{"id":21433,"date":"1999-12-15T10:43:52","date_gmt":"1999-12-15T09:43:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21433"},"modified":"2025-04-16T20:50:42","modified_gmt":"2025-04-16T18:50:42","slug":"matthaeus-11-2-6-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-11-2-6-3\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 11, 2 &#8211; 6"},"content":{"rendered":"<h3>3. Advent | 12. Dezember 1999 | Mt 11,2-6 | Okko Herlyn |<\/h3>\n<p align=\"justify\">Hochschulgottesdienst in Bochum am 12. Dezember 1999 (3. Advent)<\/p>\n<p align=\"justify\">Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8222;Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220; Dieser Text erinnert mich an ein Bild von Habdank. Es hei\u00dft &#8222;Warten&#8220;. Hoch \u00fcber der Stadt eine Handvoll Menschen mit gro\u00dfen Augen. F\u00fcr ein paar n\u00e4chtliche Stunden haben sie &#8211; so scheint es &#8211; ihren Alltag verlassen und ein waghalsiges und zugiges Bauger\u00fcst erklommen. Von dort oben l\u00e4\u00dft es sich besser sehen, glauben sie. Einer hat sogar ein Fernrohr mitgebracht. Wonach halten sie Ausschau? Worauf warten sie?<\/p>\n<p align=\"justify\">In ihren Augen liegen Sehnsucht und Schmerz. Vieles von dem, was sie dort unten in der Stadt, im Alltag ihres Lebens erfahren haben, haben sie mit hier heraufgeschleppt: Einsamkeit und K\u00e4lte, Sorgen und \u00c4ngste, Traurigsein und innere Leere. Die Augen, die Gesichter, die H\u00e4nde und die Haltung ihrer K\u00f6rper &#8211; all das dr\u00fcckt etwas von dem aus, was sie wohl allzu gerne unter und hinter sich gelassen h\u00e4tten, aber nun doch mitgeschleppt haben auf dieses wacklige und zugige Bauger\u00fcst, das Bauger\u00fcst ihrer Hoffnungen und Sehns\u00fcchte. Wonach halten sie Ausschau? Worauf warten sie?<\/p>\n<p align=\"justify\">Auf das gro\u00dfe Gl\u00fcck? Oder wenigstens auf das kleine Gl\u00fcck? Auf ein gutes Wort? Oder auf eine Hand, die ruhig ihre Angst abwischt? Auf ein Ohr, in das sie ihre Sorgen werfen k\u00f6nnen? Oder auf einen Arm, der sich um ihre Schultern legt? Auf einen gro\u00dfen Mantel, der alle Bl\u00f6\u00dfe, alle Leere bedeckt und umschlie\u00dft? Oder gar auf ein Zuhause, das ihnen Geborgenheit und W\u00e4rme schenkt?<\/p>\n<p align=\"justify\">Str\u00e4fling und Dirne, verbitterter Greis, abgerissener Penner und armer Hund &#8211; wahrhaft ein H\u00e4uflein Elend dort oben auf dem wackligen Bauger\u00fcst ihrer Hoffnungen und Sehns\u00fcchte. Aber so sehr sie auch die Stadt, den Alltag und das Elend ihres Lebens verlassen haben, sie haben nur das Gef\u00e4ngnis gewechselt. Sie haben die Mauern des t\u00e4glichen Lebens nur gegen die Gitterst\u00e4be ihrer Erwartungen und Tr\u00e4ume eingetauscht. Ob unten oder oben, sie bleiben Gefangene: Str\u00e4fling und Dirne, Greis, Penner und armer Hund. Und so sehr sie auch warten und tr\u00e4umen, so sehr sie auch suchen und hoffen, so sehr sie auch Ausschau halten, niemand ist in Sicht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Da hatte sich schon einmal einer sehr weit vorgewagt mit seinen Erwartungen; sehr weit herausgetraut mit seinen Hoffnungen: Johannes der T\u00e4ufer hie\u00df er und war gerade mit seinen Erwartungen und Hoffnungen, mit seinen Tr\u00e4umen und Ausblicken im Gef\u00e4ngnis gelandet: &#8222;Als aber Johannes im Gef\u00e4ngnis von den Werken Christi h\u00f6rte, sandte er seine J\u00fcnger und lie\u00df ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8222;Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220; Das ganze Elend seines Lebens schwingt in dieser Frage mit: Die ganzen Hoffnungen seines Volkes, dessen Sohn er war, und deren jahrhundertalte Sehnsucht er geteilt hatte. Nicht im Kopf hatte er die Sehnsucht seines Volkes geteilt, auch nicht mit dem Bekenntnis seiner Lippen, sondern mit seiner Existenz. Wie er so hart dastand, drau\u00dfen