{"id":21004,"date":"1998-06-12T08:29:35","date_gmt":"1998-06-12T06:29:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21004"},"modified":"2025-03-12T08:30:55","modified_gmt":"2025-03-12T07:30:55","slug":"predigtreihe-zum-vaterunser-5-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/predigtreihe-zum-vaterunser-5-teil\/","title":{"rendered":"Predigtreihe zum Vaterunser 5. Teil"},"content":{"rendered":"<h3>&#8222;Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern&#8220; | Predigtreihe zum Vaterunser 5. Teil | 28. Juni 1998 | Klaus Schwarzw\u00e4ller |<\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde:<\/p>\n<p>Immer noch drosseln die Z\u00fcge das Tempo, wenn sie Eschede passieren. Man sieht die eingest\u00fcrzte Br\u00fccke und westlich von den Gleisen auf dem freien Feld immer noch ein Areal mit wei\u00df-rotem Plastik-Band abgegrenzt und auf ihm die letzten Tr\u00fcmmer des zerfetzten ICE &#8222;Konrad R\u00f6ntgen&#8220;. Und nicht nur bei den Betroffenen ist die Frage noch l\u00e4ngst nicht zur Ruhe gekommen: Wie war das m\u00f6glich? Und: Warum? WARUM? Fragen ohne Antwort oder zumindest ohne befriedigende Antwort. Und von Anfang verband sich mit ihnen eine weitere, und sie hat die Medien ausf\u00fchrlich bewegt: Wer ist schuld an dieser Katastrophe?<\/p>\n<p>Je weiter Aufr\u00e4umung und Aufkl\u00e4rung vorankamen, desto deutlicher wurde: Offensichtlich ist niemand schuld. Weder Terroristen noch dumme Jungs, weder ein d\u00f6sender Lokomotivf\u00fchrer noch ein fahrl\u00e4ssiger Stellwerkbeamter, weder ein von der Br\u00fccke schleuderndes Auto noch ein bei der Inspektion schlurendes Bahnbetriebswerk. Es zeigte sich zugleich, da\u00df das technische Risiko es durchaus zulie\u00df, auf eine st\u00e4ndige elektronische \u00dcberwachung der R\u00e4der zu verzichten; denn weder theoretisch noch aufgrund der bisherigen Erfahrungen, so h\u00f6ren wir, war mit einem Radbruch zu rechnen. Nein, die Katastrophe hatte sich &#8222;einfach so&#8220; ereignet. Im \u00fcblichen Jargon geredet: Das &#8211; nat\u00fcrlich &#8222;minimale&#8220;! &#8211; &#8222;Restrisiko&#8220; hatte sich realisiert, und das lediglich kraft seiner theoretisch-statistischen M\u00f6glichkeit. Der sogenannte &#8222;St\u00f6rfall&#8220; war eingetreten. Und niemand hatte schuld.<\/p>\n<p>Auch der Lokf\u00fchrer nicht. Weder subjektiv noch objektiv trifft ihn ein Vorwurf. Doch ich werde die Frage nicht los, wie es ihm gehen mag? Denn er ist in die Katastrophe hineinverwoben und damit faktisch beteiligt; das aber kann man nicht abstreifen wie einen fleckigen Kittel. Ich versuche mir vorzustellen, wie ich mich an seiner Stelle f\u00fchlen w\u00fcrde &#8211; und wieviele qu\u00e4lende &#8222;H\u00e4tte&#8230;!&#8220; und &#8222;Wenn nur&#8230;!&#8220; und &#8222;W\u00e4re nicht doch&#8230;?!&#8220; ihm seither Kopf und Herz zerfressen m\u00f6gen. Er ist nicht schuld, er schon gar nicht. Niemand ist schuld. Aber es mu\u00df doch irgendjemand die Schuld haben! Wenn n\u00e4mlich niemand schuld ist an dieser Katastrophe, dann &#8211; ja, dann kam sie aus blindem Ungef\u00e4hr, &#8222;einfach so&#8220;, war sie blo\u00dfes dunkles Schicksal oder auch d\u00e4monisches W\u00fcrfeln. Dann ist auf nichts mehr Verla\u00df; dann sind wir vielmehr preisgegeben ins Unabsehbare. Und also wird nach Schuldigen gesucht, und m\u00fcssen sie gefunden werden.