{"id":21579,"date":"2002-01-15T14:29:26","date_gmt":"2002-01-15T13:29:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21579"},"modified":"2025-04-15T17:29:07","modified_gmt":"2025-04-15T15:29:07","slug":"roemer-914-24-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-914-24-4\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 9,14-24"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><b><span style=\"color: #000099;\">Septuagesimae (3. Sonntag vor der Passionszeit), <\/span><span style=\"color: #000099;\">27. Januar 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber R\u00f6mer 9,14-24, verfa\u00dft von Dorothea Zager<br \/>\n<\/span><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&#8222;Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei fern!<br \/>\nDenn er spricht zu Mose: &#8222;Wem ich gn\u00e4dig bin, dem bin ich gn\u00e4dig; und wessen sich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.&#8220;<br \/>\nSo liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen.<br \/>\nDenn die Schrift sagt zum Pharao: &#8222;Eben dazu habe ich dich erweckt, damit ich an dir meine Macht erweise und damit mein Name auf der ganzen Erde verk\u00fcndigt wer-de.&#8220; So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.<br \/>\nNun sagst Du zu mir: Warum beschuldigt er uns dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen?<br \/>\nJa, lieber Mensch, wer bist Du denn, dass Du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst Du mich so?<br \/>\nHat nicht ein T\u00f6pfer Macht \u00fcber den Ton, aus demselben Klumpen ein Gef\u00e4\u00df zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen?<br \/>\nDa Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit gro\u00dfer Geduld ertragen die Gef\u00e4\u00dfe des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren,<br \/>\ndamit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gef\u00e4\u00dfen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit.<br \/>\nDazu hat er uns berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden.&#8220;<br \/>\n(R\u00f6mer 9,14-24)<b>I. Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf<\/b><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde,<\/p>\n<p>stellen Sie sich vor, Sie h\u00e4tten einen gro\u00dfen Klumpen Ton vor sich liegen und w\u00fcrden damit Figuren formen. So wie wir es fr\u00fcher mit Knete getan haben, als wir noch Kinder waren. Sie erschaffen eine Gruppe von Menschen &#8211; eine Krippenszene vielleicht. Maria und Josef, das Kind in der Krippe, K\u00f6nige, Hirten und Schafe. Die Figuren gelingen Ihnen unter den H\u00e4nden. Sch\u00f6ne Gew\u00e4nder, ausdrucksvolle Gesichter, pr\u00e4chtige Tiere. Sie stellen sie im Halbkreis um die Krippe auf und freuen sich daran, wie sch\u00f6n ihr Werk gelungen ist. Und da geschieht etwas unfassbares: Ein Schaf \u00f6ffnet den Mund und beschwert sich bitter bei Ihnen: &#8222;Ich w\u00e4re aber lieber das Jesuskind geworden. Es gef\u00e4llt mir nicht, was Du aus mir gemacht hast.&#8220;<\/p>\n<p>Undenkbar, solch eine Vorstellung!, denken Sie. Dass sich die get\u00f6pferten Figuren beim K\u00fcnstler beschweren. So etwas gibt es doch gar nicht! Und selbst wenn, die sollen froh sein, dass sie \u00fcberhaupt gemacht worden sind und nicht noch als unf\u00f6rmiger Klumpen auf dem Tisch herumliegen.<\/p>\n<p>Mit genau diesem Bild, liebe Gemeinde, wehrt Paulus jeden Zweifler ab, der sich \u00fcber Gottes Handeln und Gottes Vorsehung in dieser Welt beschwert.<\/p>\n<p><i>Hat nicht ein T\u00f6pfer Macht \u00fcber den Ton, aus demselben Klumpen ein Gef\u00e4\u00df zu ehrenvollem und ein anderes zu nicht ehrenvollem Gebrauch zu machen?<br \/>\nJa, lieber Mensch, wer bist Du denn, dass Du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst Du mich so?<\/i><\/p>\n<p>Wir d\u00fcrfen also nicht fragen. Und uns nicht beschweren. Gott allein bestimmt, wozu wir gemacht sind. Sei es zum Guten, oder sei es zum Schlechten. Das haben wir zu akzeptieren. Punkt.