{"id":20669,"date":"2025-01-07T12:01:34","date_gmt":"2025-01-07T11:01:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20669"},"modified":"2025-01-07T12:01:17","modified_gmt":"2025-01-07T11:01:17","slug":"josua-35-17","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/josua-35-17\/","title":{"rendered":"Josua 3,5-17"},"content":{"rendered":"<h3>15.Januar 2025 | 1. Sonntag nach Epiphanias | Gott ist alles m\u00f6glich | Predigt zu Josua 3,5-17 | verfasst von Thomas Muggli-Stokholm |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich lasse unseren Predigttext in Form eines Filmdrehbuchs Revue passieren: In der ersten Szene sehen wir das Volk. Die Menschen sind gezeichnet von den Strapazen der vierzig Jahre in der W\u00fcste, wo Hunger, Durst und Krankheiten den Alltag bestimmten. Nun lagern sie in ihren Zelten am Jordan und sehen hin\u00fcber zum Ziel ihrer Wanderung: Das verheissene Land, das von Milch und Honig fliesst. Kaum ein Kilometer trennt sie davon. Doch der Fluss bildet ein un\u00fcberwindbares Hindernis. Jetzt, in der Erntezeit, tritt er \u00fcber die Ufer. Kein vern\u00fcnftiger Mensch wagt sich nur schon in die N\u00e4he seiner reissenden Fluten. Wir h\u00f6ren das Wasser donnern und sehen, wie es B\u00e4ume und Str\u00e4ucher mit sich reisst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun gibt es einen Schnitt und die Kamera zeigt uns ein Zelt mit einer Familie: die Grossmutter Ruth, Mutter Rahel, der Vater Gad und drei Kinder. Die Stimmung ist miserabel. Gad schimpft:\u00ab40 Jahre Elend und nun das: Sackgasse am Jordan. Ich habe es schon immer gesagt: Mose ist ein verlogener Angeber und sein Nachfolger Josua keinen Deut besser!\u00bb Rahel schluchzt auf: \u00abWas nun? Sollen wir in die W\u00fcste zur\u00fcck und dort elend krepieren? Ach, w\u00e4ren unsere Eltern nur in \u00c4gypten geblieben!\u00bb Die Kinder beginnen zu weinen. Da wird die Zelt\u00f6ffnung aufgeschlagen. Zwei Amtsleute stehen da und geben Anweisungen: \u00abMorgen geht es los, \u00fcber den Jordan. Gebt Acht auf die Priester, welche die Lade tragen. Wenn sie abmarschieren, geht ihr ihnen in geb\u00fchrendem Abstand nach. Und nun kommt zum Versammlungsplatz. Josua spricht zu uns.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Kamera schwenkt zu einem Platz mitten im Zeltlager. Josua steht da, breitet die Arme aus und spricht: \u00abLiebe Leute, heiligt euch! Befreit euch von schlechten Gedanken und eigensinnigen W\u00fcnschen! Werdet still und \u00f6ffnet euch f\u00fcr die Gegenwart des Ewigen. Denn morgen wird er Wunder tun in eurer Mitte!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sehen wieder die Familie. Mutter Rahel sch\u00fcttelt den Kopf und Gad meint: \u00abMorgen soll es Wunder geben? Hat Josua gesehen, wie viel Wasser der Jordan f\u00fchrt? Der spinnt doch!\u00bb Grossmutter Ruth beschwichtigt: \u00abGad, du warst noch ein kleiner Junge, als Gott uns aus der Sklaverei \u00c4gyptens befreite. Danach verfolgten uns die \u00c4gypter mit 600 Streitwagen, bis wir am Schilfmeer standen, verzweifelt, weil wir eingekesselt waren. Doch Gott bahnte uns einen Weg durch das Schilfmeer und wir kamen trockenen Fusses ans andere Ufer.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wieder gibt es einen Schnitt. Unterdessen ist es dunkel geworden. Wir sehen Josua in seinem Zelt. Er ist unruhig, rauft sich die Haare, wirft sich auf die Knie, steht auf, geht umher, kniet wieder nieder, klagt und fleht: \u00abAch Gott, wie soll es morgen weitergehen? L\u00e4sst Du uns in den Fluten versinken? Warum musste Mose sterben? Ich bin kein w\u00fcrdiger Nachfolger.\u00bb Als der Morgen graut, h\u00f6ren wir eine Stimme aus dem Off: \u00abHeute fange ich an, dich, Josua, gross zu machen in den Augen ganz Israels, damit sie erkennen, dass ich mit dir sein werde, wie ich mit Mose war.