{"id":21710,"date":"2002-05-15T15:38:44","date_gmt":"2002-05-15T13:38:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21710"},"modified":"2025-04-15T16:33:18","modified_gmt":"2025-04-15T14:33:18","slug":"roemer-8-1-2-10-11-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/roemer-8-1-2-10-11-6\/","title":{"rendered":"R\u00f6mer 8, 1-2 (10-11)"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><b><span style=\"color: #000099;\">Pfingstsonntag<\/span><span style=\"color: #000099;\">, 19. Mai 2002<br \/>\nExegese zu R\u00f6mer 8, 1-2 (10-11), verfa\u00dft von Gertrud Yde Iversen (D\u00e4nemark)<\/span><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000099;\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/aktuell-index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(-&gt; zu den aktuellen Predigten \/ www.online-predigten.de)<\/a><\/span><\/b><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Das Leben im Geist &#8211; und der Geist im K\u00f6rper<br \/>\nExegese von R\u00f6m. 8,1-2 (10-11)<\/b><b>Einleitung<\/b><\/p>\n<p>Es liegt eine besondere Intensit\u00e4t \u00fcber diesen Versen (R\u00f6m. 8,1-2 (10-11): Die Tonart der Feder des Apostel Paulus ist erhaben, die Rhetorik treffend und rund zugleich, und die theologische Auslegung des Lebens im Glauben an Christus wird in bemerkenswerter Klarheit in wenigen Worten und Begriffen entfaltet. Paulus ist auf dem H\u00f6hepunkt im R\u00f6merbrief, stilistisch, rhetorisch und theologisch.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte nun glauben, ein Text solcher Art lege sich selbst aus. Aber das ist es bei Paulus selten der Fall und auch nicht hier. Was Paulus lesens- und bedenkenswert macht, ist auch das, was ihn schwer lesbar und vestehbar macht. Man mu\u00df sich Zeit nehmen und sich in ihn und seine theologische Begriffswelt hineinlesen. Das kann geschehen, indem man sich Wissen verschafft, z.B. \u00fcber die Verankerung des Paulus in der j\u00fcdischen Tradition und seine Einbeziehung hellenistischer Philosophie und Rhetorik. Das kann durch Einleben und Intuition geschehen. Die meisten gro\u00dfen Paulusausleger benutzen und beherrschen diese Methoden in ihrem Versuch, die theologischen Deutungen des Lebens ohne den Glauben an Christus und in diesem Glauben bei Paulus zu erhellen. Es mag Leute geben, die das alles in sich verst\u00e4ndlich finden, aber den meisten, Laien wie Fachleuten, stellt sich die Frage immer aufs Neue, was es bedeuten kann, wenn Paulus davon redet, in Christus zu sein (R\u00f6m. 8,1), wenn er vom Gesetz des Geistes (R\u00f6m. 8,1) spricht, von dem Gesetz der S\u00fcnde und des Todes (R\u00f6m. 8,2) und davon, da\u00df die sterblichen Leiber durch den Geist lebendig gemacht werden sollen, &#8222;der in euch wohnt&#8220; (R\u00f6m. 8,11).<\/p>\n<p>Diese kleine Exegese von R\u00f6m. 8,1-2 (10-11) liefert weder ganze noch halbe Antworten auf solche Fragen. Ich begn\u00fcge mich hier damit, das Beutungspotenzial des Textes ein wenig zu \u00f6ffnen und einige der zentralen Probleme anzusprechen, auf die der Leser in diesem Text st\u00f6\u00dft. Ich konzentriere mich auf zwei Dinge. Erstens da\u00df diese Verse ein Teil des R\u00f6merbriefs sind. Als Predigttext zum Pfingstsonntag sind sie aus ihrem Zusammenhang herausgerissen. Das ist v\u00f6llig in Ordnung und legitim. In der Exegese m\u00f6chte ich den entgegengesetzten Weg gehen und diese Verse jedenfalls zwischenzeitlich an ihren Platz in dem Brief stellen, dem sie entnommen sind. Zweitens sind diese Verse \u00e4u\u00dferst komprimiert. Das Inhaltliche verkn\u00fcpft sich mit dem Detail im Verst\u00e4ndnis des einzelnen Wortes oder der einzelnen sprachlichen Konstruktion. In der Einzelexegese m\u00f6chte ich einzelne dieser wesentlichen Anliegen aufdecken.