{"id":21535,"date":"2001-12-15T12:22:43","date_gmt":"2001-12-15T11:22:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21535"},"modified":"2025-04-16T20:09:52","modified_gmt":"2025-04-16T18:09:52","slug":"1-timotheus-316-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/1-timotheus-316-9\/","title":{"rendered":"1. Timotheus 3,16"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Christvesper, 24. Dezember 2001<br \/>\nPredigt \u00fcber 1. Timotheus 3,16, verfa\u00dft von Dorothea Zager<br \/>\n<\/span><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&#8222;Gro\u00df ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens: Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.&#8220;<\/p>\n<p><i>I. Das Geheimnis<\/i><br \/>\nEs wird uns immer ein Geheimnis bleiben, was in jener Nacht geschah, liebe Gemeinde. Wer kam da zu uns, in dieser Nacht, die wir Weihnachten nennen? Wer war er, dieses Kind im Stall? Wer war er dieser Wanderprediger aus Galil\u00e4a? War er ein Mensch? War er Gott selbst? Wir wissen es nicht wirklich.<\/p>\n<p>Es wird uns immer ein Geheimnis bleiben, warum dieser Jesus dieses Leben so und nicht anders gelebt hat. Warum diese Demut? Warum diese D\u00fcrftigkeit der Geburt? Warum die Qual seines Leidens? Warum dieser Tod? Wir wissen es nicht wirklich.<\/p>\n<p>Es wird uns immer ein Geheimnis bleiben, was am Ostermorgen geschah und warum noch immer &#8211; selbst nach 2001 Jahren &#8211; Menschen an ihn glauben, zu ihm beten, ihr Leben nach ihm ausrichten. Wir wissen es nicht wirklich.<\/p>\n<p>Und es wird uns immer ein Geheimnis bleiben, was es mit dieser merkw\u00fcrdigen Wiederkunft auf sich hat, auf die wir hoffen &#8211; oder die wir vielleicht f\u00fcrchten.<\/p>\n<p>Vollt\u00f6nend beginnt der Lobgesang auf Christus im 1. Timotheusbrief mit dem Jubel: &#8222;Jedermann muss es bekennen: Es ist ein gro\u00dfes Geheimnis des Glaubens.&#8220; Wir w\u00fcrden es heute vielleicht ein wenig anders sagen, den Mund vielleicht nicht ganz so voll nehmen: Wir m\u00fcssen es bekennen, ja zugeben und anerkennen: Es ist wahrlich ein gro\u00dfes Geheimnis um diesen Jesus! Viele Fragen um diesen Mann von Nazareth. Und vieles verstehen wir nicht.<\/p>\n<p>Einzig den Grund, <i>warum<\/i> dies alles geschah, den k\u00f6nnen wir erkennen: Der Grund f\u00fcr all dieses Handeln Gottes ist die Liebe.<\/p>\n<p>Christus kam, weil Gott es nicht mehr ertragen konnte, ja weil Gott es auch nicht mehr dulden wollte, dass die Menschen sich so weit von Gott und voneinander entfernt hatten. Da war Unglaube, der die Menschen von Gott trennte. Da war Schuld, die die Menschen untereinander entzweite. Da war \u00dcberheblichkeit und Selbstgerechtigkeit, die die Menschen stolz und zugleich einsam machte. Die Menschen glaubten, Gott nicht mehr zu brauchen.<\/p>\n<p>Und die wenigen, die diese Kluft zwischen Leben und Glauben, zwischen Menschen und Gott erkannten und als schmerzlich empfanden, taten genau das Falsche: Sie fingen an, sich zum Gottgehorsam zu zwingen. Sie erhoben das Gesetz \u00fcber die Menschlichkeit und das Recht \u00fcber die Liebe. Und so hofften sie, eine Br\u00fccke erzwingen zu k\u00f6nnen zu Gott, durch Glaubensleistungen und unerbittlichen Rechtsspruch. Es ist ihnen nicht gelungen, wie wir sp\u00e4ter aus so vielen Streitgespr\u00e4chen Jesu mit den Pharis\u00e4ern und Schriftgelehrten entnehmen k\u00f6nnen. Die Gesetzestreuen blieben Gott genauso fern wie die Gottlosen.