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die n\u00e4chste Szene f\u00fchrt uns wieder auf den Platz mitten im Zeltlager. Wir sehen Rahel, Gad, ihre Kinder und die Grossmutter Ruth. Sie wirken \u00fcbern\u00e4chtigt, verwirrt und ratlos. Mitten auf dem Platz steht Josua auf einem Podest und beginnt zu reden: \u00abKommt her und h\u00f6rt die Worte des Ewigen, eures Gottes. Daran sollt ihr erkennen, dass ein lebendiger Gott in eurer Mitte ist und dass er die Kanaaniter, die Hetiter, die Chiwwiter, die Perissiter, die Girgaschiter, die Amoriter und die Jebusiter vor euch vertreiben wird: Seht die Lade des Bundes, der Herr der ganzen Erde zieht vor euch her durch den Jordan!\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gad sagt leise zu Rahel: \u00abSelbstmordkommando! Und auch wenn wir es durch den Jordan schaffen, werden wir dr\u00fcben niedergemetzelt von den sieben V\u00f6lkern, die alle m\u00e4chtig sind und Waffen haben, im Gegensatz zu uns.\u00bb W\u00e4hrend die Grossmutter Gad zurechtweist, hat sich Josua zu den Priestern gewendet und sagt: \u00abHebt die Bundeslade auf, und zieht dem Volk voran. Wenn ihr ans Wasser des Jordan kommt, stellt euch im Jordan auf.\u00bb<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun schwenkt die Kamera auf die Bundeslade, einen mittelgrossen, vergoldeten Kasten mit zwei Tragstangen, welche durch Ringe an der Seite gef\u00fchrt werden. Eine Schar Priester tritt heran. Vier von ihnen laden sich die Bundeslade auf die Schultern und setzen sich in Bewegung. Die Kamera geht in die Totale. Wir sehen die Priester auf das Ufer des Jordan zugehen. In einigem Abstand folgt das Volk. Die Szene gleicht einer feierlichen Prozession.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun sehen wie den Jordan von nahem. Wieder h\u00f6ren wir das Wasser rauschen und donnern. Nur Lebensm\u00fcde wagen sich in diese Fluten. Doch die Priester mit der Lade setzen ihre F\u00fcsse ohne zu z\u00f6gern ins Wasser. Ihre Kollegen folgen ihnen. Und da geschieht das Unglaubliche:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Wasser zieht sich augenblicklich flussaufw\u00e4rts zur\u00fcck und bildet weit entfernt einen Damm. Flussabw\u00e4rts verl\u00e4uft es sich rasch. Aus dem donnernden Rauschen wird ein leises Gluckern, bis schliesslich eine v\u00f6llige Stille eintritt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Schweigend schreiten die Menschen durch das Flussbett. \u00a0Zum Schluss zoomt die Kamera die Familie von Rahel und Gad heran, die mit staunenden und zunehmend strahlenden Gesichtern mitgehen. W\u00e4hrend der Abspann l\u00e4uft, h\u00f6ren wir nun ein Musikst\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Musik<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine packende Geschichte haben wir da vor uns und ein Schl\u00fcsselereignis auf dem Weg Israels. Als sie aufgeschrieben wird, ist die grandiose \u00dcberschreitung des Jordans allerdings nur noch wehm\u00fctige Erinnerung: Das Josuabuch entsteht erst viele Jahrhunderte nach dem Einzug ins verheissene Land. Und es geschieht viel in dieser Zeit: Nach der Landnahme, die mit Wirren und Gewalt verbunden ist, folgt die politisch instabile Zeit der Richter. Es geht auf und ab mit dem Schicksal Israels, bis Saul als erster K\u00f6nig die Macht ergreift. Auf ihn folgen David und Salomo, unter deren Herrschaft Israel eine kurze Zeit lang zu einem reichen und m\u00e4chtigen Land wird. Danach geht es jedoch rasch abw\u00e4rts: Unter unf\u00e4higen K\u00f6nigen und einer korrupten Elite von Beamten und Priestern kommt es zum inneren und \u00e4usseren Zerfall, an dessen Ende die Katastrophe des babylonischen Exils steht. Jerusalem wird zerst\u00f6rt und viele Menschen in die Fremde verschleppt. Als sie nach siebzig Jahren ins verheissene Land zur\u00fcckkehren d\u00fcrfen, ist dieses verwahrlost und von fremden Herrschern regiert.