{"id":21268,"date":"2000-07-16T16:45:08","date_gmt":"2000-07-16T14:45:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21268"},"modified":"2025-03-14T16:46:32","modified_gmt":"2025-03-14T15:46:32","slug":"1-petrus-3-8-15-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-petrus-3-8-15-3\/","title":{"rendered":"1. Petrus 3, 8-15"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"600\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\"><span style=\"color: #0000a0; font-size: xx-small;\">4. Sonntag nach Trinitatis<\/span><br \/>\n<b>16.7.2000<br \/>\n1. Petrus 3, 8-15 <\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-family: Arial;\"><b>Ulrich Braun<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"LEFT\">Predigttext: 1. Petr 3, 8-15:<br \/>\nEndlich aber seid allesamt gleichgesinnt, mitleidig, br\u00fcderlich, barmherzig, dem\u00fctig. Vergeltet nicht B\u00f6ses mit B\u00f6sem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt.<br \/>\nDenn wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der h\u00fcte seine Zunge, dass sie nichts B\u00f6ses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betr\u00fcgen. Er wende sich ab vom B\u00f6sen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.<br \/>\nDenn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren h\u00f6ren auf ihr Gebet; das Angesicht des Herrn aber steht wider die, die B\u00f6ses tun.<br \/>\nUnd wer ist\u2019s, der euch schaden k\u00f6nnte, wenn ihr dem Guten nacheifert?<br \/>\nUnd wenn ihr auch leidet um der Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. F\u00fcrchtet euch nicht vor ihrem Drohen und erschreckt nicht; heiligt aber den Herrn Christus in euren Herzen. seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert \u00fcber die Hoffnung, die in euch ist.<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Einer, der es wissen muss, hat es schon vor Jahren festgestellt: Der Ehrliche ist der Dumme. Ulrich Wickert hat diese Volksweisheit zu einem Buchtitel gemacht. So kredenzt er uns sp\u00e4tabendlich alles Wissenswerte vom Tage und er liefert die Deutung all dessen in seinem Buch gleich mit.<\/p>\n<p>Im \u00dcbrigen ergeht es dem Buch \u2013 von den vermutlich ansehnlichen Tantiemen einmal abgesehen &#8211; nicht viel besser als vielen Sonntagspredigten. Man wei\u00df am Ende noch, dass der Pfarrer von der S\u00fcnde geredet hat und dass er dagegen war. In Ulrich Wickerts Buch f\u00fchren die Appelle zu mehr Solidarit\u00e4t in den hinteren Kapiteln ein ebenso k\u00fcmmerliches Dasein wie die Mahnungen zu N\u00e4chstenliebe und Demut in einer Sonntagspredigt. Wenn also die Verse aus dem ersten Petrusbrief dazu aufrufen, gleichgesinnt, mitleidig, br\u00fcderlich, barmherzig und dem\u00fctig zu sein, wenn sie \u00fcberdies dazu mahnen, B\u00f6ses nicht mit B\u00f6sem und Scheltwort nicht mit Scheltwort zu vergelten, so sind ihre Aussichten, die Welt zu ver\u00e4ndern, entsprechend gering. Wie gesehen, befinden sie sich mit Ulrich Wickert in respektabler Gesellschaft. Da man sich seine Gesellschaft jedoch nicht vollends aussuchen kann, gesellen sich auch weniger seri\u00f6se Stimmen dazu. So bemerkt der Bl\u00f6del-Barde Helge Schneider gelegentlich: <span>&#8222;Das ist eine falsche und verkehrte Welt, und das prangere ich an!