{"id":21262,"date":"2000-07-02T16:39:13","date_gmt":"2000-07-02T14:39:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21262"},"modified":"2025-03-14T16:40:07","modified_gmt":"2025-03-14T15:40:07","slug":"1-korinther-141-3-20-25-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-korinther-141-3-20-25-2\/","title":{"rendered":"1. Korinther 14,1-3 + 20-25"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"600\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #0000a0; font-size: xx-small;\">2. Sonntag nach Trinitatis<\/span><br \/>\n<b>2.7.2000<br \/>\n1. Korinther 14,1-3 + 20-25<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Hans Theodor Goebel <\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"LEFT\">Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Vor ein paar Tagen war es.<br \/>\nIch komme \u00fcber die Schildergasse in K\u00f6ln, gehe zum Kaufhof. Da steht auf der Stra\u00dfe ein Mann. Er redet laut. Ein paar Leute sitzen und stehen um den Brunnen herum &#8211; in der Sonne oder im Schatten. Sie h\u00f6ren ihm zu.<br \/>\nDer Mann erz\u00e4hlt von Jesus und von Gott. Von seinem eigenen ehemals verwilderten und verlorenen Leben. Aus dem er gerettet worden sei. Denn Gott liebe ihn und sein Ruf habe ihn getroffen.<br \/>\nNun liebe er Gott und Jesus, sagt der Mann.<br \/>\nDie ihm zuh\u00f6rten, sollten es ihm doch nachtun. Weil Gott sie liebe, sollten sie sich zu ihm bekehren. Er, der Prediger auf der Stra\u00dfe, habe es ihnen jetzt gesagt. Er habe es ihnen auch sagen m\u00fcssen. Wenn sie jetzt nicht h\u00f6rten, k\u00f6nne Gott ihr Leben nicht von ihm fordern, sei er nicht schuld an ihrer Verdammnis.<br \/>\nGottes Gericht werde n\u00e4mlich kommen. Auch \u00fcber die Kirchen, den Vatikan und den Weltkirchenrat.<\/p>\n<p>Er selbst &#8211; so sagte der Prediger &#8211; sei ein einfacher Mann. Nicht studiert. An ihm liege nichts. Auf ihn k\u00e4me es gar nicht an und er habe nichts vorzuweisen mit seiner Person und seinem Leben. Im Gegenteil. Nur auf die Liebe Gottes k\u00e4me es an. An der hinge alles. Zu Gott sich hin zu kehren und ihn wieder zu lieben &#8211; darum ginge es.<\/p>\n<p>Wer war dieser Mann? Ich wei\u00df es nicht.<br \/>\nWar er ein Prophet &#8211; von Gott gesandt? Zu den paar Menschen auf der Stra\u00dfe, die sonst vielleicht in keine Kirche gehen, und haben ihm zugeh\u00f6rt. Haben vielleicht gel\u00e4chelt oder sind nachdenklich geworden und er hat sie angesprochen. Hat der Mann f\u00fcr mich prophetisch geredet?<\/p>\n<p>1.<br \/>\nProphet sein oder prophetisch reden &#8211; was ist das?<br \/>\nWas haben wir damit zu tun?<br \/>\nNach dem, was Paulus hier davon schreibt, ist es eine <i>geistliche <\/i>Sache. Und geht die christliche Gemeinde an.<\/p>\n<p>Zum Propheten kann niemand sich selbst machen. Nur Gottes Geist kann Menschen dazu bewegen.<\/p>\n<p>Prophet zu sein, kannst du nicht planen und machen wie eine Politiker-Karriere. Und auch nicht wie einen Pfarrer-Beruf.<\/p>\n<p>Du kannst auch nicht machen, dass ein anderer auf seine Knie f\u00e4llt und Gott die Ehre gibt.<\/p>\n<p>Wenn aber von Gott her der Geist kommt, wenn er da ist in unsrer Gemeinde, dann begabt er uns und setzt einen Prozess in Gang. &#8211; Dann k\u00f6nnen wir uns M\u00fche geben, seine Gabe zu aktivieren. Wir sollen das auch!