{"id":21867,"date":"1999-01-17T11:34:34","date_gmt":"1999-01-17T10:34:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21867"},"modified":"2025-03-17T11:37:41","modified_gmt":"2025-03-17T10:37:41","slug":"matthaeus-1344-46-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/matthaeus-1344-46-4\/","title":{"rendered":"Matth\u00e4us 13,44-46"},"content":{"rendered":"<h3>Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck | Septuagesimae | 31.1.1999 | Matth\u00e4us 13,44-46 | Wilhelm Gr\u00e4b |<\/h3>\n<p>(Rundfunk\u00fcbertragung durch Deutschlandfunk und Deutsche Welle, 10.00 Uhr)<\/p>\n<p>Liebe Gemeinde!<\/p>\n<p>Gl\u00fccklich sein, das w\u00e4re sch\u00f6n. Darum stellen wir uns so oft die Frage: Was macht gl\u00fccklich?<\/p>\n<p>Geld?<\/p>\n<p>Nicht unbedingt. Aber wo das N\u00f6tigste fehlt, durchaus.<\/p>\n<p>Gesundheit?<\/p>\n<p>Ja, vor allem dann, wenn einer von schwerer Krankheit genesen ist.<\/p>\n<p>Arbeit und Beruf?<\/p>\n<p>M\u00f6glicherweise, dann jedenfalls, wenn sie Freude machen. Dann auch, wenn es keineswegs selbstverst\u00e4ndlich war, eine freie Stelle, einen Arbeitsplatz zu finden.<\/p>\n<p>Gesellschaftliches Ansehen?<\/p>\n<p>Ja, das kann schon gut tun. Anerkennung zu sp\u00fcren. Beachtet zu werden. Das Gef\u00fchl zu haben, etwas wert zu sein, ist ungemein wichtig.<\/p>\n<p>Gott?<\/p>\n<p>Wie das? Darauf bin ich zuletzt gekommen. Gott macht nicht gl\u00fccklich. Doch halt! Vielleicht ist das Wort \u201aGott&#8216; nur ein anderes Wort f\u00fcr \u201aGl\u00fcck&#8216;, besser, f\u00fcr das Geheimnis, das auch dem Gl\u00fcck innewohnt.<\/p>\n<p>Jesus hat in Gleichnissen von Gott erz\u00e4hlt und von der Welt, in der er anwesend ist. Er hat Gott ins Spiel gebracht, um den H\u00f6rern zu zeigen, was gl\u00fccklich macht. Seine Geschichten sind vielfach Anleitungen zum Gl\u00fccklichsein. Anregungen, die Lebenskunst zu lernen.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir nur die beiden Gleichnisse vom Schatzfinder und vom Perlensucher:<\/p>\n<p>Mt 13, 44-46<\/p>\n<p>&#8222;Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.<\/p>\n<p>Wiederum gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und als er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte und kaufte sie.&#8220;<\/p>\n<p>Gl\u00fccksgeschichten. Geschichten, wo auf einmal alles gelingt. Gelingensgeschichten. Der Schatz im Acker. Die kostbare Perle. Da werden Tr\u00e4ume wahr. Da erf\u00fcllen sich W\u00fcnsche. Da wird auf einmal und ganz wider Erwarten das Leben so, wie es sch\u00f6ner nicht sein k\u00f6nnte. Nicht anders, sagt Jesus, ist es mit dem Himmelreich, mit der Anwesenheit Gottes in der Welt. So ist Gott da. So wird er f\u00fcr Menschen zur Erfahrung. Wo denn, wie denn? Auch f\u00fcr mich? Ja, sieh doch, wie es zugegangen ist. Und auch, was die beiden getan haben.<\/p>\n<p>Dem einen ist der Schatz zugefallen. Er hatte nicht damit gerechnet. Auch nicht mehr daran geglaubt. Nicht danach gesucht. Zuf\u00e4llig ist er dar\u00fcber gestolpert. Beim Pfl\u00fcgen vielleicht. M\u00f6glicherweise ist er aber auch nur spazierengegangen. Mit h\u00e4ngendem Kopf. In tr\u00fcben Gedanken versunken. Das Gl\u00fcck war nicht bei ihm. Er wu\u00dfte, da\u00df es nicht auf seiner Seite ist. Zu oft schon hatte er verloren. Zu viele Verluste erlitten. Zu viele Pl\u00e4ne gemacht, die dann doch nicht in Erf\u00fcllung gingen. Ein Verlierer. Einer, dem das Schicksal \u00fcbel mitgespielt hat.