{"id":21142,"date":"2000-03-12T14:49:36","date_gmt":"2000-03-12T13:49:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21142"},"modified":"2025-03-14T14:51:32","modified_gmt":"2025-03-14T13:51:32","slug":"2-korinther-6-1-10-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/2-korinther-6-1-10-6\/","title":{"rendered":"2. Korinther 6, 1-10"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"500\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #0000a0; font-size: xx-small;\">1. Sonntag der Passionszeit, Invokavit<\/span><br \/>\n<b>12.3.2000<br \/>\n2. Korinther 6, 1-10 <\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Anke Fasse<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"LEFT\"><b><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/000312-1.html#vorueberlegung\">Vor\u00fcberlegungen zum Predigttext 2 Kor 6, 1-10 <\/a><\/b><\/p>\n<p align=\"justify\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/000312-1.html#gebete\"><b>Kollektengebet, F\u00fcrbitten und Liedvorschl\u00e4ge<\/b><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit Leib und Seele bei einer Sache sein: Ein verliebtes Paar sp\u00fcrt wie das ist \u2013 Herzklopfen und Schmetterlinge im Bauch vor dem n\u00e4chsten Treffen, in Gedanken den ganzen Tag immer nur bei dem anderen. Richtig verliebt sein geht nicht nur ein bi\u00dfchen &#8211; entweder ganz oder gar nicht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit Leib und Seele bei der Sache sein, &#8211; das ist notwendig um ein Musikinstrument richtig zu erlernen. Die Mitglieder des Posaunenchores haben damit sicher in den letzten sechs Jahren schon ihre Erfahrungen gemacht: \u201eWenn ich gut spielen will, reicht es nicht hier und da ein bi\u00dfchen zu \u00fcben, sondern ich mu\u00df es wirklich wollen und jeden Tag konzentriert \u00fcben,\u201c so erz\u00e4hlte mir ein M\u00e4dchen, das vor kurzem mit gro\u00dfem Eifer angefangen hat, Posaunespielen zu lernen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wenn ich wirklich mit Leib und Seele bei einer Sache bin, bin ich auch bereit, mich f\u00fcr diese Sache einzusetzen. F\u00fcr das, woran mein Herz ganz h\u00e4ngt, nehme ich geduldig einiges an Schwierigkeiten auf mich und gebe nicht gleich auf. \u201eAuch wenn mein Freund den Eltern nicht gef\u00e4llt und sie an ihm \u201arummeckern\u2018, bin ich doch trotzdem mit ihm zusammen und halte zu ihm\u201c sagte eine Jugendliche ganz selbstverst\u00e4ndlich. \u00c4hnliches gilt auch f\u00fcr das Posaune spielen: Wenn ich wirklich das Instrument erlernen, im Chor auch \u00f6ffentlich mitspielen m\u00f6chte \u2013 so wie die Kinder aus der Nachwuchsgruppe unseres Posaunenchores &#8211; dann gebe ich nicht bei der kleinsten Schwierigkeit auf. Zu einer Sache, an der ich mit Leib und Seele h\u00e4nge, f\u00e4llt es mir nicht schwer, auch bei Schwierigkeiten zu ihr stehen. Denn durch diese Sache wird mein Leben um ein vielfaches reicher.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir, alle, die wir hier sitzen und Gottesdienst feiern, haben auch eine ganz entscheidende Sache gemeinsam: Wir sind Christen, &#8211; aber sind wir es mit Leib und Seele? Nach den vorangegangenen Beispielen w\u00fcrde das bedeuten: begeistert, mit Leidenschaft wie Verliebte, bereit aufgrund unseres Glaubens vielleicht auch manches einstecken zu m\u00fcssen, bel\u00e4chelt zu werden, aber trotzdem in jeder Situation selbstverst\u00e4ndlich dazu zu stehen: Ja, ich bin Christ, mit dem Wissen, die Sache ist es wert.