{"id":2176,"date":"2020-03-18T14:02:46","date_gmt":"2020-03-18T13:02:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/static\/wp\/?p=2176"},"modified":"2020-03-18T14:02:48","modified_gmt":"2020-03-18T13:02:48","slug":"jerusalem-die-widerspruechliche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/jerusalem-die-widerspruechliche\/","title":{"rendered":"Jerusalem \u2013 die Widerspr\u00fcchliche"},"content":{"rendered":"<h3><span lang=\"DE\">Predigt zu Jesaja 66,10\u201314, verfasst von Thomas Bautz |<\/span><\/h3>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>\u201eJerusalem die Goldene\u201c, \u201eDie Heiligkeit\u201c (arabisch: al-Quds), die viel Besungene, die Umjubelte, die Ersehnte, aber auch die Beklagte, die Umk\u00e4mpfte, die Kritisierte und die Untreue, die Abtr\u00fcnnige und die Totschl\u00e4gerin \u2013 eine Stadt, die zum Symbol geworden ist f\u00fcr all die Menschen, die sich Frieden f\u00fcr die V\u00f6lker im Nahen Osten und f\u00fcr die Einheit der drei gro\u00dfen Buchreligionen w\u00fcnschen. Eine starke theologische Konzentration \u201ealler Traditionen in Jerusalem\u201c ist erkennbar und dass \u201eeinzig Jerusalem kontinuierlich \u00fcber die Jahrhunderte hinweg Zentrum Israels und des Judentums ist\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Ein wichtiger Begriff ist der Zion, zun\u00e4chst auf den Berg bezogen, auf den Jerusalem erbaut wurde, dann aber auch synonym f\u00fcr die Stadt selbst gebraucht, h\u00e4ufig als poetische Variation f\u00fcr Jerusalem, aber schlie\u00dflich \u201eals theologische Chiffre f\u00fcr die Heiligkeit und Uneinnehmbarkeit des Tempelberges und der Stadt\u201c. Nach der \u201eJerusalemer Tempeltheologie\u201c (Zionstheologie) wohnt und thront JHWH auf dem Zionsberg in seinem Heiligtum in Jerusalem, deklariert als ein gleicherma\u00dfen himmlischer wie irdischer Bereich, verbunden mit der Vorstellung eines \u201eneuen Jerusalem\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> Gegenwart JHWHs beinhaltet \u201eHeil und Wohl der Stadt und des Staates\u201c, \u201eUneinnehmbarkeit, Fruchtbarkeit und Sch\u00f6nheit\u201c und \u201esoziale Gerechtigkeit\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Jerusalem hat eine beherrschende Ausstrahlung, weil in ihr \u201ealles absolut ist: die Ger\u00fcche, die Enge, die Geschichte, die Religion.\u201c Dieser Ort l\u00e4sst seine Besonderheit sp\u00fcren, jedes Kopfsteinpflaster ist beladen mit Geschichte und \u201egetr\u00e4nkt vom Blut\u201c. Jerusalem, \u201edie an jeder Ecke ein anderes Gesicht hat\u201c: \u201eabweisend, erdr\u00fcckend, aber auch anziehend und unwiderstehlich\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn4\" name=\"_ftnref4\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Die Ambivalenz spiegelt sich schon in prophetischen Traditionen, worin harmonische Verh\u00e4ltnisse zwischen Jerusalem (Israel) und JHWH wie friedvolle Beziehungen des Volkes zu Nachbarv\u00f6lkern angesprochen werden. H\u00e4ufig ist der Frieden mit Nachbarl\u00e4ndern eine Frucht der Harmonie Israels mit seinem \u201eGott\u201c. Kriselt es aber im Verh\u00e4ltnis zu JHWH, ger\u00e4t auch die friedliche Koexistenz mit den Nachbarn in eine Krise. Konsequenter als sp\u00e4ter das Christentum mahnt die prophetische Kritik soziale Gerechtigkeit f\u00fcr alle an und klagt bei der Politik ein verantwortungsvolles, besonnenes Handeln nach innen und nach au\u00dfen ein.