{"id":21137,"date":"2000-03-05T14:44:12","date_gmt":"2000-03-05T13:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21137"},"modified":"2025-03-14T14:46:00","modified_gmt":"2025-03-14T13:46:00","slug":"amos-521-24-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/amos-521-24-7\/","title":{"rendered":"Amos 5,21-24"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"500\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #0000a0; font-size: xx-small;\">Sonntag vor der Passionszeit, Estomihi<\/span><br \/>\n<b>5.3.2000<br \/>\nAmos 5,21-24 <\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Joachim Goeze<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>21 &#8222;Ich bin,&#8220; spricht Jahwe, &#8222;euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. 22 Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen. 23 Tue nur weg von mir das Gepl\u00e4rr deiner Lieder; denn ich mag dein Psalterspiel nicht h\u00f6ren ! 24 Es soll aber das Recht offenbart werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom.&#8220; (Luther\u00fcbersetzung)<\/p>\n<p><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/000305-2.html#anmerk\">Exegetische Anmerkungen<\/a><\/p>\n<p>Liebe Schwestern und Br\u00fcder in Christus,<\/p>\n<p>heute wird uns wieder mal ein Predigttext zugemutet, der k\u00f6nnte von Leuten stammen, die es als Zumutung empfinden, \u00fcberhaupt hier in der Kirche und zum Gottesdienst am Sonntagmorgen zu erscheinen. &#8218; Wer heute noch in die Kirche geht, der oder die mu\u00df ja schon etwas verbrochen haben, wer sich zu so etwas Weltfernem aufmacht und noch dazu fr\u00fch aufsteht nach dem Western gestern abend, der bis in die Puppen nach Mitternacht im Fernsehn lief, wer unter solchen und anderen Lebenslagen zur Kirche rennt, der hat was. Da stimmt was nicht. Und ist es nicht auch so, da\u00df es immer dieselben gedr\u00fcckten Leute sind, die kommen, die n\u00e4mlich, die mit ihrem Leben nicht zurecht kommen und deshalb rennen m\u00fcssen, vielleicht b\u00fc\u00dfen, weil sie etwas verbrochen haben. Ja das ist es: Wer in die Kirche springt, hat etwas zu verbergen und ist verd\u00e4chtig. Weil wir, wir tun ja Gutes und m\u00fcssen deswegen auch nicht unser schlechtes Gewissen beruhigen. Und manche von denen &#8211; wie oft tun die das.&#8216;<\/p>\n<p>2<br \/>\nSoweit die Vorurteile gegen Kirchg\u00e4nger von au\u00dfen. Immerhin, so darf ich, liebe Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer, mal anmerken, besuchen jeden Sonntag immer noch mehr Menschen den Gottesdienst unserer Kirchen in Deutschland als den Fu\u00dfballplatz &#8211; alle Gro\u00dfstadien eingeschlossen. Aber viel berechtigter ist ja die eigene, die Meinungsbildung von innen.<\/p>\n<p>Ich verl\u00e4ngere Amos&#8216; Publikumsbeschimpfung: Wenn ich, sagt meine durchaus kircheninteressierte Cousine, schon dieses orgelumdr\u00f6hnte : &#8222;Ehre sei dir Herre&#8220; h\u00f6re, das keiner rechtzeitig mitsingt ! Und welcher Mensch benutzt denn heute noch bei Bewu\u00dftsein die Worte: &#8222;O,Christe!&#8220; Wer, um mit ihrem Lieblingslied fortzusetzen, redet sich heute denn selber so an:&#8216; Lobe den Herren&#8230; meine geliebete Seele, das ist mein Begehren !