<\/p>\n<p><i>Bem\u00fcht euch eifrig um das Geistliche (die Gaben des Geistes), am meisten aber, dass ihr prophetisch redet &#8211; <\/i>schreibt Paulus<i>.<\/i><\/p>\n<p>Besonders ans prophetische Reden sollt ihr Eifer und M\u00fche setzen.<br \/>\nAber dann m\u00fcsste der Geist Gottes da sein &#8211; in dieser Gemeinde in K\u00f6ln-Rath und bei euch, lieber Dollenchen-Besuch, in der Niederlausitz.<br \/>\nK\u00f6nnen wir denn damit rechnen, dass er bei euch und bei uns ist und dass hier und da Menschen erf\u00fcllt vom Heiligen Geist wie Propheten Gottes reden k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Gott hat seinen J\u00fcngern seinen Geist versprochen. Jesus hat ihnen gesagt, dass sie den Vater im Himmel nicht vergeblich um seinen Geist bitten werden. Und wo er sein Versprechen erf\u00fcllt, wird in seiner Kirche immer neu Pfingsten.<br \/>\nIch frage, ob wir Gott bei seinem Wort nehmen? Ob wir auf Gottes Geist gefasst sind?<br \/>\nOder ob wir uns doch lieber auf unsere eigene Kunst verlassen. Dann gehen uns vielleicht auch die Propheten aus.<\/p>\n<p>2.<br \/>\nWarum soll nun gerade am prophetischen Reden so besonders viel gelegen sein?<\/p>\n<p>Es hat zur Zeit des Apostels Paulus wie auch heute in den Gemeinden doch auch andere Formen von geistlichem Leben gegeben.<br \/>\nPaulus nennt eine: das <i>Zungenreden. <\/i>Da sind Menschen von Gottes Geist ergriffen und reden in Lauten oder in einer Sprache, die nur Gott verstehen kann &#8211; und nur bestimmte Menschen. Auf die anderen aber, die das Zungenreden nicht verstehen, wirkt es, als redeten da Wahnsinnige.<\/p>\n<p>Seht ihr, sagt Paulus. Das ist das Problem. Es kommt doch gerade darauf an, dass die anderen Menschen euch verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Du betest und bist dabei irgendwie verz\u00fcckt und entr\u00fcckt. Du bist irgendwie au\u00dfer dir. Vielleicht einfach religi\u00f6s ergriffen und pers\u00f6nlich tief bewegt von dem, was du erfahren hast und erahnst und was kein anderer versteht. Das alles kann vom Heiligen Geist sein. Aber &#8211; du bleibst dabei privat.<br \/>\nDen anderen bleibst du mit dem, was du erlebst, ein Geheimnis. Sie verstehen es nicht. Darauf legst du es auch gar nicht an. Deine Religion bleibt f\u00fcr dich Privatsache. Du erbaust dich selbst. Vielleicht mit Gottes Geist. Dann danke ihm.<\/p>\n<p>Aber pass auf, dass der Geist Gottes nicht von dir aus schon weiter gegangen ist. Bleib ihm auf der Spur. Denn der Heilige Geist will, dass du die Gemeinde erbaust und nicht nur dich selbst. Dein christlicher Glaube kann nicht deine Privatsache werden.<\/p>\n<p>Darum sollt ihr euch besonders um das prophetische Reden bem\u00fchen &#8211; schreibt Paulus an die Gemeinde. Denn wer prophetisch redet, der redet den Menschen zur Erbauung und zur Ermahnung und zur Tr\u00f6stung.<\/p>\n<p>Ich denke in unserer Gemeinde daran, dass auch Gruppen so ein Eigenleben f\u00fchren k\u00f6nnen, auch ein geistliches Eigenleben. Ich will das nicht schlecht machen. Nur &#8211; baut es die Gemeinde auf? Oder bleibt es in sich verkapselt, die anderen bekommen es nicht mit, sie bleiben von ihm ausgeschlossen? -Wenn es so steht, dient es dann dem Aufbau unsrer Gemeinde?