<\/p>\n<p><i>So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen. So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.<\/i><\/p>\n<p>Gott macht die einen schlecht und die anderen gut. Dem einen ist er wohlgesonnen, dem anderen verschlie\u00dft er das Herz. Und wir verstehen es nicht.<\/p>\n<p>Da w\u00e4re meine Predigt im Grunde genommen auch schon an ihr Ende gelangt. Denn vor soviel Macht und soviel Souver\u00e4nit\u00e4t kann man dann eigentlich nur noch schweigen. Und akzeptieren.<\/p>\n<p>Wenn wir t\u00f6nernen Gesch\u00f6pfe eben nicht mit einem Geist und Verstand, und mit einem Herz und Gef\u00fchl ausgestattet w\u00e4ren. Wir haben einen Verstand und wir haben Gef\u00fchle, und beide sagen uns: Das ist ungerecht!<\/p>\n<p>Auf den Tag genau heute vor 57 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Einigen hundert ausgemergelter, hungernder und gequ\u00e4lter Menschen brachte dieser Tag die schon nicht mehr erhoffte Freiheit. F\u00fcr 6 Millionen Menschen kam dieser Tag aber zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p><i>So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott ungerecht?<\/i><\/p>\n<p>Vorgestern brach der Nyiragongo aus &#8211; pl\u00f6tzlich und mit unvorstellbarer Gewalt. Niemand hatte damit gerechnet. Hunderttausende von Menschen wurden in die Flucht getrieben. In der gl\u00fchenden Lava kamen Hunderte ums Leben. Die Gro\u00dfstadt Goma wurde fast komplett zerst\u00f6rt. Und die Helfer bef\u00fcrchten weitere Ausbr\u00fcche und Zerst\u00f6rungen durch die extrem fl\u00fcssige Lava.<\/p>\n<p><i>So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott ungerecht?<\/i><\/p>\n<p>Auf der einen Seite ringen \u00c4rzte in stundenlangen Operationen um das Leben eines einzigen Menschen, auf der anderen Seite verhungert in jeder Minute, die wir leben, auf dieser Erde ein Mensch. Hunderte von Ehepaaren scheuen weder M\u00fchen noch Kosten, um Eltern zu werden, auf der anderen Seite werden allein in Deutschland im Jahr \u00fcber 100.000 Kinder get\u00f6tet, ehe sie geboren werden.<\/p>\n<p><i>So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will. Was sollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott ungerecht?<\/i><\/p>\n<p>Liebe Gemeinde, es ist absolut nat\u00fcrlich und absolut menschlich, dass wir uns mit einer solchen Antwort nicht zufrieden geben. Es l\u00e4sst uns keine Ruhe das alles zu sehen: dieses Leid, dieses Ungl\u00fcck und diese Ungerechtigkeit, und nicht zu begreifen, warum das alles sein muss. Wir sind eben mehr als ein Klumpen Ton, aus dem man leblose Figuren geformt hat. Wir sind Menschen mit Verstand und mit Gef\u00fchl und mit Gerechtigkeitsempfinden. Und deshalb fragen wir. Deshalb zweifeln wir und sehnen uns nach einer Antwort auf die ber\u00fchmte Theodizee-Frage &#8211; auf die Frage nach dem Warum des Leides.<\/p>\n<p><b>II. Gut und B\u00f6se<\/b><\/p>\n<p>Paulus versucht in den Worten des R\u00f6merbriefs, die heute unser Predigttext sind, diese Frage nach dem Warum zu beantworten.<\/p>\n<p>Er schreibt: Es <i>muss<\/i> das B\u00f6se in der Welt geben, ja mehr noch: Gott musste das B\u00f6se in der Welt nicht nur ertragen, sondern er musste es sogar selbst erschaffen und zum Leben erwecken, damit auf der anderen Seite das Gute, das Gerechte und das Herrliche so richtig zur Entfaltung und zum Leuchten kommt.<\/p>\n<p><i>Da Gott seinen Zorn erzeigen und seine Macht kundtun wollte, hat er mit gro\u00dfer Geduld ertragen die Gef\u00e4\u00dfe des Zorns, die zum Verderben bestimmt waren, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit kundtue an den Gef\u00e4\u00dfen der Barmherzigkeit, die er zuvor bereitet hatte zur Herrlichkeit.<\/i><\/p>\n<p>Genau aus diesem Grund hat er zum Beispiel den Pharao von \u00c4gypten zum Leben erweckt und sein Herz b\u00f6se gemacht. Damit Mose mit diesem Pharao ringt und die Freiheit des Volkes Israel, und das Volk Israel aus seiner Gefangenschaft herausf\u00fchrt und Gottes Herrlichkeit und Macht erst so richtig f\u00fcr alle Welt sichtbar wird.