{"id":21724,"date":"2002-06-15T15:45:12","date_gmt":"2002-06-15T13:45:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21724"},"modified":"2025-04-15T16:26:15","modified_gmt":"2025-04-15T14:26:15","slug":"5-mose-6-4-9-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/5-mose-6-4-9-2\/","title":{"rendered":"5. Mose 6, 4-9"},"content":{"rendered":"<table border=\"0\" width=\"550\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\"><a name=\"top\"><\/a><b><a href=\"http:\/\/www.predigten.uni-goettingen.de\/\">G\u00f6ttinger Predigten im Internet<br \/>\nhg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch <\/a><\/b><\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"center\">\n<p><b><span style=\"color: #000099;\">1. Sonntag nach Trinitatis<\/span><span style=\"color: #000099;\">, 2. Juni 2002<br \/>\nPredigt \u00fcber 5. Mose 6, 4-9, verfa\u00dft von Armin Kraft<\/span><\/b><\/p>\n<p><b><span style=\"color: #000099;\"><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/aktuell-index.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(-&gt; zu den aktuellen Predigten \/ www.online-predigten.de)<\/a><\/span><\/b><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Ich h\u00f6re auf IHN! <\/b>Wer bestimmt eigentlich unser Leben? Woher kommen unsere Lebenskr\u00e4fte? Wir haben gesungen: &#8220; Der Herr ist noch und immer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden mit Mutterh\u00e4nden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre.&#8220; (EG 326, Vers 5) &#8222;Gebt unserm Gott die Ehre, h\u00f6rt auf ihn.&#8220; So hei\u00dft es auch schon im 5. Mose-Buch. Das H\u00f6ren, das Hinh\u00f6ren ist wichtig. Mit dem Hinh\u00f6ren sind wir zun\u00e4chst bei den Naturgesetzen. Bestimmte T\u00f6ne l\u00f6sen in unseren Ohren entsprechende Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten aus. Das ist lebenswichtig. Der Prozess der Evolution ist von gro\u00dfer Intelligenz gepr\u00e4gt. Der Sch\u00f6pfer gibt uns Gesch\u00f6pfen damit Anteil an seiner Intelligenz.<\/p>\n<p>&#8222;H\u00f6re, Israel!&#8220; Das Volk des Alten Testaments wird an wichtige gro\u00dfe Stationen erinnert: Abraham, das Volk Israel in H\u00f6hen und Tiefen, die Sehns\u00fcchte, die Hoffnungen auf den Messias, die Gebote, die \u00dcbertretungen, die Vergebungen. Wenn wir darauf h\u00f6ren, werden wir aufmerksam. Wir merken, dass Gott in unserm Leben wirken oder auch vergessen werden kann. &#8222;H\u00f6re, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein,&#8220; der gro\u00dfartige Sch\u00f6pfer kann \u00fcberh\u00f6rt werden. Das Gottesvolk wird hingewiesen auf viele &#8222;Erhellungen&#8220;. Immer wieder ist es hell geworden trotz unverst\u00e4ndlicher Glaubenslosigkeiten. Dieses Hellwerden gibt es im einzelnen Leben aber auch in vielen Beziehungen. &#8222;Du sollst deinen Gott lieb haben von ganzen Herzen, von ganzer Seele und aller deiner Kraft.&#8220; Du sollst auch deinen Kindern weitersagen, was dein Leben bestimmt. Gott macht so manche Beziehung in unserm Leben hell. Jeder von uns wird an Liebeserfahrungen denken. Wenn sie wirklich tief gehen, sind sie kein Zufall, sondern sie sind f\u00e4llig, von Gott aus gewirkt. H\u00f6re mal wieder in dich hinein. Wer hat dich zum Glauben gebracht? Die Gemeinschaft, die Gemeinde, die Beziehungen werden in den meisten F\u00e4llen nicht von uns selbst gestiftet, sondern sie gehen zur\u00fcck auf einen Stifter. Gott wirkt in Prozessen, in Erfahrungen, in Entfaltungen.