<\/p>\n<p>Warum kommt es denn nun so auf die Erbauung der Gemeinde an und nicht nur auf die eigene? Weil es auf die Liebe ankommt. Der <i>Liebe<\/i> wegen kann die christliche Religion nicht Privatsache bleiben.<\/p>\n<p>3.<br \/>\nProphetisch reden im Heiligen Geist ist \u00f6ffentlich und will das Verstehen und den gegenseitigen Austausch.<br \/>\nUm aber was geht es, wenn Menschen durch prophetisches Reden erbaut und ermahnt und getr\u00f6stet werden?<\/p>\n<p>Ich versuche einmal zu \u00fcbersetzen. Prophetisch reden hei\u00dft, <i>Menschen die Zeit ansagen. Von Gott her und im Auftrag Gottes. In Jesus Christus ist die Liebe Gottes unheimlich nahe an euch herangekommenen. Kehrt zu ihr um! <\/i><\/p>\n<p>Das ist anders, als wenn wir uns aus unserer eigenen Sicht heraus die Zeit ansagen.<\/p>\n<p>Du bist vielleicht krank. Aus deiner eigenen Sicht heraus starrst du auf die die <i>Krankheit<\/i>. Du verstehst sie nicht. Sie l\u00e4\u00dft dein Leben sinnlos erscheinen. Sie stellt Gott f\u00fcr dich in Frage.<br \/>\nUnd dann kommt jemand zu dir und fragt dich: Meinst du denn nicht, dass die Liebe umso mehr f\u00fcr dich da ist?<br \/>\nUnd es war eine Prophetin, die dir da von Gott gesprochen hat.<br \/>\nAus unserer eigenen Sicht heraus sehen wir noch mehr, was uns Angst macht, was uns deprimiert. Viele Zusamenh\u00e4nge verstehen wir gar nicht. Wer steckt dahinter, wenn sich heute immer mehr wirtschaftliche Macht zusammenballt? Gro\u00dfe Banken und Konzerne fusionieren. Wem kommt das zugute? Werden die Habenichtse unserer Welt etwas davon haben, die L\u00e4nder Afrikas, die immer mehr verelenden, die Arbeitslosen bei uns? Sieht es nicht eher danach aus, dass auf der einen Seite wirtschaftliche Macht und Reichtum w\u00e4chst und gleichzeitig Armut Elend auf der anderen Seite produziert wird?<\/p>\n<p>Gewinnen wir mit dieser Entwicklung die Zukunft f\u00fcr eine Welt, die von immer mehr Menschen bewohnt wird?<\/p>\n<p>Heute fordern alle wirtschaftliches Wachstum und wollen es gef\u00f6rdert sehen. Aber es gab doch vor ein paar Jahrzehnten einmal die Einsicht, die<i> Grenzen des Wachstums <\/i>seien erreicht. Wo ist diese Einsicht heute? War sie damals falsch oder ist sie heute nicht mehr aktuell? Es redet keiner mehr davon.<\/p>\n<p>Welche Politik kann die Entwicklung heute noch steuern oder gestalten?<br \/>\nKann uns jemand prophetisch da reinreden?<\/p>\n<p>Wenn wir von uns aus sehen, gibt das schnell eine pessimistische Zeitansage: Die Zukunft ist zum F\u00fcrchten. Zumindest ist ungewiss, unter welchen Bedingungen gro\u00dfe Teile der Menschheit \u00fcberleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Immerhin k\u00f6nnte die Furcht die Verantwortlichen ja zum Innehalten und Nachdenken bringen. Aber sieht es in unserer Welt danach aus?<\/p>\n<p>Wie sagt uns ein Prophet im Namen und Auftrag Gottes heute die Zeit an?<br \/>\nJedenfalls wird er uns sagen: <i>Gottes Liebe, die in Jesus Christus ist, &#8211; sie ist nahe an euch herangekommen. Es ist an der Zeit, dass ihr umkehrt zu dieser Liebe<\/i>.<br \/>\nGebt euch nicht selbst auf, lasst euch selbst nicht fallen. Diese Liebe tr\u00e4gt euch! Haltet das f\u00fcr die entscheidende Tatsache eures Lebens!