{"id":20813,"date":"2025-02-25T13:04:37","date_gmt":"2025-02-25T12:04:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20813"},"modified":"2025-02-25T13:04:37","modified_gmt":"2025-02-25T12:04:37","slug":"lukas-10-38-42-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-10-38-42-8\/","title":{"rendered":"Lukas 10, 38-42"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"font-weight: 400;\">Gechillt oder Geschafft | Humorvolle Predigt in Reimen| Sonntag Estomihi | 02.03.2025 | Lk 10, 38-42 | Dr. Friedrich Schmidt-Roscher |<\/h3>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus zieht mit J\u00fcngern durchs Land, von hier nach dort,<br \/>\npredigt Menschen in Stadt und Dorf, hat keinen festen Ort.<br \/>\nHeilt, erz\u00e4hlt von Gottes Reich M\u00e4nner und Frauen,<br \/>\nl\u00e4dt alle S\u00fcnder ein, seiner Vergebung zu vertrauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">J\u00fcnger waren ja nicht nur die Zw\u00f6lf, arm und frei,<br \/>\nauch Menschen mit Haus und Hof waren dabei.<br \/>\nNeben den Zw\u00f6lf gab es einige im ganzen Land,<br \/>\ndie miteinander Hoffnung auf Gottes Reich verband.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Eines Tages kommt Jesus m\u00fcde nach Bethanien,<br \/>\nhier leben J\u00fcngerinnen, Maria und Martha, mit Namen.<br \/>\nMartha, die \u00c4ltere, l\u00e4dt Jesus in ihr Haus ein.<br \/>\nSie freut sich sehr, will gute Gastgeberin sein.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sogleich eilt sie in die K\u00fcche, f\u00e4ngt an zu schaffen.<br \/>\nHackt Holz, z\u00fcndet Feuer an, \u2013 es ist viel zu machen.<br \/>\nSie rupft ein H\u00fchnchen, nimmt es aus, pinselt es ein,<br \/>\nw\u00e4scht Hirse, schneidet Zwiebel, hab\u2018 ich noch Wein?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Den s\u00fcffigen Wein, am Brunnen gek\u00fchlt, f\u00fcr den Gast,<br \/>\nsie gr\u00fcbelt, ob dem Rabbi Wein \u00fcberhaupt passt?<br \/>\nSie schneidet, hackt, r\u00fchrt, w\u00fcrzt, sie rennt hin und her.<br \/>\nJesus zu dienen, macht ihr Freude, ist ihr eine Ehr\u2019.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sie plant, sie sorgt sich, sie kommt ins Schwitzen,<br \/>\ndas Essen gelingt, jetzt noch den Tisch herrichten.<br \/>\nWo ist denn wieder Maria, die Schwester, die Kleine?<br \/>\nDas darf doch nicht wahr sein! Sitzt bei Jesu Beine!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria hat alles vergessen, h\u00f6rt die Worte des Meisters.<br \/>\nSie lauscht selig, und alles scheint viel, viel leichter.<br \/>\nKein Rennen, Sorgen, M\u00fchen, nur Freude und Lachen!<br \/>\nKein Wunder!\u201c, denkt Martha, \u201edie muss nichts schaffen!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich sorg\u2018 f\u00fcr den Rabbi und renn mir den Herzb\u00e4nnel ab,<br \/>\nkoch\u2018 ein tolles Men\u00fc und bin die ganze Zeit auf Trapp!<br \/>\nWirklich rein gar nichts tut Maria, die ist ja so faul!<br \/>\nSo rei\u00dft Martha die Hutschnur, geht ab ihr der Gaul.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Mit rotem Kopf und Wut, spricht Martha Jesus an:<br \/>\n\u201eDas ist doch nicht fair, sag doch was, o Mann!<br \/>\nMaria, spielt die Dame, legt die H\u00e4nde in den Scho\u00df.<br \/>\nMacht es sich bequem, h\u00f6rt zu und l\u00e4chelt blo\u00df.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sag du ihr endlich, dass das so nicht geht!<br \/>\nVielleicht kapiert sie es dann und versteht.