{"id":21139,"date":"2000-03-05T09:58:48","date_gmt":"2000-03-05T08:58:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21139"},"modified":"2025-04-17T09:11:25","modified_gmt":"2025-04-17T07:11:25","slug":"amos-521-24-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/amos-521-24-9\/","title":{"rendered":"Amos 5,21-24"},"content":{"rendered":"<h3>Estomihi | 5.3.2000 | Amos 5,21-24 | Hansj\u00f6rg Biener |<\/h3>\n<p><b>Auch in diesem Jahr gereimte Predigt am Faschingssonntag<\/b><\/p>\n<p>Wie in den Vorjahren setzt Dr. Hansj\u00f6rg Biener in der Amberger Paulanergemeinde mit der gereimten Predigt wieder seinen eigenen Akzent zum Faschingssonntag (5. M\u00e4rz 2000). \u00bbIch mache mir nicht so viel aus dem Humtata- und Beinehoch-Karneval, aber ich habe etwas \u00fcber f\u00fcr Kleinkunst und den kritisch-literarischen Karneval\u00ab, kommentiert der evangelische Pfarrer, der m\u00fctterlicherseits aus dem Rheinland stammt, seine Gewohnheit.<br \/>\nDer f\u00fcr den Sonntag vorgesehene Predigttext des Propheten Amos kritisiert das Fehlen von Recht und Gerechtigkeit im Land und bietet viele Ankn\u00fcpfungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Gegenwart. Doch wird es nicht allein um \u00bbKohl und Co\u00ab oder die \u00bbSozi-Solidarit\u00e4t\u00ab gehen. \u00bbDie gereimte Predigt ist auch Predigt. Es kann also nicht darum gehen, sich auf Kosten einiger gut zu unterhalten. Die Predigt muss auch die eigene Lebenspraxis vor Augen halten.\u00ab<br \/>\nIn diesem Jahr kommen daf\u00fcr die beiden Gemeindeh\u00e4user der Amberger Paulanergemeinde zum Zug: Um 9.00 Uhr gibt es die Predigt im Martin-Schalling-Haus K\u00fcmmersbruck, 10.00 Uhr im Andreas-H\u00fcgel-Haus Amberg.<\/p>\n<p><b>Predigt<\/b><\/p>\n<p>0. Amos im Original<\/p>\n<p>Gott spricht durch Amos: \u00bbIch bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen. Tu weg von mir das Gepl\u00e4rr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht h\u00f6ren! Es str\u00f6me aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.\u00ab (Amos 5,21-24)<br \/>\n<b><br \/>\n1. Amos und die F\u00fchrer damals<br \/>\n<\/b><br \/>\nEs ist schon etwas l\u00e4nger her, \u00a0\/ doch gibt die Bibel uns Gew\u00e4hr,<br \/>\nwie einst vor vielen hundert Jahren, \u00a0\/ Gott und sein Volk zerstritten waren,<br \/>\nGott schickte Amos als Propheten, \u00a0\/ um es noch einmal zu bekneten,<br \/>\nRecht und Gesetz doch einzuhalten. \u00a0\/ Sonst w\u00fcrde Gott sich nicht mehr halten<br \/>\nund beenden seinen Bund. \u00a0\/ Das w\u00e4re dann die Todesstund<br \/>\nvon Israel als eignem Staat, \/ &#8211; wie Gott es auch verwirklicht hat.<br \/>\nEs sprach der Amos seinerzeit \u00a0\/ von Recht und von Gerechtigkeit.<br \/>\n\u00bbNur wenn sie wie die Str\u00f6me flie\u00dfen, \u00a0\/ d\u00fcrft Ihr das Leben auch genie\u00dfen.\u00ab<\/p>\n<p>Gott hatte Israel gegr\u00fcndet, \u00a0\/ als er ein Grundgesetz verk\u00fcndet<br \/>\nan Mose auf dem Sinai \u00a0\/ als \u00dcberlebensstrategie,<br \/>\nwenn Israel einst sesshaft wird, \u00a0\/ sobald nach Kanaan gef\u00fchrt<br \/>\ndie Menschen schlie\u00dflich heimisch werden \u00a0\/ auf\u00a0 Judas und Samarias Erden.