<\/p>\n<p>Da machte sich Gott selbst auf den Weg. Der Br\u00fcckenschlag, der den Menschen nicht gelingen wollte, ging jetzt von Gott aus. Gott kam zu den Menschen. <i>Wie<\/i> es geschah, wird uns immer ein Geheimnis bleiben, aber <i>warum<\/i> es geschah, das sagt uns das Neue Testament in jeder seiner Zeilen. Es geschah aus Liebe: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben (Joh 3,16).<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde am Christfest, genauso geht es doch auch uns!<br \/>\nEs gibt ein Meer von Menschen, denen Gott und seine Kirche egal sind &#8211; selbst an einem Abend wir heute. Da ist Unglaube und Desinteresse, die viele Menschen unserer Zeit von Gott trennt. Da ist Schuld, die uns Menschen untereinander entzweit. Da ist \u00dcberheblichkeit und Selbstgerechtigkeit, die uns Menschen stolz und zugleich sehr einsam macht. Viele Menschen glauben, Gott nicht mehr zu brauchen, mehr sogar als damals zur Zeit Jesu.<\/p>\n<p>Und wir, die diese Kluft als schmerzlich empfinden? Tun wir das Richtige? Sind wir werbende, freundliche, herzenswarme Christen, die wir durch unser Handeln und durch unser Reden ein glaubhaftes Zeugnis ablegen von unserer Liebe zu Gott? Das darf bezweifelt werden, Ihr Lieben. Es gelingt uns nicht immer, gute Zeugen zu sein, und Br\u00fccken zu bauen zu denen, die wir erreichen wollen!<\/p>\n<p>Also auch uns &#8211; und das ist das Wunderbare und das Tr\u00f6stliche an der weihnachtlichen Botschaft &#8211; also auch uns gilt diese Entscheidung Gottes: Wenn es uns Menschen es nicht gelingt, zu Gott zu kommen, dann kommt Gott eben zu uns.<\/p>\n<p><i>II. Die Menschwerdung<\/i><br \/>\nEs wird uns ein Geheimnis bleiben, wie es zugegangen ist, das Gott uns in Jesus begegnet ist. Die einen m\u00f6gen an eine Jungfrauengeburt glauben, andere daran, Jesus sei sozusagen von Gott adoptiert worden in der Taufe; es m\u00f6gen noch so viele Menschen den Versuch unternehmen, das &#8222;Wie&#8220; des Kommens Gottes in Christus zu erkl\u00e4ren. Es wird uns immer unerkl\u00e4rlich bleiben. Die Frage nach dem &#8222;Warum&#8220; aber, die k\u00f6nnen wir beantworten: Es ist die Liebe Gottes zu uns. Darum wendet er sich uns zu. Damals in der Geburt Jesu, heute mit jedem Mal, wo uns dieses Kommen verk\u00fcndigt und gepredigt wird. Die Liebe Gottes kommt. Auch zu uns. Auch zu mir. Auch zu einem jedem von Ihnen.<\/p>\n<p><i>III. Die Rechtfertigung<\/i><br \/>\nGenauso wird es uns ein Geheimnis bleiben, wie es zugegangen ist, dass dieser eine Mensch Jesus die S\u00fcndenvergebung hat Wahrheit werden lassen. Wir wissen es: Durch seine Predigt, durch sein Handeln und durch seinen Tod am Kreuz hat er Vergebung in die Tat umgesetzt und Menschen bis auf den heutigen Tag von der Last der Gesetzlichkeit befreit. Jesus sprach nicht nur von der Liebe zum Feind, und von der Seligkeit derer, die barmherzig und friedfertig sind, sondern er setzte sie auch in die Tat um: Er setzte sich