{"id":21176,"date":"2000-04-20T15:24:36","date_gmt":"2000-04-20T13:24:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21176"},"modified":"2025-03-14T15:26:09","modified_gmt":"2025-03-14T14:26:09","slug":"markus-1426-42-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/markus-1426-42-2\/","title":{"rendered":"Markus 14,26-42"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"550\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #0000a0; font-size: xx-small;\">Gr\u00fcndonnerstag<\/span><br \/>\n<b>20.4.2000<br \/>\nMarkus 14,26-42<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Klaus B\u00e4umlin<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"LEFT\">Predigttext:<\/p>\n<p>\u201eUnd als sie den Lobgesang gesungen, gingen sie zum \u00d6lberg hinaus. Und Jesus sagt zu ihnen: Ihr alle werdet \u00c4rgernis nehmen. Denn es steht geschrieben: &#8218;Ich will den Hirten erschlagen, und die Schafe werden verstreut.&#8216; Aber nach meiner Auferweckung gehe ich euch nach Galil\u00e4a voraus. Petrus aber sagte zu ihm: Wenn auch alle \u00c4rgernis nehmen, ich nicht: Und Jesus sagt zu ihm: Wahr ist&#8217;s, ich sage dir: Gerade du wirst heute &#8211; in dieser Nacht &#8211; ehe der Hahn zweimal kr\u00e4ht, dreimal mich verleugnen. Er aber redete \u00fcberschwenglich: M\u00fcsste ich sterben mit dir &#8211; nie werde ich dich verleugnen: Und das sagten sie alle.<\/p>\n<p>So kommen sie zu einem Landgut, Getsemani mit Namen. Und er sagt zu seinen J\u00fcngern: Setzt euch hier, w\u00e4hrend ich bete. Petrus aber, Jakobus und Johannes nimmt er mit sich. Und er fing an, zu erschaudern und zu verzagen. Und er sagt zu ihnen: Betr\u00fcbt ist meine Seele bis zum Tod. Bleibt hier und wacht: Und ein kleines St\u00fcck weitergegangen, fiel er zur Erde und betete: es m\u00f6chte, wenn es m\u00f6glich w\u00e4re, die Stunde an ihm vor\u00fcbergehen. Und er sagte: Abba, Vater du: Alles ist dir m\u00f6glich, lass diesen Becher an mir vor\u00fcbergehen. Aber nicht, was ich, sondern was du willst. Dann kommt er und findet sie schlafend. Und er sagt zu Petrus: Simon, du schl\u00e4fst: Warst du nicht stark genug, eine Stunde zu wachen? Wacht und betet, dass ihr nicht in Versuchung kommt. Der Geist ist willig, das Fleisch aber schwach. Abermals ging er weg und betete, indem er dasselbe Wort sprach. Und abermals kam er und fand sie schlafend; denn die Augen waren ihnen schwer geworden, und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten. Dann kommt er zum drittenmal und sagt zu ihnen: Schlaft ihr weiter und rastet? Genug. Die Stunde ist gekommen da: Der Menschensohn wird in die H\u00e4nde der S\u00fcnder ausgeliefert. Auf, gehen wir: Da: Der mich ausliefert: Er ist nahe.\u201c<\/p>\n<p>(\u00dcbersetzung: Fridolin Stier)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>das Markusevangelium, dessen Ende wir uns jetzt n\u00e4hern, beginnt, \u00fcberschriftartig, mit den Worten: &#8222;Anfang des Evangeliums von Jesus: dem Messias, Gottes Sohn.