<\/p>\n<p>Gebt unsre Welt, gebt die nachkommenden Generationen nicht auf! Gott hat die Welt so geliebt, dass er seinen eigenen Sohn f\u00fcr sie hergab. Die Welt soll sich nicht selbst verlieren und verloren geben.<\/p>\n<p>Da dr\u00e4ngen <i>Menschen aus den armen und \u00e4rmsten L\u00e4ndern<\/i> in unsere europ\u00e4ischen Wohlfahrtsstaaten. Weil sie zu Hause keine Lebenschance mehr haben oder keine mehr sehen.<br \/>\nM\u00fcssen wir uns dann nicht politisch und wirtschaftlich daf\u00fcr engagieren, dass ihren Heimatl\u00e4nder sich entwickeln k\u00f6nnen und sie da nicht verhungern und mit Recht und W\u00fcrde da leben k\u00f6nnen? Ihr Problem ist unser Problem.<\/p>\n<p>Da kommen Menschen nach K\u00f6ln, die hier <i>Asyl<\/i> suchen. Die an Leib und Seele vielleicht schwer traumatisiert sind. Einigen von ihnen werden die \u00c4mter und die Gesetze unseres Staates nicht gerecht. Sch\u00fctzen sie nicht. K\u00f6nnen <i>wir<\/i> sie denn dann verloren geben? Sich selbst \u00fcberlassen?<br \/>\nAber manche Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnten uns ausnutzen oder t\u00e4uschen?<br \/>\nJa und? Martin Luther hat gesagt: <i>Die Liebe denkt von jedem nur das Beste und ist nicht argw\u00f6hnisch. Mag sie irren. Es geh\u00f6rt zur Liebe betrogen, zu werden. Sie ist dem Gebrauch und dem Missbrauch aller preisgegeben. <\/i>(WA 18,652). Steile Worte. Ich kommen ihnen nicht nach.<i><\/i><\/p>\n<p>Aber meinst du denn, Gott h\u00e4tte dich anders geliebt?<\/p>\n<p>Von uns aus sehen wir \u00c4ngste. Das ist wahrscheinlich in Brandenburg nicht anders als in K\u00f6ln. Dann denken wir, die Fremden k\u00f6nnten uns etwas wegnehmen. Arbeit oder Geld aus den \u00f6ffentlichen Kassen, das Geld von unseren Steuern.<br \/>\nManche denken, wir w\u00fcrden \u00fcberfremdet. Andere meinen, die kirchliche Gemeindearbeit werde vernachl\u00e4ssigt, wenn das Presbyterium sich hier um die Fremden k\u00fcmmert.<br \/>\nUnd da redet vielleicht einer prophetisch dazwischen und sagt: Wieso spielt ihr das denn gegeneinander aus?<br \/>\nDie Liebe gilt doch nach innen in der Gemeinde und nach au\u00dfen gegen\u00fcber den Fremden. Wollt ihr denn Gottes Liebe auch aufteilen &#8211; dahin oder dorthin? Gottes Liebe ist doch unteilbar.<\/p>\n<p>Da kommen Politiker und sagen: Wir brauchen <i>Einwanderer<\/i> f\u00fcr unsere Wirtschaft, aber daf\u00fcr nehmen wir dann nur noch eine bestimmte Zahl von Asylbewerbern auf. Dann stehen hofffentlich Propheten auf und sagen:<br \/>\nIhr k\u00f6nnt doch die Grenzen unseres Staates nicht vor einem Verfolgten dicht machen, nur weil eine Zahlenquote \u00fcberschritten ist. Kehrt um zu der Liebe Gottes!<\/p>\n<p>Wenn Propheten so oder \u00e4hnlich in der Kirche und in unserer Gemeinde von der Liebe Gottes reden und sagen: Kehrt zu ihr um! &#8211; denken vielleicht viele: Das ist aber zu einseitig. Oder: Das ist aber politisch, und damit hat die Kirche doch nicht zu tun.<\/p>\n<p>Paulus schreibt ein paar Verse weiter an die Gemeinde in Korinth: <i>Von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die anderen lasst dar\u00fcber urteilen <\/i>(V 29)<i>. <\/i><br \/>\nIch glaube, das brauchen wir in unserer Gemeinde auch: Eine Gespr\u00e4chs- und Diskussions- und Streitkultur, in der wir uns miteinander zu verst\u00e4ndigen suchen, was heute die Liebe will? Denn der Pfarrer hat nicht immer recht. Aber die ihn kritisieren haben auch nicht immer recht.