{"id":20696,"date":"2025-01-14T10:33:09","date_gmt":"2025-01-14T09:33:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20696"},"modified":"2025-01-14T10:33:09","modified_gmt":"2025-01-14T09:33:09","slug":"roemerbrief-121-2-9-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemerbrief-121-2-9-6\/","title":{"rendered":"R\u00f6merbrief 12,(1\u20132).9\u20136"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Liebe, Hingabe und Achtung voreinander als Kriterien f\u00fcr das Gemeindeleben | 2. Sonntag n. Epiphanias | 19.01.2025 | R\u00f6m 12,(1\u20132).9\u20136 | Thomas Bautz |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom, die zun\u00e4chst aus einzelnen Hausgemeinden bestand, zwar nicht von ihm gegr\u00fcndet, aber als vollg\u00fcltige anerkannt.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> In diesem Brief spricht er Themen an, die heute noch theologische Gem\u00fcter erhitzen und sogar das Blut mancher Laien in Wallung geraten lassen; ich nenne nur die Rechtfertigungslehre, die auf \u00f6kumenischer Ebene f\u00fcr Streitigkeiten bzw. kontroverse Auffassungen sorgt. Des Weiteren sah sich Paulus veranlasst, Grundlegendes zum Verh\u00e4ltnis der Christen zum Staat (zur Obrigkeit) zu hinterlassen. Das inspirierte Martin Luther zu seiner ber\u00fchmten Schrift \u201eVon der Freiheit eines Christenmenschen\u201c. Wir besch\u00e4ftigen uns heute mit einem nicht weniger wichtigen Thema: \u201eDie Liebe (in der Gemeinde) sei aufrichtig!\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> wir finden es im Kap. 12 des R\u00f6merbriefes; ich beschr\u00e4nke mich auf ein paar Punkte.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Apostel legt gro\u00dfen Wert darauf zu erl\u00e4utern, worin \u201eungeheuchelte Liebe\u201c besteht, wie sie sich \u00e4u\u00dfert, worin sie sich ausdr\u00fcckt, woran sie erkennbar wird. Man kann Liebe heucheln; das wird zu allererst dem Adressaten deutlich. Wenn in einer Beziehung das Verhalten nicht mehr mit Worten der Liebesbeteuerung \u00fcbereinstimmt. Nun muss vermutlich jede Beziehung immer wieder neu und anders bestimmen und erleben, was sie unter Liebe versteht oder wie man sie am besten gegenseitig <em>erfahren <\/em>kann, mit ihren H\u00f6hen und Tiefen \u2013 auch ohne Reflexion.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer gro\u00dfen Gemeinschaft wie etwa einer Kirchengemeinde ist es (noch) komplizierter und bedarf daher genauer Kriterien, anhand derer die Liebe als Hauptmerkmal gemessen wird. Paulus formuliert notwendige Anspr\u00fcche mit \u201eimperativischem Sinn\u201c. Genaue Gliederung ist zwar nicht erkennbar,<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a> und die Forderungen sind im Einzelnen vielf\u00e4ltig, aber als verbindendes Motiv kommt nur das der <em>Liebe<\/em> infrage. Mehrfach wird im Neuen Testament die gegenseitige Liebe angesprochen, besonders in Briefen des Paulus.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a> Wenn er f\u00fcr das Eifern um Charismen (Gnadengaben) wirbt, weist er auf die Liebe als h\u00f6chste Gabe hin, die sogar Glauben und Hoffen \u00fcbersteigt (1 Kor 12,31; 1 Kor 13).<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Inhaltlich best\u00e4tigt sich die Dringlichkeit der Liebe<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> im Ersten Brief des Johannes (1 Joh 2,10; 4,7\u201316). Die Liebe, die von Gott ausgeht, die Erwiderung, die Entsprechung, die Antwort, die Menschen geben, und die Best\u00e4tigung dieser Liebe untereinander (in Ausz\u00fcgen):<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eLiebe Br\u00fcder, Schwestern, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. Liebe Br\u00fcder, Schwestern, wenn Gott uns so geliebt hat, m\u00fcssen auch wir einander lieben. Niemand hat Gott je geschaut; wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns und seine Liebe ist in uns vollendet. Daran erkennen wir, dass wir in ihm bleiben und er in uns bleibt: Er hat uns von seinem Geist gegeben. Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gl\u00e4ubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe ist auch f\u00fcr Paulus kein schwammiger Begriff, kein Abstraktum, kein sehns\u00fcchtig Ertr\u00e4umtes; fern von romantischen Vorstellungen nennt er unverzichtbare Verhaltensmerkmale, die offenbar im Gemeindeleben nicht selbstverst\u00e4ndlich sind. Insofern konkretisiert er die grundlegenden Inhalte im Brief des Johannes, worin Liebe doch als sehr gro\u00dfes Ideal, theologisch hoher Qualit\u00e4t erscheint. Ich meine, dass sogar die Gefahr besteht, dass steile dogmatische Aussagen oder Bekenntnisse zur Liebe rasch an Sinnhaftigkeit und an \u00dcberzeugungskraft verlieren, wenn Liebe nicht Gestalt annimmt, nicht sp\u00fcrbar wird und sich mitunter sogar als verletzlich erweist. Andernfalls w\u00e4re Liebe nur ein Wort, wie Joan Baez es zum Ausdruck bringt: <em>Love is Just a Four Letter Word<\/em> (1968), 3. Strophe:<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Though I never knew just what you meant<br \/>\nWhen you were speaking to your man<br \/>\nI can only think in terms of me<br \/>\nAnd <em>now I understand<\/em><br \/>\nAfter waking enough times to think I see<br \/>\n<em>The holy kiss that&#8217;s supposed to last eternity<\/em><br \/>\nBlow up in smoke, it&#8217;s destiny<br \/>\nFalls on strangers, travels free<br \/>\n<em>Yes, I know now, traps are only set by me<\/em><br \/>\nAnd I do not really need to be assured<br \/>\n<em>That love is just a four-letter word<\/em><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Viele Menschen wissen von einer entt\u00e4uschten Liebe (oder mehreren) zu erz\u00e4hlen: <em>It starts with honeymoon, but it is fading soon<\/em>!<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Man sollte nicht leichtfertig vom Scheitern sprechen; die Liebe zweier Menschen kann durchaus zeitlich begrenzt sein. Man sollte sie \u00fcberhaupt nicht den Zw\u00e4ngen b\u00fcrgerlicher, gesetzlicher, kirchlicher Vorstellungen und Bestimmungen unterwerfen. Ich kenne z.B. Menschen, die noch Freundschaft pflegen mit ihren fr\u00fcheren Ehepartner. Das mag selten der Fall sein, aber ich bewundere das. Wenn Leidenschaft und die erotische Seite der Liebe abflauen, hei\u00dft das doch lange nicht, dass da kein Raum mehr w\u00e4re f\u00fcr Sympathie und Freundschaft. H\u00e4ufig spielen wirtschaftliche Grunde eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle f\u00fcr die Stabilit\u00e4t einer Beziehung.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eine Kirchengemeinde ist keine Liebesbeziehung im herk\u00f6mmlichen Sinn, aber Paulus verlangt, dass man in der \u201ePhiladelph\u00eda\u201c einander herzlich zugetan sein solle. Philadelphia l\u00e4sst sich im Zeitalter des Feminismus gut mit \u201eGeschwisterliebe\u201c \u00fcbertragen. Die Liebe bezieht oder beschr\u00e4nkt sich hierbei auf die Gemeinde als Gemeinschaft intern, vielleicht als Probe f\u00fcr die N\u00e4chstenliebe, die nach au\u00dfen gerichtet ist. Man mag auch dem Gemeindeglied gegen\u00fcber zum N\u00e4chsten werden! Ist <em>das<\/em> realistisch: \u201eSeid einander in geschwisterlicher Liebe zugetan, \u00fcbertrefft euch in gegenseitiger Achtung!\u201c \u201eIn der Ehrerbietung kommt einander zuvor!