<\/p>\n<p><i>Denn die Schrift sagt zum Pharao: &#8222;Eben dazu habe ich dich erweckt, damit ich an dir meine Macht erweise und damit mein Name auf der ganzen Erde verk\u00fcndigt werde.&#8220; So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er will.<\/i><\/p>\n<p>So also versucht Paulus zu erkl\u00e4ren, warum es das B\u00f6se in der Welt gibt: Gott erschafft das B\u00f6se, l\u00e4sst das B\u00f6se zu, damit das Gute und Herrliche besonders strahlend deutlich wird im Kampf und im Sieg gegen das B\u00f6se.<\/p>\n<p>Aber \u00fcberzeugt uns das, liebe Gemeinde? Hat der unendlich gro\u00dfe, allm\u00e4chtige Gott es n\u00f6tig, hier auf der Welt einen Kampf anzuzetteln zwischen Gut und B\u00f6se, nur damit jeder sieht, wie herrlich, wie gut und wie barmherzig er ist? Das kann es doch nicht sein!<\/p>\n<p>Paulus selbst sp\u00fcrt, dass sein Argument nicht \u00fcberzeugt. Er selbst, der das Diskutieren und Argumentieren von der Pike auf gelernt hat, muss zugeben, dass er sich im Kreise dreht!<\/p>\n<p><i>Nun sagst du zu mir: Warum beschuldigt er uns dann noch? Wer kann seinem Willen widerstehen?<br \/>\n<\/i><i>Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, dass du mit Gott rechten willst? Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst Du mich so?<br \/>\nHat nicht ein T\u00f6pfer Macht \u00fcber den Ton aus ihm zu machen, was er will?<\/i><\/p>\n<p>Paulus dreht sich im Kreis. Wir sind wieder am Anfang.<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4destinationslehre ist eben keine Antwort auf die Theodizeefrage, sagen wir Theologen. Auf Deutsch: Es \u00fcberzeugt keinen Menschen, dass Gott das Leid extra daf\u00fcr geschaffen haben soll, damit das Gute besonders gut zur Geltung kommt.<\/p>\n<p>Wie aber sollen wir mit dieser grausamen Spannung leben zwischen Leid und Gl\u00fcck, zwischen Katastrophen und Bewahrung, zwischen Krieg und Frieden? Wie k\u00f6nnen wir leben mit dieser unbeantworteten Frage nach dem Warum?<\/p>\n<p><b>III. Fragen und Antworten<\/b><\/p>\n<p>Es gibt einen Weg, liebe Gemeinde, mit dieser Spannung zu leben. Und kein Geringerer als Paulus selbst gibt uns den entscheidenden Hinweis &#8211; ganz am Schluss unseres Predigttextes:<br \/>\n<i>Uns hat er berufen, nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Heiden<\/i>. &#8211; dieses Argument allein, liebe Gemeinde, kann uns weiterhelfen!<\/p>\n<p>Warum es B\u00f6ses gibt auf Erden, k\u00f6nnen wir nicht verstehen. Warum es b\u00f6se Menschen gibt auf Erden, auch das k\u00f6nnen wir nicht begreifen. Warum es Ungl\u00fcck gibt und Katastrophen auf der Erde &#8211; auch darin werden wir Gott nicht verstehen.<\/p>\n<p>Eines aber k\u00f6nnen wir als Christen wissen: Gott hat uns Christen dazu ausersehen, das Gute in der Welt zu verk\u00f6rpern. Nicht, weil wir von Geburt aus zu einem Volk geh\u00f6ren, das Gott besonders liebt &#8211; so wie die Juden. Auch nicht deshalb, weil wir so t\u00fcchtig sind, und es uns aus eigener Leistung verdient h\u00e4tten, auf die Seite der Guten zu geh\u00f6ren. Nur deshalb geh\u00f6ren wir zu den Berufenen, weil Christus gekommen ist und uns zu Guten gemacht hat. nur aus Liebe. Und nur aus Gnade.<\/p>\n<p><i>Es liegt nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen, dass wir berufen sind!<\/i><\/p>\n<p>Wir haben keinen Grund, besonders stolz darauf zu sein. Wir haben keinen Grund, uns etwas darauf einzubilden. Denn es ist ein unverdientes, gro\u00dfes Geschenk. Und es ist der Beginn eines ganz besonderes Auftrags an uns. Berufung hei\u00dft &#8222;gerufen werden&#8220;!