<\/p>\n<p>Wie war das denn vor Jahren?<br \/>\nAls Menschen in den Kirchen der DDR das prophetische Wort aufnahmen: <i>Schwerter statt Pflugscharen!. <\/i>Und sich die Embleme an ihre Jacken hefteten.<i><\/i><br \/>\nUnd als Christen in den Niederlanden und bei uns zu den Kernwaffen ein <i>Nein &#8211; ohne jedes Ja!<\/i> sagten und auf den Kirchentagen lila Halst\u00fccher trugen?<br \/>\nDas waren wohl prophetische Worte und Zeichen. Aber sie waren nicht unumstritten.<\/p>\n<p>Unumstritten sind prophetische Worte nie. Sie f\u00fchren uns in die Auseinandersetzung um der Liebe Jesu Christi willen. Sie stellen uns in Frage. Sie decken auch kritisch auf, was in uns ist. Lasst uns dieser Herausforderung nicht ausweichen. Sie erh\u00e4lt uns lebendig.<br \/>\nDie Auseinandersetzung geh\u00f6rt, wenn es gut geht, zu einem Verstehensprozess. Die Auseinandersetzung selbnst ist dabei nicht das Letzte.<br \/>\nEs kann in der Gemeinde zum Verstehen kommen. Paulus schreibt sogar von einem Au\u00dfenstehenden, der in die Gemeinde hineinkommt, das prophetische Reden h\u00f6rt und erkennt:<br \/>\n<i>Gott ist wahrhaftig unter euch. <\/i><br \/>\nWenn das geschieht, ist der Heilige Geist in der Gemeinde am Werk gewesen.<\/p>\n<p>4.<br \/>\nUnd der Prediger auf der Schildergasse? Schon m\u00f6glich, dass auch er uns in der Kirche prophetisch etwas zu sagen hat. Wenn seine Predigt nur im Rahmen der Liebe Jesu Christi bleibt und die Menschen nicht erschl\u00e4gt mit der Angst vor der Strafe und dem Gericht. Denn Richter ist Jesus Christus allein.<br \/>\nProphetische Stimmen, die von Gott her kommen, k\u00f6nnen jedenfalls auch von drau\u00dfen, von den Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen in die Kirchen hineinrufen. Gottes Geist, der Menschen prophetisch reden l\u00e4sst, ist nicht gebunden an die \u00c4mter und Institutionen der Kirche. Gott sei Dank nicht! Darum gibt es von ihm her Hoffnung auf Leben &#8211; auch in unserer Kirche.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><i>Nachbemerkung:<\/i><br \/>\nDie Predigt wird am 2. Juli 2000 in K\u00f6ln-Rath gehalten. An diesem Sonntag ist der Kirchenchor aus der Partnergemeinde Dollenchen in der Niederlausitz zu Gast.<\/p>\n<p><u>Literaturhinweis: <\/u><br \/>\nPeter Zimmerling, 2. Sonntag nach Trinitatis &#8211; 2.7.2000, in: GPM, 54.Jg., 297-306.<\/p>\n<p><b>Dr. Hans Theodor Goebel,<br \/>\nIm Wasserblech 1c, 51107 K\u00f6ln<br \/>\nTel.: 0221 \/ 861135 <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/000702.html#top\"><b>(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/b><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000702.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. Sonntag nach Trinitatis 2.7.2000 1. Korinther 14,1-3 + 20-25 Hans Theodor Goebel Liebe Gemeinde! Vor ein paar Tagen war es. Ich komme \u00fcber die Schildergasse in K\u00f6ln, gehe zum Kaufhof. Da steht auf der Stra\u00dfe ein Mann. Er redet laut. 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