<\/p>\n<p align=\"justify\">In dem Predigttext f\u00fcr diesen Sonntag zeigt Paulus sich als solch ein Christ, als ein Christ mit Leib und Seele. Er fordert in diesen Zeilen aus dem 6. Kapitel des zweiten Briefes an die Korinther dazu auf, es ihm gleich zu tun. Paulus schreibt:<\/p>\n<p align=\"justify\"><i>&#8211; Predigttext lesen &#8211; <\/i><\/p>\n<p align=\"justify\">Es sind unbequeme harte Worte, die Paulus an die Gemeinde in Korinth richtet. Er bittet sie nicht, er w\u00fcnscht sich nicht etwas von ihr, nein, er <i>ermahnt <\/i>sie. Paulus hat guten Grund so energisch zu sein, denn es geht ihm um das Entscheidende im Leben einer christlichen Gemeinde \u2013 es geht um die Gnade Gottes. \u201aEmpfangt die Gnade Gottes\u2018 nicht vergeblich sind seine Worte. Ich mu\u00df an das Beispiel von dem verliebten Paar denken. Es ist sch\u00f6n, vom anderen zu wissen, \u201eder mag mich\u201c und \u201eder ist f\u00fcr mich da, wenn ich ihn brauche\u201c. So wird der Partner zu einem wichtigen Begleiter im eigenen Leben, der mich oft st\u00fctzt und h\u00e4lt. Die Beziehung zwischen Gott und Mensch ist sicher von ganz anderer Qualit\u00e4t und doch empfinde ich sie auch in vielem wie eine Liebesbeziehung. Auf jeden Fall auf der Seite Gottes, denn er macht uns Menschen eine Liebeserkl\u00e4rung. Wir sind ihm so wichtig, da\u00df er uns in den H\u00f6hen und Tiefen unseres Lebens begleiten m\u00f6chte. Er m\u00f6chte bei uns sein, uns tragen und Hoffnung geben in schwierigen Situationen. Damit wir uns dieser Liebeserkl\u00e4rung ganz sicher sein k\u00f6nnen, hat Jesus auf dieser Erde gelebt. Gott liebt uns, Gott will immer bei uns sein wie ein Geliebter \u2013 das ist die Gnade. Das ist Gottes Angebot, das unser Leben reich machen will, es ver\u00e4ndern will. Dieses wunderbare Angebot gilt es nun anzunehmen. Dazu ruft Paulus mit den Worten \u201eempfangt die Gnade Gottes nicht vergeblich\u201c auf.<\/p>\n<p align=\"justify\">Diese Liebeserkl\u00e4rung Gottes besteht f\u00fcr uns heute hier in Hohenkirchen genauso wie damals f\u00fcr die Menschen in Korinth. Wir haben sogar ein sichtbares Zeichen daf\u00fcr: unsere Taufe. Sie ist ein konkretes, sichtbares Zeichen daf\u00fcr, da\u00df Gott uns angenommen hat, da\u00df er f\u00fcr uns da sein will. \u2013 In wenigen Wochen werden einige von euch Jugendlichen konfirmiert. Bei der Konfirmation empfangt ihr noch einmal den Segen Gottes. Auch der Segen ist ein Zeichen daf\u00fcr, da\u00df Gott in eurem Leben immer dabei sein will, da\u00df er es gut mit euch meint. Aber in der Konfirmation bekennt auch ihr euch zu Gott. Ihr sagt ihm zu, sein Angebot euch zu begleiten anzunehmen. Auch wir, deren Konfirmation schon einige Jahre zur\u00fcckliegt, haben damals bekannt: Ja, wir wollen als Christen leben. Das Versprechen ist da, die Beziehung ist von beiden Seiten besiegelt. Nun gilt es dieses auch im Alltag umzusetzen und nicht als leere Phrase ad acta zu legen. Ich denke an dieser Stelle an die Worte des Paulus aus unserem Predigttext: \u201eEmpfangt die Gnade Gottes nicht vergeblich\u201c. Vielleicht w\u00fcrde er sich heute so ausdr\u00fccken: \u201eBleibt mit Herz und Seele bei Gott \u2013 die Sache ist es wert\u201c.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit Gott im Alltag leben, was kann das bedeuten? Wenn ich mich entscheiden sollte, ein Instrument zu erlernen, wie die Kinder des Posaunenchores, reicht diese Entscheidung allein nicht aus. Zuerst mu\u00df ich mir ein Instrument beschaffen, aber vor allem mu\u00df ich mir immer wieder Zeit zum \u00dcben nehmen. Das ist logisch. \u00c4hnlich ist es, wenn ich das Christsein ernst meine. Ich mu\u00df Gott einen Platz in meinem Leben einr\u00e4umen. F\u00fcr Gott offen zu sein, sich Zeit f\u00fcr ihn zu nehmen wie f\u00fcr die \u00dcbungsstunden beim Posaune lernen. Das ist die entscheidende Voraussetzung f\u00fcr ein Christsein mit Leib und Seele. Wenn ich mich darauf