{"id":20659,"date":"2025-01-02T20:07:27","date_gmt":"2025-01-02T19:07:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20659"},"modified":"2025-01-02T20:07:27","modified_gmt":"2025-01-02T19:07:27","slug":"mt-21-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/mt-21-12\/","title":{"rendered":"Mt 2,1\u201312"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Epiphanias | 06.01.25 | Mt 2,1\u201312 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Alle Jahre wieder: Die Weihnachtskrippe<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eAlle Jahre wieder\u201c stellen Familien und Gemeinden Weihnachtskrippen auf. Mit der Heiligen Familie in der Mitte. Mit Ochs und Esel, Hirten und Schafen, Heiligen Drei K\u00f6nigen und ihren Kamelen. Vielleicht ist auch noch eine Scheune dabei, an deren Giebel ein Stern prangt. Was hier zusammenkommt, stammt aus verschiedenen Stellen der Bibel und auch das nicht immer. Trotzdem: Unsere Weihnachtskrippen treffen Richtiges. In die Mitte geh\u00f6rt Jesus und alles andere geh\u00f6rt \u2013 dazu. Die Hirten aus dem Lukas-Evangelium, die eilends kamen und wahrscheinlich keine Schafe dabeihatten. Die \u201eWeisen aus dem Morgenland\u201c aus unserem heutigen Predigttext. Ochs und Esel aus Jesaja 1,3: \u201eEin Ochse kennt seinen Besitzer und ein Esel die Futterkrippe seines Herrn.\u201c Und nat\u00fcrlich geh\u00f6ren auch die Schafe zur Krippe und noch viel mehr, denn \u201edie ganze Sch\u00f6pfung harrt der Erl\u00f6sung\u201c (vgl. R\u00f6mer 8,22). Nicht zuletzt geh\u00f6ren die Menschen, die heute eine Weihnachtskrippe aufstellen, \u2013 dazu.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigttext<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Bibeltext, der zu unseren Weihnachtskrippen beigetragen hat, ist heute Predigttext:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u00bbAls Jesus geboren war in Bethlehem in Jud\u00e4a zur Zeit des K\u00f6nigs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: &#8218;Wo ist der neugeborene K\u00f6nig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.&#8216; Als das der K\u00f6nig Herodes h\u00f6rte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er lie\u00df zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: &#8218;In Bethlehem in Jud\u00e4a; denn so steht geschrieben durch den Propheten: \u201aUnd du, Bethlehem im j\u00fcdischen Lande, bist keineswegs die kleinste unter den St\u00e4dten in Juda; denn aus dir wird kommen der F\u00fcrst, der mein Volk Israel weiden soll.\u2018&#8216; Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen w\u00e4re, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: &#8218;Zieht hin und forscht flei\u00dfig nach dem Kindlein; und wenn ihr&#8217;s findet, so sagt mir&#8217;s wieder, da\u00df auch ich komme und es anbete.&#8216; Als sie nun den K\u00f6nig geh\u00f6rt hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er \u00fcber dem Ort stand, wo das Kindlein war. Als sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreut und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Sch\u00e4tze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und Gott befahl ihnen im Traum, nicht wieder zu Herodes zur\u00fcckzukehren; und sie zogen auf einem andern Weg wieder in ihr Land.\u00ab (Mt 2,1\u201312)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Keine Heiligen Drei K\u00f6nige?!