auch tats\u00e4chlich mit denen an einen Tisch, die wegen ihrer Fehler von anderen gemieden wurde. Er bewahrte die Frau vor dem Tod durch Steinigung, die in den Augen der Gerechten des Todes schuldig war. Er lie\u00df Gel\u00e4hmte vor Freude tanzen und Trauernde wieder lachen. Er machte selbst am Sabbat Kranke gesund, obwohl man es ihm verbieten wollte. Und er lie\u00df Menschlichkeit vor Recht ergehen. Bis auf den heutigen Tag vertrauen Menschen diesem Jesus ihre Schuld und ihr Unverm\u00f6gen an und wissen: Schuld ist vor Gott vergeben, Unverm\u00f6gen wandelt er in Kraft. &#8222;Wie&#8220; ihm dies gelungen ist, wird uns immer unerkl\u00e4rlich bleiben. Die Frage nach dem &#8222;Warum&#8220; aber, die k\u00f6nnen wir beantworten: Es ist die Liebe Gottes zu uns, die die Befreiung von unserer Schuld m\u00f6glich macht. Darum wendet er sich uns zu. Damals in der Predigt und in den Taten Christi, heute mit jedem Mal, wo wir von ihm in der Bibel lesen, in der Predigt von ihm h\u00f6ren, im Abendmahl mit ihm Gemeinschaft haben. Die Vergebung der Schuld wird wahr. Auch f\u00fcr uns. Auch f\u00fcr mich. Auch f\u00fcr jeden von Ihnen.<\/p>\n<p><i>IV. Der Glaube<\/i><br \/>\nEs wird uns letztlich auch immer ein Geheimnis bleiben, wie es geschehen konnte, dass die Predigt des zun\u00e4chst so unscheinbaren Wanderpredigers aus Nazareth um die Welt ging und seine Botschaft die Menschenherzen erreichte von einem Ende der Erde bis zum anderen. Wie konnte es geschehen, dass so viele Menschen an Jesus glaubten? Als einen Esel am Kreuz &#8211; so hatten r\u00f6mische Steinzeichner Jesus in Karikaturen verh\u00f6hnt. Wie konnte man nur an einen solchen schwachen Menschen glauben, der sich hinrichten l\u00e4sst und sich nicht wehrt?<\/p>\n<p>Wir wissen nicht, wie es geschah, dass die Begeisterung f\u00fcr Jesu Mission die Entt\u00e4uschung \u00fcber seinen Tod \u00fcberdauerte. Wir wissen nicht, wie es m\u00f6glich war, dass die J\u00fcnger ihre anf\u00e4ngliche Furcht besiegten und wieder hinausgingen unter die Menschen, predigten, bezeugten, Worte und Taten der Liebe vollbrachten. Wir wissen nicht, woher auch sp\u00e4ter all die Menschen \u00fcber Jahrhunderte hinweg die Kraft hergenommen haben, f\u00fcr ihren Glauben einzustehen, f\u00fcr ihren Glauben gro\u00dfartige Liebeswerke zu gr\u00fcnden, f\u00fcr ihren Glauben notfalls in den Tod zu gehen. Auch hier ist die Frage nach dem &#8222;Wie&#8220; nicht zu beantworten. Die Kraft und der Geist und die Unersch\u00fctterlichkeit vieler, vieler mutiger und glaubw\u00fcrdiger Christen bleibt uns unerkl\u00e4rlich. Die Frage nach dem &#8222;Warum&#8220; aber, die k\u00f6nnen wir beantworten: Es ist wiederum die Liebe Gottes zu uns, die uns die Herzen \u00f6ffnet und uns glauben l\u00e4sst. Uns. Mich. Jeden von Ihnen.