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">In einer Kirchengemeinde haben sich \u00fcber die Jahre kleine, \u00fcberschaubare Gruppen gebildet, worin auch Freundschaften entstanden sind. Innerhalb dieser \u201eeingeschworenen\u201c Gemeinschaften mag es m\u00f6glich sein, den Anspr\u00fcchen (Forderungen) des Paulus nachzukommen. Man spricht gern von der \u201eKerngemeinde\u201c, dazu geh\u00f6ren die festen Gruppen und die regelm\u00e4\u00dfigen Gottesdienstbesucher. Nun besucht ein Fremder die Kirche, um dem Gottesdienst beizuwohnen; er nimmt Platz. Da wird er pl\u00f6tzlich angesprochen: \u201eEntschuldigung, das ist mein Platz. Hier sitze ich immer!\u201c Der Fremde sieht sich erstaunt um, erblickt viele halbleere B\u00e4nke und sch\u00fcttelt innerlich den Kopf! Ich finde so etwas peinlich. H\u00e4tte man diesem Besucher nicht die \u201eEhre\u201c erweisen k\u00f6nnen?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Solche Begebenheiten gibt es leider zuhauf. Allerdings sollte man das Hergeben eines vermeintlich eigenen Sitzplatzes nicht mit Ehrerbietung in Verbindung bringen, weil das im Grunde \u00fcbertrieben ist! Es gibt markantere Beispiele, die weit \u00fcber unterlassene Ehrerbietung hinausgehen. Sie lassen sich mit \u201eMobbing\u201c umschreiben, der unterschiedlich definiert, aber meist beg\u00fcnstigt wird durch:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Ungleiche Machtverh\u00e4ltnisse:<\/em> Die Beteiligten haben unterschiedliche Einflussm\u00f6glichkeiten auf die jeweilige Situation. Eine Person ist einer anderen Person unter- beziehungsweise \u00fcberlegen. Dazu ist kein Rangunterschied n\u00f6tig. Ungleichheit kann durch die blo\u00dfe Anzahl bedingt sein: viele Personen gegen eine Person, z.B. ein Presbyterium und die Pfarrerschaft gegen\u00fcber einem einzelnen Pfarrer oder einer Pfarrerin im Vertretungsdienst oder mit bestimmten Dienstaufgaben betraut. Merkmale, die zwar juristisch nicht relevant sind, aber f\u00fcr Betroffene allemal belastend: Kontrolle, kleinliche Kritik durch an den Haaren herbeigezogene Beispiele, keine inhaltlich haltbare Argumente.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a>Oftmals ist es auch purer Neid; man g\u00f6nnt dem anderen keine sichtbaren Erfolge.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein Verein (gegr. 2001 Wiesbaden, seit 2010 Berlin) betreut Mitarbeiter der Kirche im Angestellten- und Beamtenverh\u00e4ltnis, die Opfer von Mobbing wurden.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a> Er fu\u00dft auf der Grundlage:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eJede und jeder kann dazu beitragen, dass die W\u00fcrde der Person unantastbar bleibt und das verb\u00fcrgte Recht <em>auch innerhalb der evangelischen Kirche<\/em> ohne Einschr\u00e4nkung gilt.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Erfahrung zeigte sehr bald, dass Mobbing in der evangelischen Kirche durch mangelnde Rechtsstaatlichkeit innerhalb der kirchlichen Gesetzgebung beg\u00fcnstigt wird. Schwierigkeiten im Dienst vergleicht man beim Personaldezernat der Kirchenleitung gern mit einer zerr\u00fctteten Ehe. Im g\u00fcnstigsten Fall wird dann einem Geistlichen nahegelegt, sich anderswo, in einer anderen Gemeinde zu bewerben. Was bei schwankender Stellenlage h\u00e4ufig sehr schwierig ist, zumal sich Presbyterien bei der letzten Gemeinde erkundigen. Aber auch f\u00fcr vollzeitlich Angestellte in einer Kirchengemeinde wird die Situation im Falle von Mobbing brisant. Die Folgen sind wirtschaftlich so untragbar, wie dies bei anderen Arbeitsverh\u00e4ltnissen im Berufsleben auch erlebt wird. Nur finde ich es widerspr\u00fcchlich, wo so gern \u00fcber Liebe, Gemeinschaft, Zusammenhalt gepredigt und geredet wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus muss \u00e4hnliche Verh\u00e4ltnisse gekannt haben und wird daher deutlich und unmissverst\u00e4ndlich:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><em>Verabscheut das B\u00f6se, haltet fest am Guten<\/em>! Das Gute steht n\u00e4mlich bei ihm gleichrangig neben der Liebe. \u201eGut und B\u00f6se scheiden und unterscheiden sich letztlich an nichts anderem als an der Liebe. Die Liebe ist die christliche Definition des Guten. Doch das bedeutet eben auch, da\u00df die Liebe nie das B\u00f6se deckt [\u2026]\u201c, nicht \u00fcbersieht, nicht duldet, sondern geradezu <em>hasst<\/em>!