<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nanu? Keine Heiligen Drei K\u00f6nige? Hei\u00dft der 6. Januar etwa zu Unrecht Heilig-Drei-K\u00f6nig oder Drei-K\u00f6nigs-Fest? Tats\u00e4chlich: Die Bibel wei\u00df nichts von K\u00f6nigen. Sie wei\u00df auch nicht, wie viele K\u00f6nige das h\u00e4tten sein sollen. Erst recht nennt sie keine Namen. Die christliche Tradition schon: Caspar, Melchior und Balthasar. Die drei stehen f\u00fcr die drei fr\u00fcher nur bekannten Erdteile: Europa, Asien und Afrika. Deshalb hat einer der K\u00f6nige traditionell eine schwarze Hautfarbe. Ich will das jetzt nicht \u00fcberinterpretieren, aber doch anmerken, dass hier \u00fcber die Grenzen wei\u00dfen Denkens hinausgegangen worden ist. Es h\u00e4tte der Weltgeschichte gutgetan, wenn die europ\u00e4ische Christenheit diesen Weg konsequenter gegangen w\u00e4re. Erneut hat die Volksfr\u00f6mmigkeit mit ihrer Gestaltung der Krippen also etwas Richtiges getroffen. Und man kann aus dem gemeinsamen Stehen von Hirten und K\u00f6nigen an der Krippe noch mehr machen: Die armen Menschen, die nichts zu bringen haben als Staunen, geh\u00f6ren an die Krippe \u2013 und die Reichen auch, die den Kindern dieser Welt einen finanziellen Anschub ins Leben schenken k\u00f6nnten. Mit West-W\u00e4hrungen, aber gerne auch mit \u00d6l-Geld aus den heutigen Morgenl\u00e4ndern. Menschen aus der N\u00e4he \u2013 und die Menschen aus der Ferne. Sie alle geh\u00f6ren an die Krippe. Und jenseits aller Symbolik geh\u00f6ren Frauen an die Krippe. Eine Geburt ist auch heute ein lebensgef\u00e4hrliches Geschehen. So spricht alle historische Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass Geburts-erfahrene Frauen Maria begleitet und Jesus auf die Welt geholfen haben. Ein Hoch auf die Hebammen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Astrologen? Wissenschaftler!<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn es nun keine K\u00f6nige waren: Was dann? Ich bin in meinem Berufsleben Menschen begegnet, die wussten es ganz genau und hatten dann auch gleich die Kirche zu kritisieren: Es waren Astrologen. \u201eHerr Pfarrer, da sehen Sie es. Sogar die Bibel wei\u00df um die Bedeutung der Sterne. Sie k\u00f6nnen es nicht abstreiten, auch wenn die Kirche die Astrologie immer unterdr\u00fcckt hat.\u201c Ich will hier jetzt nicht \u00fcber Glauben und Aberglauben streiten. (https:\/\/www.ezw-berlin.de\/publikationen\/lexikon\/astrologie\/)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Vor dem Hintergrund solcher Berufserfahrungen will ich aber dennoch ein bisschen Aufkl\u00e4rung betreiben. Im griechischen Text steht \u201eMagoi = Magier\u201c. Die meisten Bibel\u00fcbersetzungen \u00fcbersetzen das als \u201eSterndeuter\u201c. (Basis-Bibel, katholische Einheits\u00fcbersetzung, Gute Nachricht, Z\u00fcricher u. a.) Martin Luther vermeidet diese \u00dcbersetzung und hat uns die \u201eWeysen vom morgenland\u201c beschert. (https:\/\/www.deutschestextarchiv.de\/book\/view\/luther_septembertestament_1522?p=16) \u201eWeise\u201c seien es gewesen, die in einem nicht n\u00e4her benannten Land einen besonderen Stern gesehen haben und ihm folgten. In Luthers Zeit waren Astronomie als Sternenkunde und Astrologie als Sterndeutung noch eng beieinander. Astronomie-Querstrich-Astrologie