<\/p>\n<p>Ich werde den Eindruck nicht los, das alles sei f\u00fcr unsere Situation typisch. Es geschehen Sch\u00e4den, Unf\u00e4lle, Ungerechtigkeiten, ja Katastrophen, und niemand ist schuld. Wenn aber jemand schuld ist &#8211; mit fortschreitender Technisierung und Verflechtung des Lebens treten die Folgen einer auch nur geringen Schuld in ein immer beklemmenderes Unverh\u00e4ltnis zur Ursache. Und das nicht nur beim falsch reagierenden Jumbo-Piloten oder achtlosen Schwei\u00dfer der Naht eines Reaktor-Mantels, sondern auch etwa beim falschen \u00dcberholen oder beim Pfusch am Bau: Auch kleine Versehen oder unbedeutende Fehler haben zunehmend katastrophische Folgen. Wo jedoch Verschulden und Auswirkungen in einsehbarem Verh\u00e4ltnis stehen, da bewegen wir uns weithin entweder im Bereich des Kriminellen, oder &#8211; wir k\u00f6nnen uns zur\u00fccklehnen: &#8222;Das regelt meine Versicherung.&#8220; bzw. &#8222;Da kann man sowieso nichts machen.&#8220; Zudem werden wir immer wieder &#8211; wie der Lokf\u00fchrer &#8211; in Schuldzusammenh\u00e4nge hineingezogen allein, weil wir gerade waren, wo wir waren.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft: Pers\u00f6nliche Schuld, die fr\u00fchere Geschlechter bis in Angsttr\u00e4ume hinein belastete, wurde beil\u00e4ufig. An ihre Stelle treten immer mehr \u00fcberpers\u00f6nliche und oft anonyme Schuldzusammenh\u00e4nge, in die wir uns hineinverwickelt finden &#8211; ungefragt, ungewollt, oft genug ohne irgendein eigenes Tun wie z.B. bei der Vergiftung von B\u00f6den und Grundwasser oder bei Krawallen im Ausland durch Schl\u00e4gerhorden des eigenen Landes. Sind wir aber durch eigenes Verschulden in sie verstrickt, so stehen wir angesichts der oft aberwitzigen Dimensionen der Folgen aufgrund der allgemeinen Vernetzung mit g\u00e4nzlich Anderem; stehen wir also nachgerade unter dem Zwang, unsere Schuld zu leugnen, zu verdr\u00e4ngen, kleinzureden &#8211; tun wir&#8217;s nicht, erdr\u00fccken uns die Folgen in ihrer \u00fcberfordernden Ma\u00dflosigkeit. Dar\u00fcber wurde Schuld unpers\u00f6nlich; an ihre Stelle traten &#8222;St\u00f6rfall&#8220;, &#8222;Restrisiko&#8220;, &#8222;Unfall&#8220;, &#8222;Zufall&#8220; oder auch &#8222;Gef\u00e4hrdungshaftung&#8220;. Als pers\u00f6nliche Schuld ist sie weithin reduziert auf den privaten Bereich; doch hier verk\u00fcmmert bekanntlich, was \u00f6ffentlich Ort und Bedeutung verlor. \u00dcbertreibe ich, wenn ich sage, da\u00df wir dabei sind, eine Gesellschaft ohne Schuld zu werden?<\/p>\n<p>Sind wir es aber, so befinden wir uns umfassend in der Situation von Eschede: Der Zufall waltet in seiner Unabsehbarkeit. Da\u00df etwas passiert, wann es passiert und wo, wieso, woraufhin und insbesondere: warum &#8211; niemand wei\u00df es, und niemand kann es sagen; mit der Schuld verschwand auch der benennbare Grund. Nun kommt es eben, wie es kommt. Und m\u00f6gliche eigene Schuld verschwimmt dabei, geht auf in den allgemeinen Abl\u00e4ufen. Sie mu\u00df mich nicht l\u00e4nger belasten; es ist in der Tat realistisch zu sagen: &#8222;H\u00e4tte ich&#8217;s nicht getan, dann h\u00e4tte es ein Anderer gemacht.