{"id":20953,"date":"1998-01-06T08:43:21","date_gmt":"1998-01-06T07:43:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=20953"},"modified":"2025-03-11T08:46:50","modified_gmt":"2025-03-11T07:46:50","slug":"epheser-32-3a-5-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/epheser-32-3a-5-6\/","title":{"rendered":"Epheser 3,2\u20133a.5\u20136"},"content":{"rendered":"<h3>Epiphanias | 6.1.1998 | Eph 3,2\u20133a.5\u20136 | Notger Slenczka |<\/h3>\n<p>Vorbemerkung:<\/p>\n<p>Die Entscheidung der f\u00fcr die Perikopeneinteilung Verantwortlichen, V. 3b und 4 wegzulassen, ist zwar nachvollziehbar, macht aber den Zusammenhang von v. 3 und 5 unverst\u00e4ndlich: Ohne v. 3b \/ 4 klingt der v. 2\/3a wie ein ma\u00dfloser Anspruch und bleibt das &#8218;Geheimnis&#8216; inhaltlich leer, w\u00e4hrend der Verfasser des Briefes doch in v. 3b\/4 auf den vorangehenden Text, die Kapitel 1 und 2 verweist, in denen er das &#8218;Geheimnis&#8216; entfaltet und erkl\u00e4rt hat und in denen die Leser des Briefes \u00fcberpr\u00fcfen k\u00f6nnen, inwieweit der Verfasser Einsicht in dieses Geheimnis hat. Ich schlage vor, die Verse mitzulesen und vor der Verlesung des Textes die ersten beiden Kapitel des Briefes auf ihr Zentrum hin knapp zu res\u00fcmieren. Einen Vorschlag f\u00fcr das Res\u00fcmee finden Sie hier:<\/p>\n<p>Res\u00fcmee Epheser 1+2<\/p>\n<p>Um ein Geheimnis geht es im Epheserbrief. Um ein Geheimnis, um die bisher verborgene und nun aufgedeckte Antwort auf die Frage, was denn nun eigentlich das Zentrum der Wirklichkeit ist, was die Weit und die Geschichte im Innersten zusammenh\u00e4lt, worauf es mit uns und mit der Welt hinauslaufen soll. Und der Verfasser des Briefes stellt in den ersten beiden Kapiteln dar, da\u00df Christus die verborgene Mitte der Wirklichkeit ist, da\u00df alles auf ihn hin geschaffen wurde, da\u00df er \u00fcber alles herrscht und alles ihm unterworfen ist, da\u00df sich sozusagen die Welt &#8211; ohne es zu wissen &#8211; um Christus als Mitte der Welt dreht: Das Chaos von Herren und M\u00e4chten, das die Christen erleben, hat einen wahren Herrn, der \u00fcber alles regiert und sich alles unterwerfen wird &#8211; das ist Christus. Das ist das eine. Und das andere: Er will der Gemeinde einsch\u00e4rfen, da\u00df sie, da\u00df jeder einzelne Christ zu diesem Zentrum der Wirklichkeit geh\u00f6rt. Die Christen geh\u00f6ren zu diesem verborgenen, geheimen Zentrum der Welt und nicht zu allen m\u00f6glichen M\u00e4chten, die Unterwerfung und Anerkennung fordern. Die Freudenbotschaft insbesondere f\u00fcr die Nichtjuden in der Gemeinde: Sie sind in die Geschichte Gottes mit der Menschheit einbezogen. Gott hat mit dem j\u00fcdischen Volk einen Bund geschlossen, einen Bund der Hoffnung auf den Messias, der in Jesus von Nazareth erschienen ist; und nun nimmt er die Heiden in diesen Bund mit hinein, schlie\u00dft Juden und Heiden zusammen zu einem Leib Christi und setzt so nach und nach die Herrschaft Christi \u00fcber alle Wirklichkeit durch, bis ihm alles unterworfen sein wird.<\/p>\n<p>Und diese zwei Kapitel schlie\u00dft der Verfasser des Briefes ab mit den Worten, die unser heutiger Predigttext sind: (es folgt der Predigttext).