geh\u00f6rte mit sechs anderen F\u00e4chern zum Grundstudium, bevor man sich den Hauptf\u00e4chern Theologie, Recht oder Medizin widmen konnte. Luther wusste also, was er tat, als er 1522 das Astrologische des Wortes Magier etwas beiseiteschob und das Wissen durch das Wort Weise betonte. Doch \u201eunterdr\u00fcckt\u201c die Luther-Bibel keine Informationen. Wir finden in den Bibelausgaben hinten Worterkl\u00e4rungen. Da hei\u00dft es: \u201eWeise aus dem Morgenland: Das so \u00fcbersetzte Wort \u201amagoi\u2018 \u2013 \u201aMagier\u2018 bezeichnete zun\u00e4chst die Mitglieder einer persischen Priesterkaste, die sich mit Sternkunde und Astrologie befassten, sp\u00e4ter allgemein babylonische und sonstige Astrologen.\u201c (vgl. auch Luz, S. 119) In der Jesus-Zeit hatte das Wort Magier immer noch etwas mit Religion zu tun, aber auch mit Wissen, wie die Welt funktioniert. Das Volk brachte Magiern Bewunderung entgegen. In manchem Magier hat man aber auch den Scharlatan erkannt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sterndeutung ist in der Antike, im Mittelalter und in der fr\u00fchen Neuzeit in die normale [Anf\u00fchrungszeichen mitsprechen] \u201eWissenschaft\u201c eingebettet. Beispiel Johannes Kepler (1571\u20131630). Wir verdanken ihm die Keplerschen Gesetze zur Berechnung der Planetenbahnen. Derselbe Kepler hat aber auch Horoskope erstellt, denn auch Kepler brauchte Geld zum Leben. Aber Kepler hielt nichts von Astrologen, die ohne Kenntnis der Gesetze der Himmelsmechanik arbeiteten. Er hoffte, der Astrologie eine wissenschaftliche Basis geben zu k\u00f6nnen, aber das hat nicht funktioniert. (Posch, S. 121) Heute sind Astronomie und Astrologie weit auseinander, weil das \u201ewie oben \u2013 so unten\u201c aus heutiger naturwissenschaftlicher Sicht nicht haltbar ist. Heutzutage wird Astrologie h\u00e4ufig als irrationale Lebenshilfe verwendet oder manchmal sogar als kl\u00fcgere Alternative zur normalen Weltsicht beschrieben. Ich m\u00f6chte dagegen betonen: Die Priesterastrologen der Antike und die Begr\u00fcnder unserer modernen Astronomie erforschten den Himmel und benutzten ihren Verstand. Insofern hat Luthers \u00dcbersetzung immer noch Recht: Die Magier des Predigttextes sind nicht para-wissenschaftliche Astrologen im heutigen Sinn, sondern Sternenkundige.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Zur\u00fcck zum Bibeltext<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Fromme Weitererz\u00e4hlung, Krippenspiele, popul\u00e4rwissenschaftliche Zeitschriftengeschichten zum Beispiel zum Stern von Bethlehem \u2013 die Geburtsgeschichte Jesu ist von vielen Geschichten \u00fcberlagert. (Luz, S. 124) Ungl\u00fccklicherweise gilt das auch von der Geburt Jesu selber. Das kann jeder sehen, der die Erz\u00e4hlungen im Matth\u00e4us- und Lukas-Evangelium vergleicht. Auch der Evangelist Matth\u00e4us hat ein Interesse. Er zitiert aus dem Alten Testament. Hier im Predigttext zum Beispiel zitiert er aus dem Prophetenbuch Micha. Er macht so eine Verbindung zu seinen Heiligen Schriften deutlich, die ihm wichtig ist. (Luz, S. 61) In der ganzen Geburtsgeschichte finden wir Hinweise auf erf\u00fcllte Bibelstellen. Das hat einen Verdacht geweckt: K\u00f6nnte das alles nicht einfach bibelgelehrte Erfindung sein? Wenn man diesen Verdacht erst einmal hat, kann man ihn nicht mehr so leicht wegschieben. (Luz, S. 116) Dazu kommt, dass man bei wichtigen Leuten eigentlich immer besondere Geschichten erwartete. Nur als Beispiele aus anderen Religionen: Auch von Moses, Buddha (6.