&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Die Falschheit und Verkehrtheit der Welt lie\u00dfe sich nun prachtvoll illustrieren. Das zu tun, ist eine nicht geringe Verlockung, der es hier aber zu widerstehen gilt. Denn die geradezu barocke Ausgestaltung dessen hilft nicht zur Beantwortung der eigentlichen Grundfrage, ob die Welt unab\u00e4nderlich so falsch und verkehrt ist. Widerstand dagegen w\u00e4re dann zwecklos und damit nicht besonders klug, und am Ende k\u00e4me heraus, dass Ehrlichkeit zwar gut gemeint sein kann, aber eben doch nur die als Tugend getarnte Dummheit w\u00e4re.<\/p>\n<p>Letzteres steht ja nicht wirklich ernsthaft zur Debatte. Dennoch will es gut \u00fcberlegt sein, wie man den Misanthropen und moralischen Pessimisten den Triumph entrei\u00dfen kann. Im Grunde geht es um die Frage, warum man moralisch handeln soll, ob es am Ende einen Sinn hat, dem Frieden nachzujagen.<\/p>\n<p>Nun, gar so schwarz, wie manche meinen, m\u00fcssen wir vielleicht nicht sehen. Es f\u00e4llt ja auf, dass B\u00fccher wie das von Ulrich Wickert eine recht gro\u00dfe Leserschaft finden. Und die Reihen derer, die ihm betr\u00fcbt zustimmen und die den Zustand der Gesellschaft und der Welt beklagenswert finden, sind noch viel zahlreicher als seine Leserschaft. Selbst in der Bl\u00f6delei von der falschen und verkehrten Welt lebt das Gef\u00fchl einer Differenz zwischen dem, was ist, und dem, was sein soll.<\/p>\n<p>Weitgehend scheint das Gef\u00fchl zu herrschen, ein Einzelner k\u00f6nne eben doch nichts tun, und die Bedingungen in unserer Gesellschaft erforderten nun einmal Ellenbogen. Wer Schw\u00e4che zeigt \u2013 und Ehrlichkeit ist eine solche Schw\u00e4che \u2013 wird an den Rand gedr\u00e4ngt. Die Frage muss also anders formuliert so lauten: Lohnt es sich eigentlich noch, moralisch zu handeln?<\/p>\n<p>Die Verse aus dem ersten Petrusbrief bieten die Gelegenheit, diese Kosten-Nutzen-Rechnung noch einmal etwas zur\u00fcck zu stellen und \u00fcberhaupt noch einmal einen Schritt zur\u00fcck zu treten. So kann sich ein neuer Blickwinkel ergeben, jenseits von Resignation \u00fcber die falsche und verkehrte Welt und aufdringlichen Ermahnungen.<\/p>\n<p>Das Gute zu suchen, fragt durchaus auch danach, was dabei f\u00fcr mich herausspringt. Vor allem aber geht es darum, woraus es lebt und woher es kommt. Der Psalmist sagt: &#8222;Wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der h\u00fcte seine Zunge, dass sie nichts B\u00f6ses rede, und seine Lippen, dass sie nicht betr\u00fcgen. Er wende sich vom B\u00f6sen ab und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach.&#8220; So soll es sein, wenn man selbst ein gutes Leben f\u00fchren will.<\/p>\n<p>Noch ist freilich offen, ob das auch geht. Die Suche nach dem Frieden ist schwer durchzuhalten, wenn in meiner Umwelt doch andere Qualit\u00e4ten gefordert sind. Durchsetzungsf\u00e4higkeit, taktisches Geschick und ein Schuss Skrupellosigkeit.