{"id":20782,"date":"2025-02-16T19:04:06","date_gmt":"2025-02-16T18:04:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20782"},"modified":"2025-02-16T19:04:06","modified_gmt":"2025-02-16T18:04:06","slug":"apostelgeschichte-169-15-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/apostelgeschichte-169-15-4\/","title":{"rendered":"Apostelgeschichte 16,9\u201315"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Von geschlossenen T\u00fcren und offenen Herzen | Sexagesimae | 23.02.25 | Apg 16,9\u201315 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Predigttext<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Paulus und seine Begleiter zogen weiter durch Phrygien und das Gebiet von Galatien.<br \/>\nDenn der Heilige Geist hinderte sie daran, die Botschaft in der Provinz Asia zu verk\u00fcnden.<br \/>\nAls sie schon fast in Mysien waren, wollten sie nach Bithynien weiterreisen.<br \/>\nDoch der Geist, durch den Jesus sie f\u00fchrte, lie\u00df das nicht zu.<br \/>\nAlso zogen sie durch Mysien und kamen zum Meer hinab nach Troas.<br \/>\nIn der Nacht hatte Paulus eine Erscheinung.<br \/>\nEin Mann aus Makedonien stand vor ihm und bat:<br \/>\n\u00bbKomm her\u00fcber nach Makedonien und hilf uns!\u00ab<br \/>\nGleich nachdem Paulus die Erscheinung gehabt hatte,<br \/>\nsuchten wir nach einer M\u00f6glichkeit, um nach Makedonien zu gelangen.<br \/>\nDenn wir waren sicher: Gott hatte uns dazu berufen,<br \/>\nden Menschen dort die Gute Nachricht zu verk\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Von Troas aus setzten wir auf dem k\u00fcrzesten Weg nach Samothrake \u00fcber.<br \/>\nEinen Tag sp\u00e4ter erreichten wir Neapolis.<br \/>\nVon dort gingen wir nach Philippi.<br \/>\nDas ist eine bedeutende Stadt in diesem Teil Makedoniens und eine r\u00f6mische Kolonie.<br \/>\nIn dieser Stadt blieben wir einige Zeit.<br \/>\nAm Sabbat gingen wir durch das Stadttor hinaus an den Fluss.<br \/>\nWir nahmen an, dass dort eine j\u00fcdische Gebetsst\u00e4tte war.<br \/>\nWir setzten uns und sprachen zu den Frauen,<br \/>\ndie an diesem Ort zusammengekommen waren.<br \/>\nUnter den Zuh\u00f6rerinnen war auch eine Frau namens Lydia.<br \/>\nSie handelte mit Purpurstoffen<br \/>\nund kam aus der Stadt Thyatira.<br \/>\nLydia glaubte an den Gott Israels.<br \/>\nDer Herr \u00f6ffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten von Paulus aufmerksam zuh\u00f6rte.<br \/>\nSie lie\u00df sich taufen zusammen mit ihrer ganzen Hausgemeinschaft.<br \/>\nDanach bat sie: \u00bbWenn ihr \u00fcberzeugt seid, dass ich wirklich an den Herrn glaube,<br \/>\ndann kommt in mein Haus. Ihr k\u00f6nnt bei mir wohnen!\u00ab<br \/>\nSie dr\u00e4ngte uns, die Einladung anzunehmen. (Apg 16,9-15 Basis Bibel)<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Verschlossene T\u00fcren, offene Herzen<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Der Predigttext von heute hat eine Vorgeschichte: Paulus und seine Begleitung missionieren in Gebieten, die heute in der westlichen T\u00fcrkei liegen. Aber nicht \u00fcberall: nicht in der Provinz Asia, was immer damit im S\u00fcden gemeint war, und nicht in Bithynien im Norden. Die Apostelgeschichte erz\u00e4hlt, dass sie vom Heiligen Geist gehindert wurden. Am Ende hat Paulus nachts eine Erscheinung: \u201eEin Mann aus Makedonien stand vor ihm und bat: Komm her\u00fcber nach Makedonien und hilf uns!