&#8220;<\/p>\n<p>Die F\u00fcnfte Bitte des Vaterunsers aber wurde dar\u00fcber \u00fcberfl\u00fcssig. Wie \u00fcberhaupt uns das Evangelium und mit diesem unsere Gebete und somit auch das Vaterunser gleichsam von innen her zergehen, ja geradezu abhanden kommen, irgendwie abhanden kommen. Unser Herz, unser Leben, unsere Welt, sie sind \u00fcberwiegend durch Andersartiges bestimmt. \u00dcbrig bleibt das ungute Gef\u00fchl, da\u00df wir etwas Wichtiges, ja etwas Gro\u00dfes verloren haben; ein Gef\u00fchl, das gelegentlich zu etwas krampfhaften Reaktionen verleitet. Denn wenn wir das Vaterunser nicht mehr wirklich beten k\u00f6nnen &#8211;<\/p>\n<p>Doch nicht Wehklagen ist angesagt. Uns wurde das Vaterunser geschenkt, da\u00df wir es beten. Und k\u00f6nnen wir es vielleicht auch nicht &#8211; mehr &#8211; beten, so k\u00f6nnen wir es wenigstens lesen. Tun wir das eigentlich? Es einfach lesen &#8211; es lesen und wieder lesen, &#8222;einfach so&#8220; vor uns hin, m\u00f6glicherweise halblaut; es lesen, bis da\u00df es uns einf\u00e4ngt, uns sammelt und uns die Welt neu aufschlie\u00dft. &#8211; Ich wei\u00df, wovon ich rede. Mir ist dabei insbesondere dreierlei aufgegangen:<\/p>\n<p>Zum einen: Paulus leuchtet mir immer mehr ein, wenn er schreibt: &#8222;Wir wissen nicht, was wir beten sollen&#8220; (Rm. 8,26), nicht nur nicht, &#8222;wie sich&#8217;s geb\u00fchret&#8220;, sondern \u00fcberhaupt &#8211; unser Alltag mit seinen Gesetzen verl\u00e4uft wie jenseits aller Gebete, aller M\u00f6glichkeiten zum Gebet \u00fcberhaupt. Da sind wir geradezu darauf angewiesen, da\u00df uns Gebetsworte vorgegeben, da\u00df uns ein wirkliches Gebet geschenkt werde. Und mit der Annahme dieses Geschenks ist es, wie wenn ein Vorhang weggezogen w\u00fcrde: Eine neue Landschaft, ja geradezu einen neue Welt tut sich auf. Eine Welt, die ungewohnt ist bis zur Fremdheit: In ihr kommt Schuld ganz selbstverst\u00e4ndlich vor, mehr noch, in ihr ist sie eine bedr\u00fcckende, eine niederdr\u00fcckende Realit\u00e4t. Mein erster Reflex: So lange und so elend hat die Christenheit mit der Schuld Schindluder getrieben, so undifferenziert und so einseitig hat sie alles auf sie bezogen, da\u00df ich es von mir weise, mich hierauf einzulassen! Doch dar\u00fcber steigt die Frage in mir auf: Und wie, wenn nicht nur Unabsehbarkeit und Unbest\u00e4ndigkeit unserer Lebenswelt, sondern auch ihre K\u00e4lte und Armut, ihre Unmenschlichkeit und brutale Gleichg\u00fcltigkeit daraus erwachsen, da\u00df uns die Schuld abhanden kam? Wie, wenn gerade das unsere Last w\u00e4re, da\u00df Schuld von uns nicht mehr erlebt wird? So da\u00df wir also mit dieser Bitte \u00fcberhaupt erst wirklich ins Leben k\u00e4men?