{"id":20705,"date":"2025-01-20T10:14:16","date_gmt":"2025-01-20T09:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20705"},"modified":"2025-01-20T10:14:16","modified_gmt":"2025-01-20T09:14:16","slug":"johannes-44-15","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-44-15\/","title":{"rendered":"Johannes 4,4\u201315"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Leitungswasser | 3. Sonntag nach Epiphanias | 26.1.2025 | Predigt zu Joh 4,4\u201315 | Wolfgang V\u00f6gele |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Segensgru\u00df<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Predigttext f\u00fcr den dritten Sonntag nach Epiphanias steht Joh 4,4\u201315:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">\u201e[Jesus] musste aber durch Samarien reisen. Da kam er in eine Stadt Samariens, die hei\u00dft Sychar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Josef gegeben hatte. Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Jesus m\u00fcde war von der Reise, setzte er sich an den Brunnen; es war um die sechste Stunde. Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu sch\u00f6pfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! Denn seine J\u00fcnger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen. Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du, ein Jude, erbittest etwas zu trinken von mir, einer samaritischen Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. \u2013 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du b\u00e4test ihn, und er g\u00e4be dir lebendiges Wasser.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Spricht zu ihm die Frau: Herr, du hast doch nichts, womit du sch\u00f6pfen k\u00f6nntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendiges Wasser? Bist du etwa mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine S\u00f6hne und sein Vieh. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder d\u00fcrsten; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht d\u00fcrsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Schwestern und Br\u00fcder,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Man sagt das so daher: Strom flie\u00dft aus der Steckdose und warmes Wasser aus dem Hahn. Der t\u00e4gliche Gang zum Brunnen geh\u00f6rt schon lange der Vergangenheit an. Trink-, Koch-, Wasch- und Duschwasser sprudelt aus allen Armaturen in der Wohnung. Brunnen sind l\u00e4ngst keine sozialen Orte mehr, an dem Fremde, Dorf- und Stadtbewohner sich treffen, zwei Eimer mit Wasser f\u00fcllen und dabei ein paar unverbindliche Worte \u00fcber Wetter, Befindlichkeit und den Stand der Ernte wechseln. Daf\u00fcr nutzen wir heute das Smartphone und schreiben eine Whatsapp. In unsere Beziehungen hat das ein Moment der Distanz gebracht. H\u00e4ndesch\u00fctteln, H\u00f6flichkeit und der Blick in die Augen sind verloren gegangen. Das Zuf\u00e4llige, \u00dcberraschende und Ungew\u00f6hnliche hat keinen richtigen Platz mehr. Jesus und die samaritanische Frau dagegen springen beide in ein sehr \u00fcberraschendes Gespr\u00e4ch hinein \u2013 auf Augenh\u00f6he.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Brunnen dient daf\u00fcr als <em>der<\/em> psychologisch-historische Ort von Begegnungen. Genauso wie die Zeit mit Terminen, Verabredungen und Kalendern ordnen Orte und Pl\u00e4tze unser Alltagsleben: zuerst im privaten Bereich ein Apartment oder eine Wohnung zum Schlafen und Essen. Ein Arbeitsplatz im B\u00fcro, im Lager oder der Fabrikhalle. Schlie\u00dflich Orte der Freizeit oder der Kontaktm\u00f6glichkeiten: Fu\u00dfballstadion, Bibliothek, Discothek, Stra\u00dfencaf\u00e9. Brunnen geh\u00f6ren nicht mehr dazu, h\u00f6chstens noch als Treffpunkte. Wer Wasser zum Trinken braucht, hat eine Flasche Sprudel in den Rucksack gepackt oder kauft sie am Kiosk gegen\u00fcber. Brunnen sind aus den Koordinaten des Alltagslebens herausgefallen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">F\u00fcr die Frau aus der Stadt Sychar war das anders. Der Brunnen diente zum Wassersch\u00f6pfen und als Kommunikationszentrum. Denn