{"id":21507,"date":"2000-10-15T11:49:27","date_gmt":"2000-10-15T09:49:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21507"},"modified":"2025-04-16T20:16:15","modified_gmt":"2025-04-16T18:16:15","slug":"johannes-2-1-12-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-2-1-12-6\/","title":{"rendered":"Johannes 2, 1-12"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"600\" align=\"CENTER\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\">\n<hr \/>\n<p><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/archiv.php\"><span style=\"font-family: Arial;\"><b>G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch<\/b><\/span><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/drucktipps.html\">(Tipps zum Speichern und Drucken: Hier klicken)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><span style=\"color: #0000a0; font-family: Arial;\"><b>Predigtreihe &#8222;Maria&#8220;<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #0000a0; font-family: Arial;\"><b>18. Sonntag nach Trinitatis, 22. Oktober 2000<br \/>\nJohannes 2, 1-12<br \/>\nDankwart Arndt<\/b><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><span style=\"font-family: Arial;\">Es f\u00fchrt erkennbar kein Weg daran vorbei: dieser Abschnitt mu\u00df<br \/>\nvon seinem Ende her gelesen, aufgerollt, verstanden werden.<br \/>\n&#8222;Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat&#8220; &#8230; F\u00fcr die Menschen<br \/>\nunserer Tage &#8211; sagt ein zeitgen\u00f6ssischer Denker &#8211; g\u00e4be es ei=<br \/>\ngentlich nur eine Fremdsprache unbedingt zu lernen: die Sprache<br \/>\nder Zeichen, der Symbole, der Bilder, der Gleichnisse. Mit den<br \/>\nZeichen hat es ja seine eigene Bewandnis; deshalb will ihre Spra=<br \/>\nche gelernt und verstanden werden, soll sie zum Sprechen kom=<br \/>\nmen. Zeichen wollen und m\u00fcssen gedeutet sein: sorgsam, behutsam,<br \/>\neinf\u00fchlsam. Zwei Mal hinsehen; nicht an der Oberfl\u00e4che bleiben;<br \/>\nnicht nur den vorder &#8211; gr\u00fcndigen, sondern vielmehr den hinter-gr\u00fcn-<br \/>\ndigen Sinn deutend entdecken. Zeichen sind nicht selbst das Ge=<br \/>\nsuchte; sie weisen \u00fcber sich hinaus, also auch von sich weg &#8211;<br \/>\nsonst w\u00e4ren sie nicht Zeichen. Wer an dem Stoff, aus dem das Zeichen<br \/>\ngeformt ist &#8211; Wasser wird in Wein verwandelt &#8211; kleben bliebe,<br \/>\nder k\u00e4me wohl leicht zu dem Urteil, hier habe der Herr ein<br \/>\n&#8218;Luxus-Wunder&#8216; getan; \u00fcberfl\u00fcssig, vielleicht gar \u00e4rgerlich, wie<br \/>\nes ein frommer Mann sagte: &#8222;D\u00f6s war net das beschte St\u00fcckle vom<br \/>\nHerrn.&#8220; Andererseits sind sie es &#8211; die Zeichen &#8211; , die etwas<br \/>\nbedeuten: also m\u00fcssen sie immer wieder beachtet werden, damit<br \/>\nihre Deutung nicht &#8222;schw\u00e4rmt&#8220;. <\/span><span style=\"font-family: Arial;\">Das Evangelium von der &#8222;Hochzeit zu Kana&#8220; ist voller Zeichen:<br \/>\n&#8218;am dritten Tage&#8216; &#8211; &#8218;Hochzeit&#8216; &#8211; &#8218;meine Stunde&#8216; &#8211; &#8218;Wasser&#8216; &#8211; &#8218;Wein&#8216;.