\u201c Die Entscheidung ist gefallen: Es soll nach Makedonien gehen, also nach Westen \u00fcber das Meer nach Europa.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Inselhopping \u00fcber das \u00c4g\u00e4ische Meer funktioniert. Am Ende kommt man nach Philippi. Das ist eine r\u00f6mische Kolonie und f\u00fcr Paulus fast vertrauter Boden. Er stammt aus Tarsus, ebenfalls eine r\u00f6mische Provinzhauptstadt. Er kennt die Sprache. Er kennt die Atmosph\u00e4re einer r\u00f6mischen Stadt. Er wei\u00df, wo Juden und Freunde des Judentums zu finden sind. Er kann an Bekanntes ankn\u00fcpfen, und die Ankn\u00fcpfung gelingt. Paulus kommt ins Gespr\u00e4ch. Eine Frau wird besonders hervorgehoben: \u201eLydia, eine Purpurh\u00e4ndlerin aus der Stadt Thyatira\u201c. Sie ist also wie Paulus aus Kleinasien und weit gereist. Sie wei\u00df, was Paulus und seine Begleitung nun brauchen: Eine Bleibe und etwas zu essen. Als Unternehmerin hat sie das zu bieten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verschlossene T\u00fcren in Kleinasien, offene Herzen in Europa. So erlebten Paulus und seine Begleiter Hindernisse als Gottes F\u00fchrung. Jedenfalls im R\u00fcckblick der Apostelgeschichte. \u201eKomm her\u00fcber und hilf uns\u201c, hat Paulus in dem Nachtgesicht geh\u00f6rt. Nun ist er her\u00fcbergekommen, und eine Frau aus Kleinasien hilft ihm und seinen Gef\u00e4hrten, in Makedonien anzukommen. Bevor ich etwas Hilfreiches zu unseren Erfahrungen mit verschlossenen und offenen T\u00fcren sage, muss ich noch auf zwei Dinge eingehen. (1) \u201eKomm her\u00fcber und hilf uns\u201c, das ist ein Hilferuf, ja. Aber: Die anderen haben auch etwas zu bieten. Die Menschen, denen Paulus sein Evangelium bringt, sind nur in religi\u00f6ser Hinsicht \u201ehilfsbed\u00fcrftig\u201c. Finanziell ist es umgekehrt. Paulus ist der, der Hilfe gebrauchen kann und sie auch sp\u00e4ter aus Philippi immer wieder annimmt. (2) Der Hilferuf aus Makedonien ist als religi\u00f6ser Hilferuf zu h\u00f6ren. \u201eHilf uns mit dem Evangelium von Jesus Christus.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Deshalb kurz mit Paulus eine Grundinformation \u00fcber das Evangelium, das ja auch uns gilt. Zwei Vorstellungen waren damals in der ganzen antiken Welt verst\u00e4ndlich: das stellvertretende Opfer und der Loskauf. Fr\u00fcher hat sich niemand ohne irgendein Opfer einer Gottheit gen\u00e4hert. Und das war ein Weg, wie die Christenheit versuchte, die unverst\u00e4ndliche Kreuzigung Jesu zu verstehen. Man verstand Jesus als das allerletzte, gr\u00f6\u00dfte und einzige wichtige Opfer. Mit ihm wird alles ausger\u00e4umt, was zwischen Dir und Gott steht. Das andere Bild, das in der Antike \u00fcberall verst\u00e4ndlich war: Loskauf aus der Sklaverei. Man darf nie vergessen, dass die meisten Kulturen der Geschichte auf Sklaverei aufgebaut haben. Und da gab es auch ein Gesch\u00e4ftsmodell, dass Sklavenj\u00e4ger ihre Gefangenen noch vor Ort der lokalen Bev\u00f6lkerung zum Freikauf anboten. Dieses Gesch\u00e4ftsmodell gibt es ja sogar noch bei uns, wenn Menschen entf\u00fchrt werden und L\u00f6segeld verlangt wird. In diesem Sinn hat die Christenheit den Tod Jesu auch als Loskauf verstanden. Jesus zahlt sich als Preis, um uns von der Macht der S\u00fcnde und der