am Brunnen kamen alle vorbei \u2013 t\u00e4glich. Die Bibel kennt mehrere hinrei\u00dfende Liebesgeschichten, die an einem Brunnen begonnen haben. Der Stammvater Isaak begegnete beim Wasserholen zum ersten Mal seiner Frau Rebekka. Und bei Isaaks Sohn Jakob verhielt es sich genauso: Am Brunnen sah er zum ersten Mal die sch\u00f6nen Augen seiner zuk\u00fcnftigen Frau Rahel und verliebte sich in sie. Allerdings sollte es sehr lange dauern, bis er sie auch wirklich heiraten konnte. Und die selbstbewu\u00dfte Frau aus Sychar scheint diese Geschichten zu kennen, denn der Erz\u00e4hler spricht ausdr\u00fccklich vom Brunnen Jakobs. Schon der simple Ort bringt die H\u00f6rer mit ganz bestimmten Untert\u00f6nen auf eine besondere Spur. Allerdings verlieben sich die samaritanische Frau und Jesus nicht ineinander.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Brunnen treffen sich zwei Menschen und reden. Das ist auf der einen Seite nicht ungew\u00f6hnlich. Die Frau kommt t\u00e4glich vorbei, und wenn sie in einer Schlange warten mu\u00df, bis sie ihre Eimer oder Kr\u00fcge f\u00fcllen kann, kommt sie mit den Schlangenstehern ins Gespr\u00e4ch. Auch Jesus reiht sich in die Schlange ein, er ist fremd hier. Er wandert mit seinen J\u00fcngern durchs Land; nach einem l\u00e4ngeren Gang ist er m\u00fcde und will seinen Durst stillen. Aber bei aller Normalit\u00e4t: Sehr ungew\u00f6hnlich ist, da\u00df ein j\u00fcdischer Rabbi mit einer Samaritanerin spricht. Denn die beiden religi\u00f6sen Bekenntnisse liegen so nahe beieinander, da\u00df die N\u00e4he zu einer gewissen Rivalit\u00e4t gef\u00fchrt hat. Der Unterschied besteht im Wesentlichen in den heiligen Bergen: Zion f\u00fcr die Juden und Garizim f\u00fcr die Samaritaner.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus bittet die Frau, ihm etwas zu trinken zu geben. Man sollte das nicht als Machogehabe abtun, eher erscheint es so, als h\u00e4tte Jesus kein Trinkgef\u00e4\u00df mit sich gef\u00fchrt. Schon der Anfang \u00fcberrascht: Jesus wagt es, diese Frau anzusprechen, er \u00fcberschreitet die religi\u00f6se Distanz, die zwischen Juden und Samaritern herrschte. Die Frau ist verwundert und bringt das auch sehr deutlich zum Ausdruck. Pragmatisch und klug weist sie auf das Fehlen eines Trinkgef\u00e4\u00dfes hin.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieses Gespr\u00e4ch flie\u00dft zun\u00e4chst nicht gerade in einem gemeinsamen Bett der Verst\u00e4ndigung. Es sind Steine aus dem Weg zu r\u00e4umen, bevor der interreligi\u00f6se Dialog in Gang kommt und bis der wanderm\u00fcde Jesus seinen Durst gestillt hat. Mir gef\u00e4llt die Haltung der Frau. Sie wei\u00df ganz genau: Wer zum Brunnen kommt, will trinken. Das hat Vorrang. Dar\u00fcber hinaus sind religi\u00f6se Gegens\u00e4tze zu sp\u00fcren, die nicht verschwiegen werden d\u00fcrfen. Die Frau benennt sie ganz n\u00fcchtern, sie polemisiert nicht gegen die andere Religion. Sie spricht aus, wie es ist. Sie fragt sich und Jesus: Wie gehen wir pragmatisch damit um? F\u00fcr sie m\u00fcssen nicht die gro\u00dfen Fragen von Gottesglauben und Befolgung der Gebote gekl\u00e4rt werden. Die Frau setzt voraus: In diesen Punkten sind wir in jedem Fall verschiedener Meinung. Im \u00dcbrigen: Vielleicht hat sie doch den Verdacht, da\u00df der fremde Rabbi eine Liebesgeschichte nach den biblischen Vorbildern anfangen will. Aber das spricht sie nicht aus. Wegen der Zugeh\u00f6rigkeit zu verschiedenen religi\u00f6sen Gruppen w\u00e4re das auch nicht denkbar.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus von Nazareth scheint nur m\u00fcde zu sein. Ihm w\u00fcrde ein Gef\u00e4\u00df mit Wasser reichen. Aber er spricht nun von lebendigem Wasser. Man sollte nicht vorschnell zu einer theologisch \u00fcberh\u00f6hten Deutung \u00fcberspringen. Die pragmatisch-allt\u00e4gliche Deutung lautet zun\u00e4chst: Lebendiges Wasser ist frisch, klar, k\u00fchlend und vor allem gesund. Es kommt aus Quellen, B\u00e4chen und Fl\u00fcssen. Totes Wasser ist verschmutzt, brackig, verunreinigt. Es riecht muffig und keiner, der es aus Not trinkt, wei\u00df, ob es nicht seiner Gesundheit schadet. Lebendiges Wasser ist gut vertr\u00e4glich und l\u00f6scht den Durst. Oder wie es die Werbefritzen mit bunten Buchstaben sagen: \u201eGesundheit war noch nie so erfrischend.