<br \/>\n\u00bbDie 10 Gebote und noch mehr, \u00a0\/ sie sind Euch Hilfe. Bitte sehr:<br \/>\nDu sollst nicht t\u00f6ten und nicht stehlen, \u00a0\/ dann wird an Gutem Dir nichts fehlen.<br \/>\nDu sollst die Ehe niemals brechen \u00a0\/ und immer halten Dein Versprechen.<br \/>\nDu sollst nicht fremdes Gut begehren \u00a0\/ und allen b\u00f6sen Taten wehren.\u00ab<\/p>\n<p>Doch wie das ist in dieser Welt: \u00a0\/ Auch damals z\u00e4hlten Macht und Geld<br \/>\nviel mehr als religi\u00f6se Werte. \u00a0\/ Mit Unrecht man sein Gut vermehrte.<br \/>\nWer konnte, boxte sich nach oben \u00a0\/ und hielt gewaltsam sich dort droben.<br \/>\nDie Armen a\u00dfen trocken Brot \u00a0\/ mit Kummer, Sorgen und mit Not.<br \/>\nMan nutzte fremder Leute Kraft \u00a0\/ und presste sie zur Schuldknechtschaft.<br \/>\nDie M\u00e4nner Sklaven, die Frauen Magd, \u00a0\/ das hat der Oberschicht behagt.<br \/>\nUnd war die Tochter ganz adrett, \u00a0\/ dann nahm der K\u00f6nig sie f\u00fcrs Bett.<br \/>\nDer reiche Mann macht es sich gut. \u00a0\/ Den Armen blieb allein die Wut.<\/p>\n<p>Ganz gottlos warn die Gro\u00dfen nicht. \u00a0\/ Die Priester machten Doppelschicht,<br \/>\nwenn auch die M\u00e4chtgen hatten mal \u00a0\/ Bedarf an Glaube und Moral.<br \/>\nMan hielt durchaus die Feiertage: \u00a0\/ Erst kam die Kirch, dann das Gelage.<br \/>\n\u00bbTut Ihr nur opfern, f\u00fcr uns beten,- \u00a0\/ wenn wir das Recht der Armen treten.\u00ab<br \/>\nEs war wie auch Jahrhundert sp\u00e4ter: \u00a0\/ Die Kirche hielt es mit dem T\u00e4ter.<br \/>\nMan sprach zu schnell Vergebung zu, \u00a0\/ denn, wenn die Seele hatte Ruh,<br \/>\nging`s weiter in dem Teufelskreis. \u00a0\/ Man s\u00fcndigt wieder, fast mit Flei\u00df!<br \/>\nDenn jedem S\u00fcnder ist bekannt: \u00a0\/ \u00bbVergeben, das ist Gottes Amt.\u00ab<\/p>\n<p>Doch, wie gesagt, gab es Kritik \u00a0\/ an solch verfehlter Politik<br \/>\nder Priester, Reichen und der Gro\u00dfen, \u00a0\/ die gegen Gottes Recht versto\u00dfen.<br \/>\nSie kam von Amos, dem Propheten, \u00a0\/ der nach Visionen und Gebeten<br \/>\nbek\u00e4mpfte ihre Heuchelei: \u00a0\/ \u00bbDa ist kein Glaube mit dabei,<br \/>\nwenn gleichzeitig Ihr an Gott glaubt \u00a0\/ und Euren N\u00e4chsten Rechte raubt.<br \/>\nWenn Ihr Euch da mal blo\u00df nicht irrt. \u00a0\/ Es k\u00f6nnte sein, das Ganze f\u00fchrt<br \/>\nEuch alle noch in das Verderben, \u00a0\/ und auch die Priester werden sterben,<br \/>\nwenn Gottes Zorn sich einst erhebt \u00a0\/ und unter Euch die Erde bebt.\u00ab<\/p>\n<p><b>2. Amos und die F\u00fchrer heute<br \/>\n<\/b><br \/>\nSo ist es sp\u00e4ter auch gekommen: \u00a0\/ Das Nordreich wurde weggenommen.<br \/>\nAssyrien kam von fern gezogen, \u00a0\/ und alle St\u00e4rke hat getrogen.