<\/p>\n<p><b>Ein Teil des R\u00f6merbriefs<\/b><\/p>\n<p>Die meisten Exegeten lesen R\u00f6m. 8,1-13 als einen zusammenh\u00e4ngenden Abschnitt unter der \u00dcberschrift: Das Leben im Geist. In bezug auf die Struktur des R\u00f6merbriefs insgesamt stellen diese Zeilen eine Art \u00dcbergang dar: Sie beenden die lange Verteidigung des Paulus f\u00fcr die Notwendigkeit, der S\u00fcnde zu sterben und mit der Gabe der Rechtfertigung zu leben, die mit R\u00f6m. 6,1 begann und die zu einer expliziten Entfaltung dessen \u00fcbergeht, was das zentrale Anliegen des Briefes ist: Die Hoffnung als ein Teil des Lebens in Christus trotz der Erfahrungen mit Leiden und Tod, die auch f\u00fcr die, die an Christus glauben, zum Leben geh\u00f6ren (R\u00f6m. 8,14).<\/p>\n<p>Der Leser, der aus den vorhergenden Kapiteln zu R\u00f6m. 8,1ff. kommt, wird an dieser Stelle des Briefes einen fast handgreiflichen Wechsel im Ton bemerken. Gegen die Knechtschaft unter der S\u00fcnde, an die die Herrschaft des Gesetzes den Menschen gebunden hat (R\u00f6m. 7,7-25), fordert Paulus nun seine Leser auf, sich in der neuen \u00c4ra der Freiheit f\u00fcr Leib und Seele zu freuen, den der Geist in die Welt gebracht hat. Geh\u00f6rt man zu denen, die Sinn und Blick daf\u00fcr haben, wie Paulus sich rhetorischer Strukturen bedient, wird man sehen, da\u00df der Abschnitt den positiven Teil des &#8222;Dyptichon&#8220; darstellt, der in R\u00f6m. 7,7-25 beginnt. Um seinen vollen rhetorischen Effekt zu entfalten, mu\u00df der Text also in einem engen Kontrast zu seinem negativen Widerpart gelesen oder geh\u00f6rt werden: Die M\u00f6glichkeit des Lebens im Geist steht gegen sie Unm\u00f6glichkeit des Lebens unter dem Gesetz.<\/p>\n<p>Man hat vor allem innerhalb vor allem der literarkritischen Exegese Form und Genre als wesentlich f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Briefe des Paulus (wieder)entdeckt. Das Briefgenre hat wie andre literarische Genres seine eigene kommunikative Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit, die u.a. durch Situationsbestimmtheit, Gegenwart und Abwesenheit sowie die pers\u00f6nliche Zuwendung gekennzeichnet ist. In unserem Textabschnitt macht sich vor allem Letzteres explizit bemerkbar: In V. 2 <i>eleutherosen se<\/i> oder, wie es in der Textvariante hei\u00dft, der die Lutherbibel folgt, <i>eleutherosen me<\/i>. Also der Geist des Gesetzes, der dich (bzw. mich) befreit hat. Und in V. 10-11 in dem wiederholten <i>eph hymin<\/i>, in euch. Man kann, wie dies in der Exegese und in Predigten \u00fcber diesen Text oft geschehen ist, von diesen expliziten Ausdr\u00fccken des Briefgenres absehen. Man kann sie aber auch als wesentliche Anzeichen sehen f\u00fcr ein Ausdruckniveau im Text, das f\u00fcr seine Auslegung von Bedeutung sein kann. Je nach dem, ob man die erste oder die zweite dieser M\u00f6glichkeiten w\u00e4hlt, so hat das Konsequenzen daf\u00fcr, wo wir uns in bezug auf den Text befinden und welchen Aspekten des Textes wir in der Auslegung wesentliche Bedeutung zuerkennen.