<\/p>\n<p>Der andere hat nach der kostbaren Perle gesucht. In allen B\u00fcchern. Auf allen Finanzm\u00e4rkten. In allen Weltgegenden. Er wollte und konnte sich mit dem Erreichten nicht zufrieden geben. Das alles befriedigte ihn nicht. Nicht der Erfolg im Beruf. Nicht die Wissenschaft, die er betrieb. Nicht die Kunst, die er liebte. Nicht der Aktienkurs, der immer h\u00f6her stieg. Aber auch das Gl\u00fcck in der Familie nicht und mit den Kindern. Ja, nicht einmal die Pilgerreise nach Kalkutta, zu den Schwestern der Barmherzigkeit. Er hatte alles, er konnte alles, ihm gelang alles. Er war ein Vorbild denen, die ihn kannten. Und doch kam er nicht ans Ziel auf der Suche nach dem Vollkommenen. Es mu\u00df doch zu finden sein, hier auf dieser Erde, die gute Perle, die absolute Sch\u00f6nheit, das Wahre, das Gute. Es kann doch nicht bleiben bei dem zerbrochenen, st\u00fcmperhaften, bruchst\u00fcckhaften, immer nur relativ g\u00fcltigen, schnell wieder vergehenden Gl\u00fcck, dem jederzeit bedrohten, dem immer nur begrenzten Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Verschieden waren sie, der Schatzfinder und der Perlensucher. Doch ungl\u00fccklich waren sie beide. Der eine, weil zu viel schon schief gelaufen war in seinem Leben. Der andere, weil er sich mit allem, was er erreicht hatte, doch nie zufrieden geben konnte. Zu viele Schl\u00e4ge hatte der eine einstecken m\u00fcssen. Er hatte aufgeh\u00f6rt, nach dem Besseren zu suchen. Das Leben, so schlie\u00dflich seine Meinung, ist doch nur ein absurder Witz. Bei dem anderen hingegen war die Sehnsucht nach dem Vollkommenen zu gro\u00df: Das Vollkommene, so seine Einstellung nach vielen Entt\u00e4uschungen, das Vollkommene kann es in dieser Welt nicht geben. Ungl\u00fccklich macht sich, so seine Meinung, wer dennoch daran glaubt; auch der, der die Welt verbessern m\u00f6chte. Verbitterung, eine ewige Unzufriedenheit legte sich auf seine Seele.<\/p>\n<p>Was aber macht gl\u00fccklich? Seht, wie es zugegangen ist. Und dann auch, was die beiden, der Schatzfinder und der Perlensucher, daraus gemacht haben.<\/p>\n<p>Wie es zugegangen ist. Der eine, den sein permanentes Ungl\u00fcck zu Boden gedr\u00fcckt hatte, der an sein Gl\u00fcck schon gar nicht mehr zu glauben wagte, stolpert \u00fcber den Schatz im Acker. Der andere, der mit nichts wirklich zufrieden war, der Unruhige, findet, wonach er gesucht hat, die kostbare Perle. Das zun\u00e4chst ist die Gl\u00fcckserfahrung f\u00fcr beide. Es tritt ein, womit sie nicht mehr gerechnet hatten, woran sie nicht mehr glauben konnten, worauf sie nicht mehr gehofft hatten. Nein, es mu\u00df nicht immer so weiter gehen. Es kann leicht auch anders kommen. Die Zukunft ist offen. Es wird so sein, da\u00df Lasten von dir abfallen; da\u00df die Sorgen, die du dir machst, klein werden; da\u00df du die Probleme bew\u00e4ltigen wirst; da\u00df du zur Ruhe findest.