Angst vor dem Tod loszukaufen. Jesus hat gezeigt, dass man nicht unter der Knechtschaft der S\u00fcnde leben muss, sondern aus der Freiheit der Kinder Gottes leben kann. Best\u00e4tigt wurde das mit seiner Auferstehung, mit der auch die Macht des Todes und die Angst vor einem Danach gebrochen wurden. Wer das erlebt, wird ein Gef\u00fchl der Dankbarkeit sp\u00fcren und eine Verpflichtung an den Wohlt\u00e4ter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Verschlossene T\u00fcren<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Verschlossene T\u00fcren in Kleinasien, offene Herzen in Europa. Das erleben Paulus und seine Begleitung, und die Apostelgeschichte betont, dass hier Gott dabei war. So einfach reden die meisten von uns nicht von ihrem Lebensweg und Gott. Deshalb stelle ich diesen Aspekt erst einmal zur\u00fcck. Reden wir zun\u00e4chst \u00fcber das, wovon wir leichter reden. Reden wir \u00fcber verschlossene T\u00fcren. Da f\u00e4llt mir eine Menge ein und Ihnen bestimmt auch. Ein paar Beispiele aus dem Lebenslauf eines Menschen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein erstes Beispiel: Das Kind braucht einen Platz im Kindergarten. Da braucht es immer wieder viel Geduld, bis sich die T\u00fcr zu einem Kindergarten \u00f6ffnet.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ein zweites Beispiel: die Schule. [Ich arbeite in einem Bundesland mit dem klassischen dreigliedrigen Schulsystem, in dem es am 14. Februar Zwischenzeugnisse gab.] Die Monate Januar\/Februar sind Zeugniszeit. Es sind erst einmal Halbjahreszeugnisse, also nur Zwischenbilanzen. F\u00fcr manche fallen sie bedrohlich aus. \u201eVorr\u00fccken gef\u00e4hrdet\u201c, \u201eVorr\u00fccken bei weiterem Absinken gef\u00e4hrdet\u201c usw. Manche Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sp\u00fcren: Das wird nichts mehr. Manchmal haben sie sogar selbst den Wunsch nach einem Wechsel. Eine T\u00fcr schlie\u00dft sich, aber welche andere Schult\u00fcr wird sich \u00f6ffnen? Und was ist, wenn der \u201e\u00dcbertritt ins Berufsleben\u201c ansteht? Viele Bewerbungen werden geschrieben, bis man einen Ausbildungsplatz hat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und damit bin ich bei einem dritten Beispiel: das Berufsleben. Die meisten von uns arbeiten nicht mehr vom Anfang bis zum Ende beim selben Arbeitgeber. Auch hier hei\u00dft es: Sich bewerben, rechtzeitig merken, dass man gehen muss oder mittelfristig gegangen wird, sich neu motivieren, sich ver\u00e4ndern, wom\u00f6glich f\u00fcr eine Arbeitsstelle umziehen. Immer wieder hei\u00dft es, neue T\u00fcren \u00f6ffnen, auch wenn man an vielen anklopfen muss.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und daneben muss noch so viel mehr geleistet werden: Man muss an Herzenst\u00fcren anklopfen. Man muss an Wohnungst\u00fcren anklopfen, bis man ein Zuhause hat. Und wenn das vorletzte Zuhause ansteht, ist oft auch die Suche nach einem Senioren- oder Pflegeheim schwierig. Fazit: Unsere Lebenserfahrung sieht mehr verschlossene T\u00fcren als die offenen, durch die wir dann gegangen sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Verschlossene T\u00fcren, sich \u00f6ffnende T\u00fcren<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt nat\u00fcrlich das Trostwort: Wenn sich eine T\u00fcr schlie\u00dft, \u00f6ffnet sich eine andere. Das Internet h\u00e4lt zu diesem Trostwort aber gleich eine Erg\u00e4nzung bereit. \u201eDie Tragik ist jedoch, dass man auf die geschlossene T\u00fcr blickt und die ge\u00f6ffnete nicht beachtet.