<\/p>\n<p>Predigt<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Ein Geheimnis. Nicht verraten, was es ist, es f\u00fcr sich behalten, nur gerade einmal andeuten, da\u00df es ein Geheimnis gibt &#8211; &#8218;ich habe ein Weihnachtsgeschenk f\u00fcr dich gekauft, rate mal, was &#8230;\u2018 &#8211; aber es dann f\u00fcr sich behalten. Zu Weihnachten eine Art Spiel; sch\u00f6n ist es, ein solches Geheimnis zu haben und zu bewahren, wunderbar ist es, als Kind vor einem solchen Geheimnis zu stehen. Vorfreude, Spannung, kleine Versuche, es doch herauszubringen, was da wohl auf dem Gabentisch liegen wird. Und alle m\u00fcssen es mitspielen: Kinder, die sich f\u00fcr ihre Geschenke nicht interessieren oder anfangen, heimlich in den verbotenen Schr\u00e4nken zu st\u00f6bern und vor der Zeit das Geheimnis l\u00fcften, sind Spielverderber, ebenso die Eltern, die dem Dr\u00e4ngen nachgeben und schon vor Weihnachten verraten, was es dieses Jahr gibt. Denn diese Geheimnisse leben davon, da\u00df man nicht wei\u00df, was das Geschenk ist &#8211; und sobald man es wei\u00df, und das Geschenk vor einem auf dem Gabentisch oder unter dem Baum liegt, ist es kein Geheimnis mehr. Denn nun wei\u00df ich es ja, ich habe es vor mir &#8211; ein paar Tage liegt es noch im Weihnachtszimmer &#8211; und dann wird das Geschenk ganz normal in das allt\u00e4gliche Leben eingef\u00fcgt. War es ein Spielzeugauto, so wandert es zu den anderen Spielsachen, waren es Manschettenkn\u00f6pfe, so werden sie ans Hemd gesteckt, war es ein Schreibger\u00e4t, so wird es zum Schreiben verwendet &#8211; aber alles hat kein Geheimnis mehr, sondern nun ist es ja heraus, was es ist. Ein Geheimnis war es nur so lange, wie ich nicht wu\u00dfte, was da auf mich zukam.<\/p>\n<p>Von einem solchen Geheimnis redet der Verfasser des Epheserbriefes offenbar nicht. Zwei Kapitel lang hat er der Gemeinde erkl\u00e4rt, worin das Geheimnis besteht, er beh\u00e4lt es gerade nicht f\u00fcr sich, sondern er breitet es aus: &#8222;Durch Offenbarung ist mir das Geheimnis kundgemacht worden, wie ich eben auf&#8217;s K\u00fcrzeste geschrieben habe, und wenn ihr&#8217;s lest (was ich geschrieben habe) k\u00f6nnt ihr meine Einsicht in das Geheimnis Christi erkennen.&#8220; Alles ausgeplaudert &#8211; und doch bleibt es ein Geheimnis. Alle haben es erfahren &#8211; und doch spricht der Verfasser des Briefes weiter davon, da\u00df es sich um ein Geheimnis handelt.<\/p>\n<p>Solche Geheimnisse kennen wir auch: Sie haben sicher schon einmal 3-D-Bilder gesehen: Bilder mit einem lebhaften, relativ gleichm\u00e4ssigen Muster, auf den ersten Blick ganz nett, aber nicht weiter auff\u00e4llig. Wenn Sie diese Bilder ansehen und die Augen so einstellen, als w\u00fcrden Sie durch die Bilder hindurch in die Ferne sehen, dann erkennen Sie pl\u00f6tzlich mitten im Bild eine dreidimensionale Figur, die sich aus der Buntheit. des Musters bildet und vor Ihnen steht. Mitten in diesem Bild liegt eine dreidimensionale Figur verborgen, ein Schiff, oder eine Rose, oder ein Krug oder viel kompliziertere Figuren. Verborgen in dem Bild &#8211; ein Geheimnis. Dieses Geheimnis bleibt ein Geheimnis, auch wenn Ihnen jemand verr\u00e4t, was es da zu sehen gibt. Es n\u00fctzt Ihnen gar nichts, nur zu\u00a0<i>wissen<\/i>, da\u00df da ein Schiff oder ein Krug oder eine Rose verborgen ist: Sie m\u00fcssen dieses Schiff oder den Krug oder die Rose selbst sehen, sonst sind Sie nicht hinter das Geheimnis gekommen. Erst wenn Sie es selbst sehen, wenn Sie nach vielen Versuchen die Augen richtig eingestellt haben und sehen, wie sich das regelm\u00e4ssige Muster pl\u00f6tzlich zusammenf\u00fcgt zu einer dreidimensionalen Figur, erst dann haben Sie das Geheimnis gel\u00fcftet und sehen und verstehen es.