<br \/>\nWenn sie aufsteht und mir hilft und schafft,<br \/>\nhaben wir das Abendessen ganz fix gemacht.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus schaut sie an, mit viel Liebe im Blick.<br \/>\n\u201eMartha, Martha, du bist ganz sch\u00f6n geknickt<br \/>\nDu machst dir viele Sorgen, schaffst wie verr\u00fcckt,<br \/>\naber eines ist wirklich notwendig und das gen\u00fcgt!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria hat das verstanden, hat ihre Wahl getroffen.<br \/>\nSie h\u00f6rt auf das Wort, ist f\u00fcr das Himmelreich offen.<br \/>\nSie ist eine J\u00fcngerin, h\u00f6rt, was Gott von ihr will,<br \/>\nihre H\u00e4nde ruhen, sie ist aufmerksam und still.\u201c<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Martha f\u00e4llt der Kochl\u00f6ffel aus der Hand, verstummt.<br \/>\nNach der Kritik steht sie bel\u00e4mmert da und dumm.<br \/>\nIhr Kochen, ihre M\u00fche, Ihre Arbeit f\u00fcr den Gast<br \/>\nscheint nichts wert zu sein, alles blo\u00df f\u00fcr die Katz.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ist das, was sie macht, kein Dienst f\u00fcr den Herrn?<br \/>\nWarum hat Jesus blo\u00df die faule Marie so gern?<br \/>\nBesteht die J\u00fcngerschaft nur in H\u00f6ren und Ruh\u2018n?<br \/>\nJa gibt es nicht genug f\u00fcr das Reich Gottes zu tun?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was meint ihr, was ist eures Lebens Sinn?<br \/>\nWas strebst du an, wo willst du einmal hin?<br \/>\nMartha rackert und ackert, schafft und macht.<br \/>\nMaria aber ruht sich aus, chillt, h\u00f6rt und lacht.<br \/>\nWer rastet rostet, schaffe, schaffe bis zur letzten Ruh.<br \/>\nSoll das dein Motto sein? Was meinst du dazu?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Sollen wir als Christen in der Nachfolge des Herrn<br \/>\nnicht f\u00fcr andere da sein und k\u00fcmmern uns gern?<br \/>\nWenn es keine Schaffer g\u00e4be, nur noch Zuh\u00f6rerin,<br \/>\ngechillte, passive Marias, macht das etwa Sinn?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Das Lob f\u00fcr die unt\u00e4tige Maria war f\u00fcr Calvin ein Dorn<br \/>\nim Auge. Er predigte gegen den Text und voller Zorn,<br \/>\nfand die emsige und flei\u00dfige Martha wirklich toll,<br \/>\nwar f\u00fcr W\u00fcrde und Wert der Arbeit des Lobes voll.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die Leute im Dorf, das kann ich nach 17 Jahren sagen,<br \/>\ndie meisten sind flei\u00dfig und schuften und machen.<br \/>\nSie rennen und schaffen, werden ohne Arbeit \u201emalat\u201c.<br \/>\nWenn man Hilfe braucht, dann steh\u2018n sie gleich parat.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Ich h\u00f6r\u2018 Geschichten von 40 Jahre Arbeit und nie krank<br \/>\nvon flei\u00dfigen H\u00e4nden und von Sparen bei der Bank.<br \/>\nWenn \u201ede Vadder\u201c mal krank war, nahm er ne Freischicht.<br \/>\nOb das auf Dauer wirklich gesund ist \u2013 ich wei\u00df nicht?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Erst Arbeit im Betrieb oder B\u00fcro, dann in den Garten<br \/>\ndie H\u00e4nde brauchen Bet\u00e4tigung und kein Warten.<br \/>\nSie brauchen Aufgaben, wollen schaffen und putzen,<br \/>\nnach getaner Arbeit, noch schnell f\u00fcttern die \u201eWutze\u201c.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es gibt viele Marthas in Ha\u00dfloch oder, was meint ihr?