<\/p>\n<p>Der R\u00f6merbrief ist ein richtiger Brief, geschrieben an richtige Menschen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dennoch lesen und deuten wir ihn in vielen Zusammenh\u00e4ngen, u.a. auch in der Predigt, in denen vor allem die theologischen Pointen von Interesse sind. Die direkten Hinwendungen werden hier schnell unanktuell, weil f\u00fcr jeden historisch bewu\u00dften Leser das DU\/Ihr des Textes nicht an einen selbst gerichtet ist, sondern an die damals gemeinten Leser in Rom.<\/p>\n<p>Beziehen wir aber den Status des Texts als Brief in die Auslegung ein, verschiebt sich der Blick von den theologischen Aussagen zu den direkten Hinwendungen. Das bedeutet, da\u00df die theologischen Pointen von der Freiheit vom Gesetz der S\u00fcnde und dem Leben im Geist nun nicht mehr nach ihrem bedeutungsm\u00e4\u00dfigen Inhalt befragt werden, sondern auch danach, wer die denn sind, die vom Gesetz der S\u00fcnde befreit sind und das Leben im Geiste leben k\u00f6nnen, der in die Welt gekommen ist. Die direkte Hinwendung in der Form des Du\/Ihr kennzeichnet eine Seite auch dieses Paulustexts, die traditionell keine gro\u00dfe Beachtung gefunden hat: Da\u00df die Freiheit bei Paulus nicht nur Freiheit als solche ist, sondern Freiheit f\u00fcr jemanden, da\u00df das Leben nicht das Leben als solches ist, sondern das Leben des konkreten Menschen. Mit anderen Worten: Hier wird eine Form von Innerlichkeit und Konkretion sichtbar, die f\u00fcr den Text wesentlich sind.<\/p>\n<p><b>Einzelexegese von R\u00f6m 8,1-2(10-11)<\/b><\/p>\n<p>Der gesamte Abschnitt R\u00f6m. 8,1-13 stellt sich im Zusammenhang so dar: Die beiden ersten Verse f\u00fchren das Hauptthema ein: Die M\u00f6glichkeit der Freiheit, erm\u00f6glicht durch den Geist. Die Verse 3-4 f\u00fchren diese Freiheit zur\u00fcck auf Gott, der seinen Sohn gesandt hat, w\u00e4hrend der Zwischenteil V. 5-11 auf die beiden M\u00f6glichkeiten hinweist, die nun f\u00fcr die, die glauben, bestehen, und darauf, wozu beide M\u00f6glichkeiten f\u00fchren: Es besteht also die Wahl zwischen dem Leben nach dem Fleisch (das zum Tode f\u00fchrt) und dem Leben im Geist (das zum Leben f\u00fchrt). Die Verse 12-13 beschie\u00dfen den Abschnitt mit einer dazu passenden Ermahnung.<\/p>\n<p>Im folgenden konzentriere ich mich auf die ausgew\u00e4hlten Verse. Paulus proklamiert mit gro\u00dfem Triumph eine ganz neue Situation f\u00fcr die, die durch Glauben und Taufe in Christus sind (<i>en Christo<\/i>). Die Auslegung des kleinen Wortes ist entscheidend, freilich nicht leicht. Die drei wichtigsten Auslegungen sind diese: Die pr\u00e4positionale Verbindung kann instrumental verstanden werden, sie lebten durch Christus, oder im lokalen Sinne: in seinem Einflu\u00dfbereich, oder mystisch, im Symbiose mit ihm. Ich neige der zweiten Interpretation zu, der lokalistischen. Paulus gebraucht hier die Pr\u00e4positionsverbindung als eine Metapher, um ein Leben in der Gemeinschaft im Einflu\u00dfbereich des auferstandenen Christus, der durch das Wirken des Geistes gekennzeichnet ist, zum Ausdruck zu bringen. In Christus leben hei\u00dft als ein Mensch leben, der wirklich von S\u00fcnde und Tod befreit ist.<\/p>\n<p>Der, der innerhalb dieser Gemeinschaft lebt, die durch den auferstandenen Christus konstituiert ist, ist radikal befreit von dem alten Leben, das durch die S\u00fcnde bestimmt war, und ist in ein neues Leben eingetreten, in dem der Geist in ihm bzw. ihr wohnt und auch seinen bzw. ihren sterblichen Leib lebendig macht (R\u00f6m. 8,11). So bezieht sich der Glaube sowohl zur\u00fcck auf die Auferstehung Jesu aber auch nach vorn auf eine Auferstehung, die dem eigenen sterblichen Leib gilt. Paulus rechnet also auch hier damit, da\u00df auch die, die an Christus glauben, vor der Wiederkunft des Herrn und der endg\u00fcltigen Auferstehung den physischen Tod erleiden. Seine Naherwartung hat sich im Vergleich zum fr\u00fchen 1. Thessalonicherbrief (4,15-17) hier im R\u00f6merbrief ein St\u00fcck in die Zukunft verschoben.