<\/p>\n<p>Gl\u00fcck, das ist zun\u00e4chst die Erfahrung, da\u00df es ein Ende hat oder zumindest weniger wird mit dem erfahrenen oder bef\u00fcrchteten Ungl\u00fcck. So sp\u00fcren wir es. Dann f\u00fchlen wir es, wie das Gl\u00fcck aufsteigt, von innen: Ein Stein, der vom Herzen f\u00e4llt. Es f\u00e4llt etwas ab von dem, was das Leben schwer gemacht hat. Wenn eine Pr\u00fcfung bestanden ist. Wenn eine Bewerbung schlie\u00dflich Erfolg hatte. Wenn ich von einer Krankheit genesen bin. Wenn der Arzt meine schlimmen Bef\u00fcrchtungen zerstreuen kann. Gl\u00fcck ist ein Aufatmen. Ein Lichtblick mitten im Ungl\u00fcck. Da\u00df dies nun doch nicht schon alles gewesen sein mu\u00df. Es gibt ein Dar\u00fcberhinaus. Einen offenen Horizont. Licht f\u00fcr die M\u00fchseligen. Hoffnung f\u00fcr die Entt\u00e4uschten. Mut bei den \u00c4ngstlichen. Ein Finden f\u00fcr die Suchenden.<\/p>\n<p>Gibt es das? Ist das wirklich wahr? Gibt es das f\u00fcr jeden und jede? Stolpern nicht viele ein Leben lang vergeblich \u00fcber die \u00c4cker und Stra\u00dfen dieser Welt? Mit gesenktem Blick, mit leeren Augen. Aufgrund zu vieler Entt\u00e4uschungen. Niedergedr\u00fcckt von Mi\u00dferfolgen, ohne da\u00df das Blatt sich noch einmal wendet. Und werden nicht viele der Suchenden zu Skeptikern und Zynikern. Es gibt das Vollkommene nicht, sagen sie. Es bleibt alles St\u00fcckwerk. Blinder Zufall. Da ist kein Zusammenhang. Kein Sinn. Keine Zukunft. Wie soll sich ein Weg zum Gl\u00fcck zeigen und finden lassen?<\/p>\n<p>Seht, wie es zugegangen ist und vor allem, was der Schatzfinder und der Perlensucher aus dem gemacht haben, was ihnen zugefallen ist. Gl\u00fcck mu\u00df entstehen in mir. Ich finde es nicht au\u00dfen. Es liegt nicht in den Dingen. Es ist nicht objektiv gegeben. Ob ich gl\u00fccklich werde oder nicht, entscheidet sich innen, in meinem Selbstgef\u00fchl. Deshalb hat Jesus vom Schatzfinder und Perlensucher erz\u00e4hlt. Was ihnen schlie\u00dflich zugefallen ist, was sie gefunden haben, daf\u00fcr mu\u00dften sie zugleich viel, ja sich selbst investieren, um es zu besitzen. Drangeben mu\u00dften sie alles, was sie besa\u00dfen. Erst indem sie sich selbst mit vollem Risiko einsetzten f\u00fcr ihren Fund, ist er ihnen zum Gl\u00fcck ihres Lebens geworden.<\/p>\n<p>Die beiden, von denen Jesus erz\u00e4hlt, sind \u00fcber ihren unerwarteten Fund nicht nur ins Staunen oder in ausgelassene Freude geraten. Der Schatz und die Perle sind ihnen auch nicht blo\u00df in den Scho\u00df gefallen. Es war ganz anders als bei den Geschichten, von denen die Boulevard-Bl\u00e4tter berichten, wenn wieder einmal der Jack-Pott von einem Lottospieler geknackt wurde. Der Schatzfinder und der Perlensucher haben nicht als erstes \u00fcberlegt, wie sie den ihnen zugefallenen Reichtum ausgeben k\u00f6nnten, welche W\u00fcnsche sie sich erf\u00fcllen wollen. Sie haben \u00fcberlegt, wie sie das Gefundene erwerben k\u00f6nnen, um es wirklich zu besitzen. Gerade der Schatzfinder ist dabei sogar mit einer gewissen Raffinesse vorgegangen. Er hat den verborgenen Schatz im Verborgenen gehalten. Sonst h\u00e4tte man ihm den Acker, in dem er verborgen lag, vermutlich nicht verkauft. Aber auch so noch mu\u00dfte er alles, was er hatte, zum Einsatz bringen, um den Acker mit dem in ihm verborgenen Schatz erwerben zu k\u00f6nnen. Ebenso der Perlensucher. Auch er hat alles drangegeben, was er besa\u00df, um der einen, kostbaren Perle willen. Nur dadurch, da\u00df