<\/p>\n<p>Und dieses Geheimnis verliert nichts von seinem Reiz. Man kann es immer wieder entdecken, denn immer wieder verbirgt es sich hinter dem fl\u00e4chigen Muster, und immer wieder stehen Sie vor der Aufgabe, das Bild richtig anzusehen, um die Figur in diesem Bild zu entdecken, den Krug oder das Schiff oder die Rose oder was immer. Und immer wieder hat das Entdecken seinen Reiz, immer wieder freue ich mich am Erfassen des Zentrums dieses Musters, Es ist ein Geheimnis, das man nicht eigentlich verraten kann, das man nicht eigentlich entwerten kann, indem man\u00a0<i>sagt<\/i>, was es da zu sehen gibt. Es kommt nicht darauf an, zu\u00a0<i>wissen<\/i>, da\u00df da ein Krug oder ein Schiff oder eine Rose verborgen ist, sondern es kommt darauf an, sie selbst zu sehen. Dabei kann man sich helfen lassen. Ich habe lange gebraucht, bis ich 3-D-Bilder sehen konnte,mir hat mein Bruder mit viel Geduld beigebracht, wie ich die Augen ausrichten mu\u00df, um etwas zu sehen.<\/p>\n<p>Der Verfasser des Epheserbriefes steht in diesem Brief mit der Gemeinde sozusagen vor einem3-D-Bild. Das Bild ist die ganze Wirklichkeit, die Welt, die alle sehen, unser ganzes Leben, unsere Geschichte die Gesellschaft, die uns umgibt, unsere Familien, die Kirchen und Gemeinden, die politischen Verh\u00e4ltnisse, die sozialen Konflikte &#8211; alles. Und der Verfasser des Briefes verr\u00e4t der Gemeinde sozusagen, was es in diesem Bild zu sehen gibt, er verr\u00e4t die Figur, die man in diesem Bild erkennen kann: Diese Figur, die in aller Wirklichkeit lebt und auf die alle Wirklichkeit, die ganze Welt ausgerichtet ist, ist Christus, Das sieht auch der Verfasser des Briefes nicht auf Anhieb. Ihm ist es offenbart worden, wie er schreibt, er hat es mit Hilfe Gottes pl\u00f6tzlich und unwiderleglich erfa\u00dft und gesehen: Da, im Zentrum des verwirrenden Musters der Welt, im Zentrum des chaotischen Geschichtsverlaufes, und \u00fcber allen M\u00e4chten und Gewalten, die uns beherrschen wollen und die unsere Verehrung verlangen &#8211; \u00fcber alledem herrscht in der Mitte der Wirklichkeit Christus. Auf ihn ist alles ausgerichtet.<\/p>\n<p>Schwer erkennbar. Denn diese Wirklichkeit, die wir alle sehen und erfassen &#8211; das Muster des Bildes sozusagen &#8211; gibt das nicht ohne weiteres zu erkennen. Mehr: Wer das Bild, wer die Wirklichkeit nur so ansieht, der erkennt darin alles andere als Christus. Das f\u00e4ngt damit an, da\u00df der Verfasser des Briefes im Gef\u00e4ngnis sitzt, weil er Christus gepredigt hat und behauptet hat, da\u00df\u00a0<i>er<\/i>, Christus, der Herr der Welt ist &#8211; der da behauptet, die Wirklichkeit durchschaut zu haben, sitzt im Gef\u00e4ngnis. Und um uns herum sp\u00fcren wir von der Herrschaft Christi so wenig wie die Christen damals in Ephesus: Wo sehen wir etwas von der Herrschaft Christi \u00fcber alle Gewalten, wenn wir sehen, da\u00df Krieg und B\u00fcrgerkrieg in der Welt herrschen und nicht etwa die Liebe, sondern die Gewalt sich durchsetzt. Wo sehen wir etwas von Christus und seinem Sieg \u00fcber den Tod, wenn wir doch sehen, da\u00df Menschen, Angeh\u00f6rige Freunde, Arbeitskollegen, erkranken, t\u00f6dlich erkranken, mitten aus dem Leben und aus unseren Familien gerissen werden &#8211; wo ist da der Sieg Christi \u00fcber den Tod? Wo sehen wir etwas von Christus und seiner Herrschaft, wenn wir immer wieder merken, da\u00df wir es nicht schaffen, uns anderen Menschen zuzuwenden, sie zu lieben, ihnen ein N\u00e4chster zu sein, ihnen zu helfen, zu vergeben, ihnen nachzugehen. Wo sehen wir etwas von seiner Herrschaft, wenn wir unsere Familien ansehen, in denen es kriselt, wenn wir sehen, da\u00df unser Nachbar arbeitslos wird, da\u00df unser Freund mit dem Leben nicht zurechtkommt und zu trinken beginnt, wenn wir sehen, da\u00df die Ehen von Angeh\u00f6rigen zerbrechen. Wir stehen sozusagen vor dem Muster des Bildes und sehen von Christus und seiner Herrschaft nichts.