{"id":20847,"date":"1997-12-14T11:21:06","date_gmt":"1997-12-14T10:21:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20847"},"modified":"2025-03-10T11:23:43","modified_gmt":"2025-03-10T10:23:43","slug":"1-korinther-41-5-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-korinther-41-5-2\/","title":{"rendered":"1. Korinther 4,1-5"},"content":{"rendered":"<h3>3. Advent | 14.12.1997 | 1. Kor 4,1-5 | Hans-Theodor Goebel |<\/h3>\n<p>Predigttext\u00a01. Kor. 4, 1-5<\/p>\n<p>1 So soll man uns ansehen als Dienstleute Christi und Verwalter der Geheimnisse Gottes.<\/p>\n<p>2 Hierbei verlangt man nun von den Verwaltern, da\u00df einer treu erfunden werde.<\/p>\n<p>3 Mir aber ist es v\u00f6llig gleichg\u00fcltig, da\u00df ich von euch oder einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde. Ja auch ich beurteile mich nicht selbst.<\/p>\n<p>4 Ich bin mir zwar nichts bewu\u00dft. Aber damit bin ich nicht gerechtfertigt. Sondern der mich beurteilt, ist der Herr.<\/p>\n<p>5 Darum f\u00e4llt \u00fcber nichts das Urteil vor dem Zeitpunkt. Bis der Herr kommt. Der wird auch ans Licht bringen, was in der Finsternis verborgen ist, und wird enth\u00fcllen das Trachten der Herzen. Und dann wird einem jeden das Lob von Gott zuteil werden.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>(1.) Kundenorientierung hei\u00dft heute eins der Schlagworte. In Gesellschaft und Kirche. Wenn diskutiert wird, warum es nicht gut l\u00e4uft und wie es besser laufen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>&#8222;Warum sind die W\u00f6rter &#8218;Service&#8216; und &#8218;Kundenorientierung&#8216; auf dem Campus [der Universit\u00e4ten] noch immer Fremdw\u00f6rter?&#8220; &#8211; hat der Bundespr\u00e4sident Roman Herzog \u00f6ffentlich gefragt. In seiner Rede \u00fcber die Zukunft unseres Bildungssystems &#8211; besonders an den deutschen Universit\u00e4ten. Anfang November war das.<\/p>\n<p>Nicht lange danach haben Hunderttausende von Studierenden in Deutschland ihre Universit\u00e4ten bestreikt. Sie finden die Studienbedingungen katastrophal. Sie f\u00fchlen sich von der Bildungspolitik schlecht behandelt. Aus der Verschwisterung von Wissenschaft und Wirtschaft artikuliert sich anderer Unmut: Die Universit\u00e4ten bedienen die Wirtschaft schlecht. Die Wirtschaft braucht Studierte, die in ihren Unternehmen m\u00f6glichst reibungslos funktionieren. Und damit sie kriegen, was sie brauchen, m\u00fcssen die Universit\u00e4ten unter Wettbewerbsbedingungen funktionieren &#8211; wie die Unternehmen am Markt. So oder \u00e4hnlich h\u00f6rt man es da.<\/p>\n<p>Die Kunden fangen an, sich \u00f6ffentlich zu wehren. Aus unterschiedlichem Interesse gegen die Politik, die sie schlecht bedient. Vielleicht ist die Unruhe an den Universit\u00e4ten nur der Anfang einer allgemeinen Unruhe der Unzufriedenen. An einer studentischen Wandzeitung in der K\u00f6lner Uni las ich dieser Tage: Die Reform des HRG (Hochschulrahmengesetz) ist nur ein Beispiel f\u00fcr den R\u00fcckzug der Politik aus der Verantwortung. Wenn wir etwas ver\u00e4ndern wollen, m\u00fcssen wir uns mit allen Betroffenen der staatlichen Verantwortungslosigkeit solidarisieren und gemeinsam k\u00e4mpfen. Kundenorientierung &#8211; hei\u00dft das Schlagwort wirtschaftlich denkender Reformer. Aber die Interessen der Kunden k\u00f6nnen verschiedene sein.