&#8220; Zu diesen Hoheitstiteln &#8222;Messias&#8220; und &#8222;Sohn Gottes&#8220; scheint nun aber das, was sich hier in Getsemani abspielt, \u00fcberhaupt nicht zu passen. Was ist denn das f\u00fcr ein Gottessohn, dessen Seele &#8222;betr\u00fcbt ist bis zum Tod&#8220; und der jetzt in der Stunde der Entscheidung zur\u00fcckschreckt, erschaudert und verzagt? Was ist das f\u00fcr ein Gottessohn, der auf der Erde liegt und den Vater im Himmel bittet, den Becher des Leidens an ihm vor\u00fcbergehen zu lassen, ihn doch einen andern Weg zu f\u00fchren als den entsetzlichen Weg zum Foltertod am Kreuz?<\/p>\n<p>Das ist das erste, was mir die Szene in Getsemani deutlich macht: Jesus ist ein wirklicher Mensch, ein &#8222;Menschensohn&#8220;, kein in Menschengestalt verkleideter Gott. Wie andere Menschen kennt und erf\u00e4hrt und erleidet er die tiefste Menschenangst: die Angst und Furcht vor dem Tod. Und wenn es denn so sein sollte, wie Markus mit der \u00dcberschrift seines Evangeliums uns nahelegt, dass Jesus der &#8222;Sohn Gottes&#8220; ist, dass uns in ihm Gottes Gegenwart begegnet, dann heisst das, dass Gott selber die Todesangst kennt, erf\u00e4hrt und erleidet, sie mit den Menschen teilt.<\/p>\n<p>Das zweite, das mir die Szene in Getsemani klar macht, ist, dass Jesus sich, seiner Todesfurcht zum Trotz, f\u00fcr den Weg ins Leiden entscheidet: &#8222;Aber nicht, was ich, sondern was du willst.&#8220; Es ist seine freie Entscheidung. Wenn schon nicht Gott &#8211; Jesus h\u00e4tte andere M\u00f6glichkeiten gehabt. Er h\u00e4tte in Jerusalem mitten unter den vielen Leuten bleiben k\u00f6nnen, wo seine Feinde es nicht gewagt h\u00e4tten, ihn zu verhaften. Er h\u00e4tte untertauchen und sich nach Galil\u00e4a zur\u00fcckziehen k\u00f6nnen. Aber er begibt sich in das einsame Landgut, genau wissend, dass er so seinen Gegnern Gelegenheit gibt, ihn ohne grosses Aufsehen in die Hand zu bekommen. Jesus flieht nicht. Er weicht nicht aus.<\/p>\n<p align=\"CENTER\">*<\/p>\n<p>Ich komme noch einmal zur\u00fcck auf die Todesangst, auf das Erschaudern und Verzagen, das so gar nicht zu einem Gottessohn passen will. Oft hat man die Getsemani-Szene verglichen mit einer andern ber\u00fchmten Sterbeszene: mit dem Tod des Philosophen Sokrates. Wie anders hat sich Sokrates angesichts seines Todes verhalten: Gelassen, fast heiter hat er das Todesurteil entgegengenommen, den Giftbecher getrunken und seine letzte Stunde im Gespr\u00e4ch mit seinen Freunden zugebracht, ohne jede Furcht, ein wahrer Weiser. Ja, er hat den Tod geradezu begr\u00fcsst als Befreiung von den Fesseln des irdischen, leiblichen Lebens.<\/p>\n<p>Jesus aber &#8222;fing an, zu erschaudern und zu verzagen. Und er sagt zu ihnen: Betr\u00fcbt ist meine Seele bis zum Tod.&#8220; Ich denke nicht, dass Jesus sich vor dem Sterben an sich gef\u00fcrchtet hat. Aber er wird ja nicht eines sogenannt nat\u00fcrlichen Todes sterben. Man wird ihn \u00f6ffentlich zum Gesp\u00f6tt machen; man wird ihn mit F\u00fcssen treten, ins Gesicht schlagen; man wird ihm seine W\u00fcrde nehmen; man wird ihn grausam foltern; man wird ihn auf die denkbar entsetzlichste Art hinrichten, so wie man damals nur Schwerverbrecher und Terroristen hingerichtet hat.