<br \/>\nDa\u00df auf das entscheidende, das zentrale Zeichen hin &#8211; Jesus<br \/>\nvon Nazareth bereitet ein Fest des Lebens, er legt den Grund zur<br \/>\n&#8218;Freude die F\u00fclle&#8216;, er schenkt gl\u00fcckendes, gelingendes Leben -, &#8211;<br \/>\nda\u00df auf dieses Zeichen hin Zeugen dieses Geschehens &#8218;glaubten&#8216; ,-<br \/>\nda\u00df sie ihr Vertrauen auf diesen Mann setzten, das wird von den<br \/>\nJ\u00fcngern gesagt: &#8222;Und seine J\u00fcnger glaubten an ihn.&#8220; Hinter diesem<br \/>\ngleichsam erl\u00f6senden, das Geschehen abschlie\u00dfenden Satz, der die<br \/>\nZeichen-Erz\u00e4hlung zu ihrem Ziel f\u00fchrt, &#8211; da-hinter verschwindet<br \/>\nfast vollst\u00e4ndig die Figur der Maria. Und sie wird doch als erste<br \/>\ngenannt in der G\u00e4ste-Schar! Wo ist sie geblieben ? Welche Stel=<br \/>\nlung nimmt sie ein ? Ist sie nur noch eine unter vielen, &#8211; eine im<br \/>\n&#8218;Pulk&#8216;, der dann von Kana hinabzog nach Kapernaum: Jesus, seine<br \/>\nMutter, seine Br\u00fcder und seine J\u00fcnger? Fast will es so scheinen,<br \/>\nals habe der Evangelist Maria in den Hintergrund abdr\u00e4ngen wollen<br \/>\nund &#8211; doch nicht k\u00f6nnen!<br \/>\nDa\u00df Maria in diesem St\u00fcck Evangelium mit einer &#8218;Nebenrolle&#8216; abge=<br \/>\nspeist zu werden scheint, trifft sich mit dem Eindruck, den Bil=<br \/>\nder der abendl\u00e4ndischen Malerei vermitteln: Vor mir liegen bild=<br \/>\nliche Darstellungen dieser gleichnishaften Erz\u00e4hlung aus der Mit=<br \/>\nte des 16., aus dem Anfang des 17. und aus dem Beginn des 19.Jahr=<br \/>\nhunderts; allen diesen Darstellungen ist gemeinsam, da\u00df die Gestalt der Maria auf den ersten Blick kaum erkennbar ist neben den eifrigen Dienern, dem erstaunten Speisemeister, den J\u00fcngern, die sich die Augen reiben, neben dem gl\u00fccklich l\u00e4chelnden Brautpaar und neben dem Herrn der Szene. Und doch : obwohl Maria &#8211; bewu\u00dft oder unbewu\u00dft &#8211; in den Hintergrund und in eine Nebenrolle abgedr\u00e4ngt wird, kommt dennoch ihre Bedeutung ins Licht; nicht, da\u00df sie selbst sich vordr\u00e4ngt oder gar k\u00e4mpferisch ihren Platz erobert; aber sie kommt ins Licht zu stehen, wenn einer genau zu &#8211; sieht. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Sie steht am Anfang, und doch wie beil\u00e4ufig: &#8218;es war eine Hochzeit zu Kana, und die Mutter Jesu war da. &#8218;Sie steht am Anfang. Nicht in der Mitte. Dort steht Jesus, ihr Sohn. Er ist die Mitte. Er ist Zentrum. Er ist die Sonne, von der alles Licht und alle W\u00e4rme und alle Kraft ausgehen. Diese Stellung kommt ihm zu. Um ihn kreisen alle Bewegungen. Um ihn geht es in Nachdenken und Auslegung. Ihm gilt alle \u00dcberlegung. Er ist Mitte und Ziel des Glaubens, der mit dem hier erz\u00e4hlten Zeichen angesto\u00dfen wird:&#8220;&#8230; und seine J\u00fcnger glaubten an ihn.