<\/p>\n<p>Und in der Kirche?<\/p>\n<p>Auch als Kirche m\u00fcssen wir kundenorientiert arbeiten &#8211; wird gesagt. Und man sagt es auf dem Hintergrund der vielen Kirchenaustritte in den letzten Jahren. Den christlichen Kirchen laufen sozusagen die Kunden weg. In Kirche und Diakonie wird jetzt an verschiedenen Orten ein sogenannter Leitbildproze\u00df in Gang gebracht, oder ist schon durchgef\u00fchrt worden. Nach einem Muster aus der Betriebswirtschaft f\u00fcr industrielle Unternehmen. Das soll umgesetzt werden auf die Kirche. Leitungsgremien, Mitarbeitende und die Gemeinde sollen zusammen erfragen: Welche Ziele haben wir als Kirche? &#8211; und: Wie sind wir ausgerichtet auf die Menschen, die wir erreichen wollen? Unsere Kunden eben. Sind wir in der kirchlichen Arbeit auf die hin orientiert?<\/p>\n<p>In unserem Kirchenkreis K\u00f6ln-Rechtsrheinisch soll dieser Leitbildproze\u00df im Januar anlaufen.<\/p>\n<p>(2.) Mitten dahinein redet nun dieser Advents-Predigttext, in dem der Apostel Paulus zu seiner Gemeinde in Korinth sagt: Mir ist es v\u00f6llig gleichg\u00fcltig, da\u00df ich von euch beurteilt werde. Ob ich mit meiner Arbeitsleistung von euch oder einer anderen menschlichen Instanz untersucht, analysiert, verh\u00f6rt, beurteilt werde, ist mir ganz egal.<\/p>\n<p>Unertr\u00e4glich klingt das. Wenn da nicht doch anderes hinter steckt als Arroganz und die Unf\u00e4higkeit, Kritik anzunehmen. Zumal Paulus an anderer Stelle derselben Gemeinde schreibt: Er erweise sich allen in allem gef\u00e4llig (10,32).<\/p>\n<p>Ich glaube in der Tat, wir d\u00fcrfen hier Paulus nicht aus seiner eigenen \u00dcberheblichkeit verstehen. Dann w\u00e4re der Bibeltext f\u00fcr uns auch bedeutungslos. Vielmehr hat Paulus im Blick, da\u00df eine Krise bevorsteht, eine Analyse, eine Untersuchung, ein Gericht, demgegen\u00fcber alle Kritik der Gemeinde und der Menschen gleichg\u00fcltig wird, verbla\u00dft. Wie Taschenlampen, mit denen wir ein Gel\u00e4nde absuchen, wenn der Mega-Fluter eingeschaltet wird, so wird alle Kritik bedeutungslos und unscheinbar angesichts der Krise, die auf die Welt zukommt.<\/p>\n<p>Diese Zu-Kunft ist Advent.<\/p>\n<p>Man mu\u00df als Apostel, als Pfarrer, als Mitarbeiterin in der Gemeinde, als Christenmensch unter Christenmenschen nicht \u00fcberheblich werden im Bewu\u00dftsein dieses Advent, dieser Krise, in die wir gestellt werden. Nur &#8211; eine eigent\u00fcmliche Freiheit gibt das schon.<\/p>\n<p>Der Pfarrer, der es allen Leuten recht machen will, mu\u00df ich dann nicht sein. Und unser Presbyterium mu\u00df nicht alles tun, was in der Gemeinde von ihm erwartet wird. \u00dcberhaupt mu\u00df die Kirche ihre Dienstleistungen nicht einfach den Interessen der Abnehmerinnen und Abnehmer anpassen. Auf dem Markt ist der Kunde K\u00f6nig &#8211; sagt man auf dem Markt und richtet sich danach. Und manipuliert gegebenfalls auch den Kunden. In der Kirche ist nicht der Kunde K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Wir stehen vielmehr in der Krise, die von einem Anderen her auf uns zu kommt. Wir stehen schon in der Krise seines Advent. Das entzieht uns der Kritik der Kunden. Das gibt uns eine eigent\u00fcmliche Freiheit.