in der W\u00fcste am Jordan, hart gegen sich selbst, bekleidet mit d\u00fcrftigem Fell, karg in der Ern\u00e4hrung, konsequent mit einem alternativen Lebensstil, unbestechlich in seinen Gedanken, unerbittlich in seiner Anklage gegen b\u00fcrgerliche Moral und gesellschaftlichem Filz, gnadenlos, wie er die Masken der Wohlanst\u00e4ndigkeit, Sitte und Religion, jawohl auch der Religion, den Leuten vom Gesicht rei\u00dft, um all ihre Verlogenheit, all ihre Kungeleien, all ihre Arroganz und Eitelkeit blo\u00dfzulegen. Wie er so dastand, drau\u00dfen in der W\u00fcste: ein wandelndes Bekenntnis zu der Sehnsucht seines Volkes. Der Sehnsucht nach dem, der mit all dem menschlichen M\u00fcll, mit all der menschlichen Scheinmoral, mit all den vielen menschlichen Halbheiten und Lauheiten aufr\u00e4umen sollte. Der Sehnsucht nach dem gerechten und harten Richter. Der Sehnsucht nach dem Messias oder dem, was Johannes sich darunter vorstellte.<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8222;Bist du es, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220; Viel Zweifel schwingt da mit; Entt\u00e4uschung. Entt\u00e4uschung \u00fcber den, von dessen Werken er im Gef\u00e4ngnis geh\u00f6rt hat. Die Ger\u00fcchte \u00fcber jenen wundersamen Mann aus Nazareth sind offenbar bis in seine Zelle gedrungen, aber &#8211; sie haben ihn nicht \u00fcberzeugt. Was da so berichtet wird, das reimt sich nur wenig zusammen mit dem, wovon er, Johannes, Zeit seines Lebens getr\u00e4umt und gehofft hat. Das pa\u00dft nur wenig zu dem, wovon er so heftig gepredigt, wof\u00fcr er sich mit seiner Existenz eingesetzt, um dessentwillen er sogar zu leiden bereit gewesen ist. Die armselige, niedrige, ganz und gar unherrschaftliche Gestalt des Jesus von Nazareth, entschuldigung, die Frage mu\u00df erlaubt sein: &#8222;Bist du etwa der, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8222;Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und sagt Johannes wieder, was ihr h\u00f6rt und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein und Taube h\u00f6ren, Tote stehe auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt, und selig ist, wer an mir keinen Ansto\u00df nimmt.&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">Das zugige Bauger\u00fcst der Erwartungen und Hoffnungen, auf das sich Johannes in seinem verzweifelten Mut hinaufgewagt hat, ger\u00e4t m\u00e4chtig ins Schwanken. Es waren eben <b>seine<\/b> Erwartungen, <b>seine<\/b> Hoffnungen, <b>seine<\/b>Tr\u00e4ume, die er mit seiner wahrhaft prophetischen Existenz gelebt und gelitten hat. Es war <b>seine<\/b> Frage an den Kommenden, <b>sein<\/b> Wunsch nach einem Richter.<\/p>\n<p align=\"justify\">Aber der da kommt, setzt all diesen Erwartungen seine <b>eigene<\/b> Antwort entgegen. Schon so, da\u00df er wirklich auf alles Suchen, Fragen und Hoffen eine Antwort gibt, aber nicht einfach den Erwartungen entspricht, sondern sie selber mit einer eigenen, wom\u00f6glich ganz und gar unerwarteten Antwort f\u00fcllt: &#8222;Blinde sehen und Lahme gehen, Auss\u00e4tzige werden rein, Taube h\u00f6ren, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt.&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">Erwartet war ein Richter, hart und gnadenlos. Gekommen ist in der Tat auch ein Richter, aber keiner der verurteilt und verdammt, sondern einer, dessen Richten in <b>Aufrichten<\/b> besteht: Blinde, Lahme, Taube &#8211; die vielen geknickten Rohre zerbricht er nicht, sondern richtet sie wieder auf. Auss\u00e4tzige, Arme, Sterbende &#8211; die vielen glimmenden Dochte l\u00f6scht er nicht aus, sondern bringt sie wieder zum Leuchten. So versieht <b>er<\/b> sein Richteramt, indem er aufrichtet und zurecht bringt, indem er heilt und st\u00e4rkt. &#8222;Als wollte er belohnen, so richtet er die Welt.