<\/p>\n<p>Wir brauchen den edlen Tod des Sokrates und den schm\u00e4hlichen Tod Jesu nicht gegeneinander auszuspielen. Es ist gut zu wissen, dass Menschen auch so dem Tod entgegensehen k\u00f6nnen wie der weise Sokrates: so gelassen, so abgekl\u00e4rt und furchtlos. Der Tod Jesu aber ruft uns in Erinnerung, dass Menschen auch ganz anders sterben, den Tod ganz anders erleiden: als politische Gefangene zum Beispiel, die hinter dicken Mauern zu Tode gefoltert werden, ohne dass jemand ihr Schreien h\u00f6rt, als Geschundene, Vergewaltigte, \u00fcberw\u00e4ltigte,als wehrlose, ohnm\u00e4chtige Opfer menschenverachtender, zynischer \u00fcbermacht und Gewalt. Jesus steht nicht abgekl\u00e4rt \u00fcber den Dingen. Er steckt mitten drin. Er ist nicht ein Spitzenmensch wie Sokrates, erst recht kein \u00dcbermensch. Er wird zum Bruder, zum Leidens- und Schicksalsgenossen der Elenden und Verdammten dieser Erde. Er kennt und teilt ihre Ohnmacht, ihr Entsetzen, ihre Todesangst. Er stirbt ihren elenden, w\u00fcrdelosen Tod. Er, der Gottessohn, der Menschensohn ist einer von ihnen.<\/p>\n<p>Die Szene in Getsemani f\u00fchrt uns in die tiefste Tiefe menschlichen Elends. Und sie f\u00fchrt uns auch zum tiefsten Geheimnis Gottes. Sie r\u00fcttelt an unseren Gottesvorstellungen. &#8222;Abba, Vater du!&#8220; betet Jesus. &#8222;Alles ist dir m\u00f6glich, lass diesen Becher an mir vor\u00fcbergehen. Aber nicht, was ich, sondern was du willst.&#8220; Es ist fast, als ob Jesus im Gebet noch andere M\u00f6glichkeiten Gottes auslotete. &#8222;Alles ist dir m\u00f6glich.&#8220; H\u00e4tte Gott, wenn er allm\u00e4chtig ist, nicht andere M\u00f6glichkeiten und Mittel, um das Leid zu wenden und der Gewalt auf Erden ein Ende zu bereiten? K\u00f6nnte er nicht auf eine etwas elegantere Weise den Armen und Elenden zu ihrem Recht verhelfen? G\u00e4be es nicht andere Wege zur Erl\u00f6sung? Ich weiss nicht, liebe Gemeinde, ob Gott andere M\u00f6glichkeiten und Wege <i>h\u00e4tte<\/i>. Ich lerne durch die Getsemani-Szene einfach, dass Gott <i>diesen<\/i> einen Weg des Mitleidens und der Solidarit\u00e4t mit den Opfern gew\u00e4hlt hat zur Erl\u00f6sung. Ich lerne hier, dass das Mitleiden und Mitsterben Jesu mit den Elenden Gottes Weg zur Auferstehung und Erl\u00f6sung ist. Und Jesus akzeptiert es &#8211; weil er ein ungebrochenes, unzerst\u00f6rtes Vertrauen in Gott hat.<\/p>\n<p>&#8222;Abba, Vater du:&#8220; Es ist das einzige Mal im Markusevangelium, dass Jesus Gott in seiner aram\u00e4ischen Muttersprache mit dem vertraulichen, liebevollen &#8222;Abba&#8220;, &#8222;V\u00e4terchen&#8220; anredet. Das ist nicht das Auftrumpfen mit einem allm\u00e4chtigen Vater, der es den b\u00f6sen Buben schon noch zeigen wird. Es ist eher das Vertrauen, dass Gottes Kraft im Leiden, in der \u00e4ussersten Ohnmacht wirksam wird. Die Passion Jesu bringt unsere Gottesvorstellungen geh\u00f6rig durcheinander.