\u201c Jesus scheint einzustimmen in einen riesigen Chor aus Pflegerinnen, \u00c4rzten und Ern\u00e4hrungsberatern. Trinken ist das Allerwichtigste. Jeden Tag zwei Liter. Oder, wie die Gesundheitsinfluencer sagen: \u201eBleib fit, bleib frisch \u2013 trink Wasser.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Liebe Br\u00fcder und Schwestern, nun kommt doch noch ein Kopfsprung \u00fcber die Wasserversorgung hinaus. Die t\u00e4glichen zwei Liter Wasser, \u00fcber den Tag verteilt getrunken, machen zwar gesund, aber eben nur bis zu Alter und Tod. Was aber kommt nach den Jahren t\u00e4glichen Wassertrinkens? Jesus springt \u2013 leicht unvermittelt \u2013 direkt ins warme Wasser der Ewigkeit. Die Frau, die ihm zuh\u00f6rt, l\u00e4\u00dft das erst einmal ratlos zur\u00fcck. Erst der weitere Verlauf der Geschichte wird zeigen, wie sehr sie von den Worten Jesu beindruckt war.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Jesus des Johannesevangeliums redet vom Glauben in einfachen Bildern, die er fast alle dem t\u00e4glichen Leben entnimmt: Um f\u00fcr Gott zu werben, nimmt er Wein, Schafe und L\u00e4mmer, Brotlaibe, frisch gefangene Fische, die Sonne \u2013 und eben das Wasser zu Hilfe. Alle Menschen m\u00fcssen im Alltag gen\u00fcgend trinken, um Gesundheit, Fitness und \u00dcberleben zu sichern. Genauso brauchen sie das Wasser des ewigen Lebens, um sich in ihrem Alltag einzurichten. Alltag, Glaube und Ewigkeit sind miteinander verkn\u00fcpft. Es wirkt geradezu br\u00fcsk, wie der ersch\u00f6pfte Jesus pl\u00f6tzlich die Ebenen wechselt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Samariterin hat zun\u00e4chst Schwierigkeiten, diesen neuen Zusammenhang zu verstehen. Aber sie fragt einfach nach. Das ist so wichtig, weil ihre Schwierigkeiten mit unseren heutigen Schwierigkeiten zu glauben, eng verkn\u00fcpft sind. Jesus entwickelt so etwas wie eine geistliche Gew\u00e4sserkunde, dazu eine Art Trinkkur f\u00fcr den Glauben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Neben dem Durst, der durch reales Wasser (H\u00b2O) gestillt werden mu\u00df, sp\u00fcren Menschen in ihrem Alltag etwas anderes, einen Durst nach Vertrauen, Glauben und Geborgensein. Wo finden sich daf\u00fcr Quellen, Brunnen und Trinkgef\u00e4\u00dfe?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Glauben und Vertrauen sind f\u00fcr das eigene Leben so notwendig wie Wasser f\u00fcr den K\u00f6rper. Die Quelle f\u00fcr den Glauben liegt nicht in mir selbst. Mit Selbstvertrauen allein \u2013 so wichtig es ist \u2013 kann niemand ein Leben bew\u00e4ltigen. Entscheidend ist ein Bezug nach au\u00dfen, auf das, was Leben und Lebenswelt eines Menschen umgibt und erst m\u00f6glich macht. Christlich gesprochen: Es braucht einen Bezug auf den Sch\u00f6pfer, der diese Welt in Bewegung gebracht hat. Es gen\u00fcgt nicht, diesen Bezug nur ein einziges Mal zu entdecken. Es gen\u00fcgt nicht, sich auf die Suche nach solch einer Quelle zu machen, sie nach langer Lebenssuche zu finden und dann zur\u00fcckzukehren in den eigenen Alltag. Die Quelle f\u00fcr Vertrauen und Glauben mu\u00df dauernd erreichbar sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer durstig ist nach Lebensmut, mu\u00df diesen Durst stillen k\u00f6nnen. Wer glauben will, mu\u00df die Orte kennen, an denen es gen\u00fcgend f\u00fcr alle zu trinken gibt. Das hei\u00dft auch: Durst und Durstl\u00f6schen, Quellen, Brunnen auf der einen und trockene Gegenden auf der anderen Seite geh\u00f6ren zusammen. Wer glauben will, mu\u00df damit rechnen, Zeiten des Zweifels zu erleben und durchzuhalten. Es kommt darauf an, diesen geistlichen Durst zu erkennen, sich entsprechend auf die Suche zu machen und nachhaltig Wissen zu erwerben, wo Vertrauen getrunken, getankt werden kann. Wer den Durst ignoriert, wird Schaden an