<br \/>\nSogar ein Denkmal f\u00fcr\u2018s Schaffen steht nicht weit von hier<br \/>\nDer Aniliner geht, nein er rennt, ganz schnell zum Zug,<br \/>\nSo ein richtiger Schaffer kriegt von der Arbeit nie genug.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Manch eine schuftet und klotzt wirklich ran<br \/>\nbaut und sorgt, schafft und macht und kann<br \/>\nnicht mehr heraus aus Verpflichtung und Zwang<br \/>\nIst ein Sklave ihrer Arbeit ein Leben lang.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was meint ihr, was ist eures Lebens Sinn?<br \/>\nWas strebst du an, wo willst du einmal hin?<br \/>\nMartha rackert und ackert, schafft und macht.<br \/>\nMaria aber ruht sich aus, chillt, h\u00f6rt und lacht.<br \/>\nWer rastet rostet, schaffe, schaffe bis zur letzten Ruh.<br \/>\nSoll das dein Motto sein? Was meinst du dazu?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jetzt geht\u2019s aber los, mit der Kritik an Arbeit und Flei\u00df<br \/>\nWas ist das f\u00fcr eine Predigt, das ist doch eher\u2026 \u00e4h Mist.<br \/>\nGibt\u2018s heute nicht zu viele, die nur ihr Vergn\u00fcgen<br \/>\nParty feiern, rumh\u00e4ngen und play station lieben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Machen es sich nicht manche zu leicht und bequem?<br \/>\nMorgens kein Wecker, nicht aufstehen: wie angenehm!<br \/>\nOhne Arbeit und Rhythmus, bleibt der Mensch da gesund?<br \/>\nOder lebt er mit Scheuklappen vor sich hin wie ein Hund?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und all die Ehrenamtlichen in Kirchen und Vereinen,<br \/>\ndie f\u00fcr andere da sind, sich einsetzten und keinen,<br \/>\nfast keinen \u00fcbersehen, motivieren und reden.<br \/>\nMuss es nicht solche flei\u00dfige Marthas geben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Braucht der Ewige uns nicht als Partner und Helfer?<br \/>\nDenn der Herrgott macht ja wirklich nicht alles selber.<br \/>\nNein, er will als Bundespartner M\u00e4nner und Frauen;<br \/>\ndie mit ihm eine gerechte und g\u00fctige Welt bauen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Die helfen und schaffen, zupacken, sorgen und dienen,<br \/>\nSolche Frauen und M\u00e4nner muss man einfach lieben,<br \/>\nSie leben doch auch in der Nachfolge des Herrn<br \/>\nHat Jesus Christus helfende H\u00e4nde nicht gern?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Und was ist mit den Konfis, den Sch\u00fclern, der Jugend,<br \/>\nist M\u00fche, Flei\u00df f\u00fcr die Schule nicht l\u00e4nger ne Tugend?<br \/>\nVon nichts kommt nichts, sagen wir hier in der Pfalz.<br \/>\nDenk ich an die faule Marie, krieg\u2018 ich so einen Hals!<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus sagt aber nicht: Martha, was du tust ist echt Mist.<br \/>\nAber er sp\u00fcrt: Sorgen haben bei ihr zu viel Gewicht.<br \/>\nEr will vom falschen Sorgen befreien &#8211;\u00a0 Martha und uns;<br \/>\nWenn wir wahres Leben w\u00e4hlen, das ist gro\u00dfe Kunst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Er spricht z\u00e4rtlich zu ihr, voller Liebe und versteht,<br \/>\ndass Martha M\u00fche, Sorgen und Dienen gew\u00e4hlt.<br \/>\nEr wertet Arbeit nicht ab, aber Marias Teil<br \/>\nist besser, denn aus Gottes Wort kommt Heil.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Es fehlt Freiheit, wo man nur noch schafft und macht,<br \/>\nvielleicht ist das der Sinn von Karneval und Fasnacht!<br \/>\nWir d\u00fcrfen einmal anders sein, eine neue Rolle probieren.