<\/p>\n<p>Die Sph\u00e4re des auferstandenen Christus ist durch das Wirken des Geistes gekennzeichnet. Dieses Wirken des Geistes besteht n\u00e4her bestimmt darin, nun (<i>nyn<\/i>) von dem Gericht befreit zu sein, das sonst jedem Menschen droht. Die meisten Ausleger sehen in diesem <i>nyn<\/i> einen Hinweis auf R\u00f6m. 3,21, der Proklamation der Auferstehung Christi zur Rechtfertigung eines jeden, der an ihn glaubt.<\/p>\n<p>In der Beschreibung sowohl der Sph\u00e4re des Gerichts als auch der befreienden Sph\u00e4re des Geistes gebraucht Paulus den Begriff des Gesetzes &#8211; hier wie in R\u00f6m. 7,21-23 im breiten Sinne, d.h. von all dem, was im Bereich menschlichen Handelns und menschlicher Kontrolle liegt. Das hei\u00dft, da\u00df das befreiende Gesetz des Geistes in Jesus Christus, von dem Paulus spricht, nicht eine Art moralischer Code im engen Sinne ist, sondern vielmehr das Selbst der Geistes, insofern dieser eine neue Form von Leben konstituiert. Kurz gesagt: In der alten Zeit und unter der alten Sph\u00e4re waren das Leben provisorisch und der Tod endg\u00fcltig; nun ist der Tod f\u00fcr den, der an Christus glaubt, provisorisch, so wie sein Tod es war, und das Leben endg\u00fcltig, so wie sein Leben es nach der Auferstehung war.<\/p>\n<p>Dies bedeutet freilich nicht, da\u00df die alte Vergangenheit ein f\u00fcr alle Mal untergegangen ist. Au\u00dferhalb von Christus setzen sich Leiden und Tod und das Gesetz der S\u00fcnde durch wie immer, und auch die, die in Christus leben, m\u00fcssen dies an ihrem eigenen sterblichen Leib erfahren.<\/p>\n<p><b>Das Leben im Geist &#8211; und der Geist im K\u00f6rper<\/b><\/p>\n<p>Man kann sich mit diesen Versen im Rahmen eine fachexegetischen Auslegung des R\u00f6merbriefs besch\u00e4ftigen. Und man kann sich mit ihnen besch\u00e4ftigen als ein Predigttext, sei es als Prediger oder als H\u00f6rer. In den meisten F\u00e4llen r\u00fcckt die Frage in den Mittelpunkt: In wie hohem Ma\u00dfe mu\u00df man diese Worte w\u00f6rtlich verstehen oder im \u00fcbertragenen Sinne? Die Pointe freilich ist, da\u00df es <i>die<\/i> w\u00f6rtliche Bedeutung des Textes oder <i>den<\/i> \u00fcbertragenen Sinn nicht gibt, sondern vielmehr alle Varianten zwischen diesen beiden M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Es gibt vor allem zwei Topoi in diesen Versen, und wie so oft bei Paulus handelt es sich um zwei Gegens\u00e4tze: Der eine ist das, was man den Zeittopos nennen k\u00f6nnte: Vorher-nachher. Das ist u.a. durch das <i>nyn<\/i> des Textes angezeigt: Nun ist Christus auferstanden. Vorher herrschte allein das Gesetz der Verdammnis, nun aber herrscht das Gesetz der Freiheit, wo sich der Geist entfaltet und das Leben umschlie\u00dft. Die, die an Christus glauben, sind in diese Gegenwart einbezogen, zugleich leben sie das Leben, das sie leben, mit Leiden und Tod wie zuvor. Die klassische Unterscheidung des Schon-noch nicht bezieht sich auf diesen Topos.