<\/p>\n<p>&#8222;Jetzt ist es offenbart den heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist&#8220;, so schreibt der Verfasser des Briefes. Ich sehe es, sagt er. Ich sehe es, die vom heiligen Geist ergriffenen Propheten sehen es: Mitten in diesem verwirrenden Muster, mitten in diesem Chaos voll M\u00e4chten und Herrschaften, von Schuld und Versagen, von Blut und Tod &#8211; mitten darin steht Christus als das Zentrum, das alles beherrscht und alles durchdringt und sich gegen alle andere Wirklichkeit durchsetzen wird. Alle andere Wirklichkeit hat ihr Recht verloren, wird besiegt werden, wird \u00fcberwunden werden, unser Leiden und unsere Schuld, unser Versagen und unser Scheitern, unsere Krankheit und unser Tod wird eingef\u00fcgt in Christus und \u00fcberwunden von ihm.<\/p>\n<p>Na ja, mag da ein Christ aus Ephesus gesagt haben, aber was bringt mir das? Was bringt es mir, das zu wissen, wenn ich es nicht selbst sehe? Was bringt es mir zu wissen, da\u00df da Christus auch diese Wirklichkeit unter seiner Herrschaft h\u00e4lt und \u00fcber sie regiert, wenn mir nur die Apostel und die Propheten davon erz\u00e4hlen, ich selbst es aber nicht sehen kann, ich ihnen glauben mu\u00df, ihrem Wort vertrauen mu\u00df, wenn ich dieses Bild in der Mitte aller Wirklichkeit nicht selbst sehen kann? &#8222;Jetzt ist es den Aposteln und Propheten offenbart durch den Geist; n\u00e4mlich da\u00df die Heiden Miterben sind und zu seinem Leib geh\u00f6ren und Mitgenossen der Verhei\u00dfung in Christus Jesus sind durch das Evangelium.&#8220; (v. 6)<\/p>\n<p>Ein komplizierter Satz mit\u00a0<i>einem<\/i>\u00a0Zentrum: Ihr geh\u00f6rt zu diesem Zentrum der Wirklichkeit, zu dieser Gestalt Christi, die sich in der Mitte des undurchschaubaren Musters der Welt erhebt. Ihr, die ihr behauptet, da\u00df ihr die Welt nicht versteht und das Zentrum der Wirklichkeit nicht sehen k\u00f6nnt, seid ein Teil dieses Zentrums. In euch gewinnt Christus Gestalt, in euch Christen, in mir, dem Verfasser dieses Briefes, in euch beginnt die Herrschaft Christi in der Welt. Denn das bedeutet Christsein: zu leben aus dem verborgenen Zentrum der Wirklichkeit. F\u00fcr den Verfasser des Briefes hei\u00dft das: In der Gefangenschaft nicht zu verzagen, nicht zu verbittern, sondern Zeugnis davon abzulegen, da\u00df der Ha\u00df die Liebe nicht \u00fcberwinden kann, sondern da\u00df die M\u00e4chte, die gegen Christus stehen, von ihm \u00fcberwunden werden. F\u00fcr uns, wenn uns Unrecht geschieht, wenn andere uns zu tragen geben, wenn n\u00e4chste Angeh\u00f6rige uns verletzen, hei\u00dft das: uns nicht dem Muster der Wirklichkeit zu unterwerfen und Gleiches mit Gleichem, B\u00f6ses mit B\u00f6sem zu vergelten, sondern zu lieben, wo man ha\u00dft, nachzugehen, wo sich jemand abwendet, auszuhalten, wo jemand unertr\u00e4glich wird. F\u00fcr uns, wenn wir krank werden, wenn es ans Sterben geht: Uns darauf zu verlassen, da\u00df auch \u00fcber diese Wirklichkeit der Krankheit und des Todes noch Christus herrscht, da\u00df auch in diese Finsternis noch sein Licht einbrechen wird, und da\u00df wir auch in dieser Dunkelheit verborgen und geheimnisvoll von ihm gef\u00fchrt und getragen werden.