<br \/>\nSo ein Rollentausch, kann zur Nachdenklichkeit f\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An Fasching, d\u00fcrfen die Flei\u00dfigen faul sein und lachen<br \/>\nund die Gechillten sollen mal anpacken und schaffen.<br \/>\nWir sagen unseren Sorgen, Ade und gut Nacht.<br \/>\nUnd vertrauen darauf, dass Gott alles gut macht.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">An den tollen Tagen geschieht vieles ohne Sinn und Zweck<br \/>\ndie Narren sind los und durch die Stra\u00dfen l\u00e4uft der Jeck<br \/>\nZum Leben geh\u00f6ren Lachen, Feiern und Sorglosigkeit<br \/>\nAber auch freie Zeit, Erholung und Barmherzigkeit.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was meint ihr, was ist eures Lebens Sinn?<br \/>\nWas strebst du an, wo willst du einmal hin?<br \/>\nMartha rackert und ackert, schafft und macht.<br \/>\nMaria aber ruht sich aus, chillt, h\u00f6rt und lacht.<br \/>\nWer rastet rostet, schaffe, schaffe bis zur letzten Ruh.<br \/>\nSoll das dein Motto sein? Was meinst du dazu?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus meint, unser H\u00f6chstes Gebot hienieden<br \/>\nhei\u00dft: Gott und seinen N\u00e4chsten herzlich lieben.<br \/>\nDie meisten Frauen und selbst wir M\u00e4nner wissen,<br \/>\nwas mein lieber N\u00e4chster keinesfalls darf missen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Gott, den Herrn zu lieben, ist dagegen schwer!<br \/>\nDas war\u2019s schon immer, heutzutage eher mehr.<br \/>\nUnsichtbar ist Gott und manchen ist er fremd.<br \/>\nWie kann man lieben, was man nicht mal kennt?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria kann mir zeigen, sie macht es uns vor.<br \/>\nDenn sie tut nichts, ist einfach ganz und gar Ohr.<br \/>\nSie h\u00f6rt auf die Stimme Jesu, sie h\u00f6rt auf das Wort,<br \/>\nwie kann ich\u2018s lernen und finden, an welchem Ort?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Jesus l\u00e4uft nicht durch die Pfalz von Haus zu Haus.<br \/>\nUm ihm zu begegnen, ihn zu h\u00f6ren, aber braucht\u2019s,<br \/>\nein Haus und andere Menschen und sein Wort.<br \/>\nDas finden wir in der Bibel \u2013 an keinem andern Ort.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wenn wir miteinander Gott feiern und loben,<br \/>\ndann zeigen wir unsere Liebe, dem da oben.<br \/>\nIn der Kirche, wenn wir auf Jesu Worte lauschen<br \/>\nmit anderen sprechen und dar\u00fcber austauschen,<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">dann k\u00f6nnen wir ihm begegnen hier und heute,<br \/>\nalleine oder zusammen mit anderen Leuten.<br \/>\nDann ist er mir wichtig, ich liebe meinen Gott.<br \/>\nBin ihm verbunden, nicht erst, wenn gro\u00df die Not.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Am Aschermittwoch beginnen Wochen des Fastens<br \/>\nVielleicht ist das die Gelegenheit, dem Hasten<br \/>\nund Rennen und Sorgen eine Pause zu g\u00f6nnen.<br \/>\nW\u00e4r das was? Denn dann, o Christ, gew\u00f6nnen<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">wir neuen Freiraum und Zeit f\u00fcr wahres Leben<br \/>\nwirkliches Leben, ja tats\u00e4chlich, das soll\u2018s geben.<br \/>\nLeben das nicht hin und her springt und purzelt,<br \/>\nsondern hoffnungsvoll tief in Gottes Liebe wurzelt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Leben, das aufschnauft und atmet ganz frei,<br \/>\nw\u00e4rst du da nicht selber ganz gerne dabei?<br \/>\nErl\u00f6st und fr\u00f6hlich, dankbar und heiter.