<\/p>\n<p>Das mag in einer modernen Welt, die unter den Bedingungen von Globalisierung und Flexibilisierung, von Wettbewerb und Verdr\u00e4ngung besteht, so sein. Und es ist dort vor allem deshalb so, weil der oder die Einzelne darin wenig Wirkungsm\u00f6glichkeiten zu haben scheint. Wettbewerb hei\u00dft eben auch Ersetzbarkeit. Da fragt man nicht nur, ob man sich eine Schw\u00e4che \u00fcberhaupt leisten kann, sondern auch, ob es denn einen Zweck hat, mit der eigenen kleinen Kraft als ein Tropfen im Ozean dem Frieden nachzujagen, wenn die allgemeine Str\u00f6mung auch eine andere Richtung weist.<\/p>\n<p>Um die Str\u00f6mung machen sich die Verse des Petrusbriefes nicht so viele Gedanken. Aber sie betten die Jagd nach dem Frieden in eine Klammer ein. &#8222;Weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt&#8220;, deshalb soll das gehen. Weil du eben nicht irgendwer bist, sondern einer, der f\u00fcr den Segen einsteht. Weil du einen Schatz hast, der in jedem Menschen lebt, deshalb lass dich nicht dazu hinrei\u00dfen zu meinen, du seist nichts Besonderes. Gerade auf dich kommt es an, denn andere werden auf dich sehen. Du kannst f\u00fcr sie die Hoffnung sein, die in jeder guten Tat lebt. Wenn euch an euch selbst und an der ganzen Welt etwas liegt, dann glaubt nicht, ihr k\u00f6nntet nichts tun.<\/p>\n<p>Die N\u00e4he zu blo\u00dfen Ermahnungen ist gro\u00df und nicht ungef\u00e4hrlich. \u00dcberdies scheint, so gewendet, geradezu \u00dcbermenschliches von jedem Einzelnen verlangt zu sein. So ist es auch, aber wer als der Mensch k\u00f6nnte daf\u00fcr einstehen?<\/p>\n<p>Dazu sei eine Begebenheit erz\u00e4hlt, die zeigt, dass es nicht unbedingt gro\u00dfe Heldentaten sind, die dies \u00dcbermenschliche leisten.<\/p>\n<p>Jeder hat eine dieser Situationen schon einmal beobachtet oder sogar selbst erlebt. Hier soll von einer Szene berichtet werden, die sich vor etwa zwei Jahren auf dem Parkplatz vor einem Supermarkt in den Vereinigten Staaten abgespielt hat. F\u00fcr den Fortgang der Geschichte k\u00f6nnen wir die Handlung vorl\u00e4ufig aber getrost an ein Einkaufszentrum in unserer N\u00e4he verlegen.<\/p>\n<p>Aus diesem Einkaufszentrum also kommt eine junge Frau heraus. Im rechten Arm schleppt sie eine dieser enormen Einkaufst\u00fcten ohne Henkel. Mit der Linken zieht sie ein quengelndes Kind hinter sich her. Sie hat ihren Kleinen offenbar gerade aus dem D\u00fcsenj\u00e4ger gezerrt, der f\u00fcr 25 Cent eine Minute lang ruckelt, blinkt und qu\u00e4kende Ger\u00e4usche macht. Der Junge will zur\u00fcck. Die Mutter schleift den kleinen Kerl zwischen den parkenden Autos hindurch. Die Stimmung ist gereizt.<\/p>\n<p>Eine sehr ungl\u00fcckliche Szene, aber eben nicht untypisch. Es steht uns im Grunde frei, sie sich an einem beliebigen Wochentag auf irgend einem Parkplatz ereignen zu lassen, sehen dort die junge Mutter mit den Elementen in Gestalt eines quengelnden Kindes und einer gro\u00dfen T\u00fcte k\u00e4mpfen und genervt und wortlos ihrem Auto entgegen streben. Wortlos muss sie dies \u00fcbrigens schon deshalb tun, weil sie, bevor sie ihren Bomberpiloten aus dem Cockpit zog, den Autoschl\u00fcssel zwischen die Lippen geklemmt hatte.<\/p>\n<p>Das Dilemma ist klar: Das Kind los zu lassen w\u00e4re gef\u00e4hrlich. Es w\u00fcrde sofort zwischen den Autos hindurch zu seinem D\u00fcsenj\u00e4ger flitzen. Aber die \u00fcbervolle T\u00fcte vertr\u00e4gt kein Abstellen mehr. Besser, man k\u00f6nnte sie gleich in den Kofferraum absetzen und nicht erst auf das Autodach. So sehen wir die Frau mit Kind und T\u00fcte und Schl\u00fcssel balancieren und \u00fcberlegen, wie sie den Kofferraum auf und Kind und T\u00fcte heil ins Auto bekommt.