&#8216; ?? Mu\u00df ich denn wirklich erst das Deutsch des 16.Jahrhunderts verstehen, fr\u00fch und spat kraft deiner Angst und Pein, um meinem Glauben heute Ausdruck zu geben? Kommt dann noch hinzu, da\u00df so oft der Gesang durch die voranziehende Orgelbegleitung beeintr\u00e4chtigt wird, dann pa\u00dft zur Gef\u00fchlslage, was vor 30 Generationen Amos im Namen Gottes \u00fcber die Gottesdienste im Land Israel gesagt hat (in der \u00dcbersetzung der &#8222;Guten Nachricht&#8220;): &#8222;Der Herr sagt : &#8218;Ich hasse eure Feste und kann eure Feiern nicht ausstehen. Eure Brandopfer und Speiseopfer sind mir zuwider; das gem\u00e4stete Vieh, das ihr f\u00fcr das Opfermahl schlachtet, kann ich nicht mehr sehen. H\u00f6rt auf mit dem Gepl\u00e4rr eurer Lieder ! Euer Harfengeklimper ist mir l\u00e4stig ! Sorgt lieber daf\u00fcr, da\u00df jeder zu seinem Recht kommt! Recht und Gerechtigkeit sollen das Land erf\u00fcllen wie ein Strom, der nie austrocknet.&#8220;<\/p>\n<p>Da ist er wieder der uralte Gegensatz von Gottesdienst der Feier und Gottesdienst der Tat, die Alternative von Liturgie und Diakonie, die vermeintliche M\u00f6glichkeit, die gute Tat des Glaubens von ihrem Beweggrund, ihrem Motiv, trennen zu k\u00f6nnen. Besser als Amos zu seiner Zeit, k\u00f6nnen es auch heute die f\u00e4higsten Kirchenkritiker nicht sagen, VV 21f&#8230;. sorgt lieber daf\u00fcr, da\u00df jeder zu seinem Recht kommt! Was n\u00fctzt die ganze Feierei, wenn die Taten nicht stimmen, wenn Wasser gepredigt und Wein getrunken wird, wenn, wie es auch damals war, so ein gro\u00dfer Unterschied zwischen Wort und Tat bestand, da\u00df aufrechte Leute schon gar nicht mehr die Kraft hatten und haben, sich aufzuregen \u00fcber die Zust\u00e4nde in diesem unserem Lande. Wi\u00dft Ihr, das mich das schon mal ganz sch\u00f6n beruhigt. Es war immer schon so! Und es ist n\u00f6tig, sich vorzustellen, da\u00df Gott auch mit unseren wohlgemeinten Gottesdiensten und Predigten fertig werden und sie tragen und ertragen mu\u00df !<\/p>\n<p>3<br \/>\nChristsein und nach den zehn Geboten zu leben versuchen, das war damals eine Seltenheit und ist es heute, Christen werden in unserm Land eine kleine radikale Minderheit. Und was damals die Aufgabe der Profeten war, n\u00e4mlich die Befolgung der Gebote und gerechte Lebensverh\u00e4ltnisse \u00f6ffentlich anzumahnen, wo findet das heute statt? In der Kirche ? Bei den &#8218;christlichen&#8216; Parteien? &#8222;Sie rufen Friede,Friede, und ist doch kein Friede&#8220; sagt Amos. Sind wir von allen guten Geistern verlassen? Was m\u00fc\u00dfte heute \u00f6ffentlich \u00fcber Gerechtigkeit diskutiert werden ! Kann das angesichts von unver\u00e4ndert millionenfacher Arbeitslosigkeit undiskutiert bleiben, da\u00df ein einzelner Manager f\u00fcr eine erfolgreich vollzogene \u00dcbernahme seiner Firma 60 Millionen Abfindung erh\u00e4lt wie jetzt bei Mannesmann? &#8222;Ihr unterdr\u00fcckt die Schwachen und schindet die armen Leute&#8220; sagt der Profet (4,1)<\/p>\n<p>Da gab es und gibt es immer zu tun: Gerechtigkeit ist ein Vorgang und ein immer neu zu schaffender Weg, um den sozialen Frieden zu erarbeiten. Und der n\u00e4chste wirtschaftliche Umschwung und die n\u00e4chste gesetzgeberische Ma\u00dfnahme kann schon aus gewolltem Recht neues Unrecht entstehen lassen. Darum ist das nicht nur ein poetisches Bild, von dem der Profet spricht, &#8222;es flie\u00dfe Gerechtigkeit wie ein Strom, der nie austrocknet..