<\/p>\n<p>Die Bildsprache der Prophetie ist behutsam, ermutigend, tr\u00f6stend, aber auch drastisch, zynisch, drohend. Vergangenes, gegenw\u00e4rtiges oder nahendes Ungl\u00fcck kann als Folge des Ungehorsams Israels (Jerusalems) interpretiert werden, wird aber oft genug auf \u201eGottes\u201c souver\u00e4nen Willen und sein autonomes Handeln gedeutet. Daneben darf Jerusalem gro\u00dfz\u00fcgige, unverdiente Geschenke empfangen, die ihr durch die Liebe des g\u00f6ttlichen Besch\u00fctzers zuteilwerden, der sie wie eine Mutter umsorgt. Dabei ist es durchaus ungew\u00f6hnlich und \u201e\u00e4u\u00dferst selten\u201c, weibliche Metaphern auf den Gott Israels zu beziehen,<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn5\" name=\"_ftnref5\">[5]<\/a> w\u00e4hrend das Bild \u201eZion als Mutter\u201c gel\u00e4ufiger ist.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn6\" name=\"_ftnref6\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Durch die Vorstellung der Pr\u00e4senz JHWHs werden Tempelberg, Tempel und Jerusalem theologisch aufgeladen: alles erh\u00e4lt den \u201eStatus des Heiligen\u201c; als Folge der g\u00f6ttlichen Gegenwart wird dem Zion \u201euniversale Bedeutung zugesprochen\u201c. Er versteht sich als Zentrum, als \u201eMittelpunkt der Welt\u201c.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn7\" name=\"_ftnref7\">[7]<\/a> Da man sich JHWH metaphorisch gut als K\u00f6nig vorstellen kann, der vom heiligen Berg in Zion universale Herrschaft aus\u00fcbt, liegt ein Absolutheitsanspruch gegen\u00fcber anderen G\u00f6ttern, Religionen, Kulturen und V\u00f6lkern nicht fern. Einen solchen Anspruch erheben auf ihre Weise auch Christentum und Islam.<\/p>\n<p>Es ist dem selbstkritischen theologischen Potential des biblischen Prophetentums zu verdanken, dass der Absolutheitsanspruch immer wieder neu hinterfragt wird. Problematisch bleibt sein Auftreten da, wo er im politischen, pseudoreligi\u00f6sem Gewande auftritt. Hasserf\u00fcllte Konflikte zwischen Muslimen und Juden (Israelis) beruhen zum Teil auf fehlgeleiteten, pseudohistorischen Anspr\u00fcchen, ihrerseits aber auf den Absolutheitsanspruch der eigenen Religion zur\u00fcckgehend. Bei diesem angedeuteten Gemenge kann man Jerusalem als widerspr\u00fcchlich und zwiesp\u00e4ltig empfinden.<\/p>\n<p>Ich pr\u00e4sentiere Ihnen Liedgedichte (in Ausz\u00fcgen), die mit Niveau die Zwiesp\u00e4ltigkeit dieser Stadt poetisch zur Sprache bringen; das erste singt Daliah Lavi (1942\u20132017): \u201eJerusalem\u201c (1971):<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn8\" name=\"_ftnref8\">[8]<\/a><\/p>\n<p>\u201eWhere the mothers of sons never cease their weeping \/ Where the fathers of faith in the ground lie sleeping \/ Where the seeds of time have a whirlwind reaping \/ Oh Jerusalem is. \/\/&nbsp; Where the cobblestones \/ Wet with the blood of ages \/ Hear the echo of wheels turning history&#8217;s pages \u2013 \/ Where the cries of fools stilled the words of sages \/\/ Oh Jerusalem is.\u201d<\/p>\n<p>\u201eWo die M\u00fctter der S\u00f6hne niemals aufh\u00f6ren zu weinen \/ Wo die V\u00e4ter des Glaubens in der Erde ruhen \/ Wo die Samen der Zeit eine Wirbelwind-Ernte halten \/ Ach, Jerusalem! \/\/ Wo das Kopfsteinpflaster nass ist vom Blut der Jahrhunderte \/ H\u00f6r das Echo der R\u00e4der welche Seiten der Geschichte umschlagen \/ Wo die Schreie der Dummen die Worte der Weisen zum Schweigen brachten \/\/ Ach, Jerusalem!\u201c<\/p>\n<p>\u201eOh When will tomorrow&#8217;s sons \/ Tomorrow&#8217;s daughters \/ Never taste of the bread cast upon the waters \/ And put down the sword that performed the slaughters \/ Where Jerusalem is?\u201d<\/p>\n<p>\u201eAch, wann werden die zuk\u00fcnftigen S\u00f6hne und T\u00f6chter \/ nicht mehr das in Wasser geweichte Brot essen \/ und das Schwert niederlegen, welches die Schl\u00e4chter pr\u00e4sentieren \/ wo Jerusalem ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eAnd the river \/ Oh the river runs and the world keeps turning \/ And the water&#8217;s cold \/ Though the sands are burning \/ And the mountains know while we still are learning \/ What Jerusalem is.