{"id":21886,"date":"1999-04-17T13:23:52","date_gmt":"1999-04-17T11:23:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21886"},"modified":"2025-03-17T13:24:32","modified_gmt":"2025-03-17T12:24:32","slug":"lukas-2413-35-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/lukas-2413-35-3\/","title":{"rendered":"Lukas 24,13-35"},"content":{"rendered":"<h3>Die Gegenwart des Auferstandenen | Ostermontag | 5. April 1999 | Lukas 24,13-35 | Oswald Bayer |<\/h3>\n<p>Der Evangelist Lukas hat sein Evangelium geschrieben, um die gro\u00dfe Freude zu erz\u00e4hlen, die uns allen zuteil werden soll und zugesagt ist. Am Ende dieses Evangeliums der gro\u00dfen Freude steht die Ostergeschichte, die uns heute in sich hineinnehmen will:<\/p>\n<p>13Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa zwei Wegstunden entfernt; dessen Name ist Emmaus.\u00a014Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.\u00a015Und es geschah, als sie so redeten und sich miteinander besprachen, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.\u00a016Aber ihre Augen wurden gehalten, da\u00df sie ihn nicht erkannten.\u00a017Er sprach aber zu ihnen: Was sind das f\u00fcr Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen.\u00a018Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht wei\u00df, was in diesen Tagen dort geschehen ist?\u00a019Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, m\u00e4chtig in Taten und Worten vor Gott und allem Volk;\u00a020wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe \u00fcberantwortet und gekreuzigt haben.\u00a021Wir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen werde. Und \u00fcber das alles ist heute der dritte Tag, da\u00df dies geschehen ist.\u00a022Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind fr\u00fch bei dem Grab gewesen,\u00a023haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe.\u00a024Und einige von uns gingen hin zum Grab und fanden\u2019s so, wie die Frauen sagten, aber ihn sahen sie nicht.25Und er sprach zu ihnen: O, ihr Toren, zu tr\u00e4gen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben!\u00a026Mu\u00dfte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?\u00a027Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.\u00a028Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen.\u00a029Und sie n\u00f6tigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.\u00a030Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch sa\u00df, nahm er das Brot, dankte, brach\u2019s und gab\u2019s ihnen.\u00a031Da wurden ihre Augen ge\u00f6ffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen.\u00a032Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift \u00f6ffnete?\u00a033Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zur\u00fcck nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren;\u00a034die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon erschienen.\u00a035Und sie erz\u00e4hlten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, als er das Brot brach.<\/p>\n<p>Da sind zwei auf dem Wege. Sie wollen weg aus dem Elend in Jerusalem, wo Jesus am Schandpfahl starb; sie wollen weg von Jerusalem, dem Ort ihrer entt\u00e4uschten Hoffnung; sie wollen weg vom Ort des Todes. Sie sind traurig; sie haben sich mit der Entt\u00e4uschung, die sie mit Jesu Tod traf, noch nicht abgefunden. Sie reden miteinander \u00fcber ihre verlorenen Hoffnungen und den Verlust dieser Hoffnungen durch den Tod. Sie suchen gr\u00fcbelnd nach einem Sinn dieses Todes, finden aber keinen. Jesu Hinrichtung hat sie entt\u00e4uscht, Jesu Ohnmacht am Kreuz ihre ganze Hoffnung zerschlagen, die sie in ihn gesetzt hatten: &#8222;Wir aber hofften, er sei es, der Israel erl\u00f6sen werde&#8220;, da\u00df er \u2014 gewaltig in Wort und Tat \u2014 uns helfe! Aber nun&#8230;.