<\/p>\n<p align=\"CENTER\">*<\/p>\n<p>Jesus geht seinen Weg ganz allein. Zwar nimmt er drei seiner J\u00fcnger, Petrus, Jakobus und Johannes, mit sich. Er erwartet von ihnen nicht, dass sie seinen Weg mit ihm zu Ende gehen. Er verlangt nicht, dass sie sich mit ihm verhaften und ans Kreuz schlagen lassen. Nur in seiner N\u00e4he m\u00f6chte er sie haben in seiner schwersten Stunde. Nicht als Akteure, nur als Zeugen m\u00f6chte er sie bei sich wissen. Nur mit ihm wachen und beten sollen sie. Nicht ganz allein m\u00f6chte er jetzt sein, nur ihre N\u00e4he m\u00f6chte er sp\u00fcren.<\/p>\n<p>Aber sie lassen ihn im Stich. Nicht einmal Petrus, der Fels, der gerade noch den Mund so voll genommen hat: &#8222;M\u00fcsste ich sterben mit dir &#8211; nie werde ich dich verleugnen&#8220; &#8211; nicht einmal Petrus ist stark genug, eine Stunde mit Jesus zu wachen. Jesus hat es ihnen ja eben erst auf den Kopf zu gesagt: &#8222;Ihr alle werdet \u00c4rgernis nehmen.&#8220; Die J\u00fcnger verstehen ihn nicht. Sie haben sich alles so ganz anders vorgestellt. Sie haben noch immer damit gerechnet, dass sich Jesus \u00f6ffentlich als der Messias und Befreier Israels erweisen werde, dass er die r\u00f6mischen Besetzer aus dem Land jagen und sein Friedensreich sichtbar aufrichten werde. Das w\u00e4re nach ihrem Sinn gewesen, da w\u00e4ren sie dabei gewesen. Daf\u00fcr h\u00e4tten sie auch k\u00e4mpfen und notfalls sterben m\u00f6gen.<\/p>\n<p>Aber jetzt, wo sich die Niederlage abzeichnet, jetzt, wo sie realisieren, dass alles ganz anders kommt, wo sie sehen, wie Jesus erschaudert und verzagt, geben sie auf. Einen verzagten Messias, der auf der Erde liegt, dessen Seele bis zum Tod betr\u00fcbt ist, ertragen sie nicht. Alles, was sie in der Gemeinschaft mit Jesus erlebt haben, die Hoffnungen und Erwartungen, die er in ihnen geweckt hat &#8211; es ist alles verflogen und vorbei.<\/p>\n<p>&#8222;Dann kommt er und findet sie schlafend. Und er sagt zu Petrus: Simon, du schl\u00e4fst: Warst du nicht stark genug, eine Stunde zu wachen?&#8220; Simon heisst er jetzt wieder, so wie er hiess, bevor Jesus ihn in seine J\u00fcngerschaft gerufen hat und ihm den Beinamen Petrus, der &#8222;Fels&#8220; gab. Wieder der alte b\u00fcrgerliche Simon. Vergessen, verraten, verleugnet, begraben die Tr\u00e4ume vom Reich Gottes, dem nahegekommenen. Restlos desillusioniert. Schluss mit den Utopien. &#8222;Die Augen waren ihnen schwer geworden, und sie wussten nicht, was sie ihm antworten sollten.&#8220; Grosse Verlegenheit. Ein wenig Scham auch.<\/p>\n<p align=\"CENTER\">*<\/p>\n<p>\u00dcberall, wo das Markusevangelium von den J\u00fcngern erz\u00e4hlt, sollen die Leser sich selber erkennen, sollen sich die Frage stellen: Bin ich&#8217;s? Verhalte ich mich auch so? Bin ich so wie diese J\u00fcnger?<\/p>\n<p>Hier in Getsemani sind uns die drei J\u00fcnger sehr, sehr nahe. Wir sind wie sie. Wir ertragen doch die t\u00e4glichen Schreckensnachrichten kaum mehr: die Berichte \u00fcber die Menschenrechtsverletzungen, \u00fcber die Folterungen, das Elend der Fl\u00fcchtlinge, die Schicksale ausgeschaffter Asylbewerber, die Kriege und B\u00fcrgerkriege, die Hungerund Umweltkatastrophen. Alle die vor Angst zitternden, verzagenden Menschen, alle die zu Tode betr\u00fcbten Seelen. Man kann ja doch nichts dagegen ausrichten. Da werden einem doch wirklich die Augen schwer, und die Ohren gehen einem zu.