<br \/>\nEs war vorbei Samarias Pracht. \/ Gott hat ganz einfach Schluss gemacht,<br \/>\nund Amos hatte Recht behalten. \u00a0\/ Darum hat man von diesem alten<br \/>\nPropheten Worte aufgeschrieben. \u00a0\/ Durch die Jahrhunderte sie blieben<br \/>\nein Mahnwort an die Genrationen, \u00a0\/ wie Gott das Unrecht k\u00f6nnte lohnen:<br \/>\n\u00bbEr k\u00f6nnte die Geduld verlieren, \u00a0\/ weil wir uns auch nicht gut auff\u00fchren<br \/>\nauf Kosten noch viel Schw\u00e4cherer.\u00ab \/ Auch unsre Zeit gibt daf\u00fcr her<br \/>\nStoff zur Kritik auf viele Weise, \u00a0\/ und Amos macht schnell die Zeitreise.<\/p>\n<p>W\u00fcrd er in Deutschland heute wohnen, \u00a0\/ w\u00fcrd er dann unsre F\u00fchrer schonen?<br \/>\nSein Wort war fest an Gott gebunden, \u00a0\/ doch diese Haltung ist geschwunden.<br \/>\nWof\u00fcr heut Ehrenworte gelten, \u00a0\/ das hat zu tun mit Ehre selten.<br \/>\nBlack-outs und die Erinnrungsl\u00fccken \u00a0\/ das Ansehn der Eliten dr\u00fccken,<br \/>\ndenn will Genaueres man wissen, \u00a0\/ dann ist im Hirn der Film gerissen.<br \/>\nMan parkt im Ausland schwarzes Geld \u00a0\/ und spielt den Saubermann von Welt.<br \/>\nMan nimmt im Dunkeln die Millionen \u00a0\/ und will die Spender daf\u00fcr schonen,<br \/>\ndass sie bei Land- und Bundeswahlen \u00a0\/ den Wahlkampf und den Sieg bezahlen.<\/p>\n<p>Wie soll man Kohl und Co vertrauen, \u00a0\/ wenn sie die Macht auf Unrecht bauen.<br \/>\nEs sang der Kanzler von Deutschland, \u00a0\/ als man zu einem Land sich fand,<br \/>\nvon Einigkeit und Recht und Freiheit \u00a0\/ und D-Mark-Gl\u00fcck und viel mehr Freizeit.<br \/>\nDoch ist`s mit allem nicht weit her. \u00a0\/ Die Wessis zeigten sich nicht fair.<br \/>\nStets stand der Ossi in Verdacht, \u00a0\/ dass er h\u00e4tt etwas falsch gemacht.<br \/>\nMan hat ihn \u00fcbern Tisch gezogen \u00a0\/ und vielfach um sein Recht betrogen.<br \/>\n\u00bbGebt Ossis in die Quarant\u00e4ne \u00a0\/ &#8211; und Leuna an Elf-Aquitaine.\u00ab<br \/>\nWenn man sich auff\u00fchrt wie im Western \u00a0\/ ist bald das Recht ein Ding von Gestern.<\/p>\n<p>Das gilt f\u00fcr Kohl und die Konsorten \u00a0\/ in Bonn, Berlin und andren Orten.<br \/>\nAuch Sozis nagten St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck \u00a0\/ am Recht der Bundesrepublik.<br \/>\nSie sammeln mit dem Flieger Meilen \u00a0\/ und wolln zum n\u00e4chsten Treffen eilen,<br \/>\nmit gro\u00dfem Eifer und Bem\u00fchn \u00a0\/ manch dicken Fisch an Land zu ziehn.<br \/>\nNach Jahren wissen wir`s genau: \u00a0\/ Der dicke Fisch war eine Frau.<br \/>\nUnd t\u00f6nt zur Hochzeit das Gel\u00e4ute \u00a0\/ wird man der \u00bbZw\u00e4nge\u00ab fette Beute.<br \/>\n\u00bbMuss\u00ab Firmen dann bezahlen lassen, \u00a0\/ damit sich f\u00fcllen Tisch und Tassen.<br \/>\nDa ist doch alles schon zu sp\u00e4t, \u00a0\/ wenn so aussieht die Sozi-Solidarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde Gott durch Amos sagen, \u00a0\/ wenn wir ihn heut dazu befragen:<br \/>\n\u00bbIch mag es nicht, wenn ihr euch feiert \u00a0\/ und mit der Wahrheit nur rumeiert.<br \/>\nMan kann Gesetze nicht gestalten \u00a0\/ und sich dann selber nicht dran halten.<br \/>\nIch find Er\u00f6ffnungen zum Kotzen, \u00a0\/ wenn sie vor Unrecht nur so strotzen.