<\/p>\n<p>Fragen &#8211; und auf einmal wird mir diese neue Welt durchsichtig: Wo keine Schuld, da auch keine absehbaren Zusammenh\u00e4nge &#8211; siehe Eschede. Wo keine Schuld, da auch keine S\u00fchne noch Vers\u00f6hnung. Wo keine Schuld, da auch keine Verantwortung. Wo keine Schuld, da keine Entschuldigung. Wo keine Schuld, da keine Vergebung. Wo keine Schuld, da keine &#8211; Liebe. Liebe n\u00e4mlich wird schuldig: Sie kann sich vom eigenen Verschulden nicht zur\u00fcckziehen. Und sie kann nicht weiterschieben &#8211; das macht sie ja aus, da\u00df sie sich schenkt, schenkt mit allem, was sie hat, und darum sich nicht entzieht in dem, was ihr fehlt oder sie verfehlt. Liebe steht zur Schuld, nimmt sie auf sich, tr\u00e4gt sie; alle jene Fragen und Unruhe und auch Zorn und Resignation, die hier aufkommen, zieht sie auf sich und l\u00e4\u00dft sie damit zur Ruhe kommen. Wo einer die eigene Schuld eingesteht, wird das Leben den anonymen M\u00e4chten des Zufalls und der K\u00e4lte des Unpers\u00f6nlichen entzogen und damit menschlich &#8211; menschlich selbst dann, wenn Unmenschen hieraufhin nichts Gemeineres zu tun wissen, als hineinzustechen oder mit Fingern zu zeigen. Menschlich bereits darum, weil mit dem Schuldbekenntnis ein Mensch es gewagt hat, hinter der Mauer der &#8211; stets auch vorhandenen &#8211; schicksalhaften Zusammenh\u00e4nge hervorzukommen und sich schutzlos als Mensch zu outen.<\/p>\n<p>Zum zweiten sto\u00dfe ich darauf, da\u00df erkannte, da\u00df eingestandene Schuld, wie gro\u00df oder gering auch immer; da\u00df also meine Schuld, zu der ich stehe, wiegt. Sie hat Gewicht. Diesem Gewicht kann ich mich nicht entziehen, ohne mich zu bel\u00fcgen und meine Menschlichkeit zu verleugnen. So bleibt sie als eine Last &#8211; meine Last! Ob ich&#8217;s auch anders meinte, besser wollte, lautere Absichten verfolgte, wom\u00f6glich irregeleitet oder selber get\u00e4uscht wurde &#8211; nun liegt es auf mir, auf mir als, wie es in der alten lateinischen Liturgie hei\u00dft, mea maxima culpa, als meine \u00fcbergro\u00dfe Schuld. Sie ist Faktum und Teil meiner Biographie geworden, wie alle meine Taten und alle meine Tage Fakten sind und Teil meiner Biographie. Es steht nicht in meiner Macht, sie wegzuradieren. Und wo ich&#8217;s versuchte &#8211; wir haben jene unw\u00fcrdigen, ja widerlichen Schauspiele im Ged\u00e4chtnis, wo Politiker \u00fcber Monate sich \u00f6ffentlich um ihre Vergangenheit und ihre Schuld zu dr\u00fccken bem\u00fchten. Wir haben vor Augen: Ein Weg, sie nicht loszuwerden, sondern festzuschreiben, ist das Verleugnen und Verdr\u00e4ngen!<\/p>\n<p>Nein, Schuld werden wir nur los, indem sie von uns genommen, indem sie vergeben wird. &#8222;Bei dir ist die Vergebung, da\u00df man dich f\u00fcrchte&#8220; (Ps. 130,3), hei\u00dft es etwas r\u00e4tselvoll im Psalm. Ist mir Schuld deutlich geworden, so verstehe ich&#8217;s: Vergebung hei\u00dft ja, Geschehenes g\u00fcltig au\u00dfer Kraft setzen. Das aber liegt jenseits menschlicher M\u00f6glichkeiten. Das vermag nicht nur Gott allein; ihm allein steht es auch zu. Vergebung &#8211; das ist Hoheitsakt, Majest\u00e4tsakt. Gott allein hat Recht und Verm\u00f6gen, etwas Geschehens &#8211; das kann ja niemals aufgeholt werden! &#8211; au\u00dfer Kraft und Geltung zu setzen. Ja, ich bin auf Vergebung &#8211; ich bin auf Gottes Gnade angewiesen.