<\/p>\n<p>(3.) Diese Freiheit gewinne ich ebenso mir selbst gegen\u00fcber. Ja auch ich beurteile mich nicht selbst &#8211; schreibt der Apostel.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re sein Wort an mich gerichtet und f\u00fcr mich. Ich denke an die Frage, die mich besetzt: Wie komme ich an als Pfarrer? Wie komme ich mit meiner Predigt an? Welchen Eindruck mache ich, wie finde ich Beifall und werde gelobt? Auch noch mit dem, was ich kritisch \u00fcber mich denke und gerade jetzt sage. Und die Frage: Wie komme ich bei mir selbst an? Wie stehe ich da mit meiner Arbeit in meinem eigenen Urteil? Diese Frage, diese Fragen &#8211; ich kann sie auf sich beruhen lassen. Das ist hier die Botschaft. Das ganze Schwanken und Hin und Her zwischen Ichst\u00e4rke und Ichschw\u00e4che. Wo ich mich einerseits abh\u00e4ngig mache: Was werden die Leute sagen? und mich andrerseits aufblase: Mir ist keiner \u00fcber.<\/p>\n<p>Ich kann mich auf mich beruhen lassen ist hier die Botschaft des Apostels.<\/p>\n<p>F\u00fcr jeden Christenmenschen gilt sie. Eine gro\u00dfe Freiheit wird mir da zugestellt. Die Freiheit von dem Zwang, mich immer zu kontrollieren: Wie wirke ich und wie komme ich an, bin ich Gewinner oder Versager?<\/p>\n<p>Denn: Der Herr richtet. Kein Andrer. Der Kunde nicht. Und ich selber auch nicht. Das eigene Gef\u00fchl, ja auch das eigene Gewissen &#8211; sie kommen hier als Richter nicht in Frage.<\/p>\n<p>Paulus schaltet sie nicht ganz aus. Er hat ja sein Gewissen befragt und ist sich nichts bewu\u00dft, was er sich vorwerfen m\u00fc\u00dfte. Aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt &#8211; schreibt er.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen, ja m\u00fcssen uns pers\u00f6nlich und im Blick auf unsere kirchliche Arbeit Kirche kritisch befragen. Warum nicht auch in einem Leitbildproze\u00df. Nur ger\u00e4t das alles hier in das Licht des Advent und seiner Krise. Auch alles Selbstbewu\u00dftsein und alle Ichst\u00e4rke geraten in das Licht dieser Krise. Sich das klar zu machen, mu\u00df wesentliches Element unserer Leitbild\u00fcberlegungen sein.<\/p>\n<p>Ein Ausleger hat geschrieben, der ichstarke Stolz des Apostels n\u00e4hre sich nicht daraus, da\u00df ihm keiner \u00fcber ist, sondern gerade daraus, da\u00df ihm einer \u00fcber ist.<\/p>\n<p>Der Herr. Der kommt mit seinem Gericht. Das ist die endg\u00fcltige Krise. Ihn erwarten, das setzt allem kritischen Management in der Kirche und aller positiven Selbstbeurteilung und Fremdbeurteilung die Grenze, jenseits derer sie bedeutungslos werden. Innerhalb dieser Grenze k\u00f6nnen und sollen wir kritisch und selbstbewu\u00dft, durchaus ichstark miteinander umgehen in der Kirche. Wir haben die Freiheit zu kritisieren und uns kritisieren zu lassen. Und uns davon doch nicht abh\u00e4ngig zu machen. Gerade weil hierbei nicht das letzte Urteil gesprochen wird. Von der letzten Entscheidung sind wir grunds\u00e4tzlich entlastet. Im kirchlichen wie im pers\u00f6nlichen Leben.