<\/p>\n<p>Der zweite Topos ist das, was man dem Raumtopos nennen k\u00f6nnte: Innen und Drau\u00dfen. Er ist u.a. in dem Text durch das <i>en Christo<\/i> angezeigt: die, die in Christus sind. Die, die an Christus glauben, sind drinnen, aber drau\u00dfen herrschen der Tod und die Sph\u00e4re des Gerichts. Die neue Paulusforschung r\u00fcckt diesen Topos in den Mittelpunkt. Statt die Dialektik des Schon und Noch nicht als grundlegendes Prinzip in der Theologie des Paulus zu verstehen, sieht man den r\u00e4umlichen Topos des Innen und Drau\u00dfen als grundlegendes Prinzip. Das hat z.B. das Verst\u00e4ndnis des Begriffs der S\u00fcnde bei Paulus entscheidend ver\u00e4ndert, auch hier in R\u00f6m. 8,1-13: F\u00fcr die, die in Christus sind, gibt es keine Verdammnis (R\u00f6m. 8,1), und in ihnen lebt der Geist (R\u00f6m. 8,11). Sie sind also im Prinzip ohne S\u00fcnde (drinnen), denn der Geist hat sich in dieser durch Christus beherrschten Sph\u00e4re in allen Bereichen dieser Gemeinschaft durchgesetzt &#8211; sie leben im Geist und haben den Geist im Leib.<\/p>\n<p>Nun ist dies, wie erw\u00e4hnt, ein Leben, das vor der Wiederkunft des Herrn zu leben ist, und dieses Leben ist nat\u00fcrlich eine Ressource, insofern der Geist in ihnen wohnt. Aber dieses Leben ist auch ein Risiko. Es ist ein Risiko, weil die allgemeinen Unw\u00e4gbarkeiten des Lebens, Leiden und Tod, zu Anfechtungen f\u00fchren k\u00f6nnen und einige dazu veranlassen k\u00f6nnen, vom Glauben abzufallen. Und dies ist f\u00fcr Paulus, auch im R\u00f6merbrief, eine Katastrophe. Denn aus dem Glauben herausfallen hei\u00dft nicht mehr in Christus leben, d.h. drau\u00dfen zu sein, dort wo das Gesetz der Verdammnis herrscht. U.a. um zu verhindern, da\u00df dies geschieht, und zur allgemeinen Erbauung seiner (und anderer) Gemeinden schreibt Paulus seine Briefe, auch den R\u00f6merbrief.<\/p>\n<p><b>Dozentin Dr. theol. Gertrud Yde Iversen<br \/>\nFasanvej 21<br \/>\nDK-6240 L\u00f8gumkloster<br \/>\nTelefon: ++ 45 &#8211; 74 74 55 99<br \/>\n<a href=\"mailto:gyi@mail.tele.dk\">e-mail: gyi@mail.tele.dk<\/a><\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<p><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-4\/020519-exegese.html#top\">(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=020519-exegese.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch Pfingstsonntag, 19. Mai 2002 Exegese zu R\u00f6mer 8, 1-2 (10-11), verfa\u00dft von Gertrud Yde Iversen (D\u00e4nemark) (-&gt; zu den aktuellen Predigten \/ www.online-predigten.de) Das Leben im Geist &#8211; und der Geist im K\u00f6rper Exegese von R\u00f6m. 8,1-2 (10-11)Einleitung Es liegt eine besondere Intensit\u00e4t \u00fcber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21105,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[41,727,157,853,114,1063,447,349,3,387,109],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-21710","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-roemer","category-archiv","category-beitragende","category-bibel","category-deut","category-gertrud-yde-iversen","category-kapitel-08-chapter-08-roemer","category-kasus","category-nt","category-pfingstsonntag","category-predigten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21710"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21710\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22720,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21710\/revisions\/22720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21710"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=21710"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=21710"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=21710"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=21710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}