<\/p>\n<p>Zum dritten wird mir dar\u00fcber klar, in beunruhigender Weise selbstverst\u00e4ndlich klar, da\u00df ich meinerseits zum Unmenschen werde, wo ich denen Vergebung verweigere, die ihrerseits an mir schuldig wurden, und das (nach langem Nachdenken und nicht ohne Mi\u00dfmut!) unabh\u00e4ngig davon, ob sie sich entschuldigen oder nicht. Ich werde darum zum Unmenschen, weil ich die Gemeinschaft mit diesen Menschen an dem Punkte k\u00fcndige, an dem wir insbesondere als menschlich uns erweisen und deswegen auf einander angewiesen sind &#8211; eben: der Schuld. Wir alle werden schuldig, wir wollen oder nicht. Doch wie auch immer, Schuld ist Schuld. Mit ihr leben kann ich nur, indem sie mir vergeben wird, so da\u00df ich mich zu ihr stellen kann. Entsprechend k\u00f6nnen wir miteinander ebenfalls nur leben, als Menschen und menschlich leben allein, indem wir einander wechselseitig vergeben. Verweigerte Vergebung f\u00fchrt zu Verdr\u00e4ngung oder Leugnung von Schuld und damit zur Auslieferung des Lebens an Zufall und anonyme M\u00e4chte oder zum Trachten und Lauern auf Rache &#8211; so oder so damit zur Brutalisierung.<\/p>\n<p>Nein, da\u00df ich meinem Mitmenschen vergebe, ist keine besondere Leistung, auch dann nicht, wenn es mich schwere innere Arbeit kostet. Sondern es ist die vollzogene Einsicht, da\u00df wir als Menschen unausweichlich in Schuldzusammenh\u00e4ngen leben, Schuldzusammenh\u00e4ngen, die nur aufgebrochen werden k\u00f6nnen, indem Schuld vergeben wird und auf sie hin \u00fcberhaupt bekannt werden kann und ihre Macht verliert. Das hat nichts zu tun mit &#8222;Friede, Freude, Eierkuchen&#8220; und schlie\u00dft das klare Wort nicht aus. Wohl aber hat es zu tun mit dem Wissen, da\u00df die Schuld, die ich vergebe, nicht soz. an mir h\u00e4ngen bleibt: Auch sie soll vergeben werden von dem, der Macht und Recht hat, alle Schuld zu vergeben und dadurch zu annullieren.<\/p>\n<p>Und der ist unser Vater im Himmel. Das zeichnet ihn aus. Auch darin ist er unser Vater, da\u00df er uns in unserer Schuld ernstnimmt, annimmt und ihr entnimmt. So l\u00e4\u00dft er uns Menschen sein, Menschen die auch in ihrer Schuld frei atmen sollen und die darum ihrerseits anderen zu vergeben verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Wirklichkeit ist das nicht unter uns. Doch es soll nicht im Himmel bleiben. Das Kreuz von Golgatha hat es in unsere Welt gepflanzt als wirklich und g\u00fcltig. Und so bitten wir unseren Vater im Himmel, da\u00df er uns unsere Schuld vergebe und uns dazu befreie, auch unsern Schuldigern zu vergeben.<\/p>\n<p>Ja, himmlischer Vater, das ist unsere Bitte. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Klaus Schwarzw\u00e4ller, G\u00f6ttingen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern&#8220; | Predigtreihe zum Vaterunser 5. Teil | 28. Juni 1998 | Klaus Schwarzw\u00e4ller | Liebe Gemeinde: Immer noch drosseln die Z\u00fcge das Tempo, wenn sie Eschede passieren. 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