{"id":21333,"date":"2000-09-15T09:36:44","date_gmt":"2000-09-15T07:36:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21333"},"modified":"2025-04-17T09:15:25","modified_gmt":"2025-04-17T07:15:25","slug":"1-thessalonicher-1-2-10-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-thessalonicher-1-2-10-4\/","title":{"rendered":"1. Thessalonicher 1, 2-10"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"font-family: Arial;\">14. Sonntag nach Trinitatis | 24. September 2000 | 1. Thessalonicher 1, 2-10 |<\/span><span style=\"font-family: Arial;\">\u00a0Henry von Bose |<\/span><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=000924-1.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>mit diesem Abschnitt beginnt ein sehr pers\u00f6nlich gehaltener Brief, den der Apostel Paulus an die Gemeinde in Thessalonich geschrieben hat. Dieser Brief ist der \u00e4lteste Teil des Neuen Testaments. Heutige Leserinnen und Leser lernen hier wie die damals in Paulus einen herzlich zugewandten Mann kennen. Er schreibt voller W\u00e4rme. Auch heute noch ist seine starke Verbundenheit mit den Menschen der kleinen Gemeinde dort in Nordgriechenland zu sp\u00fcren. Ihm liegen ihre Erfahrungen mit dem Glauben an Gott am Herzen. Deshalb erinnert er sie an die Anfangszeit, als er zu ihnen gekommen ist und ihnen das Evangelium von Jesus Christus verk\u00fcndigt hat. Gern w\u00e4re er bereits wieder gekommen, ist daran aber gehindert worden. Darum hat er von Athen aus seinen Mitarbeiter Timotheus nach Thessalonich geschickt, um ihre Widerstandskraft gegen verschiedene Bedr\u00e4ngnisse zu st\u00e4rken. Schon hier, in diesem ersten schriftlichen Zeugnis des Neuen Testaments, wird dabei eine Erfahrung deutlich, die zum Christsein hinzugeh\u00f6rt: sie wird heute ebenso gemacht wie damals. Wer andere zu tr\u00f6sten versucht, wer jemandem Mut macht angesichts von etwas Schwerem, das sie oder ihn bedr\u00e4ngt, der sieht auch selbst leichter an das hin, was ihn belastet. Tr\u00f6sten, ermutigen geschieht gegenseitig.<\/p>\n<p>Paulus hat Grund, um die gerechte W\u00fcrdigung seiner Arbeit hier in Thessalonich durch Christen aus anderen Orten besorgt zu sein. Ihm werden Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten im Umgang mit den Kollekten vorgeworfen. Angeblich soll er Geld, das f\u00fcr die Armen in Jerusalem gesammelt war, f\u00fcr sich selbst verwendet haben. Gegen diesen Vorwurf des Betrugs wehrt er sich, indem er darauf pocht, ehrlich und glaubw\u00fcrdig zu sein. Die Gemeinde in Thessalonich hat die Kollekte f\u00fcr die Jerusalemer Gemeinde mit gro\u00dfer Ausdauer ernst genommen und sich davon auch nicht durch umlaufende Ger\u00fcchte abbringen lassen. Deshalb ist Paulus den Thessalonichern besonders verbunden, sie haben seine Position gest\u00e4rkt. Was das f\u00fcr ihn bedeutet, ist daran zu erkennen, auf wie bereitem Raum er in seinem Brief seine Dankbarkeit entfaltet. Weil er aber derma\u00dfen stark von dem Anliegen durchdrungen ist, den Glauben zu verk\u00fcndigen und die vom Glauben gepr\u00e4gte Lebensweise nachzuzeichnen, liegt ihm daran, in der Art seines Dankes das Verst\u00e4ndnis des Glaubens bei den Thessalonichern zu vertiefen. Er dankt nicht ihnen, sondern Gott.