<\/p>\n<p>Auch die Frau in mittleren Jahren, k\u00f6nnten wir nun an jedem beliebigen Ort der Erde ins Geschehen eingreifen lassen. Sie tritt auf die junge Mutter zu, zieht den Wagenschl\u00fcssel zwischen den verkniffenen Lippen hervor und schlie\u00dft das Auto auf.<\/p>\n<p>So, und nun kommt der Moment, dessentwegen wir doch an den amerikanischen Originalschauplatz gebunden bleiben, n\u00e4mlich die Antwort der jungen Mutter. &#8222;You made my day!&#8220;, l\u00e4chelt sie ihre Helferin an, w\u00e4hrend sie die T\u00fcte in den Kofferraum plumpsen l\u00e4sst. Und indem sie dies sagt, nimmt sie ihr Kind auf den Arm. Der Junge scheint augenblicklich seinen D\u00fcsenj\u00e4ger zu vergessen und h\u00f6rt auf zu quengeln.<\/p>\n<p>F\u00fcr das amerikanische &#8222;You made my day&#8220; gibt es wahrscheinlich gar keine zutreffende w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung. Aber in unserer Szene will es wohl soviel sagen wie: Du hast meinem Tag eine unverhoffte Wende zum Guten gegeben. Du hast aus ihm etwas gemacht, das gerade noch gar nicht darinnen zu sein schien. Oder etwas bildlicher: Du hast f\u00fcr mich die Sonne aufgehen lassen, du hast gemacht, das es f\u00fcr mich \u00fcberhaupt erst einmal Tag wurde. Oder nun doch w\u00f6rtlich: Du hast meinen Tag gemacht.<\/p>\n<p>Die auffallende N\u00e4he zu Aussagen, die sonst dem Sch\u00f6pfer vorbehalten sind, ist wohl kein Zufall. Denn tats\u00e4chlich ist diese N\u00e4he erhellend. Sie zeigt an, dass das Tun und Lassen von Menschen eine Qualit\u00e4t hat, die aus der Sch\u00f6pfung hervorgeht und selbst Sch\u00f6pfung ist.<\/p>\n<p>Aus dem, was wir tun und lassen entsteht die Welt die uns umgibt &#8211; jedenfalls gro\u00dfe Teile von ihr. Und es ist nicht ausgeschlossen, das einer mit einer kleinen Geste oder Handreichung einem anderen zum Vermittler von Gottes Sch\u00f6pfung wird. &#8222;You made my day&#8220;, du hast mir diesen Tag gemacht, einfach so, aus nichts, jedenfalls aus nichts weiter, als aus Freundlichkeit.<\/p>\n<p>Wir wollen das Lob der kleinen Geste nicht \u00fcberstrapazieren. Schlie\u00dflich haben wir mit Ulrich Wickerts Gesellschaftsanalyse begonnen, und der w\u00fcrde sich gewiss nicht mit kleinen Freundlichkeiten am Rande tr\u00f6sten lassen. Aber f\u00fcr einen anderen kann die Geste bedeuten, dass ihm ein Tag geschenkt wird. Das ist erheblich mehr als Nichts. Und wenn das sein kann, dann k\u00f6nnen die kleinen und gro\u00dfen Dinge, die ich tue nicht sinn- und wirkungslos sein. Es entsteht daraus die Welt, f\u00fcr mich und f\u00fcr andere.<\/p>\n<p>So ver\u00e4ndert sich die Fragerichtung im Hinblick auf die gute Tat. Nicht mehr &#8222;Was kann ich verlieren?&#8220;, sondern &#8222;Was kann ich gewinnen?&#8220; ist die Frage. Und die Antwort k\u00f6nnte lauten: Eine ganze Welt. Freilich k\u00f6nnen auch Nachteile entstehen. Ist einer ehrlich, kann er gegen\u00fcber einem Schlitzohr auch einmal den K\u00fcrzeren ziehen. Aber zugleich steht er daf\u00fcr ein, dass er nicht irgendwer ist, sondern ein besonderer Mensch, der wei\u00df, dass niemand etwas Gutes zu tun vermag, als ein Einzelner.