<\/p>\n<p>Im Philipperbrief schreibt es Paulus viel eindr\u00fccklicher als hier:<br \/>\n<i>Ich rufe Euch dazu auf, dass ihr eurer Berufung gem\u00e4\u00df lebt, mit der ihr berufen seid, in aller Demut und Sanftmut, in Geduld. Ertragt einer den andern in Liebe, und seid darauf bedacht, zu wahren die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens: (Phil 2,1-3)<\/i><\/p>\n<p>Gott ruft uns, so zu leben, wie es dem Guten entspricht: der Liebe untereinander, dem Frieden miteinander, der Barmherzigkeit dem anderen gegen\u00fcber. Zu solchen Gesch\u00f6pfen sind wir berufen. Um noch einmal in dem Bild des Paulus von den Tongef\u00e4\u00dfen zu reden: Gef\u00e4\u00dfe sind wir zu ehrenvollem Gebrauch: Gesch\u00f6pfe, die daf\u00fcr da sind, Gutes zu tun. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.<\/p>\n<p>So schwer es uns f\u00e4llt, liebe Gemeinde: Alles andere m\u00fcssen wir dahingestellt lassen. Wir werden die Frage unbeantwortet lassen m\u00fcssen, wo Gott gewesen ist, als die Lavastr\u00f6me des Nyiragongo die Stadt Goma ausgel\u00f6scht hat.<\/p>\n<p>Wir werden die Frage unbeantwortet lassen m\u00fcssen, warum Gott es zul\u00e4sst, dass glaubensverirrte &#8222;Gotteskrieger&#8220; durch den Anschlag auf das World Trade Center tausendfachen Tod und tausendfaches Leid verursachen.<\/p>\n<p>Wir werden die Frage unbeantwortet lassen m\u00fcssen, warum Gott es zugelassen hat, dass 6 Millionen Juden in den Konzentrationslagern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft den Tod gefunden haben.<\/p>\n<p>All diese Fragen und vieles andere, was uns auch in unserem ganz pers\u00f6nlichen Leben an ungekl\u00e4rten Fragen qu\u00e4lt und umtreibt, m\u00fcssen wir dahingestellt lassen. Wir m\u00fcssen es ertragen, dass wir es nicht verstehen. Wir m\u00fcssen anerkennen, dass wir als Gesch\u00f6pfe das Handeln oder das Schweigen unseres Sch\u00f6pfers nicht begreifen.<\/p>\n<p>Eines aber wissen wir:<br \/>\nDass wir durch Jesus Christus, durch seine Liebe und durch seinen Tod dazu berufen sind, auf der Seite Gottes zu stehen. Und dort f\u00fcr das Gute, f\u00fcr die Liebe und f\u00fcr die Gerechtigkeit einzustehen in unserer Welt.<br \/>\nDas darf und froh machen.<br \/>\nEs muss uns aber auch unruhig machen.<br \/>\nEs macht uns voller Unruhe und Tatendrang, dahin zu gehen und da zu handeln, wo unsere Hilfe gebraucht wird.<br \/>\nEs macht uns voller Unruhe und Tatendrang, da das Trostwort zu sprechen, wo Tr\u00e4nen flie\u00dfen, da das sch\u00fctzende Wort zu sprechen, wo andere ungerecht verurteilt werden, da das mahnende Wort zu sagen, wo wir sehen, das andere auf dem falschen Wege sind.<\/p>\n<p>Menschen, die von Christus berufen worden sind und gerufen worden sind, werden zu unruhigen, zu tatendurstigen und zu fantasievollen Menschen,<br \/>\ndie das Leid, das sie verhindern k\u00f6nnen, nicht zulassen,<br \/>\ndie die Liebe, die sie in sich sp\u00fcren, in die Tat umsetzen<br \/>\ndie die Gerechtigkeit, die sie empfinden, auch durchsetzen,<br \/>\ndie dem Guten zum Durchbruch verhelfen, wo immer es ihnen m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>So sieht Gottes Gerechtigkeit aus, liebe Gemeinde.<br \/>\nOft verstehen wir sie nicht. Aber wir wissen, dass Gott uns auf seine Seite gestellt hat. Und wir wissen, was wir auf der Seite Gottes zu tun haben.<br \/>\nDieser Auftrag reicht f\u00fcr ein ganzes Menschenleben.<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p><b>Liturgische Vorschl\u00e4ge<\/b>:<br \/>\nVorschlag f\u00fcr die Altarlesung<br \/>\nMt 20,1-16a (Die Arbeiter im Weinberg)<br \/>\nLiedvorschl\u00e4ge<br \/>\nEingangslied: 166,1-3<br \/>\nWochenlied: 342,1+2<br \/>\nLied nach der Predigt: 372,1+2+6 oder 409,1-8 (NL)<br \/>\nSchlusslied: 318,4+9<\/p>\n<p><b>Dorothea Zager, Wachenheim<br \/>\n<a href=\"mailto:DWZager@t-online.de\">E-Mail: DWZager@t-online.de<\/a><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<p><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-4\/020127-1.html#top\">(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=020127-1.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch Septuagesimae (3. 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