{"id":20929,"date":"1998-04-02T16:34:30","date_gmt":"1998-04-02T14:34:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20929"},"modified":"2025-03-10T16:38:04","modified_gmt":"2025-03-10T15:38:04","slug":"lukas-2333-49-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2333-49-2\/","title":{"rendered":"Lukas 23,33\u201349"},"content":{"rendered":"<h3>Karfreitag | 2. April 1999 | Lk 23,33\u201349 | Hans\u2013Gottlieb Wesenick |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>die Passion Jesu \u2013 ein musikalischer Leckerbissen und Kunstgenu\u00df? Das fragte ich mich, nachdem ich geh\u00f6rt hatte: Auff\u00fchrung \u2013 schon dieser Begriff ist bezeichnend! \u2013 also: &#8222;Auff\u00fchrung&#8220; der Matth\u00e4us\u2013Passion von J. S. Bach : 4000 Pl\u00e4tze ausverkauft, billigste Karte 70 DM.<\/p>\n<p>Wenn eine Passion gegeben wird, sind Kirchen immer ausverkauft, und ich selbst gehe auch gerne hin und sitze dazwischen, wenn die fast stets r\u00fchmenswerten Leistungen der Musiker und S\u00e4nger heftig beklatscht werden. Es ist ja \u2013 auch \u2013 ein Konzert, ein musikalisch\u2013kultureller H\u00f6hepunkt, und er ist &#8222;ausverkauft&#8220;. H\u00f6ren Sie: eine Kirche ist &#8222;ausverkauft&#8220; \u2013 wegen der &#8222;Passionsauff\u00fchrung&#8220;! Doch die Passion Jesu, wo bleibt sie? Wo ist das Evangelium, das Bach immerhin verk\u00fcndigen wollte \u2013 mit seiner Musik?<\/p>\n<p>Jesu Passion \u2013 soll sie \u2013 als Alternative \u2013 fromm und andachtsvoll betrachtet, meditiert werden? Eben haben wir hier den Worten gelauscht, mit denen der Evangelist Johannes Jesu Passion schildert, haben die Evangelienlesung am Karfreitag geh\u00f6rt. Was ist uns dabei durch den Kopf gegangen? Was hat uns dabei bewegt? Was davon nehmen wir mit von hier? Die Passion Jesu \u2013 wen interessiert sie? Wem sagt sie etwas? Wen r\u00fchrt sie an? Wer braucht sie?<\/p>\n<p>In fr\u00fcheren Jahren gab es in unserer Kirche w\u00e4hrend der Passionszeit an jedem Freitag eine Passionsandacht. Jedesmal wurde ein Abschnitt aus der Passionsgeschichte eines der vier Evangelisten vorgelesen und dazu ein besonders ausgew\u00e4hlter Bibeltext ausgelegt. Zu solchen Andachten kamen mal sechs, mal neun, mal 21 Besucher, auch mal mehr als 40, und wenn die Kantorei sang, kamen sogar doppelt so viele.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren habe ich keine Passionsandachten mehr angek\u00fcndigt. Niemand hat sie vermi\u00dft. Ein einziges Mal fragte noch jemand nach, aber das betraf unsere Terminplanung im Kreis der Mitarbeiter.<\/p>\n<p>Die Passion Jesu \u2013 gefragt und genossen allenfalls als Auff\u00fchrung, als Konzert, als musikalische Leistung engagierter Musiker, als Kl\u00e4nge und Stimmen, die uns anr\u00fchren, damit es sch\u00f6n kribbelt im Bauch? Ansonsten aber entbehrlich?<\/p>\n<p>Ich setze dagegen: die Passion Jesu ist die Verteidigung des Menschen in unserer unmenschlichen Welt! Wir k\u00f6nnen nicht menschlich miteinander leben, wenn wir Jesu Verteidung des Menschen ignorieren. So aber schildert der Evangelist Lukas sein Sterben. H\u00f6ren wir heute also auch den Evangelisten Lukas (23, 33\u201349), h\u00f6ren wir Jesu Verteidigungsrede f\u00fcr die Menschheit.<\/p>\n<p><i>Als sie kamen an die St\u00e4tte, die da hei\u00dft Sch\u00e4delst\u00e4tte, kreuzigten sie ihn dort und die \u00dcbelt\u00e4ter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: &#8222;Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!&#8220; Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum.<\/i><\/p>\n<p>Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: &#8222;Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserw\u00e4hlte Gottes.