\/5. Jahrhundert vor Christus) oder Muhammad (6.\/7. Jahrhundert nach Christus) werden besondere Umst\u00e4nde ihrer Geburt erz\u00e4hlt. Was uns Anlass zur kritischen Verwunderung ist, geh\u00f6rte f\u00fcr Menschen anderer Zeiten dazu. Jahrhundertelang vor Jesus und jahrhundertelang nach Jesus. Im Gegenteil: Die ersten H\u00f6rer und Leser des Evangeliums h\u00e4tten sich gewundert, wenn es nichts Besonderes von Jesu Geburt zu erz\u00e4hlen gegeben h\u00e4tte. Au\u00dfenstehende h\u00e4tten sich sowieso gleich wieder abgewandt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">[Wir haben keine Chance, in die eine oder andere Richtung zu entscheiden. Was uns unwahrscheinlich erscheint, wie der Besuch der Magier aufgrund von Sterndeutung, ist jedenfalls andernorts belegt. (Vgl. f\u00fcr einen Magierzug zu Nero Schweizer, S. 17)] Am Ende k\u00f6nnen wir nur eines als Ausgangspunkt f\u00fcr uns nehmen: Wir k\u00f6nnen den Evangelisten Matth\u00e4us beim Glauben beobachten. Matth\u00e4us kannte sich in den Heiligen Schriften aus. \u201eEr durchsucht die Schriften\u201c, wie man fr\u00fcher gesagt h\u00e4tte. Aber Matth\u00e4us verlor sich nicht in den Auslegungen und Verhei\u00dfungen, sondern fand Verhei\u00dfungen in Jesus erf\u00fcllt. Die von Matth\u00e4us erz\u00e4hlten Magier kannten sich mit den Sternen aus und werden von einem neuen Stern auf den Weg gebracht. Auch sie bleiben dann aber nicht beim Altbekannten, sondern finden in Jesus ein neues Licht. Es geht also um ein Suchen und Finden, und da schauen wir jetzt noch einmal genau hin. Zuerst im Predigttext und dann bei uns.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Suchen und Finden<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es ist zur Zeit der Geburt Jesu. Sternenkundige M\u00e4nner kommen nach Jerusalem. Sie haben einen Stern gesehen, der ihrer Meinung nach auf die Geburt eines K\u00f6nigs hinweist. Den suchen sie. Dem wollen sie ihre Reverenz erweisen. Die Weisen kennen sich am Himmel aus, aber auch auf der Erde. Jerusalem war die Hauptstadt Jud\u00e4as. Das ist vern\u00fcnftigerweise der Ort, wo man eine k\u00f6nigliche Geburt erwarten darf. Die Weisen aus dem Morgenland fragen im Herrscherhaus nach. Aber: In Jerusalem wei\u00df man nichts von einem K\u00f6nigskind. Die Aufregung im Haus des Herodes ist verst\u00e4ndlich. Wenn das Kind nicht aus der eigenen Familie kommt, muss der neugeborene \u201eK\u00f6nig der Juden\u201c ein Konkurrent sein. Die Astrologie der G\u00e4ste ist in Israel nicht unbekannt, aber dem j\u00fcdischen Glauben fremd. Schon in der ersten Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung sind Sonne, Mond und Sterne keine G\u00f6tter, die uns irgendwie beeinflussen. Sonne, Mond und Sterne sind einfach nur Lampen, zu leuchten am Tag und zu leuchten in der Nacht. (Genesis 1,14\u201318. Umfassend https:\/\/www.die-bibel.de\/ressourcen\/wibilex\/altes-testament\/sterne-sternbilder-sterndeutung) Man schaut also in die Heiligen Schriften und findet da messianische Weissagungen. Ein sp\u00e4ter Nachfahre Davids wird da erwartet. Und man erwartet von ihm, dass er Israel zu neuer Gr\u00f6\u00dfe f\u00fchren wird und mehr. Die von Matth\u00e4us erz\u00e4hlten \u00dcberlegungen ergeben Bethlehem als m\u00f6glichen Geburtsort. (Luz, S. 113) Die Weisen nehmen es zur Kenntnis und setzen ihre Reise fort. Es geht also weiter nach Bethlehem.