{"id":21913,"date":"1999-07-17T13:58:13","date_gmt":"1999-07-17T11:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/?p=21913"},"modified":"2025-03-17T14:01:17","modified_gmt":"2025-03-17T13:01:17","slug":"johannes-630-36-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.theologie.uzh.ch\/apps\/gpi\/johannes-630-36-3\/","title":{"rendered":"Johannes 6,30-36"},"content":{"rendered":"<h3>VERTRAUEN ZU JESU GIBT DEM LEBEN GRUNDSICHERHEIT | 7. Sonntag nach Trinitatis | 18. Juli 1999 | Johannes 6,30-36 | Esko Ry\u00f6k\u00e4s |<\/h3>\n<p>Text: Joh 6,30-36<\/p>\n<p>V. 30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du f\u00fcr ein Zeichen, damit wir sehen und dir glauben? Was f\u00fcr ein Werk tust du? V. 31 Unsere V\u00e4ter haben in der W\u00fcste das Manna gegessen, wie geschrieben steht (Psalm 79,24): \u00abEr gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.\u00bb V. 32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. V. 33 Denn Gottes Brot ist das, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. V. 34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot. V. 35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten. V. 36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht.<\/p>\n<p>Predigt<\/p>\n<p>Der Text des Tages stellt Jesus als das Brot des Lebens heraus. Der Ausdruck &#8222;das Brot des Lebens&#8220; ist nicht leicht zu verstehen. Dessen Bedeutung bleibt f\u00fcr das allt\u00e4gliche Leben oft fremd. Jesus als &#8222;das Brot des Lebens&#8220; bedeutet u.a., da\u00df das Vertrauen zu Jesus dem Leben die Grundsicherheit gibt. Um dieses zu veranschaulichen, nehme ich aus dem Text drei Fragen:<\/p>\n<ol>\n<li>Das Leben bedeutet nicht nur zu besitzen und zu kaufen.<\/li>\n<li>Im Umgang mit anderen kann man Erfolg haben oder sich t\u00e4uschen.<\/li>\n<li>Das Grundvertrauen zum Leben entsteht nicht allein aus Wissen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dazu will ich drei Geschichten erz\u00e4hlen.<\/p>\n<ol>\n<li>Vor zwanzig Jahren hatte ich schon sechs Monate in Westdeutschland studiert. Ich hatte mich an die Lebensweise des automobilen Staates gew\u00f6hnt. Fast jeder Student hatte ein Auto, und viele Familien besa\u00dfen mehrere Autos. Der Unterschied zur Heimat war nicht gro\u00df, aber ich mu\u00dfte mich schon an die deutsche Lebensweise gew\u00f6hnen. Parkpl\u00e4tze waren \u00fcberf\u00fcllt, und in den St\u00e4dten gab es \u00fcberall Autos.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zu Fr\u00fchjahrsbeginn beschlo\u00df ich, die Leipziger Messe zu besuchen. Sie war eine vielseitige Veranstaltung, auf der die sozialistische DDR ihr K\u00f6nnen und ihre Errungenschaften vorstellte. Das feine Porzellan oder die Atmosph\u00e4re in der dreigew\u00f6lbten Thomas-Kirche von Bach waren jedoch nicht die eindrucksvollsten Erlebnisse der Messe-Reise. Es wurden nat\u00fcrlich viele Errungenschaften und viele kulturelle Ereignisse angeboten, aber darauf war ich gefa\u00dft. Am Sonntagmorgen beim Blick aus dem Fenster sah ich etwas Neues und Ungew\u00f6hnliches. Auf der Stra\u00dfe standen nur ein paar Wagen, fast alle waren Trabis. Bei einem Wagen war ein Mann mit Wassereimer und Waschlappen besch\u00e4ftigt. Er hatte seinen Sohn bei sich, der auch mit eigenem Lappen den Trabant polierte. Vater und Sohn sprachen wenig miteinander, aber alle beide waren augenscheinlich gl\u00fccklich. Der Sohn pflegte den Wagen seines Vaters und war an der gemeinsamen Arbeit beteiligt. Der Vater lehrte seinen Sohn, und gemeinsam pflegten sie ihre Errungenschaft, den eigenen Wagen.