&#8220; Sondern es spiegelt die harte soziale Realit\u00e4t wider, die ewige Arbeit am Schalom, dem Frieden, der soziale Gerechtigkeit einschlie\u00dft und erst die Grundlage sein kann f\u00fcr die &#8222;sch\u00f6nen Gottesdienste des Herrn&#8220;. Und nach Meinung der Kirchenkritiker aller Zeitalter ersetzt eben die Feier des Gottesdienstes gerade nicht die gerechte Tat im Alltag, sondern begr\u00fcndet sie. Ja vielleicht angesichts der Berge von Ungerechtigkeit im gro\u00dfen wie im kleinen, angesichts der Unsicherheit \u00fcber die Werte, die gelten und durch- gesetzt werden und befolgt werden sollten, erm\u00f6glicht \u00fcberhaupt erst das Feiern von Gottesdiensten, die Vergewisserung, da\u00df wir in unserem Eintreten f\u00fcr Werte wie Achtung und Respekt vor und f\u00fcr unsere Mitmenschen nicht allein sind, so einen Kampf um Gerechtigkeit aufzunehmen. Und dabei, so scheint mir, sind wir wieder mal am Anfang, die Arbeit, ja \u00fcberhaupt das Bewu\u00dftsein f\u00fcr Gerechtigkeit zu wecken, mu\u00df immer neu getan werden.<\/p>\n<p>Ich war zu einem Geburtstag eingeladen, das Gespr\u00e4ch ging um die Frage, ob die Kirche, und ich als Kirchenvertreter, \u00fcberhaupt noch was zu sagen h\u00e4tte.&#8220; Nein&#8220;, beantwortete ich diese Herausforderung, &#8222;heute ist es doch ein Beitrag zur Lebensunt\u00fcchtigkeit, wenn ich von Jugendlichen verlange, da\u00df sie die zehn Gebote befolgen sollen.&#8220; Da h\u00e4ttet Ihr einmal sehen sollen, wie sich meine Zuh\u00f6rer aufregen wollten, weil ich den christlichen Zuckergu\u00df f\u00fcr die allgemein anerkannten, aber kaum befolgten Erziehungsziele verweigerte.<\/p>\n<p>4<br \/>\nUnd nicht die ungerechten Vorg\u00e4nge, die zu meiner &#8218;realistischen&#8216; Verweigerung f\u00fchrten, sondern ich war es, der alle Angriffe abkriegte. F\u00fcr Gerechtigkeit sorgen, um mit Amos zu sprechen, hei\u00dft heute also daran festhalten, da\u00df &#8211; m\u00f6gen sie auch millionenfach \u00fcbertreten werden &#8211; die zehn Gebote und ihre Gerechtigkeit als Werte und Ma\u00dfst\u00e4be des privaten und \u00f6ffentlichen Handelns immer aufs neue anerkannt und befolgt werden. Und da reicht es mir einfach nicht, wenn ich von der einzigen mir bekannten kirchlichen Veranstaltung mit einem der &#8218;Spendenge- sch\u00e4digten&#8216; folgendes lese: &#8220; &#8218;Wer von uns hat nicht schon einmal gelogen ?&#8216; Die Zuh\u00f6rer in der vollbesetzten Marktkirche Hannovers gingen nachdenklich nach Hause.&#8220; Reicht das zum 8.Gebot? Was hat es nicht schon alles f\u00fcr kirchliche Verlautbarungen gegeben? Sagen heute nur noch Karnevalisten die Wahrheit? Und sicher habe ich jetzt Stimmen, auch kirchliche, zu diesem Thema \u00fcberh\u00f6rt, weil ich wie viele von Ihnen, liebe Schwestern und Br\u00fcder, davon nichts mehr h\u00f6ren kann.<\/p>\n<p>Meine Ohnmacht ist offenkundig, meine M\u00f6glichkeit, die einzige, die ich habe, ist der Versuch, in meinem Lebensbereich es Recht zu machen und Recht geschehen zu lassen. Dietrich Bonhoeffer, der ja immer wieder gut ist f\u00fcr treffende Worte, hat es so zusammen gefa\u00dft: Beten und das Tun des Gerechten mitten im Alltag ist das, was uns \u00fcbrigbleibt.