<\/p>\n<p>Seinen Leserinnen und Lesern, den Gemeindegliedern, die bei der Verlesung des Briefes zuh\u00f6ren, wird dadurch noch einmal ihre Verbundenheit mit dem Apostel genauso wie seine mit ihnen deutlich. Es geht ihnen allen gemeinsam gleich. Gott hat sie erw\u00e4hlt, jede und jeden einzelnen in der Gemeinde nicht anders als den Apostel. Gott hat sie bef\u00e4higt, sein Wort aufzunehmen, von ihm bekehrt zu werden und ihm, dem lebendigen und wahren Gott zu dienen. So ist ihnen allen Gottes Liebe zur Erfahrung geworden.<\/p>\n<p>Die einzelnen lassen den Glauben wirksam werden, wenn sie Gottes Willen wahrnehmen und befolgen; sie scheuen die M\u00fche der Liebe nicht, die sorgf\u00e4ltige und zeitaufwendige Zuwendung zu Notleidenden macht; sie bew\u00e4hren standhafte Ausdauer in der Hoffnung auf die Wiederkunft des Herrn Jesus Christus und sind darin frei von Angst vor Gott: bei alledem wissen sie, dass der Glaube im Alltag nur so zu leben ist, wie er in ihnen begonnen hat \u2013 in der Kraft des heiligen Geistes. Dass diese Kraft in Thessalonich erlebt wird, daf\u00fcr dankt Paulus Gott allezeit, immer wieder. Von diesem Dank schreibt er der Gemeinde und zeigt ihr damit, dass danken zur Sprache des Glaubens geh\u00f6rt. Glauben, lieben und auf Jesus Christus hoffen k\u00f6nnen, das tun Menschen nicht aus ihrer eigenen Kraft, das bewirken nicht sie selbst, dazu werden sie durch den heiligen Geist befreit, erw\u00e4hlt. Der Geist Gottes und Jesu Christi wirkt es an ihnen. In der Sprache des Glaubens danken Menschen deshalb, wenn es ihnen um die Erfahrung des Wirkens Gottes geht.<\/p>\n<p>Damals schreibt Paulus es den Thessalonichern in seinem sehr pers\u00f6nlichen Brief. Wie wahr es ist, erschlie\u00dft sich seitdem den Menschen in der Kraft des heiligen Geistes nicht anders als den Christen damals. Das Geschehen gleicht sich stets. Der heilige Geist f\u00fchrt Gottes Erw\u00e4hlung der einzelnen Menschen aus; er bringt die Kraft zur Bekehrung und zum anhaltenden Glauben, Lieben und Hoffen durch die Verk\u00fcndigung einzelner in die Gemeinden. Das ausgelegte Wort Gottes trifft Menschen, sie k\u00f6nnen es in der Kraft des Geistes aufnehmen und gewinnen dadurch selbst die Ausstrahlung, die auf andere wirkt; denen werden sie zum Vorbild. So beschreibt Paulus es am Beispiel der Thessalonicher. Ihre vorbildliche Ausstrahlung pr\u00e4gt die Gemeinden, nah und fern in der \u00d6kumene, die davon h\u00f6ren, mit, die ahmen sie nach. So wirkt der Geist im Weitergeben und Weiterwirken vom einen zum andern. Das geschieht ganz wunderbar und ist wirklich ein Wunder. So ist es damals gewesen und so ist es noch heute. Wo sich einzelne zum Glauben erw\u00e4hlt wissen d\u00fcrfen und zur Gemeinde zugeh\u00f6rig, erleben sie dasselbe wie die Menschen vor ann\u00e4hernd 2000 Jahren. Sie teilen dieselbe Dankbarkeit mit ihnen. Und sie wissen sich heute wie die Christen in Thessalonich damals gesegnet, Gott danken zu k\u00f6nnen. Ein alter Hausspruch im graub\u00fcndischen Chur sagt es so: \u201eDem, den Gott liebt, er auch ein Herz zum Danken gibt.