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Einen neugeborenen K\u00f6nig suchen sie, Jesus finden sie. Keinen K\u00f6nig also, wie sie ihn erwartet haben, f\u00fcr den Geschenke wie Gold, Weihrauch und Myrrhe passen w\u00fcrden. Sie finden kein Kind, dem das K\u00f6nigtum in die Wiege gelegt ist, und doch sind sie von dem Baby, das sie sehen, ber\u00fchrt. Ich denke mir das wie in der Familie, wenn ein Neugeborenes der Familie vorgestellt wird: Jeder nimmt es auf den Arm, f\u00fchlt die W\u00e4rme und nimmt das Kind in sein Herz auf. Die Weisen \u201ebeten an\u201c und lassen ihre Geschenke zur\u00fcck. Offenbar sind die Weisen wirklich weise. Sie sind bereit, neu zu sehen und einen \u201eK\u00f6nig der Herzen\u201c zu erkennen. Die Sterndeuter legen ihre Gaben ab und offenbar auch den Stern, der sie bisher leitete. Er hat ihnen seinen Dienst getan. Sie lassen auch Herodes links liegen und kehren auf anderem Weg nach Hause zur\u00fcck. Eine innere Stimme hat ihnen gesagt, dass Herodes nichts Gutes im Schilde f\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kein Prunk, kein Hofstaat, keine offensichtliche Dynastie, aber ein Kind, das sie anr\u00fchrt. Die Weisen aus dem Morgenland k\u00f6nnen diesen Wechsel vollziehen. Daf\u00fcr gibt es Gr\u00fcnde: Sie haben nicht einfach die Best\u00e4tigung dessen gesucht, was sie schon kannten. Sie sind davon frei, weil sie ihrem eigentlichen Ziel treu bleiben. Erinnern wir uns: \u201eWir haben den Stern des neugeborenen K\u00f6nigs der Juden gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.\u201c So haben sie sich in Jerusalem vorgestellt. Wenn wir einen religi\u00f6sen Schluss daraus ziehen wollen, k\u00f6nnte man sagen: Ein K\u00f6nigskind haben sie gesucht, und das Jesus-Kind hat sich finden lassen. Und wenn man so will, hat es daf\u00fcr alles in Dienst genommen, was ihm bei den Weisen zur Verf\u00fcgung stand. Die Astronomie-Querstrich-Astrologie war ihre Wissenschaft; der Stern war ihr Wegweiser. Doch nun ist die Suche vorbei. Die Weisen haben ihre Begegnung mit Jesus gehabt. Sie ziehen anders und auf anderem Weg zufrieden heim. Das \u00e4u\u00dfere Licht eines Sterns hat sie hergef\u00fchrt, das innere Licht einer Gottesbegegnung f\u00fchrt sie nun weiter. Wir h\u00f6ren nichts \u00fcber ihren weiteren Lebens- und Glaubensweg, nur dass sie eine wichtige Begegnung mit Jesus hatten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Von unserem Suchen und Finden<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun sind wir nicht die Weisen der biblischen Geschichte, sondern Menschen des 20.