er sich mit allem, was er besa\u00df, mit seinem ganzen bisherigen Leben also, f\u00fcr die eine kostbare Perle investierte, wurde sie die seinige. Und nur weil er sich ganz, mit vollem Risiko, f\u00fcr sie eingesetzt hat, konnte er sich wirklich an seinem Gl\u00fcck freuen. War diese Perle so, wie sie vollkommener nicht gedacht werden kann? Der Perlensucher, dieser Skeptiker, er ist schlie\u00dflich \u00fcber seinen Schatten gesprungen, hat alles f\u00fcr die eine Perle hingegeben. Und siehe da! Der Traum vom Vollkommenen wurde f\u00fcr ihn doch noch wahr.<\/p>\n<p>So ist das mit dem Gl\u00fcck im Leben. Es f\u00e4llt zu. Es liegt in den kleinen und gro\u00dfen Dingen, die uns freuen, die uns guttun, manchmal unendlich guttun: Ein Geldst\u00fcck in der Not, eine liebevolle Umarmung, eine abgeschlossene Arbeit, ein unerwarteter Anruf, ein ermutigender \u00e4rztlicher Befund. Gute Erfahrungen, die jeder und jede irgendwann und irgendwo schon gemacht hat oder machen wird. Ein Aufatmen, umso tiefer, je bedrohlicher das reale oder bef\u00fcrchtete Ungl\u00fcck bedr\u00e4ngt. Doch das ist nur das eine. Und vor allem, das alles kann geschehen, ohne da\u00df wir das Gl\u00fcck wirklich sp\u00fcren, das darin liegt. Das alles kann geschehen, ohne da\u00df wir einen Geschmack bekommen f\u00fcr das Vollkommene, das sich zeigt, das Stimmige, das Wahre, das Gute. Da\u00df alles Elend einmal ein Ende hat und unser Leben einen Sinn. Damit wir das merken, braucht es unsere Aufmerksamkeit auf die Dinge und Ereignisse des Gl\u00fccks. Damit das Zuf\u00e4llige des Gl\u00fccks auch wirklich zur eigenen Gl\u00fcckserfahrung wird, m\u00fcssen wir es achten. Wir m\u00fcssen es ergreifen, uns aneignen. Wirkliches Gl\u00fcck ist immer innerlich empfundenes, pers\u00f6nliches Gl\u00fcck. Wir empfinden es, wenn die Dinge sich f\u00fcr uns und f\u00fcr andere zum Guten f\u00fcgen, wenn wir selber ganz in einer guten Sache aufgehen. Sei es, da\u00df wir anderen in ihrer Not helfen k\u00f6nnen, sei es da\u00df wir selbst liebevoll in den Arm genommen werden, sei es, da\u00df wir uns f\u00fcr die Musik oder die Malerei begeistern, Freude an der Wissenschaft haben, an unserem Beruf, an der Familie und den Kinder. Mit ganzen Herzen bei einer guten Sache sein, das macht gl\u00fccklich.<\/p>\n<p>Wann war ich das zuletzt? Wo kann ich es sein? Manchmal wird uns erst im R\u00fcckblick, in der Erinnerung bewu\u00dft, wo die Dinge stimmig waren, wir weitergekommen sind, Probleme l\u00f6sen konnten, wo wir bewahrt worden sind in Gefahr, Konflikte \u00fcberwunden wurden, schwierige Beziehungen sich zum Guten gef\u00fcgt haben, wo wir anderen Hilfe waren, wo N\u00e4he da war und Geborgenheit. Entscheidend ist, da\u00df wir festhalten, was Gutes uns widerfahren ist. Gute Erfahrungen k\u00f6nnen Vorschein sein des Vollkommenen. Sie k\u00f6nnen stark machen, mutig, widerst\u00e4ndig, wenn uns Ungl\u00fcck trifft. Denn dieses ist dann nie schon alles und das Ganze gewesen. Es steht noch etwas aus. Und was aussteht, ist l\u00e4ngst auch schon wirklich geworden. Denk doch, was dir Gutes geschehen ist!