{"id":20644,"date":"2025-01-01T18:06:53","date_gmt":"2025-01-01T17:06:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20644"},"modified":"2025-01-02T18:38:16","modified_gmt":"2025-01-02T17:38:16","slug":"1-johannes-5-9-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-johannes-5-9-13\/","title":{"rendered":"1. Johannes 5, 9-13"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">2. Sonntag nach Weihnachten | 05.01.2025 | 1. Johannes 5, 9-13 | \u201eWer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben.\u201c | Winfried Klotz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">9 Wenn Menschen uns etwas bezeugen, schenken wir ihrer Aussage Glauben. Aber die Aussage Gottes hat ein ungleich gr\u00f6\u00dferes Gewicht, zumal es dabei um Jesus Christus geht, den Gott selbst als seinen Sohn best\u00e4tigt hat A.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">A) W zumal die Aussage Gottes darin besteht, dass er \u00fcber seinen Sohn Zeugnis abgelegt hat.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, wei\u00df in seinem Innersten, dass Gottes Aussage wahr ist A. Doch wer Gott keinen Glauben schenkt, macht ihn damit zum L\u00fcgner: Er will nicht wahrhaben, dass Gott als Zeuge f\u00fcr seinen Sohn eingetreten ist.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">A) Od glaubt, h\u00e4lt an dieser Aussage fest. W glaubt, hat die Aussage \/ das Zeugnis in sich.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">11 Und was bedeutet diese Aussage Gottes \u00b4f\u00fcr uns`? Sie bedeutet, dass Gott uns das ewige Leben gegeben hat; denn dieses Leben bekommen wir durch seinen Sohn A.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">A) Od gegeben hat und dass wir dieses Leben nur durch seinen Sohn bekommen (w und dieses Leben ist in seinem Sohn).<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">12 Wer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">13 Ich habe euch diese Dinge geschrieben, um euch in der Gewissheit zu best\u00e4rken, dass ihr das ewige Leben habt; ihr glaubt ja an Jesus als den Sohn Gottes A.<\/p>\n<ol>\n<li style=\"font-weight: 400;\">A) W ihr glaubt ja an den Namen des Sohnes Gottes.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Weihnachten liegt hinter uns, wir feiern den 2. Sonntag nach Weihnachten, aber zugleich steht die Botschaft von Weihnachten vor uns und stellt uns die Frage: Bist du gewiss, dass Jesus von Gott kommt? Oder anders: Ist der, der damals von Maria geboren wurde, Jesus von Nazareth, Gottes Sohn, durch den Gott ewiges Leben gibt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es mag jemand in heutigen Zeiten diese Frage f\u00fcr unbedeutend halten; jede und jeder denkt und glaubt, was sie\/ er will, warum sich darum Gedanken machen? Aber diese scheinbar tolerante Einstellung ist Zeichen von Ignoranz; sollten wir dem nicht nachfragen, was unsere Geschichte und Kultur gepr\u00e4gt hat? Abgesehen davon, dass f\u00fcr Menschen, die sich Christen nennen, die entscheidende Frage ist: Wer ist, war Jesus? Denn das ber\u00fchrt die Grundlage ihres Glaubens.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der erste Johannesbrief kreist st\u00e4ndig um diese Frage; der Verfasser ringt darum, dass der, der von Maria geboren wurde, Jesus von Nazareth, der Christus, der Retter und Herr ist. Im Umfeld der Gemeinden, die der Verfasser des Lehrschreibens vor Augen hat, sind Leute aufgestanden, die den irdischen Jesus mit seiner Geschichte, seinem Leben, Leiden, Sterben und seiner Auferweckung, getrennt haben von einer geistigen Gr\u00f6\u00dfe \u201eChristus\u201c. Aus dem geschichtlichen Jesus, durch den Gott uns erl\u00f6st von den S\u00fcnden, haben sie einen geistigen Christus gemacht, eine Christusidee. Diese \u201eChristus-Idee\u201c zu begreifen