&#8220; Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: &#8222;Bist du der Juden K\u00f6nig, so hilf dir selber!&#8220;<\/p>\n<p>Es war aber \u00fcber ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden K\u00f6nig.<\/p>\n<p>Aber einer der \u00dcbelt\u00e4ter, die am Kreuz hingen, l\u00e4sterte ihn und sprach: &#8222;Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns!&#8220; Da wies ihn der andere zurecht und sprach: &#8222;Und du f\u00fcrchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.&#8220; Und er sprach: &#8222;Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst!&#8220;<\/p>\n<p>Und Jesus sprach zu ihm: &#8222;Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.&#8220;<\/p>\n<p>Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis \u00fcber das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels ri\u00df mitten entzwei. Und Jesus rief laut: &#8222;Vater, ich befehle meinen Geist in deine H\u00e4nde!&#8220; Und als er das gesagt hatte, verschied er.<\/p>\n<p>Als aber der Hauptmann sah, was da geschah, pries er Gott und sprach: &#8222;F\u00fcrwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!&#8220; Und als alles Volk, das dabei war und zuschaute, sah, was da geschah, schlugen sie sich an ihre Brust und kehrten wieder um.<\/p>\n<p>Es standen aber alle seine Bekannten von ferne, auch die Frauen, die ihm aus Galil\u00e4a nachgefolgt waren, und sahen das alles.<\/p>\n<p>Das also ist Jesu Verteidigungsrede f\u00fcr die Menschheit, wie Lukas sie berichtet, und seine Rede ist wahrscheinlich das einzig stichhaltige Pl\u00e4doyer f\u00fcr sie. Es besteht in der vollkommenen Einheit des Wortes und des Einsatzes des Verteidigers f\u00fcr die Angeklagten.<\/p>\n<p>Der erste Satz des Anwalts schl\u00e4gt das Generalthema an: &#8222;Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!&#8220; Er pl\u00e4diert also nicht auf Freispruch wegen erwiesener Unschuld. Wie k\u00f6nnte er das, wenn es sich um die Menschheit handelt!<\/p>\n<p>Er pl\u00e4diert auch nicht auf Freispruch aus Mangel an Beweisen. Denn die Beweise sind erdr\u00fcckend. Er ist ein ehrlicher Anwalt, kein gemietetes Gewissen. Deshalb beantragt er auch nicht Ber\u00fccksichtigung mildernder Umst\u00e4nde. Wir haben ja alle genug auf dem Kerbholz, hoffen aber dennoch, da\u00df uns von irgendwoher und irgendwie und irgendwann mildernde Umst\u00e4nde zugebilligt werden.<\/p>\n<p>Nein, dieser Anwalt pl\u00e4diert auf etwas, was v\u00f6llig anders ist als unsere \u00fcblichen Erwartungen und Vorkehrungen und vielleicht am ehesten einer Amnestie \u00e4hnelt: er pl\u00e4diert auf Vergebung.<\/p>\n<p>Vergebung geschieht auch in dem zweiten Wort, das Jesus spricht: &#8222;Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!&#8220; Heute \u2013 das meint keinen Tag im Kalender. Das auch, gewi\u00df, aber es meint viel mehr: Jetzt bist du frei und unbelastet, jetzt bist du deine Schuld los, jetzt hast du eine neue Unschuld. Das Paradies ist ja der Ort derer, die vor Gott in Freiheit und Freude leben, los- und freigesprochen von all ihrer Last und Schuld.<\/p>\n<p>Vergebung geschieht schlie\u00dflich in dem dritten Wort Jesu am Kreuz: &#8222;Vater, ich befehle meinen Geist in deine H\u00e4nde.&#8220; Allerdings \u2013 und das ist zum Staunen! \u2013 hat Jesus nicht f\u00fcr sich selbst um Vergebung zu bitten. Wenn wir Jesus dieses Wort nachsprechen in der Stunde unseres Sterbens, dann kann das allein auf jenes Handeln Gottes hin geschehen, das wir mit Vergebung beschreiben. Und darum ist es gut, wenn wir dies dritte Kreuzeswort auswendig wissen, by heart, wie der Engl\u00e4nder sagt. Es wird unser wichtigstes Wort sein bei unserem Abschied.