<\/p>\n<p><i>V. Die Vollendung<\/i><br \/>\nLetztendlich geht es uns genauso mit der Frage nach Jesu Wiederkunft und den Fragen nach dem Weltende. Es wird uns immer ein Geheimnis bleiben, wo Jesus jetzt eigentlich ist &#8211; ob der nach seiner Himmelfahrt den Engeln erschienen ist, wie es der 1. Timotheusbrief vermutet, ob er irgendwo in der Herrlichkeit Gottes auf seine Wiederkunft wartet. Wie und wann er wiederkommt &#8211; alles das wird uns unerkl\u00e4rlich und unbeantwortet bleiben. Die Frage nach dem &#8222;Warum&#8220; aber, die k\u00f6nnen wir beantworten: Gottes Liebe wird es nicht zulassen, dass unsere Welt und unsere Menschheit untergeht, die von Jahr zu Jahr bedrohlicher am Abgrund von Gewalt, Krieg und Terror entlang taumelt. Er, der diese Welt in Liebe erschaffen hat, der den Regenbogen als Zeichen seiner Treue in die Wolken gesetzt hat, der in seinem Sohn Jesus Christus mitten unter uns Menschen gekommen ist, der wird &#8211; dessen bin ich mir ganz sicher! &#8211; unserer Erde auch ein gutes Ende verleihen. Liebe Gemeinde, Jesu Liebe liegt tief in unseren Herzen. Und wirkt dort, so wie sie schon seit 2000 Jahren in Menschenherzen gewirkt hat und sie zu unz\u00e4hligen kleinen und gro\u00dfen Taten der Liebe angetrieben hat. Wohl den Menschen, der diese Liebe in sich wach h\u00e4lt bis zum Ende.<\/p>\n<p><i>VI. Das Geschenk Gottes<\/i><br \/>\nSo ist es eigentlich &#8211; bei allen Geheimnissen, die Jesu Geburt, Jesu Lehren und Wirken, seinen Tod und seine Auferstehung umgeben &#8211; bei all diesen Geheimnissen eigentlich ganz einfach, ihm zu begegnen:<\/p>\n<p>Wenn wir von seiner Liebe h\u00f6ren in einer Predigt,<br \/>\nwenn wir von seinen Liebesworten und seinen Liebestaten in der Bibel lesen,<br \/>\noder wenn wir seine Liebe sp\u00fcren in der Gemeinschaft mit anderen Christen; dann begegnen wir ihm.<br \/>\nWenn wir seine Liebe weitergeben, und im Schenken, im Lieben und im Verzeihen selbst reich und gl\u00fccklich werden, dann begegnen wir ihm.<br \/>\nWenn wir lieben, wird unser Licht leuchten unter den Menschen, so wie die hellen Kirchenfenster heute Abend tr\u00f6stlich hinausleuchten in unser Dorf (in unsere Stadt). Und man wird erkennen &#8211; ob man der Kirche nun nahe steht oder nicht: Es wird immer ein Geheimnis bleiben, welchen Weg und wohin unsere Kirche und unsere Welt noch gehen wird, was aber diese gro\u00dfe Christengemeinde zusammenh\u00e4lt seit so vielen Jahren und auch heute am Vorabend des Christfestes 2001, das wird zu sp\u00fcren sein, \u00fcberall, wo heute unsere Lieder klingen und unsere Glocken zu h\u00f6ren sind: Gottes Liebe wird uns wieder neu geschenkt &#8211; heute Abend und an jedem neuen Tag, der kommen wird.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>Lieder, die dem Christus-Hymnus inhaltlich entsprechen:<br \/>\nEG 3: Gott, heilger Sch\u00f6pfer aller Stern<br \/>\nEG 5: Gottes Sohn ist kommen<br \/>\nEG 27: Lobt Gott, ihr Christen alle gleich<br \/>\nEG 36: Fr\u00f6hlich soll mein Herze springen<br \/>\nEG 42: Dies ist der Tag, den Gott gemacht<br \/>\nEG 56: Weil Gott in tiefster Nacht erschienen<\/p>\n<p><b><a name=\"anm\"><\/a>Verstehenshilfen zum Text<\/b><br \/>\nDer Christushymnus Tim 3,16 besteht aus sechs parallel gebauten Zeilen, deren jede mit einem (im griechischen gleich auslautenden) Passiv beginnt, das ein Handeln Gottes beschreibt. Je zwei Zeilen bilden ein Gegensatzpaar: Fleisch &#8211; Geist; Engelm\u00e4chte &#8211; V\u00f6lker; Welt &#8211; Lichtglanz. Jedes der drei Gegensatzpaare stellt Irdisches und Himmlisches einander gegen\u00fcber und zwar in chiastischer