\u201c Darum ist es wichtig, sich auch vor Augen zu halten, wo sich T\u00fcren zu unserem Gl\u00fcck ge\u00f6ffnet haben.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Hier w\u00e4re nun zu erz\u00e4hlen, wie sich manches dann doch gef\u00fcgt hat. Von Kindergarten und Schule kann ich wenig erz\u00e4hlen. Das liegt f\u00fcr mich viel zu weit in der Vergangenheit. Von anderen Stationen meines Lebens dagegen kann ich erz\u00e4hlen. Ich konnte 1981 nicht am Wunschort studieren, sondern musste kurzfristig woandershin. Das bedeutete auch: Schnell eine Unterkunft finden. Ein neuer Bekannter hat sich Zeit genommen, um mit mir unter seinen Bekannten zu suchen, ob wer was wei\u00df, und mit mir Wohnheime abzuklappern. Spontan ist er mit mir bei einer letzten Chance eingekehrt, und da hatte gerade jemand abgesagt. Es war das Wohnheim, in dem auch meine sp\u00e4tere Frau wohnte. Sp\u00e4ter musste ich immer wieder meinen Berufsweg mit dem Weg meiner Frau koordinieren. Versuche, beim Berufseinstieg an den Arbeitsort meiner Frau zu kommen, schlugen fehl. Das klappte erst f\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter 1995. Ein neuer Bekannter stellte aber den Kontakt zu einer anderen, interessanten Stelle her. Und als meine Frau 1999 ihre Karriere an einem anderen Ort fortsetzte, funktionierte der Weg der Bewerbung nicht. Es ergab sich aber durch einen Kontakt meiner Frau die M\u00f6glichkeit, ab 2000 f\u00fcr eine NGO zu arbeiten und schlie\u00dflich f\u00fcr eine Zeit an die Uni zu gehen. Eine Uni-Laufbahn ergab sich nicht, aber eine Schullaufbahn. Ab 2005 tats\u00e4chlich an der Schule meiner Frau. Und als sich 2021 hier die T\u00fcren schlossen, waren wieder neue Bekannte da&#8230;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nat\u00fcrlich schreibt ein Pfarrer oder Privatdozent weniger Bewerbungen als viele Lehrstellensuchende oder Arbeitslose. Gemeinsam bleibt die M\u00fchsal, sich zu bem\u00fchen, anzuklopfen, mit verschlossenen T\u00fcren klarzukommen, und sich neu zu bem\u00fchen. Und es gibt auch Erfahrungen, die Pfarrer und Pfarrerinnen machen, die man au\u00dferhalb dieses Berufs nicht macht. Es sei denn, man ist Zeuge Jehovas oder Sanit\u00e4ter beim Spendensammeln. Ich denke an im Wortsinn zugeschlagene T\u00fcren, wenn man Hausbesuche au\u00dferhalb der Kerngemeinde machen will. Dann hei\u00dft es, wie Jesus r\u00e4t, den Staub von den F\u00fc\u00dfen klopfen und es woanders versuchen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ganz s\u00e4kular gesprochen, h\u00e4tte ich drei Ratschl\u00e4ge:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(1) Man soll an T\u00fcren anklopfen, aber flexibel bleiben. Vielleicht wirst Du nach Jahren merken, dass dieser oder jene feste Wunsch doch nicht gut gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(2) Klopfe nicht an T\u00fcren an, wenn Du es nicht ernst meinst. Ich denke da an Liebesdinge, aber auch an Arbeitspl\u00e4tze. Es k\u00f6nnte sein, dass Deinetwegen jemand hinten runterf\u00e4llt, w\u00e4hrend Du nach einigen Jahren weiterziehst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">(3) Halte T\u00fcren offen und, wenn Du irgendwo gehst, schlag die T\u00fcr nicht krachend zu. Auch das w\u00fcrde ich ebenso f\u00fcr Beziehungen wie f\u00fcr das Berufsleben empfehlen. Auch wenn etwas zu Ende geht: Bleibe ein angenehmer Mensch.