\/21. Jahrhunderts. Astronomie und Astrologie sind auseinandergetreten: Das eine ist als Wissenschaft anerkannt, das andere nicht. Ebenso sind Glaube und Wissen auseinandergetreten. Wir suchen anders. Wir finden anders. Und das ist auch biblisch erst einmal in Ordnung. Denn es geht immer darum, ob man sucht und wie sehr man sich ver\u00e4ndern l\u00e4sst von dem, was man findet. Manchmal muss man neu sehen, um zu finden. Das lesen wir \u00fcber die Weisen aus dem Morgenland und k\u00f6nnen wir an Matth\u00e4us erkennen. Wie k\u00f6nnen also wir zur wichtigen Begegnung mit Jesus finden? Matth\u00e4us war wach geworden, als er in den Heiligen Schriften Verhei\u00dfungen entdeckte. Die Sterndeuter wurden wach, als sie am Himmel einen neuen Stern entdeckten. Daraus folgt die Frage: Wo wirst du wach? Wonach suchst du? Was w\u00fcrde dir helfen? So vielf\u00e4ltig wie unsere Lebensthemen heute, m\u00fcssten Ihre Antworten und meine Weiterf\u00fchrungen ausfallen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein klassisches Thema protestantischer Predigt kann ich aber nicht aussparen: Schuld und Suche nach Vergebung. Wer Menschen mit Schuld begegnet ist, wird das Thema nicht kleinreden. Wer eine Schuld hat, wei\u00df: Da gibt es nichts kleinzureden, kaum etwas wiedergutzumachen, geschweige denn ungeschehen. Und wenn es denn ein J\u00fcngstes Gericht g\u00e4be, w\u00e4re es gut, wenn jemand anderes noch etwas in die Waagschale werfen w\u00fcrde. Das in der Antike verst\u00e4ndlichste Bild war das Opfer, und so haben damals und noch jahrhundertelang Menschen sich und ihre Schuld an das Kreuz getragen und sich Jesus als Erl\u00f6ser anvertraut. Diese Begegnung mit Bekenntnis, Tr\u00e4nen und Zusage der Vergebung kann bis heute f\u00fcr Menschen ein neues Lebensfundament werden. [Pause] Andererseits ist es nicht meine Aufgabe, Schuldbewusstsein in Sie hineinzupredigen, um es Ihnen dann mit dem Hinweis auf die Erl\u00f6sung durch Jesus Christus wieder herauszupredigen. Meine Aufgabe ist es, Glauben in Sie hineinzupredigen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deshalb will ich zu unserer Vielfalt zur\u00fcckkehren. Vielleicht haben Sie irgendwann in ihrem Leben gemerkt, dass Sie ein Thema haben, zu dem Sie immer wieder zur\u00fcckkehren, in dem Sie sich auskennen, wo es aber nicht unbedingt weitergeht. Ein Grundschmerz, ein Urerlebnis, ein Grundanliegen. Wenn Sie so etwas haben, nehmen Sie Ihr Lebensthema als Stern. Sie folgen ihm ja schon lange, so wie die Sterndeuter ihren Sternen. Sie sind nicht nach Jerusalem oder Bethlehem unterwegs, aber vielleicht w\u00fcrde eine Begegnung mit Jesus guttun. Verletzungen \u2013 Jesus der verletzte Heiler. Streit \u2013 Jesus der klare Vers\u00f6hner. Beziehungen \u2013 Jesus der andere Mann. Am Ende werden Sie nicht bei sich selbst stehen bleiben, wenn Sie Jesus in Ihre Lebensthemen hineinsuchen. Nach dem Zeugnis des Neuen Testaments wird Er Sie dort finden, und das wird etwas ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mag sein, dass ich Ihr zentrales Lebensthema nicht angesprochen habe. Vielleicht ahnen Sie trotzdem, in welche Richtung ich es gemeint habe. Schauen wir noch einmal auf die Weisen aus dem Morgenland. Ihr Leitmotiv schickt sie auf eine Reise, aber die M\u00fchen lohnen sich. Es wird ihre Reise zum Jesus-Kind. Sie finden tats\u00e4chlich einen neugeborenen K\u00f6nig, doch, anders als sie erwartet haben, einen K\u00f6nig der Herzen. Und darin wandelt sich auch ihr Lebensthema. Der Stern, der sie geleitet hat: Ob er noch am Himmel steht, erfahren wir nicht. Was wir aber h\u00f6ren, ist, dass die Weisen aus dem Morgenland vom Jesus-Kind ber\u00fchrt wurden und Gott auf neue Weise zu ihnen spricht. Das ist uns allen zu w\u00fcnschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Hansj\u00f6rg