f\u00fchrte nach ihrer Lehre zur Erl\u00f6sung. Wer das vertritt, macht Gott zum L\u00fcgner, das ist die Kritik des Verfassers des 1. Johannesbriefs. Gott selbst hat Jesus in die Welt gesandt und als seinen Sohn best\u00e4tigt. Aus der Todeswirklichkeit der Verfehlung gegen Gott und den N\u00e4chsten hat er uns durch Jesus befreit; durch den Glauben verbunden mit Jesus empfangen wir Leben aus Gott, ewiges Leben. Diese Gewissheit schenkt uns Gottes Geist, der von uns Besitz ergriffen hat, der in uns wohnt. Nicht eine Idee und Erkenntnis erl\u00f6st uns, sondern der, der f\u00fcr uns am Kreuz gestorben ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Glauben meint kein blindes F\u00fcrwahrhalten, sondern ist Antwort auf die gute Nachricht; Glauben findet seine Best\u00e4tigung durch den Geist, der uns geschenkt ist und lebt in der Gemeinschaft der Christen. Glauben gewinnt Gestalt in der geschwisterlichen Liebe, die der Liebe Gottes antwortet. Denn wir haben Gottes Liebe empfangen als er uns durch Jesus freigesprochen hat von unseren Irrwegen, uns seiner Familie eingef\u00fcgt hat und das best\u00e4tigt hat durch den Heiligen Geist, den er uns gegeben hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich will das Gesagte noch einmal verst\u00e4rken: Gemeinde Jesu ist kein Traditionsverein, der seine Fest feiert und seine Rituale begeht und damit die religi\u00f6sen Bed\u00fcrfnisse der Mitglieder befriedigt. Gemeinde Jesu ist ein lebendiger Organismus, vergleichbar einem Bienenstock, in dem es summt und brummt, die Bienen aus \u2013 und einfliegen, und Nektar und Pollen, die zu Honig werden, eingebracht werden. Honig \u2013 Bild f\u00fcr die geschwisterliche Liebe, ist die Frucht des gemeinsamen Glaubens und der Sendung durch den Geist. Gemeinsamer Glaube, Teilhabe an dem einen Geist Jesu, Liebe, die uns verbindet, das macht uns als christliche Gemeinde aus! Das ist Leben aus Gott, ewiges Leben! Kirche als Traditionsverein hat keine Zukunft, Kirche, die sich durch S\u00e4uglingstaufe reproduziert, hat keine Zukunft. Zukunft wird der Kirche von ihrem Herrn geschenkt, wenn sie die gute Nachricht ausrichtet, Jesus als Retter und Richter verk\u00fcndigt, und damit den H\u00f6renden die M\u00f6glichkeit zur Umkehr er\u00f6ffnet. Umkehren d\u00fcrfen, neu anfangen, nicht, weil wir es k\u00f6nnen, sondern weil uns dazu die T\u00fcr aufgetan, die Sicht gegeben wird, das ist die Medizin, die wir brauchen. Statt Beruhigung, statt Friede, Friede zu predigen, die s\u00fc\u00dfe So\u00dfe der Liebe Gottes \u00fcber die Menschen auszugie\u00dfen, braucht es und entspricht es Jesus, S\u00fcnde zu benennen und Umkehr zu erm\u00f6glichen. Das, weil Gottes Liebe dazu treibt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht\u201c, sagt unser Bibelwort aus dem 1. Johannesbrief (V. 12).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Welt giert nach Leben, wir alle ersehnen erf\u00fclltes Leben, aber wie oft wird Leben gesucht auf Wegen, die zum Tod f\u00fchren. Schon die Haltung \u201eich will Leben, und zwar sofort\u201c kann zum Absturz f\u00fchren. Und sind nicht all die, die sich betrinken, berauschen, Drogen einwerfen oder spritzen, s\u00fcchtig nach Leben?! Da bauen junge Leute ihr Haus, richten es ein, aber nicht mit dem, was ihrem Budget entspricht, sondern mit dem, was ihnen als exklusiv und zeitgem\u00e4\u00df vorgegaukelt wird. Noch vor der Eheschlie\u00dfung soll alles perfekt sein. Dann kommt es zur Trennung; alles muss verkauft werden und trotzdem bleiben Schulden. \u201eWir wollten ein gutes Leben!