\u201d<\/p>\n<p>\u201eUnd der Fluss \/ Ach, der Fluss flie\u00dft und die Welt die dreht sich weiter \/ Und das Wasser ist kalt \/ obwohl die Sande brennen \/ und die Berge wissen wohingegen wir st\u00e4ndig lernen m\u00fcssen \/ was Jerusalem ist.\u201c<\/p>\n<p>Das Lied verwendet realistische Andeutungen und Metaphern (\u201eBildworte\u201c), wie man sie aus der hebr\u00e4ischen Bibel kennt. Schon seit Jahrhunderten flie\u00dft Blut auf dem Kopfsteinpflaster Jerusalems, nicht nur verursacht von Besatzungsm\u00e4chten und Zerst\u00f6rern wie Assyrer, Babylonier und R\u00f6mer, deren Streitwagen auf den Stra\u00dfen Angst und Schrecken verbreiten, sondern von einflussreichen Leuten des eigenen Volkes. Durch den Mund des Propheten Jeremia wird daran erinnert, dass Gott seine Diener, die Propheten, immer wieder mit Eifer gesandt hat. Das Volk hat aber nicht auf sie geh\u00f6rt: \u201esie haben ihren Nacken hart gemacht, sie waren schlimmer als ihre Vorfahren\u201c (Jer 7,25.26).<\/p>\n<p>Der Rabbi aus Nazareth greift das Prophetenwort auf und radikalisiert es. Geht es bei Jeremia noch um die Entweihung des Tempels durch unsoziales, unethisches, kriminelles Verhalten und Verehrung der G\u00f6tzen (Jer 7), so nimmt der Nazarener speziell Schriftgelehrte und Pharis\u00e4er ins Visier, die nicht nur als \u201etheologisch\u201c geschult, sondern auch als besonders fromm gelten wollen. Sie rechtfertigen sich, was die d\u00fcstere Vergangenheit betrifft (cf. Mt 23,29\u201324,2 in Ausz\u00fcgen):<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn9\" name=\"_ftnref9\">[9]<\/a><\/p>\n<p>\u201eWir w\u00e4ren nicht schuldig geworden am Blut der Propheten.\u201c Doch Jesus l\u00e4sst sich nicht irremachen; auch ihnen w\u00fcrden Propheten, Weise und Schriftkundige gesandt. Und \u201eihr werdet einige von ihnen t\u00f6ten und kreuzigen, und einige werdet ihr auspeitschen in euren Synagogen (\u2026); so soll \u00fcber euch kommen all das gerechte Blut, das immer wieder vergossen wird (\u2026) Jerusalem, Jerusalem, die du t\u00f6test die Propheten und steinigst die zu dir gesandt sind!\u201c<\/p>\n<p>\u201eSeht, man wird euch das Haus verw\u00fcstet hinterlassen!\u201c \u201e(\u2026) Amen, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, jeder wird herausgebrochen\u201c (Jesus angesichts der Tempelbauten). Daher ist frommen, teilweise auch liberalen Juden die Westmauer als \u00dcberbleibsel unerh\u00f6rt wichtig. Man nennt sie dort nicht \u201eKlagemauer\u201c, denn sie ist auch ein Ort des Bitt- und des Dankgebets.<\/p>\n<p>Es gibt aber nicht nur Mahn- oder Drohworte an die Adresse Jerusalems. Vermutlich \u00fcberwiegen die Zusagen f\u00fcr Frieden und Sicherheit; daher sind Berge ein Symbol f\u00fcr Geborgenheit in Gott (Ps 125,2): \u201eVon Bergen rings umgeben ist Jerusalem, so umgibt JHWH sein Volk, von nun an bis in Ewigkeit.\u201c<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn10\" name=\"_ftnref10\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Jerusalem verk\u00f6rpert den Orient in seiner Vielfalt, drei Buchreligionen auf engstem Raum: Judentum, Christentum, Islam. Und alle drei haben ihre gewichtigen Kultst\u00e4tten oder Heiligt\u00fcmer an diesem Ort. Jede der drei Weltreligionen hat ihre eigene Historie und spezifischen Traditionen; daher haben sich verschiedene Auffassungen zur spirituellen Bedeutung Jerusalems entwickelt. Diese Ideen lassen sich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Die erste beruht auf wichtigen Ereignissen aus der Historie, die den Impuls zur Ausformung der spirituellen Bedeutung Jerusalems gegeben haben; die zweite Perspektive besteht in ideologischen oder theologischen Vorstellungen, die auf Jerusalem bezogen sind und die sich in neuen religi\u00f6sen, theologischen oder sozialen Kontexten entwickelten. Im Unterschied zur historischen Perspektive ist die zweite weitaus schwieriger zu analysieren, zumal sich beide Perspektiven mitunter \u00fcberschneiden.