<\/p>\n<p>Was alles hat sich in Ihrem und meinem Leben durch seine Kraft entfaltet! Wir haben in unserer Kindheit Pr\u00e4gendes vernommen. Unsere Vernunft ist ebenso gewachsen wie unsere Gef\u00fchle. Und immer wieder kam der Geist des Herrn dazu, um uns mit Neuem zu beschenken. Dieses sollen wir zu Herzen nehmen. Damit sind auch viele pers\u00f6nliche Erlebnisse verbunden. Ich denke an unsere Schutzengel, an Staunenswertes und auch an Ersch\u00fctterung im Leben. Meistens erkennen wir ja erst hinterher, dass Gott uns durch seine Engel beh\u00fctet, gepr\u00fcft oder auch bewahrt hat. H\u00f6re auf diese Kr\u00e4fte, die Gott in dir wirksam werden l\u00e4sst. Du sollst sie deinen Kindern einsch\u00e4rfen und davon reden. &#8222;Ja, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.&#8220; Es geht also auch um die Weitergabe unseres Glaubens im Alltag, in der Schule, in der Freizeit.<\/p>\n<p>Wohin ziehen wir unsere Kinder? Denn das ist ja das Thema der Erziehung. Wir ziehen unsere Kinder, Enkelkinder, Patenkinder hoffentlich zu guten Zeichen Gottes. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Zeichen und Symbole dabei immer wichtiger werden. Wenn ich mit Kindern oder Enkeln in eine Kirche gehe, wenn ich besondere Kunstwerke mit ihnen betrachte, dann kann die W\u00fcrde und der Wert einen menschlichen Lebens dadurch deutlich gemacht werden. Die unterschiedlichen Glaubensaussagen bringen Kinder zum Staunen und Nachdenken. Viele Ereignisse in der Geschichte zeigen, dass Gott eingreift. Auch die F\u00fclle von Leiden sind in diesem Zusammenhang zu sehen. Gott schickt uns einen Stellvertreter, damit wir entlastet weiterleben k\u00f6nnen. Wir haben einen Stellvertreter, der an unserer Statt tr\u00e4gt und ertr\u00e4gt, der Gottesknecht im Alten Testament, der Christus im Neuen.<\/p>\n<p>Erziehung hat mit Ziehen zu tun, mit Zeichen, mit Merkzeichen. Kinder achten sehr darauf, wie wir Erwachsenen uns verhalten. Sie machen vieles nach. Falten wir die H\u00e4nde, damit nichts dazwischen kommt vor dem Essen, vor dem Schlafengehen? Das Gebet gibt uns die M\u00f6glichkeit, mit dem zu reden, der uns heute als Partner will. Wie das Gebet so ist das Bekenntnis. Wenn ich bekenne, dass Gott mich f\u00fchrt und tr\u00e4gt, wenn ich bekenne, dass ich den Stellvertreter und Wegweiser Jesus Christus brauche, wenn ich bekenne, dass die Vernunft zuwenig vernimmt, dass ich Gottes Geist n\u00f6tig habe, dann merke ich, wer in meinem Leben wirkt. Ich h\u00f6re auf den Herrn. Und wenn ich mit meiner eigenen Sprache und meinem eigenen Denken in Glaubensdingen Schwierigkeiten habe, dann kann ich in den Psalmen oder im Gesangbuch Hilfen erfahren. &#8222;So nimm denn meine H\u00e4nde und f\u00fchre mich, bis an mein selig Ende und ewiglich&#8230;. wenn ich auch gleich nichts f\u00fchle von deiner Macht, du f\u00fchrst mich doch zum Ziele auch durch die Nacht.