<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a> Das \u201evon uns getane und erlittene B\u00f6se\u201c ist aus der Gemeindewirklichkeit nicht eliminierbar; es f\u00e4llt nicht heraus, aber es f\u00e4llt vom Anspruch des Paulus her aus dem Rahmen. Paulus erwartet einen lebendigen Gottesdienst \u2013 nicht als Kultus im Sinne von Liturgie, Predigt, Sakrament \u2013, sondern als <em>Hingabe<\/em> des Menschen in seiner ganzheitlichen Menschlichkeit:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eIch ermahne euch nun, Br\u00fcder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgef\u00e4llig sei. Das sei euer vern\u00fcnftiger Gottesdienst\u201c (R\u00f6m 12,1 nach Lutherbibel 2017).<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a> Gottesdienst meint \u201edas Hingeben der leiblichen Existenz\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> im Sinne der Liebe, die man nach Gottes Willen zu tun schuldig ist.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a> Lebens\u00e4u\u00dferungen der Gemeinde sind im Idealfall komplement\u00e4res, sich erg\u00e4nzendes \u201eIneinander von Kultdienst und Dienst am Gemeinwesen\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a> Gottesdienste als Kulthandlungen k\u00f6nnen Gemeindeglieder st\u00e4rken, ihnen f\u00fcr den oft anstrengenden Alltag Kraft geben: wiederkehrende Texte und Lieder, liturgische St\u00fccke und mitunter auch eine Predigt, die eine Vielzahl von M\u00f6glichkeiten bietet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aus der inneren Festigung einer Gemeinde k\u00f6nnte dann entsprechendes Engagement auch nach au\u00dfen erwachsen: \u201eLasst nicht nach in eurem Eifer \u2026\u201c, im Engagement: \u201eEinsatzeifer ist nicht nur in der Diakonie vonn\u00f6ten\u201c, sondern in vielem, wo Menschen der Hilfe bed\u00fcrfen. Oftmals wenden sich Menschen gar nicht an Institutionen wie Diakonie oder Sozialamt oder Agentur f\u00fcr Arbeit. Sie sind dadurch \u201enicht erfasst\u201c, kommen quasi nicht vor in der Gesellschaft. Aber Gemeindeglieder vor Ort, die ein offenes Ohr, einen ge\u00fcbten Blick haben, verm\u00f6gen mitunter diese Menschen auf der Stra\u00dfe oder im Supermarkt oder anderswo zu erkennen und pers\u00f6nlich anzusprechen. Wachsamkeit ist sicher auch ein Merkmal f\u00fcr Hingabe aus Liebe, die unbezahlbar und desto not-wendiger ist.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eGew\u00e4hrt jederzeit Gastfreundschaft!\u201c Ein Brauch, der in unserer Gesellschaft vielleicht immer mehr abnimmt, weil Menschen bei uns privat gern allein oder Familien lieber f\u00fcr sich sein m\u00f6chten, dabei b\u00f6te es sich (unabh\u00e4ngig vom Gemeindecaf\u00e9) an, nach der Veranstaltung noch jemanden pers\u00f6nlich einzuladen. Aber das ist heute offenbar zu privat! Symptomatisch ist auch, wie die Kommunikation in der Gesellschaft ins Technische und Unpers\u00f6nliche umschl\u00e4gt:Smartphones werden im \u00dcberma\u00df benutzt, w\u00e4hrend Gespr\u00e4che beispielsweise in Bus und Bahn aussterben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eFreut euch mit den Fr\u00f6hlichen und weint mit den Weinenden!