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Jesus &#8211; die Mitte. Aber &#8211; jede Mitte hat einen Kreis. Die Sonne hat ihren Horizont. Jedes Zentrum hat seine Umgebung. Und da ist Maria der Mitte am n\u00e4chsten. Schon am allerersten Anfang steht sie bereit als &#8222;auserw\u00e4hlte Magd&#8220;; bereit zu einem einzigartigen Dienst:&#8220; Du wirst einen Sohn geb\u00e4ren, des Namen sollst du Jesus hei\u00dfen.&#8220; Darum wird Maria sp\u00e4ter &#8222;Gottesgeb\u00e4rerin&#8220; hei\u00dfen. Martin Luther nennt sie die &#8222;zarte Mutter Gottes&#8220;, die &#8222;zarte Mutter Christi&#8220; . <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Und nun eben auch in diesem Gleichnis-Bild &#8211; wenngleich von vielen abendl\u00e4ndischen Malern nicht erkannt &#8211; steht sie am Anfang und der Mitte am n\u00e4chsten:&#8220;&#8230; und die Mutter Jesu war da&#8220;. Sie ist da! Wie ihr Sohn ist sie mitten im Leben. Nicht nur an seinen R\u00e4ndern. Nicht nur in seinen Gr\u00e4ben und Br\u00fcchen. Sondern : wie zur vielf\u00e4ltigen Not &#8211; Krankheit, Besessenheit, Unfriede, Hunger, Sterben &#8211; , so geh\u00f6ren Jesus und seine Mutter auch zur Freude; wie zu vielgestaltigem und vielgesichtigem Elend, so geh\u00f6ren sie auch zum Gl\u00fcck. Ja , Jesus ist Mitte und Bringer des Gl\u00fccks, und unweit &#8211; Maria! Sie ist darauf aus, da\u00df aus dieser Hochzeit ein Fest der Freude und des Lebens wird,- der \u00fcberstr\u00f6menden,\u00fcberbordenden Freude und des erf\u00fcllten Lebens. Wein darf nicht ausgehen; Freude soll nicht enden; Leben sich erf\u00fcllen.<br \/>\nDa\u00df eben dies geschieht, traut Maria und mutet Maria ihrem Sohn zu. In der ihm eigenen hinter-gr\u00fcndigen, doppel-b\u00f6digen Erz\u00e4hlweise deutet der Evangelist an, da\u00df Maria schon mit dem Hinweis &#8218;Sie haben nicht Wein&#8216; zum Ausdruck bringt, da\u00df sie ihrem Sohn eben dies zutraut: Freudenzeit, Zeit der F\u00fclle, ja der \u00dcberf\u00fclle herbeizuf\u00fchren, Leben zu stiften, Mangel in Reichtum zu verwandeln, Durstige zu erfrischen, M\u00fcdigkeit zu vertreiben. Es ist nicht umsonst, da\u00df Jesus in gesprochenen Gleichnissen &#8211; eine<br \/>\nalte Tradition aufnehmend &#8211; den Anbruch der Gottesherrschaft<br \/>\nunter den Menschen vergleicht mit dem Auftakt zu einer langen,<br \/>\ngelingenden,fr\u00f6hlich-festlichen Hochzeitsfeier, ja, einer k\u00f6nig=<br \/>\nlichen Hochzeit. Und doch &#8211; noch wei\u00df Maria nicht, wie recht<br \/>\nsie hat, ihrem Sohn zuzutrauen und zuzumuten, er m\u00f6ge das Fest<br \/>\n&#8218;retten&#8216;. Sie spricht noch von dem Wein, der helfen soll, das<br \/>\nFest in Kana gelingen zu lassen. Und es l\u00e4uft doch alles schon<br \/>\ndaraufhin, da\u00df nun eine umfassende, tief-greifende Freudenzeit<br \/>\nbeginnen wird. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Immer wieder hat die harsche Zur\u00fcckweisung &#8218;Weib&#8216;, was geht-s dich<br \/>\nan, was ich tue ?