<\/p>\n<p>&#8222;Wir aber hofften &#8230;&#8220; Kennen wir das nicht auch? Wir aber hofften, Jesus werde unsere Erwartungen, die wir in ihn gesetzt haben, erf\u00fcllen. Er werde unser Kind nicht in schlechte Gesellschaft geraten lassen, er werde die Krankheit von uns nehmen, er werde uns vor diesem Einbruch des Todes in unsere Familie retten, er werde die Ungerechtigkeit in der Welt besiegen und die Unterdr\u00fcckten befreien: Wir aber hofften &#8230;<\/p>\n<p>Wir kennen diese Stunden in unserem Leben, in denen wir, entt\u00e4uscht und traurig, nicht anders dran waren oder dran sind als diese beiden Emmausj\u00fcnger, die als in ihren Hoffnungen gescheiterte Leute in tiefer Entt\u00e4uschung sich von den \u00fcbrigen J\u00fcngern, sich von der Gemeinde abwenden, weggehen. Das schmerzt: eine gro\u00dfe Hoffnung ins Grab sinken zu sehen. Und man gr\u00fcbelt \u00fcber den Verlust; man sinniert.<\/p>\n<p>Da\u00df man dies zu zweit tut, im Hin und Her des Gespr\u00e4ches, macht nichts besser. Man bleibt immer am Gleichen h\u00e4ngen, \u00fcber das man nicht hinwegkommt: Es ist alles unfa\u00dflich, sinnlos.<\/p>\n<p>Da geschieht es, da\u00df sich ein Dritter hinzugesellt, ein Unbekannter, der mitgeht. Die beiden wissen nicht, da\u00df es niemand anderes als Jesus selbst ist, der mit ihnen geht. Kein Aufsehen erregendes Wunder geschieht, nichts, was Schaulustige h\u00e4tte anziehen und beeindrucken k\u00f6nnen. Etwas ganz und gar Allt\u00e4gliches scheint zu geschehen und ist doch ganz und gar nicht selbstverst\u00e4ndlich.\u00a0Jesus l\u00e4\u00dft die nicht allein,\u00a0deren Hoffnung ins Grab gesunken ist und die sich nun traurig von ihm abwenden, weil er ihnen ja nicht geholfen hat. Jesus kommt zu ihnen, ist bei ihnen, begleitet sie, h\u00f6rt sie, wenn sie um ihre verlorene Hoffnung klagen. Er ist bei ihnen, auch wenn sie das nicht merken oder merken wollen: bei ihnen, gerade in der dunklen Stunde, in der ihnen die Hoffnung genommen und nichts mehr klar ist, in der sie traurig und entt\u00e4uscht sind.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir das? Vernehmen wir das, da\u00df Jesus uns nachgeht und mit uns geht, auch wenn wir von ihm weggehen, weil wir an seinem Kreuz irre geworden sind, Gottes N\u00e4he in unserem Leben nicht mehr glauben k\u00f6nnen und fragen: Was soll denn Gottes N\u00e4he und Herrlichkeit mit Jesu Leiden und Sterben zu tun haben? Was Gottes Macht mit Jesu Ohnmacht? Was Gottes Rettung mit Jesu Scheitern?<\/p>\n<p>Wenn wir so fragen, sind wir auf dem Holzweg. Aber auf ihm, Gott sei Dank, nicht allein. Jesus geht auch auf dem Holzweg mit, aber nicht, um uns auf dem Holzweg zu lassen, sondern um uns auf den\u00a0rechten\u00a0Weg zu bringen. Dazu mu\u00df er sich unserem Denken und unseren Vorstellungen hart in den Weg stellen, harte Worte mit uns reden. Mit weichen Worten w\u00fcrde er uns aus unserer Entt\u00e4uschung und Traurigkeit nicht herausbringen. &#8222;O ihr Toren, zu tr\u00e4gen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! Mu\u00dfte nicht Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in der ganzen Schrift von ihm gesagt war.&#8220;<\/p>\n<p>Soll darin, in der Schriftauslegung, die neue Welt, die Welt des von den Toten Auferweckten erscheinen?<\/p>\n<p>Als sei nichts Wichtigeres denkbar, treibt er mit den beiden Entt\u00e4uschten und Traurigen &#8211;\u00a0Bibelauslegung!\u00a0Die vordringlichste Sorge des Auferstandenen ist, da\u00df das alte Testament nicht verschlossen bleibt, sondern seiner Gemeinde ein ge\u00f6ffnetes Buch werde. Wir sollen uns \u00fcber Jesus von Nazareth nicht einfach so, gleichsam frei-schwebend, unsere Gedanken machen. Denn auf diese Weise werden wir \u00fcber sein Leben und Sterben keine Klarheit erlangen. Wir w\u00fcrden dann, wie die beiden auf dem Wege, vielleicht sagen k\u00f6nnen: &#8222;Jesus von Nazareth war ein Prophet, ein geistesgewaltiger, geistesgegenw\u00e4rtiger Mann, m\u00e4chtig von Taten und Worten, ein gro\u00dfer Mensch, ein guter und einfallsreicher Prediger und Weisheitslehrer, dazu einer, der seine menschenfreundliche Gesinnung auch lebte und sich den Einsatz f\u00fcr andere sein Leben kosten lie\u00df.