\u201c Es einen Frohsinn, der weit \u00fcber das hinausgeht, was ausgelassen Feiernde bei Karneval oder Fastnacht erleben. Fr\u00f6hlichkeit ist gepaart mit einem gewissen Quantum an Gelassenheit und Zufriedenheit und daher auch mit Best\u00e4ndigkeit. In diese Art Fr\u00f6hlichkeit und Freude kann man im Grunde nur einstimmen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Aber Weinen mit den Weinenden, Trauernden (damit sind sicher keine Freudentr\u00e4nen gemeint), das ist schwer, zumal auch dies ungeheuchelt, also aufrichtig sein soll! Ein erster Schritt scheint mir zu sein, dass wir endlich aufh\u00f6ren, floskelhaft zu sprechen: auf Beerdigungen, bei Trauerfeiern, am Krankenbett \u2013 wir speisen Trauernde und Schwerkranke geradezu ab mit Floskeln: Das Leben, die Zeit geht weiter! Es war besser so! Es wird alles gut! Mit diesen billigen Spr\u00fcchen ziehen wir uns aus der Aff\u00e4re, stehlen wir uns davon. Meist ist es angemessener zu schweigen; mitunter ist es je nach Situation m\u00f6glich, ein gewisses Mitgef\u00fchl nonverbal auszudr\u00fccken.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir sind es nicht gewohnt, uns <em>wirklich<\/em> Gef\u00fchlen wie Trauer, Verzweiflung, Wut anderer Menschen auszusetzen. Vielleicht hat man sich diese Wahrnehmung noch nicht einmal an sich selbst erlaubt?! Es erfordert noch nicht einmal viel Erfahrung, eher noch Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen, Empathie, um einem Menschen in seinem Leid zu begegnen, es ein St\u00fcck weit auszuhalten, ihm zu zeigen, er ist nicht allein, so sehr die Begleitung, die Begegnung zeitlich begrenzt ist. Gemeindeglieder, die Hingabe und Liebe leben k\u00f6nnen, sollten sich nicht einreden lassen, dass es ohne Professionalit\u00e4t (Therapien und Medizin) nicht ratsam w\u00e4re, Trauernde, Schwerkranke und sogar Sterbende auf der <em>menschlichen<\/em>Ebene (wenigstens) zu begleiten. Nat\u00fcrlich darf sich niemand \u00fcberfordern. In der Ausbildung zu professioneller Sterbebegleitung hei\u00dft es: \u201eSie d\u00fcrfen nicht mitsterben!\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201eSeid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt dem\u00fctig! Haltet euch nicht selbst f\u00fcr weise (klug)!\u201c Wenn sich Presbyterien, Pfarrerschaft und Gemeindeglieder daran hielten, g\u00e4be es keinerlei Mobbing! Es gibt \u00fcberall Menschen, die sich f\u00fcr furchtbar wichtig halten, auch in einer Kirchengemeinde. Arroganz und Hochmut grassieren ebenfalls \u00fcberall. Dann fehlt es offensichtlich an Selbsterkenntnis und F\u00e4higkeit zur Selbstkritik. Wer nach au\u00dfen sehr selbstbewusst erscheint, verbirgt manchmal insgeheim starke Minderwertigkeitskomplexe. Manche Menschen \u00fcbersch\u00e4tzen sich, meinen aber, ihre Ansicht oder Meinung w\u00e4re richtig, oder sie \u00fcberfordern sich, indem sie Aufgaben annehmen, denen sie eigentlich nicht gewachsen sind. Sie lassen sich aber nicht helfen, weil sie dann ihre Defizite zugeben m\u00fcssten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Alles in allem bleibt es schwierig mit der Realit\u00e4t der Liebe \u2013 in einer Kirchengemeinde und mit ihren Lebens\u00e4u\u00dferungen nach au\u00dfen; aber warum soll es mit ihr besser bestellt sein als anderswo?