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn11\" name=\"_ftnref11\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Es gibt Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten. Was die drei Religionen vereinen k\u00f6nnte, sind&nbsp; schriftliche \u00dcberlieferungen, die trotz der Verschiedenheiten gemeinsame Wurzeln aufweisen. Die Interpretationen der als heilig erachteten Texte und der m\u00fcndlichen Tradition sind innerhalb jeder Religion kontrovers. Daher gilt es, jene zun\u00e4chst auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, um erst hernach in einen interreligi\u00f6sen Dialog zu treten. Andererseits k\u00f6nnen besonders ausgefallene, exzeptionelle Schriftauslegungen Gespr\u00e4che zwischen den Religionen auch befeuern, vorantreiben oder fruchtbare Kontroversen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Schaut man sich die Geschichte Jerusalems etwas vereinfacht an, so wird deutlich, dass sich die Gem\u00fcter am meisten daran erhitzen, wie man das Verh\u00e4ltnis von Religion und Politik betrachtet. Innerhalb des Judentums hat es dazu im Grunde noch nie eine einhellige Anschauung gegeben. Man macht es sich vermutlich zu einfach, wenn man von au\u00dfen den Staat Israel und das Judentum nicht nur voneinander unterscheidet \u2013 was in einer Hinsicht sinnvoll ist \u2013, sondern sie sogar trennt. Aber das w\u00fcrde streng genommen bedeuten, dass man unterstellt, es g\u00e4be Israelis im eigenen Land, die keine Juden sind und Juden in Israel, die keine Israelis sind. W\u00e4re das ihr Selbstverst\u00e4ndnis? Leute, die ihre Religion gewechselt haben (Konvertiten) stellen wom\u00f6glich ein eigenes Problem dar.<\/p>\n<p>Ist das Christentum bef\u00e4higt, zwischen den Religionen zu vermitteln? Es ist j\u00fcnger als das Judentum, aber \u00e4lter als der Islam. Es stellt sich heute entspannter, gelassener zu politischen Verwicklungen, als dies im Laufe seiner Geschichte h\u00e4ufig geschehen ist. Freilich darf das Christentum, wenn es Rede und Antwort stehen soll, seinen Gespr\u00e4chspartnern gegen\u00fcber nichts vorgaukeln, als h\u00e4tte es jemals eine wei\u00dfe Weste getragen. Diese Ehrlichkeit darf man allerdings auch vom Judentum und vom Islam erwarten. Am schwierigsten d\u00fcrfte es sein, dem Islam mit Respekt zu begegnen, seine innerreligi\u00f6sen und politischen Probleme \u2013 durch die oft bestrittene, aber faktisch vorhandene Vermischung von Religion und Politik \u2013 nicht nur zu erkennen, sondern behutsam zu&nbsp; versuchen, mit gespr\u00e4chswilligen Vertretern des Islam Instrumentarien zu entwickeln, die realistisch und wirksam Hilfe bieten.<\/p>\n<p>Dazu scheint Jerusalem, auch pars pro toto f\u00fcr ganz Israel (s. Sprachgebrauch der hebr\u00e4ischen Bibel), das geeignete Terrain zu bieten; diese Stadt ist ohnehin Schmelztiegel f\u00fcr religi\u00f6se und politische Konflikte und Auseinandersetzungen.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn12\" name=\"_ftnref12\">[12]<\/a> Aber vielleicht w\u00e4re sie in ferner Zukunft einmal Vorbild f\u00fcr Israels Nachbarl\u00e4nder im Nahen Osten. Daf\u00fcr ist freilich eines unverzichtbar, n\u00e4mlich eine kritische Aufarbeitung eigener Geschichte; eine Konsequenz w\u00e4re die gerechte Auf- und Zuteilung der Gebiete, deren Zugeh\u00f6rigkeit bis dato nicht wirklich gekl\u00e4rt ist. Dabei muss man sich von au\u00dfen vor einseitiger Parteinahme h\u00fcten. Die Geschichte der Israelis und Pal\u00e4stinenser pr\u00e4gt bis heute auch das Schicksal Jerusalems \u2013 eine faktisch geteilte Stadt, wobei die Kultst\u00e4tten aller drei Religionen in Ostjerusalem liegen, beansprucht von den Pal\u00e4stinensern, allenthalben aber auch von den Israelis.