(WuE). Und an dieser Stelle ist dann auch mal der Ort, dankbar zu werden, da\u00df es seit dem 31.Oktober letzten Jahres in den beiden gro\u00dfen deutschen Konfessionskirchen eine gemeinsame Lehrgrundlage \u00fcber diesen Zusammenhang von Rechtfertigung und guten Werken gibt. Kein lutherischer Kirchenvorsteher (Presbyter) kann sich nun noch mit Recht auf seinen Grabstein die sch\u00f6ne Inschrift setzen lassen:&#8216; ich habe mein Leben lang geglaubt und auch keine guten Werke getan&#8216;. Nein, Amos betont nur, was ohnehin immer wieder in jeder christlichen Existenz neu gefunden werden mu\u00df: wie lasse ich mir schenken und wie versuche ich immer wieder aktiv zu leben, da\u00df Wort und Tat, Gottesdienst der Feier und der des Alltags st\u00e4rker \u00fcbereinstimmen, so da\u00df um Gottes Willen meine Glaubw\u00fcrdigkeit wachsen und damit die Glaubw\u00fcrdigkeit der Kirchen zunehmen kann.<\/p>\n<p>Und hier merken Sie, denke ich die Kirche als eine Personengemeinschaft, als Gottesvolk auf dem Wege der Gerechtigkeit in den Schalom Gottes. Dessen Kehrseite aber ist ja nun die harte erzieherische Verurteilung der unheiligen Praxis damals wie heute. So zieht sich der Heils-und der Unheilswille Gottes durch die Geschichte des alten und neuen Gottesvolks ohne Naht.<\/p>\n<p>5<br \/>\nWas also tun, was heute mit nach Hause nehmen von diesem Gottesdienst der Feier in den Alltag der kommenden Woche mit ihren Entscheidungen und Taten? Es steht wie so oft gut an, auf diese Frage mit einer Geschichte zu antworten, einer Geschichte, die uns vielleicht hilft in dem Versuch, christlich zu leben. &#8222;Meister Djo jen wurde eines Tages von einer jungen Frau bezichtigt, er sei der Vater ihres Kindes. Sie verlangte, da\u00df der Meister das Kind zu sich n\u00e4hme und f\u00fcr es sorge und \u00fcberhaupt in jeder Beziehung f\u00fcr seinen Unterhalt aufkomme. Ihre Eltern erschienen vor der Klosterpforte und beklagten sich bei dem Klostervorsteher, schimpften \u00fcber den Meister und seine Zuchtlosigkeit und erkl\u00e4rten, f\u00fcr das Kind nicht sorgen zu wollen. Dann \u00fcbergaben sie das Kind in die Obhut der Einsiedelei. &#8222;So!&#8220; sagte Meister Djo jen und nahm das Kind auf seine Arme. Auf seiner allt\u00e4glichen Runde in der Stadt, auf der er sich seine Schale mit Reis erbetteln mu\u00dfte, erhielt nun der Meister bittere W\u00fcrze. Er mu\u00dfte sich gro\u00dfe Vorw\u00fcrfe \u00fcber seinen Lebenswandel anh\u00f6ren und beissenden Spott, da er seinen Zielen so untreu geworden sei. Aber einsichtige Leute machten die ausbleibenden Rationen wett, indem sie doppelt gaben. Einige bedachten auch das Kind und schenkten Milch dazu, da\u00df es in der Klause wachsen und gedeihen konnte. Des Meisters geistliche \u00dcbungen wurden nun begleitet von der Sorge um das Wohlergehen des Kindes. Und dessen zufriedenes Schmatzen, wenn es sich von den Gaben der Einsichtigen gen\u00e4hrt hatte, vertieften die Stille der Meditation, wenn auch der strikte Tagesablauf des M\u00f6nches nicht gewahrt werden konnte. Ein Jahr war vergangen. Eines Tages war es der jungen Mutter zuviel, sie verzehrte sich in Sehnsucht nach ihrem Kind und endlich gestand sie, da\u00df der Vater des Kindes ein Fischer sei, den sie bei ihrer T\u00e4tigkeit auf dem Fischmarkt kennengelernt habe. Sie weinte und widerrief bei ihren Eltern. Sogleich erschienen diese vor dem Klostervorsteher und forderten das Kind f\u00fcr ihre Tochter. Dieser sandte sie zum Meister. Zusammen mit der Mutter des Kindes erschienen alle vor der Klausur, erz\u00e4hlten, wie es wirklich gewesen und wollten das Kind zur\u00fcck. Meister Djo jen trug das Kind auf dem Arm. Er h\u00f6rte sich alles an. &#8222;So!