\u201c<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, die Freude, Gott danken zu k\u00f6nnen, geh\u00f6rt mit einer tiefenscharfen Wahrnehmung der Lebenswirklichkeit der Menschen in der Gemeinde zusammen. In der Verantwortung des Seelsorgers nimmt Paulus die Bedr\u00e4ngnisse der Gemeinde in Thessalonich ernst. Erw\u00e4hlt zu sein, bedeutet zu keiner Zeit, bewahrt zu sein vor den Gefahren des Scheiterns mit der eigenen Verantwortung und den Zumutungen, wenn im Umfeld der Gemeinden ihre Lebens\u00e4u\u00dferungen missverstanden oder bewusst verachtet werden. Die j\u00fcdische Gemeinde in Thessalonich hat es keineswegs mit Wohlwollen gesehen, dass nach den drei Auftritten des Apostels in ihrer Synagoge einige Gemeindeglieder zusammen mit etlichen Griechen Christen wurden. Es kam zu einem Aufruhr, h\u00f6ren wir in der Apostelgeschichte (17,1-9), und die junge christliche Gemeinde blieb lange Diffamierungen ausgesetzt, sie musste auf die soziale Anerkennung und Integration in der gro\u00dfen Hafenstadt verzichten. Diese leidvolle Erfahrung erhellt den Hintergrund, vor dem Paulus schreibt: \u201eIhr habt das Wort aufgenommen in gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis mit Freuden im heiligen Geist!\u201c (V. 6). Im 3. Kapitel seines Briefes erinnert Paulus daran, dass er Timotheus zu ihnen gesandt hat, um sie zu st\u00e4rken, \u201edamit nicht jemand wankend w\u00fcrde in diesen Bedr\u00e4ngnissen\u201c (V. 2+3).<\/p>\n<p>Paulus schreibt wohlabgewogen und wieder im Blick auf die Mitte der Glaubenserfahrung: \u201ein gro\u00dfer Bedr\u00e4ngnis mit Freuden im heiligen Geist\u201c. Wo Menschen standhalten im Glauben und sich gegenseitig in der Hoffnung best\u00e4rken zum Aushalten, zum Widerstehen und zum Beharren bei den Geboten Gottes, die Menschen und die Schwachen zumal zu lieben, &#8211; da ist der heilige Geist geradeso am Werk wie in der Freude der einzelnen, Gott danken und dienen zu k\u00f6nnen. Bedr\u00e4ngnis und Freude schlie\u00dfen einander nicht aus: sie sind oft wie die Innen- und Au\u00dfenseite derselben Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr die Bedr\u00e4ngnisse einer Gemeinde lassen sich leicht finden. Ein Blick etwa auf die wechselvolle Geschichte Thessalonichs macht sie anschaulich. Als Paulus zum ersten Mal dort ankommt, ist die nach einer Halbschwester Alexanders des Gro\u00dfen benannte Stadt bereits 400 Jahre alt. Sie liegt an einer der wichtigsten Handelsstra\u00dfen des r\u00f6mischen Reiches, der Via Egnatia. Der r\u00f6mische Kaiser Galerius machte die Stadt anfangs des 4. Jahrhunderts zur Hauptstadt des R\u00f6mischen Reichs, ehe Konstantin ihr diesen Rang wenig sp\u00e4ter wieder nimmt. Der bis heute als Schutzpatron der Stadt verehrte Dimitrios ist in der Zeit schon als M\u00e4rtyrer gestorben: der dort geborene r\u00f6mische Offizier hat heimlich das Evangelium gepredigt. \u00dcber seinem Grab wird hundert Jahre darauf eine f\u00fcnfschiffige Basilika errichtet. Diese nutzen 1000 Jahre sp\u00e4ter T\u00fcrken als Moschee. Zuvor haben sich in einer elfhundertj\u00e4hrigen Geschichte byzantinische und r\u00f6misch-katholische Herrscher keineswegs friedlich abgewechselt. Nach einem kulturell \u201eGoldenen Zeitalter\u201c im 14. Jahrhundert mit zahlreichen neuen Kirchenbauten gliedern 1430 osmanische Herrscher die Stadt f\u00fcr 482 Jahre ihrem Reich ein. Die Kultur der Stadt pr\u00e4gen dann vom Ende des 15. Jahrhunderts an schon bald j\u00fcdische B\u00fcrger, ashkenasische aus Bayern und Ungarn, mehr aber noch sephardische aus Spanien und Italien, die vor christlichen Herrschern auf der Flucht sind und vom Sultan in der seit der Eroberung fast menschenleeren Stadt Asyl geboten bekommen. Sie entwickeln Thesalonich zu einer bl\u00fchenden Wirtschafts- und Kulturmetropole, die in der j\u00fcdischen Welt bald \u201eMutter Israels\u201c genannt wird. Nach einer Auswanderungswelle nach Pal\u00e4stina 1917 leben noch 50 000 Juden in der Stadt, als 1943 die Deportationen in Viehwagen in die deutschen Konzentrationslager beginnen. 