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn13\" name=\"_ftnref13\">[13]<\/a><\/p>\n<p>Zweifellos ist die Geschichte Israels und Jerusalems vom Krieg und dem Ringen um Frieden gepr\u00e4gt, und man k\u00f6nnte ohne Zynismus, aber mit Realit\u00e4tsbewusstsein behaupten, dass diese Region quasi gleichzusetzen sei mit dem Nahostkonflikt. Gewalt, Terrorakte, Anschl\u00e4ge und Selbstmordattentate ersch\u00fcttern immer wieder das Alltagsleben, rei\u00dfen viele Menschen in den Tod, fordern \u00fcber Jahre Hunderte von Schwerverletzten. Das sind keine kriegerischen Aktionen, sondern heimt\u00fcckische, Menschen verachtende Mordtaten, die weder Zivilisten noch betende Leute verschonen. Man hat den Eindruck, dass alle Friedensbem\u00fchungen und der Wille f\u00fcr gegenseitiges Verst\u00e4ndnis angesichts dieses Hasses und der b\u00f6sartigen Gewalt sinnlos sind. Aber um der Menschen Willen, die dort leben, d\u00fcrfen wir uns weder Resignation noch Gleichg\u00fcltigkeit erlauben.<\/p>\n<p>Pilger, Touristen, die j\u00e4hrlich Jerusalem besuchen, sagen, dass man auch Religiosit\u00e4t und Romantik dort erleben kann. Manche erz\u00e4hlen, wie sie gest\u00e4rkt nach Hause fuhren. Eine israelische S\u00e4ngerin, Ofra Haza (1953\u20132000) hat auf \u00fcberzeugende Weise Jerusalem als die Goldene besungen:<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn14\" name=\"_ftnref14\">[14]<\/a><\/p>\n<p>\u201eDie Luft der Berge ist klar wie Wein, \/ Und der Duft der Pinien \/ schwebt auf dem Abendhauch. \/ und mit ihm, der Klang der Glocken. \/\/ Und im Schlummer von Baum und Stein, \/ gefangen in ihrem Traum; \/ liegt die vereinsamte Stadt \/ und in ihrem Herzen eine Mauer.<\/p>\n<p>Wie vertrocknet die Brunnen sind, \/ wie leer der Marktplatz. \/ Keiner, der den Tempelberg besucht, in der alten Stadt. \/\/ Und in den H\u00f6hlen der Felsen, heulen die Winde. \/ Und es gibt keinen, der hinabstiege zum Toten Meer, auf der Stra\u00dfe nach Jericho. \/\/ Brennt doch Dein Name auf den Lippen, wie ein Kuss der Serafim: \/ Wenn ich Dein verg\u00e4\u00dfe \u2013&nbsp; Jeruschalajim, Du ganz und gar Goldene. \/\/<\/p>\n<p>Ja, wir sind zur\u00fcckgekehrt, \/ zu den Brunnen, zum Markt und Deinen Pl\u00e4tzen. \/ Der Klang des Schofars hallt \u00fcber dem Berg, dort in der Altstadt. \/\/ in den H\u00f6hlen am Felsen scheinen Tausende von Sonnen. \/ Lass uns wieder hinabsteigen zum Toten Meer, \u00fcber die Stra\u00dfe nach Jericho. \/\/ Jerusalem aus Gold \/ und aus Kupfer und aus Licht, \/ lass mich doch, f\u00fcr all deine Lieder, die Geige sein.\u201c<\/p>\n<p>Man kann, sollte und darf diese in ihrer Sch\u00f6nheit und Widerspr\u00fcchlichkeit beeindruckende Stadt nicht vergessen; so bekunden es bereits die Exilierten aus Babylon (Ps 137,4\u20136):<\/p>\n<p>\u201eWie k\u00f6nnten wir Lieder JHWHs singen auf fremdem Boden. Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, soll meine Rechte verdorren. Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht mehr gedenke, wenn ich Jerusalem nicht erhebe \u00fcber die h\u00f6chste meiner Freuden.\u201c<\/p>\n<p>Religionsgeschichtlich, historisch und politisch bleibt dauerhafter Frieden f\u00fcr Jerusalem, f\u00fcr Israel ein Traum, der sich leider immer wieder in einen Alptraum verwandelt. Seit Staatsgr\u00fcndung im Mai 1948 ist Israel ein permanenter Kriegsschauplatz, an dem mehrere L\u00e4nder beteiligt sind. Noch in der Nacht nach der Gr\u00fcndung erkl\u00e4ren \u00c4gypten, Saudi-Arabien, Transjordanien, Libanon, Irak und Syrien dem neuen Staat den Krieg, worauf Israel einen Unabh\u00e4ngigkeitskrieg (erster Arabisch-Israelischer Krieg) f\u00fchrt. Angesichts der milit\u00e4rischen \u00dcbermacht der arabischen Angreifer ist es erstaunlich, dass die Israelis lange genug Widerstand leisten,<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn15\" name=\"_ftnref15\">[15]<\/a> bis ein Waffenstillstandsabkommen zustande kommt.