&#8220; sagte er und gab das Kind in die Obhut seiner Mutter zur\u00fcck. Dann schlo\u00df er das Tor, denn seine t\u00e4gliche Bettelrunde lag schon hinter ihm.&#8220;<\/p>\n<p>Mir gef\u00e4llt, wie da einer angegriffen doch die richtige Unterst\u00fctzung erf\u00e4hrt und wie er dann auch wieder loslassen und den &#8220; Erfolg&#8220; in Gottes Hand lassen kann, in alldem gelassen bleibt, &#8222;durch Ehre und Schande&#8220;, (2.Kor.6,8) &#8222;haben als h\u00e4tte man nicht&#8220;, in schlechtem Ruf und mit \u00f6ffentlichem Gegenwind wie unsere zu recht kritisierte Kirche, wie einer das Notwendige tut &#8211; wie ein Profete eben. So eine Stabilit\u00e4t durch alle \u00c4nderungen hindurch anzustreben, dazu ermutigt Amos.<\/p>\n<p><a name=\"anmerk\"><\/a><b>Exegetische Anmerkungen <\/b><br \/>\nWenn der Rinderhirt Amos Kritik an der Priesterkaste \u00fcbt, spiegelt sich das fort-dauernde Gegensatzpaar Profet hie und amtliche Religionsinstitution dort wider. Ein Lieblingsthema muss ich protestantisch sagen: vom &#8220; Leiden an der Kirche&#8220;, so das unvergessene Buch von Helmut Thielicke, bis zum &#8222;Haus,das die Tr\u00e4ume verwaltet&#8220;, um mit Fulbert Steffensky zu sprechen, ohne das es Glauben auf Dauer nicht geben kann.(S.17).Also das &#8218; Positive&#8216; aufnehmen V.24:&#8220;Es soll aber das Recht offenbart werden wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein starker Strom.&#8220; Richtschnur israelitischer Kultkritik, die zugleich ja politische Kritik ist. Hier nehme ich die Exegese auf, um sie auf unsere Kultur samt ihrer Diskussion christlicher? postmoderner Normen zu beziehen: Dogmatik als Beitrag zur Bildung von Grundwerten heute. Predigt als Kommunikation mit Zuh\u00f6rern, die wie ich den Strom der Gerechtigkeit heute flie\u00dfen sehen m\u00f6chten.<\/p>\n<p><b>Dr. Joachim Goeze<br \/>\nSchlesierstr. 1a<br \/>\n38448 Wolfsburg<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000305-2.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sonntag vor der Passionszeit, Estomihi 5.3.2000 Amos 5,21-24 Joachim Goeze 21 &#8222;Ich bin,&#8220; spricht Jahwe, &#8222;euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. 22 Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht ansehen. 23 Tue nur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21105,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[28,2,727,157,853,114,674,1571,961,349,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-21137","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-amos","category-at","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-estomihi","category-joachim-goeze","category-kapitel-05-chapter-05-amos","category-kasus","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21137","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21137"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21137\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21138,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21137\/revisions\/21138"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21137"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21137"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21137"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=21137"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=21137"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=21137"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=21137"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}