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In dieser trostlosen Situation entsteht das Josuabuch als Schrift, die den Menschen Hoffnung schenken soll. F\u00fcr die Auslegung ist das ganz wichtig. Die buchst\u00e4bliche Lekt\u00fcre des Josuabuchs ist n\u00e4mlich stellenweise unertr\u00e4glich: Nach der \u00dcberschreitung des Jordan folgt eine Zeit unfassbarer Gewalt, wo feindliche V\u00f6lker im Auftrag Gottes brutal niedergemetzelt werden, nicht nur Krieger, sondern auch Frauen und Kinder. Geschichten aus dem Josuabuch geh\u00f6ren darum zu den meistkritisierten Texten des ersten Testaments. Dabei wird aber eben vergessen, dass diese Gewalt in der Zeit, wo all das niedergeschrieben wird, gar nicht mehr aus\u00fcbbar ist. Das auserw\u00e4hlte Volk ist arm und wehrlos. So will das Josuabuch keinen Tatsachenbericht l\u00e4ngst vergangener Ereignisse liefern, sondern in einer Situation, wo alles hoffnungslos scheint, Mut zum Vertrauen in den Gott schenken, der die Seinen besch\u00fctzt und beh\u00fctet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">So sind in unserer Geschichte nicht Josua, die Priester und das Volk die Handelnden, sondern Gott allein: Er beruft Josua zum Nachfolger von Mose. Wie sein Vorg\u00e4nger hat Josua das zu verk\u00fcndigen und ausf\u00fchren, was er von Gott h\u00f6rt. So begegnen in unserem Text die Begriffe \u00absprechen\u00bb und \u00abh\u00f6ren\u00bb auffallend h\u00e4ufig: Das Volk soll h\u00f6ren, was Gott spricht. Damit sie h\u00f6ren k\u00f6nnen, sollen die Menschen sich heiligen. Sie sollen leer und empf\u00e4nglich werden f\u00fcr die Worte Gottes. Wenn sie sich auf ein solches unvoreingenommenes H\u00f6ren einlassen, werden ihnen die Augen ge\u00f6ffnet, und sie erkennen, dass ein lebendiger Gott in ihrer Mitte ist. Er tut, was unm\u00f6glich scheint. Er f\u00fchrt die Seinen durch den reissenden Fluss und vertreibt die Feinde vor ihnen. Es f\u00e4llt auf, wie der Text genau sieben feindliche V\u00f6lker namentlich aufz\u00e4hlt. Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit. Hier wird sie ins Gegenteil verkehrt: Die Feinde sind so m\u00e4chtig, dass nur Gott sie vertreiben kann. Die \u00dcberquerung des Jordan weist Parallelen zum Durchzug durch das Schilfmeer auf: Nach der Flucht aus \u00c4gypten teilt Gott das Meer, damit sein Volk den 600 Streitwagen der \u00c4gypter entkommen kann.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Auch dort ist Gott allein der Aktive. So spricht Mose ganz \u00e4hnlich wie sp\u00e4ter sein Nachfolger Josua zum Volk: Der Ewige wird f\u00fcr euch k\u00e4mpfen, ihr aber sollt euch still verhalten (Ex 14,14).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">W\u00e4hrend Gott Mose beim Durchzug durch das Schilfmeer befiehlt, seinen Hirtenstab zu heben, damit das Meer sich teilt, \u00fcbernimmt am Jordan die Bundeslade diese Funktion. Die Bundeslade ist das tragbare Heiligtum, welches die zwei Tafeln mit den zehn Geboten enth\u00e4lt, einen goldenen Krug mit Manna und den bl\u00fchenden Aaronstab. Die Bundeslade zieht vor den Israeliten her durch den Jordan \u2013 und legt ihn trocken. Sie entfaltet eine magische Macht, eine Vorstellung, mit welcher wir heute nichts anfangen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wieder hilft uns die Erkenntnis weiter, dass wir hier keinen Tatsachenbericht, sondern eine Hoffnungs- und Mutmachgeschichte vor uns haben. Zur Zeit ihrer Abfassung gab es die Bundeslade l\u00e4ngst nicht mehr. Sie ist sp\u00e4testens seit der Zerst\u00f6rung Jerusalems 587 v.Chr. verschollen. Umso aufschlussreicher ist die symbolische Bedeutung ihres Inhalts: Die beiden Tafeln mit den zehn Geboten stehen f\u00fcr das Wort Gottes, das die Erde schafft und erh\u00e4lt und den Menschen Halt und Orientierung schenkt. Das Manna ist das Bild f\u00fcr das t\u00e4gliche Brot, von dem wir leben und das wir gerecht teilen sollen. Und der tote Aaronstab, der bl\u00fcht und Frucht tr\u00e4gt, symbolisiert die Hoffnung, dass der lebendige Gott st\u00e4rker ist als der Tod.