&#8216; verwundert nicht nur, sondern befremdet, irri=<br \/>\ntiert, peinlich gewirkt. Und doch rei\u00dft geradezu eben diese Be=<br \/>\nmerkung den doppelten Boden auf: &#8222;Meine Stunde ist noch nicht ge=<br \/>\nkommen.&#8220; Sie wird sp\u00e4ter schlagen! Freilich &#8211; die Mutter l\u00e4\u00dft<br \/>\nsich nicht abweisen; sie l\u00e4\u00dft sich auch nicht erbittern. Sie<br \/>\nbleibt beharrlich. Sie pocht gleichsam auf ihr Recht, ZU sorgen,<br \/>\nzu gestalten, zu bitten. Damit entwickelt sie nicht nur frau=<br \/>\nliche, m\u00fctterliche Gaben, sondern: ihr starkes Vertrauen st\u00f6\u00dft,<br \/>\ngreift durch die dunkle Wand der Zur\u00fcckweisung hindurch. Und<br \/>\nsie spricht Worte, die sie als wahrhafte Prophetin ausweisen: &#8222;Was<br \/>\ner euch sagt, das tut!&#8220; Ein Wort voll einfacher Deutlichkeit, voll<br \/>\nmahnender Kraft ohne drohenden Unterton, voll werbender Eindring=<br \/>\nlichkeit ohne den Versuch der N\u00f6tigung. Ein Wort, das von alledem<br \/>\nbis heute nichts verloren hat: Was er euch sagt, das tut. Was er<br \/>\neuch zusagt, dem vertraut. Was er euch verspricht, das nehmt an.<br \/>\nWenn er gebietet, gehorcht. Wenn er euch tr\u00f6stet, dann h\u00f6rt. Wenn<br \/>\ner euch vergibt, dann rechnet nicht mehr nach. Was er euch ver=<br \/>\nhei\u00dft, darauf setzt eure Hoffnung. Wenn er euch segnet, \u00f6ffnet<br \/>\neuch seiner Gegenwart. &#8211; So kurz und klar und eindringlich, wie<br \/>\nes von Johannes, dem prophetischen Vorl\u00e4ufer, dem Sohn der &#8218;Ver=<br \/>\nwandten&#8216; Elisabeth, gepredigt wurde, so h\u00f6ren wir-s &#8211; wenn wir<br \/>\ndenn h\u00f6ren &#8211; aus dem Munde der prophetischen Mutter: &#8222;Was er euch<br \/>\nsagt, das tut!&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Und es geschah dann im Verlauf des Festes: Nicht zauberte Jesus.<br \/>\nEr sch\u00f6pft nicht einfach aus dem Vollen. Es geht nicht um-s Mehr<br \/>\nHaben und immer-noch-mehr -Haben. Jesus l\u00e4\u00dft Kr\u00fcge f\u00fcllen mit<br \/>\nWasser. Wasser ist das Allt\u00e4gliche; man kann mit ihm w\u00e4ssern,<br \/>\nauch : ver-w\u00e4ssern! Es ist das Allt\u00e4gliche; eben dies aber wird<br \/>\ner verwandeln! Es ist das Einfache, das Selbstverst\u00e4ndliche, das<br \/>\nAllt\u00e4gliche, gar das Bedrohliche &#8211; Wasser erfrischt, kann aber<br \/>\neben auch ertr\u00e4nken! &#8211; ,das Jesus verwandeln kann und will.<br \/>\nDer Gru\u00df, den wir &#8211; t\u00e4glich, allt\u00e4glich &#8211; einander entbieten,<br \/>\n&#8211; die Hilfestellung, die wir &#8211; t\u00e4glich, allt\u00e4glich &#8211; gerufen<br \/>\noder ungerufen einander gew\u00e4hren, &#8211; das gegenseitige &#8211; t\u00e4gliche,<br \/>\nallt\u00e4gliche &#8211; Geben und Nehmen, &#8211; die Begegnung mit Nachbarn,<br \/>\nmit Kollegen, in der Familie, &#8211; die &#8211; t\u00e4gliche, allt\u00e4gliche &#8211; Pflicht,<br \/>\ndie Arbeit, &#8211; die &#8211; t\u00e4gliche, allt\u00e4gliche &#8211; Sorge, die wir um<br \/>\nuns, um unsere N\u00e4chsten, um die Welt haben, &#8211; das T\u00e4gliche, All=<br \/>\nt\u00e4gliche, in dem wir wohl