<\/p>\n<p>Ich wu\u00dfte, da\u00df die Trabis in der DDR wertvoll waren. Sie zu beschaffen, war schwierig, obgleich man die n\u00f6tigen Mittel hatte. Und der Preis war nicht so entscheidend wie im Westen. Ich war von der Gemeinschaft der Familie, eben von dem gemeinsamen Interesse beeindruckt. Vater und Sohn geh\u00f6rten zusammen, sie erfreuten sich an der Zusammenarbeit. Die Hauptsache war letztendlich nicht der Wagen, sondern das Familienleben. Das Gl\u00fcck war offensichtlich, fast handgreiflich. Die Anzahl der Wagen war klein &#8211; sowohl im Vergleich zu Westdeutschland als auch zu den nordischen L\u00e4ndern, aber das Gl\u00fcck, es war etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Es gr\u00fcndete sich nicht auf Autos und eigentlich auch nicht auf das Nichtvorhandensein der Autos. Die Atmosph\u00e4re entfaltete sich in der Familie, in der Gemeinschaft. Sie war nicht mit Geld zu beschaffen, sie konnte man nicht im Laden kaufen. Eben dieses gl\u00fcckliche Gef\u00fchl der unersetzlichen Zusammengeh\u00f6rigkeit konnte man auf der Stra\u00dfe von Leipzig am Sonntagmorgen<\/p>\n<p>erleben.<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Im allt\u00e4glichen Leben strebt man immer nach besserem Leben. Das, was mit Geld nicht zu erreichen ist, bleibt oft unbeachtet. Es ist so leicht, Reklame zu lesen und in Gesch\u00e4ften Gl\u00fcck zu suchen. Die Sachen scheinen anfangs Befriedigung zu bieten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Man geht leicht an den anderen Menschen vorbei. Dennoch braucht man sie, nicht als Helfer, sondern weil sie dem Leben Inhalt geben.<\/p>\n<p>Dieses wird oft in Programmen der Konfirmandenunterrichtslager hervorgehoben. In Finnland nahmen 90,8 % 1995 von allen 15j\u00e4hrigen Finnen am lutherischen Konfirmandenunterricht teil, und von diesen besuchten 82 % den Unterricht im Freien, im Lager. Die Lager dauerten von einigen Tagen bis zu zwei Wochen, aber fast immer wurde in ihren Progammen Nachdruck auf die Gemeinschaft, auf das Erleben der Gemeinschaft gelegt.<\/p>\n<p>2.1 Johannes war in der Mitte des Konfirmandenunterrichtslagers ein wenig m\u00fcde geworden. Das Abendprogramm versprach wieder etwas Ungew\u00f6hnliches. Der Pfarrer hatte ihn gebeten, Handtuch und Trainingsschuhe mitzunehmen. Als er an die Reihe kam, wurden ihm au\u00dferhalb des Abendklubs die Augen mit dem Handtuch verbunden, und danach wurde er hereingef\u00fchrt. Ihm wurde gesagt, da\u00df sein Gleichgewicht jetzt getestet w\u00fcrde. Er sollte auf einen breiten Holzstock gef\u00fchrt werden, der danach in die Luft gehoben w\u00fcrde. Er sollte sich auf andere Lagerteilnehmer st\u00fctzen, die neben ihm st\u00fcnden. Das ist nicht schwierig, dachte Johannes und ging munter neben seinem Begleiter. Aber der Holzstock war nicht so dick und breit. Er konnte seinen Fu\u00df auf den Stock stellen, aber nicht beide nebeneinander. Nun wurde der Stock angehoben. Johannes hielt sich mit an den H\u00e4nden seiner Kameraden und dann an ihren K\u00f6pfen fest. Er hatte an beiden H\u00e4nden einen Menschen. Der Holzstock schwankte. Nun wurde er<\/p>\n<p>gehoben. Die K\u00f6pfe seiner Mitsch\u00fcler versanken immer mehr. Ach, es fiel einem nicht leicht, stehen zu bleiben, als man nichts sehen konnte. Er hielt nur noch an den Haaren seiner Kameraden fest. Die K\u00f6pfe waren schon ganz unten. Aber sein Griff war fest. Andere Menschen waren jetzt \u00e4u\u00dferst wichtig. Der Holzstock aber schwankte.