einlasse, werde ich die Liebe Gottes in meinem Leben auch sp\u00fcren. Sie wird mich bereichern und beschenken weitaus mehr als die beste Freundschaft. Aber wie bei einer Freundschaft, die sich nicht immer vertr\u00f6sten l\u00e4\u00dft, gilt auch f\u00fcr die Beziehung zu Gott: Sie l\u00e4\u00dft sich nicht immer vertr\u00f6sten, sondern sie will jetzt und heute gelebt werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Gott in jedem Augenblick einen Platz im eigenen Leben einzur\u00e4umen, bedeutet auch sich in Freud und Leid zu ihm zu bekennen. Es ist wie bei einem verliebten Paar. Auch wenn die Eltern gegen die Freundschaft sind, bekennen sich die Verliebten dennoch zueinander. Sie sind bereit miteinander durch dick und d\u00fcnn zu gehen, denn die Freundschaft gibt ihnen Halt. Sie teilen miteinander ihre Sorgen und N\u00f6te. Um wieviel mehr erfahren wir Trost und Halt, wenn wir mit Gott durch alle H\u00f6hen und Tiefen des Lebens gehen. Dazu geh\u00f6rt dann auch wie bei dem geliebten Freund selbstverst\u00e4ndlich in allen Situationen zu Gott zu stehen, in den angenehmen und den unangenehmen.<\/p>\n<p align=\"justify\">F\u00fcr Paulus war es oft gef\u00e4hrlich, sich als Christ zu bekennen. Dieses Bekenntnis brachte ihm neben mancher Bewunderung aber vor allem viel Not und Verfolgung ein, dennoch stand er dazu. Er erz\u00e4hlt davon in unserem Predigttext. In solche Situationen geraten wir heute aufgrund unseres Glaubens zum Gl\u00fcck nicht mehr. F\u00fcr uns ist es heute hier in Deutschland nicht gef\u00e4hrlich zu unserem Christsein zu stehen, aber ich kenne aber Situationen, in denen es unbequem oder peinlich ist, zu sagen, wie wichtig mir mein Glauben ist. Auf der einen Seite bewundert und auf der anderen Seite bel\u00e4chelt, so haben es auch einige erlebt, die sich als Kandidat oder Kandidatin f\u00fcr den Gemeindekirchenrat aufstellen lie\u00dfen. Einerseits Bewunderung f\u00fcr das Engagement, andererseits ein verst\u00e4ndnisloses Bel\u00e4cheln f\u00fcr den Einsatz. Auch der Konfirmand kennt die sp\u00f6ttischen Blicke, die sie erntet nur weil sie gern in die Kirche geht. Es gilt nun, wie bei einer festen Freundschaft, zu der ich auch in unangenehmen Situationen stehe, in eben diesen Situationen auch zu Gott zu stehen, ihnen nicht auszuweichen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es ist ein ganz sch\u00f6n hoher, edler Anspruch, in jeder Situation des Lebens, in Freud und Leid zu Gott zu stehen. Ich frage mich, wie kann das gelingen, woher kommt die Kraft, das Vertrauen, so zu f\u00fchlen und dann auch so zu handeln? Bleiben wir bei dem Beispiel der Verliebten: Woher nehmen sie die Kraft in allen Situationen zueinander zu stehen? Durch die Liebe des Partners erfahren sie Mut und Kraft zueinander zu halten, auch in schwierigen Situationen. Als Glaubende k\u00f6nnen wir uns auf die Liebe verlassen und aus ihr Kraft sch\u00f6pfen. Gerade in diesen Wochen bis Ostern erinnern wir uns daran, da\u00df Jesus, ein leidender Mensch im Mittelpunkt unseres christlichen Glaubens steht. Er wurde als Herr und Meister verehrt und im n\u00e4chsten Moment als Aufr\u00fchrer verspottet. Ich denke an dieser Stelle an unsere, dagegen zwar v\u00f6llig harmlosen, Erfahrungen als engagierter Christ auch sp\u00f6ttische Blicke zu ernten, wie vielleicht mancher Kandidat des Gemeindekirchenrates oder andere Mitarbeiter der Kirchengemeinde. Jesus kennt das. Er selbst hat Versuchungen erlebt \u2013 wir h\u00f6rten davon soeben im Evangelium. Er hat sich sogar von seinem Vater verlassen gef\u00fchlt, er hat die Schmach und die Schmerzen am Kreuz wirklich erlebt und ertragen. Er ist es, dem wir als Christen nachfolgen, auch heute. Weil gerade Jesus selbst