Biener (*1961) ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als Religionslehrer an der Wilhelm-L\u00f6he-Schule in N\u00fcrnberg t\u00e4tig. Au\u00dferdem ist er au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik und Didaktik des evangelischen Religionsunterrichts an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg. (Hansjoerg.Biener (at) fau.de)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Konradt, Matthias: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, G\u00f6ttingen: Vandenhoek &amp; Ruprecht, 2015 (Das Neue Testament Deutsch; 1)<br \/>\nWeniger zum Predigttext relevant als f\u00fcr die Gesamteinsch\u00e4tzung des Matth\u00e4us.<br \/>\nS. 1 \u201eDem steht intertextuell zur Seite, das die mt Jesusgeschichte von 1,1 bis 28,20 mit einem stetigen Bezug auf die Schrift, also das sp\u00e4ter sogenannte Alte Testament, erz\u00e4hlt wird. Die bekannten Erf\u00fcllungszitate (\u2026) sind lediglich ein besonders augenf\u00e4lliger Ausdruck f\u00fcr die Relevanz, die der Schrift in der Jesusgeschichte insgesamt zukommt. Ihnen steht nicht nur eine Reihe weiterer expliziter Zitate, sondern vor allem eine Vielzahl von Anspielungen zur Seite, die dazu anleiten, die Jesusgeschichte im Horizont der Schrift zu reflektieren: Die mt Jesusgeschichte erklingt im Resonanzraum der Schrift, und sie gewinnt an Klangfarbe, wenn man sie in diesem Resonanzraum h\u00f6rt.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Luz, Ulrich: Das Evangelium nach Matth\u00e4us (Mt 1-7), Z\u00fcrich: Benziger\/Neukirchen-Vluyn: Neukirchener, 1985 (Evangelisch-Katholischer Kommentar zum Neuen Testament; I\/1)<br \/>\nS. 61: \u201eHinter dem Matth\u00e4usevangelium werden also judenchristliche, z. T. schriftgelehrte Kreise sichtbar, die sich mit Q, dem Markusevangelium, anderen Jesus\u00fcberlieferungen und der Bibel besch\u00e4ftigen. Man darf m. E. nicht solche Traditionen zu \u00fcberwundenen erkl\u00e4ren und den Evangelisten von ihnen l\u00f6sen. Nicht nur seine eigene Sprache, die immer wieder Ber\u00fchrungen mit zeitgen\u00f6ssischem rabbinischen Judentum aufweist, nicht nur seine konservative Haltung gegen\u00fcber dem Gesetz [\u2026], sondern auch die ganze, dem Semitischen nahe stehende Gestalt seines Evangeliums weisen auf das Gegenteil.\u201c<br \/>\nS. 113: Hier kann man allerdings gerade keinen Vorrang der biblischen Verhei\u00dfungen vor der Astrologie herleiten, denn Mt. 2,5-6 hat eine sehr eigene Gestalt. \u201eDer Wortlaut weicht von allen bekannten Textformen von Mich 5,1 ab.\u201c<br \/>\nS. 116: \u201eEinmal mehr steht der Ausleger vor dem Problem, wie er mit einer Geschichte umgehen soll, deren Historizit\u00e4t unwahrscheinlich ist. Da eines ihrer wesentlichen Anliegen die Verk\u00fcndigung von Gottes bewahrender F\u00fchrung ist, versch\u00e4rft sich das Problem: Eine F\u00fchrung, die nur erz\u00e4hlt wird, steht nahe bei einer Illusion. [&#8230;] F\u00fcr die Gemeinde war [&#8230;] Zuwendung Gottes zu den Heiden, die Erfahrung der [&#8230;] Bewahrung vor den Anschl\u00e4gen [der] Feinde, das Wissen um den Sieg Jesu \u00fcber weltliche Macht, mithin der Glaube an die Macht des auferstandenen Herrn Jesus die Voraussetzung f\u00fcr diese Geschichte. Die Auslegung mu\u00df also auf das achten, was diese \u201astory\u2018 bezeugen will; der Verk\u00fcndiger, der sie braucht, ist nach eigenen Erfahrungen gefragt, die diesem Zeugnis entsprechen.