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Celine Dion singt: <em>Pour que tu m&#8217;aimes encore<\/em> (Dass du mich noch liebst)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">J&#8217;ai compris tous les mots,<br \/>\nj&#8217;ai bien compris merci;<br \/>\nRaisonnable et nouveau,<br \/>\nc&#8217;est ainsi par ici<br \/>\nQue les choses ont chang\u00e9,<br \/>\nque les fleurs ont fan\u00e9<br \/>\nQue le temps d&#8217;avant,<br \/>\nc&#8217;\u00e9tait le temps d&#8217;avant<br \/>\nQue si tout zappe et lasse,<br \/>\nles amours aussi passent<br \/>\nIl faut que tu saches<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich habe alle W\u00f6rter verstanden,<br \/>\nich habe verstanden danke;<br \/>\nVern\u00fcnftig und neu,<br \/>\nso ist es hier<br \/>\nDass sich die Dinge ge\u00e4ndert haben,<br \/>\ndass die Blumen verwelkt sind<br \/>\nDass die Zeit davor,<br \/>\nwar die Zeit davor<br \/>\nDass, wenn alles zappt und erm\u00fcdet,<br \/>\nauch die Liebe vergeht<br \/>\nDu musst es wissen (erfahren)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus hat die Gemeinde zu Rom und auch alle anderen umworben, ist dabei Realist geblieben, gab aber nie die Hoffnung auf: \u201eFreut euch in Hoffnung, haltet stand in Bedr\u00e4ngnis, seid beharrlich im Gebet\u201c (R\u00f6m 12,12). Der Hinweis auf das Beten zeigt, dass es \u2013 Gott sei\u2019s gedankt \u2013, noch h\u00f6here Dimensionen gibt, die eine widerspr\u00fcchliche Gemeinschaft tragen. Ich schlie\u00dfe mit Jochen Klepper:<a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Noch manche Nacht wird fallen auf Menschenleid und -schuld. Doch wandert nun mit allen der Stern<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">der Gotteshuld. Begl\u00e4nzt von seinem Lichte, h\u00e4lt euch kein Dunkel mehr, von Gottes Angesichte kam<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">euch die Rettung her.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Pfarrer Thomas Bautz<br \/>\n(\u201eim Unruhestand\u201c)<br \/>\nBonn<br \/>\n<a href=\"mailto:bautzprivat@gmx.de\">bautzprivat@gmx.de<\/a><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neuere Kommentare zum R\u00f6merbrief:<br \/>\nBenedikt Peters: Der Brief an die R\u00f6mer (2019)<br \/>\nDouglas J. Moo: The letter to the Romans (2018)<br \/>\nThomas R. Schreiner: Romans (2018)<br \/>\nFrank Thielman: Romans, Zondervan exegetical commentary on the New Testament 6 (2018)<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> Interessant ist das Verh\u00e4ltnis von Juden, Judenchristen und Christen, deren Aus\u00fcbung ihres Kultes immer wieder durch r\u00f6mische Dekrete stark eingeschr\u00e4nkt, vor\u00fcbergehend sogar verboten waren. R\u00f6mer wussten Juden und Judenchristen nicht genau zu unterscheiden. Juden hatten sich schon fr\u00fch im S\u00fcden der Stadt Rom angesiedelt, wurden dann aber verdr\u00e4ngt. Friedrich-Wilhelm Horn: R\u00f6merbrief (2011: (2) Abfassungssituation (2.3) Adressaten: Stadtr\u00f6mische Gemeinden (wibilex, pdf), S. 5\u20138.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Karl Barth: Der R\u00f6merbrief (1922; 1940, 1978), 435.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Ulrich Wilckens: Der Brief an die R\u00f6mer, EKK VI\/3 (1982): 12,9\u201321 Liebe als Kriterium des Guten, S. 17\u201328: 18; im griechischen Text wird die Dringlichkeit durch eine Kette von Partizipien ausgedr\u00fcckt (R\u00f6m 12,9\u201313). Ernst K\u00e4semann: An die R\u00f6mer, HNT 8a (<sup>4<\/sup>1980): 12,9\u201321: Die charismatische Gemeinde, S. 330\u2013337: 332f, K\u00e4semann bestreitet den Topos \u201eLiebe\u201c als Thema oder Mitte des Abschnitts (S. 331).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Wilckens: Der Brief an die R\u00f6mer, EKK VI\/3 (1982): 12,9\u201321 Liebe als Kriterium des Guten, S. 19; 2 Kor 6,6; Gal 5,14; 1 Petr 1,22.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> \u201eDer Imperativ bringt dem Glaubenden zum Bewu\u00dftsein, was er schon ist dank der ihm zuvorgekommenen Liebe Gottes [\u2026].\u201c Rudolf Bultmann: Theologie des NT (1980): (\u00a7 50) Der Glaube als eschatologische Existenz: das Verh\u00e4ltnis von Indikativ und Imperativ, 432\u2013433: 433.