<\/p>\n<p>Zum Schluss will noch eine andere Frage gestellt sein, n\u00e4mlich ob angestellten \u00dcberlegungen eigentlich christlich sind? Wohl nicht so besonders und nicht auf den ersten Blick. Die Frage nach dem Sinn moralischen Handelns ist doch ein allgemeines Problem. Aber es ist f\u00fcr Christen eben von Anfang an ein Thema gewesen. Und dabei waren sie offenkundig von der m\u00f6glichen Fruchtlosigkeit dessen, was sie taten, ebenso bedr\u00e4ngt, wie alle anderen. Mahnungen und Anfeuerungen sind ja nur dann notwendig, wenn die eigenen Kr\u00e4fte aufs \u00c4u\u00dferste angestrengt sind.<\/p>\n<p>Damit ist aber zugleich der Kern des Christentums angesprochen, n\u00e4mlich dass in jedem einzelnen Menschen die eine Welt besteht. Wo einer meint, es k\u00e4me auf ihn doch gar nicht an, da ist eine ganze Welt bedroht. Wo aber einer an seinem Ort das seine tut, da legt er Rechenschaft ab \u00fcber die Hoffnung, die in ihm ist. Daraus kann ein gelungener Tag entstehen oder eine ganze Welt.<\/p>\n<p>Wir wollen uns nicht dar\u00fcber hinweg t\u00e4uschen, dass sich Ehrlichkeit und andere Tugenden nicht immer auszahlen. Manche bezahlen ihren Weg sogar mit dem Leben. Doch wer das Leben lieben und gute Tage sehen will, der wird das Gute suchen und dem Frieden nachjagen. Die Welt bedarf der Rechenschaft \u00fcber die Hoffnung, die sich auch durch R\u00fcckschl\u00e4ge nicht entmutigen l\u00e4sst. Und im Ernst: Wenn man durch einen Augenblick der Freundlichkeit, des Mitleids, der Br\u00fcderlichkeit der Barmherzigkeit, der Demut oder der Ehrlichkeit eine ganze Welt erschaffen und gewinnen kann, ist der Preis, deswegen f\u00fcr t\u00f6richt gehalten zu werden, wirklich hoch?<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<p>Lied der Woche: EG 495 O Gott, du frommer Gott<br \/>\nF\u00fcrbitte: aus: F.K.Barth, G.Grenz, P.Herst, Gottesdienst menschlich, 1990, S. 264:<br \/>\nGott, du setzt Hoffnung in uns, \/ l\u00e4dst uns ein, in deinem Reich zu leben. \/ Unsere Sehnsucht begegnet deiner Freiheit; \/ unsere Hoffnung entdecke deine Liebe. \/ Erl\u00f6se uns aus unserem gebrochenen Leben, \/ mit dem wir uns verstecken vor allem, \/ was wir eigentlich mit verantworten m\u00fcssten. \/ Lass uns Vertrauen finden \/ und Vertrauen schenken &#8211; \/ und uns zur Lieb entschlie\u00dfen. \/ Gib uns das Verm\u00f6gen, \/ mit unseren Worten andere aufzurichten \/ und Hilfe zu leisten mit dem, \/ was wir ins Werk setzen. \/ Lass uns barmherzig sein \/ in unseren Urteilen \u00fcber andere \/ und ehrlich umgehen \/ mit unseren eigenen Schw\u00e4chen. &#8211; \/ Gott, deiner Einladung \/ m\u00f6chten wir glauben, \/ auf dein Reich hin leben.<\/p>\n<p><b>Ulrich Braun, Pastor in J\u00fchnde, Barlissen und Meensen \/ Kirchenkreis Hannoversch M\u00fcnden<br \/>\nTie 3, 37127 Scheden OT: Meensen<br \/>\nTelefon: 0551 \u2013 999368<br \/>\n<a href=\"mailto:Ulrich.F.Braun@t-online.de\">E-Mail: Ulrich.F.Braun@t-online.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000716-2.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>4. 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