auch unterzugehen drohen, das uns er=<br \/>\nsticken, l\u00e4hmen, gar t\u00f6ten kann, &#8211; das T\u00e4gliche, Allt\u00e4gliche ist<br \/>\nda &#8211; &#8222;Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkr\u00fcge &#8230;&#8220; &#8211; ,aber:<br \/>\ndas Allt\u00e4gliche ist wandelbar, ver-wandelbar. Nicht um=<br \/>\nsontst, da\u00df Jesus die vorhandenen Kr\u00fcge benutzt, &#8211; da\u00df er auf das<br \/>\nT\u00e4gliche, Allt\u00e4gliche zur\u00fcckgreift. Der &#8218;Schatz&#8216; liegt bereit &#8218;in<br \/>\nirdenen Gef\u00e4\u00dfen&#8216;. In dem Menschen Jesus der Christus; im Men=<br \/>\nschenwort das letzte, das g\u00fcltige Wort Gottes; in der schlichten<br \/>\nVersammlung der Gemeinde Gottes Gegenwart selbst. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Und es geschieht: das von Jesus gesegnete Wasser wird zum guten,<br \/>\nkostbaren Wein der Freudenzeit, &#8211; wird zur alles \u00fcberragenden, \u00fcber=<br \/>\nstrahlenden, vollkommenen Gabe seiner Gegenwart. Der Alltag wird<br \/>\nzum Fest: &#8218;Komm&#8216;, sei du unser Gast!&#8216; Zu diesem Fest sind wir ge=<br \/>\nladen &#8211; Sie und ich. Tiefe, fruchtbare, reife Lebensfreude soll<br \/>\nuns durchdringen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial;\">Dieses &#8211; &#8218;erste&#8216; &#8211; Zeichen &#8211; deshalb geht es uns an &#8211; geschieht<br \/>\n&#8218;am dritten Tag&#8216;. Johannes der Evangelist &#8211; wiederum in seiner<br \/>\nversteckenden, hintergr\u00fcndigen, doppelb\u00f6digen Erz\u00e4hlweise &#8211; verweist<br \/>\nmit dieser Zeitangabe auf den entscheidenden &#8218;dritten Tag&#8216;. An<br \/>\ndem wird unser Tod durch seinen Tod in Leben verwandelt; an dem<br \/>\nwird kr\u00e4ftige Zuversicht Herr \u00fcber l\u00e4hmende Trauer; an dem werden<br \/>\nalle guten Verhei\u00dfungen best\u00e4tigt und erf\u00fcllt in der Auferweckung<br \/>\ndes Gekreuzigten; an dem wird der get\u00f6tete Jesus in ein neues,<br \/>\nunversehrbares, vollkommenes Leben gerufen, kommt der Christus<br \/>\nzur Welt. Und eben auch da &#8211; wie bei der Geburt in diese todes=<br \/>\ngepr\u00e4gte Zeit und Welt hinein &#8211; steht Maria, die &#8218;zarte Mutter<br \/>\nChristi&#8216;, am Anfang. &#8218;Es war eine Hochzeit, und Maria war da.&#8216;<\/span><\/p>\n<p><b><span style=\"font-family: Arial;\">Dr. Dankwart Arndt<br \/>\nPastor i. R.<br \/>\nAuf dem Breckels 1<br \/>\n24329 Grebin<br \/>\n<\/span><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td align=\"CENTER\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-2\/noch%20zu%20bearbeiten\/pr-maria-4.html#top\"><b>(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/b><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/01mcco.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=pr-maria-4.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch (Tipps zum Speichern und Drucken: Hier klicken) Predigtreihe &#8222;Maria&#8220; 18. Sonntag nach Trinitatis, 22. 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