&#8220; Werden wir, wenn wir uns auf diese Weise unsere Gedanken \u00fcber Jesus machen\u00a0anders\u00a0reden k\u00f6nnen? Was aber ist dann Jesu Leiden und Sterben, sein Tod am Kreuz? Ein Justizirrtum und darum bedauerlich? Ein Mi\u00dfverst\u00e4ndnis? Ein Heldentod, den man vielleicht bewundert oder, im besten Falle, f\u00fcr vorbildlich h\u00e4t: Hier ist einer f\u00fcr seine Sache gestorben; das ist aller Ehre wert? Oder ist dieser Tod das Ende aller Hoffnung auf die Rettung Israels, das Ende aller Hoffnung auf eine durchgreifende Erneuerung unseres Lebens. Jesus &#8211; ja damals, zu seinen Lebzeiten, hat er Menschen geholfen. Aber mit seinem Tod und seit seinem Tod ist das aus! Wir werden\u00a0allein\u00a0zurechtkommen m\u00fcssen, irgendwie, fern von Jerusalem, fern des Ortes, an dem sein Kreuz steht, an dem alle Hoffnung zerbrach.<\/p>\n<p>Ihr\u00a0Toren,\u00a0sagt da der Auferstandene, seid ihr so unbeweglich und verblendet, da\u00df ihr nicht seht und erkennt, worauf die Geschichte Gottes mit den Menschen von Urbeginn an hinauswill, erkennt ihr nicht, was der gro\u00dfe Gott euch traurigen und entt\u00e4uschten Menschen sein will:\u00a0Nahe\u00a0will er euch sein! Nahe, im allt\u00e4glichen, in deinem Schmerz und in deiner Trauer, in deiner Todesnot, in deinem Leben und Sterben, \u00fcber das der Gang der gro\u00dfen Geschichte, \u00fcber das die Weltgeschichte hinweggeht, unbek\u00fcmmert um das Leben des Einzelnen, teilnahmslos, stumm.<\/p>\n<p>Gott aber, der Nahe, dir bis in den Tod hinein und durch ihn hindurch nahe, ist kein stummes Schicksal, in das man sich eben schicken m\u00fc\u00dfte. Er ist nicht teilnahmslos, sondern nimmt teil: gerade an unserer Entt\u00e4uschung, an unserem Leid, an unserem Tod. Nur durch seine Teilnahme an unserem Leiden und an unserem Tod kann er uns verstehen und helfen &#8211; nicht dadurch, da\u00df er unber\u00fchrt von alledem in lichten H\u00f6hen dr\u00fcber schwebt, so wie sich die Griechen ihre G\u00f6tter heiter auf den Olymp dachten. Es stimmt nicht, was der Dichter sagt: &#8222;Droben, \u00fcberm Sternenzelt mu\u00df ein guter Vater wohnen!&#8220; Nein. Gott hat seine himmlische Herrlichkeit ein f\u00fcr allemal an das irdische Leiden und Sterben Jesus &#8211; hier unten! &#8211; gebunden. Das Kreuz Jesu ist kein Unfall, kein Zufall, kein Justizirrtum, auch kein Heldentode, sondern nichts anderes als die Erf\u00fcllung und Bekundung des Willens Gottes: &#8222;So tief komme ich zu euch herunter, um euch ganz nahe zu sein. Ihr m\u00fc\u00dft euch nun nicht zu gro\u00dfen Gedanken \u00fcber mich aufschwingen, sondern sollt und d\u00fcrft meine N\u00e4he im Irdischen, Kreat\u00fcrlichen und gerade im Leiden glauben!&#8220; &#8222;Mu\u00dfte\u00a0nicht Christus solches leiden&#8230;&#8220; Gottes freies M\u00fcssen! Es ist der ewige und endg\u00fcltige Wille Gottes, sich und seine Herrlichkeit in den Tod Jesu zu binden und sich dort finden zu lassen, wo man diesen Tod vom alten Testament her versteht, von den Klage-Erh\u00f6rungspsalmen, wie Psalm 22 (&#8222;Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?&#8220;), von dem gro\u00dfen Gottesknechtslied des zweiten Jesajabuches (Jesaja 53), das wir vorher als Schriftlesung geh\u00f6rt haben, und so fort. Suchet in der Schrift, sagt der Auferstandene, denn sie ist es, die von\u00a0mir\u00a0Zeugnis ablegt, durch die ihr versteht, wer ich bin und was ich euch bin!<\/p>\n<p>Aber: Es mag uns so gehen wie den beiden Emmaus-J\u00fcngern: da\u00df uns der Auferstandene &#8211; durch den Mund eines Menschen, der uns auf unserem Wege begleitet &#8211; zwar die Bibel auslegt, aber wir immer noch nichts merken. Es mag sein, da\u00df uns viele: Eltern, Gro\u00dfeltern, Lehrer und Pfarrer und welche Menschen auch immer, die uns auf unserem Lebensweg begegneten, die Bibel auslegten, wir jedoch dabei die alten bleiben, vielleicht etwas ahnen, etwas sp\u00fcren, neugierig werden, mehr davon h\u00f6ren wollen, aber uns keineswegs \u00e4ndern, ganz die alten bleiben, die aus ihren entt\u00e4uschten Hoffnungen nicht herauskommen, unbeweglich an ihnen festkleben und ihnen, vielleicht hartn\u00e4ckig und eigensinnig, nachtrauern.