<\/p>\n<p>In den Jahren und Jahrzehnten danach gibt es in k\u00fcrzeren und l\u00e4ngeren Abst\u00e4nden immer wieder&nbsp; Kriege,<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn16\" name=\"_ftnref16\">[16]<\/a> in denen es um Gebietsabtretungen und Gebietseroberungen geht. Eine gro\u00dfe Rolle spielt auch das Ringen um die Anerkennung Jerusalems \u2013 nicht nur des West-, sondern auch des Ostteils der Stadt \u2013 als Hauptstadt. Der Staat Israel will nicht l\u00e4nger mit einer geteilten Stadt leben.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn17\" name=\"_ftnref17\">[17]<\/a> Aus pal\u00e4stinensischer Sicht ist Ostjerusalem Hauptstadt eines zuk\u00fcnftigen Pal\u00e4stinenserstaates. Man kann sich auch ohne genaue Kenntnisse ausmalen, dass es genug Potential gibt, um das Pulverfass Naher Osten bzw. die n\u00e4heren Umst\u00e4nde Jerusalems zu explosiven Entladungen kommen zu lassen. Hilfreiche Regularien bietet theoretisch das V\u00f6lkerrecht.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn18\" name=\"_ftnref18\">[18]<\/a> Aber es k\u00e4me auf den Friedenswillen der betroffenen Parteien an, der sich aus einer gemeinsamen Quelle speisen m\u00fcsste:<\/p>\n<p>Keine Historie, Kultur, Religion eines Volkes rechtfertigt religi\u00f6se oder politische Absolutheits- oder Herrschaftsanspr\u00fcche. Jedes Volk soll seine eigenen Traditionen bewahren, ihre G\u00fcltigkeit und Wert aber gegen\u00fcber anderen Wertgemeinschaften als relativ betrachten. Gegenseitige Toleranz ist im Ringen um dauerhaften Frieden unabdingbar. Selbstkritisches Bewusstsein und Bescheidenheit sind weitere St\u00fctzpfeiler f\u00fcr einen Dialog zwischen den verfeindeten V\u00f6lkern. Schuldzuweisungen aber sind in keiner Weise hilfreich. In Jerusalem und im Nahen Osten \u00fcberhaupt sind alle Kriegsparteien massiver Verletzungen des V\u00f6lkerrechts und der Missachtung von Menschenrechten schuldig. Es ist sehr schwierig, von au\u00dfen Hilfestellungen anzubieten, besonders wenn keine Neutralit\u00e4t vorliegt. Ein warnendes Beispiel sind die USA, die durch ihr proisraelisches Verhalten einen Konflikt in Jerusalem und Gesamtisrael provozieren. Israel und die USA haben ein nahezu symbiotisches Verh\u00e4ltnis.<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn19\" name=\"_ftnref19\">[19]<\/a><\/p>\n<p>Was lernen wir aus dem Nahostkonflikt? Wie stehen wir zu Jerusalem? Unbestreitbar sind Christen sehr unterschiedlich auf Jerusalem und auf das Judentum zu sprechen. Lassen wir die Vorurteile, Abneigungen und Gewalttaten einmal beiseite, so d\u00fcrfen wir registrieren, dass es viele Touristen in die heilige oder goldene Stadt zieht; viele von ihnen sind religi\u00f6s oder christlich motiviert,<a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftn20\" name=\"_ftnref20\">[20]<\/a> wollen tats\u00e4chlich das Judentum n\u00e4her kennenlernen. Wer so seinen Horizont erweitert, wird auch daheim Menschen anderen Glaubens offener begegnen, seine eigene Religion vielleicht etwas relativieren. M\u00f6gen Fremdes und Gemeinsames inneres Wachstum schenken und Toleranz wachsen lassen!<\/p>\n<p>Jerusalem \u2013 eine Stadt, wo JHWH Pr\u00e4senz zeigt: \u201eAuf ewig l\u00e4sst Gott sie bestehen\u201c (Ps 48,9c).<\/p>\n<p>Amen.<\/p>\n<p>Pfarrer Thomas Bautz<\/p>\n<p>Bonn<\/p>\n<p>E-Mail: <a href=\"mailto:thomas.bautz@ekir.de\">thomas.bautz@ekir.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> TRE 16 (1987), Art. Jerusalem (I.) Altes Testament, 590\u2013609 (Peter Welten): 600.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Cf. Understanding the Spiritual Meaning of Jerusalem in Three Abrahamic Religions, hg.v. Antti Laato, Studies on the Children of Abraham 6 (2019): (1) Hebrew Bible \u2013 Common Background: Jerusalem as the Centre of Blessing in Isaiah 65\u201366 and 1 Enoch 26,1\u20132 (Stefan Green), 41\u201370: 41\u201355.