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Joan Baez (1941) ist sehr engagiert als Pazifistin und Umweltaktivistin; sie war l\u00e4ngere Zeit eng befreundet mit Bob Dylan (1941) , der f\u00fcr seine Liedtexte den Friedensnobelpreis f\u00fcr Literatur (2016) erhielt (kursiv; Th.B.).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> Formulierung, Th.B.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> Ausf\u00fchrlich: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mobbing\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mobbing<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.david-gegen-mobbing.de\/\">https:\/\/www.david-gegen-mobbing.de\/<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> Wilkens: R\u00f6mer (1982), S. 20 (cf. A. 90).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> S. G\u00fcnter Bornkamm: Paulus (1970): \u201eIhr selbst mit Leib und Leben im allt\u00e4glichen Tun seid das Opfer, das Gott allein annimmt\u201c (195).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> \u201eLeib\u201c meint \u201edie ganze Person\u201c, Bultmann: Theologie des NT (1980): (\u00a7 17) Der Begriff \u03c3\u1ff6\u03bc\u03b1, 193\u2013203: 194f. Mit <em>Leib<\/em> ist besonders \u201edie Menschlichkeit des Menschen ausgesagt, der niemals wie ein Ding vorhanden ist\u201c, Bornkamm: Paulus (1970), 140.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> Klaus-Peter J\u00f6rns: Der Lebensbezug des Gottesdienstes. Studien zu seinem kirchlichen und kulturellen Kontext (1988): (II.) Gottesdienst (76\u2013143): Der Lebensbezug des Gottesdienstes im Zusammenhang von Gottesdienst- und Lebensordnung der Gemeinde, 107\u2013144: (2.) Wie der Lebensbezug des Gottesdienstes zu erkennen ist, 110\u2013119: 111 (A. 22).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> J\u00f6rns: Der Lebensbezug des Gottesdienstes (1988), 108 (A. 8).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/B0C93CC2-8220-44E2-A3B9-504AE93A6F3A#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Die Nacht ist vorgedrungen (EG 16, Strophe 4).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe, Hingabe und Achtung voreinander als Kriterien f\u00fcr das Gemeindeleben | 2. Sonntag n. Epiphanias | 19.01.2025 | R\u00f6m 12,(1\u20132).9\u20136 | Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! Paulus schreibt an die Gemeinde in Rom, die zun\u00e4chst aus einzelnen Hausgemeinden bestand, zwar nicht von ihm gegr\u00fcndet, aber als vollg\u00fcltige anerkannt.[1] In diesem Brief spricht er Themen an, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20691,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,659,1,157,853,114,425,349,3,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-20696","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-roemer","category-2-so-n-epiphanias","category-aktuelle","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-kapitel-12-chapter-12-roemer","category-kasus","category-nt","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20696","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20696"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20696\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20697,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20696\/revisions\/20697"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20696"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20696"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20696"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=20696"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=20696"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=20696"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=20696"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}