<\/p>\n<p>Vollkommene Einheit, sagte ich, herrscht in jenem Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Menschheit, gehalten auf dem H\u00fcgel Golgatha, zwischen dem Wort und dem pers\u00f6nlichen Einsatz des Anwalts. Dieser Anwalt stirbt an seinem Pl\u00e4doyer! Mitten im Proze\u00df wird er vom Klienten selbst erledigt. Und merkw\u00fcrdig: Er h\u00e4lt sein Pl\u00e4doyer, obwohl ihm sein Klient dauernd das Mandat entziehen will und h\u00f6hnische Ratschl\u00e4ge gibt: &#8222;Steig herab vom Kreuz! Hilf dir selbst!&#8220;. Der Anwalt h\u00e4lt durch.<\/p>\n<p>Als Pl\u00e4doyer eben unterscheidet sich Jesu Sterben von dem Sterben so vieler Umgebrachter. Unabl\u00e4ssig werden ja Menschen umgebracht. Heute sterben sie im Kosovo. Aber auch in Kalkutta und in Rio sammelt man jeden Morgen die Leichen derer ein, die in der vergangenen Nacht starben.<\/p>\n<p>Jesu Sterben macht jenes Sterben nicht klein und gering. Im Gegenteil: es ist der Inbegriff allen m\u00e4rtyrerhaften Sterbens. Jedem Martyrium wei\u00df es sich verbunden, auch dem der &#8222;mit Recht&#8220; Verurteilten, wie wir sagen. Jesus stirbt ja mitten zwischen zwei Verbrechern.<\/p>\n<p>Aber das Sterben Jesu unterscheidet sich! Es ist ganz klar Pl\u00e4doyer. In ihm ist kein Hauch von dem, was wohl alle anderen in der Stunde ihres Todes befallen mag: &#8222;Wartet nur, ihr Qu\u00e4lgeister, ihr kommt auch einmal an die Reihe!&#8220; Nein, Jesu Sterben ist ganz und gar durchgehaltene Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Wer ist angeklagt? Mu\u00df das gefragt werden? Ja, denn so eindeutig ist es ja nicht. Es kommt auf die Perspektive an. Und wessen ist er angeklagt? Also: der Mensch ist der Kreuzigung des Menschen angeklagt. Kreuzigung ist kein Ausnahmefall.<\/p>\n<p>Wo immer wir einen Menschen &#8222;auf&#8217;s Kreuz legen&#8220;, wo immer wir ihm Schmerz oder Schaden zuf\u00fcgen oder ihn einem Gel\u00e4chter preisgeben oder wo ein Mann seine Frau erniedrigt usw., da gehen F\u00e4den, feine oder dicke, hin zur Kreuzigung Jesu. Sie ist der Inbegriff der Qual des Menschen durch den Menschen. &#8222;Wir werden alle ermordet,&#8220; sagte Ingeborg Bachmann in einem Fernsehinterview zu ihrem 40. Geburtstag. Ja, aber das hei\u00dft auch: &#8222;Wir alle ermorden.&#8220; Wie sollte es sonst so viele Ermordete geben, wenn es nicht so viele M\u00f6rder g\u00e4be?<\/p>\n<p>Jetzt m\u00fcssen wir uns mit den beiden Sch\u00e4chern besch\u00e4ftigen, die links und rechts von Jesus sterben. Der eine l\u00e4\u00dft auch in dieser letzten Stunde die Wahrheit nicht an sich herankommen. Das soll es wohl geben, da\u00df einer in seiner Lebensl\u00fcge stirbt. Es ist seine Welt, die auf Golgatha ihr Wesen zeigt: Er war wohl sein Leben lang zuhause in der Welt des Schlagens und Geschlagenwerdens \u2013 und hat selbst kr\u00e4ftig mitgeschlagen, bis man ihn endg\u00fcltig schlug. Aber jetzt mu\u00df er noch herausschreien: &#8222;Nicht meine Welt! Das ist Gottes elende Welt!&#8220;<\/p>\n<p>Der zweite Verbrecher reagiert ganz anders: &#8222;Ja, diese schreckliche Welt ist meine Welt, von mir mitgestaltet und von mir mitzuverantworten.&#8220; Wie kam ihm diese tiefe und heilsame Erkennntnis? Offenbar an diesem da, der in der Mitte h\u00e4ngt. An ihm schaute er eine andere, eine f\u00fcr ihn &#8222;neue&#8220; Welt. Vielleicht hatte er das mitgeh\u00f6rt: &#8222;Vater, vergib!&#8220; Ihm bleibt nur eine Bitte, n\u00e4mlich diese: &#8222;Jesus, gedenke an mich, wenn dein Reich Wirklichkeit wird!&#8220; Verzweiflung und Hoffnung in einem ist das, Verzweiflung an sich selbst \u2013 Hoffnung auf das andere, das Neue, das Vergebung hei\u00dft.<\/p>\n<p>Zwei M\u00e4nner \u2013 zwei M\u00f6glichkeiten. Sie werden zur Frage an uns: den Verteidiger annehmen oder ablehnen? Letzte Bitte oder letzter Trost?