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Von Gott verschlossene T\u00fcren, durch Gott sich \u00f6ffnende T\u00fcren<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Nun darf es in einer Predigt nicht einfach um Lebensberatung gehen. Der Predigttext gibt uns etwas anderes auf. In ihm hie\u00df es ja: Gott verschlie\u00dft Paulus die Mission in Kleinasien und Bithynien. Makedonien sollte es sein. Und: \u201eGott \u00f6ffnete Lydia das Herz\u201c, sodass Paulus und Begleitung einen ersten St\u00fctzpunkt in Philippi bekamen. Ich bin mir sicher, dass das Urteil der Apostelgeschichte und das Empfinden von Paulus und seinen Begleitern in einer gewissen Spannung stehen. Im Nachhinein kann man, k\u00f6nnen vielleicht auch wir, von so etwas wie g\u00f6ttlicher F\u00fchrung sprechen. In der Situation selbst wird auch Verzweiflung dabei sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Trotzdem kann es hilfreich sein, nicht nur auf unsere kleine Kraft zu schauen, sondern auf Gott, der in den Schwachen m\u00e4chtig werden kann. Wir m\u00fcssen nicht nur selber tun und machen. Wir k\u00f6nnen auch Gottes Hand suchen, in dem, was passiert oder nicht passiert. Um etwas zu beten, nimmt uns nichts von den Herausforderungen ab, selber aktiv zu werden. Aber es ist auch ein Abgeben von Last. So k\u00f6nnen innere Gewissheiten wachsen, was man will. Es kann auch Abschiede geben von dem, was man dann offenbar nicht wollen soll. Vielleicht kann man auch annehmen, wo man ist und sich mit neuer Kraft einsetzen. Und wenn doch neue T\u00fcren ge\u00f6ffnet werden m\u00fcssen: Vielleicht gibt es auch den Nutzen entfernter Bekannter, die sich \u00fcberraschend f\u00fcr Dich einsetzen und zu Engeln ohne Fl\u00fcgel werden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jedes Leben geht durch H\u00f6hen und Tiefen, und ich gehe davon aus, dass Sie meine Beispiele geschlossener und offener T\u00fcren mit eigenen Beispielen erg\u00e4nzen k\u00f6nnen. Was man sich aber meist nur unter Tr\u00e4nen selber sagen kann, soll am Ende dieser Predigt stehen. Jesus Christus sagt: Ein Leben, das mit Gott gelebt wird, wird durch alle H\u00f6hen und Tiefen hindurch am Ende gut. Manchmal kann man davon auch schon unterwegs etwas sp\u00fcren: Wenn wir mit manchen Lebensphasen und Wendungen im Frieden sind.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Hansj\u00f6rg Biener (*1961) ist Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und als Religionslehrer an der Wilhelm-L\u00f6he-Schule in N\u00fcrnberg t\u00e4tig. Au\u00dferdem ist er au\u00dferplanm\u00e4\u00dfiger Professor f\u00fcr Religionsp\u00e4dagogik und Didaktik des evangelischen Religionsunterrichts an der Friedrich-Alexander-Universit\u00e4t Erlangen-N\u00fcrnberg. (Hansjoerg.Biener (at) fau.de)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von geschlossenen T\u00fcren und offenen Herzen | Sexagesimae | 23.02.25 | Apg 16,9\u201315 | Hansj\u00f6rg Biener | Predigttext Paulus und seine Begleiter zogen weiter durch Phrygien und das Gebiet von Galatien. 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