<br \/>\nGottes Geist f\u00fchrt uns ein paar Schritte weiter.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was meint ihr, was ist eures Lebens Sinn?<br \/>\nWas strebst du an, wo willst du einmal hin?<br \/>\nMartha rackert und ackert, schafft und macht.<br \/>\nMaria aber ruht sich aus, chillt, h\u00f6rt und lacht.<br \/>\nWer rastet rostet, schaffe, schaffe bis zur letzten Ruh.<br \/>\nSoll das dein Motto sein? Was meinst du dazu?<\/strong><\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Keiner lebt ewig, irgendwann kommt das gro\u00dfe Muss,<br \/>\nkommt der Tod, ist auf Erden einmal Schluss.<br \/>\nWelche \u00dcberschrift wird es dann bei mir geben?<br \/>\nEtwa: Arbeit war sein oder ihr ganzes Leben?<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Was ist, wenn ich ohne Arbeit oder krank bin?<br \/>\nMacht das Leben ohne Schaffen dann noch Sinn?<br \/>\nMan f\u00fchlt sich \u00fcberfl\u00fcssig oder nichts mehr wert.<br \/>\nOhne Schaffen scheint alles nur noch verkehrt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Wir k\u00f6nnen mit Maria lernen, dass zum Leben<br \/>\nauch empfangen geh\u00f6rt, nicht nur immer geben.<br \/>\nWir brauchen Zeit zum Ruhen und zum Fest,<br \/>\ndass man Gott einen guten Mann sein l\u00e4sst.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Maria und Martha diese beiden Schwestern<br \/>\nsind h\u00f6chst aktuell und gar nicht von gestern.<br \/>\nBeide zusammen machen es im Leben richtig,<br \/>\nvon ihnen k\u00f6nnen wir lernen, was ist wichtig.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Im Leben von jedem Mann und von jeder Frau<br \/>\nbraucht es Maria und Martha \u2013 ja beide, \u00a0genau!<br \/>\nZeit zum Arbeiten, f\u00fcr andere da sein, schaffen und tun<br \/>\nZeit um das Wort Gottes zu h\u00f6ren, erholen und ruh\u2019n.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Denn wir k\u00f6nnen nicht nur schaffen und geben,<br \/>\nauch empfangen geh\u00f6rt zu einem guten Leben.<br \/>\nH\u00f6rt diese Worte, denn nur eines ist wirklich Not:<br \/>\nlieben und vertrauen, dem Herrn unserem Gott.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dieses Vertrauen zeigt sich, wenn ich nicht nur schaff,<br \/>\nracker und renn, sorg, schuft und maloch wie ein Aff\u2018,<br \/>\nsondern Gott die Ehre gebe und einfach nichts tu.<br \/>\nGlauben zeigt sich auch in Sorglosigkeit und Ruh.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><strong>Was meint ihr, was ist eures Lebens Sinn?<br \/>\nWas strebst du an, wo willst du einmal hin?<br \/>\nMartha rackert und ackert, schafft und macht.<br \/>\nMaria aber ruht sich aus, chillt, h\u00f6rt und lacht.<br \/>\nKleine und gro\u00dfe Schwester zeigen uns<br \/>\nGeben <u>und<\/u> Empfangen, das ist die Kunst.<br \/>\nAmen.<\/strong><\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr. Friedrich Schmidt-Roscher, Jahrgang 1962<br \/>\nSeit 2007 Gemeindepfarrer in Ha\u00dfloch\/Pfalz<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\">E-Mail: fr.schmidt-roscher@gmx.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gechillt oder Geschafft | Humorvolle Predigt in Reimen| Sonntag Estomihi | 02.03.2025 | Lk 10, 38-42 | Dr. Friedrich Schmidt-Roscher | Jesus zieht mit J\u00fcngern durchs Land, von hier nach dort, predigt Menschen in Stadt und Dorf, hat keinen festen Ort. 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