45 560 j\u00fcdische Menschen sind nach Birkenau deportiert worden. Nur 10 000 Juden aus Thessaloniki \u00fcberleben den Holocaust, 2000 kehren in die Stadt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>In diesen Jahrhunderten: wieviel Bedr\u00e4ngnissen von au\u00dfen und von innen m\u00fcssen mal an Zahl verschwindend kleine, mal m\u00e4chtig gro\u00dfe Gemeinden in Thessalonich standzuhalten gehabt haben. Wo immer sie dem lebendigen und wahren Gott zu dienen vermochten, an Glaube, Liebe und Hoffnung festhalten konnten, &#8211; es war f\u00fcr sie Erfahrung des heiligen Geistes.<\/p>\n<p>Heute wirkt Thessaloniki wie eine normale, weithin s\u00e4kularisierte Gro\u00dfstadt. Die orthodoxen Kirchen sind an Festtagen \u00fcbervoll, zu den \u00fcbrigen Gottesdiensten sp\u00e4rlich besucht. Die kleine deutschsprachige evangelische Gemeinde nimmt sich beispielhaft besonders der deutschen Ehefrauen r\u00fcckgewanderter Griechen, der ehemaligen sogenannten Gastarbeiter, Arbeitsmigranten an; viele der Frauen sind geschieden, k\u00f6nnen nicht in ihre urspr\u00fcngliche Heimat zur\u00fcck und leben allein \u2013 ein wahrhaft bedr\u00e4ngtes Leben. Sie haben hier in der Gemeinde mit ihrer gro\u00dfen Bindekraft Hilfe beim Bewahren ihrer Identit\u00e4t. Schwer nachzuvollziehen ist die Spr\u00f6digkeit der orthodoxen Gemeinden der evangelischen Gemeinde gegen\u00fcber. Kaum zu verstehen ist aber auch, wie wenig von ihnen wahrgenommen wird, mit welch gro\u00dfen sozialen Problemen zur\u00fcckgekehrte Arbeitsmigranten zu k\u00e4mpfen haben, die oft Jahrzehnte im Ausland gelebt haben.<\/p>\n<p>Gemeinden, die sich schwer tun, die Bedr\u00e4ngnisse der Gemeindeglieder zu erkennen und gelten zu lassen \u2013 sie liegen in Thessaloniki an der Meeresbucht, jenseits derer der Olymp aufsteigt, damals nach den Vorstellungen der antiken Welt Wohnort der G\u00f6tter. Dort hat Paulus gestanden, es ist ein Anblick, der kaum vergessen wird. \u201eSich von den Abg\u00f6ttern bekehren, zu dienen dem lebendigen und wahren Gott\u201c, das vermochten in der Kraft des heiligen Geistes die ersten Christen in Thessalonich damals.<\/p>\n<p>Das Bild vom fernen schneebedeckten Olymp als Wohnort der G\u00f6tter kann in zweierlei Hinsicht erinnert werden. Einmal kann es die Frage wach halten, ob die Sehnsucht nach pers\u00f6nlichen H\u00f6henfl\u00fcgen das Herz so ausf\u00fcllt, dass der Geist Gottes es schwer hat, sich Raum in mir zu schaffen. \u201eWo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz\u201c, hat Jesus gesagt (Mt 6,21), und bei den Chassidim hei\u00dft es: Wer seiner selbst voll ist, in dem hat Gott keinen Raum. Der faszinierende Berg wird hier zum Sinnbild f\u00fcr Unbescheidenheit und die Gefahr, den Bedr\u00e4ngnissen anderer gegen\u00fcber verschlossen zu sein.<\/p>\n<p><a name=\"mark\"><\/a>(Hierher passt ein aktueller ortsnaher Bezug zur am Sonntag beginnenden Woche der ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, landeskirchlicher Aufruf o. \u00e4.)<\/p>\n<p>Die andere Sicht auf den hohen Berg ist ein Bild f\u00fcr die beklemmende Angst, nicht \u00fcber die Probleme hinauszublicken, nicht zu schaffen und damit fertig zu werden, was sich so hoch auft\u00fcrmt.