<br \/>\nweil Ehrenm\u00e4nner kriegten Geld, \u00a0\/ doch niemand wei\u00df, was wurd bestellt.<br \/>\nWeil man als guter Freund nicht petzt, \u00a0\/ wird manches einfach durchgesetzt,<br \/>\nwas vielleicht nur dem Einen n\u00fctzt, \u00a0\/ der Geld zum Schmiern genug besitzt.<br \/>\nWo eine w\u00e4scht die andre Hand, \u00a0\/ verl\u00e4sst Gerechtigkeit das Land.\u00ab<\/p>\n<p><b>3. Amos und \u00bbwir\u00ab<br \/>\n<\/b><br \/>\nNun muss man aber eins bedenken, \u00a0\/ &#8211; bevor allein den Blick wir lenken<br \/>\nauf Politik und Million\u00e4re, \u00a0\/ dass denen fehle Sinn f\u00fcr Ehre,<br \/>\nf\u00fcr Anstand und Gerechtigkeit &#8211; : \u00a0\/ Dass im Vergleich zu Amos` Zeit<br \/>\nwir alle so viel besser leben \/ und doch nicht frei von diesem Streben.<br \/>\nWie damals lebten reiche Leute, \u00a0\/ so lebt ein Gro\u00dfteil Deutschlands heute.<br \/>\nMan sollte das einmal vergleichen, \u00a0\/ damit was Bessres wir erreichen<br \/>\nals kollektiven Untergang. \u00a0\/ Sonst k\u00f6nnte bald ein Abgesang<br \/>\nauch folgen auf die heutge Zeit. \u00a0\/ Der Schritt zum Abgrund ist nicht weit.<\/p>\n<p>W\u00fcrd Amos heut in Deutschland wohnen, \u00a0\/ w\u00fcrd er uns von Kritik verschonen?<br \/>\nWir wissen nicht, ob er uns drohte \u00a0\/ mit dem Verweis auf die Gebote,<br \/>\ndie Gott einst gab am Sinai. \u00a0\/ Schon Konfirmanden kennen sie.<br \/>\nDoch k\u00f6nnte er sie uns vorhalten, \u00a0\/ den Jungen, Mittleren und Alten.<br \/>\nDas erst Gebot: \u00bbIch bin dein Gott. \u00a0\/ An mich halt Dich in jeder Not,<br \/>\nund auch in Deinen guten Tagen \/ sollst Du nach meinem Willen fragen.\u00ab<br \/>\nDas zweit Gebot: \u00bbDu sollst nicht fluchen \u00a0\/ und auch bei \u00c4rger noch versuchen,<br \/>\nProbleme aktiv anzugehn \u00a0\/ und Deinen N\u00e4chsten zu verstehn.\u00ab<\/p>\n<p>Das dritt Gebot will Zeit f\u00fcr Gott. \u00a0\/ Doch viele bleiben in dem Trott<br \/>\ndes Alltags ganz gefangen. \u00a0\/ Es wird nicht in die Kirch gegangen.<br \/>\nW\u00e4r`s wenigstens mehr Zeit f\u00fcr Kinder \/ und f\u00fcr die Ehefrau nicht minder, \/<br \/>\ndoch nimmt Mann sich die Sonntagszeit \/ \u00a0\/ f\u00fcr Videos und Schwarzarbeit.<br \/>\nDas viert Gebot will Eltern ehren. \u00a0\/ Und hier muss ich euch mal belehren:<br \/>\nEs geht nicht um die Pflicht der Kleinen, \u00a0\/ sondern der Mittleren, die einen<br \/>\nklaren Auftrag haben, \u00a0\/ mit ihrer Zeit und ihren Gaben<br \/>\nsich ihren Eltern zuzuwenden, \u00a0\/ bis dass der Eltern Tage enden.<\/p>\n<p>Das f\u00fcnft Gebot, \u00bbDu sollst nicht t\u00f6ten\u00ab, \u00a0\/ l\u00e4sst mich vor Zorn manchmal err\u00f6ten.<br \/>\nDeutschland ist m\u00e4chtig wie noch nie, \u00a0\/ hat eine R\u00fcstungsindustrie,<br \/>\ndie macht sich von Bedenken frei, \u00a0\/ schickt Panzer bis in die T\u00fcrkei.<br \/>\nGeht`s dort um \u00d6l und Bodensch\u00e4tze, \/ geht`s hier bei uns um Arbeitspl\u00e4tze.<br \/>\nDas sechst Gebot spricht von der Treue. \u00a0\/ Gemeinsamkeit braucht stets aufs Neue<br \/>\nden Willen, auch ein Paar zu bleiben \u00a0\/ und sich nicht aus dem Haus zu treiben.