seiner Seele davontragen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich bin \u00fcberzeugt, das ist nicht nur eine innerliche, spirituelle Angelegenheit, die jeder mit sich selbst ausmacht. Deswegen ist die Gespr\u00e4chsoffenheit der samaritanischen Frau so wichtig. Sie sch\u00e4tzt die Verh\u00e4ltnisse n\u00fcchtern ein. Sie l\u00e4\u00dft sich nicht scheu machen und stellt unerschrocken alle Fragen. Glaube und Vertrauen brauchen Aufkl\u00e4rung, Transparenz und Offenheit. Glaube braucht das offene Gespr\u00e4ch, den vertrauensvollen Austausch, damit durstige Sinnsucher voneinander lernen k\u00f6nnen. Es gilt, Erfahrungen mit dem Glauben zu machen. Und es gilt, diese Erfahrungen im Gespr\u00e4ch miteinander zu teilen. Schon das kann beruhigen, Vertrauen stiften, den ersten Durst l\u00f6schen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Johannesevangelium kn\u00fcpft Jesus Vertrauen und Glauben, das Wasser \u00fcber das lebendige Wasser hinaus, an sich selbst, an einen konkreten Menschen. Seine Lebensgeschichte, seine Wunder, seine Reden, seine Diskussionen mit Gegnern und J\u00fcngern, seine Glaubenslehren ergeben zusammen den unverr\u00fcckbaren Ma\u00dfstab, um eigene Glaubenserfahrungen zu beurteilen. In der Gegenwart fehlt uns dieses unmittelbare Gegen\u00fcber zum Menschen Jesus von Nazareth. In sp\u00e4teren Kapiteln des Evangeliums wird Jesus vom Tr\u00f6ster, dem heiligen Geist sprechen, der den auferstandenen Jesus bei den Menschen vertritt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wer den Durst nach Glauben und Vertrauen l\u00f6scht, baut im \u00dcbrigen nicht an einer festgef\u00fcgten Jenseitswelt aus Mirakeln und Unwahrscheinlichkeiten, f\u00fcr die unbedingter Glaubensgehorsam verlangt wird. Im Grunde braucht der christliche Glaube das nicht, was die Philosophie Metaphysik nennt. Wasser ist ein ganz fl\u00fcssiger und darum fl\u00fcchtiger Stoff. Er l\u00e4\u00dft sich nicht festhalten, es sei denn, man hat sich vorher ein Glas oder eine Flasche mitgenommen. Beh\u00e4lter ja, aber das Entscheidende ist eben nicht das Feste, sondern das Fl\u00fcssige, was darin ist. Glauben ist Vertrauen, und Vertrauen ist ein fl\u00fcchtiger Stoff, der schnell versickert oder verdunstet. Wenn Wasser zu Spr\u00fchnebel geworden ist, l\u00e4\u00dft es sich schlecht trinken. Verdunsteter Glaube ruft die Gespenster des Zweifels auf den Plan. Glauben ist ein t\u00e4gliches Bed\u00fcrfnis. Wie jeder t\u00e4glich ein paar Gl\u00e4ser Wasser trinkt, so braucht er t\u00e4glich eine Ration Gottvertrauen. Das geschieht im Beten, Singen, Meditieren, im Lesen der Bibel, im Gespr\u00e4ch mit Glaubensgeschwistern und mit denen, die nicht glauben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Zwei Liter t\u00e4glich m\u00fcssen es \u00fcbrigens nicht sein. F\u00fcr das Glaubenswasser des Lebens gilt: Es mu\u00df nicht in \u00fcbergro\u00dfen Mengen getrunken werden. Oft reichen ein paar Tropfen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und der Friede Gottes, welcher \u00fcberall in Quellen lebendigen Wassers flie\u00dft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Prof. Dr. Wolfgang V\u00f6gele<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Karlsruhe<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wolfgangvoegele1@googlemail.com<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wolfgang V\u00f6gele, geboren 1962. Apl. Professor f\u00fcr Systematische Theologie und Ethik an der Universit\u00e4t Heidelberg. Er schreibt \u00fcber Theologie, Gemeinde und Predigt in seinem Blog \u201eGlauben und Verstehen\u201c (<a href=\"http:\/\/www.wolfgangvoegele.wordpress.com\/\">www.wolfgangvoegele.wordpress.com<\/a>).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leitungswasser | 3. Sonntag nach Epiphanias | 26.1.2025 | Predigt zu Joh 4,4\u201315 | Wolfgang V\u00f6gele | Segensgru\u00df Der Predigttext f\u00fcr den dritten Sonntag nach Epiphanias steht Joh 4,4\u201315: \u201e[Jesus] musste aber durch Samarien reisen. 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