<\/p>\n<p>Was macht gl\u00fccklich? Wir haben es geh\u00f6rt. Ergreifen, festhalten, im Herzen bewahren, was wir Gutes in unserem Leben erfahren haben und gegenw\u00e4rtig erfahren. Es ist nicht schon das Vollkommene, aber es kann dazu werden. Ein Vorschein sein dessen, was gut noch werden wird. Die Begrenztheit, die Endlichkeit, das Unvollkommene, das Zerbrochene werden wir, die wir sterben m\u00fcssen, nicht los. Gl\u00fcck ist f\u00fcr uns Menschen immer Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck. Solches Gl\u00fcck aber gibt es f\u00fcr jeden und jede von uns. Es kommt nur darauf an, da\u00df wir es auch am Schopfe packen, da\u00df wir es achten und darauf aufmerksam sind. Denn es w\u00e4chst von innen her, in unserem Selbstgef\u00fchl. Das Gl\u00fcck braucht die Arbeit an uns selber, da\u00df wir das Gute, das uns zugefallen ist und zuf\u00e4llt, jedem von uns, auch wahrnehmen, da\u00df wir es mit dem Herzen sehen, es auch in der Erinnerung bewahren. Da\u00df wir uns f\u00fcr die gute Sache auch einsetzen, die uns in die H\u00e4nde oder vor die uns vor die F\u00fc\u00dfe kommt, da\u00df wir sie uns etwas kosten lassen: Zeit, Geld, Klugheit, Liebe.<\/p>\n<p>Was hat dieses Gl\u00fcck mit Gott zu tun? Jesus hat die Geschichte vom Schatzfinder und Perlensucher erz\u00e4hlt, um zu zeigen, da\u00df das Gottesreich auf diese Weise hereinbricht, Gott also erfahren wird in unserer Welt. Das Himmelreich, die Gottesherrschaft w\u00e4chst wie das Gl\u00fcck von innen her, indem sich unser Leben mit Inhalt f\u00fcllt. Ja, Gott ist dieses Gl\u00fcck, das Gef\u00fchl f\u00fcr den unendlichen Wert, den die Dinge des Lebens haben: das Geld, wo es am N\u00f6tigsten fehlt, die Gesundheit, Arbeit und Beruf, die Anerkennung durch andere auch. Gott ist dieses Gl\u00fcck, selber unendlich wertvoll zu sein, wirklich geliebt. Dieses Gl\u00fccksgef\u00fchl ist Gottes lebendige Gegenwart. Dann und dort ist Gott da in unserem Leben. Am intensivsten, wo wir gerade nicht nur um uns selber kreisen, mit resigniertem Blick oder in verzweifelter Unruhe. Gott, den Sinn, den alles hat, unser ganzes Leben, wie es weitergehen wird mit dieser Welt, Gott, den Sinn, das Gl\u00fcck, finden wir da, wo wir ganz bei der Sache sind, die uns in die H\u00e4nde oder vor die F\u00fc\u00dfe f\u00e4llt, bei den Menschen, die uns brauchen, bei den gro\u00dfen und kleinen Problemen, die auf L\u00f6sung warten. Wir gewinnen uns selbst, unser Leben f\u00fcllt sich mit Inhalt, wo wir uns an das Gute verlieren, das geschieht und das wir tun k\u00f6nnen. Das ist eine erstaunliche Logik. Aber sie ist vielfach wahr. Eine Wahrheit, die uns und anderen guttut. Gottes Wahrheit f\u00fcr uns Menschen. Licht, das gegeben ist den M\u00fchseligen.<\/p>\n<p>Amen<\/p>\n<hr \/>\n<p>Prof. Dr. Wilhelm Gr\u00e4b, Ruhr-Universit\u00e4t, Ev.-Theol.Fakult\u00e4t, Universit\u00e4tsstr. 150, 44801 Bochum<\/p>\n<p>email: <a href=\"mailto:WGraeb@t-online.de\">WGraeb@t-online.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck | Septuagesimae | 31.1.1999 | Matth\u00e4us 13,44-46 | Wilhelm Gr\u00e4b | (Rundfunk\u00fcbertragung durch Deutschlandfunk und Deutsche Welle, 10.00 Uhr) Liebe Gemeinde! Gl\u00fccklich sein, das w\u00e4re sch\u00f6n. Darum stellen wir uns so oft die Frage: Was macht gl\u00fccklich? Geld? Nicht unbedingt. Aber wo das N\u00f6tigste fehlt, durchaus. Gesundheit? 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