&#8220; So f\u00fcllt <b>er<\/b> alle Sehnsucht und allen Schmerz, so bringt <b>er<\/b> alles Fragen, Warten, Zweifeln und Verzweifeln zum Verstummen. <b>Gn\u00e4dig<\/b> zum Verstummen.<\/p>\n<p align=\"justify\">&#8222;Und selig ist, wer an mir keinen Ansto\u00df nimmt.&#8220;<\/p>\n<p align=\"justify\">Ja, wir sto\u00dfen kr\u00e4ftig an <b>diesem<\/b> Richter. Seine Gnade gen\u00fcgt uns nicht. Der ganze Weihnachtszirkus, der da Jahr um Jahr ohne unseren Widerstand abl\u00e4uft, der ganze Lichter- und Kassenrummel, die ganze weihnachtliche Liederberieselung in den Kaufh\u00e4usern, die ganzen Berge von Braten und Geb\u00e4ck, die ganze verlogene Besinnlichkeit der Festtagsprogramme und Zeitungsbeilagen, die Weihnachtskassette oder der Weihnachtsschnaps oder am Ende gar unser heiliger deutscher Weihnachtsbaum &#8211; all das ein einziger, gro\u00dfer, unseliger Ansto\u00df an dem, der da gn\u00e4dig aufrichtend und zurecht bringend in unsere geknickte Welt gekommen ist. Ein einziger unseliger Ansto\u00df an Jesus Christus. Doch selig, wer <b>nicht<\/b> an ihm Ansto\u00df nimmt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es mag sein, da\u00df dieser Jesus Christus nicht unsere Erwartungen erf\u00fcllt. Es mag sein, da\u00df wir &#8211; so fern wir unser Weihnachten bei Karstadt und im Media-Markt einkaufen &#8211; von diesem Jesus Christus entt\u00e4uscht werden. Eins jedenfalls wird nicht sein: da\u00df dieser Jesus Christus uns in irgendeiner Weise leer ausgehen l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p align=\"justify\">Auch Johannes der T\u00e4ufer ging nicht leer aus. Die gro\u00dfe Hoffnung, die er trug, <b>wurde<\/b> ja erf\u00fcllt. Vielleicht anders, als er sich das ertr\u00e4umt hatte, aber sie wurde erf\u00fcllt. Vielleicht lag es auch mit daran, da\u00df Johannes \u00fcberhaupt diese Zuversicht hatte, \u00fcberhaupt warten konnte, \u00fcberhaupt mit Gottes Kommen in diese Welt rechnete.<\/p>\n<p align=\"justify\">Rechnest du noch damit? Oder hast du dich schon abgefunden mit dem Lauf der Dinge?<\/p>\n<p align=\"justify\">Du sagst, du f\u00fchlst dich manchmal auch <b>lahm<\/b>, ausgebrannt, leer. &#8211; Rechnest du \u00fcberhaupt noch mit etwas anderem, ,mit Gott?<\/p>\n<p align=\"justify\">Du sagst, du f\u00fchlst dich verwirrt, geblendet, <b>blind<\/b>, orientierungslos in der verwirrenden Vielfalt der Lebensm\u00f6glichkeiten. &#8211; M\u00f6chtest du \u00fcberhaupt sehend werden, Klarheit bekommen, Wegweisung finden &#8211; von Gott?<\/p>\n<p align=\"justify\">Du sagst, du f\u00fchlst dich einsam, unverstanden, wenn man so will, geradezu &#8222;<b>auss\u00e4tzig<\/b>&#8222;, gemieden. &#8211; Hat Gott nicht doch schon in deinem Leben zu wirken begonnen und du hast es noch nicht gemerkt?<\/p>\n<p align=\"justify\">Du sagst, du f\u00fchlst dich elend, <b>arm<\/b>, krank, matt und <b>sterbend<\/b>. &#8211; Hast du \u00fcberhaupt Hunger nach dem Evangelium, nach jenem einen Trost im Leben und im Sterben? Oder bet\u00e4ubst du ihn nicht doch lieber mit Marzipan und religi\u00f6ser Folklore, so da\u00df es kein Wunder ist, wenn du arm und sterbend Elend bleibst?<\/p>\n<p align=\"justify\">Das w\u00e4re ein Advent, wenn uns dieses Warten, diese unb\u00e4ndige Sehnsucht nach einem neuen Leben, nach einem neuen Himmel und einer neuen Erde erf\u00fcllte.<\/p>\n<p align=\"justify\">Wir d\u00fcrfen gewi\u00df sein, da\u00df Gott jedenfalls das Seine tun wird, da\u00df keiner leer ausgehen wird. Amen.<\/p>\n<hr \/>\n<p>Prof. Dr. Okko Herlyn, Kurfuerstenstr. 10, 44791 Bochum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3. Advent | 12. Dezember 1999 | Mt 11,2-6 | Okko Herlyn | Hochschulgottesdienst in Bochum am 12. Dezember 1999 (3. Advent) Liebe Gemeinde, &#8222;Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?&#8220; Dieser Text erinnert mich an ein Bild von Habdank. Es hei\u00dft &#8222;Warten&#8220;. 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