Reihenfolge (Irdisches &#8211; Himmlisches; Himmlisches &#8211; Irdisches; Irdisches &#8211; Himmlisches) Dadurch werden drei zeitlich aufeinanderfolgende Vorg\u00e4nge der Offenbarung Gottes in Jesus Christus in hymnischer Form verherrlicht &#8211; entsprechend dem altorientalischen Zeremoniell bei der Thronbesteigung des K\u00f6nigs: 1. der neue K\u00f6nig erh\u00e4lt in feierlicher Sinnbildhandlung g\u00f6ttliche Eigenschaft (Erh\u00f6hung); 2. der nunmehr vergottete K\u00f6nig wird dem Kreis der G\u00f6tter vorgestellt (Pr\u00e4sentation); 3. danach erst wird ihm die Herrschaft \u00fcbertragen (Inthronisation).<\/p>\n<p>Diesem Schema eines altorientalischen Thronbesteigungszeremoniells folgt auch der Hymnus 1. Tim 3,16:<br \/>\n1. Die Erh\u00f6hung: Die Gemeinde bekennt sich zu Jesus Christus als dem, der &#8222;im Fleisch offenbart&#8220; und &#8222;im Geist gerechtfertigt&#8220; wurde.<br \/>\n2. Die Pr\u00e4sentation vor der himmlischen und irdischen Welt: Die Engel beten den zum Himmel auffahrenden an, was seine Entsprechung auf der Erde findet in der Verk\u00fcndigung des Evangeliums unter den V\u00f6lkern.<br \/>\n3. Die Thronbesteigung: Die Thronbesteigung Christi umfasst Himmel und Erde: Auf der Erde ergreifen die Menschen Christus im Glauben; im Himmel wird Christus in die Herrlichkeit aufgenommen.<br \/>\n(vgl. JOACHIM JEREMIAS, Die Briefe Timotheus und Titus (NTD 4), G\u00f6ttingen 1976, S. 27-29.)<\/p>\n<p><b>Verstehenshilfen zum Aufbau der vorliegenden Predigt<\/b><br \/>\nDie inhaltliche Gliederung des Christushymnus&#8216; in 1. Tim. kann nicht ohne Not streng homiletisch auf die Predigt \u00fcbertragen werden. Darum habe ich das erste Themenpaar &#8222;Menschwerdung&#8220; und &#8222;Rechtfertigung&#8220; auseinandergenommen und getrennt voneinander meditiert. Im Gegensatz dazu habe ich die Erscheinung vor den Engeln, die Predigt und den Glauben gemeinsam verhandelt und das letzte, eschatologische Thema f\u00fcr sich genommen. M.E. kann nur auf diesem Wege dieser schwierige und gehaltvolle Hymnus den H\u00f6rern\/innen in der kurzen Zeitspanne einer Predigt nahegebracht werden.<\/p>\n<p>I. Das Geheimnis<br \/>\nAuslegung von &#8222;Gro\u00df ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens.&#8220;<br \/>\nII. Die Menschwerdung<br \/>\nAuslegung von &#8222;Er ist offenbart im Fleisch&#8220;<br \/>\nIII. Die Rechtfertigung<br \/>\nAuslegung von &#8222;gerechtfertigt im Geist&#8220;<br \/>\nIV. Der Glaube<br \/>\nAuslegung von &#8222;erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt&#8220;<br \/>\nV. Die Vollendung<br \/>\nAuslegung von &#8222;aufgenommen in die Herrlichkeit.&#8220;<br \/>\nVI. Das Geschenk Gottes<br \/>\nB\u00fcndelung der Gedanken<\/p>\n<p><b>Dorothea Zager, Wachenheim<br \/>\n<a href=\"mailto:DWZager@t-online.de\">E-Mail: DWZager@t-online.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<p><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-4\/011224-3.html#top\">(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=011224-3.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch Christvesper, 24. Dezember 2001 Predigt \u00fcber 1. 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