alle Leiden und N\u00f6te kennt, k\u00f6nnen wir sicher sein, wir sind in unseren Sorgen und N\u00f6ten nicht allein. Er hat sie selbst erlebt und durchlitten. In alledem wich Gott nicht von seiner Seite. So ist er auch bei uns in unseren Sorgen und N\u00f6ten, will uns st\u00e4rken und Hoffnung geben wie ein Freund und Bruder. Aber das Entscheidende und Unvergleichliche ist: Jesus hat dieses Leiden \u00fcberwunden. Er ist am dritten Tag auferstanden von den Toten. Das gibt uns eine unvergleichliche Hoffnung und Zuversicht, da\u00df alles Leiden \u00fcberwunden wird, das Leiden und Tod nicht das letzte sind. Durch diese Gewi\u00dfheit verleiht uns der Glaube die Kraft alle dunklen Momente zu durchstehen und zu \u00fcberwinden. Denn wir wissen, Gott ist uns gerade in den schweren Situationen des Lebens besonders nahe. Er gibt uns Hoffnung, die tr\u00e4gt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit dieser tiefen Glaubenserfahrung f\u00fchlt Paulus sich auch in den Situationen des gr\u00f6\u00dften Leids durch den Glauben gest\u00e4rkt und beschenkt. Er sp\u00fcrt, Gott ist mir auch im Dunkel nah. Er gibt mir Halt und Hoffnung auf eine gute Zukunft.<\/p>\n<p align=\"justify\">Diese reiche Erfahrung steht allen offen, die sich auf Gott einlassen, sich f\u00fcr seine Sache begeistern lassen, wie Verliebte in jeder Situation zu ihm stehen und selbst so \u00fcberaus reich von ihm beschenkt werden durch seine N\u00e4he. Mit Leib und Seele Christ sein bedeutet den Glauben im Alltag zu leben und zu erfahren: Ich bin von Gott getragen in jeder Situation des Lebens.<\/p>\n<p align=\"justify\">Amen<\/p>\n<p><a name=\"vorueberlegung\"><\/a><b>Vor\u00fcberlegungen zum Predigttext 2 Kor 6, 1-10 <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\"><b>Der Text im 2. Korintherbrief <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Perikope befindet sich im ersten Hauptteil des zweiten Korintherbriefes 2, 14<b> <\/b>\u2013 7, 4, in dem es um die enge Verquickung von Apostelamt und Botschaft geht. Der Anla\u00df des zweiten Korintherbriefes hat den Charakter von 2 Kor 6, 1-10 entscheidend gepr\u00e4gt. Anla\u00df des Briefes war, da\u00df die Gemeinde an der Glaubw\u00fcrdigkeit des Paulus zweifelte. Hervorgerufen wurden diese Zweifel durch die Predigt von \u201aPaulusgegnern\u2018(1)<span style=\"font-size: medium;\">. Entscheidend ist hierbei, da\u00df ihre Position zu ihm eng mit ihrer Position zum Evangelium verkn\u00fcpft ist. Daher entscheidet sich f\u00fcr die Korinther in dieser Stellungnahme die Frage der Annahme oder Ablehnung der Gnade Gottes.(2)<\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Paulus f\u00fchlt sich nun zu einer Apologie gen\u00f6tigt, in der er die Legitimit\u00e4t und das Wesen des paulinischen Apostolates herausstellt. Ziel dieser Apologie ist dabei nicht prim\u00e4r der Selbstruhm des Paulus, sondern er m\u00f6chte zur Annahme des Evangeliums ermutigen. Dies tut er nicht als rein sachlich-theologische Er\u00f6rterung, sondern er gibt in einer pers\u00f6nlichen Weise einen tiefen Einblick in seine apostolische Existenz. Es handelt sich hier um eine Frage von seelsorgerlicher Relevanz. Paulus bem\u00fcht sich um \u201eStabilisierung des heilsrelevanten Verh\u00e4ltnisses zwischen Gemeinde und Apostel (Kap. 1-9)\u201c.(3)<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\"><b>Gliederung <\/b><\/span><\/p>\n<p>Der Text ist eine Einheit, die aber aus zwei aufeinander aufbauenden Hauptteilen besteht.