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Simone Paganini\/ Annett Gierke-Ungermann: Zion \/ Zionstheologie (2013), S. 2f (wibilex); Marc Wischnowsky: Tochter Zion (2006), S. 2 (wibilex).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Juliane von Mittelstaedt: \u201eEin Versuch \u00fcber Jerusalem\u201c (2006), in: Gisela Dachs: israel kurzgefasst (2010), 34.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref5\" name=\"_ftn5\">[5]<\/a> Leszek Ruszkowski: Volk und Gemeinde im Wandel. Eine Untersuchung zu Jesaja 56 \u2013 66, FRLANT 191 (2000), 109.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref6\" name=\"_ftn6\">[6]<\/a> Wolfgang Lau: Schriftgelehrte Prophetie in Jes 56 \u2013 66. Eine Untersuchung zu den literarischen Bez\u00fcgen in den letzten elf Kapiteln des Jesajabuches, BZAW 225 (1994), 132\u2013133.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref7\" name=\"_ftn7\">[7]<\/a> S. Paganini\/ A. Gierke-Ungermann: Zion \/ Zionstheologie (2013), S. 3\u20134. Zion\/ Jerusalem als \u201eAxis Mundi\u201c, s. Understanding the Spiritual Meaning of Jerusalem in Three Abrahamic Religions (2019): Jerusalem as the Centre of Blessing in Isaiah 65\u201366 and 1 Enoch 26,1\u20132 (Stefan Green), 45\u201346.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref8\" name=\"_ftn8\">[8]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.songtexte.com\/songtext\/daliah-lavi\/jerusalem-2bcce886.html\">https:\/\/www.songtexte.com\/songtext\/daliah-lavi\/jerusalem-2bcce886.html<\/a>; zu dem Text gibt es eine relativ gute \u00dcbersetzung, s.: <a href=\"https:\/\/www.songtexte.com\/uebersetzung\/daliah-lavi\/jerusalem-deutsch-73d6320d.html\">https:\/\/www.songtexte.com\/uebersetzung\/daliah-lavi\/jerusalem-deutsch-73d6320d.html<\/a>. Daliah Lavi war israelische Schauspielerin und S\u00e4ngerin.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref9\" name=\"_ftn9\">[9]<\/a> S. Ulrich Luz: Das Evangelium nach Matth\u00e4us, EKK I\/3 (1997): Das Jerusalemwort (23,37\u201339), S. 376\u2013386; Das harte, aber realistische Wort \u00fcber den Tempel (24,1\u20132), S. 386\u2013387.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref10\" name=\"_ftn10\">[10]<\/a> \u201eDie auf JHWH vertrauen\u201c, werden mit dem \u201eBerg Zion\u201c verglichen, \u201eder nicht wankt, der ewig bleibt\u201c (V. 1).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref11\" name=\"_ftn11\">[11]<\/a> Cf. Understanding the Spiritual Meaning of Jerusalem in Three Abrahamic Religions (2019): Understanding the Spiritual Meaning of Jerusalem. A Religious Historical and Theological Overview (Antti Laato), 3\u201340: 3\u20134.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref12\" name=\"_ftn12\">[12]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jerusalem\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jerusalem<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref13\" name=\"_ftn13\">[13]<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostjerusalem\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ostjerusalem<\/a>; s. Noah Flug\/ Martin Sch\u00e4uble: Die Geschichte der Israelis und Pal\u00e4stinenser (2007, 2008).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref14\" name=\"_ftn14\">[14]<\/a> Yerushalayim shel Zahav; hebr\u00e4ischer Text: Naomi Shemer, ges. 1967 (Juni: Sechstagekrieg) v. Shuli Nathan gesungen; Transkr. u. \u00dcbersetzung: D. Gall, hagalil.com, <a href=\"https:\/\/www.hagalil.com\/iwrith\/jerusalem.htm\">https:\/\/www.hagalil.com\/iwrith\/jerusalem.htm<\/a>; Daliah Lavi singt es 1968; sp\u00e4ter hat das Lied au\u00dfer Ofra Haza noch viele Interpreten. Das Lied (hier in Ausz\u00fcgen) hat der Nationalhymne Israels (haTikwa; Hoffnung) f\u00fcr kurze Zeit Konkurrenz gemacht; in Israel kennt es jedes Kind, s. <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/kultur\/lied-aus-gold\/\">https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/kultur\/lied-aus-gold\/<\/a> (aktualisiert 12. M\u00e4rz 2020).