann sein, dass sich jetzt einige \u00fcber mich \u00e4rgern. Nehmen Sie es als meine Meinung und kehren wir zu dem Punkt zur\u00fcck, an dem wir hoffentlich einig sind: Gott regiert, er baut sein Reich durch den gekreuzigten und auferstandenen Jesus; er baut dieses Reich durch die gute Nachricht von der Vergebung der S\u00fcnden, so dass wir umkehren k\u00f6nnen zu Gott. Er baut dieses Reich da, wo Menschen durch den Glauben an Jesus vers\u00f6hnt zusammenkommen, ihre N\u00e4chsten lieben, den Elenden aufhelfen und die Gescheiterten nicht verachten. Sichtbare Zeichen des Reiches geschehen, aber unsere Hoffnung geht weit dar\u00fcber hinaus, denn wir sind vom Christus Jesus ergriffen, unser Herz und Leben geh\u00f6rt IHM!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eGott redet uns an!\u201c so sagte ich eben. Genau darum geht es im Predigtwort aus Jesaja 51: \u201eH\u00f6re auf mich, mein Volk, achte auf das, was ich sage! Ich lasse meine Weisung ergehen, meine Rechtsordnung richte ich auf als Licht f\u00fcr die V\u00f6lker.\u201c Wir sind auf unserem die Sonne umkreisenden und durchs Weltall rasenden Raumschiff Erde nicht nur auf uns und unsere Probleme geworfen, wir sind in eine Beziehung gestellt, die die sichtbare Welt, die Himmel und Erde \u00fcberschreitet. Gott redet uns an, wir sollen h\u00f6ren und zu Herzen nehmen; dann wird unser Leben hell, vom Licht der vers\u00f6hnenden Gnade durchleuchtet. Jesus ist dieses Licht, Gottes Gnade ist in Jesus uns erschienen. Wir sollen auf IHN h\u00f6ren!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das hei\u00dft auch, schalte mal all die Lautsprecher ab, die in deine Ohren dr\u00f6hnen! Fang an, zu schweigen und zu h\u00f6ren, nicht auf die Stimme deines Herzens, auf die h\u00f6rst du st\u00e4ndig, sondern auf diese fremde Stimme, diese anderen Worte von einem Gott, der dich liebt und sucht. Dann kommt dir Gottes Rettung nahe, seine zurechtbringende Hilfe. Ihr Name ist Jesus, er rettet von den S\u00fcnden, er \u00fcberwindet, was uns von Gott trennt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Viele fordern, dass die christliche Kirche gesellschaftlich relevant sein m\u00fcsse; kirchenintern versucht man das zu sein mit Stellungnahmen zu diversen Themen. Andererseits springen viele zurzeit auf den Wagen kirchlicher Rituale auf. Wir m\u00fcssen den Menschen geben, was sie brauchen; mit Ritualen begleiten wir sie an den \u00dcberg\u00e4ngen des Lebens. Ritual gut \u2013 alles gut \u2013 oder? So erhalten wir uns die Kunden?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe mal gelernt, das Leben von Christen sei t\u00e4gliche Reue und Bu\u00dfe (Luther 95 Thesen); auch darin war der Abschied von den vielen Vorschriften und Ritualen begr\u00fcndet, mit denen die Kirche damals ihre Kunden unter Kontrolle hielt. Wollen wir dahin zur\u00fcck? Hat Gott Jesus gesandt, damit unsere religi\u00f6sen Bed\u00fcrfnisse befriedigt werden, damit wir begleitet werden an den Knack- und Krisenpunkten des Lebens? Gewiss nicht! Zuerst und vor allem will Gott, dass wir wieder mit ihm durchs Leben unterwegs sind, auf ihn h\u00f6rend, liebend, dem\u00fctig. Dann ist er uns helfend und kl\u00e4rend auch nah an den Knack- und Krisenpunkten des Lebens, nah in der Gemeinschaft derer, die mit unterwegs sind in der Spur Jesu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir wissen und unser Wort aus Jesaja 51 sagt es deutlich, wir sind in die Zeit gestellt, wir sind verg\u00e4nglich und alles Irdische mit uns. \u201eBlickt zum Himmel empor: Er wird sich aufl\u00f6sen wie Rauch. Blickt auf die Erde unter euren F\u00fc\u00dfen: Sie wird zerfallen wie ein altes Kleid und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Fliegen.