<\/p>\n<p>Nun bat der Pfarrer Johannes, zur rechten Seite des Holzstockes zu springen. Es kam ihm tollk\u00fchn vor, aus solcher H\u00f6he und mit verbundenen Augen zu springen. Johannes hielt sich immer noch an den Haaren der anderen fest und versuchte, sich vorsichtig in eine Querstellung auf dem Holz zu bringen. Er duckte sich etwas und hatte etwas Angst, weil er nichts sehen konnte. Und dann sprang er herunter, ins Leere&#8230;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich stie\u00df er gegen Fu\u00dfboden. Johannes ri\u00df den Band ab und bemerkte, da\u00df das Holz die ganze Zeit nur ein wenig h\u00f6her gewesen war als der Fu\u00dfboden. Nur die Mitspieler hatten sich immer niedriger geb\u00fcckt. Die ganze Gruppe lachte und Johannes mit ihr. Ach, was f\u00fcr ein Erlebnis, aber lustig.<\/p>\n<p>2.2 Johannes bemerkte, da\u00df die anderen Menschen wichtig sind. Mit ihnen kann man sogar mit verbundenen Augen gehen. Aber man kann sich nicht immer auf andere Menschen verlassen. Sie k\u00f6nnen auch hinterh\u00e4ltig sein, ihr eigenes Interesse oder ihren eigenen Ruhm suchen. F\u00fcr Johannes geschah dies alles halb im Scherz. Aber zuweilen begegnet man auch den reellen Grenzen des Lebens, da fragt sich einer, worauf er sich verlassen kann.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Margareta wollte wissen, wo ihre Grenzen liegen. Sie hatte schon Stromschnellenfahrt, Bergsteigen und Marathonskilaufen ge\u00fcbt. Nun wollte sie auch den Bungee-Sprung probieren. In der Stadt war am Meeresstrand eine Sprungm\u00f6glichkeit f\u00fcr alle Tollk\u00fchnen veranstaltet. Ein hoher Kran auf einem Lastwagen ragte weit \u00fcber Wohnh\u00e4user und die Kirchen heraus. An dessen Spitze wurde ein Korb gehoben, aus dem alle Interessenten springen durften, nachdem sie zuerst eine h\u00fcbsche Menge Geld bezahlt hatten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Margareta war Studentin und hatte nicht viel Geld. Aber als die M\u00f6glichkeit sich ergab, etwas ganz Neues zu erleben, war sie sofort bereit. Daf\u00fcr war das Geld immer irgendwo aufzutreiben. Zwei Wochen fasten, und schon hatte man das Geld. Eifrig stieg Margareta in den Korb ein, und sie wurde hochgehoben.<\/p>\n<p>Margareta war im Korb nicht allein. Der Mitarbeiter erkl\u00e4rte ihr die Spielregeln und befestigte die B\u00e4nder an ihren Fu\u00dfgelenken. Er erkl\u00e4rte, da\u00df man aus dem Korb nur quer abw\u00e4rts springen d\u00fcrfe. Sonst best\u00fcnde Verletzungsgefahr. Er fragte auch nach, ob sie alle schweren Sachen aus ihren Taschen herausgeholt habe. Margareta h\u00f6rte mechanisch zu und nickte gehorsam mit dem Kopf. Oberfl\u00e4chlich war sie ganz ruhig. Kann ich mich auf die B\u00e4nder verlassen? Kann ich mich den Versicherungen des Mitarbeiters zufriedenstellen? So dachte sie. Und die Vernunft wiederholte: Dies haben Tausende vor dir gemacht, dir passiert nichts. Aber das Meer wogte sehr weit unten,und die B\u00e4nder waren ziemlich d\u00fcnn. Auch die Kirchen sahen so klein aus. Und da oben wehte der Wind. Obgleich der Mitarbeiter das wiederholte, was Margareta schon wu\u00dfte, beruhigte sie sich nicht. Der Wind schaukelte den Kran immer heftiger.