<\/p>\n<p>Du kannst dich auf dich selbst beruhen lassen! Die Urteile der Leute und deine Selbstkritik, dein gekr\u00e4nkter Selbststolz, deine Selbstanklage, dein Selbstlob &#8211; la\u00df es dahingestellt sein! Der Herr kommt. Darum richtet nicht vor dem Zeitpunkt!<\/p>\n<p>(4.) Was aber wird sein, wenn er kommt? In der gro\u00dfen Krise, in die wir gestellt werden. Wenn er beurteilt. Richtet. Da wird er ans Licht bringen, was verborgen ist &#8211; sagt der Text. Das geheime Wollen unserer Herzen.<\/p>\n<p>Ich denke an die Geschichte von der Sintflut, an deren Anfang und Ende es aus Gottes Mund hei\u00dft: Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist nur b\u00f6se immerdar. Und ich denke jetzt daran, da\u00df ich auch in meinem kirchlichen Engagement so verzweifelt mich selbst suche, statt Gott und den Mitmenschen. Da\u00df unsere Kirche Selbstdarstellung betreibt und nicht Darstellung unseres Herrn und seiner Barmherzigkeit. Da\u00df wir alle S\u00fcnder sind und vor Gott keinen Ruhm haben.<\/p>\n<p>Wenn wir vor ihm stehen und nicht mehr nur vor uns selbst, was wird er dann aufdecken von unseren uns selbst verborgenen Herzensregungen! Dann spricht er das Urteil.<\/p>\n<p>Und nun das Erstaunliche: Da wird einem jedem von Gott das Lob zuteil werden. Schreibt Paulus.<\/p>\n<p>Kann es sein, da\u00df wir uns noch in einem ganz anderen Sinne nicht kennen, als wir meinen? Nicht nur hinsichtlich des B\u00f6sen in unseren Herzen, sondern erst recht im Blick auf das, was unser Teil von Gott her ist. Jedem, wirklich jedem wird da von Gott her das Lob zuteil. Auch denen, \u00fcber die wir den Stab gebrochen haben und sagen: Die intrigrieren und machen gegen uns Stimmung in der Gemeinde.<\/p>\n<p>Auch uns selbst wird Lob zuteil werden. Von Gott her. Obwohl bei uns doch so viel zu kritisieren ist.<\/p>\n<p>Unbegreiflich.<\/p>\n<p>Das Lob, weil es von Gott her kommt, macht die Krise aus. Stellt alle andere Kritik und Selbstkritik in den Schatten. Und ist begr\u00fcndet doch nicht in unseren Verdiensten, sondern in ihm, der uns loben will aus dem Reichtum seines Wohlwollens.<\/p>\n<p>Darum &#8211; verstehst du &#8211; darum kannst du getrost dich auf dich beruhen lassen. Deinen Widerwillen gegen dich selbst und deinen ma\u00dflosen Stolz auf dich selbst, auch die Kritik und das Lob der Anderen, la\u00df das alles &#8211; verstehst du &#8211; getrost auf sich beruhen und dahingestellt sein. Jetzt. In aller Freiheit. Und freu dich im Advent auf deinen Herrn. Auf unsern Herrn, der auch seiner Kirche entgegenkommt und uns loben wird nach dem Reichtum seines Wohlwollens.<\/p>\n<p>(5.) Zuletzt: Paulus sagt am Anfang unseres Textes: So soll man uns ansehen als Dienstleute Christi und \u00d6konomen der Geheimnisse Gottes.<\/p>\n<p>Die Geheimnisse Gottes &#8211; sie liegen verborgen in seiner Weisheit. Die in unsrer Welt nicht als Weisheit gilt. In der Torheit des Kreuzes. Das Geheimnis seiner Liebe liegt darin verborgen. Der Liebe, in der Gott sich uns ganz ge\u00f6ffnet, sich uns ganz gegeben hat.<\/p>\n<p>In diesem Geheimnis Gottes liegt auch das Geheimnis des Menschen. Das Geheimis von dir und mir. Hier liegt begr\u00fcndet, da\u00df in der letzten Krise unseres Lebens einer jeden und einem jeden Lob von Gott zuteil wird.