\u201c Das h\u00f6ren wir nicht gerne! Das tut weh! Aber wir sind doch keine kleinen G\u00f6tter, die, wie auch immer, im Tod nur die R\u00e4ume tauschen, dann geht es selbstbestimmt weiter! Das h\u00e4tten wir gerne, aber im Tod werden wir entmachtet und m\u00fcssen Rechenschaft ablegen. Mit \u00fcber siebzig Jahren geh\u00f6re ich zur \u00e4lteren Generation; auch mir macht diese Perspektive Gedanken, gerade wenn dann noch die Einschr\u00e4nkungen des Alters sich zeigen. Der Himmel l\u00f6st sich auf wie Rauch, die Erde zerf\u00e4llt, wir sterben. Hart, aber, Gott sei gedankt, nicht das letzte Wort; unser Vers geht weiter: \u201eAber die Rettung, die ich bringe, schafft immer w\u00e4hrenden Frieden; nichts wird ihn ersch\u00fcttern.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das ist unsere Perspektive durch Jesus! Das ist unsere Hoffnung und Freude! Das ist die Erl\u00f6sung, die wir brauchen, wenn die Kreise des Lebens immer enger werden! Gott sei gedankt, wir gehen auf den entgegen, der lebt, der uns jetzt schon Frieden schenkt, der unseren Tag hell macht und uns Zukunft im Licht bei Gott schenkt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich kehre an den Anfang zur\u00fcck: Altjahrsabend \u2013 Silvester, R\u00fcckblick, Erwartungen an das Kommende, machen wir uns nicht verr\u00fcckt; gr\u00f6\u00dfer und wichtiger als unser Urteil \u00fcber Vergangenes und unser Blick nach vorne ist, dass wir den kennen, der uns Leben schenkt und an dessen Hand wir gehen. Ich schlie\u00dfe mit dem Gedanken eines chinesischen Christen, den ich in einer Textsammlung fand (Hoffs\u00fcmmer, Kurzgeschichten, 99\/05 \u2013 II16; vgl. K\u00fchner, elektronisches Textarchiv Nr. 352):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch sagte zu dem Engel, der an der Pforte des Jahres stand: &#8222;Gib mir ein Licht, damit ich sicheren Fu\u00dfes der Ungewissheit entgegengehen kann!&#8220; Aber er antwortete: &#8222;Geh nur in die Dunkelheit und lege deine Hand in die Hand Gottes; das ist besser als ein Licht und sicherer als ein bekannter Weg.&#8220; Amen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liedvorschl\u00e4ge: EG 361 Befiehl du deine Wege; EG 369 Wer nur den lieben Gott l\u00e4sst walten; EG 371 Gib dich zufrieden und sei stille; EG 407 Stern, auf den ich schaue; Du bist unsre Zuversicht, Gerhard Schnitter, Unser Liederbuch 375; Du sollst nicht m\u00fcde werden, Peter Strauch, Unser Liederbuch, 258; God will make a way (Gott zeigt mir den Weg) Don Moen (deutsch Gerhard Schnitter) Wiedenester Jugendlieder, 197.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Winfried Klotz, Pfr. i. R. Bad K\u00f6nig\/ Odenwald; verh. drei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Theol. gepr\u00e4gt von Otto Michel und Hans J. Iwand, Mitglied Pfarrgebetsbund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heilvolle Zukunft trotz dunkler Zeit, denn Gott redet und rettet | Altjahresabend | 31.12.2024 | Jes 51,4\u20136 | Winfried Klotz | 4 Der HERR sagt: \u00bbH\u00f6re auf mich, mein Volk, achte auf das, was ich sage! Ich lasse meine Weisung ergehen, meine Rechtsordnung richte ich auf als Licht f\u00fcr die V\u00f6lker. 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