<\/p>\n<p>Als der Mitarbeiter in \u00fcber hundert Metern H\u00f6he das Startzeichen gab, z\u00f6gerte Margareta ein Weilchen. Gleichzeitig seufzte sie ein kleines Gebet an Gott. Die Worte drangen einfach durch ihre Lippen. Und dann der Sprung herunter. Das Meer wartete auf sie, wogte und wartete. Dessen Scho\u00df kam n\u00e4her und n\u00e4her, als ob es sie in seine Arme nehmen wollte. Der Wind brauste in ihren Ohren und ihr Haar baumelte. Das Meer kam n\u00e4her, schrecklich n\u00e4her und n\u00e4her.<\/p>\n<p>Und jetzt, jetzt spannten sich die B\u00e4nder. Sie funktionierten. Das Blut stieg ihr in den Kopf. Der Wind heulte in ihren Ohren. Die B\u00e4nder dr\u00fcckten schmerzhaft ihre Fu\u00dfgelenke. Margareta dachte: Halten sie? Ich wei\u00df, sie halten, aber wenn sie trotzdem gerade jetzt brechen? Wird mein Sprung langsamer, bevor ich ins Meer herunterfalle? Sie sah schon die Fische an der Meeresoberfl\u00e4che, die auf einen Gast warteten. Aber dann hielt die Bewegung inne und gleichzeitig begann der Sprung hoch. Es war ein wirklicher Ruck, und dann ging es wieder abw\u00e4rts. Das Pendel machte noch viele Schwingungen, unendlich lange, aber nicht mehr so f\u00fcrchterlich.<\/p>\n<p>Margareta wurde heruntergelassen. Der Mitarbeiter empfing sie und gab ihr ein Handtuch f\u00fcr das Abtrocknen des Schwei\u00dfes. Sie hielten! Ach, die B\u00e4nder hielten. Der Mitarbeiter war im recht. Es lohne, sich auf seine Versicherungen zu verlassen. Aber es kam ihr wirklich tollk\u00fchn vor, obgleich das Gef\u00fchl schon zu weichen begann. Nur die St\u00e4rke des Erlebnisses war noch im Sinne vorhanden.<\/p>\n<p>Eigentlich wunderte sich Margareta nur \u00fcber eine Sache. Sie hatte gebetet. Sie wu\u00dfte nicht, wie es ihr eingefallen war, aber so war es geschehen. Und es mutete sie gut an. Sie konnte nicht ganz auf den Mitarbeiter vertrauen. Die Beruhigung auf der Ebene des Bewwu\u00dftseins befriedigte sie nicht. Ein andersartiges Vertrauen ergab sich aus dem Gebet. Und es beruhigte. Dieses Erlebnis, nicht der Bungee-Sprung, sondern das Erlebnis des Betens, blieb erstrangig. Die Kraft zum Leben ergab sich aus dem Bewu\u00dftsein, da\u00df man zu Gott, zu Jesus beten kann. Als sie erkannte, da\u00df man Jesus vertrauen konnte, da\u00df man darauf vertrauen konnte, da\u00df Jesus das menschliche Leben h\u00f6rt und versteht, war es leicht zu springen. Es verwunderte Margareta und sie freute sich dar\u00fcber.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Den Lebensinhalt kann man nicht mit Geld erwerben. Gl\u00fcck und Gemeinschaftlichkeit sind nicht durch Geld zu erreichen. Mit Geld kann man Sachen, Produkte, auch Erlebnisse bekommen, vielleicht sogar Freunde. Aber auch die Freunde k\u00f6nnen irrelf\u00fchren, so wie im Fall von Johannes.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Vertrauen ist die Grundbedingung des gemeinsamen Lebens. Margareta erlebte dies tief. Gleichzeitig bemerkte sie, da\u00df es vor einer erlebnisreichen Erfahrung gut ist, da\u00df man sich auf Jesus verlassen kann; auf ihn kann man wirklich vertrauen. Jesus war Gott, aber er war selbst auch Mensch. Er wei\u00df, wie es dem Menschen geht, und weil er Gottes Sohn ist, kann er auch helfen. Dies gibt dem Leben die Grundlage. Daraus bekommt man Lebensbrot.