<br \/>\nMan muss den Ehepartner achten \u00a0\/ und soll nach anderen nicht schmachten. \u00a0\/<br \/>\nWer innerlich von Freiheit schw\u00e4rmt, \u00a0\/ hat sich von Treue schon entfernt.<br \/>\n<i><br \/>\n<\/i>Das siebt Gebot, \u00bbDu sollst nicht stehlen.\u00ab \u00a0\/ sch\u00e4rft ein, es sollte nie was fehlen<br \/>\nvon fremden Gut und fremden Geld. \u00a0\/ Doch halten wir`s so in der Welt? \/<br \/>\nMan kann die Welt nicht nur ben\u00fctzen. \u00a0\/ Man muss auch seine Umwelt sch\u00fctzen.<br \/>\nAuch damit bricht man die Gesetze, \u00a0\/ vergeuden wir der Erde Sch\u00e4tze.<br \/>\nVom L\u00fcgen sprach das acht Gebot. \u00a0\/ Auch Rufmord macht den andern tot!<br \/>\nMan handelt nicht aus N\u00e4chstenliebe, \u00a0\/ wenn man mitmobbt in dem Betriebe,<br \/>\nwenn alle auf den einen hacken. \u00a0\/ Wo Sch\u00fcler schmiern auf fremde Jacken<br \/>\nund setzen es mit Schlimmren fort, \u00a0\/ da geht es gegen Gottes Wort.<\/p>\n<p>Auch die Gebote neun und zehn \u00a0\/ lassen uns heute alt aussehn.<br \/>\nDer Amos w\u00fcrde sich beschweren, \u00a0\/ wie sehr die Menschen heut begehren<br \/>\ndes N\u00e4chsten Haus und Weib und Gut. \u00a0\/ Was damals brachte ihn in Wut,<br \/>\nist heute auch nicht ausgestanden \u00a0\/ in diesen, unsren deutschen Landen.<br \/>\nWo Menschen fehlt die Furcht vor Gott, \u00a0\/ da bleiben sie im b\u00f6sen Trott.<br \/>\nWo Menschen fehlt das Gottvertraun, \u00a0\/ da braucht es den ber\u00fchmten Zaun.<br \/>\nWer immer glaubt, er kommt zu kurz, \u00a0\/ dem sind die Zehn Gebote schnurz.<br \/>\nMan sucht nur noch sein eignes \u00bbRecht\u00ab, \u00a0\/ und das bekommt dem N\u00e4chsten schlecht.<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde Gott durch Amos sagen, \u00a0\/ wenn wir ihn heut dazu befragen:<br \/>\n\u00bbIch mag es nicht, wenn Ihr Euch feiert \u00a0\/ und mit dem Glauben nur rumeiert.<br \/>\nWenn richtig sind all Eure Schritte, \u00a0\/ wird Gott erh\u00f6ren Eure Bitte,<br \/>\ndass sich in diesem Erdenleben \u00a0\/ viel Gutes f\u00fcr Euch wird ergeben.<br \/>\nWer Gottes Wort genau gehorcht, \u00a0\/ hat f\u00fcr sein Leben ausgesorgt.\u00ab<br \/>\nF\u00fcr Amos damals war ganz klar, \u00a0\/ was rechtes Leben wirklich war:<br \/>\nRecht und Gerechtigkeit zu leben, \u00a0\/ das w\u00fcrde helfen bei dem Streben<br \/>\nnach Frieden, Wohlstand und nach Gl\u00fcck, wir w\u00fcrden`s haben, St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b>Dr. Hansj\u00f6rg Biener<br \/>\nWittelsbacherstr. 21<br \/>\nD-92224 Amberg (Oberpfalz)<br \/>\n09621-T 87468, F 71225<br \/>\n<a href=\"mailto:Hansjoerg.Biener@asamnet.de\">&lt;Hansjoerg.Biener@asamnet.de&gt;<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Estomihi | 5.3.2000 | Amos 5,21-24 | Hansj\u00f6rg Biener | Auch in diesem Jahr gereimte Predigt am Faschingssonntag Wie in den Vorjahren setzt Dr. Hansj\u00f6rg Biener in der Amberger Paulanergemeinde mit der gereimten Predigt wieder seinen eigenen Akzent zum Faschingssonntag (5. 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