<\/p>\n<p>Eine Bedr\u00e4ngnis, deren Urheber ein Mensch sich selbst in seiner Not und Krankheit ist, wird in diesem Jahr in den Kirchengemeinden aufzunehmen gebeten. 2000 ist vom Vorstand der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren zum \u201eJahr der Angeh\u00f6rigen Suchtkranker\u201c erkl\u00e4rt worden. In jeder Gemeinde leben Alkoholkranke. 4 Millionen sind es in Deutschland, ihre Angeh\u00f6rigen werden auf 8 Millionen gesch\u00e4tzt, jede 10. Familie ist von Alkoholproblemen betroffen. Freundeskreise f\u00fcr Suchtkrankenhilfe sorgen in Orts- und Landesverb\u00e4nden mit ihrem diakonischen Selbstverst\u00e4ndnis durch Besuchsdienste, vielf\u00e4ltige pers\u00f6nliche Kontakte und Hausbibelkreise f\u00fcr Zusammenhalt unter diesen Familien. Sie st\u00fctzen sich gegenseitig und helfen einander, das lebensbestimmende Krankheitsbild Alkoholabh\u00e4ngigkeit in einer gesunden Lebensf\u00fchrung zu integrieren. In einem Freundeskreis wird erlebbar, wie bewusst Bedr\u00e4ngnis und Freude zusammengehalten werden k\u00f6nnen, aber auch wie Dienst an Gott und gegenseitige Begleitung zusammengeh\u00f6ren, damit sich nicht wieder ein un\u00fcberwindbarer Berg vor einem einzelnen erhebt.<\/p>\n<p>Der Olymp jenseits des Meeres von Thessaloniki: wof\u00fcr er auch ein Bild ist, es tut jedenfalls gut, dem Seelsorger der antiken Christengemeinde zu folgen. Paulus schreibt am Ende seines Briefes: \u201eWir ermahnen euch aber, liebe Br\u00fcder: Weist die Unordentlichen zurecht, tr\u00f6stet die Kleinm\u00fctigen, tragt die Schwachen, seid geduldig gegen jedermann.\u201c<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p><b><a name=\"entsch\"><\/a>Entscheidungen f\u00fcr die Predigt:<\/b><\/p>\n<p>Die Frage, wie jemand Christ wird und bleibt, wird in unseren Gemeinden und kirchlichen Werken nicht selten gestellt. Sie ist nat\u00fcrlich bereits eine Frage der ersten urchristlichen Gemeinden und wird in der Theologie des dritten Artikels beantwortet. Dass eine Bekehrung (V. 9) ihre Bedingung der M\u00f6glichkeit in der Erw\u00e4hlung (V. 4) hat und Gottes wunderbares Werk ist, scheint als befreiendes Evangelium weiterhin wenig bewusst zu sein. \u2013 Der zweite Schwerpunkt des Textes und das zweite Predigtthema mit dem Verh\u00e4ltnis von Freude und Dank hier und Bedr\u00e4ngnis dort ist f\u00fcr mich V. 6 b.<\/p>\n<p>Meine Liebe zu Thessaloniki verdanke ich regelm\u00e4\u00dfigen Besuchen bei dem vom Diakonischen Werk W\u00fcrttemberg gef\u00f6rderten kleinen R\u00fcckkehrerberatungszentrum. Wem der historische Passus zu lang ist, l\u00e4sst ihn am besten weg.<\/p>\n<p>Zu achten ist <a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/noch%20zu%20bearbeiten\/000924-1.html#mark\">auf einen Einschub <\/a>zur Interkulturellen Woche.<\/p>\n<p><b>Henry von Bose, Kirchenrat<br \/>\nKlopstockweg 13, 72076 T\u00fcbingen<br \/>\n<a href=\"mailto:vonBose.H@diakonie-wuerttemberg.de\">e-mail: vonBose.H@diakonie-wuerttemberg.de<\/a><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>14. Sonntag nach Trinitatis | 24. September 2000 | 1. Thessalonicher 1, 2-10 |\u00a0Henry von Bose | Liebe Gemeinde, mit diesem Abschnitt beginnt ein sehr pers\u00f6nlich gehaltener Brief, den der Apostel Paulus an die Gemeinde in Thessalonich geschrieben hat. Dieser Brief ist der \u00e4lteste Teil des Neuen Testaments. 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