&#8220; Oder &#8222;von wunderbaren M\u00e4chten wunderbar geborgen, &#8211; Ja, es gibt ein Ziel f\u00fcr mich- erfahren wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.&#8220; Ganz gewiss gibt es diese Macht, die das machen kann! Ich h\u00f6re auf Erfahrungen gl\u00e4ubiger und glaubw\u00fcrdiger Mitmenschen. Damit ist etwas von der Gottes Ebenbildlichkeit ausgedr\u00fcckt. Menschen sind wie Gott kreativ, Menschen sind von Gott dazu ausersehen, mit ihm zu sprechen &#8211; oder auch mit ihm zu schweigen. Das wird immer wieder passieren, gerade auch im Leiden. H\u00f6re! H\u00f6re auf die Worte des Lebens, nimm die Zeichen wahr, auch die Sch\u00f6nheit, ja auch die Kunstgeschichte bringt uns auf Glaubenswege. Das ist n\u00f6tig, Kindern in Museen die Kunstwerke unserer Geschichte nahe zu bringen. Auch hier k\u00f6nnen sie Gottes N\u00e4he erfahren und erleben. Kunst und Beten helfen z. B. gegen die Angst. Was gibt uns die Kraft zum Leben? Peter Wust antwortet: &#8222;Die Ungewissheit im Streben nach Sinn und Gl\u00fcck muss im vertrauenden Wagnis auf Gottes G\u00fcte \u00fcberwunden werden.&#8220; Es gibt in der heutigen Zeit viele Zweifler und Ungewissheiten, aber es gibt auch die Gebetszeiten, es gibt das Kirchenjahr. Sie sind wie Pfeiler im Strom des Ungewissen. Wie werde ich Zweifel und Sorgen los? Indem ich sie mit anderen teile, zuletzt mit Gott.<\/p>\n<p>Was tr\u00e4gt mich? Erfahrungen, Texte, Lieder aus dem Gesangbuch. Ich f\u00fcge noch die Freundschaften hinzu. Sie bestimmen unser Leben mit. Auch sie werden gef\u00fcgt vom Sch\u00f6pfer, Erl\u00f6ser und Geist. So wird Abraham ein Freund Gottes genannt. Wer ist Ihr Freund\/Freundin? Von wem k\u00f6nnen Sie laut denken ohne gleich verurteilt zu werden? Durch wen kehren Sie um zum Dank? H\u00f6re! Du bist eine unverg\u00e4ngliche Person. Gott hat etwas Gro\u00dfes mit dir vor. Auch heute. Er kann dich aus Verstrickungen und Depressionen herausholen, heilen, in ein neues Leben hinein nehmen. H\u00f6re! Der Sch\u00f6pfer, der dich gewollt hat, ist derselbe, der dir mit Christus den Erl\u00f6ser schickt, der dich l\u00f6st von \u00c4ngsten und Trostlosigkeiten. In seinem Heiligen Geist bewirkt er Neues, damit du lieben kannst. Du bist in die Dienstgemeinschaft des Gottesvolkes gerufen.<\/p>\n<p>H\u00f6re! Dazu brauchst du dich gar nicht anzustrengen. Des Lebens Ruf erreicht dich, jetzt: Er ist unser Gott, er allein.<\/p>\n<p><b>Propst Armin Kraft, Braunschweig<br \/>\n<a href=\"mailto:s.bluhm@propstei-braunschweig.de\">E-Mail c\/o s.bluhm@propstei-braunschweig.de<\/a><\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<hr \/>\n<p><a href=\"file:\/\/\/Users\/amiralang\/Desktop\/Archiv%20GPI%20-%20U%CC%88bertrag\/archiv-4\/020602-2.html#top\">(zur\u00fcck zum Seitenanfang)<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/breu.de\/cgi-bin\/count.pl?j=2&amp;bn=neukirch&amp;f=020602-2.html&amp;r=r1&amp;w=\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>G\u00f6ttinger Predigten im Internet hg. von Ulrich Nembach und Johannes Neukirch 1. Sonntag nach Trinitatis, 2. Juni 2002 Predigt \u00fcber 5. Mose 6, 4-9, verfa\u00dft von Armin Kraft (-&gt; zu den aktuellen Predigten \/ www.online-predigten.de) Ich h\u00f6re auf IHN! 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