<\/p>\n<p>In die Welt einzutreten, in der Vergebung regiert, das mu\u00df etwas sein, liebe Gemeinde! Diese Welt hat ein anderes Gesicht als unsere: kein gnadenloses Gegen\u00fcber mehr, das einen selber gnadenlos macht und gnadenlos handeln l\u00e4\u00dft! Nein, eine trotz allem gn\u00e4dig von Gottes H\u00e4nden gehaltene Welt, was einen selber gn\u00e4dig macht \u2013 und hoffentlich hier und da auch ein wenig vern\u00fcnftiger und besonnener!<\/p>\n<p>Christus hat f\u00fcr die gebeten, die nicht wissen, was sie tun, auf da\u00df sie besser wissen, was sie getan haben und zu tun haben.<\/p>\n<p>Es ist freilich nicht so, da\u00df wir, die hier mit aller Macht Verteidigten, auch immer und ewig im Schutz dieses Alibis verharren sollen! Vergebung ist der Grund, der uns tr\u00e4gt und sogar im J\u00fcngsten Gericht tragen wird. Aber Vergebung ist kein Kissen, um sanft darauf zu ruhen. Wir k\u00f6nnten sonst dabei n\u00e4mlich in jene Tiefen und Fesselungen versinken, die Erich Fried so beschrieben hat:<\/p>\n<p><i>Nicht wissen \/ Nicht wollen \/ Nicht k\u00f6nnen \/<\/i><br \/>\nNicht wissen wollen \/ Nicht wissen k\u00f6nnen \/<br \/>\nNicht wollen k\u00f6nnen \/ Nicht k\u00f6nnen wollen \/<br \/>\nNicht k\u00f6nnen k\u00f6nnen \/ Nicht wollen wollen \/<br \/>\nNicht wissen wollen k\u00f6nnen \/ Nicht wissen k\u00f6nnen wollen \/<br \/>\nNicht wollen wollen k\u00f6nnen \/ Nicht k\u00f6nnen k\u00f6nnen wollen \/<br \/>\nUnd nichts mehr glauben.<\/p>\n<p>Jesu Gnade! Ein lebenstr\u00e4chtiger Ma\u00dfstab ist uns gegeben. Aus einer gro\u00dfen Dumpfheit sind wir erl\u00f6st.<\/p>\n<p>Am Ende bleibt die Frage: vor welcher Instanz geschieht dieser Proze\u00df? Alle sind sie da: Angeklagte massenweise, Ankl\u00e4ger massenweise, der Verteidiger \u2013 zugleich das Opfer, Zeugen, Publikum. Aber wo ist der Richter?<\/p>\n<p>Noch einmal steht vor uns eine Entscheidungsfrage: Ist solch eine Instanz \u2013 oder ist sie nicht? Sind Augen, die alles sehen \u2013 oder ist ewige Blindheit? Ist ein Denken, das alles bedenkt und alles f\u00fchlt, oder ist kein Denken und kein F\u00fchlen?<\/p>\n<p>Franz Kafka hat das Leben ja als genau solch einen Proze\u00df dargestellt. Er verl\u00e4uft in vielen Phasen, doch immer bleibt die letzte Instanz ungreifbar, immer ist sie versteckt hinter Zwischeninstanzen, immer zweideutig und furchtbar. So kann man das Leben sehen. Nein, so mu\u00df man es sehen, wenn man nicht Jesus rufen h\u00f6rt: &#8222;Vater!&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Vater!&#8220;, das gilt dem Richter. Die letzte Instanz ist also ganz in der N\u00e4he. Das blutige Schauspiel von Golgatha, alle blutigen Schauspiele, auch alle unblutigen, werden ihre Kl\u00e4rung, ihre Klarheit finden. Das Urteil wird gesprochen werden \u2013 ja, es ist schon gesprochen.<\/p>\n<p>&#8222;Vater!&#8220; ruft Jesus. &#8222;Vater&#8220; \u2013 das ist mehr als &#8222;Richter&#8220;. Der Richter schlie\u00dft nur ab. Er hat immer das Wort am Ende einer Tat oder Untat. Der Vater aber steht am Anfang. Er ist Ursprung und Liebe. Walten also Leben und Liebe \u00fcber den Sch\u00e4delst\u00e4tten dieser Welt?<\/p>\n<p>Jesus hat es geglaubt, sogar dann noch, als er am Kreuz hing, Jesus, dieser Anwalt Gottes vor den Menschen, Jesus, dieser Anwalt des Menschen vor Gott. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Pastor i. R. Hans\u2013Gottlieb Wesenick, Stauffenbergring 33, 37075 G\u00f6ttingen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karfreitag | 2. April 1999 | Lk 23,33\u201349 | Hans\u2013Gottlieb Wesenick | Liebe Gemeinde, die Passion Jesu \u2013 ein musikalischer Leckerbissen und Kunstgenu\u00df? 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