\u201c<br \/>\nS. 119: Magos \u201emeint zun\u00e4chst einen Angeh\u00f6rigen der persischen Priesterkaste, wird dann aber ausgeweitet und bezeichnet seit dem Hellenismus auch andere Vertreter \u00f6stlicher Theologie, Philosophie und Naturwissenschaft. Die Grenze zwischen Magiern, Astrologen und Theurgen wird flie\u00dfend. [&#8230;] Das Judentum [&#8230;] urteilt meist negativ, kann sich aber weder dem Einflu\u00df der Astrologie noch der hellenistischen Hochsch\u00e4tzung der Magier v\u00f6llig entziehen.\u201c<br \/>\nS. 124: \u201eDie Wirkungsgeschichte unseres Textes ist auch ein Beispiel f\u00fcr seine Wirkungslosigkeit. Die Exegese muss also mithelfen, durch kritische Aufarbeitung der Volksfr\u00f6mmigkeit von den Mi\u00dfbr\u00e4uchen zur Botschaft des Texte zur\u00fcckzufinden, ohne da\u00df das in ihre liegende wichtige positive Moment, n\u00e4mlich die Identifikationsm\u00f6glichkeit der Christen mit den Magiern, zerst\u00f6rt wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Posch, Thomas: Johannes Kepler. Die Entdeckung der Weltharmonie, Darmstadt: Theiss, 2017<br \/>\nS. 121 \u201eEr selbst halte \u2013 so schreibt er weiter \u2013 nichts von einer Astrologie, die nicht \u201aauff eine best\u00e4ndige und von allen kindischen Umbst\u00e4nden gefreyte Erfahrung gelangen kann\u2018 (GW 4:164). Dem entsprechen seine Hoffnung und sein Anspruch, eine empirisch wohlbegr\u00fcndete Astrologie schaffen zu k\u00f6nnen: \u201aHab mich auch hernach befliessen, au\u00df der jenigen Erfahrung, welche die Prob gehalten, eine scientiam oder Wissenschaft zu machen.\u2018 (GW 4:255)\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schweizer, Eduard: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, G\u00f6ttingen\/Z\u00fcrich: Vandenhoek &amp; Ruprecht, 16. Auflage (4. Auflage diese Bearbeitung) 1986 (Das Neue Testament Deutsch; 2)<br \/>\nS. 17 \u201eVielleicht hat ein historisches Ereignis die Geschichte mit beeinflu\u00dft. Magier aus Persien sind n\u00e4mlich im Jahre 66 n. Chr. Mit dem K\u00f6nig Tiridates auf Grund von Weissagungen durch die Sterne zum Kaiser Nero nach Neapel gezogen, um ihn als dem Weltenk\u00f6nig im Westen zu huldigen und dann auf anderem Wege wieder zur\u00fcckzukehren. Es l\u00e4\u00dft sich vermuten, da\u00df der Zug der Magier nach Bethlehem zuerst f\u00fcr sich erz\u00e4hlt worden ist. Nach V. 9 f\u00fchrt ja der wunderbare Stern die Magier bis zum Hause Josephs. Die Erkundigung bei Herodes ist also eigentlich unn\u00f6tig. Umgekehrt ist das Verhalten des Herodes in der jetzigen Geschichte unverst\u00e4ndlich; warum schickt er nicht seine Soldaten oder mindestens einen Vertrauten gleich mit den Magiern nach Bethlehem, statt sich darauf zu verlassen, da\u00df sie wieder zur\u00fcckkommen und ihm Bericht abstatten?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Epiphanias | 06.01.25 | Mt 2,1\u201312 | Hansj\u00f6rg Biener | Alle Jahre wieder: Die Weihnachtskrippe \u201eAlle Jahre wieder\u201c stellen Familien und Gemeinden Weihnachtskrippen auf. Mit der Heiligen Familie in der Mitte. Mit Ochs und Esel, Hirten und Schafen, Heiligen Drei K\u00f6nigen und ihren Kamelen. 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