<\/p>\n<p>Nicht wahr, wenn wir so leben k\u00f6nnten, so aus dem Zentrum der Wirklichkeit heraus leben k\u00f6nnten und Zeugnis daf\u00fcr ablegen k\u00f6nnten, da\u00df\u00a0<i>Christus<\/i>\u00a0die Mitte und der Herr der Wirklichkeit ist &#8211; dann w\u00fcrden in der Tat vielleicht andere Menschen in uns, in unserem Leben einen Moment lang den Sinn der Wirklichkeit, die verborgene Mitte, das dreidimensionale Bild im wirren Muster erfassen. Und zuweilen sehen wir es selbst auch, diese Mitte, wenn sich uns unerwartet und liebevoll ein anderer Mensch zuwendet und wir durch ihn diese Mitte der Wirklichkeit erfahren.<\/p>\n<p>Bruchst\u00fcckweise. Nur einen Moment lang. Aber zu diesem Zentrum geh\u00f6ren wir. Es ist uns zugesagt, da\u00df wir dazugeh\u00f6ren, da\u00df wir unter dem Gesetz dieses Zentrums, unter dem Gesetz Christi stehen und nicht zu dem verwirrenden Muster der alten Wirklichkeit geh\u00f6ren. Es ist uns zugesagt, da\u00df dieses Gesetz Christi uns ergreifen wird und da\u00df Christus sich in uns darstellen wird als Zentrum der Wirklichkeit. Das k\u00f6nnen wir eigentlich nicht machen. Sondern da ergreift uns dieses Zentrum aller Wirklichkeit und f\u00fcgt uns sich ein. Der Epheserbrief spricht an einer Stelle davon, da\u00df wir sein, Gottes Werk sind, \u201ageschaffen zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, da\u00df wir darin wandeln sollen&#8216;. Wir werden darauf gesto\u00dfen, dazu gedr\u00e4ngt, da\u00df wir die Momente sehen, in denen wir die Gestalt Christi im Zentrum der Wirklichkeit darstellen sollen, in denen nicht wir, sondern andere durch uns Christus im Zentrum der Wirklichkeit erfassen und bruchst\u00fcckweise, einen Moment lang das Zentrum der Wirklichkeit, die Liebe Christi, wie einen Lichtstrahl durch Wolken hindurch sp\u00fcren. Dazu gebe Gott uns die offenen Augen und das schenkende Herz.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p>Dr. Notger Slenczka, G\u00f6ttingen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Epiphanias | 6.1.1998 | Eph 3,2\u20133a.5\u20136 | Notger Slenczka | Vorbemerkung: Die Entscheidung der f\u00fcr die Perikopeneinteilung Verantwortlichen, V. 3b und 4 wegzulassen, ist zwar nachvollziehbar, macht aber den Zusammenhang von v. 3 und 5 unverst\u00e4ndlich: Ohne v. 3b \/ 4 klingt der v. 2\/3a wie ein ma\u00dfloser Anspruch und bleibt das &#8218;Geheimnis&#8216; inhaltlich leer, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":20660,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[45,727,157,853,114,551,932,349,3,1541,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-20953","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-epheser","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-epiphanias","category-kapitel-03-chapter-03-epheser","category-kasus","category-nt","category-notger-slenczka","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20953"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20953\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":20954,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20953\/revisions\/20954"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/20660"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20953"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20953"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20953"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=20953"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=20953"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=20953"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=20953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}