<\/p>\n<p>Der heutige Text lautet:<\/p>\n<p>Johannes 6, 35<\/p>\n<p>Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr d\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Homiletische Bemerkungen<\/p>\n<p>Exegetische Analyse<\/p>\n<p>Dieser Text ist ein Teil eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen. Darin analysiert der Evangelist die Gottheit von Jesus durch die Beschreibung als das Brot des Lebens. Der Text umfa\u00dft keine exegetisch widerspr\u00fcchlichen Elemente. Die Ganzheit ist deutlich. Der Text erhellt sein Hauptthema.<\/p>\n<p>Homiletische Analyse<\/p>\n<p>Die Frage nach dem Inhalt des Lebens ist immer aktuell, besonders im kapitalistischen Bezugszusammenhang. Die bildlichen Ausdr\u00fccke im Text sind nicht allt\u00e4glich in der st\u00e4dtischen Umgebung. Es lohnt sich, die Predigt auf den Gedanken des Textes aufzubauen, nicht auf seinen Ausdr\u00fccken.<\/p>\n<p>Der Grundgedanke besteht darin, da\u00df man im Leben das Wissen \u00fcber Jesus, Glauben an ihn und Vertrauen auf ihn braucht. Es beseitigt im Menschen die Bedr\u00e4ngnis zu suchen und gibt ihm den Lebensinhalt. In der Predigt lohnt es sich, zuerst zu problematisieren, was das Wichtigste im Leben ist. Danach kann man den Glauben als Lebensinhalt und das Vertrauen als Hauptcharakter des Glaubens hervorheben. Der sich aus dem vertrauensvollen Glauben ergebende, allt\u00e4gliche Lebensinhalt bildet die Botschaft: Erst der, der im Vertrauen lebt, kann ein sicheres Leben f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Predigt wurde durch drei Geschichten erfa\u00dft, weil ich darauf vertraue, da\u00df den Geschichten zugeh\u00f6rt wird. Sie rei\u00dfen mit sich. Eine gute Predigt ist eine gute Geschichte, von der aus man sich den Hauptinhalt der Predigt einpr\u00e4gen kann, und dies geschieht sogar ohne Erl\u00e4uterung des Inhaltes. Der einsichtige Zuh\u00f6rer versteht den Text, und der einsichtige Prediger schreibt so, da\u00df der Zuh\u00f6rer seine Predigt versteht. Der heutige Text gr\u00fcndet sich nicht auf eine Geschichte, weil ich sie nicht finden konnte. Zuerst reduzierte ich den Text auf eine dreigliedrige Struktur, und dann brachte ich die Geschichten in diese Teile ein, um die Idee des Textes zu beleuchten. Die Ganzheit setzte kleine Zwischenpassagen voraus, die aus der Numerierung zu lesen sind. Ob das Resultat gelungen ist, soll der Leser entscheiden.<\/p>\n<p>Ich habe mir selbst Gedanken gemacht, ob sich diese Predigt besser zum Lesen oder zum Sprechen eignet. Ich hoffe, da\u00df sie in beiden Rollen funktioniert.<\/p>\n<p>Ich nehme gern Kommentare \u00fcber die Predigt und Predigttechnik entgegen. Pa\u00dft die Predigt f\u00fcr einsichtsreiche Leser?<\/p>\n<hr \/>\n<p>Meine Adresse ist:<\/p>\n<p><a href=\"mailto:esko.ryokas@helsinki.fi\">esko.ryokas@helsinki.fi<\/a>.<\/p>\n<p>Esko Ry\u00f6k\u00e4s<\/p>\n<p>Docent, Assistent<\/p>\n<p>University of Helsinki<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>VERTRAUEN ZU JESU GIBT DEM LEBEN GRUNDSICHERHEIT | 7. Sonntag nach Trinitatis | 18. 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