<\/p>\n<p>Die Utopien sind ja auch nicht mehr gefragt. Realit\u00e4tsfremd, wer noch an ihnen festh\u00e4lt. Auf den M\u00fcllhaufen der Geschichte mit den Tr\u00e4umen einer ver\u00e4nderbaren, verbesserlichen Welt! Desavouiert und widerlegt die Hoffnungen auf einen Ausgleich zwischen Reichen und Armen, auf ein wenig mehr Gerechtigkeit auf dieser Erde. Ein \u00c4rgernis und eine Torheit der Wunsch, die Menschen k\u00f6nnten es vielleicht doch noch lernen, geschwisterlich miteinander zu leben. Besser, kl\u00fcger, bequemer, sich damit abzufinden, dass die Dinge eben ihren Lauf nehmen. Besser, der Macht des Marktes zu vertrauen als den Utopien eines Reichs der Gerechtigkeit. Besser, kl\u00fcger, Realist zu sein als auf Gottes M\u00f6glichkeiten zu vertrauen. Vielleicht ein wenig verlegen, ein wenig schamhaft. Aber doch sehr m\u00fcde und schl\u00e4frig. Sie sind so menschlich, die J\u00fcnger, man kann ihnen nicht einmal b\u00f6se sein. Auch Jesus ist ihnen nicht b\u00f6se. &#8222;Dann kommt er zum drittenmal und sagt zu ihnen: Schlaft ihr weiter und rastet?&#8220;<\/p>\n<p align=\"CENTER\">*<\/p>\n<p>Blaise Pascal hat einmal geschrieben: &#8222;Jesus est en agonie jusqu&#8217;\u00e0 la fin du monde; il ne faut pas dormir pendant ce temps l\u00e0.&#8220; Christus ist im Todeskampf bis zum Ende der Welt. Sein Todeskampf, sein Zittern, seine Angst ist da in allen Opfern. F\u00fcr die Gefolterten in den Gef\u00e4ngnissen, f\u00fcr die Opfer der Gewalt ist es vielleicht das allerschlimmste, wenn sie vergessen sind, wenn niemand auch nur an sie denkt und ihr Schicksal, ihre Namen in Erinnerung ruft, wenn niemand mehr da ist, der f\u00fcr sie wacht und betet und ihr Recht, ihr Leben einklagt vor Gott und den Menschen. Dann hat die Menschenverachtung gesiegt, und der Feind, der Tod, hat das letzte Wort.<\/p>\n<p>&#8222;Wacht und betet:&#8220; Jesus erwartet von seinen J\u00fcngern nicht einmal, dass sie mitk\u00e4mpfen und seinen Leidensweg mitgehen. Nur dass sie mit ihm wachen und beten. Nur dass sie Zeugen sind seiner Angst und seines Leidens. Nur, dass sie in seiner N\u00e4he sind. Keine Helden, nur wache Zeugen braucht er. Und eben: \u00fcberall, wo das Markusevangelium von den J\u00fcngern erz\u00e4hlt, sind die Leser und Leserinnen, die H\u00f6rer und H\u00f6rerinnen des Evangeliums gefragt.<\/p>\n<p><b>Klaus B\u00e4umlin ist Pfarrer an der evangelischen-reformierten Kirchgemeinde Nydegg in Bern\/Schweiz<br \/>\n<a href=\"mailto:tobias.baeumlin@dplanet.ch\">c\/o: E-Mail: tobias.baeumlin@dplanet.ch <\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000420-2.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fcndonnerstag 20.4.2000 Markus 14,26-42 Klaus B\u00e4umlin Predigttext: \u201eUnd als sie den Lobgesang gesungen, gingen sie zum \u00d6lberg hinaus. Und Jesus sagt zu ihnen: Ihr alle werdet \u00c4rgernis nehmen. 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