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref15\" name=\"_ftn15\">[15]<\/a> Cf. N. Flug\/ M. Sch\u00e4uble: Geschichte der Israelis und Pal\u00e4stinenser (2008): Die Teilung Pal\u00e4stinas, die Staatsgr\u00fcndung Israels und der erste Arabisch-Israelische Krieg, 41\u201356: 47\u201353.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref16\" name=\"_ftn16\">[16]<\/a> Einen kurzen \u00dcberblick gibt <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arabisch-Israelische_Kriege\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arabisch-Israelische_Kriege<\/a>; cf. Flug\/ Sch\u00e4uble: Geschichte der Israelis und Pal\u00e4stinenser (2008).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref17\" name=\"_ftn17\">[17]<\/a> S. Helmut Hubel\/ Tilman Seidensticker (Hg.): Jerusalem im Widerstreit politischer und religi\u00f6ser Interessen. Die Heilige Stadt aus interdisziplin\u00e4rer Sicht (2004): Der Staat Israel und sein Anspruch auf das \u201eungeteilte Jerusalem\u201c (Angelika Timm), 161\u2013181.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref18\" name=\"_ftn18\">[18]<\/a> S. Jerusalem im Widerstreit (2004): Der Status Jerusalems \u2013 eine v\u00f6lkerrechtliche Betrachtung (Martina Haedrich), 183\u2013195.<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref19\" name=\"_ftn19\">[19]<\/a> Cf. Jerusalem im Widerstreit politischer und religi\u00f6ser Interessen (2004): Die USA und Jerusalem (J\u00f6rg Nagler), 197\u2013223: 197\u2013202. Ob die Entscheidung von Pr\u00e4sident Trump, Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, richtig ist, muss die Zukunft zeigen. F\u00fcr Pal\u00e4stinenser ist es ein \u201eAkt der Aggression\u201c (Pressemeldung).<\/p>\n<p><a href=\"applewebdata:\/\/85FDA770-41F4-47B2-817C-89A9C053BC78#_ftnref20\" name=\"_ftn20\">[20]<\/a> Cf. Jerusalem im Widerstreit (2004): Jerusalem aus der Sicht des Christentums (Georg Hentschel), 73\u201397.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Predigt zu Jesaja 66,10\u201314, verfasst von Thomas Bautz | Liebe Gemeinde! \u201eJerusalem die Goldene\u201c, \u201eDie Heiligkeit\u201c (arabisch: al-Quds), die viel Besungene, die Umjubelte, die Ersehnte, aber auch die Beklagte, die Umk\u00e4mpfte, die Kritisierte und die Untreue, die Abtr\u00fcnnige und die Totschl\u00e4gerin \u2013 eine Stadt, die zum Symbol geworden ist f\u00fcr all die Menschen, die sich [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2178,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22,1,2,157,114,241,109,209],"tags":[],"beitragende":[],"predigtform":[],"predigtreihe":[],"bibelstelle":[],"class_list":["post-2176","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-jesaja","category-aktuelle","category-at","category-beitragende","category-deut","category-kapitel-66-chapter-66","category-predigten","category-thomas-bautz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2176"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2180,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2176\/revisions\/2180"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2178"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2176"},{"taxonomy":"beitragende","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/beitragende?post=2176"},{"taxonomy":"predigtform","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtform?post=2176"},{"taxonomy":"predigtreihe","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/predigtreihe?post=2176"},{"taxonomy":"bibelstelle","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/wp-json\/wp\/v2\/bibelstelle?post=2176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}