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Bundeslade legt den Jordan nicht in buchst\u00e4blichem Sinn trocken. Sie ist das Symbol f\u00fcr den lebendigen Gott in unserer Mitte, der Ordnung im Chaos der Fluten schafft und die Seinen sch\u00fctzt und beh\u00fctet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trockenen Fusses durchschreitet Israel den reissenden Fluss. Das Unm\u00f6gliche wird m\u00f6glich: Am anderen Ufer beginnt ein neues Leben. Der Jordan spielt in der Geschichte Gottes mit seinem Volk eine zentrale Rolle. So l\u00e4sst sich Jesus, bevor er sein Wirken beginnt, im Jordan von Johannes taufen. Er durchschreitet den Fluss allerdings nicht trockenen Fusses wie seinerzeit die Israeliten, sondern l\u00e4sst sich untertauchen \u2013 als symbolische Vorwegnahme seines Todes am Kreuz. Statt der Wasserfluten teilt sich der Himmel. Der Geist steigt wie eine Taube auf Jesus herab und eine Stimme aus dem Himmel sagt: Du bist mein geliebter Sohn. Nach der Taufe vertreibt Gott die Feinde nicht vor seinem geliebten Sohn. Jesus muss sich in der W\u00fcste nach vierzig Tagen ohne Nahrung dem Satan, dem Feind aller Feinde, stellen und seinen Versuchungen widerstehen, bevor ihm die Engel dienen. Und findet das Volk bei der \u00dcberschreitung des Jordan Halt und Orientierung im Anblick der Bundeslade, wird Jesus selbst zu diesem Halt: In ihm wird das Wort Gottes, das auf den Steintafeln eingemeisselt ist,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mensch aus Fleisch und Blut. W\u00e4hrend die M\u00fctter und V\u00e4ter der Israeliten in der W\u00fcste das Manna assen und starben, ist Jesus das wahre Brot, das vom Himmel herabkommt. Wer davon isst, stirbt nicht. (Joh 6,49f.) Und ist der Stab Aarons bloss Symbol f\u00fcr die unbesiegbare Lebenskraft, ist Jesus die Auferstehung und das Leben, an dem alle Anteil haben, die aus dem Glauben leben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Kehren wir nochmals zur\u00fcck an den Jordan: Die uralte Geschichte seiner \u00dcberschreitung schenkte den verzweifelten Israeliten nach dem Exil neue Hoffnung. Wir heute sind in einer anderen Situation: Noch leben wir mindestens in Westeuropa in Freiheit und Selbstst\u00e4ndigkeit. Noch haben wir Frieden und keine Feinde im Land. Doch die Verh\u00e4ltnisse und Bedingungen \u00e4ndern sich rasend schnell. Sicherheiten gehen verloren. Niemand weiss, wie die weltpolitische Lage in ein paar Jahren aussieht, ob sich die Lage wieder stabilisiert oder alles v\u00f6llig aus den Fugen ger\u00e4t. Kein Mensch kann voraussagen, ob und wie wir die gewaltigen Herausforderungen der Klimakrise und Umweltzerst\u00f6rung meistern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manche w\u00fcrden das Rad der Zeit gerne zur\u00fcckdrehen. Die Versuchung ist gross, den guten alten Zeiten nachzutrauern und sich an l\u00e4ngst vergangenen Verh\u00e4ltnissen und Idealen festzuklammern.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die uralte Geschichte aus dem Josuabuch lehrt uns den umgekehrten Weg: Israel konnte nicht zur\u00fcck in die W\u00fcste. Es gab nur den Weg nach vorne, \u00fcber den Jordan ins verheissene Land, so unm\u00f6glich dieser Weg auch schien. Die Menschen, welche diese Geschichte nach dem Exil aufschrieben, sch\u00f6pften Mut aus dieser Vorw\u00e4rtsstrategie: Statt dem verlorenen Alten nachzutrauern, schauten sie nach vorne, im Vertrauen auf den Gott, dem alles m\u00f6glich ist. Und so bleibt Israel bis heute erhalten, w\u00e4hrend die sieben feindlichen V\u00f6lker jenseits des Jordans nur noch Geschichte sind. Dies ermutigt uns, vorw\u00e4rtszuschauen, den Jordan zu \u00fcberschreiten und Neuland zu betreten. Wir vertrauen dabei in den lebendigen Gott, der mitten unter uns ist und hoffen, dass Gott die Feinde vor uns vertreibt. Durch Jesus, den geliebten Sohn Gottes, erh\u00e4lt diese Hoffnung eine neue Pr\u00e4gung. Er vertreibt und vernichtet die Feinde nicht mit Gewalt, sondern indem er Vers\u00f6hnung stiftet. Die Menschen am Jordan hatten die Bundeslade als Symbol von Gottes Gegenwart. F\u00fcr uns ist Gott im Auferstandenen gegenw\u00e4rtig: In ihm ist das Wort Mensch geworden. Er ist das Brot, das unseren Hunger stillt und die Auferstehung, aus der wir leben, auch wenn wir sterben. Amen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.Januar 2025 | 1. Sonntag nach Epiphanias | Gott ist alles m\u00f6glich | Predigt zu Josua 3,5-17 | verfasst von Thomas Muggli-Stokholm | Ich lasse unseren Predigttext in Form eines Filmdrehbuchs Revue passieren: In der ersten Szene sehen wir das Volk. 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