<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8211; V. 1.2: Ermahnung, jetzt in der Gnade Gottes zu bleiben<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">&#8211; V. 3-10: Explikation durch \u00dcbertragung auf das Leben des Paulus <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">V. 3-4.b: Thema: in jeder Hinsicht Diener Gottes<\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">V. 4c-10: Ausf\u00fchrung <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">V. 4c-5: Peristasenkatalog<\/p>\n<p align=\"justify\">V. 6.7: Katalog von Tugenden, bzw. Kr\u00e4ften<\/p>\n<p align=\"justify\">V. 8-10: Reihe direkter Antithesen: Paradoxie der Offenbarung in der Verborgenheit (V. 8-9a) und des Lebens im Tode (V. 9b-10)<\/p>\n<p>(1) Die Auseinandersetzung mit den Gegnern ist in 2 Kor 10-14 wesentlich sch\u00e4rfer und deutlicher. Sie steht sicher auch in 2 Kor 6 im Hintergrund, prim\u00e4r ist hier jedoch der ermutigende Tenor durch das Beispiel des Apostels unter der Gnade zu bleiben im Vordergrund.<\/p>\n<p>(2) \u201ePaulus mi\u00dft dem Thema Apostolat eine au\u00dferordentlich gro\u00dfe Bedeutung bei, denn mit dem Verh\u00e4ltnis zu ihm als dem von Christus beauftragten Apostel und Tr\u00e4ger des Evangeliums steht das Heil der Gemeinde auf dem Spiel.\u201c (Gebauer, Paulus als Seelsorger, Seite 167). Mit Gnade Gottes ist das vers\u00f6hnende Heilshandeln Gottes in Jesus Christus gemeint. Vgl. 2 Kor 5, 18.<\/p>\n<p>(3) Gebauer, Paulus als Seelsorger, Seite 165.<\/p>\n<p align=\"justify\"><a name=\"gebete\"><\/a><b>Kollektengebet <\/b><\/p>\n<p align=\"justify\">Gott, du willst uns ganz nahe sein,<br \/>\ndessen k\u00f6nnen wir sicher sein, durch das Leben, Sterben und Auferstehen deines Sohnes. Daf\u00fcr danken wir dir.<br \/>\nSchenke Du uns deinen Geist, da\u00df wir deine N\u00e4he und Liebe sp\u00fcren<br \/>\nund so in jeder Situation durch dich gest\u00e4rkt leben k\u00f6nnen.<br \/>\nDarum bitten wir dich durch Jesus Christus.<\/p>\n<p align=\"justify\">Amen<\/p>\n<p><b>F\u00fcrbittengebet <\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Guter Gott, <\/span><br \/>\ndu bist in unsere Welt gekommen in einem Mensch wie wir.<br \/>\nSo kommen wir Gott zu dir,<br \/>\nwie Kinder zu Vater und Mutter kommen.<br \/>\nWir kommen mit unserer Freude und allem, was uns bedr\u00fcckt.<br \/>\nWir kommen zu Dir mit den Menschen,<br \/>\nmit denen du uns verbunden hast.<br \/>\nWir denken an sie \u2013 und bitten dich:<br \/>\nsei Du bei den Kindern und Jugendlichen,<br \/>\ndie ihren Weg im Leben suchen.<br \/>\nGib Du Ihnen Menschen an die Seite,<br \/>\ndie sie verstehen und liebevoll begleiten.<br \/>\nSei Du bei den Erwachsenen, die traurig sind \u00fcber eine Entt\u00e4uschung,<br \/>\n\u00fcber einen Abschied, \u00fcber ein Versagen.<br \/>\nSchenke Du ihnen W\u00e4rme und Geborgenheit<br \/>\nUnd la\u00df ihnen ihre Hoffnung nicht ausgehen.<br \/>\nSei Du bei deiner Kirche und bei der Gemeinde hier in Hohenkirchen,<br \/>\ndass ihr Frauen und M\u00e4nner geschenkt werden,<br \/>\ndie Deine N\u00e4he und Liebe sp\u00fcren<br \/>\nund diese auch weitertragen.<br \/>\nGott, du willst uns tr\u00f6sten und f\u00fcr uns sorgen so wie es eine Mutter und ein Vater f\u00fcr ihre Kinder tun.<br \/>\nDanke guter Gott,<br \/>\ndass wir uns dir ganz anvertrauen d\u00fcrfen durch Jesus, unseren Bruder.<\/p>\n<p align=\"justify\">Amen<\/p>\n<p><b>Lieder <\/b><\/p>\n<p><span style=\"font-size: medium;\">Er weckt mich alle Morgen (EG 452) <\/span><br \/>\nAch bleib mit deiner Gnade (EG 347)<br \/>\nIn dir ist Freude (EG 398)<br \/>\nIch lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt (EG 585)<br \/>\nBewahre uns Gott (EG 171)<\/p>\n<p>Anke Fasse,<a href=\"mailto:anke@sefarim.de\"> E-Mail: anke@sefarim.de<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000312-1.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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