<\/p>\n<p>Wie werden wir zu treuen Verwaltern der Geheimnisse Gottes? Was f\u00fcr eine \u00d6konomie gilt f\u00fcr das Geheimnis Gottes und des Menschen? Es gilt, das Geheimnis zu wahren, das Geheimnis des Menschen nicht anzutasten. In Kritik und in Selbstkritik das Geheimnis gelten zu lassen. F\u00fcr jeden Menschen. Wie f\u00fcr mich selbst. Das Geheimnis einzubringen. Wo Menschen beurteilt werden nur nach dem, was sie leisten. Wo auch die Kirche, in der Menschen arbeiten, so beurteilt wird. Wo man fast alles zur k\u00e4uflichen Ware macht und vermarktet. Auch die Menschen. Auch die Kirche. Auch das, was Menschen bilden soll an unseren Universit\u00e4ten.<\/p>\n<p>Da gilt es, das Geheimnis Gottes und des Menschen wahren: Da\u00df in der letzten Krise Gott uns Menschen lobt, weil er uns liebt &#8211; und werde Gott dar\u00fcber zum Tor in der Welt. Das Geheimnis zu wahren ist treuer apostolischer Dienst eines jeden Christenmenschen.<\/p>\n<p>Wer so lebt, lebt in aller Freiheit &#8211; im Advent.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Pastor Dr. Hans-Theodor Goebel, Im Wasserblech 1c, 51107 K\u00f6ln<\/p>\n<p>Tel. 0221 &#8211; 86 11 35, Fax: 0221 986 24 09.<\/p>\n<p>Anmerkungen zur Predigt<\/p>\n<p>Exegetisch ist der Zusammenhang mit 3,21-23 beachtet: die Freiheit derer, die &#8222;Christi sind&#8220;. Der Predigttext 1 Kor 4,1-5 hat ein Achtergewicht in Vers 5. Die &#8222;Geheimnisse Gottes&#8220; verstehe ich von den Kapiteln 1 und 2 her: die Weisheit Gottes in der Torheit des Kreuzes. Hier liegt im Geheimnis Gottes das Geheimnis des Menschen begr\u00fcndet. Der Text redet zun\u00e4chst vom Apostel und seinem Dienst (Verse 1f), ich halte ihn aber mit Klein f\u00fcr &#8222;verallgemeinerungsf\u00e4hig&#8220;.<\/p>\n<p>Systematisch: Vom Ende, von Gottes Gericht her widerf\u00e4hrt jetzt und hier Entlastung und Freiheit. Weil von Gott her Lob unbedingt widerf\u00e4hrt, kann der Christenmensch sich getrost dem Advent \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Homiletisch: Die Predigt geht ein auf den strukturellen Leitbildproze\u00df in der gegenw\u00e4rtigen Kirchensituation und auf die pers\u00f6nliche Pfarrerproblematik (Wie ich ankomme?). Weitet die Pfarrerproblematik aber aus auf die Situation des Christenmenschen \u00fcberhaupt. Das Geheimnis des Menschen wahren, ist als Konsequenz aus der eschatologischen Orientierung zu verstehen, wie in diesem Geheimnis Gottes auch seine Gerichtsentscheidung ihren Grund hat. Die gegenw\u00e4rtige Bildungskatastrophe und die Unruhe an den Universit\u00e4ten dient als Einleitung, durch die das Thema der Kundenorientierung au\u00dferkirchlich angezeigt werden soll, sie ist zugleich ein Feld, in dem es das Geheimnis des Menschen zu wahren gilt. So am Schlu\u00df der Predigt nur noch angedeutet.<\/p>\n<p>Literatur: Neben den Kommentaren von H. Conzelmann (Meyers KEK, 1969) und W. Schrage (EKK, 1991) besonders anregend: G\u00fcnter Klein in: GPM 52, 1997, 25-32.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. Advent | 14.12.1997 | 1. Kor 4,1-5 | Hans-Theodor Goebel | Predigttext\u00a01. 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