<\/p>\n<p>Der uns nicht alleinlassende, der uns auch, wenn wir es nicht wissen,\u00a0begleitende\u00a0Auferstandene hat dann nur noch ein Mittel, uns zur R\u00e4son, nein, zum Glauben und Danken zu bringen: &#8222;Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben.&#8220; Er geht zu ihnen hinein &#8211; in ihr Haus, in ihre Stube, dorthin, wo sie wohnen, wo sie essen. Er kommt dorthin, wo wir das miteinander besprechen, was uns jeden Tag besch\u00e4ftigt, dorthin, wo wir uns vielleicht ein b\u00f6ses Wort sagen, nichts mehr miteinander reden, dorthin, in die Stube, kommt er. &#8222;Und es geschah, als er mit ihnen zu Tische sa\u00df, nahm er das Brot, dankte, brach\u2019s und gab\u2019s ihnen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Da wurden ihre Augen ge\u00f6ffnet, und sie erkannten ihn.&#8220; Dort, wo das vergebende Wort gesprochen wird, dort, wo man f\u00fcr das t\u00e4gliche Brot, wo man f\u00fcr Essen und Trinken, Haus und Hof, Frau und Kind, die Nachbarn und Freunde dankt, sie als Gottes Gabe liebt und ehrt: In diesem Allt\u00e4glichen, das so ganz und gar nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, \u00f6ffnet uns der Auferstandene die Augen. Und wir sehen, da\u00df unser Leben ein Wunder ist, da\u00df es ein Wunder ist, da\u00df wir Arbeit, da\u00df wir ein Dach \u00fcber dem Kopf haben, Menschen, mit denen wir reden k\u00f6nnen und die uns verstehen und die uns, im Namen Jesu, sowohl die Lebensangst wie die Todesfurcht vertreiben. Da\u00df uns dieses Wunder doch heute an Ostern neu aufgehe! Dann geht uns das Osterlicht auf. Dann fliehen wir nicht mehr weg von Jerusalem, weg vom Kreuz, sondern gehen wieder zur\u00fcck zur Gemeinde, in deren Mitte vom Kreuz geredet wird: Wir gehen nicht mehr weg, sondern gehen wieder zur\u00fcck &#8211; und zwar, wie Lukas sein Evangelium abschlie\u00dft, mit gro\u00dfer Freude. Vielleicht sind wir heute von dieser &#8211; \u00e4u\u00dferlich gesehen &#8211; stillen und verhaltenen Ostererz\u00e4hlung ein bi\u00dfchen entt\u00e4uscht? Aber ist es denn nicht ein Wunder, wenn uns in unserer Welt, in unserem Alltag die Augen aufgehen und wir Jesus erkennen und dabei froh werden?<\/p>\n<p>Vielleicht f\u00e4ngt das neue Leben, das Osterleben, bei uns so an, da\u00df wir, wenn bei uns zu Hause das Tischgebet verstummt ist, gleich heute mittag wieder damit anfangen, zu Tisch zu beten und damit vor Gott, vor unserer Frau und unseren Kindern eingestehen, da\u00df wir nicht vom Brot allein leben, sondern vom vergebenden Wort. Es geht ja nicht darum, da\u00df wir einmal oder zweimal im Jahr feierlich zum Abendmahl gehen und es vom allt\u00e4glichen Essen und Trinken abschirmen, sondern darum, dem Abendmahl die falsche Feierlichkeit und Besonderheit zu nehmen und das, was wir dort h\u00f6ren, in die Allt\u00e4glichkeit hineinsprechen und dort mitsprechen zu lassen. Ich wei\u00df daf\u00fcr keinen besseren Ort, keine besondere Gelegenheit als das Tischgebet: &#8222;Komm, Herr Jesu, sei unser Gast!&#8220; Oder &#8211; und darin fa\u00dft sich unser ganzer Glaube zusammen: &#8222;Zwei Dinge, Herr, sind not, die gib nach deiner Huld: Gib uns das t\u00e4glich Brot, vergib uns unsere Schuld!&#8220;<\/p>\n<hr \/>\n<p>Prof. Dr. Oswald Bayer<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegenwart des Auferstandenen | Ostermontag | 5. April 1999 | Lukas 24,13-35 | Oswald Bayer | Der Evangelist Lukas hat sein Evangelium geschrieben, um die gro\u00dfe Freude zu erz\u00e4hlen, die uns allen zuteil werden soll und zugesagt ist. 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