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alle Welt giert nach Leben, nach gutem Leben; vielen reicht das Mittelma\u00df nicht. Zugleich verachten viele das Leben, das Gott denen gibt, die sich IHM anvertrauen in Jesus. Dieses Leben, verbunden mit Jesus, brauche ich vielleicht dann, wenn ich das Leben hier genossen habe und alt bin. Gibt es nicht viele Wege zu Gott und zum Leben? So scheinen sie zu denken; oder denken sie vielleicht gar nicht \u00fcber das Leben nach?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eWer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben. Wer nicht mit ihm, dem Sohn Gottes, verbunden ist, hat das Leben nicht.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manche scheinen der Meinung, die Verbindung mit Jesus sei eine Fessel, die gutes Leben verhindert. In der Tat verhindert die Bindung an Jesus Untreue, L\u00fcge, Diebstahl, Hass, Ausschweifung und was es sonst an B\u00f6sem gibt. Und wenn sie es nicht verhindert, so wirkt die Verbindung zu Jesus doch wie ein Brandzeichen im Gewissen- und das ist gut! Das kann helfen zur Umkehr. Christliches Leben besteht immer wieder aus der \u00dcbung der Umkehr zu Gott und den N\u00e4chsten! Wie auch sollen wir zu einem guten Leben gelangen in einer kaputten Welt ohne Umkehr und Erneuerung, die doch Gottes gute Medizin sind, Gnadengaben unseres Gottes, der uns liebt! Der uns aus seiner Liebe Jesus gesandt hat, Mensch aus Fleisch und Blut und zugleich Gottes Sohn und Gesandter. Wer den Sohn hat, hat das Leben!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wie komme ich zu diesem Vertrauen auf Jesus? Doch nicht in einem Schritt blinder Unterwerfung, sondern indem ich es wage, zu dem zu reden, der schon lange auf meine Stimme wartet und der mich h\u00f6ren will, obwohl ich Staub und Asche bin. Von dem die Bibel so vielf\u00e4ltig sagt, dass er sich finden l\u00e4sst von denen, die ihn suchen. Unter dem Maulbeerfeigenbaum des Zach\u00e4us blieb er stehen und sagte: Ich muss heute dein Gast sein! Alle haben sich aufgeregt: Bei einem ausgemachten S\u00fcnder kehrt er ein. (Lk. 19, 1-10) So ist Gott, so handelt er in Jesus. Amen.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Winfried Klotz, Pfr. i. R. Bad K\u00f6nig\/ Odenwald; verh. drei erwachsene Kinder und ein Enkelkind. Theol. gepr\u00e4gt von Otto Michel und Hans J. Iwand, Mitglied Pfarrgebetsbund.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Sonntag nach Weihnachten | 05.01.2025 | 1. Johannes 5, 9-13 | \u201eWer mit dem Sohn verbunden ist, hat das Leben.\u201c | Winfried Klotz | 9 Wenn Menschen uns etwas bezeugen, schenken wir ihrer Aussage Glauben. Aber die Aussage Gottes hat ein ungleich gr\u00f6\u00dferes Gewicht, zumal es dabei um Jesus Christus geht, den Gott selbst [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20645,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[548,56,1,157,853,114,741,349,3,109,282],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-20644","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-2-so-n-christfest","category-1-johannes","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-05-chapter-05-1-johannes","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-winfried-klotz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20644","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20644"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20644\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20650,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20644\/revisions\/20650"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20644"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20644"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20644"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=20644"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=20644"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=20644"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=20644"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}